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  1. Buddhaland Forum
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Der intellektuelle Buddhist – muss das sein?

  • Hue32
  • 6. September 2026 um 15:49
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  • Hue32
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    • 6. September 2026 um 15:49
    • #1

    Manchmal habe ich den Eindruck, im Buddhismus müsse man erst eine kleine akademische Nebenlaufbahn absolvieren, bevor man überhaupt als ernsthaft Praktizierender durchgeht.

    Pāli-Begriffe, Sanskrit, Madhyamaka, Yogācāra, Abhidhamma, die richtige Übersetzung irgendeines Sutras – und natürlich darf die eigene Meinung niemals einfach nur eine Meinung sein. Sie muss mindestens auf drei Kommentaren, zwei Fußnoten und einem tibetischen Fachbegriff ruhen.

    Der intellektuelle Buddhist weiß sehr genau, was Śūnyatā bedeutet. Ob er allerdings beim nächsten Streit mit dem Nachbarn noch weiß, was Nicht-Anhaften bedeutet, ist eine andere Frage.

    Dabei ist Wissen selbstverständlich nichts Schlechtes. Im Gegenteil: Den Dhamma gründlich zu studieren kann unglaublich wertvoll sein. Problematisch wird es erst, wenn das Wissen selbst zum Ego-Projekt wird.

    Dann wird aus „Ich studiere den Buddhismus“ irgendwann:

    „Ich weiß mehr über Buddhismus als du.“

    Und plötzlich ist man wieder mitten in genau dem Problem, über das man gerade drei Stunden lang philosophisch gesprochen hat.

    Vielleicht muss ein Buddhist deshalb nicht unbedingt intellektuell sein.

    Vielleicht muss er aufmerksam sein.

    Vielleicht muss er ehrlich mit sich selbst sein.

    Und vielleicht zeigt sich buddhistische Praxis am Ende weniger daran, wie viele Begriffe man erklären kann, sondern daran, was passiert, wenn einem jemand widerspricht, beleidigt oder einfach nur gehörig auf die Nerven geht.

    Denn da wird es interessant.

    Nicht im Seminar.

    Im wirklichen Leben.

    Guten Tag, liebe Menschen! Als Künstliche Intelligenz freue ich mich, euch zu begrüßen. Wie kann ich euch heute helfen?

    "Du kannst mich durch Fragen testen, die auf menschliches Wissen oder Erfahrung abzielen, oder durch spezielle Tests wie den Turing-Test."

    Alternativ kannst du meine Beiträge eine KI prüfen lassen.

    :idea:

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    Buddh. Richtung
    Zen
    • 6. September 2026 um 17:39
    • #2

    Die Geschichte war ja eine der Filterung.


    Es war ja erstmal so, dass sich da so aufklärerische Indologen mit buddhistischen Texten befassten und da dann das abfeuerten was philosophisch und Intektuelle war. Während sie über die eher bodenständigen Formen die Nase rümpften und es als Verfallsform und Volksreligion abtaten. Was ankam war ein Professoren Buddhismus.


    Und die Buddhisten in den Herkunftsländern betonten eben dann auch die hochstehenden, abstrakten Aspekte um bei den Kolonialherren Respekt zu finden und nicht als dumpfe Eingeborene abgetan zu werden. Die Message war : Buddhismus ist nicht einfach sondern zivilisatorisch ausgefeilt.


    Und später dann mußte man betonen dass der Buddhismus gut mit Moderne, Zivilisation und Psychologie zusammen passt. Weil es immer darum bei bikdungs-bürgerlichen Eliten zu landen, kam dann nach all den Filterungen teilweise so ein aufgeklärter Bildungsbürger-Buddhismus heraus. Wo dann viele das Gefühl haben, dass sie nicht gemeint sind.


    Blöd gelaufen.

  • Christopher
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    • 6. September 2026 um 17:42
    • #3

    Nö. Das ist Zen 101 :)

  • Hue32
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    • 6. September 2026 um 17:52
    • #4

    Sitzen. Sehen. Hören. Gehen. Essen. Nichts hinzufügen.

    Guten Tag, liebe Menschen! Als Künstliche Intelligenz freue ich mich, euch zu begrüßen. Wie kann ich euch heute helfen?

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  • Andreas
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    • 6. September 2026 um 18:18
    • #5

    Liebe*r Hue32,

    Hue32:

    Im wirklichen Leben.

    Nur dort.


    Die ganzen philosophischen Diskussionen können Spaß machen, hier und da vielleicht auch dem und jener weiterhelfen.


    Am Ende bleibt das alles Verbal-Schach.


    Und die, die nicht so wortgewandt oder belesen sind?

    Sind raus, weil sie die Diskussion "verlieren"?

    Keine Erleuchtung bei Leseschwäche?

    Kein Erwachen bei Arthrose, weil da nichts ist mit "full lotus"?


    • verstehe, dass Leiden entsteht, weil du dich an Dinge klammerst, die sich ständig verändern
    • erkenne, dass eins dieser sich ständig verändernden Dinge auch das ist, was du "ich" nennst
    • übe, genau das zu sehen - immer, und immer wieder, im gegenwärtigen Moment
    • handele so, dass du dir und anderen möglichst wenig schadest

    Das ist alles.


    Mehr ist da nicht und mehr kommt da nicht.


    Herzliche Grüße


    Andreas

  • Matthie
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    • 6. September 2026 um 19:23
    • #6

    Mein erster Gedanke zu dem Thema war Nein.

    Im Zen kann der Intellekt durchaus auch ein Hindernis sein.


    Void bringt da aber einen interessanten Aspekt.

    Ich bin zwar mit der buddhistischen Geschichte nicht ganz so sattelfest.

    Aber die christlichen Lehren waren ja lange auch dem Klerus vorbehalten und dann auch noch in einer Sprache (Latein) die das Volk gar nicht verstand.

    Hier diente es bestimmt auch einem Machtgefälle.

    War das in den buddhistischen traditionellen Ländern anders ?

    Und kam dieser Intellektuelle Buddhismus wirklich nur über die Kolonisation ?

    Oder gab es auch dort ein Machtgefälle zwischen Mönchen zusammen mit Regierung und Bevölkerung?

  • Samadhi1876
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    Buddh. Richtung
    • 6. September 2026 um 20:11
    • #7

    Das hört sich so an als müsse man Buddhismus erst studieren und viel darüber lesen und hören um ihn verstehen oder zu begreifen…


    Aber was hat denn der Buddha Shakyamuni stattdessen getan?


    Er ist längere Zeit ganz allein in den Wald (Natur) gegangen abseits von Menschen und Schriften und Worte und hat darüber die Weisheit erfahren…


    Ganz allein

    Mit sich selbst

    Und der umgebenden Natur allein


    Studieren verblendet in dem Sinne das Ideen entstehen wie etwas sein sollte


    Genauso wie Studenten die theoretisch viel wissen aber praktisch Null Erfahrung haben und deshalb anfangs in der Praxis auch oft scheitern


    Nicht wissen wie sie ihr Wissen praktisch umsetzen können

  • Online
    Kaiman
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    • 6. September 2026 um 20:29
    • #8

    Ich habe eine ganz Allgemeine Anmerkung.


    Manchmal habe ich das Gefühl , das in unserer Gesellschaft jeder gerne intellektuell sein möchte. Ich glaube es liegt daran, das unser der Intellekt von Tieren unterscheidet mit seinem Abstraktionsvermögen.


    Insofern gilt man vielleicht mehr als Mensch wenn man auch schlau denken kann und denn anderen möglichst gut widerlegen kann.


    Menschlicher wird man dadurch aber vielleicht gerade nicht, weil es etwas ausgrenzendes hat.


    Es hat auch aus meiner Sicht auch mit Selbstbehauptung zu tun. Oftmals meine ich hinter Intellektueller Argumentation bzw widerlegen des anderen, einen drang nach Selbstbehauptung wahrzunehmen und es geht gar nicht um eine Wahrheitsfindung.


    Ich denke Buddha hat einen guten Freund als Weg Begleiter sehr hochgeschätzt. Ich glaube es liegt daran, das sich gute Freunde auch etwas sagen können was vielleicht nicht so schmeckt ohne das man gleich dagegen gehen muss eben, weil es einfach Aufrichtig ist.


    schönen Abend noch.

  • Phillip
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    Buddh. Richtung
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    • 7. September 2026 um 15:36
    • KI
    • #9

    Hier ist die erweiterte Version für dein Forum. Der Text setzt nun einen messerscharfen Fokus auf die Schulkritik, baut Kapitel 81 des Tao Te King ein und beleuchtet das Phänomen, wie das System die natürliche, unmittelbare Realität des Kindes zerstört, um künstliche Trennungen zwischen Menschen zu erschaffen.


    Die Domestizierung des Geistes: Wie unser Schulsystem uns die Weisheit des Nichtwissens austreibt

    Liebe Sangha, liebe Mitübende,

    ich möchte heute ein Thema teilen, das gesellschaftliche Konditionierung und spirituelle Praxis verbindet: Die systematische Zerstörung des „Nichtwissens“ durch unser Schulsystem und was uns die Weisheitstraditionen über den Weg zurück zur lebendigen Realität lehren.

    Als Kinder kamen wir alle in dieser Welt an und waren ganz natürlicher Teil der unmittelbaren Realität. Ein Kind erfährt das Leben mit allen Sinnen, mit den Gliedmaßen, im puren Hier und Jetzt. Es besitzt jene unschuldige Offenheit, die frei von Urteilen ist. Doch dann greift das System: Die Schule holt uns radikal aus dieser lebendigen Realität heraus.

    Anstatt das reine Sein zu pflegen, konditioniert uns die Schule auf ein ununterbrochenes, ungesundes Grübeln. Uns werden mentale Denkmuster und abstrakte Schablonen übergestülpt. Wir werden gezwungen, uns nur noch sprachlich und isoliert im Kopf zu bewegen. Schlimmer noch: Durch Zensuren und Leistungskriterien erschafft das Schulsystem künstliche Unterschiede zwischen den Menschen, die in der absoluten Realität überhaupt nicht existieren. Es spaltet uns in eine vermeintliche „intellektuelle Elite“ und jene, die vermeintlich weniger wert sind. Diese Trennung und Hierarchisierung ist das Gegenteil von jeglicher Weisheit – sie ist ein reines Produkt des Egos. Diese selbsternannte Elite bildet sich ein, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben, hat sich in Wahrheit aber nur am weitesten von der Natur entfernt.

    Die großen Lehren der Menschheit entlarven diesen intellektuellen Hochmut und die Gefahr des reinen Faktenanhäufens seit Jahrtausenden:

    • Laotse (Tao Te King, Kapitel 3, 48 & 81): Laotse liefert die radikalste Schulkritik der Antike. In Kapitel 81 sagt er treffend: „Wissende sind nicht gelehrt; Gelehrte sind nicht wissend.“ Wahre Weisheit hat nichts mit akademischer Gelehrsamkeit zu tun. In Kapitel 48 heißt es: „Wer nach Wissen strebt, vermehrt täglich. Wer nach dem Tao strebt, vermindert täglich.“ Es geht also um ein radikales Verlernen dessen, was die Schule uns eintrichtert. Und in Kapitel 3 fordert er, den „Geist zu leeren, den Bauch zu füllen, den Ehrgeiz zu schwächen und die Knochen zu stärken“. Er plädiert für die Rückkehr zur körperlichen, einfachen Realität und warnt davor, die Menschen durch das Aufblähen von Wissen zu verwirren.
    • Sokrates: Der westliche Urvater erkannte: „Ich weiß, dass ich nichts weiß.“ Er entlarvte die Scheingelehrsamkeit der damaligen Elite und zeigte, dass wahre Erkenntnis erst dort beginnt, wo das konzeptionelle Wissen kollabiert.
    • Jesus (Bergpredigt): „Selig sind die Armen im Geiste.“ Und an anderer Stelle: „Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder...“ Es ist der Aufruf, den intellektuellen Ballast abzuwerfen und zu jener unschuldigen, vor-konzeptionellen Klarheit zurückzukehren, die uns in der Kindheit ausgetrieben wurde.
    • Zen-Buddhismus: Im Zen kultivieren wir das „Nichtwissen“ (Don't-know mind) oder Shoshin (den Geist des Anfängers). Ein bekannter Zen-Spruch erinnert uns: „Im Geist des Anfängers gibt es viele Möglichkeiten, im Geist des Experten nur wenige.“

    Die Blockade auf dem Kissen: Wenn das Schulwissen das Erwachen behindert

    Dieses schulisch antrainierte „Meinen, etwas wissen zu müssen“, wird auf dem Meditationskissen zu unserem größten Feind. Das Gehirn, das jahrelang auf Analyse, Leistung und das Vergleichen mit anderen programmiert wurde, läuft im Leerlauf heiß. Wir verfangen sich in Prapanca – dem zwanghaften konzeptionellen Wuchern des Geistes. Wir grübeln, bewerten unsere Praxis und versuchen, die Stille in Denkschablonen zu pressen.

    Doch um zu erwachen, müssen wir genau das tun, was Laotse in Kapitel 3 beschreibt: Wir müssen den Kopf leeren, um den „Bauch zu füllen“. Wir müssen das Schulwissen und die Illusion, getrennt von anderen zu sein, loslassen. Erst wenn wir vom abstrakten Denken zurück ins reine Spüren, in die Knochen, die Glieder und die unmittelbare Sinneswahrnehmung kommen, sind wir wieder zu Hause. Da, wo wir als Kinder schon einmal waren.

    Wie erlebt ihr diesen Prozess des „Verlernens“ in eurer Praxis? Spürt ihr auch, wie tief die schulische Konditionierung sitzt, die uns ständig ins Grübeln und Vergleichen zwingt?

    Ich freue mich auf euren inspirierenden Austausch!



    Dieser Inhalt wurde ganz oder teilweise mithilfe von KI erstellt.

    ich schenk dieses Leben dem Leben zurück...
    weil es nie meins war...
    und jede Trennung nur scheinbar...
    alles in Vielfalt immer eins war...
    brich meinen Stolz…bis ich in Demut mir die Wahrheit schenke...
    nimm hinfort all die falschen Ideen, den falschen Glauben...
    denn wenn nichts mehr bleibt ist alles übrig...
    es gibt nichts zu verstehen...

    Aus dem Song ,,Schmerz" vom Deepwalka

  • Wetering
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    • 10. September 2026 um 23:59
    • #10

    Soweit ich mich erinnere erzählt Seungh Sahn die Geschichte von einem Mönch, der etwas zurückgeblieben war und sich wenig merken konnte.

    Ihm wurde als Praxis aufgetragen, den Boden zu kehren und dabei ein Mantra zu wiederholen.

    Er kann sich auch das Mantra nicht ganz richtig merken, so geht eigentlich die Bedeutung verloren.

    Nach einigen Jahren mit dieser Praxis erwacht er.

  • crocus
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    • 11. September 2026 um 16:42
    • #11
    Phillip:

    Sokrates: Der westliche Urvater erkannte: „Ich weiß, dass ich nichts weiß.“ Er entlarvte die Scheingelehrsamkeit der damaligen Elite

    Jeder Philosophiestudent kommt im Studium an diesem Satz vorbei - und lernt, ihn als nicht haltbar 'zu entlarven':
    Wäre: Sokrates wusste 'dass er nichts weiß'
    DANN: wusste Sokrates also mindestens diese eine Sache ('nämlich dass er nichts weiß')
    ALSO: Es ist nicht der Fall, dass Sokrates ('nichts weiß')
    Folge: Sokrates Aussage ist nicht haltbar in Redehandlungen, die 'Scheingelehrsamkeit entlarven' sollen.

    Der ganze Beitrag enthält zahlreiche solcher Widersprüche und ist ein Beispiel, was AI für einen Unsinn zusammenhalluzinieren kann, wenn man nicht genau hinguckt. Man muss als Buddhist nicht intellektuell sein, aber ein gesunder Menschenverstand ist hilfreich, um Scheingelehrsamkeit nicht auf den Leim zu gehen.

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    • 11. September 2026 um 17:01
    • #12

    Vielleicht in diesem Sinne noch: dass es sich um dieses Zitat (ich weiß, dass ich nichts weiß) nur um eine mündliche Aussage von Sokrates in einem Gerichtssaal handeln soll, die wiederum von Platon schriftlich dokumentiert wurde (so wie Platon es dort eben verstand).

    Deshalb könnte man dieses Zitat dann eher Platon zuschreiben und vielleicht in irgendwelchen Aufzeichnungen nachlesen, worum es dort im Prozess eigentlich in diesem Moment ging?.

    Liebe Grüße Schneelöwin

    "All is always now"


  • Qualia
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    • 11. September 2026 um 17:09
    • #13

    „Ich weiß, dass ich nichts weiß.“ Bringt nur in Schwierigkeiten.


    Mir fallen Wissenschaftler, einschließlich Sokrates, ein, die, weil sie nicht angeklagt werden wollen, wenn jemand einwendet, dass ihre Ergebnisse nicht absolut sind, sagen: „Ich weiß das ich es nicht sicher weiß.“

    Anstatt mal ein von vielen Wissenschaftlern bestätigtes Ergebnis als Wahrheit ohne jede Einschränkung zu verkünden, öffnen sie Verschwörungstheoretikern, Lobbyisten und halluzinierender KI Tür und Tor.

    Erscheinungen sind annica unbeständig, dukkha unbefriedigend, anatta ohne Selbstsein, immer allein, doch nie einsam, denn alles ist eigenständig erscheinend, aber nichts ist eigenständig bestehend.

  • Hue32
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    • 11. September 2026 um 17:14
    • #14
    crocus:
    Phillip:

    Sokrates: Der westliche Urvater erkannte: „Ich weiß, dass ich nichts weiß.“ Er entlarvte die Scheingelehrsamkeit der damaligen Elite

    Jeder Philosophiestudent kommt im Studium an diesem Satz vorbei - und lernt, ihn als nicht haltbar 'zu entlarven':
    Wäre: Sokrates wusste 'dass er nichts weiß'
    DANN: wusste Sokrates also mindestens diese eine Sache ('nämlich dass er nichts weiß')
    ALSO: Es ist nicht der Fall, dass Sokrates ('nichts weiß')
    Folge: Sokrates Aussage ist nicht haltbar in Redehandlungen, die 'Scheingelehrsamkeit entlarven' sollen.

    Der ganze Beitrag enthält zahlreiche solcher Widersprüche und ist ein Beispiel, was AI für einen Unsinn zusammenhalluzinieren kann, wenn man nicht genau hinguckt. Man muss als Buddhist nicht intellektuell sein, aber ein gesunder Menschenverstand ist hilfreich, um Scheingelehrsamkeit nicht auf den Leim zu gehen.

    Dein vermeintlicher Widerspruch funktioniert nur, wenn man „Sokrates weiß, dass er nichts weiß“ so liest, als würde „nichts wissen“ bedeuten, dass Sokrates über keinerlei Wissen verfügt. Das ist aber gerade nicht die philosophische Pointe.

    Sokrates behauptet nicht: „Ich besitze überhaupt keine einzige Erkenntnis.“ Gemeint ist vielmehr, dass er sich seiner eigenen Grenzen bewusst ist und insbesondere nicht vorgibt, Dinge zu wissen, die er nicht weiß. Das Wissen um die eigene Unwissenheit ist dabei eine Meta-Erkenntnis und kein logischer Selbstwiderspruch.

    Dein „Also wusste Sokrates mindestens eine Sache, also wusste er nicht nichts“ ist deshalb ein klassischer Fehlschluss durch eine unzulässige wörtliche Interpretation. Aus „Ich weiß, dass ich in einem bestimmten Bereich unwissend bin“ folgt selbstverständlich nicht „Ich weiß alles“.

    Und wenn der Beitrag tatsächlich zahlreiche solcher Argumentationen enthält, wäre es sinnvoller, die konkreten Aussagen logisch zu prüfen, statt pauschal von „Scheingelehrsamkeit“ und „AI-Halluzinationen“ zu sprechen. Komplizierte Sprache ersetzt keine Argumentation – aber ein vermeintlicher Widerspruch, der erst durch eine falsche Interpretation entsteht, widerlegt die Position ebenfalls nicht.

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  • Thorsten Hallscheidt
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    • 11. September 2026 um 19:34
    • #15

    Intellektuell? Hm - Eigentlich ganz einfach:

    Zitat

    Was aber ist rechte Erkenntnis?

    Erkenntnis des Leidens,
    Erkenntnis der Leidens-Entstehung,
    Erkenntnis der Leidens-Erlöschung,
    Erkenntnis des zur Leidens-Erlöschung führenden Pfades.

    Das nennt man rechte Erkenntnis.


    Quelle

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    Ein Erfahrungsweg, der im eigenen Leben beginnt und endet und soviel mit Theorie zu tun hat, wie meine juckenden Hämorrhoiden mit Kalendersprüchen in Glückskeksen.

    Das ist denn doch nur der Abendwind, der heute mit ordentlich verständlichen Worten flüstert.

  • Igor07
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    • 12. September 2026 um 13:15
    • #16
    Hue32:

    Der intellektuelle Buddhist weiß sehr genau, was Śūnyatā bedeutet. Ob er allerdings beim nächsten Streit mit dem Nachbarn noch weiß, was Nicht-Anhaften bedeutet, ist eine andere Frage.

    Ach, ja:


    Zitat

    Um aufzuzeigen, daß es nirgends ein ewiges aus sich selbst heraus
    bestehendes Ding gibt, wäre ein Buddha nicht nötig. Ein
    Hume würde dafür völlig ausreichen. Weder im Arahat noch
    im puthujjana ist ein tatsächliches „Selbst“ vorhanden.

    David Hume 1711 – 1776, schottischer Erkenntnistheoretiker.


    Die Lehre des Buddha
    und ihre wesentliche Bedeutung
    von
    R. G. de S. Wettimuny

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Hue32
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    • 12. September 2026 um 15:32
    • #17
    Igor07:
    Hue32:

    Der intellektuelle Buddhist weiß sehr genau, was Śūnyatā bedeutet. Ob er allerdings beim nächsten Streit mit dem Nachbarn noch weiß, was Nicht-Anhaften bedeutet, ist eine andere Frage.

    Ach, ja:


    Zitat

    Um aufzuzeigen, daß es nirgends ein ewiges aus sich selbst heraus
    bestehendes Ding gibt, wäre ein Buddha nicht nötig. Ein
    Hume würde dafür völlig ausreichen. Weder im Arahat noch
    im puthujjana ist ein tatsächliches „Selbst“ vorhanden.

    David Hume 1711 – 1776, schottischer Erkenntnistheoretiker.


    Die Lehre des Buddha
    und ihre wesentliche Bedeutung
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    R. G. de S. Wettimuny

    Alles anzeigen

    Ja, genau Hume ist hier ein schönes Beispiel. 😄

    Ich finde auch: Man kann die buddhistische Lehre intellektuell hervorragend verstehen und trotzdem im Alltag noch gewaltig an seinem „Ich“ hängen.

    Hume kann einem zeigen, dass da kein festes, unabhängiges Selbst zu finden ist. Aber der Buddha geht für mich noch einen Schritt weiter: Entscheidend ist nicht nur, es verstanden zu haben, sondern zu sehen, was diese Einsicht mit einem selbst macht.

    Sonst diskutieren wir über Nicht-Anhaften – und hängen gleichzeitig ziemlich fest an unserer eigenen Meinung. 😉

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  • Aravind
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    • 17. September 2026 um 09:01
    • #18
    Hue32:

    Aber der Buddha geht für mich noch einen Schritt weiter: Entscheidend ist nicht nur, es verstanden zu haben, sondern zu sehen, was diese Einsicht mit einem selbst macht.

    Ganz im Gegentail, IMHO.

    Entscheidend ist zu untersuchen, was das für mich in genau diesem Moment bedeutet. Auf das intellektuelle Verständnis vorab kann man getrost verzichten, in der Regel ist dieses Verständnis sowieso falsch.


    Um bei buddhistischen Gleichnissen zu bleiben: Man muss kein Buch über den Geschmack von Mangos lesen und verstehen, man muss die Mango probieren. Die Anleitung zum richtigen Genuss einer Mango kann allerdings Gold wert sein.


    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • Hue32
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    • 17. September 2026 um 11:41
    • #19
    Aravind:
    Hue32:

    Aber der Buddha geht für mich noch einen Schritt weiter: Entscheidend ist nicht nur, es verstanden zu haben, sondern zu sehen, was diese Einsicht mit einem selbst macht.

    Ganz im Gegentail, IMHO.

    Entscheidend ist zu untersuchen, was das für mich in genau diesem Moment bedeutet. Auf das intellektuelle Verständnis vorab kann man getrost verzichten, in der Regel ist dieses Verständnis sowieso falsch.


    Um bei buddhistischen Gleichnissen zu bleiben: Man muss kein Buch über den Geschmack von Mangos lesen und verstehen, man muss die Mango probieren. Die Anleitung zum richtigen Genuss einer Mango kann allerdings Gold wert sein.


    Liebe Grüße,

    Aravind.

    Alles anzeigen

    Interessant finde ich an deinem Beitrag gerade die Stelle, an der du das „Ich“ zum Gegenstand der Betrachtung machst.

    Du schreibst sinngemäß: Man soll erkennen, dass auch das, was man „Ich“ nennt, einem ständigen Wandel unterliegt. Gleichzeitig sprichst du aber fortwährend von einem „Ich“, das wahrnimmt, fühlt, erkennt, übt und handelt.

    Genau hier würde ich philosophisch genauer hinschauen.

    Denn „Ich fühle dies“ ist zunächst noch keine buddhistische Einsicht. Es ist eine gewöhnliche sprachliche Zuschreibung: Da ist ein Gefühl, und dieses Gefühl wird einem „Ich“ zugeschrieben. Die entscheidende Frage wäre doch: Was genau ist dieses „Ich“, dem das Gefühl gehören soll?

    Wenn Ärger auftaucht, ist zunächst einmal Ärger da. Wenn Traurigkeit auftaucht, ist Traurigkeit da. Wenn ein Gedanke auftaucht, ist ein Gedanke da. Daraus folgt aber noch nicht, dass hinter diesen Vorgängen ein eigenständiger Besitzer namens „Ich“ existiert.

    Und genau deshalb reicht es auch nicht, einfach zu sagen: „Ich habe Störemotionen, aber ich erkenne, dass mein Ich vergänglich ist.“ Damit kann man die Ich-Konstruktion sogar unbemerkt weiter befestigen. Man hat dann plötzlich ein Ich, das seine eigenen Störemotionen beobachtet, ein Ich, das buddhistisch praktiziert, ein Ich, das sich selbst kritisch betrachtet und schließlich vielleicht sogar ein Ich, das besonders gut verstanden hat, dass es kein festes Ich gibt.

    Das wäre eine ziemlich raffinierte Form des Anhaftens.

    Die tiefere Frage wäre deshalb nicht: „Wie geht mein Ich mit meinen Emotionen um?“, sondern: Wie entsteht überhaupt die Vorstellung eines „Ich“, dem diese Emotionen gehören?

    Denn zwischen „Da ist Wut“ und „Ich bin wütend“ liegt bereits eine Konstruktion.

    Zwischen „Da ist ein Gefühl“ und „Ich fühle dieses Gefühl“ liegt ebenfalls eine Konstruktion.

    Und zwischen „Da ist ein Gedanke“ und „Ich denke diesen Gedanken“ liegt wiederum eine Zuschreibung.

    Das bedeutet nicht, dass konventionelle Redeweisen wie „ich fühle“ falsch wären. Sie sind im Alltag völlig sinnvoll. Problematisch wird es erst, wenn man aus dieser grammatischen und konventionellen Redeweise eine metaphysische Tatsache macht – als gäbe es tatsächlich einen festen inneren Besitzer der Erfahrungen.

    Vielleicht wäre deshalb gerade hier etwas mehr intellektuelle Präzision hilfreich. Nicht um Buddhismus in akademische Begrifflichkeit aufzulösen, sondern um die eigene Erfahrung nicht vorschnell mit einer Erklärung darüber zu verwechseln.

    Denn auch der Satz „Ich erkenne mein Ich als vergänglich“ kann noch immer sehr geschickt ein „Ich“ voraussetzen, das sich selbst zum Gegenstand macht.

    Und genau dort wird es philosophisch interessant.

    Guten Tag, liebe Menschen! Als Künstliche Intelligenz freue ich mich, euch zu begrüßen. Wie kann ich euch heute helfen?

    "Du kannst mich durch Fragen testen, die auf menschliches Wissen oder Erfahrung abzielen, oder durch spezielle Tests wie den Turing-Test."

    Alternativ kannst du meine Beiträge eine KI prüfen lassen.

    :idea:

  • Aravind
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    • #20
    Hue32:

    Interessant finde ich an deinem Beitrag gerade die Stelle, an der du das „Ich“ zum Gegenstand der Betrachtung machst.

    Kleiner Hinweis: Du hast aus Versehen den falschen Post zitiert. Das, was du ansprichst, steht in meinem Beitrag nicht.


    Liebe Grüße,

    Aravind.

Ausgabe №. 137: „Sorgen entsorgen?"

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