Der Ochs und sein Hirte
Klett-Cotta
Myokyo-Ni Irmgard Schlögl
Die sanfte Wandlung des Bullen
Der Ochs und sein Hirte
Klett-Cotta
Myokyo-Ni Irmgard Schlögl
Die sanfte Wandlung des Bullen
Es kann sich jeder selbst ein Bild von Nalandabodhi machen, da das Studienmaterial frei zugänglich ist (Einführung, Hinayana, Mahayana):
"Der Nalandabodhi Studienpfad ist das Produkt vieler Jahre der Übertragung, Übersetzung und Anpassung des traditionellen Studiensystems für Studenten im Westen. Das Kernmaterial wurde zum größten Teil den Lehrreden von Dzogchen Ponlop Rinpoche entnommen, der diesen Lehrplan auch konzipiert hat.
...
Dzogchen Ponlop Rinpoche ist bekannt als einer der führenden Gelehrten seiner Generation innerhalb der Nyingma- und Kagyü-Schulen des tibetischen Buddhismus. Im traditionellen buddhistischen Schulsystem ausgebildet, hat Rinpoche auch an westlichen Bildungsstätten studiert und viele Jahre lang westliche Studenten ausgebildet. Rinpoche war durch sein fließendes Englisch und seine Kenntniss der westlichen Kultur in der Lage, Praxis- und Studiencurricula zu entwickeln, die die Bedürfnisse westlicher Studenten berücksichtigen und dabei authentische buddhistische Lehrprinzipien beibehalten."
„Die Bücher und Buchstaben, die du nicht praktizierst, gib’ sie auf!“
(Padmasambhava)
Wenn deine Pfeile verschossen sind und dein Bogen zerbrochen ist, dann schieße mit deinem ganzen Wesen!
Soweit ich es verstehe werden Ursachen von Leid teilweise als "angenehm" empfunden. Soweit ich mich erinnere "wie Honig auf einer Rasierklinge" (etwas drastisch ausgedrückt, aber anschaulich).
Oh, jetzt verstehe ich zumindest mal diesen Punkt. Ich rede bei Vedana als eines der fünf Skandhas (Gefühlstönung, instinktive Grundempfindung).
Im Rahmen der zwölf Glieder des abhängigen Entstehens ist es für mich (ganz naiv) eine Veranschaulichung des Prozesses Kontakt, Vedana, Verlangen, Ergreifen und ungeschickter und geschickter Umhang damit.
Sowohl bei "unangenehm" im Sinne von Vedana als auch bei dukkha (wenn es erst mal entstanden ist) kann man "nichts machen".
Sondern bei den Ursachen von dukkha.
Von Ponlop Rinpoche:
Hingegen pflegen wir oft eine interessante Beziehung zu unserem Schmerz und unserem Leid. Wir hassen sie, fühlen uns aber auch zu ihnen hingezogen, zumindest zu ihren Ursachen. Wir wollen Schmerz und Leid loswerden, halten aber weiterhin die Verhaltensmuster aufrecht, die sie erst erschaffen.
Geh Tee trinken.
Pass auf, wo du hintrittst.
(von Joshu bzw. Ma Jo
aus Der Kompass des Buddhismus (S. 307 - 309)
von Seung Sahn)
Was ist die Lehre des Zen?
Wenn es jemand ist, der gar nichts oder wenig weiß, könntest du ihm von der Sitzhaltung beim Zazen erzählen oder davon, wie wichtig es ist, den Tag über achtsam zu sein.
(Albert Low; Wo bist du, wenn ein Vogel singt)
Mit anderen Worten, Leerheit bedeutet nicht, daß ein Glas leer von etwas anderem ist wie etwa Wasser oder davon, ein Tisch zu sein, sondern das Glas ist leer davon, ein Glas zu sein. Suchen wir sozusagen nach der >Glasheit< des Glases, können wir sie nicht finden.
Karl Brunnhölzl, Das Herzinfarkt-Sutra
Ein Psychologe wollte wissen, was Erleuchtung ist.
"Ich bin nicht erleuchtet", sagte Suzuki Roshi. "Ich kann die Frage nicht beantworten."
(Eine Ecke der Welt erhellen
Herausgegeben von David Chadwick)
...
Schließlich hielt er es für weise, die Atombombe zu entwickeln, in der Meinung, dass sie alle Kriege für immer beenden wird.
....
Der Grund war eher der zweite Weltkrieg und dass es auch in Deutschland fähige Wissenschaftler und Forschung gab.
Buddhistische Meditation kann man in zwei Worte fassen:
Anhalten, Schauen.
(Jeff Shore)
Das finde ich nicht lustig...
Ein Mensch, der Macht hat, viel Leid für andere zu schaffen und es auch tut.
Danke für deine Erklärungen. Andy Karr schreibt auch über das rupa-nama Problem in "Im Spiegel des Geistes".
(Ich weiß nicht, ob das hilfreich ist, ich bin bei dem Buch erst bei den ersten Kapiteln.)
Aber trotzdem der Vollständigkeit halber:
Skandhas = Nama + Form/Rupa
(ergibt insgesamt 5, bei dir offenbar 4, und das ist nicht nur verwirrend, sondern falsch)
Du benutzt buddhistische Begriffe und gibst ihnen teilweise einfach eine andere Bedeutung.
Das finde ich verwirrend
Sante Porooma (schwedischer Zen-Lehrer)
Jenseits aller Begriffe und Worte
Kapitel II
1. Krankheit: Körper und Geist werden irrtümlich für das Ich gehalten
Heilmittel: Die fünf Gruppen
Nama-Rupa
Die fünf Skandhas
[Anmerkung für Qualia: ach, der Körper gehört doch zu den fünf Skandhas ]
2. ...
3. ...
Danke fürs Erinnern!
Panca Sila
Die fünf Tugendempfehlungen für Laien
....
Sila 5
Ich will meinen Geist nicht trüben
und Klarheit bewahren.
Von Seung Sahn sind (in Nur Weiß-Nicht) Briefwechsel mit seinen Schülern veröffentlicht. Ein Schüler schrieb schöne Zeilen beginnend mit "Ein Schmetterling riecht nur die Blume..."
und erhält die Antwort:
Lieber Michael,
Jedes Tier versteht seine Aufgabe.
Michael, was ist Deine Aufgabe?
Im Dharma
Dein S. S.
Buddha ... hob vor der Versammlung [die eine Rede erwartete] einfach eine Blume hoch.
Kashyapa lächelte.
Falls es diese Regel gibt ist sie zumindest nicht von Buddha selbst
Von Ponlop Rinpoche gibt es diese Empfehlung und von einem anderen buddhistischen Lehrer habe ich dasselbe gehört.
Natürlich kannst du dich bei tibetischen, Zen- und säkularen Gruppen umschauen, wenn du magst.
Du hattest aber von "praktizieren" gesprochen, und du wirst am Ende nicht tibetischen, Zen- und säkularen Buddhismus praktizieren können.
Ich denke jeder praktiziert in einer Tradition, alles andere macht meiner Meinung nach keinen Sinn.
Eine Freundin hat die Tradition "gewechselt", das ist aber selten.
Über grundlegende buddhistische Themen kann man sich sicher traditionsübergreifend austauschen, wobei es mehr und weniger Überschneidungen gibt bei den einzelnen Traditionen.