Natürlich werden sich religiöse Menschen auf die Authentizität ihrer persönlichen Erfahrung berufen, aber sie gewinnen und gestalten diese in einem Kontext speziellen Konsenses, der nicht von allen vernunftbegabten Wesen geteilt wird. Daher halte ich es für ein ziemlich aussichtsloses (und auch schädliches) Unterfangen, die Grenzen zwischen Wissenschaft und Religion einreißen zu wollen.
Inwiefern ich es richtig verstehe, ist die bedingte Entstehung sehr gut mit der modernen Wissenschaft kompatibel. Man kann die ganze Mystik wegfegen, wie alles Mögliche, was noch im Buddhismus als Religion zu finden ist.
Komischerweise (für mich wenigstens) sagte der Buddha im Pali-Kanon: Wer die bedingte Entstehung versteht, der versteht die Lehre.
Gerade weil die Dinge oder Phänomene nicht aus sich heraus, unabhängig oder inhärent existieren, anders ausgedrückt: Alles stellt den Prozess der Wandlung, also der Veränderung, dar, ist eigentlich die notwendige Voraussetzung für alle möglichen Wissenschaften. Wenn ich mich irre, dann bitte mit Begründung korrigieren.