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  1. Buddhaland Forum
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Beiträge von Igor07

  • Die Gelassenheit und die Ignoranz des Buddhismus

    • Igor07
    • 5. November 2026 um 18:38

    Über das Mitgefühl gibt es ein echt tolles Buch von Bhikkhu Anālayo, das ich persönlich als sehr hilfreich und rein praktisch betrachtet jedem empfehlen würde. Der ist ja echt der Profi.


    Hier ist die Rezension:


    Mitgefühl und Leerheit in der früh-buddhistischen Meditation
    buddhismus-aktuell.de
  • Die Gelassenheit und die Ignoranz des Buddhismus

    • Igor07
    • 5. November 2026 um 15:32
    Tim1:

    Ich verstehe durchaus den buddhistischen Gedanken des bedingten Entstehens. Natürlich hat auch das Verhalten anderer Menschen Ursachen und Bedingungen. Aber dieses Wissen bedeutet für mich nicht, dass ich mich immer wieder damit beschäftigen muss, warum jemand so handelt, oder dass ich deshalb Mitgefühl empfinden muss.

    Das "Muss" sollte hier kein Mensch empfinden, es würde niemals funktionieren. Echtes Mitgefühl entsteht spontan und unwillkürlich als Folge einer innigen Erkenntnis oder Erfahrung. Der Buddhismus stellt keine trockene Lehre dar, sondern unmittelbares, klares Sehen – einen klaren Blick. Im Umkehrschluss wäre ein erzwungenes Mit-Gefühl sonst wie eine Selbstvergewaltigung.

    Niemand kann wirklich erfahren, wie andere Menschen ticken und warum sie sich genau so verhalten und nicht anders. Denn ich sehe die Welt anders als sie. Der Buddhismus ist in diesem Sinne subjektiv, denn kein Gerät der Welt ist imstande, mein Leiden zu ermessen oder widerzuspiegeln. Qualia ist einfach nicht vermittelbar, aber erlebbar.

  • Majjhima Nikāya 44, Cūḷavedallasutta

    • Igor07
    • 4. November 2026 um 15:08
    Upasaka Dhammavicayo:

    Eine sehr interessante Frage, wie ich finde.

    Das klare" Sehen"🤔:


    Zitat

    dabei ging mir, ihr Mönche, bei nie zuvor gehörten Dingen das Auge auf, die Erkenntnis auf, die Weisheit auf, das Wissen auf, das Licht auf. ‚Diese edle Wahrheit vom Leiden ist nun zu durchschauen und habe ich durchschaut‘: dabei ging mir, ihr Mönche, bei nie zuvor gehörten Dingen das Auge auf, die Erkenntnis auf, die Weisheit auf, das Wissen auf, das Licht auf.

    Saṁyutta Nikaya 56

  • Majjhima Nikāya 44, Cūḷavedallasutta

    • Igor07
    • 3. November 2026 um 16:03
    Hue32:

    Du machst aus dem bedingten Entstehen eine kosmische Theorie über das Erscheinen von Lebewesen. Dafür gibt es in den Lehrreden keine Grundlage.

    Kann sein, komische?;) Ich sollte bestimmt die KI fragen...:shrug:

  • Die Gelassenheit und die Ignoranz des Buddhismus

    • Igor07
    • 1. November 2026 um 13:40
    Sandaju:

    das wir Gründe dafür konstruieren unsere Variante der Realität zu rechtfertigen um unsere eigen Reaktionen in einem besseren Licht erscheinen zu lassen, wohlwissend das sich die tatsächliche Realität nicht darum schert was wir gerne hätten.

    Das war echt gut. Schauen wir uns das an:


    Zitat

    Die Welt, die erkannt werden kann, ist nicht die Welt, sie ist unsere Version der Welt; das ist sowohl die Schlussfolgerung des Buddha, wie auch die gegenwärtiger Wissenschaftlftller und Philosophen. Und unsere Version der Welt ist abhängig von vielen Faktoren: der Sprache, die wir sprechen, ob wir eine Frau oder ein Mann sind, 10 Jahre alt oder 80, ein künstlerischer Typ sind oder ein mathematischer, ein Pessimist oder Optimist.

    Und weiter:

    Zitat

    Der Geist filfinltert die Welt nicht nur ein bisschen, der Geist fabriziert von Moment zu Moment unser Erleben der Welt.

    Vereinfacht ausgedrückt: Wir entscheiden uns selbst zu leiden, oder wir gestalten es uns.

    Wer wollte es, bitteschön,- die eigene Entscheidung, aber nicht wieder und wieder den Schwarzen Peter zu suchen.

    Gerade so machen es alle rechten Parteien, der ganze Mechanismus ist identisch.

    Wenn ich mich mit Gewalt bemühe, die Welt zu ändern, würde es nur kläglich scheitern.

    Ich sollte die Wurzel in mir selbst finden. Dann habe ich eine kleine Chance.


    Ajahn Amaro
    "Auf den Geist kommt’s an
    Der phänomenologische Zugangzur Lehre des Buddha"


    https://muttodaya.org/books/auf_den_geist_kommts_an.pdf

  • Die Gelassenheit und die Ignoranz des Buddhismus

    • Igor07
    • 31. Oktober 2026 um 21:59
    Tim1:

    Buddhismus findet schließlich nicht nur auf dem Meditationskissen statt. Er betrifft gerade auch unseren Alltag, unseren Umgang mit anderen Menschen, mit Leid, Ungerechtigkeit und schwierigen Lebenssituationen.

    Da frage ich mich: Hast du meinen Beitrag aufmerksam gelesen? Wir können diese Grundtatsache des Lebens niemals ändern: dass wir älter werden, krank werden und sterben. Auch alle Erwachten haben irgendwann ihre Körper abgelegt. Und auch die Gesellschaft kann einen einzelnen Menschen nicht ändern. Es gibt bestimmte Dynamiken, die den Gesetzen der Natur unterliegen – was im Fachjargon als der "Strom der bedingten Entstehung" etikettiert wird.

    Wenn du in den anderen oder in diesen äußeren Umständen einen Sündenbock suchst und entsprechend dann findest, würde das dieses Leiden nur noch mehr verstärken. Denn diese Welt da draußen spiegelt sich sozusagen in unserem Geist wider, der konditioniert funktioniert.

    Und wenn jemand das gründlich versteht, dann entsteht wie von selbst Mitgefühl – sogar für die bösen Feinde – und somit auch Toleranz und Gelassenheit. Alles Gute, herzlichst._()_

  • Die Gelassenheit und die Ignoranz des Buddhismus

    • Igor07
    • 31. Oktober 2026 um 17:10
    Tim1:

    der Buddhismus ist eine Gegenbewegung gegen all das was grad an Negativen da draußen passiert und das ist doch eine positive Botschaft auch für mich, weil das erinnert mich, woran ich mich wirklich orientieren MUSS.

    Tim1


    Ist das wirklich der Buddhismus? Das wäre die Flucht vor der Welt – also vor der Realität, wie sie ist. Der Buddhismus sagt uns, dass alle Phänomene aus Ursachen und Bedingungen entstehen und vergehen; sie sind vergänglich, leidhaft und ohne inneren Kern.

    Was bedeutet das konkret? Bestimmt nicht, das „Draußen“, wie du es ausdrückst, gegen das „Innere“ auszuspielen.

    Wenn ich unter Kopfschmerzen leide, kann das verschiedene Ursachen haben: Ich rauche zu viel oder trinke Alkohol, sitze in einem muffigen Büro, oder ich bin alt und leide unter hohem Blutdruck und so weiter. Im letzten Fall sollte ich den Schmerz akzeptieren, genau wie mein Alter, das Sterben und den Tod – ich kann schließlich nichts dafür. In den anderen Fällen kann ich die Situation ein wenig ändern.

    Wenn mein Arbeitgeber mir immer ordentlich den Kopf wäscht, sollte ich Folgendes überlegen: Kann ich die Stelle wechseln? Welche Gründe stehen hinter seinem Verhalten? Wenn ich nichts ändern kann oder will, dann sollte ich das Ganze einfach ohne Wenn und Aber akzeptieren.

    Ich kann zum Beispiel nur sehr eingeschränkt ändern, was hier im Land passiert. Wenn die Mehrheit für rechte Parteien stimmt, hat das wiederum seine eigenen Ursachen und Bedingungen, die nicht erst heute entstanden sind.

    Du spinnst diesen Faden über mehr als 50 Seiten, aber was das alles mit dem Buddhismus zu tun hat, ist für mich ein großes Fragezeichen – wenn ich das mal so ehrlich sagen darf.

  • Majjhima Nikāya 44, Cūḷavedallasutta

    • Igor07
    • 29. Oktober 2026 um 18:35
    Anna-Lyse Dhamma:

    Zusätzlich versuch(t)e ich immer wieder, die Situation, im Jetzt, achtsam wahrzunehmen und zu akzeptieren (inkl. der ablehnenden Impulse) - natürlich auch im Bewusstmachen ihrer Bedingtheit und Vergänglichkeit....

    Liebe Anna, vielen Dank für die wunderschöne Rose. Über diese Methode gibt es ein wirklich tolles Buch von Bhikkhu Anālayo, in dem er dieses Prinzip anhand von vielen Suttas veranschaulicht. Der Körper leidet – das ist einfach sein Schicksal, so wie bei allen bedingten Phänomenen –, aber nicht der Geist. Darin kann man so etwas wie unsere existenzielle Freiheit sehen, und das macht im Grunde die Essenz der gesamten Lehre aus. Ich verlinke das Buch hier.

    Eine kleine Geschmacksprobe:


    Zitat

    Basierend auf der diagnostischen Perspektive der Vier Edlen Wahrheiten ergeben sich verschiedene mögliche Ansätze für den Umgang mit dem Zustand, krank zu sein und Schmerzen zu haben. Der im Folgenden aufgeiffene Diskurs unterscheidet zwischen Körper und Geist als verwandte, aber nicht zwingend miteinander verbundene Komponenten der Schmerzerfahrung. Im vorliegenden Fall lehrt der Buddha diese Unterscheidung einem alternden Laienanhänger. Gemäß dieser Lehre muss der Geist, selbst wenn der Körper krank ist, nicht ebenfalls krank sein. Folglich sollte man sich bemühen, so weit wie möglich zu verhindern, dass der Geist zusammen mit dem Körper leidet.

    25) Mindfully Facing Disease and Death, Compassionate Advice from Early Buddhist Texts, Cambridge: Windhorse, 2016. download


    Publications by Bhikkhu Anālayo - Barre Center for Buddhist Studies
    Access an extensive library of Bhikkhu Anālayo's 500+ publications on theoretical and practical aspects of early Buddhist traditions.
    www.buddhistinquiry.org
  • Christentum + pragmatischer Buddhismus

    • Igor07
    • 29. Oktober 2026 um 15:38
    mukti:

    Unio Mystika ist doch jenseits der Vergänglichkeit.

    Unio mystica ist ewig oder der Ausdruck dieser Erfahrung. Im Buddhismus geht es aber um die Vergänglichkeit, also darum, die Phänomene so wahrzunehmen, wie sie sind, und nicht so, wie sie uns erscheinen. Es geht also um diese klare Sicht, diesen klaren Blick. Das ist der Unterschied, und deswegen hatte der historische Buddha zwei ehemalige Lehrer verlassen. Er war mit Unio mystica nicht zufrieden und suchte Nibbāna. So habe ich den Buddhismus und seine Botschaft verstanden.

  • Christentum + pragmatischer Buddhismus

    • Igor07
    • 29. Oktober 2026 um 11:34
    mukti:

    mag man den Geist im Gebet auf einen ewigen Gott als Meditationsobjekt ausrichten und dadurch Sammlung, das Glück der Loslösung und Einsicht in die Vergänglichkeit erreichen.

    Das kann man dadurch nicht erreichen, also die Vergänglichkeit, aber Unio mystica, und das ist etwas anderes.


    Zitat

    (lat. mystische Einung), bezeichnet das Grundphänomen der christlichen Mystik. Die Frage nach dem Ersten als dem Einen geht auf die Ursprünge des griech.

    Unio mystica

  • Systeme der inneren Körper in der thailändischen Meditation

    • Igor07
    • 27. Oktober 2026 um 21:36
    verrückter-narr:

    Ich brauche Yoga und seine Elemente nicht mit dem Buddhismus vermengen, denn Yoga und seine Elemente ist eine buddhistische Praxis und mit den Lehren des Buddhismus vereint.

    verrückter-narr


    Entschuldige meine Ironie. Du kannst hier sogar tausendmal weiter verlinken, aber der historische Buddha selbst hielt Nichts davon.


    Das ist ein kleines Zitat aus der Monografie von Daniel Keown: Der Buddhismus, Reclam Sachbuch.

    Zitat

    Auch der Buddha selbst sollte diese Fähigkeiten besessen haben. Sie haben an sich nichts spezifisch Buddhistisches. Doch gelegentlich bedachte er jene, die sich größere Mühe geben, sie zu erwerben, mit dem spöttischen Hinweis, es sei einfacher, sich der Dienste eines Bootsführers zu versichern, als Jahre seines Lebens darauf zu verwenden, über das Wasser gehen zu lernen.“

    Sehr gut auf den Punkt gebracht. Die Chakren und der ganze Kram dahinter sind nicht die Essenz der Lehre, wie sie im Ursprung war. Und der hier von mir zitierte Ñāṇavīra hielt nichts von Mystizismus oder Okkultismus, wie er in den späteren Richtungen verbreitet war, in denen der Buddha wie ein echter Gott betrachtet wurde, aber nicht als ein Mensch, der wie wir alle sterblich war.

    Punkt, damit ist das Thema für mich vom Tisch.

  • Systeme der inneren Körper in der thailändischen Meditation

    • Igor07
    • 27. Oktober 2026 um 19:48
    Upasaka Dhammavicayo:

    Klar, Denken allein macht keinen Menschen aus. Da sind auch Körper, Gefühle, Wahrnehmung, Antriebe und Bewusstsein. Eine feste Seele finde ich beim genauen Hinsehen nicht – alles ist im Fluss.

    Die Gedanken an sich selbst sind nur ein Teil des Problems, denn unsere ganze Art der Wahrnehmung gestaltet oder konstruiert die Welt. Was ich sehe, etikettiere ich sofort, dann stecke ich es sozusagen in die Schublade, und das wäre die Wurzel des Leidens, denn die mentale Ausuferung merken wir meistens nicht, und unsere Version der Welt wird immer entstellter. Wie durch die Brillen der Unwissenheit, die wir immer rund um die Uhr tragen. Das ist ein wichtiger Punkt, scheint mir, rein praktisch gesehen.

    Im Umkehrschluss bedeutet das, dass wir nicht wahrhaben wollen, dass dieses unersättliche Begehren wirklich die Wurzel des Leidens ist. Einige Autoren übersetzen: „Die Befriedigung“.


    Oder anders: Wir sehen diesen Fluss als etwas Festes, Kompaktes und als ob es uns gehören würde. So tickt der Mensch.


    Aus dem Votrag:


    Zitat

    Der Arahant erkennt Erdelement auch unmittelbar als Erdelement. Also gleiche wie der Sekha. Nachdem er Erdelement unmittelbar als Erdelement erkannt hat, stellt er sich nicht Erdelement vor, er macht sich nicht Vorstellungen im Erdelement, er macht sich nicht Vorstellungen vom Erdelement ausgehend. Er stellt sich nicht vor, Erdelement ist mein. Er findet kein Vergnügen am Erdelement. „Warum ist das so? Weil er es vollständig durchschaut hat.“

    Es geht auf jeden Fall um dieses Erleben, um diese Wahrnehmung. Weil diese Wahrnehmung, die ja bereits auf Unwissenheit beruht – wie von der ersten Sutta –, wo wir uns dann Vorstellungen von machen, das ist ja die Wahrnehmung von „mein“


    CattamaloDeutschMuttodayaSutta Vortag
  • Systeme der inneren Körper in der thailändischen Meditation

    • Igor07
    • 26. Oktober 2026 um 23:30

    verrückter-narr


    Was mir schon eingefallen ist: wie geschickt du Yoga und seine Elemente mit dem Buddhismus vermengen wolltest. Das ist ja dasselbe, wie wenn ich meine Katze mit dem Hund vermähle.

  • Systeme der inneren Körper in der thailändischen Meditation

    • Igor07
    • 26. Oktober 2026 um 22:16
    Upasaka Dhammavicayo:

    Sie sind nicht der Kern der Lehre des Buddha. Der Kern liegt in der klaren Einsicht in die drei Daseinsmerkmale: alles Konditionierte ist vergänglich, leidvoll, ohne beständiges Selbst.

    Korrekt!


    Ñāṇavīra Bhikkhu schreibt an einen Laienanhänger: „Gelegentlich werde ich von Besuchern befragt, ob ich in meiner Meditation irgendwelche Erlebnisse hatte. Es ist ziemlich unangebracht, einen Bhikkhu so etwas zu fragen. Und damit meinen sie normalerweise, ob ich irgendwelche Devas oder andere ungewöhnliche Objekte gesehen habe. Zum Glück kann ich Ihnen versichern, dass ich gar keines gesehen habe, nicht ein einziges. Aber all diese verschiedenen Kreaturen, ob sie nun für sich existieren, das heißt unabhängig, bewusst sind oder nicht – und dieser Unterschied lässt sich nicht immer einfach nur durch den Augenschein feststellen –, sie sind nur für den Liebhaber von Vielfalt von Interesse, für den Sammler seltsamer Objekte. Davon auszugehen, dass man durch das Sammeln und Untersuchen der vielfältigen Geistesobjekte etwas Wesentliches über die Natur des Geistes lernen kann, ähnelt sehr der Annahme, man könne etwas über die Struktur des Teleskops lernen, indem man eine Liste der großen Vielfalt von Objekten aufstellt, die man damit sehen kann. Der phänomenologischen Methode geht es nicht im Geringsten um die Eigentümlichkeiten, wie eigentümlich sie auch sein mögen, der individuellen Exemplare. Worum es ihr geht, ist die universale Natur des Erlebens an sich. Wenn also ein Phänomenologe ein entenschnabeliges Schnabeltier sieht, ruft er nicht voller Entzückung aus: Was für eine seltsame Kreatur! Was für eine großartige Erweiterung der Summe menschlichen Wissens! Stattdessen sagt er: Dies ist ein Beispiel für ein Lebewesen – und setzt so das Schnabeltier mit all seinen entenschnabeligen Eigentümlichkeiten in Klammern und betrachtet nur die universalen Merkmale seiner Erfahrung mit dem Schnabeltier. Aber ein Hund hätte es genauso getan, denn auch ein Hund ist ein Beispiel für ein Lebewesen. Und abgesehen davon muss man nicht extra bis nach Australien fahren, um einen zu sehen. Der Phänomenologe sucht nicht Vielfalt, er sucht Wiederholung. Das heißt Wiederholung von Erleben. Der Inhalt des Erlebens interessiert ihn nicht im Geringsten, sodass er schließlich zu einem Verstehen der Natur des Erlebens gelangt.“


    Man kann es so betrachten, dass unsere Sichtweise auf die Welt als ob da draußen total verzerrt ist. Dazu braucht man keine bescheurten Chakren oder irgendwelche feinstofflichen Körper – es ist eher Wahnsinn, so als ob man in der Matrix leben würde.

  • Zitate aus dem Theravada

    • Igor07
    • 24. Oktober 2026 um 23:49

    Unsere Herzen brauchen den Dhamma. Wenn wir uns mit Einsatz
    um die Qualität unserer Handlungen und Worte bemühen und eine
    ständige innere Wachsamkeit kultivieren, ist es, als ob in uns ein
    tiefer Durst gestillt wird. Jede gute, großherzige, weise Handlung,
    die wir mit Körper, Sprache oder Geist durchführen, erfrischt
    uns. Nehmen wir unsere heilsamen Handlungen, von denen jede
    einzelne an sich womöglich nur eine kleine und unscheinbare Sache
    ist, zusammen, kann dies ein wunderbares Gefühl von kühlendem
    Schatten erzeugen, das wir inmitten einer heißen und bedrückenden
    Welt so nötig brauchen.


    Aus der Feder
    eines guten Freundes
    BUDDHISTISCHE REFLEXIONEN VON
    AJAHN JAYASĀRO
    ÜBERSETZT VON
    BHIKKHU THIRACITTO


    Aus der Feder eines guten Freundes — FOREST SANGHA
    Mit seinen handschriftlich verfassten Dhamma-Reflexionen inspiriert Ajahn Jayasāro jede Woche eine große und wachsende Leserschaft weltweit.
    www.forestsangha.org
  • Innere Vibrationen,hat jemand Erfahrungen?

    • Igor07
    • 24. Oktober 2026 um 19:52
    IsegrimRukipe:

    Ärztliche Empfehlungen können das Problem ggf. direkt lösen ohne weitere Ideen hinzuzufügen.

    Tja, solte ich dann lachen oder weinen?


    Na ja, damals hatte ich mich durchchecken lassen. Herz, Lungen, alles Mögliche. Die Ärzte können damit nichts anfangen. Das war wirklich echt bescheuert. Dazu glaube ich bis heute an den ganzen Kram nicht.

    Meine eigene Hypothese aufgrund der Quellen besteht darin, dass dieser subtile Körper oder wie" Feinstoffliche" eigentlich dafür zuständig ist, was im physischen Körper passiert. Da habe ich zu viel Schaden bekommen, wenn es wirklich stimmt.

    Im tibetischen Buddhismus ist dieses Wissen jetzt für jeden nachlesbar. Mit Theravāda, wie ich es bis heute durchstudiert habe, hat das nichts zu suchen. Der historische Buddha war streng gegen jegliche Riten, Bräuche oder das blinde Flehen an irgendwelche Gottheiten um Hilfe. / Fesseln, nach Nyanatiloka, BW / Mantras, Visualisation, Chakren – das ist reiner primitiver Mystizismus, aber das Phänomen als solches ist real. Und als Folge davon kann jemand reale Krankheiten bekommen. Sogar sehr ernste. Deswegen habe ich geantwortet. Wenn dieser User(in) hier nicht mehr mitliest, ist es nicht meine Schuld. War echt ein guter Rat. Dann bin ich hier raus.

  • Innere Vibrationen,hat jemand Erfahrungen?

    • Igor07
    • 24. Oktober 2026 um 13:15
    Monika:

    Seit 1989 hatte ich ähnliche Auswirkungen. Da ich mich aber mit Biografien wie "Phönix aus der Asche" von Irena Tweedy, Jiddu Krishnamurti und Stanislav Grof beschäftigt hatte, war ich nicht besorgt, sondern überaus erfreut.

    Danke, Monika .


    Ich erzähle mal meine Geschichte. Dieses Institut arbeitet zusammen mit einem Team aus den USA. Da sollte ich einen sehr langen und verdammt ausführlichen Fragebogen ausfüllen. Danach kann man einschätzen, ob es bei dem betreffenden Menschen eine Kundalini-Erweckung, -Aktivierung oder ein Kundalini-Syndrom gibt, ganz egal, wie das alles heißt.

    Und ich praktizierte sehr lange und intensiv Kundalini-Yoga.

    Und was war weiter? Fast 100 %.

    Alles Weitere behalte ich für mich.

    Gott sei Dank, es ist vorbei. Solche Phänomene brauche ich nicht. Und ich würde raten, keine Experimente zu machen. LG.

  • Majjhima Nikāya 44, Cūḷavedallasutta

    • Igor07
    • 23. Oktober 2026 um 19:13
    Upasaka Dhammavicayo:

    Der Körper reagiert. Der Geist kann dabei klar bleiben. Deine Beobachtung, dass die Identifikation nachließ, zeigt, dass du auf dem richtigen Weg bist. Hab Geduld mit dir. Der Körper braucht Zeit zur Heilung. Der Geist kann schon jetzt loslassen.

    Da ist hier wie eine graue Zone. Wenn der Schmerz unerträglich wird, dann würde sogar der Erwachte sich krümmen und schreien. Ich habe über das Leben von Sri Nisargadatta Maharaj gelesen. Er hatte wirklich keine Identifikation, also er hatte Krebs, und wenn er schrie, sagte er immer: „Das ist mein Körper, nicht ich selbst.“ Für die normalen Menschen lohnt sich wahrscheinlich die goldene Mitte, also zwischen Anhaftung und Loslassen. Ansonsten kann es nach hinten losgehen. Und jeder Mensch und jede Situation sind einzigartig.

    Heilung passiert, wenn man auch mit dem Körper spricht, sozusagen, wie kleine Kinder ihre eigenen wunde Stellen streicheln. Manchmal wirkt es sogar sehr effektiv.

    Ich denke, Anna kann selbst ihre eigene Situation einschätzen und entsprechend innerlich reagieren.

  • Majjhima Nikāya 44, Cūḷavedallasutta

    • Igor07
    • 23. Oktober 2026 um 16:47
    Anna-Lyse Dhamma:

    Mich würde mal interessieren, wie ein Erwachter mit solchen Situationen umgeht, wo der Körper so starke Leiden erzeugt, dass jener auch den Geist beeinträchtigt.

    Worin besteht der Unterschied zwischen "Befreiung durch den Geist" und helfenden Strategien des Körpers( z.B. Endorphinausschüttung), bzw. der Psyche (z.B. Dissoziation)?

    Liebe Anna, der Arahat würde sogar sehr starke Schmerzen gelassen ertragen, denn es gibt für ihn sozusagen keine innere Identifikation mit dem Körper. Wenn angenommen etwas mit dem Gehirn nicht stimmt, dazu gibt es am Projekt Guteberg die Erzählung über den letzten Tod des Gautama Buddha. Er halluziniert dort, spricht mit den Blumen, aber Ananda versucht, das Ganze zu kaschieren.


    Hier noch einige Abschnitte aus dem Buch "Die Lehre des Buddha und ihre wesentliche Bedeutung" von R. G. de S. Wettimuny:


    Zitat

    Damit hat der Körper für den Arahat nicht die gleiche Bedeutung wie für den puthujjana. Für den Arahat ist es einfach nur ein Körper, weiter nichts. Da er kein taṇhā hat, klagt oder jammert er nicht, wenn der Körper alt wird. Für ihn ist das kein Verfall. Der Körper hat sich einfach nur verändert, und das ist alles. Es gibt kein „Ich“ oder „mein dieses“ oder „mein jenes“, das verfallen kann.⁸⁹

    Und das:


    Zitat

    Im Upasena Sutta 92 wird der Fall geschildert, daß eine
    Schlange auf den Körper des Arahats Upasena fiel. Upasena bat
    dann seine Mitmönche seinen Körper auf eine Bahre zu legen
    und ins Freie zum „Auseinanderfallen“93 zu tragen. Man sagte
    ihm daraufhin, daß keine Verschlimmerung seines Zustandes erkennbar
    sei, der solch eine Handlung nötig machen würde. Die
    daraufolgende Reaktion des Arahats Upasena ist sehr aufschlußreich:
    „„Freund S¤riputta, wer da denkt, „Ich bin das Auge“, oder
    „das ist mein Auge“, „Ich bin die Zunge“, oder „das ist meine
    Zunge“, „Ich bin der Geist“ oder „das ist mein Geist“ - an dem mag sich ein Anderswerden des Körpers und eine Verschlimmerung
    des Zustandes zeigen (viparin¤mo). Aber bei mir, Freund
    S¤riputta gibt es solche Gedanken wie „Ich bin das Auge“, oder
    „das ist mein Auge“, „Ich bin die Zunge“, oder „das ist meine
    Zunge“, „Ich bin der Geist“, oder „das ist mein Geist“, nicht. Wie
    sollte sich da bei mir, Freund S¤riputta, ein Anderswerden des
    Körpers zeigen, oder eine Verschlimmerung des Zustandes?“
    Daraufhin legten die bhikkhus den Körper des ehrwürdigen
    Upasena auf eine Bahre und trugen ihn nach draußen. Dort ist
    dann der Körper auseinander gefallen.“

    Alles anzeigen

    Und ich wünsche dir von ganzem Herzen gute Besserung.:rose:

  • Majjhima Nikāya 44, Cūḷavedallasutta

    • Igor07
    • 22. Oktober 2026 um 21:42
    Upasaka Dhammavicayo:

    Und dann wieder findet.

    Nichts zu gewinnen, nichts zu verlieren. Das klingt einfach, ist es aber nicht. Wer das wirklich sieht, hat keine Angst mehr vor dem Bodenlosen. Die Angst vor dem Sterben kommt aus dem Festhalten an einem Bild von sich selbst. Wer das durchschaut hat, hat den Stachel verloren, auch wenn der Weg weitergeht.

    Es erinnert mich an einen Essay von D. Loy, der in den Begriffen der Psychoanalyse über so etwas wie diesen bodenlosen, klaffenden Abgrund spricht. Mir scheint, das betrifft uns alle. Der Tod bedeutet wie das totale Verschwinden ins Nichts, wie die vollkommene Auflösung.

    Und was passiert? Welche Schutzmechanismen benutzt sozusagen ein Otto-Normaler? Er klammert sich noch mehr an alles, was seiner Natur nach vergänglich ist. Also kratzt er noch mehr dort, wo es juckt. Als Folge juckt es aber noch mehr. Das ist eher der kollektive Wahnsinn, in dem wir alle leben, ohne es zu merken.

    Wenn wir diesen eisernen Zugriff ein wenig lockern, dann fallen wir in diese gähnende Kluft/ Leere/. Oder wir lassen den Tod als Teil des Lebens zu. Ohne ins Nichts zu fallen und alles, was wir als feste und solide Dinge betrachten, los-zulassen, zu ver-lassen und zu ent-lassen, ist es nicht möglich, überhaupt normal und produktiv weiterzuleben.

    Am Ende können wir diese gewaltige Illusion durchschauen, dass dieses Bild nicht real ist, wie eine Fata Morgana. Das Spiel geht weiter, aber wir sind in ihm nicht gefangen. Wir sehen sozusagen den ganzen Film, aber wir wissen, dass es nur die Show ist. Und wenn der Projektor ausgeschaltet wird, dann ist es vorbei und Nichts bleibt bestehen .Kein Problem aber, es geht weiter. So einfach nur es klingt.

  • Innere Vibrationen,hat jemand Erfahrungen?

    • Igor07
    • 21. Oktober 2026 um 18:32

    Hi, mariam .


    Die machen damit die Erfahrungen plus selbst die Wissenschaftler. Kostet nichts. Ich habe die eigenen Erfahrungen.

    Versuche dich zu erden und höre mit intensiven Praktiken auf.

    Viel Glück.


    Angebot - IGPP Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene


    Ulrich Ott - IGPP Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene

  • Majjhima Nikāya 44, Cūḷavedallasutta

    • Igor07
    • 20. Oktober 2026 um 20:21
    Upasaka Dhammavicayo:

    Die fünf Ergreifensgruppen sind bereits dukkha, auch wenn kein „mein“ dabei ist. Schmerz ohne Ich-Bezug bleibt Leiden im Sinne der Wahrheit. Ein Strom-Erreichter hat den Persönlichkeitsglauben losgelassen, Verlangen und Dünkel sind noch da. Darum: Festhalten verschärft Leiden, erzeugt aber nicht alles Leiden allein. Die Kette ist ein Bild von Bedingungen, ohne Täter und ohne Besitzer.

    Das sind wieder verdammt interessante Gedanken. Ich wollte hier vertiefen.

    Der Schmerz bleibt doch bestehen, wie bei egal welchem Arahat, auch bei Buddha selbst.

    Der erste Pfeil bleibt immer bestehen. Der zweite wäre dann das Leiden. Auf die normale psychologische Sprache übersetzt: Der Körper leidet, aber kein Geist.

    Und auch ein Arahat hat diese "Gruppen", aber ohne Ergreifen. Oder ohne Festhalten.

    Sein Verhalten ist von dem Mitgefühl bestimmt und basiert auf der unmittelbaren Erkenntnis der Dinge, wie sie sind.

    Aber sterben, wie auch krank zu werden, wird er auch wie wir alle.

    Du bist ja echt ein Segen für dieses Forum._()_

  • Mensch

    • Igor07
    • 20. Oktober 2026 um 20:01
    mukti:

    Besser wir loben das Mitgefühl weil wir es in unseren Herzen finden, nicht weil es in Büchern steht.

    Das aufrichtige Mitgefühl kann eigentlich nur durch und dank der unmittelbaren direkten inneren Erfahrung entstehen, die auf nicht begrifflicher oder logischer Erfahrung gründet, und zwar geht es um das klare Sehen der Phänomene, wie sie sind, aber nicht, wie sie uns erscheinen. Im Pali-Kanon gibt es den Begriff „pervertierte Wahrnehmung“, das ist die deutsche Übersetzung.

    Nur als Folge daraus entsteht dieses Mitgefühl als die innigste Verbundenheit mit allen leidenden Wesen. Keine Bücher schaffen es. Und kein trockenes Wissen. Aber nur als der Hinweis, also die Karte, aber kein Land, das ich mit den eigenen Füßen gehe.

  • Die Gelassenheit und die Ignoranz des Buddhismus

    • Igor07
    • 19. Oktober 2026 um 20:40
    Michael Haardt:

    . Dazu kommt speziell in Deutschland die steigende Kriminalität, die marode Infrastruktur, und ein aggressiver Umgang der Regierung mit den Bürgern. Das bleibt nicht ohne Auswirkungen.

    Dieses Land hat keine Zukunft, außer mit einer rechtsradikalen Regierung, wie es gerade weltweit der Trend ist. Das drückt auf die Psyche, klar. Dieser totale Kollaps kann eigentlich jederzeit passieren.

    Egal …

    Darf ich fragen, in welchem Land du jetzt lebst? Und deine Motive? Danke.

  • Bedeutung

    • Igor07
    • 19. Oktober 2026 um 11:49
    Werner Stepan:

    dieser Werner vergangen ist,aber irgendwann löst sich auch diese Antwort auf wenn alles vergeht.

    Doch!


    https://www.intellectures.de/2025/05/09/manuskripte-brennen-nicht/

Ausgabe №. 137: „Sorgen entsorgen?"

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