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  1. Buddhaland Forum
  2. Thorsten Hallscheidt

Beiträge von Thorsten Hallscheidt

  • Freund braucht Hilfe, Enkel (20) stirbt, Tipps?

    • Thorsten Hallscheidt
    • 11. Oktober 2026 um 08:04

    Nach einer für mich besonderen Meditationserfahrung vor vielen Jahren habe ich die tiefe Gewissheit, dass das Sterben in einen Zustand des Umfangen- und vollkommenen Geborgenseins mündet. Wenn der Ausdruck nicht so abgeschliffen und verbraucht wäre, würde ich es erlösende, befreiende, alles durchdringende Liebe nennen wollen.


    Der "Abgrund", vor dem ich mich fürchte, ist der immer (auch jetzt und in jedem Augenblick) anwesende unergründlich tiefe klare See. Alle Angst, Wut, Gier, Verzweiflung sind nur der Schaum und die Aufregung darüber. Statt in einen Abgrund des Nichts zu stürzen, wird alles Beschwerliche, alles Leiden, alles Getriebensein sich in diesem See auflösen.


    Das ist leider ein etwas unbeholfenes Bild. Aber für die Realität dahinter kann ich mich verbürgen, auch wenn ich sie oft genug wieder aus den Augen verliere und Schaum und Gewühle alles zu sein scheinen.


    Vielleicht hilft das etwas.

  • Der intellektuelle Buddhist – muss das sein?

    • Thorsten Hallscheidt
    • 11. September 2026 um 19:34

    Intellektuell? Hm - Eigentlich ganz einfach:

    Zitat

    Was aber ist rechte Erkenntnis?

    Erkenntnis des Leidens,
    Erkenntnis der Leidens-Entstehung,
    Erkenntnis der Leidens-Erlöschung,
    Erkenntnis des zur Leidens-Erlöschung führenden Pfades.

    Das nennt man rechte Erkenntnis.


    Quelle

    Alles anzeigen

    Ein Erfahrungsweg, der im eigenen Leben beginnt und endet und soviel mit Theorie zu tun hat, wie meine juckenden Hämorrhoiden mit Kalendersprüchen in Glückskeksen.

  • Porno

    • Thorsten Hallscheidt
    • 2. September 2026 um 16:48
    Jutta Holme:

    Gerade eben habe ich mich hier registriert und angemeldet

    Hallo Jutta!


    Schöne Dich hier zu lesen!

  • Porno

    • Thorsten Hallscheidt
    • 1. September 2026 um 13:00
    Qualia:

    Das kann zu extremer Unlust führen, wenn man andauernd feministisch korrekt vorstellt.

    Warum?


    (Was bedeutet denn für Dich "feministisch korrekt"?

  • Porno

    • Thorsten Hallscheidt
    • 1. September 2026 um 08:39

    Sofern die Erstellung und die Vermarktung der pornografischen Inhalte die Darsteller*innen weder psychisch noch physisch schädigt, sehe ich das erst mal unproblematisch. Sofern... Und da liegt das Problem. Oft genug bedeutet Pornografie für die Frauen Ausbeutung, Traumatisierung, Erniedrigung und Gewalt. Natürlich nicht in jedem Fall... aber wie will ich das unterscheiden? Zudem ist das Frauenbild, das viele Pornos transportieren, unter jeder Würde und beeinflusst auch in realen Partnerschaften den Umgang miteinander.


    Das Bild von Sexualität, das auf den einschlägigen Portalen vermittelt wird, ist mindestens verzerrt. Und dieses Bild – in die Gesellschaft als Norm und Referenz getragen – kann zusätzlich und nachhaltig Schaden anrichten, weil es die Erwartungen und Vorstellungen von Sexualität und Partnerschaft in einer Weise prägt, die ich unheilsam nennen würde.


    Nicht zuletzt natürlich die Begierde, als Geistesgift. Pornografie steigert das Verlangen, kann süchtig machen. Allerdings ist unser ganzes Wirtschaftssystem sexualisiert. Frauen werden immer wieder als Objekte männlicher Begierde dargestellt. Sexuelle Stimulation gilt als valide Verkaufsstrategie. Und es funktioniert! Es ist kaum möglich, sich da völlig herauszunehmen, wenn man kein Mönch wird.


    Es gibt allerdings auch Portale, die einen "ethical porn", feministische und faire Pornografie vermarkten. Das ist vielleicht der sinnvollste Ansatz.


    Lustvoll, vielfältig, fair: Die besten Seiten für feministische und faire Pornografie
    Feministische Pornografie setzt auf Respekt, Konsens und echte Lust. Wir haben sieben Plattformen für euch gefunden, die...
    editionf.com
  • Erfahrungsaustausch Erwachte?

    • Thorsten Hallscheidt
    • 19. August 2026 um 10:12

    Erfahrungsaustausch sollte sich nicht in Beurteilung oder Diagnose der Erfahrungen oder Berichte der anderen erschöpfen. Zu viele "Wissende" hier, Analytiker, weise Meister, zum Dauer-Dokusan berufen, Abgeklärte, Angekommene... zu wenige die aus dem Weg heraus ihre Probleme, Ideen, Durchbrüche und Zweifel berichten. Das kulminiert in der kommunikativen Totalblockade, dass es eine Erfahrung des Erwachens nicht geben könne, weil dann niemand mehr da sein würde, der eine Erfahrung haben und dann davon berichten könne. Diese Argumentation macht jeden Austausch unmöglich und erzeugt eine Position, die so unfruchtbar wie unangreifbar ist. Zugleich bleibt der Prozess des Erwachens so abstrakt wie dunkel.


    Dadurch entsteht eine Atmosphäre des Auf-der-Hut-Seins oder des Auf-der-Jagd-Seins.


    Persönlich weiß ich nicht, ob ich "das Erwachen" je erlebt oder erfahren habe. Sicher habe ich aber durch die buddhistische Lehre in verschiedener Intensität und Tiefe etwas für mich ungeheuer Wichtiges erlebt, das mein Leben sehr verändert und sehr viele Fragen und Zweifel aufgeworfen hat.


    Vor allem hat es mir zu Bewusstsein gebracht, wie tief ich in dem, was der Buddha Dukkha genannt hat, verstrickt bin. Ich sehe klarer als vorher die Abhängigkeit von Gier, Hass und Verblendung – auch schon im Kleinsten – als Ursache für Enge, Wut und Angst, in denen ich oft mein Leben lebe. Wie eng es tatsächlich ist, habe ich bemerkt, als mal gar nicht mehr eng war. Das hat den Maßstab extrem verschoben. Zugleich habe ich durch diese Erlebnisse erfahren: Es gibt tatsächlich einen Ausweg! Und ich merke, dass das, was der achtfache Pfad fordert, wozu er aufruft und als Übungsfeld ermöglicht, mich langsam freier macht – langsam, mit vielen Rückschlägen, mit Erkenntnissen, mit Zweifeln, mit Unglück – vor allem mit spontanen Schlaglichtern auf meine eigene kognitive Dissonanz zwischen Es-besser-wissen und etwas Gegenteiliges tun.


    Die Sila sind für mich trotz allem, was ich glaube, erfahren zu haben, wichtige Leitplanken, weil ich (noch?) nicht in der Lage bin, aus mir selbst heraus ein freundlicher Mensch zu sein. Auch das sehe ich etwas besser, seit es einmal nicht mehr eng war.


    Diese für mich wichtigen Erlebnisse haben mir vor allem gezeigt, wo ich stehe, woran es eigentlich mein Leben lang schon hapert. Und damit habe ich dann den Salat – und erstmals ein Gefühl dafür wie anders es überhaupt sein kann.

  • Erfahrungsaustausch Erwachte?

    • Thorsten Hallscheidt
    • 17. August 2026 um 09:18
    Andreas:

    Und es gibt keinen Buddha und kein Erwachen?

    Buddha selbst sagt in einem Sutra folgendes:

    Zitat

    "Zeigen will ich euch, ihr Mönche:


    (14) das Trieblose, (anāsava)

    (15) die Wahrheit, (sacca)

    (16) das Transzendente, (pāra)

    (17) das Feine, (nipuṇa)

    (18) das gar schwer zu Sehende, (sududdasa)

    (19) das Unverwelkliche, (ajajjara)

    (20) das Bleibende, (dhuva)

    (21) das Unauflösliche, (apalokita)

    (22) das Unsichtbare, (anidassana)

    (23) das nicht Abgesonderte, (nippapañca)

    (24) das Stille, (santa)

    (25) das Todlose, (amata)

    (26) das Erlesene, (paṇīta)

    (27) das Glück, (siva)

    (28) den Frieden, (khema)

    (29) die Durstversiegung, (taṇhākkhaya)

    (30) das Erstaunliche, (acchariya)

    (31) das Außerordentliche, (abbhuta)

    (32) das Notlose, [sichere, gesunde, heile] (anītika)

    (33) das notlose Ding, (anītikadhamma)

    (34) die Wunschlosigkeit, (nibbāna)

    (35) das Unbedrängte, (abyāpajjha)

    (36) die Entreizung, (virāga)

    (37) das Lautere, (suddhi)

    (38) die Erlösung, (mutti)

    (39) das Haftlose, (anālaya)

    (40) das Eiland (dīpa)

    (41) die Geborgenheit, (leṇa)

    (42) den Schutz, (tāṇa)

    (43) die Zuflucht, (saraṇa)

    (44) das andere Ufer, das Ziel, das Ende (parāyana)


    Quelle

    Alles anzeigen

    Einmal gefunden, eingetreten, darin "erloschen" (Stromeintritt), bleibt eine unauslöschliche Spur zurück. Und dann beginnt die Arbeit, beginnt der Weg, der folgende "Übungen", Ausrichtungen, Anstrengungen, Fähigkeiten, etc. verlangt:

    Zitat

    Und was ist der zum Ziel führende Pfad?

    • Auf den Körper gerichtete Achtsamkeit,
    • Ruhe und Klarsicht,
    • die sechsfache Einigung,
    • die 4 Pfeiler der Achtsamkeit,
    • die 4 rechten Kämpfe,
    • die 4 Machtfährten,
    • die 5 Fähigkeiten,
    • die 5 Kräfte,
    • die 7 Erweckungen,
    • der edle achtfältige Pfad.

    Das nennt man den zum Ziel führenden Pfad.

    Das Vertrauen in die Zuflucht, das Todlose, das Glück, etc. wird nach und nach größer, so dass das Leben immer mehr davon durchdrungen und durchwoben wird. Die Praxis: der edle achtfältige Pfad:

    Zitat
    • Rechte Sicht / rechte Erkenntnis
    • Rechte Absicht / rechtes Denken
    • Rechte Rede
    • Rechtes Handeln
    • Rechter Lebenserwerb
    • Rechte Anstrengung
    • Rechte Achtsamkeit
    • Rechte Sammlung / rechte Versenkung
  • Erfahrungsaustausch Erwachte?

    • Thorsten Hallscheidt
    • 15. August 2026 um 20:39
    Christopher:

    Hauptsache, irgendwas quält Dich offenbar noch

    Nein, quälen ist das falsche Wort, etwas lässt mich nicht in Ruhe und verändert mich dadurch, gibt mir Richtung, trietzt und ärgert mich, damit ich nicht einschlafe. Das ist eine gute Sache, die ich nicht vermissen möchte. Dieses Abgeklärt- und in-Ruhe-sein ist nicht und war nie mein Ziel.

    Christopher:

    Ich persönlich höre keinen "Ruf" mehr

    Schade.

  • Erfahrungsaustausch Erwachte?

    • Thorsten Hallscheidt
    • 15. August 2026 um 09:56
    Christopher:

    . Wenn Du etwa meinst, ob Du als "guter Buddhist" genug gegen den Klimawandel oder für den Weltfrieden machst

    Was ist schon ein "guter Buddhist"? Darum geht es doch nicht. Wenn die Erfahrung der Quelle ein Ruf ist, wie bringe ich dem Mut auf, diesem Ruf angemessener Konsequenz und Radikalität zu folgen. Das ist viel mehr und etwas ganz anderes als ein guter Buddhist zu sein, oder genug gegen den Klimawandel zu tun. Ich denke, dass das bei jedem Menschen anders ist, dass aber jeder im Grunde weiß, was im eigenen Leben zu tun wäre, würde man mutig und tatkräftig sein. Oder?

  • Erfahrungsaustausch Erwachte?

    • Thorsten Hallscheidt
    • 13. August 2026 um 10:39
    Christopher:

    wie meine hart erarbeitete Ruhe

    Mein Ziel ist gar keine Ruhe. Es gibt auch keinen Ist oder Soll-Zustand. Das meine ich gar nicht. Da reden wir von verschiedenen Dingen. Mir geht es eher um Konsequenz aus dem Erfahrenen, die Tatkraft und Mut fordern, die mir oft fehlen. Ruhe habe ich genug.

  • Schmerzen (Probleme) um anderer Willen auf sich nehmen als Weg, das Leiden zu überwinden.

    • Thorsten Hallscheidt
    • 13. August 2026 um 09:11

    In dem Buch von David Steindl-Rast Credo (sehr interessantes Buch, für alle, die sich für eine Vermittlung zwischen Christentum und Buddhismus interessieren, oder auch nur verstehen wollen, was die Christen da eigentlich treiben ;)) zitiert der Autor den Dalai Lama während eines Treffens im Green Gulch Zen Zentrum in San Francisco. Ein Teilnehmer stellte folgende Frage: "Buddhisten lehren den weg, das Leid zu überbinden. Was hat ihre Heiligkeit da den Christen zu sagen, die sich seit 2000 Jahren im Leiden suhlen?"


    "Schon gut, schon gut.", sagte der Dalai Lama," aber wir dürfen nicht vergessen, dass nach buddhistischer Lehre das Leiden nicht einfach dadurch überwunden wird, dass man die Schmerzen einfach hinter sich lässt, sondern dadurch, dass man sie um anderer willen auf sich nimmt."

  • Erfahrungsaustausch Erwachte?

    • Thorsten Hallscheidt
    • 12. August 2026 um 18:06
    Christopher:

    Solche Fragen sind das, was ich oben mit "Dilemma" gemeint habe. Mach einfach weiter, und sie verpuffen wie von selbst

    Nee, finde ich nicht, sie werden immer wichtiger, entscheidender, gerade heute. Für mich werden sie viel zentraler als die Frage nach dem Erleben selbst. Ich frage mich: Und, du alter Knochen, was machst Du daraus, aus diesem Ruf? Folgst du oder versinkst du wieder in Engherzigkeit, Ängsten und Zweifeln? Es ist ja sehr kostbar, aber es kann auch vergehen (und das tut es auch) und zum Zerrbild seiner selbst werden, verrottet und unkenntlich gemacht durch Erinnern und erinnern des Erinnerns. Zerredet und zerlogen.

  • Erfahrungsaustausch Erwachte?

    • Thorsten Hallscheidt
    • 12. August 2026 um 17:28
    Monikamarie:

    Wie meinst Du das?

    Das ist meiner Ansicht nach das Wichtigste, wenn vom Erwachen die Rede ist. Manche sprechen auch von Gipfelerfahrungen. Was fange ich damit an? Wird es wieder trübe? Fange ich an, mich aufzuplustern? Gerate ich in Verzweiflung? Wie schließe ich mein widersprüchliches, verworrenes Leben an die Quelle an?

  • Erfahrungsaustausch Erwachte?

    • Thorsten Hallscheidt
    • 12. August 2026 um 14:16

    Wie aus der Quelle heraus leben?

  • Gibt es Buddhismus trotz philosophischem Matetialismus?

    • Thorsten Hallscheidt
    • 23. Juli 2026 um 22:12

    Ist vereinbar. Warum? Bertrand Russell hat das meiner Ansicht nach sehr gut auf den Punkt gebracht (Das Zitat kennen wahrscheinlich einige von euch schon):

    Zitat

    Die Wahrnehmungsinhalte sind der einzige Bestandteil der physikalischen Welt, die wir anders als in abstrakter Weise kennen. Was die Welt im allgemeinen betrifft, sowohl die physische als die geistige, so ist alles, was wir von ihrer Beschaffenheit wissen, von der psychischen Seite abgeleitet, und fast alles, was wir über Kausalgesetze wissen, von der physischen Seite. Aber vom philosophischen Standpunkt betrachtet, ist die Unterscheidung zwischen Physischem und Psychischem eine oberflächliche und irreale.

    Das Zitat ist angeführt in Grundkurs Philosophie des Geistes von Thomas Metzinger (Hrsg.), Band I, Seite 163, 164


    Hier noch ein interessanter Text dazu:

    Überall Geist: Die Renaissance des Panpsychismus
    www.herder.de
  • Fake Mönche betrügen Touristen

    • Thorsten Hallscheidt
    • 18. Juli 2026 um 14:49

    Achtung Fakenews:

    Fake-Mönche betrügen in Fake-Hotel Fake-Touristen um Fake-Geld.

    Machste nix...


    Samsara halt.... :|

  • Symposium: Buddhism and Sexual Abuse

    • Thorsten Hallscheidt
    • 18. Juli 2026 um 11:08
    GermanViking:

    Ich sagte, dass Hormone und andere Botenstoffe einen großen Teil des menschlichen Verhaltens steuern.

    Das Verhalten von Menschen ist das Ergebnis von unendlich komplexen Wechselwirkungen zwischen dem sogenannten Innen und dem sogenannten Außen. Botenstoffe und Hormone sind dabei nur vermittelnde Teile dieser Prozesse.


    Ein sehr einfaches Beispiel: Wenn mich ein Mensch freundlich anspricht, fühle ich mich wahrscheinlich wohler, als wenn er oder sie mich unfreundlich anspricht. Die Freundlichkeit des Gegenübers ist also ebenso ursächlich für mein Empfinden, wie frühere Erlebnisse, die mich diese Erfahrung einordnen lassen. Hormone und Botenstoffe übermitteln und repräsentieren Informationen, bzw. den daraus sich ergebenden Zustand des Systems, sind aber nicht diese Informationen.


    Die Menge aller Taten, Worte, Gedanken und Informationen, die wir aufnehmen und wieder in die Welt entlassen, steuern unser Verhalten und das des Gegenübers und bedingen dadurch maßgeblich die Wirklichkeit mit und in der wir leben.


    Deine Behauptung, Hormone und Botenstoffe würden einen großen Teil des menschlichen Verhaltens steuern, lässt außer Acht, dass alle Wesen in dieses komplexe Gefüge aus Wechselwirkungen eingebunden sind, bei dem chemischen Botenstoffen eine vermittelnde aber keine letztlich ursächliche Bedeutung zukommt. Ihre Kausalität ist, wenn auch mit einer gewissen Trägheit des Gesamtsystems Körper, abgeleitet und eingebettet, nicht autonom.

    Kurz: Hormone und Botenstoffe haben keine eigenständige Steuerungsfähigkeit. Ihre Ausschüttung, Konzentration, Wirkung und nicht zuletzt Interpretation ergibt sich aus den Wechselwirkungen zwischen Mensch, Umwelt, Biografie und aktuellem Körper- oder Systemzustand.

  • Symposium: Buddhism and Sexual Abuse

    • Thorsten Hallscheidt
    • 18. Juli 2026 um 09:57

    GermanViking


    Passiv-aggressiv... ich liebe diese Worthülsen.


    Argument: Ich habe mich ziemlich intensiv mit Damasio, Metzinger, Dennett, Singer, etc. beschäftigt. Allerdings fand ich irgendwann David Chalmers viel plausibler. Auch hier vor allem sein Argument gegen Daniel Dennett (ab 12:00 im Video)

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  • Symposium: Buddhism and Sexual Abuse

    • Thorsten Hallscheidt
    • 18. Juli 2026 um 09:10
    GermanViking:

    Tja, hab in Bio damals aufgepasst.

    Ich würde sagen, Du bist damals in Bio stehen geblieben. (:

  • Symposium: Buddhism and Sexual Abuse

    • Thorsten Hallscheidt
    • 18. Juli 2026 um 08:22
    GermanViking:

    Hormone und andere Botenstoffe steuern einen großen Teil des Verhaltens des Menschen. Das potentielle Erliegen des Sexualtriebs durch Alter, Krankheit, usw. ist nicht “normal”, sondern eine Degenerationserscheinung bei dem der normale Betrieb des Körpers zum Erliegen kommt.

    Was Du alles weißt.

  • Achtsam geht die Welt zugrunde.

    • Thorsten Hallscheidt
    • 5. Juli 2026 um 13:45

    Bemerkenswert:

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    Zitat

    Was, wenn Achtsamkeit nicht befreit, sondern befriedet? Die Podcasterin und Buchautorin Kathrin Fischer argumentiert gegen den Trend, individuelles Verhalten zu optimieren, statt gesellschaftliche Verhältnisse zu verändern. Anknüpfend an Michel Foucaults «Technologien des Selbst» zeigt sie, wie Achtsamkeit im neoliberalen Kontext zur Selbstdisziplinierung wird – von betrieblichen Angeboten für gestresste Mitarbeiter bis zur Fünf-Minuten-Meditation, die man sich in einer kurzen Pause reinziehen kann, um den Stresspegel zu senken. Auch wenn Achtsamkeit vermarktet und als Mittel zur Ruhigstellung missbraucht wird – können entsprechende Kurse und Apps nicht auch hilfreich sein? Und vermag nicht auch Stille die Welt zu verändern?

  • Wo fängt das Aussen an?

    • Thorsten Hallscheidt
    • 14. März 2026 um 08:50

    Wozu Götter, Geister, Zauber oder ätherische Buddhas? Es ist doch im Grunde ganz einfach:

    Zitat

    So wie ich denke und denkend rede und handle, so werde ich. In der Art, wie ich etwas mache, mache ich mich. Mein Charakter ist durch meine Werturteile bedingt. Durch meine denkerische Aktivität wird meine Gewöhnung geschaffen, mein Geneigtsein, mein verändertes Verhältnis zu etwas und dadurch meine Empfindlichkeit.

    Hellmuth Hecker, der Heilsweg des Erwachten, S. 75


    Die Analyse des Leidens beginnt im Alltag. Der achtgliedrige Pfad, der Weg zur Befreiung vom Leiden, beschäftigt sich mit dem Alltag. Die Befreiung findet konkret mit und im Alltag statt.


    Der Weg besteht aus folgenden praktischen Übungsfeldern, in denen alltägliche unheilsame Gewohnheiten langsam und stetig in heilsame Gewohnheiten verwandelt werden.


    Entwöhnung von berauschenden und benebelnden Gewohnheiten (Alkohol, soziale Medien, Zigaretten, Haschisch, Lachgas, etc.)
    Entwöhnung vom Töten (z.B. gedankenloses Töten von Insekten, Unterstützung von Massentierhaltung, etc. )
    Entwöhnung vom Stehlen (auch Ausbeutung nicht unterstützen)
    Entwöhnung von sexuellem Fehlverhalten
    Entwöhnung vom Lügen
    Entwöhnung von übler Nachrede oder Verbreitung von Vorurteilen
    Entwöhnung von grob verletzender Rede (auch Hassrede im Netz)
    Entwöhnung von gedankenlosem Geschwätz
    Entwöhnung von Habsucht (sich über Statussymbole oder Konsum definieren)
    Entwöhnung von Übelwollen, Ärger
    Entwöhnung von falscher Sicht (z.B. Leugnung von Ursache und Wirkung)
    Entwöhnung von Neid, Missgunst
    Entwöhnung von Geiz
    Entwöhnung von Stolz, Arroganz und Überheblichkeit
    Entwöhnung von Trägheit
    Entwöhnung von Rücksichtslosigkeit, Vergesslichkeit, Unachtsamkeit
    Entwöhnung von Unruhe, Rastlosigkeit, ständiger Ablenkung (Prokrastination)


    Sich gewöhnen an Gewaltlosigkeit (psychisch und physisch)

    Sich gewöhnen an Großzügigkeit und Freigebigkeit
    Sich gewöhnen an Geduld
    Sich gewöhnen an Tatkraft / freudige Anstrengung
    Sich gewöhnen an Sammlung / Meditation

    Sich gewöhnen an liebende Güte

    Sich gewöhnen an Mitfreude

    Sich gewöhnen an Mitgefühl
    Sich gewöhnen an Gleichmut


    Das allmähliche Entwickeln von Weisheit


    Diese Veränderung der Gewohnheiten und der Konditionierung im konkreten Leben mindert das Leiden und führt zu wachsender Unabhängigkeit und Freiheit.

  • toxische Spiritualität

    • Thorsten Hallscheidt
    • 7. März 2026 um 19:28
    KarmaHausmeister:

    Nö. Buddhismus führt doch zu Freiheit von dukkha, oder nicht?

    Am Ende ja. Aber es ist ein Weg, der am Anfang begütigt, in der Mitte begütigt und am Ende begütigt. (https://www.palikanon.com/digha/d33_10.htm)


    Der Weg hat viele Etappen. Einige haben mit ganz praktischen Dingen zu tun, die je nach Biografie sehr unterschiedlich sein können. Manchmal mag es erst einmal um Freude an der Praxis gehen, bevor Freiheit von Dukkha ins Zentrum rückt, oder um Vertrauen in die Lehre, oder um eine Verbesserung der Lebenssituation. Manchmal tauscht man destruktive Anhaftungen (z.B. Alkoholismus) gegen produktivere Anhaftungen aus (Sport, Meditation, Kontrolle, etc.). So viele unterschiedliche Menschen es gibt so viele Methoden und Wege mag es geben, die praktisch heilsam sind, auch wenn sie möglicherweise in diesem Leben nicht mehr zu völliger Freiheit von Dukkha führen. Darum finde ich es erst mal gut, wenn Menschen nur meditieren, um sich etwas zu entspannen und den Stress des Alltags etwas zu vergessen. Zu soft? Vielleicht. Ich denke aber eher, dass der Buddhismus ein sehr breit gefächertes Angebot an Methoden und Einsichten bietet, die in verschiedenen Bereichen wirksam werden können, auch wenn das Erwachen erst mal keine zentrale Rolle spielt:


    Die Lehren des Buddha zu einer sozialen und harmonischen Gesellschaft
    Eine Lehrreden-Anthologie aus dem Pali-Kanon. Herausgegeben und vorgestellt von Bhikkhu Bodhi Mit einem Vorwort des Dalai Lama 
Paperback, 272 Seiten,
ISBN:…
    buddhareden.de
  • Pratyeka Buddha

    • Thorsten Hallscheidt
    • 7. März 2026 um 09:41

    LukasD Was sagt die KI, wenn man sie bittet, Deinen Text einmal kritisch zu prüfen?


    Ich habe das mal ausprobiert. Mein Prompt war einfach:


    Bitte überprüfe diesen Forumseintrag einmal kritisch. Ist das ernst zu nehmen? Ist da vielleicht sogar was dran?

    Zitat

    Kurz gesagt: Nein, der Text ist nicht ernst zu nehmen. Er zeigt typische Merkmale von religiöser Selbstüberhöhung, kombiniert mit klar unrealistischen Behauptungen. Ich gehe das kurz sachlich durch.

    1. Die Zahl „25–40 Erleuchtete weltweit“ ist erfunden.
    Es gibt keine buddhistische Quelle, die eine feste Zahl erleuchteter Menschen angibt. In der buddhistischen Tradition wird so etwas grundsätzlich nicht quantifiziert.

    2. Ein Pratyekabuddha würde sich nicht öffentlich so darstellen.
    Das ist ein zentraler Widerspruch.
    In den buddhistischen Texten gilt:

    • Ein Pratyekabuddha lehrt nicht öffentlich.
    • Er lebt zurückgezogen und verkündet seine Erkenntnis nicht in Foren.

    Dass jemand schreibt: „Hallo, ich bin ein Pratyekabuddha und erkläre euch Erleuchtung“ widerspricht bereits der Definition.

    3. Die Beschreibung der „Erleuchtung“ ist oberflächlich und falsch.
    Er reduziert Nirvana auf:

    Zitat

    Gedanken können gestoppt werden.

    Das hat mit buddhistischer Befreiung kaum etwas zu tun.
    In den Quellen bedeutet Nirvana:

    • Ende von Gier, Hass und Verblendung
    • tiefes Verständnis von Vergänglichkeit, Nicht-Selbst und Leiden
    • ethische Transformation

    Gedankenstille kann durch viele Dinge entstehen (Meditation, Flow, neurologische Zustände, sogar Dissoziation). Das ist kein Beweis für Erleuchtung.

    4. Telekinese beim Fußball („Siddhi“) ist ein klares Warnsignal.
    Die Behauptung:

    Zitat

    Ich kann Spielerformationen beeinflussen und habe zur WM 2014 beigetragen.

    liegt außerhalb jeder überprüfbaren Realität.

    Im Buddhismus werden sogenannte Siddhis zwar in alten Texten erwähnt, aber:

    • sie gelten als unwichtig oder sogar Ablenkung
    • ernsthafte Lehrer warnen ausdrücklich davor, solche Fähigkeiten zu behaupten.

    5. Die Mischung religiöser Systeme ist inkonsistent.
    Er vermischt:

    • Buddhismus (Pratyekabuddha, Samsara)
    • Hinduismus (Kundalini, Chakra)
    • Christentum („Gott hat mich entdeckt“)
    • Esoterik (Energiefluss im Gehirn)

    Das ist typisch für Laien-Esoterik, nicht für buddhistische Lehre.

    6. Psychologisch wirkt der Text wie ein klassisches Muster.
    Ich formuliere vorsichtig: Das passt zu einem bekannten Typ religiöser Selbstdeutung:

    • plötzliches „Erweckungserlebnis“
    • Gefühl der Auserwähltheit
    • besondere Kräfte
    • mangelnde Anerkennung durch Wissenschaft
    • dennoch normale Arbeit im Alltag

    Das findet man in vielen spirituellen Foren.

    Fazit:
    Der Beitrag enthält keine Hinweise auf authentische buddhistische Praxis oder Erkenntnis. Die Kombination aus

    • Selbstproklamation als Buddha
    • telekinetischen Fähigkeiten
    • erfundenen Zahlen
    • widersprüchlichen Lehren

    macht ihn sehr wahrscheinlich zu einer Mischung aus Selbsttäuschung und Esoterik.

    Alles anzeigen
  • Pratyeka Buddha

    • Thorsten Hallscheidt
    • 7. März 2026 um 09:31

    KI hat eine wesentliche Eigenschaft: Sie schmeichelt gerne. Das hat mit dem Ziel der Kundenbindung zu tun. Wenn man eine halbwegs brauchbare Antwort von einer KI haben will, muss man ihr mitteilen, dass sie bitte maximal kritisch mit den eigenen Aussagen umgehen möge und alles Schmeicheln unterlassen.


    Wenn man ohne diese Anweisungen gegenüber der KI aus dem Nähkästchen plaudert, ist man binnen Kurzem eine einzigartige, seltene, tiefgründige Person mit außerordentlichen Eigenschaften. Wer möchte nicht gerne besonders sein und selten und klug und schön. Das haben die Menschen erkannt, die KI programmieren. (:


    Also: lasst euch nicht verar**hen. KI ist ein nützliches Werkzeug, mehr nicht.


    :shrug:

Ausgabe №. 137: „Sorgen entsorgen?"

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