Nach einer für mich besonderen Meditationserfahrung vor vielen Jahren habe ich die tiefe Gewissheit, dass das Sterben in einen Zustand des Umfangen- und vollkommenen Geborgenseins mündet. Wenn der Ausdruck nicht so abgeschliffen und verbraucht wäre, würde ich es erlösende, befreiende, alles durchdringende Liebe nennen wollen.
Der "Abgrund", vor dem ich mich fürchte, ist der immer (auch jetzt und in jedem Augenblick) anwesende unergründlich tiefe klare See. Alle Angst, Wut, Gier, Verzweiflung sind nur der Schaum und die Aufregung darüber. Statt in einen Abgrund des Nichts zu stürzen, wird alles Beschwerliche, alles Leiden, alles Getriebensein sich in diesem See auflösen.
Das ist leider ein etwas unbeholfenes Bild. Aber für die Realität dahinter kann ich mich verbürgen, auch wenn ich sie oft genug wieder aus den Augen verliere und Schaum und Gewühle alles zu sein scheinen.
Vielleicht hilft das etwas.