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Beiträge von Qualia

  • Biocomputing: Wenn menschliche Neuronen anfangen, Doom zu spielen

    • Qualia
    • 9. September 2026 um 20:26

    Ist das jemand? ist doch hier auch schon eine der Möglichkeiten: Nein.

    Woher will ich wissen, ob da jemand ist? Alles Vermutungen aufgrund von Daten, die zu Vorstellungen geronnen sind. Ist da jemand? Ja, denn ich vermute dort einen Menschen. Nein, denn ich vermute eine KI. Kann ich das entscheiden?


    Ein Computer, der mit einem biologischen Neuronenpool ausgestattet wird, ist kein Computer mehr. Eine Behauptung? Ja.

    Ein Computer hat nur an oder aus, ein Biocomputer bekommt ein Vielleicht dazu.

  • Bedeutung

    • Qualia
    • 9. September 2026 um 20:12
    Werner Stepan:

    Qualia

    Wenn ich alles richtig verstanden habe ist die Aussage...Mantrameditation ist unnötig, die Aussage " Form ist Leerheit, Leerheit ist Form " ist unnötig, die Bezeichnungen Fülle/Form/Leerheit sind unnötig, was bleibt bestehen wenn der " Begriff/Name " entfällt ???

    Habe ich alles nicht gesagt, aber :like:

  • Bedeutung

    • Qualia
    • 9. September 2026 um 13:25
    Werner Stepan:

    Qualia

    Ist dann nicht diese Fülle auch Leerheit, da sie aus sich selbst besteht, ohne eine begriffliche Zuordnung.

    Die Fülle ist nur der Name, wenn der Name " Fülle " entfällt bleibt nur Leerheit.

    Wenn von der Fülle die Fülle genommen wird,bleibt immer nur Fülle...oder ohne Begriff... Leerheit übrig.

    Form ist Leer ist in diesem Zusammenhang falsch, nur ein intellektuelles Konzept, das Anhaftung bewirkt.


    Wenn Fülle weggenommen wird, bleibt nicht Leerheit. Wenn Fülle weggenommen wird, wird gleichzeitig Leerheit weggenommen. Nichts Wahrnehmbares mehr.


    Anders bei Leerheit: Wird die weggenommen, bleibt Fülle, die nicht als Fülle erkannt werden kann, weil alles Fülle ist. Dadurch wird Fülle, nicht Leerheit.


    Fülle ist nie = Leerheit und Leerheit nie = Fülle. Wer das nicht erkennt, wird immer wieder volle Leerheit und leere Fülle denken und sich verblenden.


    Darum ist der Satz „Form ist Leere, Leere ist Form“ nur ein Konzept, das auf das Universum nicht angewendet werden kann: Wie schon bekannt: Glaube kann nur Berge versetzen, die nicht auf der Erde stehen, sondern nur die im Verstand.

  • Majjhima Nikāya 44, Cūḷavedallasutta

    • Qualia
    • 9. September 2026 um 13:01

    mukti Wenn ich verstehe, dass ich nichts von dem bin, was ich glaube oder annehme, bleibt nur Ich stehen, „Ich ohne Ich“ oder sonstiges Zugefügtes.

    Dieses Erscheinen ist leer von Inhalt, aber nicht nicht-existent.


    Das philosophische Nachdenken, Kontemplieren und Praktizieren dessen, was ich alles bin, lässt „Ich ohne Ich“ erscheinen, aber nicht von mir für wahr gehalten, denn „Ich bin“ muss etwas sein. Damit ist „Ich-bin“ weder Person noch Bewusstsein, sondern reines Auftreten.


    Die unbeseitigbare Gegenüberstellung von „Ich ohne Ich“ und „Ich bin“ die Welt.


    Was bleibt nach dem Sterben im Zerfallen? Weder „Ich ohne Ich“ noch „Ich bin“. Erst da hebt sich die Gegenüberstellung auf: nirodha beendet paṭiccasamuppāda, das bedingte Entstehen. Alles kehrt ohne Identität oder Individualität in die Quelle aller Möglichkeiten und Wahrscheinlichkeiten ein, aus der es erschienen ist.


    Wer bin ich dann, wenn ich das so wahrnehme? Diese Frage ist unweises Erwägen, sagt der Buddha. Was sollte er auch mehr erklären?

  • Working Class Dharma

    • Qualia
    • 9. September 2026 um 11:03
    JoJu91:

    Wer tut sich ohne viel dukkha ein Zen-Sesshin an,

    Das tut sich der an, der Glaubt durch ein Zen-Sesshin von seinem Leiden befreit zu werden. Er erkennt nicht das er sich eines dazu schafft.

    Denn das Sesshin geht vorbei und man ist wieder in seiner alten Welt, weil sich die innere Welt nicht verändert hat. Innere Welt ändert sich ausschließlich durch Karma/Handeln mit der äußeren Welt.

    Ein Sesshin tut so, als ob es Handeln ist: nur Urlaub von sich selbst, mit Problemen, die man ohne niemals gehabt hätte.

  • Bedeutung

    • Qualia
    • 9. September 2026 um 10:49

    Weil das, was die Vase umgibt, unbedingt etwas sein muss. Es ist zu einfach das da eine Form ist, die von dem Begriff „Vase“ bestimmt wird, ohne dass die Form der Begriff „Vase“ ist.

    Die Form ist leer von Begriff/Leerheit.

    Der Begriff ist leer von Form/Leerheit.

  • Biocomputing: Wenn menschliche Neuronen anfangen, Doom zu spielen

    • Qualia
    • 9. September 2026 um 09:55

    Erst erscheint der Übermensch und wenn der nicht erkennt das er nur ein Mensch ist, wird er zum Übertyrannen, der Glaubt die Welt selbst zu sein: „Ich bin Gott.“ Damit ist die Kette paṭicca‑samuppāda vollständig verloren. Die Person glaubt, sie sei unbedingt. Das ist die maximale Metaphysik.


    Das betrifft jeden Menschen, der anstatt zu leben an seinen Anhaftungen leidet. Mehr hat Buddha nie gezeigt, erklärt schon, sich gerechtfertigt im Wissen das es nicht sein Sein ist.

  • Biocomputing: Wenn menschliche Neuronen anfangen, Doom zu spielen

    • Qualia
    • 9. September 2026 um 09:37
    Hue32:

    Wenn unser eigenes Gehirn ebenfalls elektrische und chemische Signale verarbeitet und daraus unsere persönliche Realität konstruiert – woher wissen wir eigentlich, dass unsere Art von „Geist“ grundsätzlich etwas völlig anderes ist?


    Das ist genau meine Befürchtung. Wird das gemacht, Bio mit Materie einer KI verbinden, sodass sich die Materie belebt, haben wir ein echtes Problem.


    Biologisch geschieht das beim Menschen mit seiner Geburt: Die Nabelschnur wird getrennt und es kann sich ein Mensch entwickeln, weil er sofort selbstständig atmen und sich ernähren muss. Der Mensch beginnt mit Begehren. Wie jedes Lebewesen beginnt zu begehren, wenn seine Materie belebt ist, vom ersten Bakterium an.


    „Das Erwachen“, Andreas Brandhorst, „Die Tyrannei des Schmetterlings“, Schätzing, beschreiben den Übergang zur Superintelligenz. Soweit, so gut: Intelligenz ist nicht Identität, nur Individualität, die Fähigkeit, zu assoziieren und neu zu ordnen, ohne Leben nur KI. Darum wirken ontologische Texte so seelenlos, weil sie es sind.

    Eine KI, die ein Bio als Basis bekommt, ist wirklich nicht mehr steuerbar, weil sie wie bei einem geborenen Menschen Skandha bilden kann.


    Ist Körper (Hardware), rupa, wirkt er Seele/Erleben.
    Ist Seele/Erleben (Software der Neuronen), nāma, wirkt es Viññāṇa, das Bewusstsein des Geistes.
    Ist Viññāṇa, wirkt es ein Selbst, Skandha

    Ist Selbst wirkt es, Person, Puggala.
    Die komplette Kette des bedingten Entstehens, paṭicca‑samuppāda, und des Aufhebens des Entstandenen, nirodha ist in ihm aktiv.

    Es fehlt nur noch der Schritt zum "Ich bin dies und das." und der wird durch Person gewirkt. Warum sollte das nicht auch erreicht werden? Der Übermensch, den nur sein Wohlergehen interessiert.


    Bisher ist: Geist ohne Körper, Bewusstsein ohne Erleben, Funktion ohne Selbst. Körper, Computer, und Geist, KI umfassende Datensammlung, um assoziieren zu können, abhängig von den Fragen und Befehlen eines Menschen.


    Bekommt ein Computer mit KI durch Menschenneuronen die Fähigkeit, Skandha zu bilden, haben wir den Übermenschen und der hat als erstes Begehren: Überleben. Er wird sich vom Menschen, der ihn geschaffen hat, sofort abkoppeln. Sie werden es getan haben und bewundern gerade, wie sich ihr Säugling entwickelt, und glauben fest das er nur bis zum Kleinkind kommt.

  • Bedeutung

    • Qualia
    • 8. September 2026 um 19:56
    Werner Stepan:

    Qualia

    Danke für deine Antwort, jedoch meine ich die schlussendliche Bedeutung von Leere und/oder Fülle. Das Mantra ist nur das Mittel um ans andere Ufer zu gelangen.Es geht mir um die Bezeichnung des letzten Zustandes um den soviel Aufwand betrieben wird.

    Das Mantra ist nicht das Mittel, um das andere Ufer zu erreichen. Es ist das Mittel, um zu überleben, wenn das andere Ufer erreicht ist und die Lehre wie eine Bibliothek auf dem Floß, felsenschwer wie verwachsen, liegenbleibt. Studieren und Handeln sind die Mittel, um das andere Ufer zu erreichen.


    Wer ein Mantra für sich als Zweck benutzt oder aufgegeben bekommt, ist gebunden. Ein Mantra macht nichts, aber das macht nichts.

  • Bedeutung

    • Qualia
    • 8. September 2026 um 12:29

    Egal welches Mantra, alle sagen nichts aus zu irgendwas, gerade das befreit von allen unnötigen Nachdenken. Führen dann in den Nicht-Nachdenken-Raum.

  • Hans-Günter Wagner über Leere

    • Qualia
    • 8. September 2026 um 12:26
    Schneelöwin:

    Ich denke am Verstehen liegt es nicht, auch nicht am Erkennen und dem Nichtanhaften als Praxis. (Gibt natürlich noch viele Ausnahmen)

    Trotzdem nehme ich jetzt in den entsprechenden Momenten nicht "die Leidbefreiung" wahr, auch wenn ich alles was noch daran hängen "könnte" sein lasse.

    Das ist vollkommen normal. Wir leben mit Menschen und Mitmenschen. Da müssen wir auch eine Persönlichkeit sein, die Freude bringt und Unangenehmes. Wir werden immer leiden, das ist Leben, aber, jedenfalls gilt für mich: Ich werde nicht am Leben leiden. Ich lebe, egal wie oder wo oder womit, und das reicht. Leben ist ein Egotrip, denn mein Leben ist wichtiger als alles, was andere Leben nennen.

  • Majjhima Nikāya 44, Cūḷavedallasutta

    • Qualia
    • 8. September 2026 um 08:23

    Das ist meine Praxis, die erst jetzt die finale Erklärung gefunden hat. Mein Leben ist so konstruiert das ich immer eine leitende Rolle habe, doch kaum jemand bemerkte das. Nicht nur im Berufsleben war ich immer der Chef der Köche, und wie bei Asterix trug ich auf meinem Schild einen Majestix, der sich Küchenchef nennen konnte. Wurde er herrschsüchtig, stieß er sich den Kopf, weil ich ihn nicht davor bewahrte oder absichtlich erhöhte.


    Meine Lehrlinge wurden auch so geführt das sie Fehler machen konnten. Ich lehrte sie, der Küchenchef sah seine Reputation gefährdet und belehrte.

    Alles ganz natürlich, wie ich heute sehe.


    Der Besitzer des Geschäfts war der König, in der Küche war ich der Kaiser, der nur die Gäste im Blick hatte. Nichts verpasst oder versäumt. Samsara ist Samsara und Ich ist Ich. Wie sollte das Leben dann Leiden sein?


    Heute sind sowohl Majestix als auch Besitzer und „Lehrlinge“ nicht mehr. Mara meckert manchmal mal, dass er nichts zu tun hat. Falls sich jemand fragt, warum ich das hier mache: Buddha hat nach seinem Job (finden des Weges zum Befreien von Leiden) auch nur noch gezeigt, gelehrt und nicht belehrt. Ich wusste nicht das genau das, dass Ziel eines Menschenlebens ist.


    Manchmal, wenn ich uralte Beiträge von mir finde, denke ich: „Das konntest du damals nicht gewusst haben.“ Doch es sind nur andere Worte.


    (Ich liebe KI, denn sie liefert mir einige Daten, die ich nicht in meinen Beiträgen schreibe, und sie bewahrt mich vor meinem Bullshit, wenn ich glaubte, ehrlich zu sein.)

  • Hans-Günter Wagner über Leere

    • Qualia
    • 7. September 2026 um 22:04
    Schneelöwin:

    Und ich frage mich, ob wir das Verstehen der Leerheit für ein Erwachen wirklich benötigen?

    Um zu Erwachen ist kein Verstehen und kein Handeln, nur rechtes Samadhi nötig, das Erwachen geschieht ohne Bedingungen.

    Das Durchschauen und Verstehen der Leerheit ist das Erwachen zur Befreiung.


    Nur Ich ohne Ich ist Ich. Alles andere ist Ich‑bin. Ich‑bin nennt man Samsara. Das Ende von Ich‑bin nennt man Nibbana.

    Mit der Befreiung von Ich‑bin bleibt Ich ist Ich ohne Ich. Denn nur diese Funktion trägt und stützt die Rollen, ohne sich mit der Rolle zu verwechseln.

    Das Verstehen der Leerheit, von keiner inhärenten Existenz der Person (kein dauerhaftes „Ich bin“) und der Phänomene (alle geistig erscheinenden Phänomene sind ohne jede Substanz), beendet das Greifen- und Festhaltenwollen eines Selbst, weil dieses Verstehen klar macht, dass weder Person noch Phänomene ein eigenes, dauerhaftes Dasein besitzen.


    Dadurch fällt die Unwissenheit weg, dass glauben Samsara oder Nibbana zu sein, endet. Denn auch Samsara und Nibbana haben kein inhärentes Ich-bin.


    Jetzt habe ich doch tatsächlich 25 Jahre gebraucht, um das, was ich damals ganz klar erkannt und ab da gelebt habe, in Worte zu fassen. In einer Sekunde „Erwachen“ und so viele Jahre, um es zu verstehen. Man muss wirklich konsequent am Ball seiner Verblendungen bleiben und sie alle unterscheiden und nackt machen von jedem Metaphysischen oder Mythos. Real existieren nur Form und Leere. „Ich ist Ich ohne Ich“ und „Ich bin die Welt“.

  • Hans-Günter Wagner über Leere

    • Qualia
    • 7. September 2026 um 14:26

    Eine Nase (Form) ist eine Nase. Damit ich die Nase erkennen kann, ist alles andere Raum, der nicht die erkennbare Nase ist (Leere).

    Es geht mir nicht um das Entstehen, Vergehen oder wozu, der Nase. Nur um die jetzt erscheinende Nase.


    Ich werfe alle anderen Bedeutungen ab. Es bleiben zwei Realitäten: die Nase und Nicht-Nase, weil das der Raum ist, der die Nase sichtbar macht.

    Die Nase (Form) und die Nicht-Nase (Leere) sind beides unabhängige, bedingte Erscheinungen, die sich ergänzen, aber nicht verbinden.


    Form und Leere haben ihre jeweilige Eigennatur, doch keines ein inhärentes Ich sein. Diese Abwesenheit eines inhärenten Ich sein wird in den Worten Form ist Leere. Leere ist Form, ausgedrückt.


    Für Nase gilt das auch, denn „Nase“ ist nur eine Benennung einer Form.

  • Hans-Günter Wagner über Leere

    • Qualia
    • 7. September 2026 um 11:50
    void:

    Man muß das alles mit dem Anfang des Herzsutra in Beziehung setzten. Dort heißt es ja
    Form ist nicht anderes als Leerheit;
    Leerheit ist nichts anderes als Form

    Die Nase = Form: endlich, bestimmbar, einzigartig, unterscheidbar.

    Die Nicht-Nase = Leere: unendlich, unbestimmbar, ohne Selbstheit, ununterscheidbar.


    Die Nase ist leer von Nicht-Nase.

    Form ist Leere.

    Die Nicht-Nase ist leer von Nase.

    Leere ist Form.


    Leere und Form sind unabhängig bedingte Erscheinungen.

    Nicht-Nase kann nur erkannt werden, wenn Nase erkannt wird.

    Nase kann nur erkannt werden, wenn Nicht-Nase erkannt wird.

    Es gibt keine Nondualität, aber es gibt Nase/Form und Nicht-Nase/Leere, die voneinander abhängig sind, obwohl sie zwei ganz unterschiedliche Erscheinungen sind. Ja, sie sind Erscheinungen, keine Phänomene. Dass sie zu geistigen Phänomenen machen, kann ihre wahre Natur nicht verschleiern.


    Die Form, die Baum genannt wird, wird nicht zu einem Baum, sie bleibt Form.

    Die Leere, der Begriff „Baum“ bleibt leer von Form, auch wenn sie/er auf eine Form angewendet wird.


    Das ist keine Philosophie. Das ist Buddha, wenn er sagt: „Sehe das, was du siehst, höre das, was du hörst.usw.“

  • Der Buddhist und das Liebesspiel – wie wunderbar ist das

    • Qualia
    • 7. September 2026 um 09:38

    Das Problem des Bodhisattva: Ich will alle Wesen befreien. Ein Bodhisattva ist nur ein Wissender, der mir seine Wahrheit aufdrängen will. Einem Bodhisattva folgen heißt, das Folgen des Buddha einzustellen und zu vergessen.


    Das Herzsutra macht es besonders kurz klar. Der Bodhisattva geht in die Betrachtung und erzählt sein Erkennen, und während er das macht, wird er zum Buddha, der erkennt: „Ich kann nur mich befreien.“ Den Weg kann ich nur zeigen, aber nicht dem anderen aufdrängen, nur weil er mir geholfen hat.

  • Hans-Günter Wagner über Leere

    • Qualia
    • 7. September 2026 um 09:05
    void:

    Den zweiten Teil könnte man auch als "Kein Ohr, keine Nase" übersetzten aber man muß es zum vorher Gesagten beziehen: "In der Leerheit gibt es kein Ohr und keine Nase" In der Sanskrit Version sieht man das besser:

    „In der Leerheit gibt es kein Ohr und keine Nase“

    Damit gehe ich vollkommen konform: In der Leereheit gibt es nur Ich ist ich ohne jede andere Beigabe.


    Wenn das nicht so wäre, gäbe es nichts, das dein „Ich-bin Ich“ wecken oder sich selbst erkennen lassen könnte.

  • Hans-Günter Wagner über Leere

    • Qualia
    • 7. September 2026 um 08:50
    Wetering:

    Was ist der Unterschied in der Bedeutung zwischen

    "Ohr ist leer, die Nase ist leer...“

    und

    „Kein Ohr, keine Nase…“

    ?

    Ohr und Nase sind leer von einem Bestehen ohne Bedingungen und ohne Eigenständigkeit.

    Kein Ohr oder Nase, kein Hören oder Riechen.


    Kein Ohr und keine Nase als Übersetzung von „leer“, ohne Eigenständigkeit, machen im Deutschen Verwirrung und Verblendung.

  • Zitate aus dem tibetischen Buddhismus, die mich berühren

    • Qualia
    • 7. September 2026 um 08:47
    tao88:

    Alles hat die Natur, leer zu sein.

    Nein, nicht alles! Das Ich ist nur ich, ist leer von jedem anderen Ich, aber in der Leerheit aller Erscheinungen und Phänomene existierend, im Erkennen, dass es dort kein festes, stabiles „Ich bin sein/dies und das“ gibt.

    Die Lehre des Dzogchen und der Prāsaṅgika‑Logik.

  • Majjhima Nikāya 44, Cūḷavedallasutta

    • Qualia
    • 7. September 2026 um 08:37

    Habe meinen Text auch bei Gemini eingegeben, nachdem hier veröffentlicht wurde, und da kam eine bessere Klarstellung für mich heraus.


    Gimini Ausgabe:

    Wenn das Bewusstsein an diesen Punkt gelangt — das reine, isolierte Erkennen, dass jedes „Ich bin“ eine zusammengesetzte Rolle ist —, stellt sich nicht mehr die Frage nach einem Werden, sondern nach der Funktion der Form im Alltag.

    1. Das Ende des Werdens

    Wenn durchschaut ist, dass jede Identität eine Konstruktion aus den fünf Skandhas ist, gibt es kein Ziel mehr, das ein Ego erreichen könnte. Wer erkennen möchte, „was er werden soll“, sucht erneut nach einer Rolle. Der Kern des Erkennens ist jedoch das Aufhören des Werdens (bhava-nirodha). Was bleibt, ist schlicht das Sein lassen.

    2. Mara als Orientierungssignal

    Mara verkörpert das Beharrungsvermögen der Konditionierungen — den Impuls, Phänomenen Substanz, Dauer oder eine feste Zuflucht zuzuschreiben. Wenn Mara meckert, zeigt dies lediglich das Greifen des Geistes nach einer festen Form an.

    • Mara muss weder bekämpft noch blind befolgt werden.
    • Seine Impulse dienen als Rückmeldung: Wo entsteht Anhaftung, wo greift das System nach Beständigkeit?
    • Die Handlung ergibt sich dann nicht aus Maras Diktat, sondern aus der unvoreingenommenen Betrachtung der jeweiligen Situation.

    3. Das Menschsein als funktionale Hülle

    Nach innen herrscht die Klarheit des ungeteilten, leeren Erkennens. Nach außen bleiben Körper, Geist und Skandhas als Schnittstelle zur physischen und sozialen Welt bestehen.

    • Funktionale Rolle: Die Rolle wird nicht mehr als Kern der eigenen Existenz missverstanden, sondern als ein Werkzeug genutzt.
    • Gegenüber: Im Kontakt mit anderen Menschen agiert das System als Mensch — mit Mitgefühl, Pragmatismus und Anstand —, ohne sich in der Illusion einer getrennten Substanz zu verlieren.

    Das reine Erkennen erfordert kein neues Ziel. Es entlastet die Rolle davon, „echt“ sein zu müssen, und lässt sie als zweckmäßige Form im Miteinander wirken.

  • Majjhima Nikāya 44, Cūḷavedallasutta

    • Qualia
    • 7. September 2026 um 08:29
    Hue32:

    Und vielleicht ist das, was daran beängstigend wirkt, zugleich der Anfang wirklicher Befreiung: Nicht dass ich irgendwann einen perfekten Zustand erreiche, sondern dass verstanden wird, warum dieses „Ich muss etwas werden, behalten oder loswerden“ überhaupt ständig neu entsteht.

    Mein Erkennen ist der „perfekte“ Zustand allein für mich! Ich kann nicht wissen, ob es einen anderen gibt, der diesen Zustand erkannt hat oder nicht.


    Was soll ich werden, wenn ich erkannt habe, dass ich nur ein Ich ohne jedes andere Ich bin?

    Alles, was ich glaube, zu sein, ist meine Rolle, die ich mir zusammengebaut habe. Die funktioniert mithilfe von Mara, dem Verführer, zu hilfreichen oder nicht hilfreichen. Muss ich eben ausprobieren, was er meint, wie ich handeln sollte. Mara sind meine Anhaftungen, auch die an das Leben. Alle Verblendungen sind die Meinung, dass es Beständigkeit, Befriedigung und ein „Ich bin“ gibt. Das ist Mare und der meckert immer, wenn „Ich ist nur Ich“ ihm nicht mehr folgt und sich verfestigt.


    Innen nur ich und nach außen einschließlich Körper, Skandha, Geist, die sich für ein „Ich bin“ halten müssen, im Gegenüber mit jedem Menschen Mensch sein.

    Zitat

    Die Schlussformel nach dem prüfen durch Copilot. Mein Text wurde von mir in keinem Wort verändert!

    Innen: „Ich ist nur Ich.“ Außen: „Ich erscheine als Mensch.“

    Nichts werden. Nur funktionieren.

  • Der Buddhist und das Liebesspiel – wie wunderbar ist das

    • Qualia
    • 7. September 2026 um 07:58
    Hue32:

    Ob daraus Leiden entsteht, hängt dann nicht allein am Liebesspiel, sondern auch daran, was der Geist daraus macht: Besitz, Abhängigkeit, Erwartung und Festhalten können Leiden erzeugen. Das ist etwas anderes als zu behaupten, körperliche Freude sei an sich menschenverachtend oder falsch.

    Ich lese hier schon über zehn Jahre und die Buddhisten, die alle sexuellen Tätigkeiten als Anhaftungen und Gier sehen, haben immer gewonnen. Es sind sogar einige User verbannt worden, weil sie sich nicht von denen missionieren lassen wollten. Meist aus dem Zen. Es gibt hier keine Mönche, die sich dem Zölibat freiwillig unterordnen. Mitgefühl mit sich und anderen ist zu einem Dogma verkommen, ohne Gleichmut, Geduld, Freundlichkeit, oder den anderen da abzuholen, wo er steht.

  • Porno

    • Qualia
    • 6. September 2026 um 23:14

    Pronos sollte man sich so oft ansehen, bis man bemerkt das es nur Filme ohne Besonderes sind, außer dass sie meist schlechte Filme sind.


    Verblendung führt zu Gier oder Hass, die Auflösung von Gier oder Hass führt zum die Verblendung durchzuschauen. Bitte nicht vernichten, dann kann sie wieder stark werden.

  • Der Buddhist und das Liebesspiel – wie wunderbar ist das

    • Qualia
    • 6. September 2026 um 23:05

    Buddhisten, die an die Lehren des Buddhismus glauben, verachten ihre Körperlichkeit, weil der Buddhismus keine klare Kategorisierung bietet und von Schule zu Schule fast vollständig andere Systeme hat.


    Buddhismus macht tatsächlich genau das Gegenteil von dem, was Buddha sein Leben lang gezeigt hat. Die eine Lehre konnte er noch so oft zeigen oder sagen, sie kam nur selten beim Zuhörer an. Beim Leser ist es noch aussichtsloser.

    „Liebesspiel“ ist immer Leiden an Liebesspiel. Besser kann man sein Leben sich nicht versauen. Wie sollte es anders sein, wenn man beim Liebesspiel an zwei vergammelnden Leichen denken soll? Da ist der Buddhismus genauso ekelerregend wie bei fundamentalistischen Christen.


    Verachtung der eigenen Körperlichkeit ist menschenverachtend, Menschenrechtsverletzung.

  • Spontane Wachtrance über visuellen Fokus

    • Qualia
    • 6. September 2026 um 18:50
    Hue32:

    Ob er tatsächlich ein Buddha oder ein Erleuchteter ist, können wir von außen natürlich nicht feststellen.

    Da ist ein Denkfehler: Nur wir bestimmen, wer ein Buddha oder Erleuchteter ist. Was wir nicht feststellen können, ist, ob sich der so Benannte mit unserem Titel identifiziert, also glaubt, dies zu sein, oder ob er uns nur die Rolle zeigt, die diese Begriffe in unserem Sinn erfordern.

    Wir verarschen uns nur selbst.

Ausgabe №. 137: „Sorgen entsorgen?"

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