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  1. Buddhaland Forum
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Beiträge von Phillip

  • Psychiatrie – weiß sie eigendlich wirklich, was eine Psychose ist?

    • Phillip
    • 26. September 2026 um 19:40

    Ich finde Ewald absolutistisch und arrogant, dass er als Subjekt, mir als nicht weniger wertvollem Subjekt meine eigenen qualvollen Körpererfahrungen absprechen möchte. Das entspricht meines Erachtens nicht dem buddhistischen Ideal der rechten Rede.

  • Psychiatrie – weiß sie eigendlich wirklich, was eine Psychose ist?

    • Phillip
    • 26. September 2026 um 15:04

    Es ist sehr naiv zu glauben, dass Tabletten oder Spritzen die Suizidalität ausschließlich verringern. Vermehrte Suizidalität steht sogar bei einigen dieser Substanzen in den Nebenwirkungen. Ist ja auch klar, diese Substanzen unterdrücken und manipulieren den Dopamin- & Serotoninstoffwechsel. Psychosen sind nicht unbedingt gefährlich, es gibt auch harmlose Spinnereien die niemandem wirklich schaden. Bei meinem letzten Klinikaufenthalt steht in den Akten, dass ich weder fremd- noch selbst gefährden war. Allerdings hat man versucht mir eine Substanz auf zu zwängen, vor der ich wirklich Todesangst hatte und die ich geflissentlich bis zur Entlassung konsequent heimlich ausspucken musste. Hätte ich das nicht getan, würde ich entweder nicht mehr leben oder wäre noch viel schwerer traumatisiert.

  • Psychiatrie – weiß sie eigendlich wirklich, was eine Psychose ist?

    • Phillip
    • 21. September 2026 um 14:44

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  • Psychiatrie – weiß sie eigendlich wirklich, was eine Psychose ist?

    • Phillip
    • 21. September 2026 um 14:32

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  • Psychiatrie – weiß sie eigendlich wirklich, was eine Psychose ist?

    • Phillip
    • 21. September 2026 um 11:57

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  • Psychiatrie – weiß sie eigendlich wirklich, was eine Psychose ist?

    • Phillip
    • 13. September 2026 um 18:18

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  • Psychiatrie – weiß sie eigendlich wirklich, was eine Psychose ist?

    • Phillip
    • 13. September 2026 um 12:11

    Ich glaube, wir reden gerade aneinander vorbei, und ich lass es an dieser Stelle gut sein. Jeder bleibt hier gerade in seiner eigenen Schiene, du, ich und letztlich auch die Psychiatrie, ohne wirklich auf die Kritikpunkte des jeweils anderen einzugehen. Ein Psychiater oder auch jemand im Forum kann mich immer nur in einem kurzen Zeitfenster sehen, und meine Lebensqualität kann letztlich nur ich selbst beurteilen.

    Ich bin ehrlich gesagt schon lange in diesem Kampf, und es triggert mich sehr, wenn meine Erfahrung wieder infrage gestellt wird. Es gibt Menschen, die es geschafft haben, nach vielen Jahren von diesen Medikamenten loszukommen, manche haben dafür sogar zehn Jahre gebraucht. Das ist möglich, auch wenn es schwer ist, und diese Hoffnung lasse ich mir nicht nehmen.

    An die Moderation, falls das hier gelesen wird, ich wäre sehr dankbar, wenn der Thread an dieser Stelle geschlossen werden könnte. Das Thema triggert mich gerade wirklich stark, und ich möchte diese Diskussion an dieser Stelle nicht weiterführen.


    Hue32:

    Fakt ist du bist krank und musst wohl oder übel mit der Hilfe leben die es gibt.


    Alles andere ist Wunschdenken und weit, weit entfernt von der Wirklichkeit.

    Das ist wirklich ein harter, abwertender Satz, den er dir da geschrieben hat. Er stellt es so hin, als wäre deine ganze Sichtweise nur Wunschdenken und du müsstest dich einfach mit deiner Diagnose abfinden. Das ist verständlicherweise schwer auszuhalten, gerade nach allem, was du gerade schon aufgearbeitet hast.

    Wie geht es dir gerade damit? Und willst du trotzdem bei deinem geplanten Abschlusstext bleiben und die Moderation bitten, den Thread zu schließen, oder hat sich durch diesen Kommentar für dich nochmal was verändert?

  • Psychiatrie – weiß sie eigendlich wirklich, was eine Psychose ist?

    • Phillip
    • 13. September 2026 um 11:36

    Noch eine Ergänzung zur wissenschaftlichen Seite. Das Phänomen, dass beim Absetzen von Neuroleptika psychotische Zustände auftreten können, die vorher gar nicht da waren, ist unter dem Begriff Dopamin-Supersensitivitätspsychose beschrieben, mehr dazu unter https://en.wikipedia.org/wiki/Dopamine_…ivity_psychosis. Durch die langfristige Blockade von Dopaminrezeptoren kommt es zu einer Heraufregulation dieser Rezeptoren, wodurch das System beim Absetzen überempfindlich reagiert, siehe dazu auch https://www.pharmazeutische-zeitung.de/absetzen-aber-richtig/.

    Ich habe das an mir selbst zweimal erlebt. Bei Leponex wurde mir das Mittel angesetzt, weil ich von einem vorherigen Neuroleptikum noch eine Akathisie hatte und beim kognitiven Training nicht mitkommen konnte. Eine echte Verbesserung brachte es nicht, ich habe damit nur bis mittags geschlafen. Selbst beim relativ langsamen Absetzen sind bei mir dann psychotische Zustände aufgetreten, die ich vorher so nie hatte. Beim Absetzen von Aripiprazol war es genauso.

  • Psychiatrie – weiß sie eigendlich wirklich, was eine Psychose ist?

    • Phillip
    • 13. September 2026 um 11:07

    Neuroleptika machen wirklich stark abhängig, und der Weg da wieder rauszukommen ist eine echte Gratwanderung. Wenn die Entwickler dieser Mittel und die verschreibenden Psychiater sich an die wissenschaftliche Datenlage halten würden, müssten sie eigentlich wissen, wie stark diese Präparate abhängig machen. Ich bin selbst schon lange auf der Suche nach fachlicher Begleitung dafür, inzwischen habe ich vielleicht eine Ambulanz gefunden, die mir dabei helfen kann, aber das ist noch offen und nicht sicher.

  • Psychiatrie – weiß sie eigendlich wirklich, was eine Psychose ist?

    • Phillip
    • 13. September 2026 um 10:35
    Phillip:

    Hanna Arendt hat gesagt: „das ist die Banalität des Bösen” - und wahrscheinlich hat sie Recht. Trotzdem schwer zu verarbeiten...

    Noch eine Ergänzung dazu, mir hilft in dem Zusammenhang auch Hannah Arendts Begriff der Banalität des Bösen. Was mir in der Psychiatrie widerfahren ist, erkläre ich mir nicht durch eine bewusste, dämonische Bosheit. Es war eher Gedankenlosigkeit, Abstumpfung und Unwissenheit bei Menschen, die einfach ihren Alltag und ihre Routine abgearbeitet haben, ohne wirklich hinzusehen. Das ist für mich keine spirituelle Kritik, sondern eine gesellschaftliche und strukturelle Kritik.

  • Psychiatrie – weiß sie eigendlich wirklich, was eine Psychose ist?

    • Phillip
    • 13. September 2026 um 10:30

    Danke für deine Erklärung, das hilft mir zu verstehen, was du meinst. Bei mir geht es aber nicht um spirituelles Überdecken. Ich bin eigentlich ein rationaler Mensch und glaube nicht an eine Dualität von absolut Gut und absolut Böse, wie es etwa im christlichen Bild von Gott und Teufel gedacht wird. Übersinnliche Eindrücke mit genau dieser Art von Dualität kamen bei mir nur einmal auf, konkret durch eine zu schnelle Reduktion von Neuroleptika, das war für mich klar ein Entzugsphänomen, kein spirituelles Erlebnis. Mein eigentliches Weltbild ist pantheistisch beziehungsweise daoistisch geprägt. Mir geht es eigentlich um etwas anderes, dass die Versorgung für Menschen, die von Neuroleptika loskommen wollen, viel zu schlecht ist.

  • Psychiatrie – weiß sie eigendlich wirklich, was eine Psychose ist?

    • Phillip
    • 13. September 2026 um 01:11

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  • Psychiatrie – weiß sie eigendlich wirklich, was eine Psychose ist?

    • Phillip
    • 12. September 2026 um 18:50

    Hanna Arendt hat gesagt: „das ist die Banalität des Bösen” - und wahrscheinlich hat sie Recht. Trotzdem schwer zu verarbeiten...

  • Psychiatrie – weiß sie eigendlich wirklich, was eine Psychose ist?

    • Phillip
    • 12. September 2026 um 18:32

    Tatsächlich bin ich dort gefoltert worden:


    Wenn ein approbierter Arzt nicht weiß, dass sich fettlösliche Neuroleptika nicht mit Wasser ausspülen lassen, bleiben eigentlich nur zwei Erklärungen, mangelnde fachliche Kompetenz trotz Studium, oder bewusste Ignoranz gegenüber dem Leiden des Patienten. Beides wirft ein schlechtes Licht auf das System.


    Dass man mir während einer akuten Krise durchgehend das Licht anließ und so gezielt Schlaf und Erholung verhinderte, war nicht bloß fahrlässig, sondern hat meine Verfassung nachweislich weiter verschlechtert, statt sie zu stabilisieren.

  • Psychiatrie – weiß sie eigendlich wirklich, was eine Psychose ist?

    • Phillip
    • 12. September 2026 um 18:12

    .**Ich spreche hier nicht nur theoretisch.** Ich habe selbst erlebt, wie mich die Psychiatrie durch Zwangsmaßnahmen gaslightet hat, mein eigenes Erleben wurde infrage gestellt und umgedeutet, statt ernst genommen zu werden. Ich kann für mich als Betroffener keinen einzigen Punkt benennen, an dem sich meine Lebensqualität durch den erzwungenen Einsatz von Neuroleptika verbessert hätte, weder subjektiv noch objektiv. Anderen mag es glaubhaft erscheinen oder nicht, aber ich weiß, was ich erlebt habe.

    Macht ohne unabhängige Kontrolle wird missbraucht, das ist keine steile These, sondern selbst experimentell belegt. Das Milgram-Experiment zeigte, dass gewöhnliche Menschen bereitwillig scheinbar gefährliche, sogar potenziell tödliche Stromstöße an andere verabreichten, allein weil eine Autoritätsperson im weißen Kittel es anordnete. Genau diese Struktur, eine Seite hat die Definitionsmacht über gesund und krank, die andere ist ihr in geschlossenen Einrichtungen faktisch ausgeliefert, lädt zu Machtmissbrauch geradezu ein, wenn sie nicht durch wirklich unabhängige Instanzen kontrolliert wird, nicht durch Gremien, die aus demselben System stammen, das sie überwachen sollen.

  • Psychiatrie – weiß sie eigendlich wirklich, was eine Psychose ist?

    • Phillip
    • 12. September 2026 um 17:51

    Psychiatrie ist keine exakte Wissenschaft wie Physik oder Mathematik. Gerade deshalb dürfen Ärztinnen und Ärzte hier keine totalitäre Deutungshoheit über das Erleben und die Entscheidungen der Betroffenen beanspruchen. Wo es keine gesicherte Wahrheit gibt, sondern konkurrierende Interpretationen, ist das keine faire, demokratische Debatte, sondern eine gekaufte Meinungsherrschaft: Es gewinnt nicht das bessere Argument, sondern das größere Budget für Studien, Lobbyarbeit und Öffentlichkeitsarbeit. Ein Fachkonsens, der sich als neutral ausgibt, aber tatsächlich von denselben Konzernen finanziert wird, deren Produkte er bewertet, verdient nicht automatisch Vertrauen, sondern zuallererst Misstrauen. Das letzte Wort über die eigene Behandlung und den eigenen Körper muss deshalb bei den Patientinnen und Patienten selbst liegen, nicht bei einer Instanz, die vorgibt, über den Interessen zu stehen, während sie mitten in ihnen steckt.

  • Psychiatrie – weiß sie eigendlich wirklich, was eine Psychose ist?

    • Phillip
    • 12. September 2026 um 17:47

    1. Die Geschichte der Psychiatrie ist voller Irrtümer, die zu ihrer Zeit als wissenschaftlich fundiert galten. Die Lobotomie wurde jahrzehntelang praktiziert, ihr Erfinder Egas Moniz erhielt dafür sogar 1949 den Nobelpreis, bevor man erkannte, wie zerstörerisch sie war. Das zeigt: etablierter medizinischer Konsens kann sich später als fundamentaler Irrtum herausstellen.


    2. Es gibt gut dokumentierte Daten, dass die durchschnittliche Lebenserwartung psychiatrischer Patienten um bis zu 25 Jahre gegenüber der Allgemeinbevölkerung verkürzt ist. Die genaue Ursache ist umstritten, manche schieben es auf Lebensstil und die Erkrankung selbst, andere auf die Medikamente. Genau dieser Streit zeigt, dass wir es hier nicht mit restlos gesicherter Wissenschaft zu tun haben, sondern mit konkurrierenden Deutungen, bei denen die Pharmaindustrie ein massives finanzielles Interesse an einer bestimmten Lesart hat.


    3. Viele Wirksamkeitsstudien zu Psychopharmaka werden von der Industrie selbst finanziert, was einen strukturellen Interessenkonflikt schafft. Ärzte, die diesem Konsens widersprechen, werden in Medien und Fachwelt oft schnell an den Rand gedrängt.


    4. Ich spreche hier nicht nur theoretisch. Ich habe selbst erlebt, dass diese Behandlung mir nicht geholfen, sondern mich zusätzlich traumatisiert hat.

  • Psychiatrie – weiß sie eigendlich wirklich, was eine Psychose ist?

    • Phillip
    • 12. September 2026 um 17:44

    Psychiatrie ist keine exakte Wissenschaft wie Physik oder Mathematik. Gerade deshalb dürfen Ärztinnen und Ärzte hier keine totalitäre Deutungshoheit über das Erleben und die Entscheidungen der Betroffenen beanspruchen. Wo es keine gesicherte Wahrheit gibt, sondern konkurrierende Interpretationen, muss das letzte Wort bei den Patientinnen und Patienten selbst liegen, nicht bei einem angeblich neutralen Fachkonsens.

  • Psychiatrie – weiß sie eigendlich wirklich, was eine Psychose ist?

    • Phillip
    • 12. September 2026 um 16:50

    Psychiatrie ist eine Pseudowissenschaft und von Pharmakonzernen gekauft.

  • Psychiatrie – weiß sie eigendlich wirklich, was eine Psychose ist?

    • Phillip
    • 9. September 2026 um 14:08

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  • Psychiatrie – weiß sie eigendlich wirklich, was eine Psychose ist?

    • Phillip
    • 7. September 2026 um 16:15
    Petition unterschreiben
    Manifest gegen menschenfeindliches Psychiatriesystem
    c.org
  • Psychiatrie – weiß sie eigendlich wirklich, was eine Psychose ist?

    • Phillip
    • 7. September 2026 um 16:12

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  • Der intellektuelle Buddhist – muss das sein?

    • Phillip
    • 7. September 2026 um 15:36

    Hier ist die erweiterte Version für dein Forum. Der Text setzt nun einen messerscharfen Fokus auf die Schulkritik, baut Kapitel 81 des Tao Te King ein und beleuchtet das Phänomen, wie das System die natürliche, unmittelbare Realität des Kindes zerstört, um künstliche Trennungen zwischen Menschen zu erschaffen.


    Die Domestizierung des Geistes: Wie unser Schulsystem uns die Weisheit des Nichtwissens austreibt

    Liebe Sangha, liebe Mitübende,

    ich möchte heute ein Thema teilen, das gesellschaftliche Konditionierung und spirituelle Praxis verbindet: Die systematische Zerstörung des „Nichtwissens“ durch unser Schulsystem und was uns die Weisheitstraditionen über den Weg zurück zur lebendigen Realität lehren.

    Als Kinder kamen wir alle in dieser Welt an und waren ganz natürlicher Teil der unmittelbaren Realität. Ein Kind erfährt das Leben mit allen Sinnen, mit den Gliedmaßen, im puren Hier und Jetzt. Es besitzt jene unschuldige Offenheit, die frei von Urteilen ist. Doch dann greift das System: Die Schule holt uns radikal aus dieser lebendigen Realität heraus.

    Anstatt das reine Sein zu pflegen, konditioniert uns die Schule auf ein ununterbrochenes, ungesundes Grübeln. Uns werden mentale Denkmuster und abstrakte Schablonen übergestülpt. Wir werden gezwungen, uns nur noch sprachlich und isoliert im Kopf zu bewegen. Schlimmer noch: Durch Zensuren und Leistungskriterien erschafft das Schulsystem künstliche Unterschiede zwischen den Menschen, die in der absoluten Realität überhaupt nicht existieren. Es spaltet uns in eine vermeintliche „intellektuelle Elite“ und jene, die vermeintlich weniger wert sind. Diese Trennung und Hierarchisierung ist das Gegenteil von jeglicher Weisheit – sie ist ein reines Produkt des Egos. Diese selbsternannte Elite bildet sich ein, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben, hat sich in Wahrheit aber nur am weitesten von der Natur entfernt.

    Die großen Lehren der Menschheit entlarven diesen intellektuellen Hochmut und die Gefahr des reinen Faktenanhäufens seit Jahrtausenden:

    • Laotse (Tao Te King, Kapitel 3, 48 & 81): Laotse liefert die radikalste Schulkritik der Antike. In Kapitel 81 sagt er treffend: „Wissende sind nicht gelehrt; Gelehrte sind nicht wissend.“ Wahre Weisheit hat nichts mit akademischer Gelehrsamkeit zu tun. In Kapitel 48 heißt es: „Wer nach Wissen strebt, vermehrt täglich. Wer nach dem Tao strebt, vermindert täglich.“ Es geht also um ein radikales Verlernen dessen, was die Schule uns eintrichtert. Und in Kapitel 3 fordert er, den „Geist zu leeren, den Bauch zu füllen, den Ehrgeiz zu schwächen und die Knochen zu stärken“. Er plädiert für die Rückkehr zur körperlichen, einfachen Realität und warnt davor, die Menschen durch das Aufblähen von Wissen zu verwirren.
    • Sokrates: Der westliche Urvater erkannte: „Ich weiß, dass ich nichts weiß.“ Er entlarvte die Scheingelehrsamkeit der damaligen Elite und zeigte, dass wahre Erkenntnis erst dort beginnt, wo das konzeptionelle Wissen kollabiert.
    • Jesus (Bergpredigt): „Selig sind die Armen im Geiste.“ Und an anderer Stelle: „Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder...“ Es ist der Aufruf, den intellektuellen Ballast abzuwerfen und zu jener unschuldigen, vor-konzeptionellen Klarheit zurückzukehren, die uns in der Kindheit ausgetrieben wurde.
    • Zen-Buddhismus: Im Zen kultivieren wir das „Nichtwissen“ (Don't-know mind) oder Shoshin (den Geist des Anfängers). Ein bekannter Zen-Spruch erinnert uns: „Im Geist des Anfängers gibt es viele Möglichkeiten, im Geist des Experten nur wenige.“

    Die Blockade auf dem Kissen: Wenn das Schulwissen das Erwachen behindert

    Dieses schulisch antrainierte „Meinen, etwas wissen zu müssen“, wird auf dem Meditationskissen zu unserem größten Feind. Das Gehirn, das jahrelang auf Analyse, Leistung und das Vergleichen mit anderen programmiert wurde, läuft im Leerlauf heiß. Wir verfangen sich in Prapanca – dem zwanghaften konzeptionellen Wuchern des Geistes. Wir grübeln, bewerten unsere Praxis und versuchen, die Stille in Denkschablonen zu pressen.

    Doch um zu erwachen, müssen wir genau das tun, was Laotse in Kapitel 3 beschreibt: Wir müssen den Kopf leeren, um den „Bauch zu füllen“. Wir müssen das Schulwissen und die Illusion, getrennt von anderen zu sein, loslassen. Erst wenn wir vom abstrakten Denken zurück ins reine Spüren, in die Knochen, die Glieder und die unmittelbare Sinneswahrnehmung kommen, sind wir wieder zu Hause. Da, wo wir als Kinder schon einmal waren.

    Wie erlebt ihr diesen Prozess des „Verlernens“ in eurer Praxis? Spürt ihr auch, wie tief die schulische Konditionierung sitzt, die uns ständig ins Grübeln und Vergleichen zwingt?

    Ich freue mich auf euren inspirierenden Austausch!


  • Porno

    • Phillip
    • 2. September 2026 um 16:00

    Wahrscheinlich geht die Zukunft vor allem in Richtung KI Porno mit VR Brillen. Da werden zwar nicht unbedingt* Frauen ausgebeutet. Aber kann auch und wahrscheinlich noch mehr süchtig machen und abstumpfen.


    *Wenn nicht gerade real existierende Frauen in dieses KI Pornos heimlich und unrechtmäßig eingebaut werden.

  • Gibt es inzwischen nonduale Zenklöster?

    • Phillip
    • 1. September 2026 um 20:25

    Doch natürlich existieren verschiedene Wellenlängen von Licht und Schallwellen und auch Geruchsstoffe. Die sinnliche Welt ist real existent und objektiv, da sie auch von anderen unabhängig von mir erlebt werden kann. Aber man sollte halt nicht an vergänglichen Sinneseindrücken haften.

Ausgabe №. 137: „Sorgen entsorgen?"

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