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  1. Buddhaland Forum
  2. Christopher

Beiträge von Christopher

  • Manipulation in Buddhas Namen?

    • Christopher
    • 26. Juli 2026 um 14:41

    Auch ganz normale Zen-Schüler, die kein besonderes Geltungsbedürfnis haben, betrachten Zen leider allzuoft wie eine Art Ausbildung, deren Ziel es ist, selbst Zen-Lehrer zu werden. Und da bieten manche Gruppen auch eine Menge verlockende Zwischentitel wie "Senior Student", "Dharma Advisor", "Assistant Teacher" usw. an. Selbst der Titel "Roshi" wird im Westen meist als eine Art höchster Orden der Zen-Karriere vergeben.


    Ist alles leider völlig daneben, auch ohne Missbrauch.

  • Manipulation in Buddhas Namen?

    • Christopher
    • 24. Juli 2026 um 09:30
    Samadhi1876:

    Die Frage ist, wie kommen Menschen da überhaupt hin, warum Menschen da überhaupt mit machen und nicht so einfach aussteigen.

    Hier darf ich wieder auf meine Studie verweisen, die ein paar Antworten auf genau diese Fragen bietet. Die dort geschilderten Fall-Geschichten sind übrigens um einiges filmreifer als die vom Kopp, der mir eher wie ein unreifes Kind als einen waschechten Psychopathen vorkommt.


    Man kann nur hoffen, dass auch er und seine Frau die karmische Wirkung ihrer Taten noch zu Lebzeiten zu spüren bekommen. D.h., dass sein Ruf (falls er einen jemals hatte :)) durch die Enthüllungen vernichtet wird und das Ausbeuten seiner Schülerschaft endlich aufhört.

  • Manipulation in Buddhas Namen?

    • Christopher
    • 23. Juli 2026 um 17:13

    Ich habe die Folge 4 soeben gehört. Schon krass, aber irgendwie alles nur zu typisch. Das mit der Sterilisation hatte man zB schon 1:1 beim Zernickow. Die Frau klingt nach einer echten Harpyie.

  • Manipulation in Buddhas Namen?

    • Christopher
    • 23. Juli 2026 um 10:06

    So weit ich weiß, handelt es sich um Zensho Kopp und "Tao Chan".

  • Symposium: Buddhism and Sexual Abuse

    • Christopher
    • 18. Juli 2026 um 07:55

    Wer mehr über dieses Thema erfahren möchte, hier der Link zu einer Podiumsdiskussion, die ich damals zusammen mit Tenzin und Stuart Lachs gehalten habe. Bei meiner 4. Fallbeispiel handelt es sich zum Beispiel um Kindesmissbrauch durch einen Zen-Lehrer in Deutschland.


    Buddhism Panel Discussion at 2017 International Cultic Studies Association Conference
    GUEST POST   In 2012 I presented an essay called Zen Has No Morals! at the annual conference of the International Cultic Studies Association (ICSA) in my home…
    buddhism-controversy-blog.com
  • Symposium: Buddhism and Sexual Abuse

    • Christopher
    • 17. Juli 2026 um 18:08
    KarmaHausmeister:
    Christopher:

    offenbar gab es da keine Körperteile in der Werbung :)

    Was meinst du? 🙂

    War nur ein Witz in Anspielung auf das geplante DBU-Seminar zum selben Thema, das dann gecancelt wurde, wohl wegen Empörung über die Darstellung einer weiblichen Brust in der Werbung :)

  • Symposium: Buddhism and Sexual Abuse

    • Christopher
    • 17. Juli 2026 um 17:26

    offenbar gab es da keine Körperteile in der Werbung :)

  • Ole Nydahls Perversion und die KI

    • Christopher
    • 7. Juli 2026 um 13:29
    KarmaHausmeister:

    Deshalb und aus anderen Gründen fällt ihnen eine kritische Distanz so schwer.

    Und ganz ehrlich: wenn jemand Ironie nicht versteht, ist das vielleicht ein Zeichen, dass die Fähigkeit zum kritischen Denken an sich nicht besonders ausgeprägt ist.

  • Ole Nydahls Perversion und die KI

    • Christopher
    • 5. Juli 2026 um 08:04

    Nee, leider nicht. Meine Ironie gegenüber MonikaMarie war nur, dass es typisch für Buddhisten ist, die Kritik an ihren Lehrern nicht wahrhaben wollen, den Kritikern fehlende Einsicht bzw. "unbuddhistisches Verhalten" zu attestieren.


    So leider wie auch Du hier, wenn Du uns Ängste und fehlendes Vertrauen vorwürfen möchtest. :(

  • Ole Nydahls Perversion und die KI

    • Christopher
    • 4. Juli 2026 um 14:16
    Iris:

    Dass manche Menschen sich nicht einem lebenden Lehrer anvertrauen möchten, so wie ich, werte ich überhaupt nicht.

    Das ist gut so. Vielleicht soll auch ich einfach aufhören zu werten, wenn manche Menschen Kritik an einem rassistischen Sexisten nicht wahrhaben wollen, nur weil er [Achtung: zugespitzte Formulierung zu Humorzwecken] mal auf ihre Bitte hin ihr Hund gesegnet hat :)


    Aber im ernst: die Schlussfolgerung, man solle entweder einen Nydahl nehmen wie er ist, oder gleich gar keinen Lehrer, ist eigentlich noch naiver als die Behauptung, er habe nun mal andere politische Ansichten. Wie Karma Hausmeister schon geschrieben hat, ist das ehrlich gesagt auch ziemlich arrogant uns gegenüber.

  • Ole Nydahls Perversion und die KI

    • Christopher
    • 3. Juli 2026 um 21:05

    Es war ironisch gemeint ;)

  • Ole Nydahls Perversion und die KI

    • Christopher
    • 3. Juli 2026 um 19:33
    Monikamarie:

    Was mich am meisten nervt, ist [...] zu glauben, andere retten zu müssen.

    Und was ist mit der ersten großen Gelübde? :)


    Aus meiner Sicht arbeitest Du dich jetzt bloß an uns ab, statt an die Großen Lehrenden :)

  • Ole Nydahls Perversion und die KI

    • Christopher
    • 3. Juli 2026 um 13:00
    Monikamarie:

    "Verlass dich auf die Botschaft des Lehrers und nicht auf seine Persönlichkeit;

    Wie an anderer Stelle schon ausführlich ausgetragen, teile ich diese Meinung gar nicht. Dass sie ausgerechnet von Sogyal Rinpoche kommt, passt irgendwie auch :)

  • Ole Nydahls Perversion und die KI

    • Christopher
    • 3. Juli 2026 um 10:53
    KarmaHausmeister:

    Entscheidend ist nicht, ob etwas links oder rechts etikettiert wird, sondern ob es autoritär, unwahrhaftig oder (macht-)missbräuchlich ist.

    Genau. Mein ursprüngliches Argument war, dass Nydahl ja eine menschenverachtende Haltung gezeigt hat, und Iris hat das in etwa mit "er darf ja anderer politischer Meinung sein" sehr relativiert.


    Und dann kam der ganze Chor mit "Links ist ja genau so schlimm!" ...

  • Ole Nydahls Perversion und die KI

    • Christopher
    • 30. Juni 2026 um 13:36
    Iris:

    sogar meinem Hund hat er einen Segen gegeben, als ich ihn darum gebeten hatte.

    alles klar :)

  • Ole Nydahls Perversion und die KI

    • Christopher
    • 30. Juni 2026 um 08:57
    Iris:

    Dass ein buddhistischer Lehrer eine politische Meinung hat, mit der ich nicht übereinstimme, so etwas kommt vor.

    Das ist aber sehr vereinfacht, fast verharmlosend ausgedrückt. Ähnlich wie das klassische "Hufeisenmodell", wonach Linksextremismus mit Rechtsextremismus gleichzusetzen ist. Aus buddhistischer Perspektive ist die Linke mE nicht mit der AfD vergleichbar. Zugespitzt formuliert sagen die einen, wer Geld verdienen darf und die anderen, wer überhaupt leben und Grundrechte genießen darf.

  • DBU: Macht und Missbrauch

    • Christopher
    • 27. Mai 2026 um 15:15

    Danke für Deine Mühe. Als Herausgeber von U/W kann man Dir sicherlich fehlende Objektivität vorwerfen, aber wer würde sich sonst die Mühe geben, so intensiv mit der DBU zu befassen?


    Ich selbst bin zwar immer etwas zurückhaltender mit meiner Kritik an die DBU gewesen, denn die Leute dort sind nunmal auch alle bloß ehrenamtlich tätig. Aber Deine Argumente sind halt nachvollziehbar. Ich bin gespannt auf die Reaktion - die Erfahrung zeigt, dass sie jedenfalls gute Unterhaltung bieten wird :)


    PS als einer der Redner, der damals zur geplatzten Podiumsdiskussion ein- und wieder ausgeladen wurde, hatte ich mich immer gefragt, wer hinter diese absolut dämliche Geschichte steckte.

  • "Die Himalaya Rasse stinkt" Nydahl und Sebastian Lipp

    • Christopher
    • 1. Mai 2026 um 10:05
    KarmaHausmeister:

    Nydahl ist dement, kann sich heute nicht mehr klar äußern.

    Wenn er sich endlich differenziert äußern würde, wäre schon viel erreicht :)

  • Wie könnte ein westlicher Buddha aussehen?

    • Christopher
    • 26. März 2026 um 11:41
    Qualia:

    Das ist sich mit seinem Spiegelbild reflektieren, eine Bubble.

    OK, aber ich denke, es sagt auch so viel über das Medium Fernsehen an sich aus. Und was ein Buddha-Statue überhaupt bedeutet. Bzw. was sind denn eigentlich Reproduktionen? Usw. usf. :)

  • Wie könnte ein westlicher Buddha aussehen?

    • Christopher
    • 26. März 2026 um 11:34
    mukti:

    Vielleicht wäre er nach Indien gereist und dann wieder zurückgekommen, um in der Fußgängerzone die Lehre zu verkünden?

    Dazu hätte ich auch was :)


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    Samt mein damaliger Kommentar dazu:

    Zitat

    Buddha-Skulptur am Viktualienmarkt löst Protest aus


    Im Rahmen einer Kunstausstellung namens „A Space Called Public - Hoffentlich öffentlich” liegt seit Anfang Mai ein übergroßer Buddha mitten am Viktualienmarkt (bei Nymphenburger Sekt; s. Bild oben). Die Skulptur des Künstlers Han Chong wird vom städtischen Kulturreferat wie folgt beschrieben:


    • Der unecht anmutende goldene Farbton der Buddha-Skulptur und ihr einfaches Design erinnern an typische Souvenirartikel. Der Titel der Arbeit „Made in Dresden“ ist ein Hinweis darauf, dass in Dresden – und nicht in Asien – die meisten Asiatica für den europäischen Raum produziert werden. Dort ist eine große asiatische Community zuhause. Während diese in vielen Metropolen der Welt deutlich sichtbar ist, wird Dresden weniger damit in Verbindung gebracht. Auch, dass in München Menschen aus über 180 Nationen leben und arbeiten, ist kaum bekannt. Hier sind es eher Reisende, die ein internationales Stadtbild prägen.


    • Sie suchen das Traditionelle, die besonders Münchnerischen Orte, zu denen auch der Viktualienmarkt zählt. Dass der Lebensmittelhandel, der Blumenmarkt oder der Export und Import von Früchten längst globale Angelegenheiten und die industrielle Massenproduktion ein Phänomen unserer Zeit sind, wird dabei gerne vergessen. Die zahlreichen Touristen – nicht nur aus Asien - und die Münchnerinnen und Münchner werden mit Han Chongs temporärer Installation vielleicht einen neuen Blick auf den traditionsreichen Viktualienmarkt werfen.

    Trotz dieses eigentlich löblichen Wunsches halten aber manche Münchner die Skulptur für eine Provokation. In einer Rundmail vom 17. Mai beschreibt z.B. die Deutsche Buddhistische Union, die laut eigenen Angaben 18.000 deutsche Buddhisten vertritt, die Aktion als „unangemessen” und ruft zum Protest auf. In einem Brief an das Kulturreferat vom 21. Mai fragt die DBU empört, ob die Stadt auch die Installation einer überlebensgroßen, umgestürzten Jesus- oder Marienfigur mit der Aufschrift „Made in Hongkong” für fünf Monate zustimmen und finanziell fördern würde. Weil die Stadt die für Behörden gebotene weltanschauliche Neutralität mit der Kunstaktion verletze, so die DBU, solle sie schnellstmöglich beendet werden.


    Auch zeigen sich einzelne Bürger mit der Statue unzufrieden. In einem Bericht des Münchner Merkur vom 22. Mai war z.B. zu lesen, dass die buddhistische Nonne Tenzin Wangmo seit Tagen vor der Statue steht, mit einem Plakat auf dem sie Touristen und andere Passanten um Entschuldigung für die Respektlosigkeit der Installation bittet.


    Als Antwort hat das Kulturreferat am 23. Mai in einem Schreiben klargestellt, dass der Künstler Chong selbst Buddhist sei und mit der Skulptur „keinesfalls eine religiöse Provokation im Sinn hatte,” sondern dass der Buddha nur deswegen auf dem Boden liegt, weil die Inschrift mit dem Produktionshinweis „Made in Dresden” auf seiner Unterseite lesbar sein sollte. Schließlich sei ein Dialog mit dem Publikum ausdrücklich erwünscht und deswegen stünde Chong für eine kommende Diskussionsrunde mit allen Interessenten zur Verfügung.


    Am 6. Juni 2013 fand am Viktualienmarkt tatsächlich ein Gespräch zwischen dem Künstler, einem Vertreter der Ausstellungsreihe und verschiedenen Vertretern buddhistischer Gruppen statt. Allerdings wohl ohne zufriedenstellendes Ergebnis für die DBU: es kam nie in Frage, die Aktion irgendwie vorzeitig zu beenden, so dass man den Buddha noch bis Ende September dort betrachten kann, wo er liegt.

    Für mich als deutscher Buddhist bedeutet diese städtische Entscheidung aber ein glückliches Ende einer sonst eher enttäuschenden Geschichte. Meines Erachtens haben die Buddhisten mit dieser Aktion nämlich eine einmalige Chance verpasst, sich erkennbar von anderen Glaubensgemeinschaften abzuheben. Stattdessen haben sie leider genauso reaktionär gehandelt wie jede andere religiöse oder sonstige Lobbygruppe auch. Zwar hat die DBU natürlich recht, dass z.B. eine ähnlich große, umgestürzte Jesusfigur - ganz zu schweigen von einem irgendwie geschändeten Mohammed - nicht von der Stadt genehmigt worden wäre bzw. einen Aufschrei ohnegleichen verursacht hätte. Allerdings bedeutet das längst nicht, dass solch beleidigte Empörung berechtigt ist und sogar von angeblich aufgeklärten Buddhisten nachgeahmt werden muss. In einer demokratischen Gesellschaft gehört Kritik an den Religionen ja genau so dazu wie jede andere freie Meinungsäußerung. Aber vor allem hat in diesem Fall die Buddha-Statue, wie der Künstler ja auch betont, sowieso überhaupt keine religiöse Bedeutung, sondern steht stellvertretend für die Vermarktung und Globalisierung von vermeintlich „echtem” Kulturgut. Eigentlich sollten die meisten Buddhisten ja völlig hinter einer solchen Kunstaktion stehen, geht es doch um die Ausbeutung von ihrem eigenen Heiligtum als Touristen-Kitsch. Leider gelangen wohl die wenigsten zu dieser Einsicht; glücklicherweise hat aber die Stadt genug Mut gezeigt, die Beleidigung einzelner Touristen und Gläubigen in Kauf zu nehmen, um die künstliche Freiheit in diesem Fall zu bewahren. Buddha sei Dank!

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  • Wie könnte ein westlicher Buddha aussehen?

    • Christopher
    • 26. März 2026 um 10:56

    OK, wie wäre das? :)


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  • Wie könnte ein westlicher Buddha aussehen?

    • Christopher
    • 26. März 2026 um 09:41

    Ich hab's ja nicht entworfen :) War wohl ein chinesischer Gartenarchitekt; anscheinend wurden die 200 oder so Exemplare sofort ausverkauft :lol:

  • Wie könnte ein westlicher Buddha aussehen?

    • Christopher
    • 26. März 2026 um 08:46

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  • Brad Warner

    • Christopher
    • 19. März 2026 um 11:32

    Zu Letzterem zitiere ich mich selbst gerne :)

    Zitat

    Aber da ist noch eine weitere gelehrte Zen-Weisheit, mit der sich Fehlverhalten relativ leicht rechtfertigen und somit ungehindert fortsetzen lässt, nämlich die „absolute“ Sicht im Gegensatz zur „relativen“ Sicht. Durch diese Unterscheidung kann ein des Missbrauchs beschuldigter Lehrer den Blickwinkel ganz einfach auf eine höhere Abstraktionsebene lenken und damit jegliche Diskussion sozusagen im Keim ersticken. Kramer und Alstad erklären dies folgendermaßen:


    • In der esoterischen „Spiritualität” erfolgt diese Verlagerung aus dem Bereich der individuellen Existenz auf die abstrakte Ebene einer allumfassenden Einheit. Ein Beispiel: Wenn das Sein als etwas betrachtet wird, das aus unterschiedlichen Wesenheiten besteht, dann sind es die einzelnen Menschen, die leiden. Das Konzept der Einheit schafft die Individuen ab. Wenn die verschiedenen Ebenen vermischt werden und wir dabei gefissentlich übersehen, daß sie verschieden sind, können paradoxe Aussagen getroffen werden wie „Es gibt Leiden, aber niemand leidet“ oder „Alle Unvollkommenheit ist vollkommen.“ Indem der Zusammenhang derart verändert wird, kann fast alles in ein Paradoxon gefaßt werden, was ganz besondere Weisheit suggeriert. Außerdem kann jedes Verhalten mit Paradoxa gerechtfertigt werden, indem von einer verborgenen Bedeutung gesprochen wird, die Teil der paradoxen Natur der Dinge ist; diese kann aber selbstverständlich nur der Guru angemessen verstehen.219


    Und so verstehen es manche Zen-Lehrer sehr gut, wie ein Beobachter berichtet, „den Fragen interessierter Zuhörer, die von der relativen Perspektive des alltäglichen Lebens gestellt werden, mit Antworten zu begegnen, die vom absoluten Blickwinkel des Buddhismus stammen und umgekehrt. Auf diese Weise kann mit Leichtigkeit das scheinbar begrenzte Verständnis des jeweiligen Fragestellers demonstriert werden, der häufg tiefbeeindruckt und verblüfft zurückgelassen wird.“220


    Auch gibt es aus dieser „absoluten“ Sicht ja keine möglicherweise leidenden Einzelpersonen, was zu der Annahme verleitet, dass es Missbrauch dann ja gar nicht gibt. Caryl Gopfert drückt das in ihrer Studie zum Vertrauensbruch bei Zen-Lehrern so aus: „Im Bereich des Relativen gibt es Betrug und Ausbeutung, im Bereich des Absoluten defniert sich so einfach die Beschaffenheit der menschlichen Existenz. Niemand begeht Verrat am anderen. Es gibt weder Verräter, noch Verratene, noch Verrat.“221 Dass sich Shimano diese Rationalisierung zunutze gemacht hat, hat auch einer seiner Schüler deutlich gemacht: „Mit dem Argument, dass es nichts/niemanden zu beurteilen gibt, lässt sich doch perfekt jegliches Missbrauchsverhalten rechtfertigen.“222


    Das Argument der Gegensätze von Absolut und Relativ dient aber nicht nur höchst elegant dazu, Auseinandersetzungen im Keim zu ersticken und die Leiden des Einzelnen herunterzuspielen, vielmehr wird unterschwellig auch angedeutet, dass die Ebene des Absoluten, also der vermeintliche Ursprung jeglichen Handelns des Lehrers, sehr viel „erleuchteter“ sei und eben weit „über“ der schlichten Schülerebene des Relativen stehe.223 Und so wird der Schülerin nicht nur der an ihr begangene Missbrauch zugemutet; es quält sie aufgrund des ihr verwehrten Zugangs zu solch höheren Sphären dazu auch noch das Gefühl ihrer Minderwertigkeit und Unzulänglichkeit.

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  • Brad Warner

    • Christopher
    • 19. März 2026 um 06:57

    danke - ich kann mich erinnern, dass er damals ähnlich zu den Vorwürfen gegen Sasaki reagiert hat. Er hat (wie vielen anderen auch) die Sache relativiert weil Sasaki angeblich so ein guter Lehrer war, und hat sich mE insgesamt ablehnend bzw. desinteressiert geäußert.

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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