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  1. Buddhaland Forum
  2. Andreas

Beiträge von Andreas

  • Erfahrungsaustausch Erwachte?

    • Andreas
    • 16. August 2026 um 06:39

    Liebe Leonie,


    danke für die Präzisierung.


    Zunächst: mach dir bitte keine Sorgen, ob mir etwas gefällt oder nicht. Das spielt keine Rolle :).

    Leonie:

    Es findet sich also nirgendwo ein Buddha - aber jede Menge von Vorstellungen bzw. Ansichten was das sein soll.

    Da stimme ich dir zu.


    Und eine dieser Vorstellungen ist gerade deine.

    Vorstellen heißt aber immer auch: sich etwas da-vorstellen. Das mag hilfreich erscheinen, verstellt aber den Blick auf das, was ist.


    Und es gibt keinen Buddha und kein Erwachen?
    Es ist ein Prozess: Erwachen geschieht, aber es gibt dahinter keine Buddha- oder Erwachten-Entität, die man festhalten kann.

    Das ist nach meiner Interpretation auch der Inhalt von MN 1: es gibt ungeübte Menschen, geübte Schüler und Erwachte.
    Die Warnung, die MN 1 enthält, weist auf die Gefahr hin, sich an irgendetwas davon zu klammern, an den Begriff des Erwachten ebenso wie an die Vorstellung (siehe oben), wie Erwachen oder ein Erwachter zu sein hat. Oder da auf Teufel komm raus hinzuwollen.


    Wenn man das so liest, wie du es anscheinend tust, wäre es in der Tat so, dass sich niemand selbst als „Erwachter“ bezeichnen würde, weil: klammern an. Andererseits hat der Buddha selbst sich auch so bezeichnet. Wie geht das?


    Meiner Ansicht nach: es ist ein Prozess. Fortlaufend. Und zwei Forist*innen hier haben - vermutlich eher versehentlich - die Antwort gegeben:


    Schneelöwin : die Phase, die den Schlaf beendet.

    pano : 8:45


    Genau das.


    All‘ Morgen ist ganz frisch und neu, wie die Christen singen.


    Herzliche Grüße

    Andreas

  • Erfahrungsaustausch Erwachte?

    • Andreas
    • 15. August 2026 um 18:39

    Liebe Leonie,


    vielen Dank für deine Gedanken.

    Andreas:

    keinen Grund, mir zu glauben. Das hat nichtmal der Buddha von irgendwem erwartet.
    Ist völlig okay, ich suche weder Bestätigung noch gar Schüler*innen oder sowas.

    Es steht dir selbstverständlich völlig frei, mir zu glauben oder nicht.

    Leonie:

    Deine Frage zeigt dein Verständnis - d.h. dir ist hinsichtlich "erwachen" noch kein Licht aufgegangen. Und du suchst also nach solchen Leuten oder Leuchten, die dir da was erklären könnten.

    Was meine Frage dir zeigt, weiß ich nicht. Und was ich suche, weißt du nicht.


    Aber bisher ist dieser Thread prima ohne „Bodhi-Shaming“ ausgekommen. Belasse es doch bitte dabei.


    Danke und herzliche Grüße

    Andreas

  • Erfahrungsaustausch Erwachte?

    • Andreas
    • 13. August 2026 um 23:02

    Lieber Helgo,


    ein wunderschöner und auch trauriger Text, danke dafür!

    Helgo:

    Es ist vielleicht nicht ganz unfair, sich einmal zu vergegenwärtigen, inwieweit solche Überlegungen bei der Erwachung des Buddha selbst aufgekommen sein mögen...


    Der Buddha selbst beschreibt ja mindestens im

    M. 26. (III,6) Ariyapariyesana Sutta

    eigene Verwirrung und Ratlosigkeit nach dem Erwachen, sein Zögern, die Lehre überhaupt zu verbreiten, in der Erwartung, dass sie ohnehin niemand versteht. Erst nach „göttlicher Intervention“, hier durch Brahma Sahampati, entschließt er sich, seine Entdeckung zu offenbaren. Und stößt zunächst auf Unglauben. Er fragt dann seine alten Weggefährten: „Habt ihr mich je vorher so reden hören?“, erst dann dämmert ihnen, dass da was grundlegendes passiert sein muss. Das lese ich schon auch als einen Ausdruck der Entfremdung.

    Inwieweit Walthers Erwachen spiritueller Natur war, kann ich nicht beurteilen. Die ersten Vertreterinnen christlicher Mystik (insbesondere Hildegard von Bingen) und die Idee der unio mystica - die Vereinigung mit Gott - waren bekannt. Zudem kann Mensch ja auch ohne äußeren Einfluss einen tiefen Einblick ins So-Sein der Welt erlangen. Denkbar ist es also.

    Vielleicht beschreibt er aber auch „nur“ das Gefühl der Entfremdung, die jemand empfindet, der nach langer Zeit in die alte Heimat zurückkehrt und merkt, dass er sich in eine andere Richtung entwickelt hat und es eigentlich keine Gemeinsamkeit mit dem Altvertrauten mehr gibt.

    So oder so, dieses Gefühl der Entfremdung geht sicherlich mit jeder großen inneren Veränderung einher, warum also nicht auch beim Buddha? Er war ja auch nur ein ganz normaler Mensch.
    Und das Gefühl der Trauer, des Verlustes? Der Buddha hatte immerhin einen Weg gefunden, sich - und damit im Prinzip alle Mitmenschen - vom Leid zu befreien. Walther war möglicherweise komplett allein und seiner Einsamkeit ausgeliefert. Das sind ja nochmal deutliche Unterschiede.


    Herzliche Grüße

    Andreas

  • Erfahrungsaustausch Erwachte?

    • Andreas
    • 13. August 2026 um 08:05
    Samadhi1876:

    Meditation


    Ist eine gute Möglichkeit wieder bei sich selbst anzukommen, seinem Atem und Körper

    Das ist inzwischen auch wissenschaftlich gut belegt (KI-erstellte Zusammenfassung, gekürzt):

    Zitat

    Das Default Mode Network (DMN) – auch Ruhezustandsnetzwerk genannt – ist ein Netzwerk von Hirnregionen, das besonders aktiv ist, wenn wir nicht auf eine äußere Aufgabe fokussiert sind. Es umfasst vor allem:

    • den medialen präfrontalen Kortex (Selbstbezug, Planung)
    • den posterioren cingulären Kortex (Selbstreflexion, Gedankenwandern)
    • den Hippocampus (Erinnerung, Vorstellung)

    Der Begriff wurde maßgeblich durch Marcus Raichle(Washington University) geprägt, der 2001 in seinem wegweisenden Artikel "A default mode of brain function" (PNAS, 2001) beschrieb, dass das Gehirn im Ruhezustand keineswegs inaktiv ist, sondern ein charakteristisches Aktivitätsmuster zeigt.


    DMN und das „wandernde Ich"

    Das DMN wird oft mit folgenden mentalen Prozessen in Verbindung gebracht:

    • Selbstbezogenes Denken (self-referential thinking)
    • Gedankenwandern (mind-wandering)
    • Grübeln (rumination)
    • Zukunftsplanung und Vergangenheitsverarbeitung
    • Das narrative Selbst – die Geschichte, die wir uns über uns selbst erzählen

    Matthew Killingsworth und Daniel Gilbert (Harvard University) zeigten in ihrer vielzitierten Studie "A Wandering Mind Is an Unhappy Mind" (Science, 2010), dass Menschen fast 47% ihrer wachen Zeit in Gedanken abschweifen – und sich dabei weniger glücklich fühlen als wenn sie im gegenwärtigen Moment präsent sind.

    Zitat

    „Ein wandernder Geist ist ein unglücklicher Geist" – das klingt fast wie eine buddhistische Lehrrede, nicht wahr?


    Meditation und DMN – Was sagt die Forschung?

    🔬 Reduktion der DMN-Aktivität

    Judson Brewer (Brown University) und sein Team haben in mehreren Studien gezeigt, dass erfahrene Meditationspraktizierende eine deutlich reduzierte Aktivität im DMN aufweisen – sowohl während der Meditation als auch im Ruhezustand.

    Zitat

    Brewer, J.A. et al.: "Meditation experience is associated with differences in default mode network activity and connectivity" (PNAS, 2011)

    Besonders interessant: Selbst Anfänger zeigten nach kurzen Meditationsprogrammen messbare Veränderungen in der DMN-Aktivität.


    🔬 Verschiedene Meditationsstile – verschiedene Effekte

    Antoine Lutz, Richard Davidsonund Kollegen (University of Wisconsin-Madison) unterscheiden zwischen:

    MeditationsstilEffekt auf DMN
    Focused Attention(z.B. Atemmeditation)Reduziert DMN-Aktivität durch Fokussierung
    Open Monitoring (z.B. Vipassana)Verändert die Qualität der DMN-Aktivität – weniger selbstbezogen
    Loving-Kindness(Metta)Aktiviert andere Netzwerke, reduziert selbstbezogene Verarbeitung
    Zitat

    Lutz, A., Slagter, H.A., Dunne, J.D., Davidson, R.J.: "Attention regulation and monitoring in meditation" (Trends in Cognitive Sciences, 2008)


    🔬 Das „Selbst" auflösen – Neurophenomenologie

    Zoran Josipovic (New York University) untersuchte speziell Nicht-duale Bewusstseinszustände (nondual awareness) – Zustände, die in der Meditationspraxis als besonders tiefgehend gelten.

    Er fand, dass diese Zustände mit einer veränderten, aber nicht einfach reduzierten DMN-Aktivität verbunden sind – das DMN wird gewissermaßen „umgeschrieben", nicht einfach abgeschaltet.

    Zitat

    Josipovic, Z.: "Neural correlates of nondual awareness in meditation"(Annals of the New York Academy of Sciences, 2014)


    DMN und Erwachen – Die buddhistische Perspektive

    Hier wird es besonders spannend: Was die Neurowissenschaft als „narrative self" (narratives Selbst) beschreibt, entspricht dem, was der Buddha als „anattā"(Nicht-Selbst) lehrte.

    Der Zusammenhang:

    Das DMN konstruiert kontinuierlich eine Geschichte des Selbst – ein „Ich", das plant, erinnert, bewertet und leidet. Im Pali-Kanon wird dieser Prozess als papañca bezeichnet – die mentale Proliferation(gedankliche Ausweitung, Konzeptualisierung), die Leiden erzeugt.

    Zitat

    „Mönche, was auch immer ein Mensch sich vorstellt, darüber denkt er nach; was er bedenkt, das ist die Quelle, aus der papañca-Wahrnehmungen ihn überwältigen."
    — Madhupindika Sutta(MN 18)


    Was geschieht beim „Erwachen"?

    Willoughby Britton (Brown University) und Richard Davidsonhaben untersucht, was in tiefen meditativen Zuständen und bei langfristigen Praktizierenden neuronal geschieht:

    • Weniger automatisches Selbstbezugsdenken
    • Größere Flexibilität zwischen DMN und Aufmerksamkeitsnetzwerken
    • Verringerte emotionale Reaktivität (emotional reactivity)

    Norman Farb et al. (University of Toronto) zeigten in einer wichtigen Studie, dass Achtsamkeitstraining zwei verschiedene Arten der Selbstwahrnehmung fördert:

    1. Narratives Selbst (DMN-dominiert) – „Ich bin jemand, der..."
    2. Momentanes Selbst(experiential self) – direkte Körper- und Sinneswahrnehmung
    Zitat

    Farb, N.A.S. et al.: "Attending to the present: mindfulness meditation reveals distinct neural modes of self-reference"(Social Cognitive and Affective Neuroscience, 2007)


    Judson Brewers Modell: Sucht, Selbst und DMN

    Judson Brewer hat ein besonders zugängliches Modell entwickelt, das DMN, Sucht und Selbst verbindet:

    Das DMN treibt Craving(Verlangen, Gier) an – den ständigen Drang nach Bestätigung, Ablenkung, Kontrolle. Meditation – besonders Achtsamkeit auf Körperempfindungen und Gedanken – unterbricht diesen Kreislauf.

    Zitat

    Brewer, J.: "The Craving Mind" (Yale University Press, 2017)

    Dies entspricht direkt der zweiten Edlen Wahrheit (samudāya): Leiden entsteht durch Verlangen (taṇhā).

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    erstellt mit BuddhAI

    Fragen zu Buddhismus? Frag BuddhaAI | Buddha & Meditation
    Du suchst verständliche Antworten zu Buddhismus, Buddha oder Meditation? Frag BuddhaAI unterstützt dich mit achtsamen Erklärungen, Impulsen und passenden…
    buddhastiftung.org


    KI-Antworten können Fehler enthalten, ich habe diese Zusammenfassung nicht Korrektur gelesen. BuddhAI halluziniert nach meinem Eindruck sehr wenig, dennoch bitte nicht ungeprüft außerhalb dieses Threads zitieren. 🙏


    Aktuelle neurowissenschaftliche Untersuchungen bestätigen die Lehre also auch, und wahrgenommene Veränderungen durch regelmäßige Meditation sind jenseits der Einbildung und mit medizinischen Methoden messbar.


    Als ADHSler schreibe ich zum Thema Meditation noch mal ausführlicher, aber erst Anfang September. Wir sind im Urlaub und nur auf dem Handy ist das etwas mühsam. :earth:


    Herzliche Grüße

    Andreas

  • Erfahrungsaustausch Erwachte?

    • Andreas
    • 12. August 2026 um 20:18
    Anna Panna-Sati:

    Anscheinend JA, :) und ich danke dir für diese (etwas ungewöhnliche) Anfrage, der zufolge man diesem Austausch beiwohnen kann. _()_ :D

    Liebe Anna, liebe alle,


    der Dank gebührt euch, die ihr hier völlig unaufgeregt und offen auf meine kleine Anfrage eingeht.

    Verschiedene Schulen, völlig unterschiedliche Voraussetzungen - und weitgehend die gleiche Erfahrung mit der „Erfahrung“: da ist erstmal nichts besonderes, kein Heiligenschein, keine Fanfare, nichts dergleichen.

    Ich sage dazu: gleiche Arbeit, schärferes Werkzeug. Und wache Ruhe ist die Werkbank. Plus: weiterüben. Es ist kein Ankommen, kein Leben im Dauerlotus.

    Eher die Frage: und jetzt? Ein bisschen Sorge, dass es verblasst, oder sogar die Erfahrung, dass das passiert. Oder die leise Befürchtung, dass das Ich! sich am Ende doch noch dieses „Erwachen“ schnappt und damit durchgehen könnte…


    Andererseits auch das Empfinden: es ist ein bisschen wie Fahrrad fahren: schwer zu erlernen, unmöglich in Worten zu erklären, aber, einmal erlebt, nicht wieder verlernbar. Trotzdem gelegentlich auf die Schnauze fallen inklusive 😁


    Ich habe noch nicht mal alle eure Beiträge in Ruhe gelesen, ich werde in den kommenden Tagen sicher noch auf den einen oder anderen Beitrag antworten, da ist so viel Schönes und Interessantes drin.

    Aber von ganzem Herzen jetzt schon: danke, dass Ihr diesen kleinen - und ja, etwas ungewöhnlichen 😄 - Faden so wunderbar aufnehmt! _()_

  • Erfahrungsaustausch Erwachte?

    • Andreas
    • 12. August 2026 um 00:50
    Schneelöwin:

    Selbst wenn das Ziel nicht erreicht wird, kann die Reise schön werden, ganz ohne Käse

    Du sprichst ein echtes Dilemma an, danke dir dafür.

    Erwachen ist ein heikles Thema. Es zu erwarten, verhindert es, es - implizit oder explizit - auszuschließen, geht am Kern der Lehre vorbei.

    Drüber zu reden, erhöht ungewollt, nicht drüber zu reden, hält es irgendwo im Mystischen.

    Bezeichne ich meine Erfahrung als das, was sie für mich ist: nichts besonderes, gleiche Arbeit, schärferes Werkzeug - stoße ich Leute vor den Kopf, die stark zum metaphysischen, religiösen Zweig tendieren.

    Bezeichne ich meine Erfahrung nur als „Erwachen“, ohne den Zusatz, mache ich mich zum Guru, der ich nicht bin.

    Und halte ich mein Maul, ist es unfair, denn ich kann und möchte ermutigen:


    nach meiner gelebten Erfahrung kann man das Leid wirklich erkennen, in dieser Welt, in diesem Leben. Und man kann es wirklich verringern, selbst, in dieser Welt, in diesem Leben. Und für mich geht das auf dem Weg, den der Buddha beschrieben hat. Das kann ich bezeugen. Nicht mehr, nicht weniger.


    Ich muss aber auch klar dazusagen: ich habe dafür 42 Jahre „unterm Baum gesessen“, und am Ende vielleicht auch einfach nur Glück gehabt. Und es dann beinahe noch weggestoßen: das kann nicht alles sein… 🫣


    Also auch ein großes Ausrufezeichen hinter deine Aussage: Praktizieren reduziert das Leid. Jetzt. Und völlig unabhängig vom „Erwachen“.


    Danke dir!

  • Erfahrungsaustausch Erwachte?

    • Andreas
    • 11. August 2026 um 08:48
    mukti:

    Ich denke nicht, dass vollkommen Erwachte wieder Mara in die Falle gehen können

    Vielen Dank für deine Antwort!
    Ich meine tatsächlich Mana (den spirituellen Dünkel: meiner leuchtet heller als deiner), nicht Mara als Personifikation von Versuchung.


    Und die Mana-Falle halte ich für real.


    Grüße, Andreas

  • Erfahrungsaustausch Erwachte?

    • Andreas
    • 11. August 2026 um 08:42

    Spannend, danke!


    Ich brauche den metaphysischen Überbau auch nicht, können wir gerne weglassen. Ist keine Religionskritik. Die Tore des Dhamma sind unendlich, wer wäre ich, eins davon abzuwerten? Aber für mich - unnötig.


    Was du Rolle nennst, nenne ich Maske, aber wir meinen offenbar das Gleiche. Die Masken an sich sind nicht das Problem, hilfreiche Mittel. „Seien Sie authentisch!“ ist im Bewerbungsgespräch meist keine hilfreiche Idee. Problematisch wird es, wenn die Masken zur Identität werden. Und, auch da gebe ich dir recht: das lernen wir ab der frühen Kindheit.

    Und „Erwachen“ ist in meiner Erfahrung nichts besonderes. Gleiche Arbeit, schärferes Werkzeug. Und wache Ruhe als Werkbank. Mehr ist da nicht. Du siehst die Masken, und du siehst den Maskenträger. Erst bei dir, dann auch beim Gegenüber. Und du weißt, er will mit seinen Masken nicht dich täuschen, sondern sich schützen. Dem kann man meiner Erfahrung nach nur mit Mitgefühl begegnen: Dein Leid? Ich, gestern.


    Danke dir von Herzen

  • Erfahrungsaustausch Erwachte?

    • Andreas
    • 11. August 2026 um 07:20

    Guten Morgen!

    Auch, wenn Monikamarie in der Sache Recht hat, gibt es keinen Grund, mir zu glauben. Das hat nichtmal der Buddha von irgendwem erwartet.
    Ist völlig okay, ich suche weder Bestätigung noch gar Schüler*innen oder sowas.

    Ich denke aber, dass es zwei Möglichkeiten gibt: entweder ist die Lehre des Buddha komplett Käse, dann gibt es keine Erwachten.

    Oder - meine Erfahrung - die Lehre des Buddha ist gut, für Mönche wie für Laien, dann laufen in jeder Generation zigtausende Erwachte über den Planeten.

    Die müssen ja irgendwo sein, warum nicht auch hier?


    Außerhalb klösterlicher Gemeinschaft, die ich nun mal nicht habe, ist es strukturell recht einsam. Und im eigenen Saft zu schmoren ist ein ziemlich guter Weg in die Mana-Falle ;)

    Vielleicht geht es ja jemand anderem ähnlich, warum nicht mal fragen?


    Grüße, Andreas

  • Erfahrungsaustausch Erwachte?

    • Andreas
    • 10. August 2026 um 10:20

    Guten Morgen,


    gibt es im Forum Erwachte, die Interesse an einem lockeren Erfahrungsaustausch haben?


    Grüße, Andreas

  • Daseinskreislauf /Begründung

    • Andreas
    • 22. Mai 2018 um 13:48

    Lieber kesakambolo,

    kesakambalo:

    Hi,

    ein paar Schriften sind halt nicht ausreichend, die Lehre Gotamo Buddhos zu erfassen.

    Es ist aber möglich, falls man die Auszüge aus dem Pali-Kanon, aus der Übersetzung von Dr. ind. Karl-Eugen Neumann liest. Da gibt es drei Bände: Mittlere Sammlung, Längere Sammlung und die Lieder der Mönche und Nonnen.

    Allein schon das Lesen dort ist erhebend.

    es gibt auch andere Zugänge zum Weg des Buddha.

    Ich fände es gut, darauf im Anfängerbereich hinzuweisen.

    Danke Dir:)

    LG

    Andreas

  • Einheit Denken, Sprechen, Schreiben, Handeln

    • Andreas
    • 22. Mai 2018 um 13:41

    Lieber Son,

    Son:

    nun, dieses Forum ist meine "Sangha" in Wirklichkeit, weil ich habe keine gleichgesinnten Menschen mit denen ich mich austauschen kann leider.

    ich höre Dir zu.

    Son:

    Was ich wirklich nicht und nicht verstehe ist, dass ich es nach wie vor nicht schaffe heilsame Handlungen zu setzen, es ist nicht zu glauben. Es ist nicht mal so, dass ich nicht verstehe, dass es mir nicht gut geht, weil ich lebe einfach nicht gut. Ich verletze auch Menschen immer wieder, auch wenn keine Absicht dahinter steht ist das keine Ausrede.

    Wenn Du merkst, dass Du das tust, bist Du in der Achtsamkeit. Mittendrin.

    _()_Andreas

  • Wo Anfangen? Wie lernen? Erste Enttäuschung

    • Andreas
    • 22. Mai 2018 um 13:34

    Liebe Melina,

    herzlich willkommen hier. Schön, dass Du dabei bist!

    Melina:

    Ich hatte mich darauf gefreut, von einem Lehrer zu lernen der die verschiedenen Richtungen (Tibetischer Buddhismus, Theravadatradition) lehrt. Es ist ja noch mal ein ganz anderes Erleben

    Da gibt es ein Missverständnis. Ein "Lehrer" im Buddhismus gehört per se einer bestimmten buddhistischen Schule an, wird Dir also nie "alle" Schulen vorstellen (können).

    Melina:

    Ich werde deiner Buchempfehlung nachgehen und mir den Palikanon mal zur Hand nehmen.

    Viel Spaß;)

    Das ist jetzt nichts für einen regnerischen Nachmittag;)

    Da eignet sich eher: Reden des Buddha | Reclam Verlag

    Und dann mal schauen, ob das für Dich taugt. Grundsätzlich.

    Dann kommt die Affinität zur Auslegung (="buddhistische Richtung"), und dann irgendwann der Lehrer.

    Melina:

    Ich gehöre nur leider


    nicht unbedingt zu den Menschen, die laut chanten und die Pujas singen. (bzw ich kann die Pujas nicht :/ )

    Das ist auch nicht nötig, wenn man nicht möchte. Buddhismus ist kein Gesangsunterricht.

    Herzliche Grüße

    Andreas

  • Tell me more

    • Andreas
    • 20. Mai 2018 um 08:05
    FloatingLight:

    Ich befinde mich oft in einem Zustand in der Meditation wie auch ausserhalb , in der ich das Gefühl habe das ich innerlich Druck habe zu weinen. Es gibt jedoch keinen grund dafür in der Gegenwart.

    Hallo Floating Light, herzlich willkommen hier im Forum. Schön, dass Du da bist!

    Für mich bedeutet (Zen-)Meditation immer auch, kommentarlos anzunehmen, was ist. Und wenn da Weinen ist, dann ist da eben Weinen. Ob es dafür einen konkret bennenbaren "Grund" gibt, ist doch wurscht.

    Guter Lehrer ist immer ne gute Idee, ich möchte aber auch eine kleine Warnung mitgeben: wenn man emotional gerade sehr weichgespült ist, geht man auch Bauernfängern und Scharlatanen besonders gern ins Netz.

    Insofern: ja, such Dir einen guten Lehrer, aber glaub ihm nicht gleich alles ;).

    Euch einen Sonnentag

    Andreas

  • buddhistische Brille - rüder Tonfall

    • Andreas
    • 15. Mai 2018 um 17:54
    Aravind:

    (Weiß noch jemand, worum es in dem Faden eigentlich ging??? ;) )

    Klar. Um Sehschärfekorrektur und den Gesang männlicher Hunde. (:

  • Störquellen

    • Andreas
    • 14. Mai 2018 um 14:31
    Monikadie4.:

    störten mich oft die Geräusche im Hof, weil entweder schreiende Kinder nicht versorgt wurden, laute Musik die Mittagsruhe zerbrach, Nachbarn vor geöffneten Fenstern sich stritten, Nachbarn über oder unter mir sehr laut waren, der Gärtner an meinem freien Tag morgens um sieben schon seinen Rasenmäher in Schwung brachte und vieles mehr.

    ...eben die Erwartung, dass die Welt so zu sein hätte, wie ich sie gerade erwarte.

  • Habt ihr ein Bodhisattva-Gelübde abgelegt?

    • Andreas
    • 2. Mai 2018 um 23:03
    Baika:
    Andreas:

    Ja.

    Vor Kito.

    Andreas ist Zen-Praktizierender - ich reiche eine Begriffserklärung nach:

    meditation-zen.org::

    Kito: Fürsprache-Ritual, um einer Person mit großen körperlichen oder seelischen Schwierigkeiten zu Hilfe zu kommen.

    Lieber Baika,

    Du fehlst.

    Wenn Du irgendwie magst, melde Dich bitte.

    Mein Kito ist ein Mensch, kein Ritual.

    Andreas

  • Wiedergeburt

    • Andreas
    • 1. Mai 2018 um 06:50

    Alephant : alles gut. Ich möchte nur der oder dem Threadersteller*in die Möglichkeit geben, die Hand zu heben, wenn der Faden zu sehr OT geht. Ansonsten macht mal, ich finde das Thema hoch spannend :)

  • Wiedergeburt

    • Andreas
    • 30. April 2018 um 20:27
    Ellviral:

    Wer ist Senna? Keine Meldung in diesen Thread mehr. Einen Stock geworfen, egal was mit dem Beitrag geschieht,

    Senna ist ein neues Mitglied, das fünf Beiträge geschrieben hat, diese sehr höflich formuliert und sich für Antworten bedankt hat und ich passe darauf auf, dass es von niemandem mit einem geworfenen Stock verprügelt wird.

    Wenn es Dir egal ist, was mit diesem Beitrag passiert, muss das deswegen weder für Senna noch für mich gelten.

  • Wiedergeburt

    • Andreas
    • 30. April 2018 um 18:57
    Ellviral:

    Der Begriff ist ausschließlich ein Ding des Geistes,

    ...und ist innerhalb des Geistes nichtmal Ding. Kann ja jeder gern versuchen, sich beim Chirurgen mal sein Begriff-Ding von "Buddha" oder "Gartenzwerg" rausoperieren zu lassen.

    Senna : wenn Dir die Diskussion zu weit von Deiner Ausgangsfrage wegführt, bitte kurz bescheid sagen, wir können da bei Bedarf auch gern Themen trennen.

    LG

    Andreas

  • Darf ich glücklich und traurig sein wenn ich kein Ich (Ego)mehr habe.

    • Andreas
    • 30. April 2018 um 17:57
    accinca:
    Monikadie4.:

    Das Ego ist aus meiner Sicht ein Gerüstbau rund um Dich herum, dass Dir in Deinem Leben Halt und Orientierung bieten sollte, Dir eine Identität gab (umfangreicher Personalausweis ;) ). Dadurch lerntest Du in der Schule und kannst Dich in der "Welt" zurechtfinden. Es hat also seinen Platz.

    Nennen andere aber nicht Ego sonder die (soziale) Matrix.

    Ich würde das "Ego" auch eher verorten unter der Einbildung, es gäbe ein irgendwie unwandelbares, wertvolles Ich in mir, so ein "ewiges Seelen-Ding".

    Das gibt es nicht, das zu erkennen, führt zu Leidbefreiung.

    Bezogen auf Freude oder Trauer: ich freue mich an der schönen Blüte einer Pfingstrose, die ich genau jetzt sehe. Aber "ich" werde nicht besser oder glücklicher, wenn ich sie pflücke oder tausend Pfingstrosenpflanzen in meinem Garten einsetze. Das bedeutet nicht, keine Freude - oder keine Trauer - zu empfinden, sondern sich nicht mit ihnen zu identifizieren.

    Ein schönes Thema und herzlich willkommen hier, einbi :)

  • Zeitmessung

    • Andreas
    • 9. April 2018 um 22:47

    Hallo kove,

    und herzlich willkommen im Forum. Schön, dass Du dabei bist!

    Ich sitze immer ohne Uhr, kenne aber die Brenndauer meines Räucherstäbchens.

  • Die Suche nach der perfekten Meditationsmethode

    • Andreas
    • 8. April 2018 um 18:45
    raterz:
    Andreas:

    Hallo raterz,

    noch 'ne Gegenfrage:

    Sollte das nicht heißen: ...gibt es die perfekte Meditationsmethode nicht

    Oder hab' ich jetzt nen Denkfehler? :)

    doch natürlich gibt es die perfekte meditationsmethode. und zwar ist die perfekte methode diejenige, die für einen gerade am optimalsten für einen wirkt. das ist wie ein schlüssel-schloss prinzip.

    Dann hatte ich Dich falsch verstanden. Danke für die Klarstellung :)

  • Die Suche nach der perfekten Meditationsmethode

    • Andreas
    • 8. April 2018 um 14:56

    Hallo raterz,

    noch 'ne Gegenfrage:

    raterz:

    meiner meinung nach gibt es die perfekte meditationsmethode.


    buddha lehrte ja nicht umsonst mehrere dutzend meditationsobjekte, und weitere schulen erweiterten das sortiment sogar. allen gleichermaßen metta oder konzentrationsmethoden zu empfehlen, halte ich nicht für zielgerecht.

    Sollte das nicht heißen: ...gibt es die perfekte Meditationsmethode nicht

    Oder hab' ich jetzt nen Denkfehler? :)

  • Was hindert einen Menschen daran, im Augenblick anzukommen?

    • Andreas
    • 6. April 2018 um 13:55

    Wer sieht Hyakujos Fuchs?

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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