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  1. Buddhaland Forum
  2. Aravind

Beiträge von Aravind

  • Achtsam geht die Welt zugrunde.

    • Aravind
    • 7. Juli 2026 um 20:50
    mukti:

    Ich denke schon, es gibt rechte Achtsamkeit (sammā-sati) und falsche Achtsamkeit (micchā-sati). Das betrifft alle acht Glieder des Pfades, rechte oder falsche Ansicht, Gesinnung, usw.

    Bei Fischer geht es doch allgemein um Achtsamkeimskeitsübungen, nicht um buddhistische Achtsamkeitspraxis.


    Und auch bei micchā-sati geht es nicht um "falsche Achtsamkeit", sondern um Achtsamkeitsübung für unheilsame Ziele (im Sinne von: die Dukkha vermehren).

  • Achtsam geht die Welt zugrunde.

    • Aravind
    • 7. Juli 2026 um 20:42
    Monikamarie:

    Aber ich möchte Deine Sicht etwas erweitern. Vielleicht auch vermessen von mir ;)

    Nur zu, meine liebe!

  • Achtsam geht die Welt zugrunde.

    • Aravind
    • 7. Juli 2026 um 10:28
    void:

    Eine falsch verstandene "Achtsamkeit" ist eben genau wie die Biedermeier-Betulichkeit des Kakteenfreund ein Weg der Weltvergessenheit.

    Gibt es das denn falsch verstandene Achtsamkeit?


    Achtsamkeit ist Achtsamkeit, daran ist nichts richtig und nichts falsch.


    In so weit finde ich dein Biedermeier-Bild ganz treffend.


    "Achtsamkeit" ist ja nur ein Label, das Fischer einem Trend überstülpt, um ihre Ideologie zu stützen: Die Welt muss verändert werden, der Neoliberalismus muss bekämpft werden, unpolitisch-sein und Rückzug sind schlecht. (Ideologie meine ich hier neutral, nicht abwertend.)


    Ich habe zwei Kontrollfragen zu solchen Themen:


    * Stimmt das mit der Achtsamkeit?

    Wenn man es geschickt formuliert: Ja. Geschickt im Sinne von: Man sucht den Rückzug aus der Welt. Und benutzt Achtsamkeit als Werkzeug. Das Problem in ihrem Sinne wäre ja der Rückzug, nicht die Achtsamkeit.


    * Ist das relevant?

    Da habe ich meine Zweifel. Klar, es gibt unendlich viele Angebote. Aber wie viele Menschen praktizieren denn tatsächlich längerfristig Achtsamkeitstechniken? Ich tipp mal auf einen niedrigen einstelligen Prozentsatz.


    Viel relevanter finde ich Rückzug durch Überkonsum von sozielen Medien und materiellen Konsum im allgemeinen (der ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein :) ). Darüber kann man aber kein Buch mehr schreiben, das sich gut vermarkten lässt.


    Fun fact: Die letzten Tage habe ich ein kleines Video von Tolle zu dem Thema gesehen (natürlich in den soziale Medien).


    Sinngemäß: "Stell dir vor, du liegst im Bett und Wasser tropft von der Decke, aus der Wohnung über dir. Vielleicht kommt dir dann in den Sinn: 'Der Tolle hat gesagt, du sollst solche Dinge mit Gleichmut betrachten, ich bleib einfach liegen.' Das ist natürlich Unsinn. Was du mit Gleichmut betrachten kannst, sind dein Ärger und deine Ängste, die da entstehen. Aber natürlich stehst du auf und tust das, was getan werden muss."


    Liebe Grüße, Aravind.

  • Achtsam geht die Welt zugrunde.

    • Aravind
    • 7. Juli 2026 um 09:47
    Monikamarie:

    meinen aber, sich schon seit zig Jahren damit zu beschäftigen

    Das kann ja gut sein. ;)


    Monikamarie:

    Oder dieses Verhalten tolerieren und mich nicht damit identifizieren, damit ich Mitgefühl anstatt Groll fühle.

    Den Weg kennst Du ja.


    Monikamarie:

    Nur ich kann mich ändern. Ich war schon mal weiter ...

    Was immer das heißt. 8) Vielleicht warst Du "damals" gar nicht gleichmütig, sondern es war dir wurst, zum Beispiel. Je mehr man praktiziert, desto mehr automatische Schutzmechanismen fallen weg. Ich denke, das ist einer der Gründe, warum Metta so wichtig ist. Ich glaube Pema Chödrön hat mal geschrieben, Achtsamkeitspraxis ohne Metta ist Krieg.


    Es spricht iniges dafür, dass man sich in in Kreisen bewegt, und mit der Praxis tauchen Dinge immer wieder auf, bis man sie "gelöst" hat. Im Prinzip ist das ja das, was im Visuddhimagga, dem Weg der Reinigung, beschrieben wird.


    Liebe Grüße und ganz viel Metta,

    Aravind.

  • Ist "Theravada" das bessere Hinayana?

    • Aravind
    • 5. Juli 2026 um 16:02

    Zu dem Thema ist mir doch gerade etwas über den Weg gelaufen....


    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.


    Schönes Rest-Wochenende,

    Aravind.

  • Die Gelassenheit und die Ignoranz des Buddhismus

    • Aravind
    • 19. Juni 2026 um 17:56
    Tim1:

    Trotzdem frage ich mich heute manchmal, ob ich manchen Dingen zu viel Bedeutung gegeben habe.

    Genau Tim,


    die Antwort auf diese Frage heißt für uns alle: Ja!


    Deshalb praktizieren wir.


    Liebe Grüße,

    Aravind .

  • Wie viel muss man gelesen haben?

    • Aravind
    • 15. Juni 2026 um 07:47
    pano:

    Zur ausgangsfrage: der Buddha war vermutlich des Lesens nicht mächtig. Dieser Gedanke wirft mich jedesmal fasst aus der Bahn

    Nu, das trifft bestimmt auf 95 % aller Menschen zu, die jemals geboren wurden. Eventuell sogar mehr. Ist nichts ungewöhnliches.

  • Wie viel muss man gelesen haben?

    • Aravind
    • 12. Juni 2026 um 17:08

    Lieber Lernender ,


    viel lesen passt zu mit. Das heißt aber nicht viele Bücher.


    Ich habe eine Auswahl von ungefär zehn Büchern, die lese ich seit fast 20 Jahren in Rotation, immer wieder. Und jedes mal steht was anderes drin!


    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • Der Neue wollte nur kurz "Hallo" sagen.

    • Aravind
    • 30. Mai 2026 um 17:20

    Herzlich Willkommen!

  • Wie ich den sB (derzeit) verstehe

    • Aravind
    • 17. Mai 2026 um 22:39
    pano:

    Ich finde ja immer im Buddhismus steckt eine gute Portion Skeptizismus (also im Sinne der antiken Skeptiker).

    Du wolltest sicher schreiben: "... also im Sinne des Buddha". ;)


    Komm und sieh!

  • Wie ich den sB (derzeit) verstehe

    • Aravind
    • 17. Mai 2026 um 17:32
    ixi:

    Gerade diese auffällige Zurückhaltung gegenüber metaphysischen Fragestellungen lässt säkularen Buddhisten allerdings auch jede Menge Raum zur Entwicklung entsprechender persönlicher Ansichten.

    Genau. So wie allen anderen Buddhisten auch.


    Denken "darf" man alles. Der Test aus Sicht der Praxis ist: Ist das heilsam? Im Sinne von: Verringert diese Ansicht Dhukka. In Anlehnung an KarmaHausmeister: Meistens gehört Spekulation nicht in diese Kategorie.


    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • Ole Nydahl liegt im Sterben

    • Aravind
    • 17. Mai 2026 um 17:26
    pano:

    Ole Nydahl möge in seiner verbleibenden Zeit frei von Leid sein.

    Eine gute Gelegnehit, um Metta zu praktizieren.

  • "Die Himalaya Rasse stinkt" Nydahl und Sebastian Lipp

    • Aravind
    • 2. Mai 2026 um 21:10
    void:

    Der Kern ist eine bestimmtes Konzept von Freheit, das Freheit primär als Abwesenheit von äußeren Einschränkungen empfindet.

    Kleine Ergänzung von mir, die auf alle deine Beispiele zutrifft: Es geht nicht um "Freiheit empfinden", sondern darum, den Anspruch zu erheben, keine äußeren Einschränkungen zu bekommen, weil man etwas besonderes ist und eben über der Masse steht, die solche Freiheitsregeln braucht. Gilt ebenso für die Silicon-Valley-Möchtegern-Diktatoren.


    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • Meditation der Grundpfeiler der buddhistischen Praxis ?

    • Aravind
    • 2. Mai 2026 um 21:04
    Matthie:

    Die Lehre Buddhas hat in Ihren Kernaussagen bis heute Ihre Gültigkeit.

    Während ich das schreibe, denke ich bereits ob ich das zu verklärt sehe?

    Da gibt es nichts zu verklären. Kann man selbst überprüfen, ob das für einen stimmt, oder nicht.


    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • Meditation der Grundpfeiler der buddhistischen Praxis ?

    • Aravind
    • 2. Mai 2026 um 21:04
    Matthie:

    Wenn die katholische Kirche nicht so verkrustet wäre, hätte Sie durchaus mehr Zukunftspotential.

    Da möchte ich Zweifel anmelden. Wenn auch als religions-theroretischer Laie: Die meisten Religionen überleben über Jahrhunderte, *weil* sie hohe Anforderungen an ihre Gläubigen stellen. Das sichert die eigene Einzigartigkeit und verhindert zu viele Verluste durch Abtrünnige wegen der sonst versunkenen Kosten.


    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • Neu im Tempel - Hallo

    • Aravind
    • 24. April 2026 um 18:43

    Herzlich willkommen!

  • Meditation der Grundpfeiler der buddhistischen Praxis ?

    • Aravind
    • 19. April 2026 um 16:42
    Mahasi:

    Wie das zu interpretieren ist, ist sicherlich diskussionswürdig.

    Dankeschön. Das sicher. Es kommt eben nach der neutralen Beobachtung.


    Und auch in diesem Kontext geht es ja mit der offenen Beobachtung weiter (Abschnitte über Vertiefung der Achtsamkeit):

    Zitat

    bei jener Gelegenheit verweilt ein Bhikkhu, indem er X als ein X betrachtet, eifrig, völlig achtsam und wissensklar, nachdem er Habgier und Trauer gegenüber der Welt beseitigt hat.

    X sind dabei verschiedene Atemempfindungen, Körper, Herz usw.


    Tatsächlich sehe ich in diesem Teil eine "Vermischung" von Ana pana sati und Vipassana-Übung.


    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • Meditation der Grundpfeiler der buddhistischen Praxis ?

    • Aravind
    • 19. April 2026 um 10:19
    Matthie:

    Zum Beispiel Entspannungstechniken sind sinnvoll und gehen nicht am Weg vorbei.

    Es ist nichts falsch an Entspannungstechniken, es ist nur nicht der Weg.


    Solche Atemübungen verhalten sich zu buddhistischer Praxis wie Entspannungsübungen zu Psychotherapie. Bei ersterem geht es um momentane Erleichterung, bei zweitem geht es ans Eingemachte.


    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • Meditation der Grundpfeiler der buddhistischen Praxis ?

    • Aravind
    • 17. April 2026 um 01:42
    Matthie:

    Nachweislich das limbische System beruhigen und warum dieses Wissen nicht nutzen.

    Hm, weil es, wie hier schon mehrfach gesagt wurde, nicht darum geht, irgendwas zu beruhigen. Sondern um Beobachtung und Einsicht. Und zwar in das, was gerade da ist. Ungeschminkt.


    Das Ana Pana Sati-Sutra wurde als Beispiel ja schon zitiert:

    "1. Bei langem Einatmen weiß ich: »Ich atme lang ein.« Bei langem Ausatmen weiß ich: »Ich atme lang aus.«

    2. Bei kurzem Einatmen weiß ich: »Ich atme kurz ein.« Bei kurzem Ausatmen weiß ich: »Ich atme kurz aus.«"


    Da wird nichts beruhigt, sondern so beobachtet, wie es ist.


    Warum reite ich darauf rum? Weil der Verzicht darauf, ein Ziel auf einen Zustand zu verfolgen, ein wichtiges Eingangstor für Erkenntnis sind, wie sinngemäß auch schon Monikamarie und Qualia angemerkt haben.


    Es ist ein Unterschied, ob man sich hinsetzt und denkt: "Jetzt beruhige ich mich erst mal", oder ob man so heran geht: "Mal sehen, was ich heute spannendes über meinen Atem/meine Gedanken/meine Empfindungen heraus finde."

    pano:

    Die Meditation ist also garnicht alleiniger Weg zur Befreiung sondern es gehört Einsicht dazu.

    Der Gegensatz kommt mir gerade etwas konstruiert vor. Vipassana Bhavana bedeutet doch gerade "Einsichtsmeditation". Auch wenn ich die Übersetzung "Übung" für Bhavana deutlich sinnvoller halte als den westlichen Begriff "Meditation".


    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • Ich verstehe vieles nicht

    • Aravind
    • 16. April 2026 um 07:47
    Michael Haardt:

    Meine Vermutung, und da wird das Eis dünn, ist, dass man durch Entspannung, Abstand und Konzentration das "schnelle" Denken unterdrücken kann und rational reflexiv nachdenken kann.

    Das halte ich durchaus für möglich. Beides ist aber nicht Gegenstand der buddhistischen Praxis. Weder denken zu unterdrücken, noch nachzudenken.


    Der Kern der buddhistischen Meditation sind Achtsamkeit (als Werkzeug) und Beobachtung.


    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • Reaktion auf Aussagen anderer

    • Aravind
    • 13. April 2026 um 22:47

    Der Klassiker.


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  • Was entsteht, vergeht.

    • Aravind
    • 10. April 2026 um 12:46
    ixi:

    Ich frage mich, ob uns das Vorbedingungsmodell nicht in einen unendlichen Regress führt, denn jede Vorbedingung hätte in diesem Modell ja wieder eine Vorbedingung. Dieser Regress wäre noch dazu einer von der bösartigen Sorte, denn über den Urknall kommen wir zeitlich ja nicht zurück.

    Die rein praktische Anwendung reicht völlig aus. Es ist für die buddhistische Praxis nicht nötig, daraus eine metaphysische Frage zu machen. Und schon gar nicht hilfreich.


    Es geht ja eben nicht darum, die Kausalkette zu verfolgen, sondern ganz praktisch "nur" zu sehen: Das, was entstanden ist, hat Ursachen. Und noch wichtiger: Es wird nicht für immer bestehen. Deshalb verlass Dich nicht darauf, dass es für immer besteht. (Reichtum, Beziehungen, Leben, der eigene Charakter, das eigene Selbstbild, schlechte Laune, gute Laune, Gesundheit, Krankheit, Autos, Buddhaland, Aravind).


    Und umgekehrt: Da auch alles Positive vergänglich ist: Genieße es, so lange es da ist.


    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • Wie geht ihr damit um? Was würde Buddha sagen, oder uns raten?

    • Aravind
    • 10. April 2026 um 12:33
    ewald:

    Jedoch eine gewisse Gelassenheit trotz aller Umstände wäre ratsam

    IMHO: Ohne Metta gibt es keine "Gelassenheit" im Sinne von Gleichmut.


    Erst wenn wir uns und den anderen unbedingtes Mitgefühl entgegenbringen, kann man Ärger und Groll wirklich loslassen. Sonst haftet man immer daran an, man selbst und der andere wären nicht so, wie sie sind. (Das das einfach ist, hat keiner gesagt)


    Und, um Missverständnisse auszuschließen: Metta heißt in keiner Weise, hinzunehmen oder zuzulassen, dass andere Menschen Scheiße produzieren.


    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • Wie geht ihr damit um? Was würde Buddha sagen, oder uns raten?

    • Aravind
    • 8. April 2026 um 16:23
    Monikamarie:

    sentimentales Getue.

    Du könntest vielleicht noch mitfühlender schreiben, wenn es um Mitgefühl geht. :)8)


    Alles Liebe,

    Aravind.

  • Die Gelassenheit und die Ignoranz des Buddhismus

    • Aravind
    • 5. April 2026 um 17:06
    Michael Haardt:

    Was die Arbeit angeht, so kann man seinem Arbeitgeber mitteilen, dass er ein Gerät zur Verfügung stellen soll, und verweigern, eine App auf einem privaten Smartphone zu installieren. Gibt ein dummes Gesicht, aber auf einmal gibt es dann andere Wege.

    Wieso das denn? Private Mobilgeräte sind ein 1a-Sicherheitsrisiko.


    Für 2FA gibt es einfache, günstige Lösungen ganz ohne Mobiltelefon.


    Liebe Grüße,

    Aravind.

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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