Ich frage mich, ob uns das Vorbedingungsmodell nicht in einen unendlichen Regress führt, denn jede Vorbedingung hätte in diesem Modell ja wieder eine Vorbedingung. Dieser Regress wäre noch dazu einer von der bösartigen Sorte, denn über den Urknall kommen wir zeitlich ja nicht zurück.
Die rein praktische Anwendung reicht völlig aus. Es ist für die buddhistische Praxis nicht nötig, daraus eine metaphysische Frage zu machen. Und schon gar nicht hilfreich.
Es geht ja eben nicht darum, die Kausalkette zu verfolgen, sondern ganz praktisch "nur" zu sehen: Das, was entstanden ist, hat Ursachen. Und noch wichtiger: Es wird nicht für immer bestehen. Deshalb verlass Dich nicht darauf, dass es für immer besteht. (Reichtum, Beziehungen, Leben, der eigene Charakter, das eigene Selbstbild, schlechte Laune, gute Laune, Gesundheit, Krankheit, Autos, Buddhaland, Aravind).
Und umgekehrt: Da auch alles Positive vergänglich ist: Genieße es, so lange es da ist.
Liebe Grüße,
Aravind.