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  1. Buddhaland Forum
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  3. Allgemeines zum Buddhismus

Wie geht ihr damit um? Was würde Buddha sagen, oder uns raten?

  • Dharma-News
  • 7. April 2025 um 06:47
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  • Dharma-News
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    • 7. April 2025 um 06:47
    • #1

    Hallo Zusammen!

    Ich habe mal ne Frage an Euch, vielleicht klingt diese Frage blöd, aber ich stelle sie trotzdem 😊

    Wir leben in einer zunehmend unsicheren Welt: der Ukraine-Krieg, politische Spannungen, dann Donald Trump. Dann werden mögliche militärische Auseinandersetzungen, auch in Europa thematisiert. Wie würde Buddha mit diesen Situationen umgehen? Was würde Buddha sagen? Wie seht ihr als Buddhisten diese Entwicklungen? Wie geht ihr damit um?

    Ich wünsche euch eine schöne Woche. :heart: :heart:

    LG Tom/Dharma-News

  • pano
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    • 7. April 2025 um 07:57
    • #2

    Erstmal muss man da verschiedene Ebenen separieren.

    Wie reagieren wir emotional auf das Unbill der Welt?

    Wir üben uns in Gleichmut (upekkha) und Mitgefühl (karuna) und Liebe (mettā). Wo es Anlass zur mitfreude (mudita) gibt üben wir uns in dieser.

    Wir üben Einsicht in die Unbeständigkeit der Dinge. So mancher Verlust schmerzt nicht so sehr wenn man in der Lage ist loszulassen oder schon vorher von der anhaftung an die Beständigkeit der Ding losgelassen hat.

    Die Welt zu Buddhas Zeit war ja auch keine sichere.

    Wie sehe ich die Weltlage?

    Machthungrige Menschen streben nach mehr Macht, das gilt für Staatspräsidenten wie für die die sie mit ihrem populismus umgarnen. Leidtragend sind letztlich alle. Auf der Ebene der herrschenden stopft Geld, Macht und Einfluss nicht die Gier und den Hunger (tanha). Somit wird weiter Dukkha auftreten. Was ich damit sagen will, Putin wird weiter unzufrieden sein auch wenn er die Ukraine hat, so wie die Eroberung der Krim nicht ausreichend war. Genauso verhält es sich mit seiner Basis. Genauso wie der Kauf des neuen Rennrads die Midlifecrisis nicht vertreibt.

    Und auf der Ebene der Wähler werden die zahlreichen uneingelösten Versprechen für Dukkha sorgen. Ganz zu schweigen von den angekündigten Grausamkeiten die ganz konkret für Dukkha sorgen werden (Kürzungen von Sozialleistungen, Kriegsversehrte und gefallene etc.).

    Dazu kommen, das sollte man nicht verschweigen andere Probleme die die Menschheit auf diesem Planeten verursacht wie den Menschengemachten Klimawandel.

    Passivität oder Engagement?

    Für mich ist es eben nicht damit getan dass man ganz passiv auf dem Kissen nicht die Fassung verliert. was das nun genau heißt? Ich könnte das sowieso nur für mich formulieren. Aber https://plumvillage.org/de/die-funf-achtsamkeitsubungen finde ich eine ganz praktische Auslegung der 5 Silas die einem einen Begriff geben können.

    Ich sehe es nicht so dass ich ein in allen Aspekten perfekt ethisch handelnder Mensch wäre, und ich bin auch nicht am Boden zerstört wie ein Sünder wenn ich einmal weniger nah an einem ethischen Ideal gehandelt habe. Es ist eben eine Übung. Und man kann nicht üben wenn man sich vornimmt perfekt zu sein.

    Mittlerweile glaube ich auch dass die zwei Wahrheiten von Nagarjuna und der madhyamaka eine starke Relevanz für mich und meine Praxis zukünftig haben werden . Das kann ich aber noch nicht so gut in Worte fassen und ist vielleicht auch besser als separates Thema .

    Einmal editiert, zuletzt von pano (7. April 2025 um 08:54)

  • Thorsten Hallscheidt
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    • 7. April 2025 um 09:44
    • #3

    Für mich ist das hier ein guter Kompass:

    Zitat

    Sie mögen glücklich und voll Frieden sein,

    Die Wesen alle! Glück erfüll' ihr Herz!

    Was es an Lebewesen hier auch gibt,

    Die schwachen und die starken, restlos alle;

    Mit langgestrecktem Wuchs und groß an Körper,

    Die mittelgroß und klein, die zart sind oder grob.

    Die sichtbar sind und auch die unsichtbaren,

    Die ferne weilen und die nahe sind,

    Entstandene und die zum Dasein drängen, -

    Die Wesen alle: Glück erfüll' ihr Herz!

    Keiner soll den anderen hintergehen;

    Weshalb auch immer, keinen möge man verachten

    Aus Ärger und aus feindlicher Gesinnung
    Soll Übles man einander nimmer wünschen!

    Wie eine Mutter ihren eigenen Sohn,

    Ihr einzig Kind mit ihrem Leben schützt,

    So möge man zu allen Lebewesen

    Entfalten ohne Schranken seinen Geist!

    Voll Güte zu der ganzen Welt

    Entfalte ohne Schranken man den Geist:

    Nach oben hin, nach unten, quer inmitten,

    Von Herzens-Enge, Haß und Feindschaft frei!


    Quelle

    Alles anzeigen

    Das ist denn doch nur der Abendwind, der heute mit ordentlich verständlichen Worten flüstert.

    Einmal editiert, zuletzt von Thorsten Hallscheidt (7. April 2025 um 10:02)

  • Thorsten Hallscheidt
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    • 7. April 2025 um 10:00
    • #4
    Dharma-News:

    Wir leben in einer zunehmend unsicheren Welt

    Ja, wir werden alt, krank und wir werden sterben. Von allem, was uns lieb und kostbar ist, werden wir uns trennen müssen. Zudem sind wir Eigner und Erbe unserer Taten, also verantwortlich für unser Tun. Was wir sähen, ernten wir auch. Unsicherer geht es kaum. ;)

    Darum:

    Zitat

    Fünf Tatsachen, ihr Mönche, sollte jeder öfters bei sich erwägen, sei es Mann oder Frau, Hausner oder Hausloser.

    Welches sind diese fünf Tatsachen?

    Dem Altern bin ich unterworfen, kann dem Altern nicht entgehen.

    Der Krankheit bin ich unterworfen, kann der Krankheit nicht entgehen.

    Dem Sterben bin ich unterworfen, kann dem Sterben nicht entgehen.

    Von allem Lieben und Angenehmen muß ich scheiden und mich trennen.

    Eigner und Erbe meiner Taten bin ich, meinen Taten entsprossen, mit ihnen verknüpft,

    habe ich sie zur Zuflucht und die guten und bösen Taten, die ich tue, werde ich zum Erbe haben.

    Das sollte jeder öfters bei sich erwägen, sei es Mann oder Frau, Hausner oder Hausloser.

    Quelle

    Alles anzeigen

    Das ist denn doch nur der Abendwind, der heute mit ordentlich verständlichen Worten flüstert.

  • Monikamarie
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    • 7. April 2025 um 10:29
    • #5

    "Die Geschichte lehrt uns, dass die Geschichte uns nichts lehrt."

    Alles wiederholt sich. Für mich ist ganz klar, dass

    Gier, Hass und Verblendung

    nie enden.

    Buddhas Erkenntnis ist bis heute gültig.

    Deshalb ging es Buddha auch nicht darum, die Welt zu retten (erlösen wie bei Jesus).

    Der Buddha wollte das Leiden erkennen, erforschen und einen Weg finden, wie wir das schaffen. Aber als einzelne, nicht als Gesellschaft.

    Und das ist möglich. Aber eben auch nicht durch Denken, sondern durch die "geschickten Mittel" - durch Praktizieren.

    Diese Welt ist nicht zu retten. Es geht darum, immer auf sich selbst zu achten und den nächsten Schritt. Daraus ergibt sich automatisch das Verhalten meiner Umwelt, meinen Mitmenschen gegenüber.

    Es geht um Mit-Gefühl in jeder Beziehung.

    Ich sehe, was in der Welt vor sich geht, aber ich ergreife sie nicht, ich hänge nicht an ihr - und ich kann nichts gegen Trump u.dergl. unternehmen, aber ich kann in meinem Umfeld etwas bewirken.

    Und vorallem ich konsumiere Medien nur für kurze Informationen und füttere meinen Geist mit heilsamen Dingen.

    Wie die Geschichte vom Wolf.

    Ich übe mich ständig in Gelassenheit - aber ich bin eben auch am Ende meines Lebens, habe so viel erlebt, die Welt war noch nie besser, aber wir hier in Deutschland sind auch sehr verwöhnt und viele haben Angst, ihren Wohlstand zu verlieren.

    Das Begreifen der Leerheit ist eine starke Hilfe.

    ❤️ Monika _()_ _()_ _()_

  • void
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    Buddh. Richtung
    Zen
    • 7. April 2025 um 14:42
    • #6
    Dharma-News:

    Wir leben in einer zunehmend unsicheren Welt: der Ukraine-Krieg, politische Spannungen, dann Donald Trump. Dann werden mögliche militärische Auseinandersetzungen, auch in Europa thematisiert. Wie würde Buddha mit diesen Situationen umgehen? Was würde Buddha sagen? Wie seht ihr als Buddhisten diese Entwicklungen? Wie geht ihr damit um?

    Es war schon immer eine "fließende Welt" und viel von der Vorhersehbarkeit und Sicherheit die anzunehmen wir gewohnt sind, war kein "wahrer Fortschritt" im Sinne einer dauerhaften Änderung sondern lediglich ein flüchtiges Ergebnis einer seltenen, historischen Situation - ein kurzer Moment der scheinbaren Schwerelosigkeit - Freheit erkauft durch Unfreiheit an anderer Stelle (oder der Zukunft) - Sicherheit erkauft durch Entropie an einer anderen Stelle.

    Je mehr man dieses "Wirtschaftswunder" zu den anderen seltenen Mirakeln stellt, desto besser kann man mit seinem Schwinden umgeht. Je mehr man es aber als Normalität ansieht - als verbürgtes Geburtsrecht, desto mehr fällt man aus allen Wolken wenn es dann doch schwindet. Dies bedeutet nicht Resignation oder dass man sich nicht um Demokratie und Frieden bemühen sollte.

    Es geht eher um die eigenen Erwartungen. Man sollte ein funktionierendes Gemeinwesen nicht als gegeben hinnehmen, sondern als etwas was mühsam und unter Opfern stets aufs Neue aufrecht erhalten werden muß. So wie vielleicht in einer traditionellen Gesellschaft alle gemeinsam dafür Sorge tragen müssen, dass die Zuflüsse zu den Reisfeldern nicht verschlammen und sauber bleiben.

  • Leonie
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    • 7. April 2025 um 18:00
    • #7
    Dharma-News:

    Hallo Zusammen!

    Ich habe mal ne Frage an Euch, vielleicht klingt diese Frage blöd, aber ich stelle sie trotzdem 😊

    Wir leben in einer zunehmend unsicheren Welt: der Ukraine-Krieg, politische Spannungen, dann Donald Trump. Dann werden mögliche militärische Auseinandersetzungen, auch in Europa thematisiert. Wie würde Buddha mit diesen Situationen umgehen? Was würde Buddha sagen? Wie seht ihr als Buddhisten diese Entwicklungen? Wie geht ihr damit um?

    Ich wünsche euch eine schöne Woche. :heart: :heart:

    LG Tom/Dharma-News

    Die Welt ist schon immer leer - sie als sicher zu betrachten ist genauso eine Täuschung, wie sie als unsicher zu sehen.

    Das Patoda - Sutta beschreibt vier edle Menschen und vier edle Rosse, wie sie auf Ereignisse reagieren:

    Anguttara Nikaya IV.101-120

    :zen:

  • Anandasa
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    • 7. April 2025 um 18:56
    • #8

    [lz]

    Was würde Buddha sagen?[/lz]

    Egal was immer passiert, verliere nie deine Achtsamkeit, verliere nie dein Herz und bewache immer die Eingänge zu deinen Gedanken.

    Das hier ist noch ganz nett: Gib niemals auf

    Die Dinge entstehen, existieren und vergehen. Das ist normal. Ajaan Tippakorn

  • Igor07
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    • 7. April 2025 um 20:17
    • #9
    Dharma-News:

    Was würde Buddha sagen?

    Buddha hätte dazu wohl nichts gesagt. Denn der Orden, den er gegründet hatte, war auf die Gunst der damaligen Herrscher angewiesen – auf deren Spenden und Wohlwollen. Er musste sich mit ihnen arrangieren. Er war bestimmt nicht politisch. Mehr dazu findet man im Buch von Stephen Batchelor.

    Was ich jedoch sehr bedenklich finde – und das ist nur meine persönliche Meinung –, ist, wenn unter dem Begriff „Leerheit“ eine Rechtfertigung, wenn nicht sogar ein Freibrief, für alle möglichen totalitären und diktatorischen Regime gesehen wird. So, als könne man das ganze Elend, das wir überall auf der Welt beobachten, einfach wegmeditieren, solange man nur keine Nachrichten mehr konsumiert.

    Irgendwann kommt die Zeit, in der jede*r für sich entscheiden muss, wie es weitergehen soll. Und wenn nicht jetzt, dann betrifft es ganz sicher unsere Kinder.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • pano
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    • 7. April 2025 um 20:24
    • #10
    Igor07:

    Was ich jedoch sehr bedenklich finde – und das ist nur meine persönliche Meinung –, ist, wenn unter dem Begriff „Leerheit“ eine Rechtfertigung, wenn nicht sogar ein Freibrief, für alle möglichen totalitären und diktatorischen Regime gesehen wird. So, als könne man das ganze Elend, das wir überall auf der Welt beobachten, einfach wegmeditieren, solange man nur keine Nachrichten mehr konsumiert.

    Irgendwann kommt die Zeit

    Ich denke die Doktrin der zwei Wahrheiten weist da einen Weg raus aus der missbräuchlichen Verwendung absoluter Wahrheiten wie der Leerheit. In meinem Kopf macht das schon Sinn, muss noch die Worte finden dass genauer auszuführen

  • Igor07
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    • 7. April 2025 um 20:37
    • #11
    pano:
    Igor07:

    Was ich jedoch sehr bedenklich finde – und das ist nur meine persönliche Meinung –, ist, wenn unter dem Begriff „Leerheit“ eine Rechtfertigung, wenn nicht sogar ein Freibrief, für alle möglichen totalitären und diktatorischen Regime gesehen wird. So, als könne man das ganze Elend, das wir überall auf der Welt beobachten, einfach wegmeditieren, solange man nur keine Nachrichten mehr konsumiert.

    Irgendwann kommt die Zeit

    Ich denke die Doktrin der zwei Wahrheiten weist da einen Weg raus aus der missbräuchlichen Verwendung absoluter Wahrheiten wie der Leerheit. In meinem Kopf macht das schon Sinn, muss noch die Worte finden dass genauer auszuführen

    pano .

    Auf der sogenannten konventionellen Ebene leiden lebendige Wesen aus Fleisch und Blut, werden krank und sterben. Wenn man das nicht ausreichend berücksichtigt, grenzt das für mich an Zynismus und hat null Komma null mit Buddhismus zu tun. Denn dieser ist auf Mitgefühl und Weisheit ausgerichtet – also auf das Verständnis, dass absolut alles abhängig entstanden ist, wie es das Bild von Indras Netz veranschaulicht. Daraus ergibt sich für mich eine Verpflichtung, entsprechend damit umzugehen – ganz praktisch betrachtet. Oder anders ausgedrückt: Wir alle sitzen im selben Boot, egal ob der letzte Bettler oder ein König.

    Indras Netz
    Dieser Artikel handelt vom philosophischen Konzept.Für das Buch 2014 von Rajiv Malhotra siehe Indra's Net (Buch). Für das Geometriebuch siehe Indras Perlen…
    deutsch.wikibrief.org

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Samadhi1876
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    • 7. April 2025 um 22:03
    • #12
    Igor07:

    Daraus ergibt sich für mich eine Verpflichtung, entsprechend damit umzugehen – ganz praktisch betrachtet. Oder anders ausgedrückt: Wir alle sitzen im selben Boot, egal ob der letzte Bettler oder ein König.

    Auf der einen Seite Ja, auf der anderen Seite Nein.

    Es ist nämlich ein „mittlerer“ Weg…

    Zum einen leben wir in einem „Traum“.

    Zum anderen geht es in diesem „Traum“ gleichzeitig um Realität.

    Eigentlich ist es also paradox.

    Nur in der Leerheit weilen zu wollen ist nicht korrekt.

    Nur den Erscheinungsformen nachzujagen genauso wenig.

    Also bleibt immer nur der ganz kurze Augenblick in diesem Traum, in dem wir wenn überhaupt etwas tun können…

    Mit Mitgefühl zu sich selbst und allen Anderen(m)…

    Zum Wohle Aller…

  • nuk
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    • 10. April 2025 um 07:53
    • #13
    Dharma-News:

    Wir leben in einer zunehmend unsicheren Welt: der Ukraine-Krieg, politische Spannungen, dann Donald Trump. Dann werden mögliche militärische Auseinandersetzungen, auch in Europa thematisiert. Wie würde Buddha mit diesen Situationen umgehen? Was würde Buddha sagen? Wie seht ihr als Buddhisten diese Entwicklungen? Wie geht ihr damit um?

    Ach, vor - bio-geschichtlich - nicht allzu langer Zeit lebten alle Menschen permanent immer in Todesangst. Denn da mussten - wahrscheinlich vor allem Kinder - jede Nacht damit rechnen, dass sich der Saebelzahnteger waehrend der Dunkelheit oder in den fruehen Morgenstunden an die Horde schlich. Diese alte Urangst scheint noch immer in der Genetik der jetzig Lebenden zu stecken.

    Was der Buddha dazu heute sagen wuerde, moechte ich mir nicht anmassen zu spekulieren.

  • void
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    • 7. April 2026 um 21:39
    • #14

    Oft tuen viele ja so, als hätte Buddha zu einer Zeit ohne Chaos und Verwerfungen gelebt. Das war aber nicht so.


    Er lebte aber zu einer sehr unruhigen Zeit. Ursprünglich waren die Verhältnisse gut: Der König von Maghada - Bimbisara - war ja ein Laienanhänger Buddhas.

    Wikipedia:

    Die Beziehung des Königs zum Buddha war eng. Bimbisara besuchte den Buddha schon einige Jahre vor dessen Erwachen (Bodhi), als der Buddha sich in Rajagriha aufhielt.[13] Als der Buddha nach dem Bodhi-Erlebnis erneut in Rajagriha erschien, nahm der König die Buddha-Lehre an, bewirtete den Buddha eigenhändig und beschenkte ihn großzügig. Bimbisara soll damals 31 Jahre alt gewesen sein.[14] Eine seiner Frauen namens Khema wurde sogar buddhistische Nonne

    Aber Machtverhältnisse können schnell kippen:

    Wikipedia:

    Alle Quellen stimmen darin überein, dass Ajatasattu den Tod seines Vaters nicht abwarten wollte, sondern ihn aus Machtgier stürzte bzw. zur Abdankung veranlasste und gefangensetzte, und dass Bimbisara in der Haft starb. Den buddhistischen Quellen zufolge soll dabei der Mönch Devadatta als Ratgeber Ajatasattus eine maßgebliche Rolle gespielt haben. In der buddhistischen Überlieferung bildet die Erzählung von dem Umsturz einen Teil der Devadatta-Legende.[8]

    Folgt man der Darstellung der buddhistischen Quellen, die in manchen Einzelheiten voneinander abweichen, so ergibt sich folgender Hergang. Devadatta beeindruckte Ajatasattu mit seinen magischen Fähigkeiten, wurde sein Ratgeber und ermunterte ihn, den König zu stürzen.[9] Ajatasattu begab sich zum Palast des Königs, um ihn mit einem Dolch zu töten, wurde aber entweder schon vor der Ausführung seines Plans oder nach einem gescheiterten Attentat festgenommen.[10] Bimbisara entschied sich jedoch gegen den Rat eines Teils seiner Minister, seinem Sohn zu verzeihen. Er dankte zugunsten des Thronfolgers ab oder – nach anderen Versionen – erhob ihn zum Mitregenten bzw. überließ ihm vorerst einen Teil des Reichs. So oder so riss Ajatasattu die ganze Macht an sich und warf Bimbisara ins Gefängnis. Er ließ seinen Vater in der Haft foltern und ermorden bzw. verhungern

    Einige Zeit nach Buddhas Tod wurde sogar der Shakya Adelsstaat vom König von Kosala erobert und die Elite getötet.


    Von daher wären ein Nero, ein Putin ein Assad oder auch Trump ihm nicht fremd vorgekommen. Sondern eben wie die nicht so fähigen Könige seiner Zeit erschienen, die ihre Interessen statt auf anderem Weg (Diplomatie, Heirat) durch Gewalt und Drohungen erreichen.


    Machen könnte er aber auch nichts dagegen. Ob jetzt Ajatasattu oder ein fähigerer Sohn Bimbisaras durchsetzten, entzog sich seiner Kontrolle.

  • Samadhi1876
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    • 7. April 2026 um 23:48
    • #15

    https://www.sotozen.com/eng/library/comics/shakyamuni/html5forpc.html

  • JoJu91
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    • 8. April 2026 um 08:42
    • #16
    void:

    Machen könnte er aber auch nichts dagegen.

    Das ist meine persönliche Lehre, mein Zwischenfazit, der letzten Jahre.


    Insofern frage ich mich auch, ob nicht der Begriff "politischer Buddhismus" ebenso ein Widerspruch in sich selbst ist wie alle anderen "ismen".


    Die Menschen glauben, durch zielgerichtetes Handeln die Welt ohne Kollateralschäden verbessern zu können.

    Manchmal zeigen sich "gute" Ergebnisse, und sie führen die Ergebnisse auf ihr Handeln zurück. Zeigen sich "schlechte" Ergebnisse, führen sie die Ergebnisse auf die bösen Gegner zurück.


    Langfristig scheitern alle, keiner erreicht sein Ziel.

    Trump nicht, Putin nicht, Xi nicht, die Rechten nicht, die Linken nicht, die Ökos nicht, die Guten nicht, die Gerechten nicht, die Kapitalisten nicht, die Mafiosi nicht, die Islamisten nicht, die Christen nicht und auch die Buddhisten nicht.


    Der wahre Herrscher ist der Zeitgeist mit seinen kollektiven Illusionen, Ängsten, Fantasien, Utopien.


    Heisst das, das wir unseren Aktivismus aufgeben sollen ?

    Die Frage beinhaltet die Annahme, dass wir dazu überhaupt in der Lage sind.

    Sind wir das ?


    Liegt nicht die "Lösung" des Buddha auf einer ganz anderen Ebene ?


    :?

  • mukti
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    • 8. April 2026 um 09:11
    • #17
    Dharma-News:

    Wir leben in einer zunehmend unsicheren Welt: der Ukraine-Krieg, politische Spannungen, dann Donald Trump. Dann werden mögliche militärische Auseinandersetzungen, auch in Europa thematisiert. Wie würde Buddha mit diesen Situationen umgehen? Was würde Buddha sagen? Wie seht ihr als Buddhisten diese Entwicklungen? Wie geht ihr damit um?

    Ich finde diese Entwicklungen sehr bedauerlich, das viele Leid, das dadurch entsteht. An meiner eigenen Situation hat das bislang nicht viel geändert. Ich lebe so weiter wie bisher und praktiziere den Dhamma so gut ich kann. Wenn es hier gefährlich wird, praktiziere ich gemäß den veränderten Umständen. Dukkha kann man letztlich nur innerlich entkommen, der Buddha würde das vermutlich auch so sagen, wie er es ja immer gesagt hat.

    Mit Metta, mukti.


  • Igor07
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    • 8. April 2026 um 10:46
    • #18
    mukti:

    Wenn es hier gefährlich wird, praktiziere ich gemäß den veränderten Umständen. Dukkha kann man letztlich nur innerlich entkommen, der Buddha würde das vermutlich auch so sagen, wie er es ja immer gesagt hat.

    Das tiefste und unerschütterliche Glück kann man nur im eigenen Inneren finden, aber nicht da draußen.
    Ohne zu viel zu philosophieren: Wenn ich mein Glück von äußeren Zuständen abhängig mache, die wie alle Samskara bedingt entstanden und vergänglich sind, würde ich früher oder später alles verlieren.
    Das bedeutet aber nicht, dass ich das alles vernachlässigen sollte. Wenn ich jedoch entsprechend der Ursachen und Bedingungen handle, kann ich das ändern, was möglich ist. Das ist die echte Kunst, scheint mir: die Situation korrekt einzuschätzen und weise darüber nachzudenken – so sehe ich das.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • void
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    Zen
    • 8. April 2026 um 10:57
    • #19
    JoJu91:

    Die Menschen glauben, durch zielgerichtetes Handeln die Welt ohne Kollateralschäden verbessern zu können.

    Manchmal zeigen sich "gute" Ergebnisse, und sie führen die Ergebnisse auf ihr Handeln zurück. Zeigen sich "schlechte" Ergebnisse, führen sie die Ergebnisse auf die bösen Gegner zurück.


    Langfristig scheitern alle, keiner erreicht sein Ziel.

    Trump nicht, Putin nicht, Xi nicht, die Rechten nicht, die Linken nicht, die Ökos nicht, die Guten nicht, die Gerechten nicht, die Kapitalisten nicht, die Mafiosi nicht, die Islamisten nicht, die Christen nicht und auch die Buddhisten nicht.


    Wenn man ein Bauer ist, dann muß man ja seine Felder in Schuss halten. Man muß Büsche ausreissen, schauen dass die Bewässerungsgräben nicht verschlammen und aufpassen, dass nicht irgendwelche Wildschweine alles auffressen. Genauso erfordert auch ein Gemeinwesen eine Beständige "Sorge". Gerechtigkeit muß halbwegs gewahrt werden, Korruption und Kriminalität in Schach gehalten werden, Bürgerkrieg und Extremisten müssen verhindert werden.


    Utopische Ideen wie "totale Gerechtigkeit", "stetiges Wachstum", "Ausmerzen der Korruption für immer" , "Null Kriminalität" können da als Motivation dienen auch wenn sie nicht erreichbar sind. Und die Alternative - das "Sorgen" zu unterlassen weil die Ziele nicht hundertprozentig zu erreichen sind, macht auch keinen Sinn.

  • pano
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    • 8. April 2026 um 12:35
    • #20
    JoJu91:
    void:

    Machen könnte er aber auch nichts dagegen.

    Das ist meine persönliche Lehre, mein Zwischenfazit, der letzten Jahre.


    Insofern frage ich mich auch, ob nicht der Begriff "politischer Buddhismus" ebenso ein Widerspruch in sich selbst ist wie alle anderen "ismen".


    Die Menschen glauben, durch zielgerichtetes Handeln die Welt ohne Kollateralschäden verbessern zu können.

    Manchmal zeigen sich "gute" Ergebnisse, und sie führen die Ergebnisse auf ihr Handeln zurück. Zeigen sich "schlechte" Ergebnisse, führen sie die Ergebnisse auf die bösen Gegner zurück.


    Langfristig scheitern alle, keiner erreicht sein Ziel.

    Trump nicht, Putin nicht, Xi nicht, die Rechten nicht, die Linken nicht, die Ökos nicht, die Guten nicht, die Gerechten nicht, die Kapitalisten nicht, die Mafiosi nicht, die Islamisten nicht, die Christen nicht und auch die Buddhisten nicht.


    Der wahre Herrscher ist der Zeitgeist mit seinen kollektiven Illusionen, Ängsten, Fantasien, Utopien.


    Heisst das, das wir unseren Aktivismus aufgeben sollen ?

    Die Frage beinhaltet die Annahme, dass wir dazu überhaupt in der Lage sind.

    Sind wir das ?


    Liegt nicht die "Lösung" des Buddha auf einer ganz anderen Ebene ?


    :?

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    Du meinst das mitgefühl?


    (Du meinst natürlich was anderes aber ohne Mitgefühl ists irgendwann halt nihilismus und den schloss der Buddha ja explizit aus).

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    • 8. April 2026 um 13:14
    • #21

    Das mit dem Mitgefühl ist auch nur ein Mäntelchen für Leute, die meinen, dass es kein aktives Mitgefühl gibt. Mitgefühl ist reiner Aktivismus, denn ohne echte Anstrengung gibt es überhaupt kein Mitgefühl. Durch Anstrengung und Achtsamkeit erscheint Mitgefühl, nichts das zu erreichen wäre.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

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    • 8. April 2026 um 13:19
    • #22

    Das ist definitiv keine blöde Frage sondern eine schwierige und wichtige.

    Ich finde das Thema sehr spannend und möchte meine Gedanken teilen.


    Falls das ganze zu OT wird entschuldige ich mich schonmal 🙈


    Vorweg: Was Monikamarie geschrieben hat gefällt mir sehr gut und ich kann es nur unterstreichen.


    Die Geschichte war immer voll von Kriegen und Gewalt. Selbst Naturvölker bekämpften sich ab und an.

    Friedliche Perioden gab es immer wieder, sind aber selten.

    Was schließt man daraus : Krieg liegt in der Natur des Menschen ?

    Selbst in der Natur gibt es kriegerische Tätigkeiten.

    Hornissen überfallen Bienenstöcke etc.

    Allerdings ist die Destruktivtät innerhalb eine Spezies beim Menschen schon außergewöhnlich.

    Die Menschheit wird nach Schätzungen noch bis 10 Milliarden anwachsen. Das ist mit Sicherheit zu viel oder zumindest eine extreme Belastung für unsere Erde.

    Meine Frau ( arbeitet mit Kindern ) sagte : Kinder kommen immer rein und gut auf die Welt.

    Ich bin mir da nicht so sicher.

    Schließlich weiß man ja heute das selbst Traumata und psychische Krankheiten vererbt werden und in den Genen nachgewiesen werden können.

    Soweit ich den Buddhismus verstanden habe, besitzt jeder Mensch von Geburt an Buddhanatur.

    Auch das alle Lebewesen Buddhanatur besitzen ist nichts ungewöhnliches im Buddhismus.(zumindest in manchen Ströhmungen)

    Wo findet sich die Buddhanatur auf der Erde bevor es Leben gab ?

    Die Menschheit ist ja nur ein Wimpernschlag der Geschichte.

    Ich verstehe warum andere Religionen da mit einem göttlichen Prinzip um die Ecke kommen.

    Um das zu erklären was nicht erklärbar ist.


    Zurück zum Thema :

    Kriege, machtgierige skrupellose Anführer gab es immer schon und wird es auch weiterhin geben.

    Wie gehe ich als Mensch und/oder Buddhist damit um ?

    Der Buddhismus gibt da ja eigentlich wie schon viele hier schrieben die schöne Antwort.

    Fang bei Dir selbst an.

    Jeder Mensch kennt in seinem Innern eine destruktive Kraft gepaart mit Hass,Wut etc.

    Diese Kraft wahrzunehmen und im Idealfall positiv zu kanalisieren ist eine Lebensaufgabe.

    Frieden ist mehr wie ein Gedanke und muss gelebt werden.


    Stellung beziehen finde ich wichtig.

    Menschen wie Putin, Trump etc. muss man kritisieren.

    Auch die Politik Netanjahus kann man mit unserer Geschichte nicht einfach hinnehmen.Sondern muss man, meiner Meinung nach, aus dieser Verantwortung heraus das Unrecht anprangern.

    Meine persönliche Grenze wäre erreicht wenn es in Deutschland wieder zu einer Art 3tem Reich käme. Hier müsste ich aktiv werden und zumindest das Land verlassen.


    So unerträglich ein Mensch wie Trump für uns auch ist, ist er aber auch für die Mehrzahl der Menschen untragbar. ( auch in den USA )

    Das Volk will nie Krieg und leidet.

    Ich glaube das die große Mehrzahl der Menschen frieden will.

    Ich hoffe das es mehr und mehr Menschen gibt die anfangen Ihn zu leben.

  • pano
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    • 8. April 2026 um 14:04
    • #23

    Für mich ist Mitgefühl eine buddhistische Grundeinstellung. Mitgefühl als Wunsch das alle fühlenden Wesen Befreiung vom Leid finden. Man sollte Mitgefühl üben. Ob das nun auf dem Kissen ist, oder aktiver bleibt jedem selbst überlassen. Wahrscheinlich spielt es für die Übung auch nicht so sehr die Rolle ob der Aktivismus nun dauerhaft verfängt. Es wäre akuśala an einem Effekt anzuhängen, aber kuśala ist die Übung. In welcher Form auch immer. Natürlich sollte man als Aktivist den Verstand und die Weisheit (prajñā) nicht vorher an der Garderobe abgeben. Aber das gilt such für den Kissen-buddhist, der sollte nicht glauben dass das atmen die Welt beeinflusst.

  • Monikamarie
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    • 8. April 2026 um 15:14
    • #24

    Mitgefühl ohne daraus folgende Handlung ist sentimentales Getue.


    "Es gibt nichts Gutes, außer man tut es"

    Erich Kästner

  • Aravind
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    • 8. April 2026 um 16:23
    • #25
    Monikamarie:

    sentimentales Getue.

    Du könntest vielleicht noch mitfühlender schreiben, wenn es um Mitgefühl geht. :)8)


    Alles Liebe,

    Aravind.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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