Es ist schon seltsam, im Krieg gibt es jede Menge Leichen zu betrachten und trotzdem denken die Kämpfer 'Das ist mein Land, mein Volk, das gehört mir, lieber sterben als loslassen'.
Oder Berufe, in denen man es ständig mit Leichen zu tun hat und trotzdem lebt man sein Leben wie alle anderen, hängt an der Karriere, am Besitz, am Sinnesgenuss, als wäre es für immer und wenn etwas verloren geht, leidet man.
Damit die Leichenbetrachtung eine innere Loslösung bewirkt, muss man wohl den Wunsch haben, die Vergänglichkeit zu erkennen. Ohne entsprechende Einstellung benutzt man sozusagen die Leichen um Geld zu verdienen, Ansehen zu erlangen oder Rachegelüste zu befriedigen.
In den Nachrichten wird dauernd vom Tod der anderen berichtet und als wäre das nicht genug, werden in Spielfilmen zur Unterhaltung aufregende Morde serviert, während man bequem im Fauteuil sitzt. So stark ist die Verblendung.