Liebe Anna, ich wünsche dir auch gute Genesung und baldige Befreiung von diesen Leiden!
Beiträge von mukti
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Wie sind denn eure eigenen Erfahrungen zu dem gesagten?
Wie habt ihr Buddhas Worte geprüft?
Was habt ihr erfahren mit welcher 'Übung' ?
Sakkāya nach dem Wörterbuch von Klaus Mylius: Saka - mein, kaya - 1. Körper, Leib; 2. Masse, Menge, Haufen, Gruppe.
Wenn die Wahrnehmung 'Ich bin der Körper' überwunden ist, kann die Wahrnehmung entstehen 'Ich bin die geistige Person, die sich im Körper befindet'. Wenn die Wahrnehmung 'Ich bin die Person' überwunden ist, kann die Wahrnehmung entstehen 'Ich bin das, was Geist und Körper wahrnimmt'.
In diese Richtung entwickelt sich das Beobachten des Körpers und des Geistes, insbesondere des Geistes, in dem sich ja auch das Körperliche zeigt. Die Identifikation mit der Wahrnehmung mag am Ende auch wegfallen, aber das ist nicht mehr nachvollziehbar.
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Besser wir loben das Mitgefühl weil wir es in unseren Herzen finden, nicht weil es in Büchern steht.
Das aufrichtige Mitgefühl kann eigentlich nur durch und dank der unmittelbaren direkten inneren Erfahrung entstehen, die auf nicht begrifflicher oder logischer Erfahrung gründet, und zwar geht es um das klare Sehen der Phänomene, wie sie sind, aber nicht, wie sie uns erscheinen. Im Pali-Kanon gibt es den Begriff „pervertierte Wahrnehmung“, das ist die deutsche Übersetzung.
Nur als Folge daraus entsteht dieses Mitgefühl als die innigste Verbundenheit mit allen leidenden Wesen. Keine Bücher schaffen es. Und kein trockenes Wissen. Aber nur als der Hinweis, also die Karte, aber kein Land, das ich mit den eigenen Füßen gehe.
Das wäre wohl Mitgefühl auf der höchsten Stufe der Vollendung, wie es z.B. der Buddha hatte. Die Verbundenheit mit allen Wesen zeigt sich auch schon vorher, indem man Mitgefühl mit anderen hat, weil man Leid an sich selber erfährt. Nur das eigene Leid zu sehen oder sich gar am Leid anderer zu erfreuen ist schon eine krasse egoistische Trennung.
Oft richtet sich das Mitgefühl nur auf solche Menschen und manchmal auch Tiere, die einem etwas bedeuten, man kann aber auch für alle Wesen Güte und Mitgefühl empfinden, wenn man das zu einem Grundsatz macht. Schließlich sind wir mit allen verbunden, indem wir alle im selben Boot sitzen.
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Was ist mit den Geschichten das Yogis im Tibet früher von Berg zu Berg geflogen sind. Glaubt ihr daran?? Ich schon.
Ich nehme an, dass es möglich ist.
Schon klar das bestimmte fähigkeiten für Buddhisten die das leid überwinden wollen nur Nebenwirkungen sind wie void auch schrieb, aber das ist doch schon wunderlich was alles möglich ist und das nur durch den Buddhas weg meine ich.
Ähnliche Berichte gibt es auch in anderen Kulturen und in Indien auch im Zusammenhang mit Yoga außerhalb des Buddhismus, wo solche Fähigkeiten Siddhis genannt werden.
Im Palikanon werden sie z.B. in M.6. aufgezählt mit einem allgemeinen Hinweis wie sie zu erlangen sind. Irgendwo steht, dass dazu die vierte Stufe der Vertiefung (jhana) nötig ist, ich weiß aber jetzt die Stelle nicht.
ZitatSollte ein Bhikkhu wünschen: 'Möge ich die verschiedenen Arten übernatürlicher Kräfte beherrschen...' dann soll er die die Sittlichkeit erfüllen, sich der inneren Herzensruhe widmen, die Meditation nicht vernachlässigen, Einsicht pflegen und in leeren Hütten wohnen. (M.6.)
Letztlich ist die übernatürliche Fähigkeit, bzw höhere Geisteskraft, auf die es im Buddhismus ankommt, die Triebversiegung und damit die endgültige Befreiung. Das gilt als überweltlich, die anderen Fähigkeiten als weltlich, indem sie nicht zur Befreiung führen. Daher haben sie im Grunde keine besonders große Bedeutung.
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ZitatAlles anzeigen
Vaccha, wenn du so antwortest: 'Der Mönch Gotama hat das dreifache wahre Wissen', dann wirst du sagen, was von mir gesagt worden ist, und mich nicht falsch darstellen, mit dem, was der Wahrheit widerspricht.
Denn so weit wie ich es wünsche, erinnere ich mich an meine vielfältigen früheren Leben, das heißt, an eine Geburt, zwei Geburten, drei Geburten,...
Und so weit ich es wünsche sehe ich mit dem Himmlischen Auge, das geläutert und dem menschlichen überlegen ist, die Wesen sterben und wiedererscheinen, niedrige und hohe, schöne und häßliche, in Glück und Elend und ich verstehe, wie die Wesen ihren Handlungen gemäß weiterwandern: .....
Und durch eigene Verwirklichung mit höherer Geisteskraft, trete ich hier und jetzt in die Herzensbefreiung, die Befreiung durch Weisheit, die mit der Vernichtung der Triebe triebfrei ist, ein und verweile darin.
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Wir sind Menschen behaftet mit Fehlern und Unzulänglichkeit. Es bringt mich nicht weiter künstlich ein Guter Mensch sein zu wollen. Ich muß den Mensch den ich darstelle erkennen ,mit seiner Menge an vielleicht Unsicherheiten ,Unvermögen ,Fehlern ,Beinlichkeiten. Ich bin nicht nur gut und kann es auch nicht werden . Ich bin ein Mensch. Sch….auf unheilsam und heilsam .Ich lass los und ich nehme mich so wie ich bin und akzeptiere das . Ich werd nicht besser und nicht schlechter aber ich kann mir alles verzeihen.
Wie seht ihr das ? Fühlt jemand so wie ich?
Ich will nicht künstlich ein guter Mensch sein, es ist mir ein natürliches Bedürfnis. Selbstanklage hilft da nicht weiter, Einsicht, Verständnis, Geduld und Bemühung schon.
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Es ist aber nicht so, dass nur die Daseinsgruppen sich mit der Geburt manifestieren und dann irgendwann später durch einen mehr oder weniger bewussten Vorgang zu Daseinsgruppen werden, die ergriffen werden zu "Das bin ich, das ist mein, das ist mein Selbst".
Diese Vereinnahmung ist laut MN 64 Mahāmāluṅkya Sutta veranlagt: "Denn ein junges, zartes Kleinkind, das unbeholfen daliegt, hat noch nicht einmal die Vorstellung von 'Persönlichkeit', also wie könnte da Persönlichkeitsansicht in ihm erscheinen? Und doch steckt in ihm die zugrundeliegende Neigung zur Persönlichkeitsansicht."
Ist die zugrundeliegende Neigung zur Persönlichkeitsansicht bereits ein Anhaften an den Daseinsgruppen? Haftet ein Kleinkind an den Daseinsgruppen an, obwohl es noch keine Vorstellung von Persönlichkeit hat?
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Danke für die Antworten, ich finde es interessant, wie sich diese Sache aus verschiedenen Perspektiven betrachten lässt.
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Ich hätte eine Frage:
Wenn der Ursprung der Persönlichkeit das Begehren ist, wer hatte dann das Begehren, wenn es die Persönlichkeit ja noch nicht gab?
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Wahre Freundschaft gibt es meines Erachtens nur zwischen Menschen, die sich auf dem Weg zur Einsicht und Befreiung von dukkha befinden. Da kann man sich gegenseitig in jeder Situation helfen, sogar wenn einer im Sterben liegt.
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Gemeinschaft wirkt wie ein Spiegel. Ohne sie bleibt man leichter in den eigenen Ansichten, Wahrnehmungen oder Denkmustern gefangen.
Spielt es nicht auch eine Rolle, welche Gemeinschaft? Wenn man noch unheilsame Neigungen hat, können sie leicht durch Gemeinschaft mit Menschen gefördert werden, die auch unheilsame Neigungen haben. Wenn man sich bemüht, seine unheilsamen Neigungen loszuwerden, wird die Bemühung durch Gemeinschaft mit Menschen gefördert, die sich auch bemühen, ihre unheilsamen Neigungen loszuwerden. Am Besten wäre Gemeinschaft mit Menschen ohne unheilsame Neigungen, aber die sind schwer zu finden.
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Selber mag man keinen Fehler darin sehen, sich für etwas Besonderes zu halten, aber andere sehen den Fehler. Ist man dann bereit ihn einzusehen, oder verteidigt man sich? Ohne Gemeinschaft ist es oft schwerer, die Ränke des Ego zu durchschauen.
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Ja Herr Professor, danke für die Korrektur.
Ich habe mir sehr viel Mühe gegeben, das passende Zitat zu finden. Es scheint mir, dass es bestimmt eine riesengroße Bedeutung hat. Sicher, doch, oder?
ZitatWer Dhamma-Hingabe (dhamma-chanda) besitzt, will seine eigenen Schwächen und Aufgaben erkennen; er freut sich, wenn er Hinweise und Kritik erhält, denn sie zeigen ihm, wo er sich und sein Werk verbessern kann – zumindest hat er einen Anhaltspunkt zur Überprüfung. Wer dagegen vom Begehren (taṇhā) beherrscht wird, ist um das Bild seines Selbst (attā) besorgt und empfängt nur Erschütterung und Bedrängnis; er ist damit beschäftigt, sein Selbst (attā) zu verteidigen, und kann aus Tadel und Kritik keinen Nutzen ziehen.
Sehr bedeutend, gut daran erinnert zu werden. Und nichts für ungut wegen dem Professor, es ist ein Titel für jemand, der viel Wissen hat.
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Der Baum wird wahrgenommen und zweifellos nicht von mir, sondern von der Wahrnehmung. Das Ich ist eine geistige Gestaltung die dem Wahrnehmen vorangeht, eine Vor-stellung: 'Ich nehme wahr'.
Für mich ist dieses Konzept oder diese Art zu Denken zu abstrakt und würde mich vom Leben abhalten…
Ich nehme einen Baum wahr.
Wer oder Was sonst ….?
Auch meine Wahrnehmung ist ein Teil von mir.
Jeder weitere Gedanke hält mich doch ab davon den Baum wahrzunehmen und ich verfange mich in wirren Konzepten.
Eine einfache Sprache muss doch nicht zwangsläufig schlecht sein.Das erlebe ich nicht abstrakt oder verwirrend, sondern konkret und klärend. Nach der khandha-Lehre "Das bin ich nicht und gehört mir nicht". Nämlich gehört mir gar nichts, nicht einmal dieses Leben, ich habe es nicht gemacht. Es ist von selber entstanden und wird wieder vergehen.
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Habe ich wohl falsch ausgedrückt, ursprünglich ist nur Wahrnehmung, dann kommt die Vorstellung/Zuordnung 'Ich nehme wahr'.
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Qualia, ich sehe das ein wenig anders aber Hauptsache, ein Konzept taugt für die Praxis.
Sehen wir einen Baum, dann sehen wir einen Baum und doch sehen wir immer unseren Baum. Nur darüber können wir uns austauschen: Wie siehst du den Baum und wie sehe ich ihn. Über das Sehen des Baumes gibt es bei uns beiden keinen Zweifel. Der Baum wird wahrgenommen.
Der Baum wird wahrgenommen und zweifellos nicht von mir, sondern von der Wahrnehmung. Das Ich ist eine geistige Gestaltung die dem Wahrnehmen vorangeht, eine Vor-stellung: 'Ich nehme wahr'.
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Qualia, ich sehe das ein wenig anders aber Hauptsache, ein Konzept taugt für die Praxis.
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vinnana ist das erwachende Selbst.
nama rupa ist das sich wahrnehmende Selbst.
Dann nimmt sich vinnana wohl mittels nama-rupa als Selbst wahr und ist nicht an sich, also ohne nama-rupa, ein Selbst?
Das ist verständlich für mich.
tanhā ist das Bewusstsein, das als Ich ohne bin einen der Gefühlstöne aus vedanā ergreift und durstig danach wird.
Was ist ein Ich ohne bin?
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Wenn gar nichts vorhanden ist, also alle Inhalte verschwunden sind, worüber könnte es dann bewusst sein?
Über das bewusst- Sein.
Wenn alle Gedanken und Gefühle in den Hintergrund treten entsteht ja kein Nichts, sondern das Pure Da-Sein.
Dessen kann man sich doch bewusst sein. Oder ?
Wenn Gedanken und Gefühle in den Hintergrund treten, sind sie halt nicht verschwunden. Dann lässt sich darüber bewusst sein, dass man einfach da ist, ohne Gedanken, Gefühle oder sonstige Wahrnehmungen zu ergreifen, sich damit zu identifizieren oder sie zu seinem Besitz zu machen.
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Wenn das Bewusstsein wach, aber ohne Gedanken ist, ist es dann tot oder bewusst-los ? Bleibt vom Bewusstsein etwas übrig, wenn seine Inhalte verschwunden sind ?
Das ist eine interessante Frage. Bewusstsein ist daran erkennbar, dass es über etwas bewusst ist. Wenn keine Gedanken vorhanden sind, kann es über etwas anderes als über Gedanken bewusst sein, z.B. Gefühle. Wenn gar nichts vorhanden ist, also alle Inhalte verschwunden sind, worüber könnte es dann bewusst sein?
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Ja, das Kalama-Sutta ist ein guter Wegweiser zum eigenen inneren Erkennen.
Und Wegweisung: Jeder sollte gründlich überprüfen, also rein praktisch, kein blinder Glaube. So sehe ich es.
Natürlich, das ist das Schöne am Buddhismus: "Komm und sieh!"
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Ich vertraue eben auf die Wegweisung und Vermittlung der Tathāgatas, das Leben selbst hat mir keinen Ausweg aus dukkha vermittelt.
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Naja ich vertraue lieber einem anderen Lehrer als dem Leben selbst.