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  1. Buddhaland Forum
  2. pano

Beiträge von pano

  • Die Gelassenheit und die Ignoranz des Buddhismus

    • pano
    • 15. September 2026 um 21:53
    Tim1:

    Hallo,


    wenn ich mit meinen Ärzten spreche und ihnen erkläre, dass mir andere Ärzte selten helfen können bekam ich schon mehrfach die Antwort, dass ich zu "schlau" wäre und mit schlauen Patienten ist es schwer zu arbeiten.


    Das mag arrogant klingen, aber grad im psychischen Bereich ist das ganz extrem. Da ist was dran oder?


    Generell möchte ich auch in Frage stellen, ob eine Form der Intelligenz oder wie immer man es nennen mag deutlich mehr Probleme mit anderen Menschen mit sich bringt in der Interaktion als wenn man nicht so ist.


    Ich möchte betonen, ich bin sicher mit einer hohen sozialen Kompetenz und Allgemeinwissen ausgestattet und introvertierter, heißt dass das solche Menschen es schwerer haben im Leben?


    Ich weiß auch nicht wie ich es ausdrücken soll, aber kann es sein, dass oberflächlichere Menschen es generell leichter haben im Sinne, weil die halt weniger reflektieren? Ich denke ja.


    Weil ich habe einen Freund der hat seltsamerweise ähnliche Probleme wie ich.


    Wobei er ist wirklich intelligent und ich nur auf bestimmten Ebenen wissend, bei einen Intelligenztest würde ich vermutlich nicht gut abschneiden.


    Das ist eine wichtige Frage für mich, weil die würde mir sehr viel erklären wenn ich so zurück schaue auf mein Leben bzw. auch auf das wo ich jetzt stehe. Wie seht ihr das?


    Ah ja, der Arzt heute meinte, "kluge" Menschen wüssten selbst die Lösungen und genau das macht es bei z.B. einer Therapie im psychischen Bereich schwer. Ist das seine Einzelmeinung oder ist da was dran.

    Ich verstehe den Buddhismus übrigens als Unterstützung, aber das habe ich ohnedies schon geschrieben des Öfteren. Wobei ich bei meiner Sicht bleibe bei gewissen Erkrankungen, ob mental oder körperlich kann durch die Lehre des Buddhismus sehr wohl eine Verbesserung der Erkrankung erreicht werden.

    Alles anzeigen

    Es gibt bestimmte Formen der Gedankenspiralen die eine intelligente Person hervorbringen kann, auf die eine "einfältige" Person vielleicht garnicht kommen könnte. Dafür steht intelligenten Personen vielleicht doch mehr offen einen analytischen Blick auf die eigene Situation zu werfen, damit das in einer Therapiesituation funktioniert braucht es dann aber schon auch ein gewisses Grundvertrauen zum Therapeuten denke ich.

    Ich merke an mir, dass ich sehr kreativ sein kann, wenn es darum geht z.B. Alltagsängste die ich rational eigentlich als das zerlegen kann was sie sind - überzogene Angstreaktionen die nicht im Verhältnis stehen zu einem Risiko - wiederkehren zu lassen im neuen Gewand. Das ist genau die Fähigkeit die mich im Berufsleben zu einem intelligenten Mitarbeiter macht der allerlei Projektrisiken erkennt und ausräumt. Nur für den Seelenfrieden ist es nicht zum Vorteil.

  • Bedeutung

    • pano
    • 15. September 2026 um 21:39

    Wenn TNH von Intersein spricht ist das denke ich auch im Prinzip die Totalität des Huayan (bzw. konzeptionell verwandt). Ein dasein das leer ist im sinne von Sunyata, aber durch wechselseitiges durchdringen geprägtes dasein.

  • Bedeutung

    • pano
    • 14. September 2026 um 19:00
    void:

    Der Begriff der Totalität passt gut zum Hinduismus. Hinter all den Phänomenen wird ein Prinzip gesehen ( Atman) dass das Ganze und Wahre repräsentiert.


    Buddha geht mit seiner Anatman Lehre drüber hinaus.


    Wenn man die Mahayana Sutren mit den Lehren der Upanischaden gleichsetzt, dann kann das ja zweierlei bedeuten:

    1. Der Buddhismus ist einfach nur einfach alter Wein in neuen Schläuchen ist. Im Grunde war es unnötig dass der Buddhismus entstand, wenn ja schon die Upanischaden das Gleiche aussagen.
    2. Es gibt im Mahayana eine Gefahr aus Leerheit ein "Ganzes" zu machen, es droht ein Rückfall hinter Anatta.


    Ich bleibe bei Adorno: Das Ganze ist das Unwahre.

    Alles anzeigen

    Die Frage ist ja auch ob "Totalität" eine Übersetzung nah am Text ist oder inwiefern da interprätierend übersetzt wird.

  • Bedeutung

    • pano
    • 14. September 2026 um 09:09

    Prompten kann ich auch

    Google Gemini:

    > Erläutere das Prinzip der Totalität im huayan und seine beziehung zu Sunyata?


    Das Prinzip der Totalität (Dharma-dhātu) im Huayan-Buddhismus – klassisch ausgedrückt durch die Lehre von der gegenseitigen Durchdringung und Identität aller Phänomene (Interpenetration) – besagt, dass kein Phänomen isoliert existiert, sondern jedes einzelne Element des Universums die Gesamtheit aller anderen Phänomene in sich birgt und von ihnen konstituiert wird.

    das ist im prinzip der aspekt auf den ich hinaus wollte.

  • Bedeutung

    • pano
    • 14. September 2026 um 07:16
    nobleperegrine69:
    pano:
    Werner Stepan:

    Für mich persönlich haben das Prajnaparamitra Mantra des Herzsutra und das Purnam Mantra der Upanishaden die selbe Aussage, eines bezeichnet die Leere als vollkommen und das andere die Fülle.

    das Konzept einer Fülle wird im chinesichen Flower Garland Buddhismus entwickelt. Wird sicher noch genug unterschiede zu einer hinduistischen Tradition geben. Hab gerade nicht mehr präsent wie das auf chinesisch hieß.

    Du meinst vermutlich Huayan (華嚴), also die chinesische Schule des Avatamsaka-Sutra. Die Nähe über das Motiv der Fülle ist interessant, aber gleichsetzen würde ich die beiden Traditionen auch nicht.

    Der Begriff den ich suchte war nicht der Begriff huayan (chin Bezeichnung für flower garland ), sondern für das Konzept aus dem huayan welches ich meine, ich glaube es war die Totality. Aber ist ewig her dass ich dazu was gelesen habe und ich finde es nicht mehr.

  • Bedeutung

    • pano
    • 13. September 2026 um 22:44
    Werner Stepan:

    Für mich persönlich haben das Prajnaparamitra Mantra des Herzsutra und das Purnam Mantra der Upanishaden die selbe Aussage, eines bezeichnet die Leere als vollkommen und das andere die Fülle.

    das Konzept einer Fülle wird im chinesichen Flower Garland Buddhismus entwickelt. Wird sicher noch genug unterschiede zu einer hinduistischen Tradition geben. Hab gerade nicht mehr präsent wie das auf chinesisch hieß.

  • Bodybuilding und Gesundheit

    • pano
    • 28. August 2026 um 22:31
    Sodann:

    Der war gut. :) Aber ich stelle mir vor, für den Buddha war das eher keine sportliche Übung, sondern das tägliche Leben mit Pilgern und Bettelgängen?

    Ich hab mal was von 15 km gelesen so als Abschätzung . Also pro Tag.

  • Bodybuilding und Gesundheit

    • pano
    • 28. August 2026 um 09:00
    Sodann:

    Ich mache auch seit 25 Jahren Krafttraining und Yoga. Damals aus einer Krankheit heraus und auch aus Eitelkeit, um einen schöneren Körper zu bekommen.

    Ich finde es spricht gar nichts dagegen, das zu tun, weil das Training enorm gut für die Stimmung und das Wohlbefinden ist.

    Heute frage ich mich manchmal, wie lange ich noch leben will und ob ich dann gesund sterben will. Ich denke manchmal, dass das Training meinen Selbstbezug noch vergrössert.

    Ist es denn ein buddhistisches Prinzip, dass man möglichst lange leben sollte und alles dafür tun?

    Je länger man lebt, desto länger kann man den Dharma praktizieren. Doch länger leben ist für mich kein Wert an sich.

    Auch wenn der Buddha nicht zum Krafttraining aufgerufen hat ich glaube der Pali Kanon enthält genug Hinweise auf ein beachtliches Laufpensum durchaus als Teil der Praxis.


    Ich mache Ausdauersport, wandere und hebe Hanteln. Gerade das Hanteltraining hat durchaus einen achtsamkeitsaspekt. Da kann man reinfühlen in den Muskel.

  • Erfahrungsaustausch Erwachte?

    • pano
    • 22. August 2026 um 17:09

    Lieber Andreas, deine Beschreibung hört sich für mich an wie die Beschreibungen vom stromeintritt. Nicht so sehr nach dem was ich unter Bodhi verstehen würde. Da ich mich weder für Strom eingetreten halte und immer noch mit dem klingeln des Weckers erwache statt außergewöhnliche bewusstseinszustände zu erreichen hab ich da aber nur Bücherwissen.

    Andreas:

    Guten Morgen 😃

    Thorsten Hallscheidt:

    Persönlich weiß ich nicht, ob ich "das Erwachen" je erlebt oder erfahren habe. Sicher habe ich aber durch die buddhistische Lehre in verschiedener Intensität und Tiefe etwas für mich ungeheuer Wichtiges erlebt, das mein Leben sehr verändert und sehr viele Fragen und Zweifel aufgeworfen hat.

    Mir geht es - zugegebenermaßen in der Rückschau 🫣 - so, dass das erste Erkennen, dieser eine, kleine Moment, in dem nichts mehr den Blick verstellt, eigentlich die größte „Gnade“)* des ganzen Weges ist.


    In diesem Moment wird „glauben“ zu „wissen“, das Suchen bekommt eine Richtung.
    Als wüsstest du, dass jemand für dich ein Licht ins Fenster gestellt hat.

    Du musst noch wandern und das kann anstrengend werden.
    Aber ist das wirklich schlimm, auf dem Weg nach Hause?

    Ich bin neugierig: ging euch das auch so?

    Christopher:

    der immerhin eine "Kensho"-Erfahrung erlebt und seitdem noch 25 Jahren Zen-Praxis dazugelegt hat

    Samadhi1876:

    Aber je mehr man in der Praxis / Übung fortschreitet

    Umso mehr wird man langsam dabei „nass“ ohne das man es sofort bemerkt. Ein langsames Erwachen…

    Anna-Lyse Dhamma:

    Erkenntnis, aufgrund einer Erwachenserfahrung, ist ja zunächst der Anfang

    Monikamarie:

    Eines Nachts träumte ich, dass ich mit einem kleinen Flugzeug von Bad Reichenhall auf den Watzmann geflogen wurde. Dann flogen wir wieder zurück. In Bad Reichenhall sagte der Pilot zu mir "so, jetzt musst Du den ganzen Weg zu Fuss zurücklegen.


    Seither gehe ich.

    Hotte:

    Die Erkenntnis bleibt ja, auch wenn du das Gefühl hast, dass die Quelle versiegt

    JoJu91:

    Das erstmalige bewusst erkannte "Erleben" oder "Erfahren" der Quelle ist das Erwachen.

    Das Anschließen meines Lebens an die Quelle ist die große lebenslange Aufgabe.


    …?


    Erwachen oder nicht und darum wissen, dass… oder nicht? Ist das so wichtig? Oder ist es tatsächlich so, wie JoJu91 sagt: dieser Moment IST bereits, der Rest ist „nur noch“ 🙄😂 Anschließen der Quelle ans eigene Leben?


    )* „Gnade“: ich habe kein besseres Wort dafür. Ich persönlich brauche keine Metaphysik, körperlich erfahrbar und ein bisschen Neurowissenschaft reicht mir. Dennoch gibt es Augenblicke, die so losgelöst von bisher Erfahrenem sind, dass ich auch verstehe, dass Mensch hier zur spirituellen Erklärung neigt. Und „Gnade“ auch, weil es kein für mich erkennbares „bedingtes Entstehen“ dafür gibt, da ist nichts in x hundert Stunden auf dem Kissen hergesessen, keine abzählbaren Schalen Matcha in Teezeremonien weggetrunken. Kein Verdienst, keine Belohnung. Einfach da.


    Herzliche Grüße

    Andreas

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  • Raffiniertes Ego

    • pano
    • 18. August 2026 um 20:33
    Wetering:

    Hallo Ambi,


    vielleicht hilft das beim Thema Stolz:


    Was kann man gegen das Störgefühl ,,Stolz“ tun?


    Antwort von Lama Ole Nydahl:
    ... Man macht den ausgrenzenden Stolz zu einem umfassenden Stolz, d.h. anstatt zu denken: „Wie toll ich bin“ denkt man „Wie toll sind wir doch alle“. ...

    Alles anzeigen

    Ein guter Weg für Ole Nydahl sich mit dem eigenen Ego nicht auseinandersetzen….

    Eine gute Übung für ihn wäre gewesen das wir-sind-stolz Gefühl mit einem wir zu üben dass beispielsweise die Afghanen einschließt.

  • Erfahrungsaustausch Erwachte?

    • pano
    • 15. August 2026 um 10:52

    Ich bin heute um 8:45 erwacht.

  • Körper,Geist und Seele

    • pano
    • 4. August 2026 um 22:27
    Matthie:

    Noch mehr überrascht es mich, dass ein Teil der Buddhisten die Idee einer Seele ablehnt.

    Es sollte nicht überraschen weil ein begriff wie Seele so überdefiniert ist dass man kaum weiß wie wer gemeint ist. Seele hat oft die Bedeutung eines unsterblichen Anteils die einem Menschen innewohne. Somit ist sie vergleichbar mit Atman, dem selbst im brahmanischen Glauben. Und an dieser Idee hat sich der Buddhismus lange abgearbeitet.


    Matthie:

    Die Seele vergisst diesen Schmerz nie. Der Geist vergisst viel 😂.

    Der Mahayana Buddhismus hat den begriff alaya-vijñāna (Speicherbewusstsein), der scheint mir parallelen zu deiner Begrifflichkeit zu haben.

  • Wie viel muss man gelesen haben?

    • pano
    • 2. August 2026 um 20:43

    Pali hat sich erst nach dem Tod des Buddhas ausgeformt. Der Buddha sprach ein Prakrit. Es ist davon auszugehen dass der Pali Kanon eine Art Übersetzung darstellt der überlieferten Reden. So ein bisschen als ob der Buddha auf Katalanisch gepredigt hätte und die Überlieferung dann auf Spanisch umgestellt wurde. Alles relativ nah verwandte Sprachen aber eben unterschiedliche Sprache.

  • Wie viel muss man gelesen haben?

    • pano
    • 2. August 2026 um 19:41

    Es kann schon sein dass der Buddha Sanskrit gelernt hat, oder eben auch nicht. Man muss ein bisschen aufpassen, Sanskrit hat über Jahrhunderte natürlich großes Prestige besessen. In wie weit es über den Subkontinenten mit welcher Bedeutung verbreitet war im 5. vorchristlichen Jahrhundert, da fehlen ein bisschen die Quellen. Es wurde ein bis zweihundert Jahre später von Panini grammatikalisch beschrieben insofern war es natürlich schon längst auf dem Subkontinent etabliert. Das könnte auch darauf hindeuten dass Sanskrit im Umfeld des Buddhas bekannt war. Aber vielleicht wurde da auch einfach das örtliche Prakrit gesprochen.


    Im Pali Kanon fällt z.B. auf dass der vedische Pantheon wie wir ihn aus den Sanskrit Quellen kennen keine (bzw. wenige) Auftritte haben. Auch werden nur wenige Vedas erwähnt. Das ist für mich ein Indiz dass es vielleicht eine andere örtliche Subkultur gab, und wir kennen Sanskrit eben über andere Übertragungslinien die nun die komplette kulturgeschichtliche Deutunghoheit erreicht haben.


    Sanskrit kommt aus dem nordwestlichen Indien ursprünglich, der Buddha aus dem Nordöstlichen Indien.

  • Alt werden

    • pano
    • 2. August 2026 um 13:08

    Es gibt schon texte, mit einer KI Recherche habe ich mal einen gefunden (mehr KI steckt im rest meines Posts dann auch nicht):

    Strophen der altehrwürdigen Nonnen: Thig 5.2:

    (...)
    Heute bin ich um Almosen umhergezogen,
    mein Kopf ist geschoren, ich trage die äußere Robe.
    Ich habe mich zum Meditieren an den Fuß eines Baumes gesetzt
    und bin von Gedanken frei geworden.

    Alle Joche sind durchtrennt,
    himmlische und auch menschliche.
    Alle Befleckungen sind ausgelöscht,
    ich bin abgekühlt und verloschen.

    Alles anzeigen


    hier interessant ist, dass verloschen hier im Pali Text durch das Adjektiv "nibbutā" ausgedrückt ist. Die Nominalform ist "Nibbana" (Nirvana). Es geht hier also nicht darum, dass die Nonne hier verwelkt und erlischt, sondern es geht um das erreichen von Nibbana.


    Es gibt im Pali Kanon zwei Sammlungen von Texten die älteren Nonnen und Mönchen zugeschrieben werden:

    • https://en.wikipedia.org/wiki/Ther%C4%ABg%C4%81th%C4%81 (Strophen der älteren Nonnen)
      auf Sutta Central: https://suttacentral.net/pitaka/sutta/minor/kn/thig?lang=de
      in 2 deutschen Übersetzungen zugänglich.
    • https://en.wikipedia.org/wiki/Theragatha (Strophen der älteren Mönche)
      suttacentral: https://suttacentral.net/thag?view=normal&lang=de

    In den texten gehts nicht unbedingt nur ums altern. Denn das altern, und das allein ist auch schon eine Aussage. Das Leben geht ja weiter.

  • Wie viel muss man gelesen haben?

    • pano
    • 2. August 2026 um 12:54
    Werner Stepan:

    Der Buddha wurde als Königssohn Siddhartha Gautama in Lumbini (Nepal) geboren, da kann ich mir vorstellen dass er einer der wenigen seiner Zeit war der Lesen und Schreiben konnte.

    Sanskrit: Ist eine sehr alte indische Literatursprache aus der indoeuropäischen Sprachfamilie. Der Name bedeutet „vollkommen“ oder „zusammengestellt“. Sie gilt im Hinduismus und Buddhismus als heilige Sprache und ist vergleichbar mit der Bedeutung von Latein in Europa.

    Philosophie: Grundsprache für viele Schriften des Yoga und des Buddhismus.

    Quelle Wikipedia, und Teil meines angelesenen Wissens.

    MfG Werner

    Hallo Werner,


    zu Lebzeiten des Buddhas gab es keine Schrifttradition, weswegen die Lehrreden mündlich übertragen wurden (sprich: auswendig gelernt). Das gleiche gilt für die hinduistischen Texte. Erst später erfolgte die Niederschrift in der Brahmi-Schrift.

  • Manipulation in Buddhas Namen?

    • pano
    • 1. August 2026 um 21:20

    Christopher der Begriff Zenmeister triggert ja sowieso schon meine anti-autoritäre Ader. Früher hat man geistliche Würdenträger mit Titeln wie Eminenz, Exzellenz, Hochwüden überschüttet. Ich finde diese überhöhungen unangemessen. Lehrer, Bhikkhu, Priester, all das sind Funktionsbezeichnungen bei denen ich irgendwie noch mitgehen kann.


    Neulich war ich auf die webseite einer deutschen Triratna gemeinde gestolpert auf der hatten alle vorgestellten Mitglieder einen Sanskrit Dharma Namen. Auch das ist eigentlich irgendwie creepy. Dennis Lingwood posierte unter dem Titel Sangharakshita und missbrauchte fleißig innerhalb seiner "Sangha".

  • Alt werden

    • pano
    • 1. August 2026 um 19:03

    Ist die Einsicht des Buddhismus nicht eher so, dass unser Umgang mit dem Altwerden die Quelle des Leids ist, nicht per se das altern. Wenn wir nicht Einsicht in anatta haben (die Wahrheit dass alles Vergänglich ist), dann hängen wir der Idee nach, dass da etwas verlustig gegangen ist, und aus diesem Bedauern entsteht unnötiges Leid.


    Ich will damit sagen: der Buddhismus eröffnet die Möglichkeit positiv aufs Altwerden zu blicken, weil man sich von konventionellen Vorstellungen befreien kann.

  • Manipulation in Buddhas Namen?

    • pano
    • 1. August 2026 um 13:23
    Matthie:

    Ich habe mir den Podcast mittlerweile auch zu Ende angehört.

    Ich finde es durchaus heilsam seine eigene schmutzige Wäsche zu waschen.😜


    Was ich mich immer Frage bei solchen Enthüllungen ist, wie kann es

    passieren das man auf solche „Irrlehren reinfällt und sich so manipulieren lässt“

    Viel wichtiger: Kann mir das auch passieren ?

    Früher hätte ich wahrscheinlich geantwortet:

    Nein bin da viel zu skeptisch.

    Mittlerweile weiß ich, dass man jeden Menschen brechen kann und auch das psychische Manipulation nicht immer leicht zu durchschauen ist.

    Vor allem wenn man drinnen steckt und der nötige Abstand fehlt.

    Wie kann man sich davor schützen ?


    Ob Meister und Mausi
    Psychopathen sind oder unreife Kinder kann ich nicht beurteilen.

    Ich gewinne aber den Eindruck das Sie es wirklich glauben ihrer Sangha zu dienen und Ihnen das Bewusstsein fehlt Ihre Sangha auszunutzen.

    Was eher für den Psychopathen spricht.

    Mir kommt es so vor als ob man sich selbst manipulieren kann bis man dann selbst diesen Unsinn glaubt.

    Klar NLP Techniken zeigen ja bereits das man sein Gehirn neu „programmieren“ kann bzw. seinen Geist beeinflussen kann.

    Gerade deshalb sehe ich auch diese Techniken eher spektisch und man muss da definitiv Vorsichtig sein.


    Ich hoffe auch das der Podcast etwas bewegen kann und die Sangha sich nicht mehr ausnutzen und manipulieren lässt von Meister und Mausi.


    Mausi sein Erbe überschreiben ? WTF 😳

    Alles anzeigen

    Es ist natürlich so ein bisschen survivorship bias. Aus 1000 Leuten die manipulativer sektenführer werden wollen oder vielleicht den Neigung dazu hätten sich als solcher zu entpuppen, schaffen es viele halt einfach nicht. Und somit sind die, die dann in solchen fällen auffallen Leute mit einem gewissen Talent zur Manipulation und zum Menschen Fischen.

    Dann gibts einen zweiten survivorship Bias, denn genug Leute geraten in die Peripherie dieser Gruppen und sind schnell wieder weg, weil sie klar durchschauen dass die „Kuchen“ Spende Aktion komplett Gaga ist. Das heißt die Gruppe filtert auch für sagen wir mal anfällige Anhänger. (Damit beschuldige ich nicht die Opfer, es erklärt nur wie man eine zweistellige Gefolgschaft haben kann).

  • Buchempfehlungen gesucht

    • pano
    • 31. Juli 2026 um 18:22

    Die Übersetzung nach Geldsetzer habe ich auch. Sie wird ähnlich anspruchsvoll sein wie die andere Ausgabe, die du oben eingestellt hast. Wenn ich mich recht erinnere,

  • Buchempfehlungen gesucht

    • pano
    • 30. Juli 2026 um 20:38
    Werner Stepan:

    Ich bin auch neu, und habe mit den Büchern:

    Form ist Leere ist Form, das Herz Sutra von Robert Wydler Haduch.

    Der buddhistische Weg zum Glück, das Herz Sutra von Dalai Lama begonnen.

    Jetzt versuche ich:

    Die Philosophie der Leere,Nagarjunas Mulamadhyamaka-Karikas von Bernhard Weber-Brosamer/Dieter M. Back zu verstehen, ist leider sehr schwer zu lesen.

    https://www.amazon.de/mittlere-Weg-Glaube-Vernunft-Harmonie/dp/3424350125

    das ist eine zugänglichere Einführung

  • Leihmutterschaft - aus buddhistischer Sicht...?

    • pano
    • 30. Juli 2026 um 07:41
    Anna Panna-Sati:

    Ja, lieber pano , danke für den wichtigen Hinweis, aber man adoptiert Kinder ja nicht "direkt von der Mutter weg" - Mütter in Not, z.B. in Peru, würden ihr Kind wohl zunächst in eine staatliche Einrichtung bringen, welche dann, zusammen mit staatlichen Ämtern/Behörden, Adoptionen genehmigen muss.

    Das glaubt man erstmal aber nach meinem aufmerksamen TV Studien ist das oft genug der Fall. Da wurden auch Fälle gezeigt wo Schwangere in eine andere Stadt gebracht wurden dass die Agentur das Kind dann abgreifen kann. „Vater“ hat das Geld eingesteckt. In einem anderen Beispiel wurde die Putzfrau einer im Ausland lebenden deutschen Familie schwanger und man hat sich geeinigt dass die deutsche Familie das Kind übernimmt. Dann ging es zurück nach Deutschland und später suchte das Kind die eltern. Die Sendung ist letztlich keine kritische Dokumentation sondern eine Emptionale die darauf aus ist das Harmoniebedürfnis mit Familienzusammenführungen zu erfüllen. Was ich hier wiedergebe sind also eher meine Beobachtungen, die in der Sendung keineswegs skandalisiert werden. Aber nach ein paar Folgen erkennt man schon die Muster.


    Adoptionen verdamme ich natürlich nicht aber sie haben auch Probleme.

  • Leihmutterschaft - aus buddhistischer Sicht...?

    • pano
    • 27. Juli 2026 um 19:36

    Es wird ja auch oft auf die Möglichkeit zur Adoption verwiesen. Auch das ist ja teils schwierig für Homosexuelle Paare und gerade auslandsadoptionen sind auch nicht ohne ethische Probleme. (Wenn eine Mama aus Peru ihre Familie nicht durchfüttern kann, ist es dann ethischer ihr Kind zu adoptieren oder vielleicht doch besser Patenschaften zu übernehmen ?).


    Am Ende wird mit Kindern und Müttern geschachert. Regulierte Leihmutterschaft im Inland gäbe vielleicht noch die Möglichkeit zur Steuerung.

    Das Modell eine Leihmutter im Ausland zu engagieren und dann das Kind in Deutschland anerkennen zu lassen, wirkt für mich nach einer der schlechtesten Optionen.


    Nicht alles was unethisches ist muss verboten sein.

  • Tiantai Buddhismus: Wie Zhiyi auf die 3 Wahrheiten kam

    • pano
    • 26. Juli 2026 um 22:23

    Ich bin auf ein Vortragsmanuskript gestoßen über Tiantai-Buddhismus in China, und ich fand das einfach eine interessante herleitung wie sich die Auslegungen des Dharmas entwickeln können. Hier also einige Abschnitte von Seite 133 / 134. Die folgende Zitatbox habe ich mit AI erstellt (die hat die Texterkennungs-Tippfehler ausgewetzt und die Zitateboxen erstellt).

    Carsten Krause:

    Für die Begründung von den Drei Wahrheiten konnte Zhiyi auf kein indisch-buddhistisches Werk zurückgreifen. Immerhin gab es im 6. Jh. zwei apokryphe (von Chinesen verfasste) Sutras, in denen bereits die Idee von den Drei Wahrheiten auftauchte. Zhiyi wählte als maßgebliche Grundlage aber letztlich einen Vers aus den berühmten, von Nagarjuna verfassten „Grundlegenden Merkversen über die Mitte“ (Mūlamadhyamakakārikā).

    Dabei ist es eigentlich ein Zufall, dass dieser Vers Zhiyi so inspirieren konnte. Für ihn las sich der Vers in der chinesischen Übersetzung nämlich völlig anders, als er im Sanskrit-Original von der indischen Tradition verstanden wurde:

    Übersetzung des Sanskrit-Originals (Übers.: E. Frauwallner, im Sinne der traditionellen indischen Interpretation):

    Zitat

    Das abhängige Entstehen ist es,
    das wir als Leerheit bezeichnen.
    Sie ist bloße Benennung auf irgendwelcher Grundlage
    und sie (bzw. es?) ist der Mittlere Weg.

    Zhiyis Lesart (Dabei ist anzumerken, dass die chinesische Übersetzung durchaus sowohl in Zhiyis Sinne als auch im Sinne der indischen Interpretatoren gelesen werden kann):

    Zitat

    Sämtliche von Ursachen und Bedingungen hervorgebrachten Dharmas
    bezeichne ich als leer (1. Wahrheit)
    und als Vorläufige Benennungen (2. Wahrheit)
    und als identisch mit der Bedeutung vom Mittleren Weg. (3. Wahrheit)

    Wie unschwer zu erkennen ist, besteht der wesentliche Unterschied darin, dass in Zhiyis Interpretation alle Aussagen der Zeilen 2–4 auf das Subjekt in Zeile 1 bezogen werden, nämlich auf die Dharmas, d. h. die Daseinsfaktoren, die die von uns üblicherweise wahrgenommene Welt konstituieren.

    Daraus leitet Zhiyi den folgenden Stufenweg ab, mit dem ich auf den zweiten Aspekt – die Hierarchie der Drei Wahrheiten – eingehe:

    Die Hierarchie und der Praxisbezug der Drei Wahrheiten

    In dem ersten Schritt geht es darum, die gesamte Welt als leer zu erkennen. Die Vergänglichkeit und somit auch Substanzlosigkeit, also Leerheit (Unwirklichkeit), alles Seienden ist als Absolute Wahrheit zu verstehen.

    Ausgehend von dieser Erkenntnis geht Zhiyi über zu der eingeschränkten, Relativen Wahrheit: Sie gründet zwar in der absoluten Leerheit aller Dharmas, lässt aber deren Vorläufige Benennungen zu. Damit ist gemeint, dass die geschickte Anwendung beispielsweise von sprachlichen Mitteln (› Differenzierungen) es dem Bodhisattva erlaubt, anderen Wesen auf individuelle und angemessene Weise zum Weg der Erlösung zu verhelfen.

    Mit der Dritten Wahrheit nimmt Zhiyi schließlich eine Betrachtung vor, die weder der Leerheit, noch dem vorläufigen existenziellen Charakter der Dinge einseitige Aufmerksamkeit schenkt, sondern die ausgewogene Mitte der Ersten und der Zweiten Wahrheit bildet; sie wird daher auch bezeichnet als „Höchste Wahrheit des Mittleren Wegs“.

    Alles anzeigen
  • Manipulation in Buddhas Namen?

    • pano
    • 26. Juli 2026 um 14:46

    Zen hat allgemein das Problem, das man mit so ein paar Paradoxien schon richtig viel Zen-Habitus an den Tag legen kann. Und dieses mysteriöse ist dann auch wieder etwas was die Schüler anzieht. Spende mir den 36000 EUR Luxusurlaub, du verstehst das dann, wenn du erleuchtet bist, versprochen..


    (ist ein Problem letztlich in allen esoterischen Systemen. Das gleiche in Gründ findet sich in esoterischen Gruppen mit Geheimlehren, da versteht mans dann eben auch nur wenn man eingeweiht ist)

Ausgabe №. 137: „Sorgen entsorgen?"

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