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  1. Buddhaland Forum
  2. JoJu91

Beiträge von JoJu91

  • Bedeutung

    • JoJu91
    • 25. September 2026 um 07:17
    Werner Stepan:

    Das im Bewusstsein zwar als wahr angenommen wird,

    Was als wahr angenommen wird, kann bezweifelt werden.


    Aber es gibt eine einzige "Sache", ein einziges Phänomen, das jetzt in diesem Moment nicht bezweifelt werden kann.

  • Bedeutung

    • JoJu91
    • 23. September 2026 um 07:34
    Werner Stepan:

    ... kein irgendwie gearteter Bewusstseinszustand (Nirvana/Samadhi o.Ä.) kann mit Sicherheit beweisen was die Wahrheit ist,

    aber es gibt eine einzige "Sache", ein einziges Phänomen, das nicht bezweifelt werden kann.


    :medim::mediw:

  • Alkohol

    • JoJu91
    • 17. September 2026 um 08:17
    Hue32:

    Wenn jemand betrunken ist und randaliert, darf man ihn selbstverständlich aus einem geschützten Raum entfernen. Aber man kann das tun, ohne ihn als Menschen abzuschreiben. Man kann Grenzen setzen und gleichzeitig Mitgefühl bewahren.

    Das ist selbstverständlich, das man Mitgefühl bewahrt und ihn als Menschen nicht abschreibt.


    Für Angehörige, Freunde und sonstige Nahestehende gilt im Umgang mit noch aktiv trinkenden Alkoholikern und anderen Drogensüchtigen in der Suchthilfe der vielleicht brutal klingende Satz: "In Liebe loslassen".

  • Bedeutung

    • JoJu91
    • 17. September 2026 um 08:11
    Werner Stepan:

    Und ja, auch der " höchste " Bewusstseinszustand ist immer noch ein Zustand des Bewusstseins.

    Ja, er ist kein Zustand des Todes im Sinne des Nihilismus oder der völligen Unbewusstheit wie im Tiefschlaf.


    Wobei der Nihilismus auf manche Buddhisten eine gewisse Anziehungskraft besitzt, vor allem auf Buddhisten mit viel dukkha und Frustration, so war es bei mir anfangs.

    Im Grunde suchte ich nach einer absolut sicheren Form des Selbstmords, ein Selbstmord der garantiert nicht zu einer Wiedergeburt führt sondern zu einem Schlaf ohne Ende.

  • Bedeutung

    • JoJu91
    • 17. September 2026 um 08:07
    void:

    Auch wenn die Pfade natürlich weitgehend parallel verlaufen, war der Grund warum er sich entschloss zu lehren der, dass die bisherigen Wege das Ziel nicht erreichen.

    Der Grund war vielleicht, dass die bisherigen Wege für die Menschen seiner Zeit - seines Zeitgeistes - nicht mehr der geeignetste war, die Sprache des Pali-Kanon lässt vermuten, dass die Schüler des Buddha sich vorwiegend aus dem Kreis der Analytiker, Philosophen, Denker, Intellektuellen rekrutierten.

  • Bedeutung

    • JoJu91
    • 17. September 2026 um 08:03
    void:

    Er klassifizierte brahmanische Theorien über ein kosmisches Selbst nicht als "alternative Pfade", sondern als Irrtum, der die Befreiung aus dem Kreislauf der Wiedergeburten verhindert.

    Brahmanische Theorien über ein kosmisches Selbst sind Irrtümer, weil es eben Theorien sind, die das Alltags-Bewusstsein in Form von Begriffen, Wörtern, Sätzen konstruiert, was auch eine KI kann. Alle Theorien sind Gedanken-Gebäude und somit falsch, manche nützlich, manche gefährlich.


    In der Anatman-Lehre geht der Buddha den entgegengesetzten Weg: Er konstruiert keine Theorien, sondern de-konstruiert und widerlegt sie allesamt, was das Alltagas-Bewusstsein, das alles erklären will und das Nicht-Wissen fürchtet, an seine Grenzen bringen soll.

  • Bedeutung

    • JoJu91
    • 17. September 2026 um 07:59
    Hue32:

    Das buddhistische „Nicht-Selbst“ ist kein philosophischer Trick, mit dem man das „Ich“ einfach auflösen könnte, sobald man genügend darüber nachgedacht hat. Und es ist ebenso wenig eine Einladung, sich selbst mit immer feineren Begriffen zu analysieren.

    Das buddhistische "Nicht-Selbst" ist konkret und unmittelbar erfahrbar.

    Im einfachsten und klarsten, ursprünglichsten Bewusstseins-Zustand, Samadhi.

    Ohne intensive Meditations-Praxis meiner Meinung nach aber (fast ?) unmögich.

    Das Alltags-Bewusstsein kann das Nicht-Selbst nicht erfahren.

  • Alkohol

    • JoJu91
    • 15. September 2026 um 07:55
    Hue32:

    Man hätte dem Mann beispielsweise ruhig erklären können, dass er in seinem Zustand nicht an der Meditation teilnehmen kann, ihm aber gleichzeitig deutlich machen können, dass er als Mensch willkommen ist und gerne wiederkommen darf, wenn er nüchtern ist.

    Es ist das Wesen des Betrunkenseins, dass es für Erklärungen nicht zugänglich ist.

    Wenn er am nächsten Tag wiederkommt, weiß er wahrscheinlich nicht mehr, dass er bereits gestern hier war und Erklärungen bekommen hat.

    Der Betrunkene randaliert auch deshalb, weil er glaubt, er habe den vollen Durchblick und die Leute, die hier meditieren und ihm Erklärungen geben, sind die Deppen, weil sie wie der Rest Welt keine Ahnung haben und nicht auf ihn hören.


    Für normale Menschen nicht nachvollziehbar, ich weiß.

  • Bedeutung

    • JoJu91
    • 15. September 2026 um 07:42
    void:

    Buddha geht mit seiner Anatman Lehre drüber hinaus.


    Wenn man die Mahayana Sutren mit den Lehren der Upanischaden gleichsetzt, dann kann das ja zweierlei bedeuten:
    Der Buddhismus ist einfach nur einfach alter Wein in neuen Schläuchen ist. Im Grunde war es unnötig dass der Buddhismus entstand, wenn ja schon die Upanischaden das Gleiche aussagen.
    Es gibt im Mahayana eine Gefahr aus Leerheit ein "Ganzes" zu machen, es droht ein Rückfall hinter Anatta.

    Buddha legt mit seiner Anatman Lehre einen anderen Schwerpunkt, eine andere Methode um zur Quelle allen Seins zu gelangen.


    Der direkte Weg, der auch im Shikantaza-Zen oder in der Mahamudra- oder Dzogchen-Meditation gegangen wird, ist nicht diskursiv, arbeitet also nicht mit Begriffen, Worten und Sätzen, sondern befreit in tiefer Meditation "Brahman von seinen Hüllen", geht direkt in die "Lücke zwischen den Gedanken".


    Der indirekte Anatman Weg, ähnlich dem Koan-Zen, bringt den denkenden Geist durch immer tiefere Analysen der (Nicht-)Existenz der "Welt" an einen Punkt, an dem er irgendwann die Waffen streckt und kapituliert, wodurch eine wache Lücke zwischen den Gedanken entsteht, in der - hoffentlich - die Quelle allen Seins erkannt wird. Der Weg für analytische, mathematische Geister, Grübler, Denker.

  • Bedeutung

    • JoJu91
    • 15. September 2026 um 07:30

    Das wahrscheinlich intellektuell perfekteste Werk der Philosophie hat Spinoza mit seiner "Ethik" geschaffen, ausgehend von einer kleinen Anzahl Axiomen entwickelt er eine brilliante Theorie der Welt des menschlichen Alltagsbewusstseins, in präziser lateinischer Sprache.


    "Das, was alles enthält und in nichts enthalten ist ausser in sich selbst ... "

  • Bedeutung

    • JoJu91
    • 15. September 2026 um 07:26
    Hue32:

    Mich interessiert besonders die Frage, ob man sagen kann: Alles geht ineinander über, alles entsteht aus Bedingungen, die sich gegenseitig bedingen – und gerade deshalb entsteht kein übergeordnetes Wesen und kein inhärentes, aus sich selbst bestehendes Selbst.

    "Alles geht ineinander über, alles entsteht aus Bedingungen, die sich gegenseitig bedingen"


    Das ist eine Beschreibung der Welt der Maya, der Illusion, die (s)khanda-Welt, durchaus real, aber nicht die Wirklichkeit.

    Den Schöpfer dieser illusionären Welt zu erkennen, ist die Aufgabe, ohne einen durch Meditation "geläuterten" klaren Geist aus meiner Sicht so gut wie unmöglich.


    "Ich habe Dich erkannt, Baumeister dieses Hauses ["dieser illusionären Welt]"

    war so oder ähnlich angeblich der erste Satz des Buddha nach seiner Erleuchtung.


    Der den Baumeister erkennt, steht ausserhalb der Welt der Maya und ist nicht das Ich.


    :mediw::medim:

  • Bedeutung

    • JoJu91
    • 14. September 2026 um 07:56

    In einer Analogie ist das ursprüngliche Bewusstsein wie der leere Raum ohne Wände.


    Weil es leer ist, kann es alles enthalten, unendliche Formen, unendliche Fülle.


    Sobald es das erste Ding enthält, den ersten Inhalt, ist nicht mehr leer, nicht mehr ursprünglich, sondern bedingt und in seiner Schöpferkraft beschränkt, es ist skhanda-Bewusstsein.

  • Biocomputing: Wenn menschliche Neuronen anfangen, Doom zu spielen

    • JoJu91
    • 10. September 2026 um 08:07
    Hue32:

    Intelligenz ist zunächst einmal die Fähigkeit, Informationen zu verarbeiten, Zusammenhänge herzustellen und Neues zu kombinieren. Die viel schwierigere Frage lautet: Was geschieht, wenn zu dieser Intelligenz ein biologischer Träger hinzukommt?

    Das ist die Intelligenz des menschlichen Alltagsbewusstseins, die Intelligenz des (s)khanda-Bewusstseins, die prinzipiell auch auf einen nicht-biologischen Träger kopiert werden kann und dort ihr Spiel spielen kann.


    Das menschliche Alltagsbewusstsein kann, klassischerweise in der Meditation, "transzendiert" werden, dann erscheint das "ursprüngliche" oder (in Zen-Terminologie) "Hishiryo-"-Bewusstsein, das nicht mehr "Ich" ist, sondern die schöpferische Quelle aller Erscheinungen, die Quelle auch des auf Datenträger übertragbaren (s)khanda-Bewusstseins.

    Aus dem Nichts unzählige Welten zu erschaffen, ist eines ihrer Merkmale.


    Deshalb ist m.E. eine intensive Mediationspraxis so wichtig, zumindest für einen gewissen Zeitraum.

  • Working Class Dharma

    • JoJu91
    • 10. September 2026 um 07:52
    Hue32:

    Aber das ist etwas völlig anderes als ein sozialer Brennpunkt wie das Frankfurter Bahnhofsviertel.

    Das Frankfurter Bahnhofsviertel ist ein gutes Beispiel.


    Dort sitzt vielleicht nur wenige hundert Meter entfernt im gläsernen Hochhaus ein Banker, dessen fünfzigtausend netto im Monat für Alkohol, leichte Mädels und Crack draufgehen, dessen massive seelisch-psychische Krisensituation aber nicht sichtbar ist, weil er einen Brioni-Anzug trägt und Schuhe von Lloyds.

    Wenn er Job und Familie verloren hat, landet er vielleicht bald in einem Steh-Ausschank im Bahnhofsviertel. Hier hat er den "Vorteil", endlich eine gewisse Narrenfreiheit zu "geniessen", er fällt nicht mehr unangenehm auf, wenn er frühmorgens in abgerissenen Klamotten das erste Bier und den ersten Schnaps trinkt.


    Was Meditation und Seshins betrifft, ich habe nicht freiwillig aus Langeweile damit begonnen, sondern weil ich in einer massiven Krisensituation war, die handfesten und gröberen Therapieschritte aber schon hinter mir hatte ...

  • Working Class Dharma

    • JoJu91
    • 9. September 2026 um 10:36
    Hue32:

    Dann ist ein Zen-Sesshin also ein Brennpunkt, weil nach sechs Stunden Sitzen der Rücken zwickt und der eigene Geist einen nicht mehr in Ruhe lässt.

    Nein, weil dort viele Leute sitzen, die genau so viel Leid in sich haben, wie viele Leute in sozialen Brennpunkten, nur bei den Leuten im Zen-Sesshin ist es äußerlich nicht so sichtbar.


    Wer tut sich ohne viel dukkha ein Zen-Sesshin an, von einigen Philosophen und Iron Man Yogis abgesehen ?


    :cry:

  • Majjhima Nikāya 102, Pañcattayasuttaṃ

    • JoJu91
    • 5. September 2026 um 08:49
    Upasaka Dhammavicayo:

    Der Spruch ist klasse, um den Kopf freizubekommen, wenn man sich verrennt.

    Richtig, so hat der weise Herr das wohl gemeint.:)

  • Majjhima Nikāya 102, Pañcattayasuttaṃ

    • JoJu91
    • 5. September 2026 um 08:11
    Upasaka Dhammavicayo:

    In diesem Sutta geht es um die ganzen wilden Spekulationen, die sich die Leute über die Vergangenheit und die Zukunft zusammenreimen.

    Das erinnert mich an eine (Scherz-?)Frage, die mir ein weiser Mentor meiner jüngeren Jahre öfter stellte, wenn ich Horror-Szenarien für die Zukunft entwickelte.


    "Was sind die zwei unwichtigsten Tage im Leben ?"


    "Gestern und morgen"

  • Working Class Dharma

    • JoJu91
    • 2. September 2026 um 08:42
    lotusbomber:

    Die eigentliche Frage: Kennt jemand Projekte – Gegenwart, Vergangenheit - bei denen in "Brennpunkten" meditiert wird.

    Jedes ernsthafte Zen-Sesshin, jedes ernsthafte Meditations-Retreat, egal ob einen Abend oder zwei Wochen, ist ein Brennpunkt, an dem ich meditieren kann.

    Der Brennpunkt ist vielleicht nicht so offensichtlich erkennbar.


    "

    Sie haben hier einen Abenteuer-Urlaub gebucht.

    Einen Abenteuer-Urlaub der Seele (!).

    Sie hätten für Ihr Geld auch einen Trip durch die Wüste Gobi buchen können.

    Aber hier geht es genau so hart zu.

    ...

    "


    (Der Pater des Klosters Maria Stein in "Monace Franze - Mehr seelisch, verstehns ?")

  • Aṅguttara Nikāya 9:13, Mahā-Kotthita Sutta

    • JoJu91
    • 2. September 2026 um 08:14
    Anna-Lyse Dhamma:

    Eigentlich sollte das Sehen der Vergänglichkeit kein Problem darstellen - überall und andauernd steht sie ja vor Augen, ist auch immer wieder unmittelbar zu erfahren.

    Das Sehen der Vergänglichkeit war das Hauptproblem meiner Jugend, so ab etwa sechzehn.


    "

    Warum lernen, eine Ausbildung machen, eine Familie gründen, ein Haus bauen, warum sich all den Stress machen, wenn man dann doch wieder alles verliert ?

    Warum machen die Menschen das ?

    Erkennen sie nicht, dass das Leben ist ein Betrug ist, ein Schwindel, dass da was stimmt was nicht stimmt ?

    "


    :cry:

  • Aṅguttara Nikāya 9:13, Mahā-Kotthita Sutta

    • JoJu91
    • 2. September 2026 um 08:09
    Anna-Lyse Dhamma:

    Oder benötigen selbst Arahants immer wieder eine Erinnerung und "Auffrischung" des Dhammas?

    Ich würde sagen, ja.


    Arahants haben Farbe und Form, manche sind heute glücklich, manche sind heute traurig.


    Müssten sie keine Fragen mehr stellen, weil sie alle Antworten kennen, wären sie perfekt.

    Wären sie perfekt, dürften sie sich nie mehr bewegen, dürften nie mehr fühlen, denken und handeln, denn jedes Denken, Fühlen, Handeln würde sie aus dem Zustand der Perfektion zurück in die Unvollkommenheit katapultieren.


    :cry:

  • Gibt es inzwischen nonduale Zenklöster?

    • JoJu91
    • 2. September 2026 um 07:51
    verrückter-narr:

    Über die Existenz der Phänomene gibt es unterschiedliche Ansichten und die Gelehrten und Yogins streiten sich darüber seit Jahrtausenden von Jahren und nicht nur im Buddhismus, sondern auch in den anderen Religionen und Philosophien. Die unterschiedlichen philosophischen Richtungen im Buddhismus sind sich auch nicht einig darüber und es hängt wohl auch von dem jeweiligen subjektiven Bewusstsein oder Geist ab.

    Der Satz


    " ... es hängt wohl auch von dem jeweiligen subjektiven Bewusstsein oder Geist ab"


    trifft es nach meiner Erfahrung sehr gut.


    Im Alltagsbewusstsein scheinen die Phänomene eine gewisse geordnete, formal darstellbare Struktur zu haben und im Ablauf gewissen berechenbaren "Gesetzen" zu folgen, ein subjektiver Grund, warum Mathematik und Naturwissenschaften weltanschaulich als "Notwehr gegen die Wahrheit" (Nietzsche) eine gewisse Faszination ausüben.


    Im meinem nächtlichen Traumbewusstsein sind die Phänomene meist chaotisch und völlig unberechenbar, Wissenschaft wäre hier unmöglich.


    In Samadhi, dem klarsten und einfachsten Bewusstseinszustand, oder auch nur den "den höheren Jhanas" wiederum erscheinen viele Phänomene des Alltagsbewusstseins traumgleich und irreal.


    Traumgleich und irreal aber nicht im Sinne der Erfahrungen des Rausch-Bewusstseins, das durch Drogen erzeugt wird, für die wir individuell empfänglich sind, aber das ist Thema eines anderen Threads.

  • Gibt es inzwischen nonduale Zenklöster?

    • JoJu91
    • 29. August 2026 um 08:27
    Leonie:

    Im übrigen war Huineng kein Koch, sondern ist zum Reiswaschen in die Küche geschickt worden. Dabei ist das eine sehr interessante Übung, denn es gilt da sein Unterscheidungsvermögen und seine Sorgfalt zu schulen.

    Daran sieht man, in welcher Liga Huineng gespielt hat, wenn es ihn denn so wie beschrieben wirklich gegegeben hat.


    Kommt als Erleuchteter an die Klosterpforte, wird von einem Rüpel (Meister Konin) mit rassistischen Sprüchen empfangen, lebt im Kloster als Küchenhilfe zum damaligen Mindestlohn an unterster Hierarchiestufe zusammen mit Männern, denen er haushoch überlegen ist, die sich aber Mönche nennen, obwohl sie teilweise von sehr zwielichtigem Charakter sind, vor denen er am Ende noch fliehen muss. Hat aber genug Selbstbewusstsein, das Spiegel-Gleichnis des designierten Nachfolgers Konins zu zerlegen, was ihn seinen Job kostet und zurück auf die Straße führt.

  • Bodybuilding und Gesundheit

    • JoJu91
    • 28. August 2026 um 08:44
    Sodann:

    Ist es denn ein buddhistisches Prinzip, dass man möglichst lange leben sollte und alles dafür tun?

    Je länger man lebt, desto länger kann man den Dharma praktizieren.

    Andererseits, je kürzer ich lebe, desto schneller bin ich im Reinen Land des Buddha Amitabha und kann da in einer Wellness-Umgebung mit vielen interessanten Edlen Freund*innen weiter praktizieren.


    Wenn das mit dem Reinen Land stimmt und mein Karma dafür ausreicht, an Letzterem zweifle ich mehr als an Ersterem.


    :cry:

  • Gibt es inzwischen nonduale Zenklöster?

    • JoJu91
    • 27. August 2026 um 08:48
    wichtelwiese:

    In dieser Hinsicht gibt es ja auch das Gerücht, dass in buddhistischen Klöstern nur unerwachte Menschen zu finden sind und dort die Suche sich in dieser Verrücktheit im Kreis dreht.

    Es gibt dort - wie überall - wohl auch einige erwachte Menschen mit einem chaotischen, verwirrten und ungeschulten Geist.


    Das ist kein Widerspruch, Kensho oder Satori macht einen Menschen nicht automatisch zum "Meister im Leben" oder zum Lebenskünstler.


    Hui Neng etwa ging nach (!) seinem Erleuchtungserlebnis ins Kloster und wurde dort von Meister Konin mit den Worten empfangen "Ein Barbar aus dem Süden kann kein Buddha werden".

  • Itivuttaka 46 – Die Schulung (Sikkhā)

    • JoJu91
    • 27. August 2026 um 08:03
    biophil:

    Beachte, dass du irgendwann in diese Normalität zurückkehren musst, die du als wahnsinnig bezeichnest.

    Was mich anbetrifft, ich lebe fast ständig in dieser als Wahnsinn bezeichneten Normalität, von kurzen täglichen "Meditations-Auszeiten" abgesehen, die ich mir als Psychohygiene zwangsverordnet habe, um nicht zu Alkohol, Drogen oder Psychopharmaka greifen zu müssen oder beim Therapeuten zu landen.


    Die Hohe Kunst ist es m.E, in diesem ganz normalen Wahnsinn zurechtzukommen, vielleicht sogar mit ein, zwei Stunden heiterer Lebensfreude pro Tag.

    Illusionen und Wünsche sind nicht notwendigerweise negativ, sondern können Antriebskräfte des Lebens werden, erst das Anhaften macht sie zum Problem.

    Ist natürlich leichter gesagt als getan, optimales Illusions-Management ...


    :cry:

Ausgabe №. 137: „Sorgen entsorgen?"

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