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Wie geht ihr damit um, wenn nahestehende Menschen euren Glauben nicht ernst nehmen?

  • Lotoslara
  • 24. Februar 2026 um 11:53
  • Zum letzten Beitrag
  • Lotoslara
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    24. Februar 2026
    • 24. Februar 2026 um 11:53
    • #1

    Liebe Sangha,

    ich bin seit fast zwei Jahren praktizierende Buddhistin und würde mich selbst noch als relativ am Anfang meines Weges bezeichnen. Dennoch spüre ich sehr deutlich, dass es für mich der richtige Weg ist. Der Buddhismus hat mich zu einem achtsameren und glücklicheren Menschen gemacht, und ich bin sehr dankbar, dass ich zu dieser Erkenntnis kommen durfte.

    Leider kenne ich in meinem privaten Umfeld kaum andere Buddhistinnen oder Buddhisten. Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich vor kurzem bei einem Treffen einer alten Schulfreundin jemanden kennengelernt habe, der ebenfalls buddhistisch ist. Als das Thema aufkam, habe ich offen erzählt, dass auch ich Buddhistin bin.

    Meine Freundin reagierte jedoch sehr überrascht und fragte: „Du bist etwa buddhistisch?“

    Ich habe ruhig erklärt, wie ich zu meinem Weg gefunden habe und auch von einer sehr persönlichen spirituellen Erfahrung berichtet, die für mich eine tiefe Bedeutung hat.

    Statt Verständnis oder zumindest Respekt zu erfahren, wurde ich jedoch ausgelacht. Meine Freundin machte sich gemeinsam mit den anderen über mich lustig und ahmte mich nach. Das hat mich tief verletzt – vor allem, weil es von einer Freundin kam und weil ich etwas sehr Persönliches und Wichtiges geteilt hatte.

    Ich habe viel darüber meditiert und versucht, die entstandenen Gefühle von Verletzung und Enttäuschung loszulassen. Dennoch fällt es mir schwer, damit umzugehen. Besonders die Tatsache, dass es sich um eine enge Freundin handelt, beschäftigt mich.

    Daher möchte ich euch fragen:

    Wie geht ihr mit solchen Situationen um?

    Wie findet ihr einen heilsamen Umgang mit Spott oder fehlendem Respekt gegenüber eurer Praxis – besonders wenn er von nahestehenden Menschen kommt?

    Ich freue mich über eure Erfahrungen und Ratschläge.

    Metta 🙏

  • void 24. Februar 2026 um 12:51

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Lassi
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    • 24. Februar 2026 um 13:23
    • #2

    Herzlich Willkommen:rainbow:


    Vielleicht war deine Freundin in dem Moment überfordert und hat es mit dem Lachen versucht von sich wegzuhalten. Wenn sie dir eine enge Freundin ist, würde ich etwas Zeit vergehen lassen und bei einer anderen Gelegenheit ansprechen wie du dich dabei gefühlt hast.


    Alles Liebe für dich :heart:

    Liebe Grüße,

    Lassi

  • Zomp
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    Buddh. Richtung
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    • 24. Februar 2026 um 15:25
    • #3

    Hallo.

    Ich bin generell vorsichtig mit dem "Religiösen Outing", da ich auch schon offene Feindseligkeit dafür erfahren habe.
    Wenn Leute drüber lachen würde ich nur sagen "wenn du meinst" oder gegebenenfalls spielerisch "zurückschießen".


    Ansonsten schließe ich mich Lassis Vorschlag an.


    Zomp

  • mukti
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    • 24. Februar 2026 um 16:57
    • #4
    Lotoslara:

    Wie findet ihr einen heilsamen Umgang mit Spott oder fehlendem Respekt gegenüber eurer Praxis – besonders wenn er von nahestehenden Menschen kommt?

    Ich versuche mich auf die Vergänglichkeit und Unzulänglichkeit zu besinnen und warte, bis die Gefühle der Verletzung und Enttäuschung abgeklungen sind, das kann eventuell einige Tage dauern. Danach sehe ich das entspannt und messe der Sache keine große Bedeutung mehr zu.

    Mit Metta, mukti.


  • Online
    Railex
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    • 24. Februar 2026 um 17:22
    • #5

    Herzlich Willkommen Lotoslara


    wie schön, dass du den Dharma als Bereicherung in deinem Leben erfährst und dir sicher bist, dass du diesen Weg weiter beschreiten möchtest :rad:

    Ich empfehle dir, dich darauf zu fokussieren und ungeachtet aller Meinungen von anderen Menschen, ganz bei dir und deiner Freude über diese Erfahrung zu bleiben.


    Menschliche Enttäuschungen gehören zum Leiden dazu, Hauptsache du bleibst bei dir und wie es sich mit deiner "Freundin" entwickelt und was sie von dir versteht ist doch eher zweitrangig, kann man nicht beeinflussen.

    Vielleicht könnt ihr nochmal darüber sprechen.

    Such doch vielleicht lieber den Kontakt zu dem Buddhisten, den du bei deiner Freundin kennengelernt hast, vielleicht ist der sehr viel wertvoller momentan für dich und versteht deine Motivation und Hingabe.


    Alles Gute_()_:klee:


    P.s. Spott aus Unverständnis oder Unwissenheit deinem Glauben gegenüber, ist nochmal etwas anderes,als Spott dir als Person gegenüber.

    Ersteres lässt sich sicher klären, zweiteres vielleicht nicht.

    Einmal editiert, zuletzt von Railex (24. Februar 2026 um 17:28)

  • void
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    Buddh. Richtung
    Zen
    • 24. Februar 2026 um 17:34
    • #6

    Man baut ja seine Identität viel auf den Blick der anderen auf. Wir spiegeln uns im anderen.


    Und von daher kann uns das auch in Frage stellen. Einem Fleischesser kann der Blick eines Veganers zu einem Spiegel werden in dem er sich selber statt als harmlosen Wurstgenießer als Monster - als ignoranten Verschinger eines Mitwesens - sieht. Sein Blick ist ein "böser Blick" - etwas das man bannen muß. Eben auch durch Verlachen.


    Und auch so ein Religiöser kann zu einem "schlimmen Spiegel" werden, der die eigene Normalität erschüttert. Wo man sich dann als banaler Materialist spiegelt - als jemand der für die tiefen Aspekte des Lebens unmusikalisch ist.


    Die Verletzung ist also oft eine Antwort darauf, sich zutiefst in der eigenen Identität in Frage gestellt zu fühlen.

  • mooncake
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    • 24. Februar 2026 um 18:56
    • #7
    Lotoslara:

    Statt Verständnis oder zumindest Respekt zu erfahren, wurde ich jedoch ausgelacht. Meine Freundin machte sich gemeinsam mit den anderen über mich lustig und ahmte mich nach. Das hat mich tief verletzt – vor allem, weil es von einer Freundin kam und weil ich etwas sehr Persönliches und Wichtiges geteilt hatte.

    Willkommen, Lotoslara!

    Wie Du es schilderst, kann es auch möglich sein, dass Deine beste Freundin eifersüchtig auf Deine neue geistige Verbindung mit dem Buddhisten war. Es ist schwer darüber zu spekulieren, wenn Du sie nicht selbst danach fragst.

    Ich selbst gehe mit Spott und fehlendem Respekt im Umgang mit guten Freunden im Laufe meines Alters eher direkt um und frage genau nach was sie für ein Problem haben.

    Die reflektierte Kritik von nicht- buddhistischen Menschen hat mir auch sehr oft dabei geholfen, bestimmte kritisierte Themen noch mal genau nachzulesen und besser zu verstehen. Deswegen sind sie in meinem Leben sehr wichtig.

    void:

    Anderen ungefragt mit tiefen spirituellen Erfahrungen zu konfrontieren hat etwas Übergriffiges. So wie Leute die mir einfach so ihre sexuellen Erlebnisse erzählen und Omas die über ihren Stuhlgang dozieren.

    Ich denke das ist sehr richtig, wenn es sich um Fremde oder Bekannte handelt. Mit einer besten Freundin kann man normalerweise auch ohne Häme über Omas Stuhlgang reden.

  • Thorsten Hallscheidt
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    • 24. Februar 2026 um 19:15
    • #8

    Buddhisten sind Menschen,

    • die sich die Bedingungen des Lebens, Fühlens und Denkens genau anschauen,
    • die versuchen zu verstehen, warum trotz immer mehr Arbeit, Mühe und Wohlstand sich kein dauerhaftes Glück einstellen will,
    • die bei sich und anderen bemerken, dass vor lauter Getriebensein das Leben ungelebt vergeht,
    • die bemerken, dass Ausbeutung, Lügen, Gewalt und Diebstahl zu einem schlechten sozialen Klima führen (im Kleinen wie im Großen und über Generationen hinweg),
    • die nicht versuchen, Alter, Krankheit und Tod zu verdrängen,
    • die versuchen, Freundlichkeit und Gewaltlosigkeit im eigenen Leben nicht nur gegenüber anderen Menschen zu lernen,
    • die bemerken, dass die Bilder, die sie sich von der Welt machen, nicht die Welt sind, sondern im Gegenteil nur Vorstellungen, die die Welt verstellen.
    • die irgendwann die unsichtbaren, starken, Leid und Frustration erzeugenden Fesseln bemerken, als unerträglich erleben und sich davon befreien wollen

    Hier lässt sich noch einiges anfügen...


    Nichts davon ist meiner Ansicht nach "buddhistisch", sondern – vernünftig. Nichts davon hat mit Glauben zu tun, sondern mit einem immer weiter sich vertiefenden Prozess der Selbst- und Welterkenntnis. Es geht um Freiheit und Unabhängigkeit. Weniger um Identität als Buddhst:in.


    Im Buddhismus ist dieser Weg am klarsten und freundlichsten und zugleich kompromisslos dargelegt. Aber es ging dem Buddha nie um den Buddha oder den Buddhismus, sondern um die Befreiung vom Leiden. Warum sollte es mir also daran gelegen sein, als Buddhist ernst genommen zu werden, wenn es mir um Freiheit, Verantwortung und Erkenntnis geht? Und was liegt mir daran, wenn jemand Freiheit, (Selbst-) Verantwortung und Erkenntnis nicht ernst nehmen kann? Kann ich ihn oder sie dann ernst nehmen?

    Das ist denn doch nur der Abendwind, der heute mit ordentlich verständlichen Worten flüstert.

    2 Mal editiert, zuletzt von Thorsten Hallscheidt (24. Februar 2026 um 19:21)

  • JoJu91
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    • 25. Februar 2026 um 07:47
    • #9

    Ich stelle oft Menschen bei privaten und manchmal sogar beruflichen Zusammenkünften Fragen über buddhistische Themen, vermeide aber jegliche buddhistische Terminologie.


    Und bin immer wieder überrascht über das brennende Interesse der Menschen und ihre tiefgründigen Antworten.

  • fotost
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    • 25. Februar 2026 um 08:45
    • #10

    Herzlich Willkommen Lotoslara


    für mich gilt; ich trage meine buddhistische Überzeugung nicht vor mir herum.

    Wenn es in einer Situation passend ist, erwähne ich durchaus, daß ich unserem Weg folge und wenn Menschen nachfragen, gebe ich auch eine kurze Erklärung mit angemessenen laienhaft verständlichen Begriffen. Ich bin damit bisher nie auf Ablehnung oder Spott gestoßen, eher auf Interesse oder Sympathie für die Ideen der Lehre.


    Mir gefällt eines an Deiner Fragenüberschrift nicht - Du bezeichnest dort Buddhismus als Glauben. Über viele Jahre habe ich mich zu einer rein säkularen Interpretation der Lehre entwickelt. Für mich gibt es nichts, was ich glauben müsste. Alles ist deutlich festgelegt und persönlich erfahrbar - wenn es einige Passagen gibt, die märchenhaft klingen mögen, sind sie aus den besonderen Zeitumständen, in denen die Lehre entstanden ist, einfach zu erklären.


    Das allein nimmt schon viel Druck aus einer möglichen Begegnung mit Übelwollern und Spöttern.

  • Igor07
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    • 25. Februar 2026 um 09:15
    • #11
    fotost:

    . Alles ist deutlich festgelegt und persönlich erfahrbar - wenn es einige Passagen gibt, die märchenhaft klingen mögen, sind sie aus den besonderen Zeitumständen, in denen die Lehre entstanden ist, einfach zu erklären.

    Ich nehme an, der Buddhismus stellt eine bestimmte Art und Weise dar, die Welt wahrzunehmen, unter dem Blickwinkel der Daseinsmerkmale oder der bedingten Entstehung; es ist kein blinder Glaube an etwas. Wenn ich eine Brille oder Kontaktlinsen trage, würde mich jemand deswegen auslachen? Dann sollte es mir absolut egal sein.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Qualia
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    • 25. Februar 2026 um 09:34
    • #12

    Ein Buddhismus sieht die Welt tatsächlich nicht so, wie sie ist. Denn dann würde er erkennen, dass die Daseinsmerkmale die Bedingungen der Welt sind und nicht zu beeinflussen. und

    Das bedingte Entstehen (von Leiden) als seine absichtlichen Handlungen und deren Wirkungen erkennen, mit denen er versucht, die Welt in seinem Sinn zu gestalten.

    Der Buddhismus vermischt die beiden, Daseinsmerkmale und das bedingte Entstehen.

    Die Daseinsmerkmale sind unbeeinflussbar und unabänderlich, das bedingte Entstehen ist die Wirkung der Handlungen des Menschen.

    Das der Mensch als Lebewesen eine Wirkung der Daseinsmerkmale ist, wird verwechselt: Ein Mensch glaubt, weil er freie Entscheidung hat, dass er sich über die Tatsachen der Daseinsmerkmale erheben kann. Wiedergeburt, Unsterblichkeit, Himmelreich, Höllenreich widersprechen den Daseinsmerkmalen:


    anicca Unbeständigkeit

    dukkha Unbefriedigt (weil alle geschlossenen Systeme der Entropie zugewendet sind.)

    anatta kein spirituelles Wesen oder Ich, das nicht anicca und dukkha unterworfen ist, nirgendwo im gesamten Universum.

    (karmapatha: Wirkgefährten sind die Teile die scheinbar beständige Objekte sind. Die Objekte/Gedanken/Ich mit Sinnen wahrnehmbar als scheinbar konsistent erscheinen lassen.

    Karma: sie handeln in patha: gegenseitiger Wechselwirkung. Bedingt durch diese Wechselwirkung erscheinen Objekte/Gedanken, die nicht von den Teilen durch Absichten entstehen. )

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

    2 Mal editiert, zuletzt von Qualia (25. Februar 2026 um 10:11)

  • fotost
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    • 25. Februar 2026 um 10:18
    • #13
    Igor07:
    fotost:

    . Alles ist deutlich festgelegt und persönlich erfahrbar - wenn es einige Passagen gibt, die märchenhaft klingen mögen, sind sie aus den besonderen Zeitumständen, in denen die Lehre entstanden ist, einfach zu erklären.

    Ich nehme an, der Buddhismus stellt eine bestimmte Art und Weise dar, die Welt wahrzunehmen, unter dem Blickwinkel der Daseinsmerkmale oder der bedingten Entstehung; es ist kein blinder Glaube an etwas. Wenn ich eine Brille oder Kontaktlinsen trage, würde mich jemand deswegen auslachen? Dann sollte es mir absolut egal sein.

    Danke,

    damit kann ich gut leben.

    Wir hatten hier im Forum vor kurzem einen Thread mit dem Thema 'was bedeutet Buddha für Dich persönlich' oder so ähnlich. Ich wollte damals eigentlich antworten, dass Buddha für mich ein verehrter Lehrer ist, ein guter Erklärer. Ich brauche keine Heiligenverehrung, keinen Kult. Da passt das Bild mit der Brille ganz gut.

  • Thorsten Hallscheidt
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    • 25. Februar 2026 um 12:24
    • #14

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    Das ist denn doch nur der Abendwind, der heute mit ordentlich verständlichen Worten flüstert.

  • Bernd
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    • 25. Februar 2026 um 22:27
    • #15
    Lotoslara:

    Dennoch fällt es mir schwer, damit umzugehen. Besonders die Tatsache, dass es sich um eine enge Freundin handelt, beschäftigt mich.

    Lass los, Lotoslara

    Es ist nur ein Gedanke, ein Gefühl

  • Qualia
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    • 26. Februar 2026 um 08:37
    • #16
    Bernd:
    Lotoslara:

    Dennoch fällt es mir schwer, damit umzugehen. Besonders die Tatsache, dass es sich um eine enge Freundin handelt, beschäftigt mich.

    Lass los, Lotoslara

    Es ist nur ein Gedanke, ein Gefühl

    Wenn das die Vorgehensweise bei sozialen und gemeinschaftlichen Schwierigkeiten sein soll, ist sie nicht im Einklang mit der Lehre des Buddha.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • Bernd
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    • 26. Februar 2026 um 11:35
    • #17
    Qualia:

    Wenn das die Vorgehensweise bei sozialen und gemeinschaftlichen Schwierigkeiten sein soll, ist sie nicht im Einklang mit der Lehre des Buddha.

    Qualia

    Ja, du darfst bei sozialen Schwierigkeiten deine Stimme erheben.

    Aber es sollte dich nicht lange beschäftigen.

    Das meinte ich mit loszulassen.

  • Anna Panna-Sati
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    • 27. Februar 2026 um 16:20
    • #18

    Hallo, liebe Lotoslara :)


    das Problem, im Verwandten-, Freundes- und Bekanntenkreis keine Praktizierenden der Buddhalehre vorzufinden, ist wohl weit verbreitet, weil der Buddhismus hierzulande leider nur vergleichsweise wenige Anhänger hat...:shrug:


    In meinem Umfeld bin ich auch die Einzige und mein Mann liebte es früher(!), mich gelegentlich aufzuziehen, wenn z.B. meine Achtsamkeit zu wünschen übrig ließ oder ich mal wütend wurde und es "rausließ" ("So benehmen sich aber keine Buddhisten!" :badgrin:).

    Mittlerweile würde ich mitlachen, weil ich kaum noch mit dem Etikett "Buddhistin" identifiziert bin und außerdem letztlich von diesen Sticheleien profitieren konnte....(Er hatte ja - meistens - Recht. :grinsen:) ;)


    Zum Problem mit deiner Freundin fiel mir auf, dass du sie als "enge Freundin" bezeichnet hast (und dich ihr "Auslachen" daher umso mehr verletzte).


    Allerdings machte das Folgende stutzig:

    Lotoslara:

    ich bin seit fast zwei Jahren praktizierende Buddhistin

    Soo lange hattest du das für dich behalten? :eek:

    (Gab es einen besonderen Grund dafür?)

    Lotoslara:

    Meine Freundin reagierte jedoch sehr überrascht und fragte: „Du bist etwa buddhistisch?“

    Hier vermute ich die Erklärung:

    Deine Freundin war möglicherweise ihrerseits gekränkt/verletzt, dass du deine buddhistische Gesinnung nicht mit ihr geteilt hast....? :?


    Der Anspruch, dass "enge" Freundinnen über (fast) alles, was sie umtreibt und (auch innerlich) bewegt, sprechen sollten, steht ja oft unausgesprochen im Raum...

    Lotoslara:

    Ich habe ruhig erklärt, wie ich zu meinem Weg gefunden habe und auch von einer sehr persönlichen spirituellen Erfahrung berichtet, die für mich eine tiefe Bedeutung hat.

    Leider - in den Augen deiner Freundin - wohl etwas spät und am falschen Ort....

    Lotoslara:

    Meine Freundin machte sich gemeinsam mit den anderen über mich lustig und ahmte mich nach. Das hat mich tief verletzt – vor allem, weil es von einer Freundin kam und weil ich etwas sehr Persönliches und Wichtiges geteilt hatte.

    Deine tiefe Enttäuschung kann ich verstehen, wahrscheinlich hat sie dich bisher noch nie so "hängenlassen".


    Für eine positive Wiederannäherung (und, nicht zuletzt, deinen inneren Frieden) könntest du versuchen, mal ihre Perspektive einzunehmen:

    Lotoslara:

    Meine Freundin reagierte jedoch sehr überrascht....

    Sie war demnach total "überrumpelt", gleichzeitig ev. auch frustriert und dadurch in diesem Moment vielleicht (leicht) sauer auf dich.


    Hinzu kamen wohl noch falsche Vorstellungen vom Buddhismus

    (da kursieren ja viele Vorurteile und Missverständnisse, z.B. von stets lächelnden und gelassenen Meditierenden, die weltfern dem Nirvana entgegensitzen, fest an Wiedergeburt - im hinduistischen Sinne - und Karma glauben etc. ..),

    so dass dieser schlussendlich von der Gruppe der Lächerlichkeit preisgegeben wurde.


    Alles Gute für deinen (buddhistischen) Weg und die "Aussöhnung" mit deiner Freundin! :klee::heart::buddha:


    Liebe Grüße, Anna :)_()_:heart:

    "...Dieser edle achtfache Pfad aber ist der zur Aufhebung des Leidens führende Weg..." (AN.VI.63)

    "In dieser Stunde hörte Siddhartha auf, mit dem Schicksal zu kämpfen, hörte auf zu leiden. Auf seinem Gesicht blühte die Heiterkeit des Wissens, dem kein Wille mehr entgegensteht, das die Vollendung kennt, das einverstanden ist, mit dem Fluss des Geschehens, mit dem Strom des Lebens, voll Mitleid, voll Mitlust, dem Strömen hingegeben, der Einheit zugehörig." (H.Hesse)

  • Anandasa
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    • 27. Februar 2026 um 18:56
    • #19
    Lotoslara:

    Statt Verständnis oder zumindest Respekt zu erfahren, wurde ich jedoch ausgelacht. Meine Freundin machte sich gemeinsam mit den anderen über mich lustig und ahmte mich nach. Das hat mich tief verletzt – vor allem, weil es von einer Freundin kam und weil ich etwas sehr Persönliches und Wichtiges geteilt hatte.


    Das ist für dich verständlicherweise verletzend gewesen. Gerade von einer Fredunin hätte man so ein schlechtes Verhalten nicht erwartet, sondern geglaubt einen Menschen zu haben, der zuhören kann und ergebnisoffen etwas besprechen kann oder andere Leute anders sein lassen kann. Müssen nicht alle die gleichen Ansichten haben.


    Du wirst auf deinem Weg weitergehen und neue Horizonte entdecken, sei es im Buddhismus oder noch weitere neue Horizonte. Du wirst neue Menschen treffen, von denen vielleicht mal jemand sich als wertvoller Mensch herausstellt. Deine "Freundin" hat deswegen nicht die überragende Bedeutung. DIe wird ihr u.U. wegen der ihr entgegengebrachten Erwartungen zugestanden, aber es hat sich nicht bewahrheitet.


    Es hilft, wenn man den Menschen gegenüber allgemein eine freundliche Geisteshaltung hat. Dann fallen einzelne Menschen nicht so sehr ins Gewicht. Neben Buddhismus bin ich auch Jesus zugwandt (ohne Gott, Dreifaltigkeit, ewiges Leben, Auferstehung und all das). Jesus ist für mich der größte Metta-Lehrer. Buddha hätte sicher auch von Jesus etwas übernommen, hätte er nicht lange vor ihm gelebt. Das ist aber nur ein Beispiel wie ich das mache. Kann man natürlich auch anders machen.


    Der Punkt ist aber, dass man durch eine allgemeine Menschenliebe innerlich unabhängiger wird. Es hängt nicht mehr alles von einer Person ab, weil es mir auch so gut geht. Das ist eine Rückwirkung auf einen selbst durch die allgemeine Menschenliebe. Man kann spielenden Kindern zuschauen und sich daran erfreuen. Zu der Freundin, die eine Enttäuschung war, sagt man dann im Geiste: So, so, du hast dich in der Situation dann so enthalten. Das war nicht viel und für eine Freundin zu wenig. Hat man diesen innere Ruhepol nicht, nimmt man die spielenden Kinder gar nicht wahr, weil man nur damit beschäftigt ist, dass diese Freundin, auf die man Hoffnungen gesetzt hat, dann eine Enttäuschung war.


    Das kann nicht auf einer logischen Ebene verstanden werden. Denn durch logische Gedankengänge allein entsteht keine Bewusstseinsänderung. Metta-Meditation, Hinwendung zu Jesus, Buddha Amitaba, Weiße Tara oder sonst irgendwas metta-mäßiges praktizieren um in so eine Art allgemeine Menschenliebe zu kommen.


    Zitat

    Sie war demnach total "überrumpelt", gleichzeitig ev. auch frustriert und dadurch in diesem Moment vielleicht (leicht) sauer auf dich.

    Nein, jemanden auszulachen wegen etwas, das man überhaupt nicht versteht, sollte man nicht in vorauseilendem Gehorsam salomonisch entschuldigen. Es war ein schlechtes Verhalten. Du hast dich schlecht verhalten, aber ich finde Gründe, warum das okay ist, löst keine Probleme und behindert die eigene Entwicklung. Man lässt sich dann von solchen Leuten begrenzen.

    Die Dinge entstehen, existieren und vergehen. Das ist normal. Ajaan Tippakorn

  • Samadhi1876
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    • 27. Februar 2026 um 21:00
    • #20
    Lotoslara:

    Statt Verständnis oder zumindest Respekt zu erfahren, wurde ich jedoch ausgelacht. Meine Freundin machte sich gemeinsam mit den anderen über mich lustig und ahmte mich nach.

    Lachen an sich ist erst einmal nicht immer negativ zu bewerten:


    Es ist eine Funktion des Gehirns wenn etwas auftritt, mit dem es nicht zurecht kommt. Zb lachen wir manchmal wenn ein Mensch aus Versehen gegen eine Laterne läuft weil das Gehirn etwas anderes erwartet hat.


    Lachen dient manchmal dazu sich von einem inneren Druck zu erlösen.

    Und kann man selbst meist nicht steuern.


    Erst im weiteren Kontext wird dann deutlich, was es mit dem Lachen anderer auf sich hat:


    Haben sie anschließend Mitgefühl das man versehentlich gegen eine Laterne gelaufen ist, oder sind sie zb anderseitig interessiert einfach mehr über etwas zu erfahren.


    Von einer „Freundin“ oder „Freund“ erwartet man eher Mitgefühl, Respekt.

    Statt Hohn und Spott.


    Meist lachen falsche Freunde auch erst zusammen mit anderen über einen, als wenn man ganz allein mit ihnen zusammen ist.


    Und zeigen erst dann ihr wahres Gesicht:


    Oft handeln falsche Freunde aus Angst und fehlendem Selbstwertgefühl und Selbstsicherheit falsch oder sind nicht immer ganz ehrlich zu einem.


    Allein haben sie Angst.

    Mit anderen werden sie mutiger.


    Aber im Grunde haben diese „Freunde“ sich selbst noch nicht wieder gefunden.

    Einmal editiert, zuletzt von Samadhi1876 (27. Februar 2026 um 21:13)

  • Anandasa
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    • 1. März 2026 um 12:45
    • #21

    Zur Rechten Rede im Buddhismus gehört es dazu, dass man z.B. einem Handwerker, der schlechte Arbeit abgeliefert hat, zuerst abmahnt, so dass er eine Möglichkeit zur Nachbesserung hat. Erst danach kürzt man das Geld.


    Sinngemäß kannst du deiner Freundin sagen, dass du ihr lachen als unsinnig und als Auslachen aufgefasst hast. Dann kannst du ihr einige Wochen Zeit geben darüber nachzudenken. Wenn sie dann nie mehr darauf zurückkommt, kannst du es getrost abhaken. Dann must du auch nicht dich fragen, ob du vielleicht doch jemand wertvolles verloren hast. Dann kannst du die Sache getrost vergessen. Kann auch sein, dass es eine positive Überraschung gibt. Es hilft nichts zu erwarten, dann tut es einem nicht weh, wenn nichts kommt. Wenn sie sich aber tzrotzdem meldet und zu verstehen gibt, dass es nicht gut war, was sie gemacht hat, kannst du dich andersherum freuen.


    Ich würde aber so oder so nicht viel erwarten. Gleich loszulachen bedeutet wenig Achtsamkeit und Überlegung zu haben, keine Toleranz gegenüber über anderen, die anders sind.Sich nicht überlegen können, dass es den anderen verletzt. Da wird vermutlich nicht mehr viel kommen.

    Die Dinge entstehen, existieren und vergehen. Das ist normal. Ajaan Tippakorn

  • Michael Haardt
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    Buddh. Richtung
    • 1. März 2026 um 13:57
    • #22

    Enttäuschung in einer Freundschaft ist ein Problem, was jeder kennt. Man kann sich fragen, wer schuld ist und wie man die Freundschaft für die Zukunft bewertet, aber wenn man das tut, hält man am Leid weiter fest.


    Mein Rat ist, darüber zu sprechen. War es böse gemeint? Unter Freunden vermutlich nicht. Ist der Freundin klar, dass es böse verstanden wurde? Vermutlich auch nicht. Heute würde Buddha sagen, shit happens. Deine Freundin hat von Buddhismus vermutlich eine sehr andere Vorstellung als Du, und über diese Vorstellung hat sie gelacht. Es wäre natürlich ideal, wenn sie neugierig wäre, wie Du es Dir vorstellst, aber wenn Euch beiden klar wird, dass es diesen Unterschied gibt, hilft das schon sehr.

  • Anna Panna-Sati
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    • 1. März 2026 um 17:23
    • #23
    Anandasa:

    Es hilft, wenn man den Menschen gegenüber allgemein eine freundliche Geisteshaltung hat. Dann fallen einzelne Menschen nicht so sehr ins Gewicht.

    Ja, eine Haltung von liebender Güte und Mitgefühl für alle "Wesen", ist heilsam und hilfreich, kann aber oft nicht "von jetzt auf gleich" verwirklicht werden.

    Für das aktuelle Problem ist sie jedoch eine günstige Voraussetzung, ein gutes, offenherziges Gespräch zu führen, das eine Versöhnung ermöglicht - auch, wenn sich im Verlauf herausstellen sollte, dass es sich für beide besser anfühlt, die Freundschaft etwas zu lockern oder künftig getrennte Wege zu gehen.

    Anandasa:

    Nein, jemanden auszulachen wegen etwas, das man überhaupt nicht versteht, sollte man nicht in vorauseilendem Gehorsam salomonisch entschuldigen.

    Es geht nicht darum, es zu entschuldigen, sondern darum, es zu verstehen, u.a., um - (weitgehend) unbelastet durch störende Kränkungsgefühle oder gar Groll - wieder in einen fruchtbaren Dialog eintreten zu können.

    Anandasa:

    Es war ein schlechtes Verhalten.

    Daran besteht kein Zweifel, lieber Anandasa , das ist unstrittig.

    Anandasa:

    ich finde Gründe, warum das okay ist,

    Nein, das ist ein Missverständnis und spiegelt wohl eher deine Vorstellung/Phantasie, deine gedankliche Hinzufügung, wider, denn davon steht nichts im zitierten Text.

    (Oder handelt es sich um ein (vermeintliches) "Zwischen-den Zeilen-Lesen"? ;) )


    Das Verhalten der Freundin wurde von Lotoslara als respektloses AUSlachen und damit als "tiefe Verletzung" empfunden, es bleibt jedoch unklar, ob es sich - aus Sicht der Anderen - nur um ein "harmloses", "amüsiertes" Lachen, aufgrund der "Überraschung", handelte.

    Buddhistisch gesehen, ist das Kränkungsgefühl hauptsächlich das Problem Lotoslaras, weil es aus Anhaftung resultiert und indem sie die Verantwortung für ihr Gefühl übernimmt, kann sie es auch alleine (auf)lösen/loslassen.

    Erst danach macht eine klärende Aussprache wirklich Sinn, ansonsten bestünde die Gefahr, dass, wegen der negativen Emotionen, weitere (gegenseitige) Verletzungen zugefügt werden....

    Anandasa:

    löst keine Probleme und behindert die eigene Entwicklung.

    M.E. ganz im Gegenteil:

    Sich mit der Perspektive der Anderen (möglichst mit neutraler oder "Metta"-Haltung) auseinanderzusetzen, kann sehr wertvoll für Problemlösung und auch die eigene Entwicklung sein.


    Wir werden ja, hier in diesem Fall, nicht näher über die Freundin (oder Lotoslara selbst) informiert, nur, dass die Freundin eine "enge" war.

    Anandasa:

    Man lässt sich dann von solchen Leuten begrenzen.

    Inwiefern lässt "man" das?

    Wenn ja, wäre es doch eigene Verantwortung....:?

    Übrigens: Die Formulierung "Solche Leute" klingt irgendwie ein wenig abfällig, abwertend...


    Wenn sich während einer Aussprache zeigen würde, dass die Freundin keinerlei Verständnis für die buddhist. Praxis aufbringen kann - erst dann - wäre zu überlegen, ob und wie die Beziehung aufrechterhalten werden sollte.


    Ich habe ähnliches mit einer langjährigen Freundin erlebt, sie lachte mich zwar nicht direkt aus, als ich ihr erzählte, dass ich Buddhas Lehre folgen wolle, konnte allerdings kein rechtes Verständnis aufbringen. Wir haben den Kontakt nun einvernehmlich reduziert, aber nicht ganz beendet, weil er seit 38 Jahren besteht und weiterhin ein Verbundenheitsgefühl vorhanden ist.


    Liebe Grüße, Anna :)_()_:heart:

    "...Dieser edle achtfache Pfad aber ist der zur Aufhebung des Leidens führende Weg..." (AN.VI.63)

    "In dieser Stunde hörte Siddhartha auf, mit dem Schicksal zu kämpfen, hörte auf zu leiden. Auf seinem Gesicht blühte die Heiterkeit des Wissens, dem kein Wille mehr entgegensteht, das die Vollendung kennt, das einverstanden ist, mit dem Fluss des Geschehens, mit dem Strom des Lebens, voll Mitleid, voll Mitlust, dem Strömen hingegeben, der Einheit zugehörig." (H.Hesse)

  • Kianga
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    Buddh. Richtung
    Offen für alles Gute
    • 1. März 2026 um 17:58
    • #24

    Liebe @lotuslara


    Jetzt haben dir 10 bis 15 Leute ihre persönlichen Ideen zu deiner Fragestellung gepostet. Das kann durchaus etwas erschlagen, gerade am Anfang der Mitgliedschaft hier im Forum.


    Du musst hier keinem genügen, auch nicht begründen, warum du einer Idee nicht folgen willst. Nimm dir einfach das raus, was für dich hilfreich ist! Da gibt es keinen richtig und falsch, nur ein für dich persönlich in dieser Situation hilfreich und nicht hilfreich.


    War denn etwas dabei? Konntest du mit irgendeiner Antwort was anfangen?


    Liebe Grüße, Kianga 🥰

    In welcher Welt ist das, was der andere mir gerade sagt, wahr? In welche Welt passt es hinein und ist es plausibel?

    Aus einem Gespräch mit Bernhard Pörksen.

  • Lotoslara
    Themenautor
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    • 1. März 2026 um 20:35
    • #25

    Hallo zusammen!
    von Herzen danke ich euch allen für eure ausführlichen, ehrlichen und vielfältigen Antworten. 🙏

    Ich habe jeden einzelnen Beitrag mehrfach und in Ruhe gelesen und wirklich gründlich auf mich wirken lassen. Die unterschiedlichen Sichtweisen, Erfahrungen und Herangehensweisen fand ich sehr bereichernd und inspirierend.

    Was mir besonders aufgefallen ist: Trotz aller Verschiedenheit eurer Antworten gab es bei vielen einen gemeinsamen Kern. Viele von euch haben auf unterschiedliche Weise darauf hingewiesen,

    • dass Verletzung und Enttäuschung zunächst da sein dürfen, aber auch wieder vergehen,
    • dass es hilfreich ist, Abstand zu gewinnen, bevor man reagiert,
    • dass das Verhalten anderer oft mehr über deren eigene Unsicherheit, Überforderung oder Projektion aussagt als über einen selbst,
    • und dass unsere Praxis letztlich etwas sehr Persönliches ist, das nicht von der Anerkennung anderer abhängen muss.

    Indirekt habt ihr mir alle vermittelt, bei mir selbst zu bleiben, meine Praxis nicht von äußiger Zustimmung abhängig zu machen und die Situation nicht größer zu machen, als sie letztlich ist.

    Ich habe mich entschieden, erst einmal etwas Abstand von meiner Freundin zu nehmen. Nicht aus Wut und auch nicht weil ich den Kontakt abbrechen möchte sondern einfach um für mich selbst mit der Situation klarzukommen und meine Gefühle in Ruhe zu sortieren. Dieser Abstand tut mir im Moment gut.

    Gelernt habe ich ebenfalls etwas daraus, dass nicht jeder Mensch (und in meinem Fall auch Menschen die mir Nahe stehen) der richtige Ort für sehr persönliche spirituelle Erfahrungen ist. ich werde in Zukunft achtsamer damit umgehen, wem gegenüber ich mich öffne.

    Nochmals danke an jeden einzelnen von euch für eure Nachrichten. Es hat mir sehr geholfen, das Ganze einzuordnen und innerlich ruhiger zu werden.❤️

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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