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  1. Buddhaland Forum
  2. mooncake

Beiträge von mooncake

  • Polizei aus buddhistischer Sicht – notwendige Institution oder Ausdruck gesellschaftlicher Probleme?

    • mooncake
    • 4. Juni 2026 um 18:58
    Hue32:

    Habt ihr persönliche Erfahrungen mit der Polizei gemacht, die eure Sicht geprägt haben – positive oder negative?

    Ein junger Neffe von mir ist zur Kripo gegangen.

    Unsere Nachbarn haben uns erst nach einen halben Jahr gesagt, dass sie Polizisten sind, da sie schlechte Reaktionen ihrer Nachbarn fürchteten.

    Ich bewundere heute jeden Menschen, der sich diesen Job antut. Aus buddhistischer Sicht hat er es dabei nur mit Gier, Hass und Verblendung zu tun, noch dazu mit Gewalt, Bedrohung und es besteht immer eine Gefahr der Verletzung.

    Ich freue mich auch immer wenn die Ordnungspolizisten die lebenswichtigen Feuerwehreinfahrten freiräumen, die Strassen sichern, oder wenn die Polizei Raser und Autorennen verhindert. Wenn sie Razzien gegen die Drogenmafia durchführen oder einfach nur hilflose Personen retten. Grossveranstaltungen, wie Konzerte, Fussballspiele oder Demonstrationen sichern, sind ja schon Routine geworden.

    Hue32:

    Und wie würdet ihr mit Menschen umgehen, die in Konflikt mit Polizei oder Behörden geraten sind? Mit Ablehnung, Verständnis, Mitgefühl oder einer Mischung daraus?

    Mit einer Mischung daraus.

  • Vorteile der Meditation

    • mooncake
    • 3. Juni 2026 um 19:05

    Bei mir war es wohl eher unbewusst der Grund, viele Jahre später mit Zazen zu beginnen.

    Nach einigen Jahren täglicher Übungen und Auseinandersetzungen mit mir selbst, fand ich einen stillen Raum auf dem Kissen. Eine Freiheit von meinem eigenen kleinen Geist und eine tiefe Ruhe.

    Inzwischen ist die Zazen Übung für mich körperlich etwas mühsam geworden, aber da ist etwas durch meinen Körper und Geist gesickert, das nicht verloren geht.

    :D

  • Vorteile der Meditation

    • mooncake
    • 3. Juni 2026 um 17:37
    Marterra:

    Aber sehr interessant Amdap , dass du es in deiner Kindheit auch so erlebt hast wie ich ( immer noch ). Die Anlagen dazu trägt jeder in sich. Sie wurden in den meisten Fällen aber wohl überspielt von gesellschaftlichen Dogmen 🤷🏻‍♂️

    Als Kind waren diese "Tagtraum" Zustände für mich eine Rettung vor der Überforderung durch meine Familiensituation. Es drangen durch die Erziehung und Schelte zu viele widersprüchliche Emotionen auf mich ein, das "Tagträumen" war der einzige kleine Ausweg für mich, und die Möglichkeit das Ganze zu sortieren.


    Früher trieb man den Kindern das aus, heute weiss man zu Glück, dass sie evtl. hochsensibel sind oder ADS haben. Einen Freund von mir haben sie vor 50 Jahren als Kind deswegen zum Psychologen geschickt, obwohl ganz klar war, dass die Eltern/Stiefeltern ihn missbräuchlich behandelt haben. Zum Glück geht das heute auch anders und wird eher noch akzeptiert.


    Und, ja, es hilft sich zu zentrieren um wieder mehr bei sich selbst zu landen.

  • Diamantweg

    • mooncake
    • 21. Mai 2026 um 18:21
    Qualia:

    So macht es der Radikale auch: Jeder glaubt, dass sein Mitgefühl das richtige ist. Der wirklich Mitfühlende kommt unter die Räder. Weil jeder Mitgefühl dieser Art für Schwäche hält. Man kann so viel Mitgefühl haben das es einen umbringt, mit Glück wird man ein Held oder Märtyrer, auf jeden Fall tot.

    Das hat mit buddhistischem Mitgefühl nicht viel zu tun.

    Ich hatte es immer so verstanden, dass das Mitgefühl mit allen Wesen eine natürliche Folge der Geistesschulung ist. Nur wer seine eigenen Verhaftungen mit Gier, Hass und Verblendung erkennt, kann von sich selbst absehen, und andere in ihrer Verhaftung verstehen. Das Wohl aller Wesen wird dadurch nicht aus dem subjektiven Denken und den eigenen Vorstellungen von Wohl verstanden, sondern universell betrachtet.

    Menschen ins Meer zu werfen, weil sie den eigenen Wunschvorstellungen nicht entsprechen, Menschen zu töten, weil sie andere Moralvorstellungen als man selbst haben, oder auch Tiere zu töten, weil sie grade stören oder gut schmecken, hat gar nichts mit Mitgefühl zu tun. _()_

  • Tibetischer Buddhismus „Selbststudium“ Hilfe

    • mooncake
    • 16. Mai 2026 um 18:19
    Amdap:

    Bei den Traditionstibetern dagegen ist jede Puja auf die jeweilige Gottheit abgestimmt und hat immer Opferungscharakter, wobei die Mandala-Grundlage für den Ausführenden unklar bleibt. Die ganz individuelle Praxis ist da weniger unmittelbar mit der Puja verbunden, als bei den Traditionstibetern.

    Danke @Amdab für Deinen Erfahrungsbericht!!!


    Was ist den mit den Traditionstibetern gemeint? Sind das traditionelle Schulen im Vergleich zu nicht traditionellen Tibetischen Schulen? Habe das nicht wirklich verstanden und wäre für Deine Aufklärung sehr dankbar.


    _()_

  • Ich bin der Baum, den ich wahrnehme?

    • mooncake
    • 6. Mai 2026 um 18:31
    SWAN:

    In einem Buch heißt es, dass im Grunde Alles Eins ist. Und dass diese Ununterschiedenheit bedeutet, dass ich der Baum bin, den ich wahrnehme. Dass ich der Sternenhimmel bin, den ich wahrnehme. Und dann wird das damit begrüdet, dass alles miteinander verbunden ist.

    Hi, SWAN,

    weisst Du noch in welchem Buch Du das gelesen hast?

    Für mich bedeutet die Feststellung, dass alles Eins ist noch keine Ununterschiedenheit.

    Vielleicht kann man es auch so verstehen, dass die Art und Weise wie Du auf den Baum ("oh, wie schön", oder "steht im Weg") oder das Weltall blickst ("wo ist der grosse Wagen?", oder "alles voller Weltraumschrott"), ein Teil von Dir ist.

  • Das Leid der Anderen

    • mooncake
    • 24. April 2026 um 17:59
    void:

    Aber wenn es Leuten um mich herum auf einmal ganz schlecht geht - wenn ihre Welt zusammenbricht - dann habe ich zunächst den Impuls für sie da zu sein und ihnen zu helfen, was nur bis zu einem gewissen Punkt geht. Aber dann auszuhalten, dass ich Leute um mich zerbrechen und ich nichts tun kann. fällt mir schwer. Mir kommt es so vor als kommt da zu einem Mangel an Geduld noch etwas anderes dazu.

    Aber ich kann es nicht recht fassen.

    In diesen Situationen lernt man sich selbst kennen, die eigene Ungeduld, das Mitleid und die Hilflosigkeit angesichts des Leides der anderen. Dadurch entsteht eigenes Leid.

    void:

    Es ist mehr die Hilflosigkeit. Denn für mich selber kann ich ja z.B "Widriges annehmen". Für den anderen nicht. Versteht ihr was ich meine?

    Ich finde das schon die Antwort auf Deine Frage. DU musst in diesem Fall Widriges annehmen. Die Art und Weise wie Du auf das Leid Deiner Mitmenschen blickst, ist quasi nur ein Teil von Dir selbst. Denn Du kannst nur vermuten, wie die anderen unter ihrer Situation leiden.


    Mitgefühl und Geduld für mich selbst, zu erkennen wie ich meine eigenen Vorstellungen mit dem Leid der anderen vermische, den eigenen Geist zu schulen hat mir immer in solchen Situationen geholfen. Ausserdem war ich dann so viel ich konnte für die Betroffenen da.


    Und - das ist hier ein säkulares Forum, aber - mir halfen am meisten die täglichen Rituale und Bitten wenn ich schon sonst nichts ausrichten konnte. Das hat mir oft Abstand von meinem Selbst gegeben. OM MANI PEME HUM


    Alles Gute! _()_

  • Sind Konvertiten fanatischer?

    • mooncake
    • 22. April 2026 um 17:50
    JoJu91:

    Ich hab das Zitat aus einem Krimi.

    Ganz korrekt heisst es:


    "Die grössten Kritiker der Elche

    waren früher selber welche"

    "Die schärfsten Kritiker der Elche,

    waren früher selber welche."


    ist ein Vers von FW Bernstein, der zusammen mit Gernhardt, Henscheid, Traxler, Waechter, Poth, Eilert und Knorr, die "Neue Frankfurter Schule" gegründet hat.

    Die Elchskulptur mit dem Spruch in Bronze steht vor dem Frankfurter Caricatura Museum. :heart:

  • Angststörungen durch Religionsverlust?

    • mooncake
    • 21. April 2026 um 18:10

    Mir erklärt sich hier nicht, wie man von aktuell zunehmenden Angststörungen bei Jugendlichen auf Religionsverlust schliessen kann. In der westlichen Welt ist Religionsverlust seit Jahrhunderten verbreitet.

    Auch in Japan gibt es seit vielen Jahren das Phänomen der Hikikomori, Jugendliche, die sich aus Angst vor Stress und Überforderung monatelang nicht aus dem Haus bewegen.

    Das Problem scheint mir hier eher in einem Verlust direkter Lebenserfahrung zu liegen, der Möglichkeit, oder der Zwang, sich mit technischen Geräten und Medien die Welt zu erschliessen, statt draussen zu spielen und dort reale Erfahrungen zu machen.

    Durch Medien und soziale Netzwerke kann so viel irrealer Druck entstehen. Und man kann sehr schnell diese künstlich erschaffene Welt mit der wirklichen Welt verwechseln.

    _()_

  • Reaktion auf Aussagen anderer

    • mooncake
    • 13. April 2026 um 17:44
    Gylfie:

    Ich wusste überhaupt nichr wie ich reagieren sollte. Eine Diskussion starten? Die Person anschreien? Ich habe mich dann dazu entschieden zu sagen, dass ich nicht einverstanden bin, und bin einfach gegangen. Ich habe daraufhin kurz durchgeatmet und der Person später gesagt, dass ich nicht nachtragend bin.


    Ich finde Du hast da sehr gut reagiert und die Situation gelöst.


    Sich nicht spontan auf hasserfüllte Worte einzulassen und eine hasserfüllte Rede nicht auf gleiche Art zu erwidern ist nicht so einfach.


    So hast Du die Möglichkeit gewonnen, bei der nächsten Begegnung mit frischem Geist Deine eigenen Argumente sachlich zu erklären. :like:

  • Orientierung

    • mooncake
    • 19. März 2026 um 18:51
    Lassi:

    wenn mir jemand seine Einschätzungen darüber mitteilt.

    Den Verstand sollte man dabei nie ausschalten. Lass Dir doch einfach Zeit damit, und setze Dich nicht unter Entscheidungsdruck. ;)

  • Orientierung

    • mooncake
    • 19. März 2026 um 18:19

    Ich denke, man kann sich doch alles mal in Ruhe ansehen, bevor man sich überhaupt für eine Richtung entscheidet. Allerdings halte ich es auch für wichtig, in dieser Richtung ein paar Jahre zu praktizieren. Ohne dran zu bleiben, ist es schwierig, den Dharma zu durchdringen.


    Ich hatte mir das damals ganz pragmatisch ausgesucht. Durch die vielen Umzüge hatte ich keinen festen Lehrer, bin durch die Soto Zen Dojos gepilgert und habe auch viele Jahre jeden Tag zuhause für mich Zazen geübt.


    Inzwischen lerne ich gerne vom tibetischen Buddhismus oder dem Amitabha Buddhismus. Die Lehre ist so vielfältig, dass sie auch nach Jahren immer neue und bereichernde Aspekte für mich bringt.

  • Wo fängt das Aussen an?

    • mooncake
    • 17. März 2026 um 19:28
    Amdap:

    Helmut Schmidt, der von mir hochgeachtete ehemalige deutsche Bundeskanzler, wurde einmal gefragt: "Beten Sie?"

    Er antwortete: "Ich führe keine Selbstgespräche."

    Die gute Antwort des SPD Bundeskanzlers auf diese Frage zeigt schon auch, dass er die christliche Religion verinnerlicht hat. Hier betet man zu einem höheren Wesen, ausserhalb seines Selbst, das über das Schicksal bestimmt. Insofern sind Gebete Selbstgespräche, weil der Gott nicht antwortet.

    Es beten auch die Buddhisten um Hilfe, Unterstützung und Mitgefühl, jedoch ist das höhere Wesen da eher Teil von einem Selbst. Also nicht ein "Aussen".

  • Wo fängt das Aussen an?

    • mooncake
    • 13. März 2026 um 19:24
    Lassi:

    Die Bodenhaftung. Egal was kommt, zentriert sein. Ein ständiges üben und üben...den Raum halten und einfach da sein.

    Das ist eine lebenslängliche Aufgabe für viele von uns. Aber sie lohnt sich!!!

    Alles Gute für Dich. _()_

  • Wo fängt das Aussen an?

    • mooncake
    • 13. März 2026 um 18:47
    Lassi:

    Für mich bleibt die Frage, ob jede Wahrnehmung auch eine objektive Realität beschreibt. Erfahrungen können sich sehr real anfühlen, auch wenn sie aus dem eigenen Geist entstehen.

    Jede Wahrnehmung stammt aus Deinem eigenen Geist und ist deswegen nicht objektiv. Sie ist aber real, und deswegen versuchen Buddhisten den eigenen Geist zu erkunden. Zu erkennen, wie stark der eigene Geist die Wahrnehmungen beeinflusst hilft auch zu verstehen, wie andere fühlende Wesen von ihrem eigenen Geist beeinflusst sind.

    Die Grenze zwischen meinem "Aussen" und "Innen" hängt meiner Meinung nach ganz und gar von mir selbst ab. Sie unterliegt permanenten Veränderungen und ist deswegen kaum definierbar, manchmal sogar nicht vorhanden.

  • Wie geht ihr damit um, wenn nahestehende Menschen euren Glauben nicht ernst nehmen?

    • mooncake
    • 24. Februar 2026 um 18:56
    Lotoslara:

    Statt Verständnis oder zumindest Respekt zu erfahren, wurde ich jedoch ausgelacht. Meine Freundin machte sich gemeinsam mit den anderen über mich lustig und ahmte mich nach. Das hat mich tief verletzt – vor allem, weil es von einer Freundin kam und weil ich etwas sehr Persönliches und Wichtiges geteilt hatte.

    Willkommen, Lotoslara!

    Wie Du es schilderst, kann es auch möglich sein, dass Deine beste Freundin eifersüchtig auf Deine neue geistige Verbindung mit dem Buddhisten war. Es ist schwer darüber zu spekulieren, wenn Du sie nicht selbst danach fragst.

    Ich selbst gehe mit Spott und fehlendem Respekt im Umgang mit guten Freunden im Laufe meines Alters eher direkt um und frage genau nach was sie für ein Problem haben.

    Die reflektierte Kritik von nicht- buddhistischen Menschen hat mir auch sehr oft dabei geholfen, bestimmte kritisierte Themen noch mal genau nachzulesen und besser zu verstehen. Deswegen sind sie in meinem Leben sehr wichtig.

    void:

    Anderen ungefragt mit tiefen spirituellen Erfahrungen zu konfrontieren hat etwas Übergriffiges. So wie Leute die mir einfach so ihre sexuellen Erlebnisse erzählen und Omas die über ihren Stuhlgang dozieren.

    Ich denke das ist sehr richtig, wenn es sich um Fremde oder Bekannte handelt. Mit einer besten Freundin kann man normalerweise auch ohne Häme über Omas Stuhlgang reden.

  • Ist Erleuchtung im Chan möglicherweise nur ein künstliches Konzept?

    • mooncake
    • 23. Februar 2026 um 15:46
    RobertNesta:

    Darf ich dich fragen, was anstelle dessen deine Motivation ist?

    Die Motivation ist die gleiche geblieben, nur die Vorstellung von Erleuchtung und der Methode wie sie zu erreichen ist, hat sich geändert.

    RobertNesta:

    Ich habe einen Lehrer gehört, der gesagt hat, dass es ein unauflösbarer Widerspruch bleibt: Man kann Erlösung nicht wollen - gleichzeitig muss man es so wollen wie ein Ertrinkender, der nach der Luft zum Atmen kämpft.

    Das erinnert mich an diese Geschichte:

    Zen und Weisheitsgeschichten aus aller Welt
    Der Zen-Meister Hakuin ist eine von den ganz seltenen Blumen. Einst kam ein Krieger zu ihm, ein Samurai, ein großer Soldat; der fragte: "Gibt es eine Hölle?…
    www.heisan-zen.de

    Hier findest Du unter anderen die Geschichte des Schülers, der seinen Meister danach fragt, wie lange er brauchen wird bis er Befreiung erlangen kann. Der Meister antwortete: so ca. 10 Jahre. Da fragte der Schüler wie lange es dauern würde wenn er sich mehr dabei anstrengt. Der Meister antwortete dass es dann 20 Jahre dauern würde. Der Schüler fragte ob es schneller ginge wenn er sich besonders stark anstrenge und dafür Opfer bringe. Da sagte der Meister: Dann wird es 30 Jahre dauern.

  • Sich gut fühlen

    • mooncake
    • 20. Februar 2026 um 19:23
    RobertNesta:

    Ich habe die Tendenz, bis zu einem gewissen Punkt zu gehen und dann zurückzuschrecken, um wieder "in der Welt" zu verschwinden. Nach einer Weile wird es mir dort dann zu dumm und ich gehe wieder zurück in Versenkung (nicht unbedingt wörtlich gemeint - der Fokus richtet sich nach innen). Es ist wie ein Kreis, bei dem ich immer wieder an denselben Punkten rauskomme und mir bewusst wird: "Das hattest du doch schon alles mal..."

    Es sind ja eigentlich alles so Minischritte, die man dort erlebt. Es dauert lange, bis sich der Fokus nach innen richtet, meist drängt man ja aus dem "Innen" wieder heraus in seine gewohnten Bahnen.


    Ein sehr guter Lehrer hat mal ein schmales und sehr gut lesbares Buch darüber geschrieben:

    "Zen- Geist, Anfänger- Geist", Shunryu Suzuki. Das fand ich wirklich sehr hilfreich.

  • Sich gut fühlen

    • mooncake
    • 18. Februar 2026 um 19:24

    Hallo und Willkommen! RobertNesta

    Deine Zweifel kommen mir auch bekannt vor.

    Irgendwann musst Du Dich wohl selbst entschlossen haben, in einer Sangha Zen zu üben. Die Motivation des sich gut Fühlens ist bestimmt ein guter Anfang. Wenn man dann merkt, dass man sich gut fühlt und lieber tanzen will als meditieren, spricht doch nichts dagegen eine Pause zu machen.

    Bei mir war ein Leidensdruck die Motivation für Zazen, wiederkehrende Gedanken, Überforderung und Schuldgefühle. Deswegen habe ich immer stoisch weiter meditiert, selbst wenn es mal besser wurde. Die tägliche Praxis wurde für mich zum Anker in meinem bewegten Lebenslauf und bekam bald eine eigene Dynamik, auch durch meine brennende Neugier darauf.

    RobertNesta:

    Oder, um es anders zu sagen: mein ganzes bisheriges Leben basiert darauf, eines dem anderen vorzuziehen. Es ist die Richtschnur meines Handelns. Was wäre ich ohne das?

    Das scheint mir die wichtigste Frage überhaupt. Was passiert wenn ich mich nicht mehr auf mein Ego und sein erfahrenes Weltbild verlassen kann? Das kann man zb. im Zazen erfahren, indem man seine eigenen kleinen Geist erforscht. Wo sonst ginge das noch?

    Viel Glück!

  • "Dürfen" Buddhisten das?

    • mooncake
    • 13. Februar 2026 um 18:26
    Railex:

    Der Grund ist wahrscheinlich, weil ich mich da besonders lebendig fühle und manchmal bei Komplimenten etc. durchaus auch Freude verbreite und mich daran erfreue, wenn mein Gegenüber strahlt.

    So verstehe ich das auch.

    ewald:

    So kann man, was die Selbstliebe angeht, auch mit sich selber Flirten, das ist ein Spaß und ein positiver Lebensausdruck, man kann eigentlich mit allem Flirten, was man mag. Etwas schöne Augen machen ist doch ein purer Ausdruck von Lebensfreude. Wer das praktiziert braucht keine künstlichen Rauschmittel, um berauscht zu sein, das Flirten reicht völlig aus und es rieseln die Belohnungsstoffe im Gehirn.

    Man kann mit der ganzen Welt flirten. Selbst Babies und Kleinkinder können das von Anfang an.

    Warum sollten Buddhisten das nicht "dürfen"?

  • Contemplative Lab: Gemeinsam eine Bewusstseinskultur entstehen lassen

    • mooncake
    • 21. Januar 2026 um 19:07

    Wenn ich es richtig verstanden habe, ist Metzinger ein Neurowissenschaftler, der seine Forschungen im Idealfall ohne Ziel betreiben und dokumentieren würde.

    Ein Ziel gehört vielleicht eher in den Bereich der Religionen, der Politik oder der Wirtschaft.

    Im Buddhismus geht es denke ich darum, das Ich zu erkennen, und zu überwinden. Das Ziel ist die Transzendenz des Egos und die Erkenntnis danach.

    Was das Ziel des säkularen Buddhismus ist, wüsste ich auch gerne. Ich möchte es wirklich verstehen.

  • Wie viele Forumsteilnehmer hier betrachten sich als säkulare Buddhisten? Umfrage

    • mooncake
    • 12. Januar 2026 um 16:57

    Eine anonyme Umfrage zwecks Befriedigung meiner Neugier. :)

  • Missbrauch bei Tara Mandala durch Tsültrim Allione

    • mooncake
    • 3. Januar 2026 um 20:30

    Mir wäre es auch gleich nicht eingefallen, die Bardot als mein Vorbild zu nennen.

    Monikamarie:

    Denn heute sehen wir die Dinge aus einer anderen Perspektive, in den 60ern war das ein großer Schritt aus der Doppelmoral.

    Aber ich habe diese Zeit auch nur als Kind miterlebt. Später war mein Vorbild Simone de Beauvoir, die die Bardot laut Wikipedia als "Lokomotive des Feminismus" bezeichnet hat.


    Hier geht es ja eigentlich um Missbrauch in bestimmten buddhistischen Zirkeln und vielleicht ist es hier komplett OT.


    Aber ich denke es gibt einen grossen Mangel an positiven weiblichen Vorbildern in der Welt, und im Buddhismus im Besondern.


    Vielleicht wäre das mal ein neues lohnenswertes Thema.

  • Mitgefühl als Selbstbetrug

    • mooncake
    • 29. Dezember 2025 um 18:23

    Mit buddhistischem Mitgefühl ist meiner Meinung die Fähigkeit gemeint, von seinem eigenen Ego abzusehen und zu erkennen, wie stark derjenige, der Mitgefühl verdient, in seinem eigenen Ego verfangen ist. Dazu braucht es nicht mehr, als einen kleinen Schritt von sich selbst zur Seite zu treten. Und den anderen zu betrachten.


    Beim Mitleid leiden wir mit und verstricken uns selbst.


    So habe ich es immer verstanden.

  • Frage nach Zen Dojo in Frankfurt am Main

    • mooncake
    • 16. Dezember 2025 um 16:51

    Ich bitte darum, das Thema zu schliessen. Danke! _()_

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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