1. Übersicht
  2. Forum
  3. Lexikon
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Alles
  • Alles
  • Seiten
  • Forum
  • Lexikon
  • Termine
  • Erweiterte Suche
  1. Buddhaland Forum
  2. Lassi

Beiträge von Lassi

  • Berauschende Mittel und Sex

    • Lassi
    • 24. März 2026 um 11:21

    Hallo nochmal,
    ich weiß nicht, ob dir meine Sichtweise hilft, aber ich versuche, meine Empfindungen einmal greifbar zu machen.
    Für mich ist Nähe, egal ob durch ein intensives und ehrliches Gespräch oder eine aufrichtige Umarmung, immer etwas sehr Intimes. Es hat für mich eine Tiefe, die nicht einfach so entsteht. In Gesprächen zum Beispiel kann eine Form von Nähe entstehen, die sehr ehrlich und verbindend ist, wenn zwei Menschen sich wirklich öffnen und einander zuhören. Dabei spielt auch eine große Rolle, wie man selbst Nähe definiert und was man bereit ist zuzulassen.
    Echte körperliche Nähe entsteht für mich erst dann, wenn ich mein Gegenüber wirklich kenne. Dazu gehört nicht nur Sympathie, sondern auch zu sehen, wie jemand mit sich selbst und seiner Umwelt umgeht. Das gibt mir Sicherheit und Vertrauen.
    Gleichzeitig finde ich es wichtig zu sagen, dass auch Sexualität zwei Menschen auf eine ganz besondere Weise verbinden kann. Wenn sie auf Vertrauen, Respekt und echter Begegnung basiert, kann sie eine sehr tiefe Form von Nähe schaffen, die über Worte hinausgeht. Gerade deshalb ist es für mich nichts Beliebiges.
    In der heutigen Zeit habe ich oft das Gefühl, dass viele Menschen eine Art emotionales Ganzkörperkondom tragen, gerade wenn es um Sexualität oder Flirten geht. Dinge wirken locker, fast beiläufig, aber oft fehlt dabei die echte Verbindung. Erst vor Kurzem habe ich erlebt, dass jemand meinte, es sei wertschätzend gemeint, mich „Babe“ oder „Schatz“ zu nennen, ganz freundschaftlich natürlich. Als ich darauf hingewiesen habe, dass sich das für mich nicht richtig anfühlt, wurde es ins Lächerliche gezogen. Für mich ist das ein klares Zeichen von fehlendem Respekt gegenüber meinen Grenzen.
    Solche Situationen zeigen mir sehr deutlich, was ich nicht möchte. Denn körperliche Nähe, besonders wenn sie über Sexualität hinausgeht, kann sehr tief gehen. Dabei können auch alte Verletzungen oder Trigger berührt werden. Umso wichtiger ist es für mich, dass beide achtsam miteinander umgehen.
    Diese Achtsamkeit sehe ich allerdings nicht, wenn Drogen im Spiel sind. Für mich entsteht echte Nähe viel eher in klaren und wachen Momenten. In Gesprächen, in denen sich zwei Menschen wirklich begegnen, offen, ehrlich und ohne Masken.
    Manchmal kann genau so ein Gespräch genauso viel Nähe schaffen wie körperliche Intimität oder sie sogar vorbereiten

  • Berauschende Mittel und Sex

    • Lassi
    • 23. März 2026 um 23:23

    Ich bin zwar echt sehr müde durch den Frühjahrsputz und allem anderen heute, aber jetzt hab ich was zum Nachdenken. :lol: Sehr interessante Gedanken die ich im Moment nicht fassen oder bessergesagt verstehen kann. Ich denke wir werden von der Umwelt schon genug beeinflusst und brauchen nicht noch Drogen um uns zu verbessern. Ich nehme auch so alles sehr intensiv auf mich und alles was noch zusätzlich in meinen Körper fließt schafft nur unnötige Blockaden oder Verstopfung.

  • Orientierung

    • Lassi
    • 22. März 2026 um 09:56

    Also weniger „alles gleichzeitig checken müssen“ und mehr entspanntes Umschalten.:?:grinsen:

  • Orientierung

    • Lassi
    • 22. März 2026 um 02:39

    Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Meine Richtung ist eigentlich die ganze Zeit vor mir, der säkulare Buddhismus, praktische Meditation, Achtsamkeit und ethische Lebensgestaltung, ganz ohne religiöse Dogmen. Man könnte sagen: Ich meditiere, damit ich nicht vor lauter Bäumen den Wald verliere. Wer weiß, was sich daraus noch entwickelt. :rainbow:

  • Grundstudium Buddhismus

    • Lassi
    • 22. März 2026 um 01:47

    Vielen Dank für eure Antworten. Ich werde in Ruhe darüber nachdenken, ihr habt mir auf jeden Fall sehr weitergeholfen.


    Aktuell mache ich bereits eine Weiterbildung und plane danach voraussichtlich direkt die nächste. Der Schwerpunkt liegt im Bereich Coaching und psychologische Beratung, auch zur persönlichen Auffrischung. Das Ganze wird mich noch etwa zwei Jahre begleiten.
    Zusätzlich würde ich gerne noch diesen Grundkurs im Buddhismus in Betracht ziehen, da ich denke, dass er mich bereichern könnte. Ich habe ja noch Zeit und möchte zunächst schauen, was ich mir auch ohne Kurs aneignen kann.


    pano, ich erhoffe mir von dem Kurs einen guten Einblick in den Buddhismus zu bekommen. Außerdem suche ich nach Techniken, die für Autisten gut geeignet sind, um Overloads besser und schneller in den Griff zu bekommen und sie durch Achtsamkeit früher zu erkennen. Dabei denke ich vor allem auch an Kinder, die tiefer im Spektrum sind, und daran, wie man mit einfachen, sanften Methoden von außen einwirken kann, sowohl für sie selbst als auch unterstützend für die Eltern.

  • SN 22.59

    • Lassi
    • 21. März 2026 um 07:44

    Ich merke, dass ich nicht alles vollständig verstehe, was in den Worten ausgedrückt wird. Manche Begriffe bleiben für mich unklar oder schwer greifbar. Und trotzdem nehme ich etwas sehr Deutliches wahr, wie wichtig jedem Einzelnen seine eigenen Worte sind. Genau darin entsteht für mich Bedeutung, nicht unbedingt im intellektuellen Verstehen, sondern im Spüren dessen, was zwischen den Zeilen mitschwingt.
    Es berührt mich, wie viel Gewicht und Ausdruck in diesen Worten liegt. Gerade deshalb empfinde ich es als schade, wenn jemand ausgeschlossen wird. Denn jede Stimme bringt etwas Eigenes mit, etwas Echtes, das zum Gesamtbild beiträgt.
    Besonders die Authentizität von Qualia schätze ich sehr. Da ist etwas Ungefiltertes, Direktes, das nicht angepasst wirkt, sondern ehrlich aus dem Inneren kommt. Und genau das macht es für mich wertvoll, auch dann, wenn ich nicht alles sofort einordnen oder verstehen kann.
    Vielleicht geht es gar nicht immer darum, alles zu begreifen. Manchmal reicht es, präsent zu sein, zuzuhören und anzuerkennen, dass hinter jedem Wort ein Mensch steht, dem genau diese Worte wichtig sind.

  • Grundstudium Buddhismus

    • Lassi
    • 20. März 2026 um 20:26

    Ich überlege, das Grundstudium Buddhismus bei Freier Buddhismus e.V. zu machen.
    Der Kurs findet an 11 Samstagen von 10–18 Uhr statt (Februar 2027 bis November 2028). Zusätzlich gibt es Studienabende, um Inhalte zu diskutieren und zu vertiefen. Das Ganze ist als Präsenzkurs in Essen geplant, eine Teilnahme ist aber auch online über Zoom möglich.
    Die Kosten liegen insgsamt bei 650 €. Man soll dabei verschiedene Traditionen kennenlernen (Theravada, Mahayana, Zen, tibetischer Buddhismus) So mal die Kurzform.
    Meine Frage : Hat jemand Erfahrungen mit dem Online-Teil so eines Grundstudiums?
    Lohnt sich die Ausgabe von 650 €, wenn man nur online dabei ist?

  • Lehren/Philosophien = Narrative

    • Lassi
    • 20. März 2026 um 16:32

    Liebe Anna,
    danke, das „Kommunikationsquadrat“ von Friedemann Schulz von Thun sagt mir etwas, danke dir trotzdem. Ich habe es mir gerade noch einmal verinnerlicht.
    Zu den Smileys: Vor langer Zeit habe ich in einer Autismusgruppe etwas darüber geschrieben, wie Smileys auf uns wirken. Das Feedback war riesig, und vor allem wurde deutlich, dass jeder einzelne Smiley von jedem anders wahrgenommen wird.


    Der zwinkernde Smiley löst bei mir zum Beispiel das Gefühl aus, dass mich jemand indirekt belehren möchte. Den Smiley mit dem Buch in der Hand kannte ich noch nicht. Ich denke, viele Erfahrungen mit Smileys sind geprägt von den Texten und Beziehungen, in denen wir sie sehen. Für mich drückt der Buchsmiley aus, dass jemand nicht belehrend wirken will, aber trotzdem sagt: „Hallo, bitte kurz aufpassen, jetzt kommt etwas Wichtiges.“
    Herzsmileys empfinde ich als schwer, weil ich Rot als sehr einnehmende Farbe wahrnehme. Eine Kombination mit Herz wirkt für mich nicht stimmig. Eher passend wären Lila, Blau, Weiß oder Grün. Die gelben Smileys sind mir zu laut und aufdringlich. Sie stören mich richtig und fühlen sich fast so an, als wäre ich mitten in einem Kaufhaus. Regenbogen und Kleeblatt nutze ich als Zeichen von Glück und Harmonie.
    Die Friedenstaube erinnert mich eher an die echten Tauben, die gern vor meiner Tür landen, nicht unbedingt mit Frieden verbunden, auch wenn sie eine andere Farbe hat. So könnte ich ewig weitermachen.
    Und was ich absolut schlimm finde, sind Ausrufezeichen. Sie tun richtig weh, wenn sie auftauchen. Es fühlt sich an, als würde die Person beim Schreiben schreien.
    Herzlichen Dank, Anna. Du hast so eine schöne Art zu schreiben, und bei dir fühlt sich jedes Wort an, als würdest du genau wissen, was du meinst.


    _()_:rainbow::klee:

  • Brad Warner

    • Lassi
    • 20. März 2026 um 14:07

    Qualia

    Haha, ich gebe zu, ich habe mich kurz beim Lachen erwischt und dachte sofort: Nein, das darfst du jetzt nicht, du musst das ernst nehmen.
    Das zu lesen ist echt eine Herausforderung für mich. Und wie oft haben mich Leute schon aufgeregt, wenn sie so reden und Wörter wie „verdammt“ oder „Babe“ in ihre Sätze einbauen… grr.
    Danke dir auf jeden Fall sehr für deine Nachricht.


    Was ist das für ein schwarzer Balken in deinem Beitrag? Da steht was vom Wüstenplaneten… hmm.:?

  • Orientierung

    • Lassi
    • 20. März 2026 um 10:00

    JoJu91 danke für deinen Beitrag.


    Ein Buch von Ayya Khema habe ich auch hier, Sei dir selbst eine Insel. Das werde ich nach Hardcore Zen lesen.
    Es ist schön zu hören, dass du so positive Erfahrungen gemacht hast. Ich stelle gerade bei mir selbst fest, wie verkopft ich manchmal bin. Je tiefer ich in die Lehren eintauche, desto mehr fällt mir auf, wie sehr sich mein Charakter auf eine Art geformt hat, die gleichzeitig angepasst und von den falschen Gründen geleitet ist. Vielleicht ist es eine Form von Arroganz.
    Besonders auffällig ist gerade, dass mein Mitgefühl im Moment deutlich reduziert ist und das gekünstelte, maskierte, antrainierte Ich immer stärker sichtbar wird. Es wirkt wie ein Schild gegen Menschen, die mir schaden wollen, nur war mir bisher nie so klar, dass ich damit auch andere von mir weghalte.
    Dass in so kurzer Zeit so viel passiert und mir so vieles klar wird, erschreckt mich ein wenig. Besonders, weil ich das Meditieren mit den Mantren aus dem tibetischen Buddhismus ja noch nicht so lange praktiziere.

  • Lehren/Philosophien = Narrative

    • Lassi
    • 20. März 2026 um 08:40

    Hallo,

    bei dem Thema musste ich gerade an Smileys und Reaktionen denken. Für mich macht es einen großen Unterschied, dass etwas hinzugefügt wird und vor allem was. Diese ganze Palette an Möglichkeiten kann eine Aussage eher verzerren als klären.
    Ein sehr freundliches Smiley in Kombination mit einem eher kritischen Text wirkt auf mich widersprüchlich. Ich kann dann oft nicht eindeutig erkennen, was eigentlich gemeint ist. Soll ich mich am Text orientieren oder an den Emojis?
    Für mich haben solche Zusätze manchmal etwas wie Hintergrundmusik, sie laufen mit, beeinflussen die Stimmung, aber machen die eigentliche Aussage nicht unbedingt klarer, sondern eher uneindeutig.

  • Brad Warner

    • Lassi
    • 20. März 2026 um 07:56

    Hallo,

    es ist nicht nur der Slang. Ich finde es ehrlich gesagt ziemlich verstörend, wenn überall bewusst Worte gewählt werden, nur um zu provozieren oder etwas „cooler“ klingen zu lassen. Was hat das noch mit Authentizität zu tun? Muss ich wirklich meinen ganzen inneren Dreck nach außen kehren, nur damit ich als besonders oder einzigartig wahrgenommen werde?
    Außerdem schweift der Autor für mein Empfinden oft stark ab. Vielleicht heißt das Buch Hardcore Zen auch einfach deshalb so, weil es hardcore zu lesen ist.
    Was mich allerdings wirklich überrascht: Wie schnell es dieses Buch schafft, mein Ego zu triggern. Und genau dafür bin ich letztlich dankbar. Es zeigt mir ziemlich deutlich meine eigenen Grenzen und dass ich wohl noch lernen darf, über Vorurteile hinauszugehen und Menschen zu akzeptieren, die anders denken als ich.
    Ich bin ehrlich gesagt gespannt, ob ich am Ende des Buches komplett anders darüber denke.

  • Orientierung

    • Lassi
    • 20. März 2026 um 07:36

    ja, den Druck rauszunehmen ist für mich ein wichtiger Punkt. Ich neige dazu, mich selbst unter Druck zu setzen , das ist ein Verhalten, das ich mir über die Jahre angewöhnt habe, um überhaupt zu funktionieren.
    Durch meine Autismus-Diagnose achte ich zudem sehr bewusst auf Kommunikation. Smalltalk bedeutet für mich nach wie vor eher, mein Gegenüber zu analysieren, als wirklich soziale Nähe aufzubauen. Ich glaube, dadurch wirke ich auf neurotypische Menschen oft etwas anders, vielleicht distanzierter oder weniger intuitiv.
    Im Moment habe ich mir vorgenommen, erst einmal den Rest des Buches Hardcore Zen zu lesen. Ich möchte mir dazu Notizen machen und versuchen, die Inhalte mit Hilfe meiner psychologischen Kenntnisse für mich zu entschlüsseln, so gut es mir eben möglich ist.

  • Orientierung

    • Lassi
    • 19. März 2026 um 18:38

    Mein Verstand scheint wirklich das Problem zu sein. Im Moment bin ich sehr selbstkritisch, weil ich die Sorge habe, dass alles nur eine Spinnerei sein könnte, all das Positive, das ich in den letzten Tagen durch das Rezitieren von Mantras aus dem tibetischen Buddhismus erlebt habe. Auch die Arbeit mit Tara und den anderen Bodhisattvas fühlt sich manchmal so an, als müsste ich alles hinterfragen, bevor ich es wirklich annehmen kann, wenn mir jemand seine Einschätzungen darüber mitteilt.

  • Orientierung

    • Lassi
    • 19. März 2026 um 17:18

    Vielleicht hab ich kein Herz und denke nur ich hab eins. Entschuldige bitte.

  • Orientierung

    • Lassi
    • 19. März 2026 um 17:04

    Im Theravada ist doch alles sehr traditionell und geregelt, wenn ich das richtig verstanden habe.


    Ich kenne mich: Steck mich in ein System, und ich zerschlage es, solange bis nichts mehr davon übrig ist. Bisher war das bei allem so, egal ob Christentum, Islam, Hinduismus oder jeglichem Esokram.
    Mein Herz will frei sein und selbstbestimmt.

  • Bevorzugte Meditationsstellung

    • Lassi
    • 19. März 2026 um 16:51

    Meine Haltung beim Meditieren ist ganz unterschiedlich. In der Bewegung nutze ich oft die Momente, die mir gerade zur Verfügung stehen, aber genauso im Sitzen oder Liegen.

    Das Zählen ist bei mir eher etwas worauf ich wert lege. Es hilft mir, meinen Atem und meinen Körper zur Ruhe kommen zu lassen, egal ob ich mich bewege, sitze oder liege.

  • Orientierung

    • Lassi
    • 19. März 2026 um 15:55

    Hallo Aravind,
    danke für deine Hilfe.
    Ich beziehe meinen Verstand eigentlich ganz gerne mit ein, weil für mich die Vernunft eine große Rolle spielt. Mein Verstand hilft mir dabei, Dinge logisch zu durchdenken und abzuschätzen, was passieren könnte.
    Die Vernunft geht für mich aber noch ein Stück weiter. Sie sorgt dafür, dass ich nicht nur schaue, was möglich ist, sondern auch, was wirklich sinnvoll und richtig ist. Und genau das bewahrt mich oft davor, unüberlegte Entscheidungen zu treffen.
    Nur merke ich gerade, dass meine Herzensentscheidung irgendwie blockiert ist.

  • Das Glühen der Chakren

    • Lassi
    • 19. März 2026 um 14:00

    Alles klar, Igor. Danke für deine Rückmeldung. Ich wollte das Thema nur allgemein im Forum ansprechen und respektiere, dass es für dich nicht relevant ist. Kein Problem.:rainbow::)

  • Das Glühen der Chakren

    • Lassi
    • 19. März 2026 um 13:51

    Igor, ich weiß, dass du den Thread nicht unbedingt wolltest, und es tut mir wirklich leid, falls ich dich damit gekränkt habe. Ich finde das Thema trotzdem wichtig und wollte es einfach ansprechen.

  • Orientierung

    • Lassi
    • 19. März 2026 um 13:28

    Danke, Wetering… ich bin mir da gerade unsicher. Gibt es im Buddhismus wirklich eine Regel, dass man nur eine Richtung praktizieren darf? Oder ist das eher eine Empfehlung? Ich will einfach verstehen, wie das gemeint ist. Danke dir für die Hilfe.

  • Das Glühen der Chakren

    • Lassi
    • 19. März 2026 um 13:20

    Igor07 Für mich geht es beim Glühen der Chakren nicht darum, dass ich den Fokus darauf setze, dass sie aufhören zu glühen. Ich lasse es zu und bleibe in der Aufmerksamkeit, ohne Panik zu bekommen oder etwas bewerten zu müssen.

  • Orientierung

    • Lassi
    • 19. März 2026 um 13:01

    Wetering

    Danke für deine Nachricht.


    Ich kann das ehrlich gesagt nur teilweise nachvollziehen. Wieso nicht einfach erstmal bei mehreren Richtungen eine Weile reinschauen, selbst Erfahrungen machen und dann entscheiden? Vielleicht habe ich dich da auch falsch verstanden.


    Im Moment interessieren mich tibetischer Buddhismus, Zen und der säkulare Buddhismus.


    Beim tibetischen Buddhismus fasziniert mich die Symbolik, die Rituale und die Mantren. Es fühlt sich an, als würden sie eine tiefere Erfahrung ermöglichen, auch wenn die Komplexität manchmal ein bisschen einschüchternd ist.


    Zen zieht mich durch die Klarheit und Einfachheit an. Die Praxis ist direkt und reduziert, und gerade diese Reduktion macht es leichter, wirklich im Moment zu sein und zu spüren, was Meditation für mich bedeutet.


    Beim säkularen Buddhismus gefällt mir besonders, dass er so bodenständig ist, sich aufs Alltagsleben konzentriert und gut mit psychologischen Einsichten zusammenpasst. Es geht darum, selbst zu erfahren, wie Achtsamkeit, Mitgefühl und Gelassenheit wirken, ohne dass man sich in metaphysischen Konzepten verliert. Traditionelle Vorstellungen wie Reinkarnation spielen dabei keine zentrale Rolle. Es geht ja vielmehr darum, die Lehren praktisch zu erleben und auf das eigene Leben zu übertragen.


    Alle drei Richtungen berühren mich auf ihre eigene Weise, und genau deshalb fällt es mir schwer, mich zu entscheiden.


    Jede hat etwas, das ich mitnehmen kann.
    Ich hoffe sehr, dass ich nichts falsch wiedergebe, ich versuche nur, das so zu beschreiben, wie ich es bisher verstanden habe und wie es für mich wirkt.

  • Das Glühen der Chakren

    • Lassi
    • 19. März 2026 um 10:05

    Ich möchte noch etwas zum Thema Energiearbeit und kommerzielle Absichten schreiben, weil mich das schon lange beschäftigt.


    Meine Erfahrungen mit Lehrern, auch sogenannten Heilern, haben mich stark geprägt. Wenn ich sehe, wie Menschen manipuliert und abgezockt werden, macht mich das heute noch wütend. Gerade dann, wenn das Leid von Menschen ausgenutzt wird, die ohnehin schon am Boden sind.


    Ich habe einmal einen selbsternannten Heiler ein paar Tage begleitet. Dabei habe ich mich ständig gefragt, wie es dieser Mensch schafft, aus Skeptikern plötzlich völlig andere Menschen zu machen. Er legte ihnen die Hände auf und sie hatten das Gefühl, zum ersten Mal in ihrem Leben so etwas wie einen Energiefluss zu spüren. Ich nenne das jetzt einfach mal so.


    Diese Erfahrung machte sie abhängig von ihm. Sie gaben ihm viel Geld und wirkten dabei fast wie berauscht. Mich hat sein Verhalten richtig aufgeregt, vor allem weil er mir vorher versprochen hatte, ich würde bei ihm lernen, wie man Menschen hilft und nicht, wie man sie ausnimmt und abhängig macht.
    Er gab den Leuten das Gefühl, dass diese Fähigkeiten ohne ihn gar nicht möglich wären. Als ich versuchte, mit einigen darüber zu sprechen und dieses Missverständnis zu klären, waren sie regelrecht entsetzt, dass ich so etwas überhaupt in Frage stelle. In diesen wenigen Tagen waren das wirklich einige Menschen.


    Und dieser Mann unterrichtete sogar Heilpraktiker. Niemand hat etwas dagegen unternommen. Irgendwann merkte ich auch, dass es nichts bringt, sich einzumischen. Er meinte, ich hätte nicht das Recht, diesen Menschen ihren Glauben zu nehmen. Bei einem Gespräch unter vier Augen schlug er mir dann plötzlich heftig ins Gesicht. Leider hat das niemand gesehen.
    Am Ende war wieder ich diejenige, die ausgeschlossen wurde, die angeblich dem Satan nahe steht.
    Später habe ich einen ganz anderen Heiler kennengelernt, einen wirklich guten Menschen aus England. Er und seine Frau waren bei der National Federation of Spiritual Healers. Ich habe dort ein Wochenendseminar besucht und musste feststellen, dass ich fachlich nicht viel mitnehmen konnte. Trotzdem mochte ich ihn sehr. Er war ruhig, respektvoll und überhaupt nicht überheblich.


    Wenn man so vielen unterschiedlichen Menschen begegnet, die sich mit solchen Themen beschäftigen, sieht man beide Seiten. Es kann sehr bodenständig sein, aber eben auch hochgradig manipulativ.
    Mir ist dabei eines wichtig geworden: Jeder sollte seinen eigenen Weg gehen dürfen. Aber in dem Moment, wo andere Menschen mit hineingezogen werden, braucht es Achtsamkeit und Verantwortung. Gerade dann, wenn Menschen ohnehin verletzlich sind, sollte man aufpassen, sie nicht auf komische Ideen zu bringen oder in Abhängigkeiten zu führen.


    Heute bin ich froh über diese Erfahrungen. Sie haben mir klar gezeigt, was ich nicht brauche.
    Und bei manchen Dingen, die ich ausprobiert habe, habe ich gemerkt, dass sie mich in eine Richtung führen, in der man irgendwann den Verstand verlieren könnte. Das war der Punkt, an dem ich angefangen habe, mich wieder bewusst zu fokussieren.
    Mir hat es geholfen, mich auf Jesus auszurichten. Einfach präsent sein, im Moment bleiben, ruhig werden.

  • Das Glühen der Chakren

    • Lassi
    • 19. März 2026 um 01:04

    Danke dir, das lese ich mir gerne durch. Ich muss nur um 5:30 aufstehen, deshalb wohl etwas später.😂Gute Nacht _()_

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

  1. Impressum
  2. Datenschutzerklärung
  3. Nutzungsbedingungen
Netzwerk Buddhismus
Community-Software: WoltLab Suite™ 6.1.18
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App bei Google Play
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App im App Store
Download