Abgesehen vom allerersten und allerletzten Pantoffeltierchen entstehen und vergehen Pantoffeltierchen nie ? Wenn sich Pantoffeltierchen P1 in zwei Pantoffeltierchen P1a und P1b teilt, stirbt dann P1 und werden P1a und P1b geboren oder macht diese Aussage keinen Sinn ?
Stirbt der Fluss, wenn er sich gabelt?
Lebt ein Fluss denn?
Meines Erachtens ist er zwar voller Leben, lebt aber selbst nicht, ist eine physikalische/geologische Erscheinung, aber kann sich ausdehnen, gabeln und versiegen... - ein dynamisches System.
Bei der Zellteilung von Pantoffeltierchen entstehen ja genetisch identische Nachkommen, also Klone.
Insofern geht das Elterntier in den Nachkommen auf - eine reine Vermehrung und Wandlung (es gibt ja eine Entwicklung der Tochterzellen) und demnach -scheinbar- kein Vergehen. keinen Tod....
Wenn es da nur die Fressfeinde und dem Leben abträgliche Umweltbedingungen nicht gäbe, welche eben doch Vernichtung nach sich ziehen. ![]()
Des Weiteren: Bei "Stress", zwecks Anpassung an eine sich verändernde Umwelt, gibt es für die Pantoffeltierchen noch die Möglichkeit der Konjugation, d.h. Austausch genetischen Materials, demzufolge keine weiteren Klone entstehen, da das Erbgut neu kombiniert wurde.
Und schon vergeht wieder etwas....![]()
ZitatAlles anzeigenSex und Vermehrung voneinander getrennt
Ihre Vermehrung ist unspektakulär; sie machen einfach eine Zellteilung.
Doch es findet auch ein Vorgang statt, der der Kopulation, wie man sie bei den vielzelligen Lebewesen kennt, vergleichbar ist.
Dabei lagern sich zwei Pantoffeltierchen aneinander und tauschen über eine Plasmabrücke genetisches Material aus.
Eine Vermehrung ist damit nicht verbunden, wohl aber die bei der Fortpflanzung von Vielzellern stattfindende und für die Evolution bedeutsame Neukombination von Erbinformation.
https://www.bund-hessen.de/arten-entdecken/pantoffeltierchen/
Wie faszinierend (und dadurch auch leicht fesselnd) doch das Leben ist...
Wenn nur der Ärger nicht wäre....
Pantoffeltierchen können nicht festhalten, weil da nichts ist, das festhalten könnte. Also genau das, was Buddhisten anstreben.
Kleine Provokation oder ernstgemeint? - Wolltest du "die Buddhisten" etwa bewusst "ärgern"?
Buddhisten streben sicher nicht an, "nichts" zu sein oder auf das Niveau eines Einzellers zurückzufallen, um nicht mehr "festhalten" (und damit leiden) zu "müssen" (denn auch der Einzeller "leidet" ja in dem Sinne, dass er von dem unbewussten Daseinswillen/-begehren gezwungen ist, zu existieren - und das auch noch ewig lange, dank Klonierung, wenn sie nicht irgendwann gefressen werden....).
Buddhisten haben als menschliche Wesen natürlich ein wesentlich höheres (körperliches und vor allem geistiges) Leidenspotenzial, aber - damit einhergehend - auch Möglichkeiten, sich freiwillig und eigenständig davon zu befreien (Erleuchtungspotenzial/"Buddhanatur").
Sie richten sich aktiv Richtung Bewusstheit, Erkenntnis und der Befreiung von den Leidensursachen aus und erfahren im Verlaufe der Praxis fortschreitende Loslösung von Anhaftungen, wodurch Ergreifen und Festhalten seltener werden, bis es (beim Arahant) vollständig aufhört.
Liebe Grüße, Anna