Liebe Sangha,
ich bin seit fast zwei Jahren praktizierende Buddhistin und würde mich selbst noch als relativ am Anfang meines Weges bezeichnen. Dennoch spüre ich sehr deutlich, dass es für mich der richtige Weg ist. Der Buddhismus hat mich zu einem achtsameren und glücklicheren Menschen gemacht, und ich bin sehr dankbar, dass ich zu dieser Erkenntnis kommen durfte.
Leider kenne ich in meinem privaten Umfeld kaum andere Buddhistinnen oder Buddhisten. Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich vor kurzem bei einem Treffen einer alten Schulfreundin jemanden kennengelernt habe, der ebenfalls buddhistisch ist. Als das Thema aufkam, habe ich offen erzählt, dass auch ich Buddhistin bin.
Meine Freundin reagierte jedoch sehr überrascht und fragte: „Du bist etwa buddhistisch?“
Ich habe ruhig erklärt, wie ich zu meinem Weg gefunden habe und auch von einer sehr persönlichen spirituellen Erfahrung berichtet, die für mich eine tiefe Bedeutung hat.
Statt Verständnis oder zumindest Respekt zu erfahren, wurde ich jedoch ausgelacht. Meine Freundin machte sich gemeinsam mit den anderen über mich lustig und ahmte mich nach. Das hat mich tief verletzt – vor allem, weil es von einer Freundin kam und weil ich etwas sehr Persönliches und Wichtiges geteilt hatte.
Ich habe viel darüber meditiert und versucht, die entstandenen Gefühle von Verletzung und Enttäuschung loszulassen. Dennoch fällt es mir schwer, damit umzugehen. Besonders die Tatsache, dass es sich um eine enge Freundin handelt, beschäftigt mich.
Daher möchte ich euch fragen:
Wie geht ihr mit solchen Situationen um?
Wie findet ihr einen heilsamen Umgang mit Spott oder fehlendem Respekt gegenüber eurer Praxis – besonders wenn er von nahestehenden Menschen kommt?
Ich freue mich über eure Erfahrungen und Ratschläge.
Metta 🙏