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"Dürfen" Buddhisten das?

  • KarmaHausmeister
  • 9. Dezember 2025 um 12:40
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  • Monikamarie
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    • 19. Februar 2026 um 17:32
    • #76

    Och nö, das stimmt nicht, lieber Qualia, egal welche Gemeinschaft ich verließ, weder fühlte ich mich verlassen noch brauchte ich Beistand - sogar nicht mal, wie so oft behauptet, bei den Zeugen Jehovas.


    Ich bin immer gegangen, wenn es keine Antworten mehr gab - vorallem im Christentum.

    Oder wenn mir die "Truppe" bzw. der Lehrer "spanisch" vorkamen.


    Aber natürlich bin ich kein Maßstab.


    Dass ich noch hier bin, liegt an einigen wenigen Mitgliedern. Dadurch verliere ich die Lehre nicht aus den Augen.


    Danke Euch Allen

    _()_Monika ❤️

  • ewald
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    • 20. Februar 2026 um 14:24
    • #77

    Allgemein gesprochen stimmt es wohl, was die Angst vor der Leere und der Einsamkeit angeht, wenn man die gewohnte und angestammte Gruppe verlässt, vor allem im religiösen Bereich. Es trifft vielleicht nicht jeden, aber die meisten bleiben brav, um die Gemeinschaft nicht zu verlieren. Deshalb sehe ich den Buddhismus als Philosophie und nicht als Religion, um die Abhängigkeit zu vermeiden und auch die Mitglieder der Sangha frei entscheiden können, ob sie gehen oder bleiben. Ich mache keinen Druck und keinen Zwang, an Schäfchen, die ich in meine Herde zwinge habe ich als Hirte kein Interesse. Die Selbstständigkeit der Persönlichkeit steht an erster Stelle.

  • Tim1
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    • 21. Februar 2026 um 16:03
    • #78

    Ich habe einige Beiträge gelesen und ob mein Thema da reinpasst, weiß ich nicht, aber es gibt ja nicht nur ein ausgeschlossen werden von einer religiösen Gemeinschaft sondern von der Gesellschaft ganz alleingemein.


    Das fühle ich seit Jahren und mittlerweile bin ich auf einem Punkt, wo ich langsam so isoliert bin, dass ich selbst mit Willensleistung kaum noch dagegen halten kann.


    Die Isolation und die Einsamkeit, die spüre ich gewaltig und wenn man gar keine sozialen Anlaufstellen mehr hat bzw. sich Niemand mehr für einen interessiert, dann finde ich das schon schwierig.


    Ich kann soziale Kontakte nicht erzwingen, würde ich auch nicht wollen. Im Rahmen dessen, dass ich mich viel mit Kommunikation in letzter Zeit beschäftigt habe, ist mir noch bewusster aufgefallen, dass viele meiner Kontakte genau ein Ziel haben, nämlich ihre Themen loszuwerden, das sind keine Interaktionen sondern das sind Monologe. Das einzige Interesse was ich da sah, war das sie sich selbst hören wollten.


    Nicht einmal die Grundregel einer Kommunikation, dass man den anderen nicht dauernd unterbricht wurde nicht eingehalten, für mich ist ein gutes Gespräch, wenn Beide zu Wort kommen, aber nicht wenn ein Monolog da ist, der oft sehr lange läuft.


    Das macht wirklich einsam, ich sehe da auch nicht den Weg hinaus, weil viele Kontakte sind nicht schlecht sondern es sind tote Kontakte.


    Ich habe das auch immer mal geschrieben, ich mag es nicht, wenn man versucht mich zu bekehren, was in den letzten Jahren zugenommen hat, vor allem von christlichen Gemeinschaften. Da wird etwas vorgegaukelt in Form von gutem Kontakt, in Wirklichkeit geht es aber nur um die Botschaft loszuwerden.


    Ich brauche keine Religionen um mein Leben zu leben, den Buddhismus sehe ich wie Ewald glaube ich als Lebensphilosophie, die mir ein wenig Wege bzw. Angebote aufzeigt, aber ich als Buddhist würde nie jemanden zu meinem Glauben bewegen wollen.

  • void
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    • 21. Februar 2026 um 17:45
    • #79

    Bitte zurück zum Thema. Die Ausgangsfrage war:

    KarmaHausmeister:

    Statt Moralpolizei: Was ist etwas, das du trotz Praxis weiterhin tust – und zwar aus guten Gründen? Vielleicht etwas Unperfektes, Menschliches, Widersprüchliches?

  • Amdap
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    • 22. Februar 2026 um 10:22
    • #80

    Was macht Ihr zum Beispiel, wenn in Eurer Wohnung eine heftige Mottenseuche ausgebrochen ist, oder eine Trauermückenseuche oder dergleichen?

    Ich habe da Erfahrung.

    Bevor ich aber eine lange Abhandlung hier einstelle, will ich erstmal hören, was Euch dazu einfällt.

    Verlange nicht, dass alles so geschieht, wie du es wünschest,
    sondern wolle, dass alles so geschieht, wie es geschieht,
    und es wird dir gut gehen.
    Epiktet

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    • 22. Februar 2026 um 11:55
    • #81

    Ich verteidige meinen privaten persönlichen Lebensraum, auch mit für Lebewesen tödlichen oder verletzenden Mitteln.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • Railex
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    • 22. Februar 2026 um 20:28
    • #82
    Amdap:

    Was macht Ihr zum Beispiel, wenn in Eurer Wohnung eine heftige Mottenseuche ausgebrochen ist, oder eine Trauermückenseuche oder dergleichen?

    Ich habe da Erfahrung.

    Bevor ich aber eine lange Abhandlung hier einstelle, will ich erstmal hören, was Euch dazu einfällt.

    Hatten wir beides schon mal und weil meine Partnerin dann diverse Klebfallen gekauft hat, hab ich sie des grausamen Mordens bezichtigt, war aber froh, als die Motten wieder weg waren; unsere Katzen haben die zwar auch gejagt, aber die Dinger sind flink im verstecken.

    Trauermücken aus der Blumenerde haben mich nicht gestört,aber ich habe die Erde gewechselt.

    Bei den Schnecken im Aquarium bin ich sehr vorsichtig beim Wasserwechsel und schone jede einzelne, aber ich mach mich jetzt auch nicht verrückt, nehme ja wenn verordnet auch Antibiotika.


    Was hast du denn für eine Abhandlung Amdap und warum zögerst du sie einzustellen?

  • RobertNesta
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    • 22. Februar 2026 um 21:43
    • #83

    Bei Trauermücken, Blumentöpfe mit ca. 1cm Quarzsand befüllen -> billig, effektiv, mühelos, tötet nur die Eier ab und verhindert, dass neue gelegt werden. Problem erledigt sich von selbst, weil die Tierchen nicht lange leben.


    Wenn ich Insekten, etc. in der Wohnung habe, fange ich sie mit einem Glas und setze sie raus. Hatte aber noch nie eine "Plage".


    zum Thema:

    - ich lüge oder verschweige die Wahrheit relativ regelmäßig (vor allem, wenn es um die Absage von Treffen geht - ich habe da noch keine guten Weg gefunden zwischen Wahrheit und Empathie zu balancieren und löse den Konflikt meistens zu Lasten der Warheit auf)

  • Railex
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    • 22. Februar 2026 um 23:07
    • #84

    Meine Freundin wollte bzgl. der Motten damals schon so eine Fliegen-Wespenart bestellen, die die Eier unschädlich machen sollten, aber nach 2 Generationen Klebfallen:cry:, hatte sich die Sache dann erledigt.


    Danke für den Tip mit dem Quarzsand RobertNesta _()_

    Interessant auch das Thema "Lügen,Notlügen,verschweigen".

    Einmal editiert, zuletzt von Railex (22. Februar 2026 um 23:25)

  • Railex
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    • 23. Februar 2026 um 08:17
    • #85

    Endgültig haben wir die Trauermücken mit Nematoden besiegt,sagt mein Freundin, das sind die natürlichen Feinde.

    Also wir haben "töten lassen".


    Auch fragwürdig, weil es im Dhammapada heißt:


    "Alle Wesen scheuen Bedrückung,

    bangen vor des Todes Nöten,

    gleich wie du ist jedes Wesen,

    darum töte nicht und lass nicht töten".

  • Samadhi1876
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    • 23. Februar 2026 um 11:45
    • #86
    Railex:

    "Alle Wesen scheuen Bedrückung,

    bangen vor des Todes Nöten,

    gleich wie du ist jedes Wesen,

    darum töte nicht und lass nicht töten".

    Die Mönche sind damals zum Essen betteln gegangen.

    Brauchten selbst nicht Tiere zu töten.


    Die Urvölker Nordamerikas haben nur so viele Tiere (Büffel) getötet wie sie zum überleben brauchten.


    Die Kapitalisten wollten Büffel töten um das große Geschäft damit zu machen.


    Reiche sind gekommen um Büffel zur eigenen Unterhaltung zu schiessen und die Getöteten zu zählen und tot liegen zu lassen.


    S. aktuelle Doku „Der amerikanische Bison“ auf ARTE.

  • ewald
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    • 1. März 2026 um 16:51
    • #87

    Wer Lebensmittelmotten in unserer Zivilisation aufgrund von buddhistischen Glaubenssätzen tätschelt, anstatt sie einzudämmen, hat das Thema Lebensbewältigung falsch verstanden. Es geht nicht um die Bewältigung des Lebens der Motten und ihnen Futter hinzustellen, sondern darum das menschliche Leben von Schädlingen zu befreien. Wer die Larven in einer Tüte mit Nüssen schon mal sich bewegen gesehen hat, samt dem Gespinst, was dabei entsteht, wird weniger das Gefühl bekommen wie sich dieses Leben schützen lässt, als viel mehr das Gefühl des Ekels. Vor allem, wenn man zuvor noch beherzt in die Tüte gegriffen hat, um sich die leckeren Nüsse zuzuführen. Die Frage ist, wer gewinnt, die Lebensmittelmotte oder der Mensch. Wenn die Motte alle Lebensmittel befallen hat, verhungert der Mensch und sie hat gewonnen. Will der Mensch überleben, muss er etwas gegen die Motte unternehmen. Schlupfwespe, Klebefallen und Essigwasser als vorbeugende Maßnahme sind die Möglichkeiten. Vor allem auch genauste Untersuchung der Lebensmittel, alles was mit Körnen und Nüssen zu tun hat, aber in der Not gehen sie auch an Schokolade, Kekse und andere Mehlprodukte, sie sind da nicht wählerisch, wenn es um Arterhaltung geht. All das muss penibel entsorgt werden, will man die Küche wieder frei von Lebensmittelmotten bekommen. Eine gewisse Ekelresistenz ist da von Vorteil.

  • Railex
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    • 1. März 2026 um 17:49
    • #88
    ewald:

    Die Frage ist, wer gewinnt, die Lebensmittelmotte oder der Mensch. Wenn die Motte alle Lebensmittel befallen hat, verhungert der Mensch und sie hat gewonnen. Will der Mensch überleben, muss er etwas gegen die Motte unternehmen.

    Es ist jetzt aber bei einem normalen Befall auch nicht gleich das Armageddon angebrochen und ein Kampf um Leben und Tod, der unsere Spezies ernsthaft gefährdet. ;)

    ewald:

    Wer Lebensmittelmotten in unserer Zivilisation aufgrund von buddhistischen Glaubenssätzen tätschelt, anstatt sie einzudämmen, hat das Thema Lebensbewältigung falsch verstanden. Es geht nicht um die Bewältigung des Lebens der Motten und ihnen Futter hinzustellen, sondern darum das menschliche Leben von Schädlingen zu befreien.

    Es ist sowieso schwer so eine kleine Motte zu tätscheln und eine gelungene Lebensbewältigung, würde ich auch an anderen Qualitäten, als Kammerjägerei bemessen, aber du hast Recht, extra füttern muss nicht sein.


    Im buddhistischen Kontext würde ich aber die Befreiung von Schädlingen des menschlichen Lebens, auf die Geistegifte beziehen.


    ewald , ich hoffe ,du hast etwas Humor,aber dein apokalyptischer Bericht hat mich unsere Lebenssituation mit der ein oder anderen Motte hier in unserer Wohnung nochmal neu bewerten lassen :)


    Amdap , wann kommt deine Auflösung?_()_

  • mukti
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    • 1. März 2026 um 18:15
    • #89

    Als Mensch kann man die Gewalt auf das notwendige Minimum reduzieren. Man muss nicht zum Spaß oder aus Gier Tiere töten und kann sie so schonend wie möglich behandeln, wenn sie in den eigenen Lebensraum eindringen.

    In meinem Garten ist ein Gewimmel von Insekten, Würmern, Schnecken, Schlangen, Eidechsen und Vögeln und ich bin ständig am Lernen, wie ich mich und meine Nahrung vor Übergriffen schützen kann. Alle haben das selbe Recht hier zu leben wie ich, der ich nicht Herrscher über die Natur und ihre Wesen bin. Mittlerweile leben wir alle ganz gut zusammen, manchmal lassen sich halt gewisse Härten nicht vermeiden.

    Mit Metta, mukti.


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    • 2. März 2026 um 04:59
    • #90
    mukti:

    Mittlerweile leben wir alle ganz gut zusammen

    🙂

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    • 2. März 2026 um 09:54
    • #91
    mukti:

    Als Mensch kann man die Gewalt auf das notwendige Minimum reduzieren. Man muss nicht zum Spaß oder aus Gier Tiere töten und kann sie so schonend wie möglich behandeln, wenn sie in den eigenen Lebensraum eindringen.

    In meinem Garten ist ein Gewimmel von Insekten, Würmern, Schnecken, Schlangen, Eidechsen und Vögeln und ich bin ständig am Lernen, wie ich mich und meine Nahrung vor Übergriffen schützen kann. Alle haben das selbe Recht hier zu leben wie ich, der ich nicht Herrscher über die Natur und ihre Wesen bin. Mittlerweile leben wir alle ganz gut zusammen, manchmal lassen sich halt gewisse Härten nicht vermeiden.

    Deine Hütte in deinem Garten ist nicht der Garten, das ist Kultur, dein Garten ist, soweit du es zulässt, Natur.

    Natur, die in die Kultur eindringt, wird immer als Aggression des Unbekannten, Ungewollten interpretiert.

    Wir sind Menschen, weil wir Kultur erschaffen. Wenn wir das auf den ganzen Globus ausdehnen, ist keine Natur mehr und nichts mehr, das uns am Leben erhält, außer alle unsere Lebensmittel werden künstlich technisch hergestellt.

    Kann man natürlich auch von anderen Planeten importieren, so wie es in der „Foundation-Trilogie“ (1952) beschrieben ist. Der Hauptplanet ist unter einer fast vollkommenen Metallkonstruktion.

    Oder wie schon in „Auf zwei Planeten“ (1857) die Marsianer, vollkommen aus Molekülen und Mineralen erzeugen.


    Das sind ganz nebenbei Science-Fiction, die sehr klar macht, was unser Problem ist.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

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    • 2. März 2026 um 10:17
    • #92
    Qualia:

    Das sind ganz nebenbei Science-Fiction, die sehr klar macht, was unser Problem ist.

    Da muss ich immer an „Planet der Affen“ denken

  • mukti
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    • 2. März 2026 um 10:47
    • #93
    Qualia:

    Deine Hütte in deinem Garten ist nicht der Garten, das ist Kultur, dein Garten ist, soweit du es zulässt, Natur.

    Natur, die in die Kultur eindringt, wird immer als Aggression des Unbekannten, Ungewollten interpretiert.

    Ich kann ja die Natur so weit zulassen, wie sie mich nicht stört. Sie stört mich nur, wenn sie mich stark verletzt oder mein Leben bedroht. Da müssen sich halt alle Wesen verteidigen, das ist natürlich.

    Mit Metta, mukti.


  • ewald
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    • 2. März 2026 um 18:33
    • #94

    Natürlich ist die Natur und der Mensch ein Ganzes und somit alle Lebewesen des Planeten.


    Nur bei Lebensmittelmotten in der Küche ist mit dem frommen Predigen Schluss, es kommt das Gefühl auf, Du oder ich, eine existenzielle Frage und da muss eindeutig klar Schiff gemacht werden. Das bezieht sich auch auf die geistige Motte, auch zu ihr braucht es eine klare Stellungnahme ohne labiles Wanken. Die Welt ist polarisiert aufgebaut, hell-dunkel, oben-unten, schlecht-gut, Leben-Tod, damit sollte man selbstständig einen Umgang finden.

  • mukti
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    • 2. März 2026 um 19:46
    • #95

    Wenn ich aus abgestorbenen Ästen und Bäumen Brennholz mache, gibt es immer einige bewohnte Scheite. Z.B. ein langer Gang, an dessen Ende eine Höhle ist mit einem unfertigen Lebewesen darin und daneben eine Nische mit Blütenpollen als Nahrung, wenn das Wesen erwacht. Das ist mit viel Mühe und Sorgfalt angelegt worden und wenn es nicht ganz durch die Hacke zerstört ist, lege ich es an einen geschützten Platz und werfe es nicht ins Feuer, dazu bleibt noch genug Holz übrig.


    Spinnen haben eingeschränktes Wohnrecht bei mir, von Blattläusen bewohnter Efeu wird weggeschnitten, wenn eine Menge klebriger Fäkalien am Gartentisch landen. Manche Besucher muss ich aus der Hütte hinauskomplimentieren, das würde ich auch mit Lebensmittelmotten machen.

    Löcher im Zaun werden ausgeflickt, weil die Wildscheine sonst den Garten an unpassender Stelle umgraben. Diesen Winter ist wieder so ein Loch entstanden, aber die Wildschweine haben nur in beiden Nachbarsgärten herumgewühlt. Vielleicht nehmen sie ja Rücksicht auf einen gewaltlosen Vegetarier. Dafür sind Rehe durchgeschlüpft und haben allerhand angefressen, es tut mir leid, dass ich diese anmutigen Tiere nun auch ausgesperrt habe.

    So gibt es noch viele andere Begegnungen mit der Tierwelt, tatsächlich habe ich von ihnen auch schon einiges gelernt. Das dürfen Buddhisten auch.

    Mit Metta, mukti.


  • Bernd
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    Vipassana
    • 2. März 2026 um 19:53
    • #96

    Alles Veganer hier.

    Schön.

  • ewald
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    • 3. März 2026 um 15:31
    • #97

    Das möchte man meinen, glaube ich aber nicht, die meisten tun nur so als ab.

  • Anna Panna-Sati
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    • 3. März 2026 um 15:44
    • #98

    Lieber Bernd ,


    ("Dürfen" Buddhisten eigentlich ironisch/sarkastisch sein? ;):erleichtert:)

    gerade Veganer dürften das Problem mit Lebensmittelmotten kennen, da diese ja bevorzugt vegane Nahrungsmittel, wie Mehl, Samen, Nüsse etc. befallen.

    Wie gehst du denn mit diesen und anderen, eher lästigen, Tierchen um?


    ------


    M.E. geht es für buddhistisch Praktizierende

    a) um das

    ERKENNEN

    dass jedes Lebewesen - eben auch Motten, Zecken, Flöhe, Läuse, Bandwürmer ....u.ä., als "schädlich" bewertete Tiere -

    leben will.


    Daraus folgt,

    b) dass der WILLE (Wunsch, das Verlangen) zu töten, zu vernichten,

    erlöschen sollte.

    (Im besten Fall zugunsten des Wunsches, dass alle Wesen glücklich und zufrieden leben mögen.)


    Dieses verinnerlicht habend, wird man vor/beim Auftauchen/Einnisten unangenehmer Tiere/Parasiten


    1. vorbeugende Maßnahmen treffen, dass sich z.B. erst gar keine "Vorratsschädlinge" einfinden

    (Nahrungsgrundlagen entziehen durch Vorratsbehälter aus Glas/Metall, Vorräte regelmäßig überprüfen, Schränke sauberhalten/Hygiene)

    2. befallene Lebensmittel auf dem Komposthaufen "entsorgen", dabei die Tiere nicht zerquetschen (Vermeidung direkter, absichtlicher Tötung)

    3. Abschreckung: Lorbeerblätter, Lavendelsäckchen, Zedernholz etc.


    Mit gesundem Menschenverstand, gepaart mit Güte/Metta und Mitgefühl/Karuna, wird man sicherlich (Lösungs-)Wege finden, die vernünftig und gewaltlos/ahimsa sind.

    Also: Vorbeugen und Vertreiben statt Bekämpfen und Vernichten- wenn es praktikabel ist.


    Traurigerweise ist der Mensch anscheinend stets viel kreativer, wenn es um die Herstellung von Zerstörungs- und Vernichtungsarten/waffen geht, als im Ersinnen anderer, konstruktiver, humaner/gewaltloser Methoden, um Unliebsame(s) loszuwerden....


    Liebe Grüße, Anna :)_()_:heart:


    P.S. Vor die (rein hypothetische) Frage gestellt: Motte oder Mensch? würde der Buddha sicherlich auch Verständnis für den "Selbsterhaltungstrieb" des Menschen zeigen, insbesondere, wenn dieser sein "wertvolles menschliches Dasein" zum Praktizieren des edlen achtfachen Pfades nutzt. ;)

    "...Dieser edle achtfache Pfad aber ist der zur Aufhebung des Leidens führende Weg..." (AN.VI.63)

    "In dieser Stunde hörte Siddhartha auf, mit dem Schicksal zu kämpfen, hörte auf zu leiden. Auf seinem Gesicht blühte die Heiterkeit des Wissens, dem kein Wille mehr entgegensteht, das die Vollendung kennt, das einverstanden ist, mit dem Fluss des Geschehens, mit dem Strom des Lebens, voll Mitleid, voll Mitlust, dem Strömen hingegeben, der Einheit zugehörig." (H.Hesse)

  • Bernd
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    Vipassana
    • 3. März 2026 um 18:23
    • #99
    Anna Panna-Sati:

    gerade Veganer dürften das Problem mit Lebensmittelmotten kennen, da diese ja bevorzugt vegane Nahrungsmittel, wie Mehl, Samen, Nüsse etc. befallen.

    Wie gehst du denn mit diesen und anderen, eher lästigen, Tierchen um?

    Liebe Anna Panna-Sati

    nein, wir kennen das Problem nicht.


    Wir haben aber einen Garten. D.h. auch Schnecken.

    Und wir sammeln sie ein und entfernen sie vom Garten.


    Nur weil ein Tier lästig ist, hat es den Tod nicht verdient.

  • Railex
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    • 3. März 2026 um 18:28
    • #100
    ewald:

    Das möchte man meinen, glaube ich aber nicht, die meisten tun nur so als ab.

    Was lässt dich darauf schließen,dies zu meinen?

    Wer tut so als ob?


    Lese ich bisher nirgends raus und es gibt auch keine buddhistischen Essensvorschriften, die Veganismus gebieten.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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