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  1. Buddhaland Forum
  2. ewald

Beiträge von ewald

  • Wie geht ihr damit um? Was würde Buddha sagen, oder uns raten?

    • ewald
    • 2. Mai 2026 um 18:47
    Qualia:

    Dann sind alle Worte unzutreffend, man schweigt, ohne zu schweigen.

    Den Satz verstehe ich nicht, ich habe persönlich noch nie erlebt, dass alle Worte unzutreffend sind und darauf entsteht Schweigen ohne zu schweigen. Ein Buddha-Zitat ist das nicht, dabei ist die Frage, was würde Buddha sagen. Allerdings weiß ich die Stille, das äußere Schweigen, sehr zu schätzen. Auch Buddha wusste zu schweigen, wenn die Frage zu abgehoben war. Jedoch ziehe ich die Kommunikation vor, sobald Menschen zusammenkommen.

  • Wie geht ihr damit um? Was würde Buddha sagen, oder uns raten?

    • ewald
    • 24. April 2026 um 18:43

    Wenn ich mich aufopfere für Andere, dann ist das kein Mitgefühl, das ist Dummheit und Sucht, denn damit kann ich mich so sehr selbst belasten, dass ich am Ende der betroffene Kranke bin.


    Deshalb, wer Mitgefühl mit sich selber hat, weiß, mit den Anderen so umzugehen, dass es ihnen hilft, ohne sich dabei jedoch selbst zu belasten. Diese Gratwanderung ist eine Kunst, ohne Frage, aber als Buddhist sollte man diese Kunstfertigkeit haben, Buddha hat es vorgemacht, er hat sich nie selbst geschadet bei all seiner Strahlkraft.

  • Wie geht ihr damit um? Was würde Buddha sagen, oder uns raten?

    • ewald
    • 20. April 2026 um 15:30

    Jeder Mensch kann sich in einen anderen Menschen hineinversetzen, wenn er das möchte, denn alle Menschen sind psychisch aus demselben Holz geschnitzt. Natürlich, wer Übung darin hat tut sich leichter. So haben Menschen in der westlichen Welt weniger Übung, sie haben es nicht nötig, der Wohlstand ist auch so da, als Menschen in der östlichen Welt mit mehr Bezug zum seelischen Empfinden. Aber ein AfDler und ein Grüner sollten keine Probleme haben, sie sind beide Angehörige einer bundesdeutschen Partei und somit gelten die gleichen Gesetze. Der Konflikt ist politisch gewollt und somit geistig eher gespielt, sie wollen nicht, aber die Fähigkeiten sind grundlegend gleich.


    "ich fang bei mir selber an" ist auch Mitgefühl, und zwar Mitgefühl für sich selbst. Halte es grundlegend für wichtiger als das Mitgefühl zu anderen, denn wenn es kein Mitgefühl zu sich selbst gibt, gibt es gar keins. Buddha hatte ganz viel Mitgefühl zu sich selbst und somit auch zu den Mitmenschen.

  • Wie geht ihr damit um? Was würde Buddha sagen, oder uns raten?

    • ewald
    • 10. April 2026 um 18:49

    Natürlich, Metta ist Grundlage des Lebens überhaupt, sonst würden wir voller Wut den Keim vernichten bevor er das Licht der Welt erblickt hat. Jedoch die „liebende Güte“ ist nur eine Seite der dualen Welt, das Leiden (Dukka) ist die andere Seite. Buddha würde das menschliche Dasein nicht einseitig betrachten und er würde beobachten, dass heute das Leiden genauso oder anders vorhanden ist wie damals, trotz der Jahrtausende Mitgefühl. Also kann das Mitgefühl alleine nicht vom Leiden befreien. Es braucht das Erwachen (Bodhi) um Klarheit zu erlangen und Befreiung vom Leiden (Nirvana) zu ermöglichen, damals genauso wie heute.


    Aus heutiger Sicht mit umfassender Schulung in den psychologischen Wissenschaften bin ich überzeugt, Buddha war damals vor 2500 Jahren der erste Psychotherapeut der seine Ansichten veröffentlichte, die Lehre (Dharma) gibt das her, sie ist eher eine Therapie, als ein religiöser Aufruf.

  • Wie geht ihr damit um? Was würde Buddha sagen, oder uns raten?

    • ewald
    • 8. April 2026 um 18:53

    Wenn ich an die Frage denke, wie Buddha in unserer heutigen Zeit reagieren würde, ich weiß nicht, ob ich da unbedingt auf Mitgefühl komme. Es ist ein toller Wunsch und eine heroische Vorstellung, aber Buddha hat einiges mitgemacht im Leben von Reichtum und Pracht, aber auch Hauslosigkeit und Hungernot. Ich glaube nicht, dass das Einzige was ihm gegenüber der kapitalistischen Marktwirtschaft mit dem aggressiven Verhalten heute Mitgefühl ist. Das klingt ein wenig wie in der christlichen Kirche, wo Brecht meinte, sie predigen öffentlich Wasser und trinken heimlich Wein. Jedoch eine gewisse Gelassenheit trotz aller Umstände wäre ratsam und wenn Buddha Luther kennen würde, würde er ihm beipflichten, der gesagt haben soll: 'Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht, würde ich heute einen Apfelbaum pflanzen.'

  • Lehren/Philosophien = Narrative

    • ewald
    • 1. April 2026 um 15:35

    Halte nichts davon zwischenmenschliche Beziehung die oft kompliziert sind, so sehr zu vereinfachen, dass nur noch ein plumper Ausdruck entsteht, das ist primitiv. Wie wäre es, wenn das Erklären zu schwierig ist, die Sehnsucht zu wecken. Denn mit einer Sehnsucht nach etwas nehme ich die Strapaze des Lernens ganz freiwillig auf mich und kann so auch das Komplizierte begreifen. Das Leben von Buddha ist kompliziert, wie die meisten Biografien und auch der daraus entstandene Buddhismus ist nicht so ganz einfach. Mit plumper Oberflächlichkeit wird man ihm nicht gerecht und mit dem Versuch Kindergartenkinder zu belehren auch nicht. Die Erfahrungen Buddhas sind nicht so einfach zu verstehen, da braucht es Jahre der Übung. Narrative helfen die Geschichte zu begreifen, wenn sie Kunstwerke sind, aber nicht, wenn sie einem Unwissenden etwas einträufeln wollen.

  • Lehren/Philosophien = Narrative

    • ewald
    • 30. März 2026 um 18:35

    Das lässt sich doch so allgemein nicht sagen, es kommt doch auf das Individuum an. Buddha hat solche allgemeinen Gesetze nicht verfasst, sie wurden auch im Buddhismus erst später als Dogmen charakterisiert. Ob eine Lehre, eine Philosophie ein Narrativ ist im Sinne von bloß eine Erzählung, eine Sage aber keine Tatsache, kann doch nur der Einzelne für sich entscheiden. Ist die Biografie von Buddha ein Narrativ? Ja, im Sinne von Erzählung, aber nicht im Sinne von Verfälschung von Tatsachen. Ich habe die Biografie gelesen und weiß nun um das Leben von Buddha. Das beeinflusst mich enorm auf die Sicht vom Buddhismus und da können Schriftgelehrte im Nachhinein Regeln verfasst haben und eine Religion begründet haben, ich bleibe beim Ursprung was Buddha meinte mit seinem Verhalten. Ein Narrativ ist grundsätzlich nichts Schlechtes, es steht jedoch dem bewiesenen Fakt der Wissenschaft gegenüber. Die Philosophie des Buddhismus kommt meiner Ansicht nach der Wissenschaft der Psychologie am nächsten. Buddha war der erste Psychotherapeut der seine Ansichten veröffentlichte, so wie Freud der erste Psychoanalytiker war der über seine Arbeit Bücher schrieb. Die Wissenschaft vom Menschen lässt sich in beiden Arbeiten nicht leugnen, aber das Individuum Mensch ist individuell und da funktioniert Allgemeinplätze nicht. Narrative in diesem Sinn sind pure Unterhaltung.

  • Lehren/Philosophien = Narrative

    • ewald
    • 27. März 2026 um 15:34

    Hallo void,


    Deine Beispiele wirken auf mich eher verwirrend als Klarheit schaffend, haftet ein dementer Mensch nicht an? Die Anhaftung und die Illusionen in seinem Leben haben ihn dement werden lassen, eine psychische Störung als Ergebnis der Lebensentwicklung. Da ist also, was Zähmung des Elefanten angeht Hopfen und Malz verloren, den Elefanten sollte man zähmen bevor es zu spät ist, bevor die negativen Symptome des Verhaltens auftauchen. So ist nicht an etwas Klammern im Leben, wie der Suchtkranke an den Stoff z.B. absolut notwendig, will man im Alter nicht die Konsequenzen dafür ertragen. Nicht anhaften ist ein guter Hinweis im Leben, nur man sollte eben auch an das Nichtanhaften, nicht anhaften und hin und wieder großzügig sein.

  • Lehren/Philosophien = Narrative

    • ewald
    • 25. März 2026 um 15:08

    Am Mensch sein kann ich ja ruhig anhaften, da kann auch Buddha nichts dagegen sagen, das werde ich zu Lebzeiten nie los, erst im Tod endet diese Identifizierung. Wenn Du buddhistisches Anhaften meinst, warum schreibst Du es dann nicht? Sich mit etwas identifizieren können ist in der Psychologie ein positiver Vorgang, eine Verbindung zwischen Du und ich herstellen. So ist auch Anhaften nicht in Stein gemeißelt. An Dinge, die unabänderlich gegeben sind, kann man ruhig anhaften, man wird sie eh nie los. Es ist sogar leichter, sie sich zu eigen zu machen, z.B. die Atmung. Bewusstes Atmen in der Meditation führt zu wunderbaren Gehirnstrukturen.

  • Lehren/Philosophien = Narrative

    • ewald
    • 24. März 2026 um 14:38

    Warum kann man sich mit dem, was unabänderlich gegeben ist nicht Identifizieren?


    Bin seit Jahrtausenden als Mensch geprägt, das lässt sich nicht ändern, aber ich kann es annehmen und sagen, ja ich bin ein Mensch (mit allen Vor- und Nachteilen) und mich mit dem Menschsein identifizieren.

  • Lehren/Philosophien = Narrative

    • ewald
    • 21. März 2026 um 13:49

    Das

    Qualia:

    Genau darum geht es: dass das alles nur Spekulationen eines Ich sind, das von sich behauptet, ein Stabiles und veränderliches Ich ist.

    Das 'Ich' oder das Selbst ist nun mal eine Größe um die Identifikation mit sich selbst zu ermöglichen, auch wenn es eine Illusion ist, wir müssen es zunächst hinnehmen, was anderes gibt es nicht. Auch Buddha hat so viele Rollen erlebt in seinem Leben, wenn man seine Biografie kennt, wird das deutlich und erst am Ende durch die Erleuchtung konnte er die Illusionen ablegen. Aber bis dahin ist die Identifikation mit dem Selbst notwendig um überleben zu können. Auch die Illusionen sind in einer westlichen Welt unabänderlich. Man kann zwar virtuell mit Worten ausdrücken, ich bin ein Erleuchteter, ich bin im Nirvana, aber wie viel Substanz hat das real? Ob ein 'Ich' stabil ist, hängt vor allem von der Psyche ab, die Behauptung allein hat kaum einen Effekt.

  • Lehren/Philosophien = Narrative

    • ewald
    • 20. März 2026 um 14:51

    Worum geht es eigentlich? Zu beweisen, dass auch ein Gefühl etwas Materielles ist und nicht etwas Immaterielles? Dass es seelische Empfindungen als etwas Immaterielles nicht gibt? Dass alles Materie ist, man muss nur genau hinschauen? Dass auch Meditation ein Vorgang ist, der Materie schafft? Dass der Geist letztendlich auch nur Materie ist? Dass das Immaterielle eine Illusion ist, die real nicht zu belegen ist? Ja, es gibt keine Messgeräte, die Immaterielles nachweisen können. Ist das Immaterielle ein Narrativ?

  • Lehren/Philosophien = Narrative

    • ewald
    • 19. März 2026 um 16:24

    Es ist ja nicht so, dass das Narrativ oder die Rolle das Abartige und Schlechte sind. Es ist ein Teil vom Selbst, vom 'Ich' von meiner Persönlichkeit. Sowohl die Geschichte, die Erzählung als auch die Rolle, die ich darin spiele, ist Teil meines Wesens und somit Bestandteil meiner ganz individuellen Existenz. Man kann es nicht als Äußeres ablegen wie einen Hut oder eine Tasche, das Narrativ oder die Rolle sind mit dem ganz persönlichen Sein verwoben. Man kann also nur das Beste daraus machen, aber weg bekommt man es nicht, es ist Teil des Menschseins. Die Persönlichkeit ist natürlich viel mehr als die Rolle oder die Erzählung, aber sie ist es auch.

  • Lehren/Philosophien = Narrative

    • ewald
    • 17. März 2026 um 15:52

    Wenn ein Mensch im Mutterleib heranwächst, wird ihm von den Eltern, der Familie, dem Umfeld eine Rolle zugewiesen und wenn er auf die Welt kommt, schauen alle, dass er diese Rolle erfüllt. Es gibt also keinen Menschen ohne Rolle, irgendetwas seiner Selbst verkörpert jeder, Buddha ist durch all diese Wechselspiele gegangen und hat unterschiedlichste Rollen verkörpert, bis er auf den Mittelweg kam als für das Leben gangbare Variante. Erst durch die Erleuchtung wurde das menschliche Rollenspiel hinfällig und das reine Sein möglich. Als menschliches Wesen ohne Erleuchtung braucht es eine Rolle für das 'Ich' wie von den Anfängen geprägt. Wer diese Rolle im Theater spielen kann, braucht sie weniger im privaten Rahmen verkörpern. Die Redewendung „Die ganze Welt ist eine Bühne“ geht auf William Shakespeare zurück und besagt, dass das Leben ein Theaterstück ist, in dem alle Menschen Rollen spielen, auftreten und wieder abgehen. Es beschreibt das Leben als eine Folge von verschiedenen Rollen – vom Kind zum Liebenden bis zum Greis –, die jeder durchläuft. Diese Metapher betont die Dramatik und das Spiel des Lebens.

  • Lehren/Philosophien = Narrative

    • ewald
    • 16. März 2026 um 14:21

    Das 'Ich' ist doch ein narrativ, es speist sich aus allem was abgespeichert ist, und zwar seit Urzeiten. Da ich Schauspieler war, habe als Jugendlicher und als junger Erwachsener sehr viel Theater gespielt mit großem Erfolg, so ist dieses 'Ich' ein Spiel aus tausenden von Facetten. Ich sehe darin nichts Verwerfliches, im Gegenteil, um so besser man dieses Spiel beherrscht, um so besser kann sich die Persönlichkeit entfalten. Jedoch nicht als äußerliche Figur, wie ein Buddha, ein Lama auch, sondern innerlich als Verständnis vom Selbst. Dieses Innere selbst schaut oft völlig anders aus als das äußere 'Ich', eine Figur, eine Rolle und keine seelische Empfindung. Das innere Selbst besteht eher aus seelischen Abgründen und weniger aus der Verheißung der Großartigkeit. Deshalb ist das Narrativ des 'Ichs' eine Illusion, ein Märchen, eine Sage.

  • Wie meditiert ihr über Vergänglichkeit ? Habt ihr Tipps ?

    • ewald
    • 10. März 2026 um 14:01

    Wenn ich über Vergänglichkeit meditiere, geht es um mich selbst als vergängliches Wesen und somit bin ich und meine Vergänglichkeit das Objekt der Meditation. Vor meinem inneren Auge erscheine ich mit dem zu erwartenden Tod, der unausweichlich ist. Diesen gelassen hinnehmen ist Teil der Meditation über Vergänglichkeit. Wer im Leben einige Auf und Ab erlebt hat kann auf eine gewisse Übung zurückblicken. Der Tod kommt in vielen Formen vor, das Ende des Lebens ist dann das Finale. Über die Vergänglichkeit zu meditieren ist sehr sinnvoll, da hat Ayya Khema völlig recht und ich bin mir sicher, dass sie genau wusste was damit gemeint ist.

  • "Dürfen" Buddhisten das?

    • ewald
    • 5. März 2026 um 15:35

    Meine Mutter, Schuldirektorin, hat uns Kindern das Gucken von 'Dick und Doof' verboten, sie meinte, es verblödet. Viel Prägung von ihr habe ich über den Haufen geworfen, aber das nicht. Heute weiß ich, Fernsehschauen allgemein verblödet, diese passive Berieselung.

  • "Dürfen" Buddhisten das?

    • ewald
    • 3. März 2026 um 15:31

    Das möchte man meinen, glaube ich aber nicht, die meisten tun nur so als ab.

  • "Dürfen" Buddhisten das?

    • ewald
    • 2. März 2026 um 18:33

    Natürlich ist die Natur und der Mensch ein Ganzes und somit alle Lebewesen des Planeten.


    Nur bei Lebensmittelmotten in der Küche ist mit dem frommen Predigen Schluss, es kommt das Gefühl auf, Du oder ich, eine existenzielle Frage und da muss eindeutig klar Schiff gemacht werden. Das bezieht sich auch auf die geistige Motte, auch zu ihr braucht es eine klare Stellungnahme ohne labiles Wanken. Die Welt ist polarisiert aufgebaut, hell-dunkel, oben-unten, schlecht-gut, Leben-Tod, damit sollte man selbstständig einen Umgang finden.

  • "Dürfen" Buddhisten das?

    • ewald
    • 1. März 2026 um 16:51

    Wer Lebensmittelmotten in unserer Zivilisation aufgrund von buddhistischen Glaubenssätzen tätschelt, anstatt sie einzudämmen, hat das Thema Lebensbewältigung falsch verstanden. Es geht nicht um die Bewältigung des Lebens der Motten und ihnen Futter hinzustellen, sondern darum das menschliche Leben von Schädlingen zu befreien. Wer die Larven in einer Tüte mit Nüssen schon mal sich bewegen gesehen hat, samt dem Gespinst, was dabei entsteht, wird weniger das Gefühl bekommen wie sich dieses Leben schützen lässt, als viel mehr das Gefühl des Ekels. Vor allem, wenn man zuvor noch beherzt in die Tüte gegriffen hat, um sich die leckeren Nüsse zuzuführen. Die Frage ist, wer gewinnt, die Lebensmittelmotte oder der Mensch. Wenn die Motte alle Lebensmittel befallen hat, verhungert der Mensch und sie hat gewonnen. Will der Mensch überleben, muss er etwas gegen die Motte unternehmen. Schlupfwespe, Klebefallen und Essigwasser als vorbeugende Maßnahme sind die Möglichkeiten. Vor allem auch genauste Untersuchung der Lebensmittel, alles was mit Körnen und Nüssen zu tun hat, aber in der Not gehen sie auch an Schokolade, Kekse und andere Mehlprodukte, sie sind da nicht wählerisch, wenn es um Arterhaltung geht. All das muss penibel entsorgt werden, will man die Küche wieder frei von Lebensmittelmotten bekommen. Eine gewisse Ekelresistenz ist da von Vorteil.

  • "Dürfen" Buddhisten das?

    • ewald
    • 20. Februar 2026 um 14:24

    Allgemein gesprochen stimmt es wohl, was die Angst vor der Leere und der Einsamkeit angeht, wenn man die gewohnte und angestammte Gruppe verlässt, vor allem im religiösen Bereich. Es trifft vielleicht nicht jeden, aber die meisten bleiben brav, um die Gemeinschaft nicht zu verlieren. Deshalb sehe ich den Buddhismus als Philosophie und nicht als Religion, um die Abhängigkeit zu vermeiden und auch die Mitglieder der Sangha frei entscheiden können, ob sie gehen oder bleiben. Ich mache keinen Druck und keinen Zwang, an Schäfchen, die ich in meine Herde zwinge habe ich als Hirte kein Interesse. Die Selbstständigkeit der Persönlichkeit steht an erster Stelle.

  • "Dürfen" Buddhisten das?

    • ewald
    • 19. Februar 2026 um 15:43

    Es gibt diese Verhaltensmuster, an die sich gehalten wird, weil eigene Idee fehlen und dann wird stur Dienst nach Vorschrift absolviert. Das ist traurig, aber wenn nichts Eigenes da ist, oder die Angst es könnte falsch sein, groß ist, dann wird auf das gehört, was vorgegeben wird.


    Das ist in Deutschland sehr stark verbreitet und auch deutsche Buddhisten sind nicht davon frei. Wie gesagt, ich habe es in dieser Sangha erlebt, alles hörte auf diesen europäischen buddhistischen Lama des Diamantweges der tibetischen Schule. Eigenliebe und Flirten war nicht gern gesehen, es galt alles Liebe dem Lama darzubringen. Es hatte schon etwas von religiöser Sekte. Eine buddhistische Gruppe hier in der Stadt vor vielen Jahren. Da war '"Dürfen" Buddhisten das?' großgeschrieben. Das Meiste durften sie nicht, sie durften gehorchen, mehr nicht.

  • "Dürfen" Buddhisten das?

    • ewald
    • 17. Februar 2026 um 17:03

    Um dürfen, was Selbstzensur angeht, geht es auch, aber es geht vor allem darum, ob der in Europa lebende Buddhist es auch tut und mit den Mitmenschen flirtet, denn das hat viel mit Selbstliebe zu tun. Oder ist es diesem Buddhisten wichtiger, dass er geliebt wird, dass die Anderen ihn anflirten? Das ist eine Frage der Initiative, dürfen Buddhisten die Initiative ergreifen und ihr Liebesgefühl zum Ausdruck bringen? Oder müssen sie warten, bis einer der höher gestellten Persönlichkeiten sich gönnerhaft auf sie herab lässt, um so das Liebesgefühl auszuleben?

    Ich habe solche Hierarchien an anderer Stelle in der Sangha vor Ort erlebt, bin dort nicht alt geworden. Es war eine Gruppe, die Ole Nydahl folgte und nicht zum Zen Buddhismus gehörte. In dieser Gruppe war die Selbstliebe und somit das Flirten untereinander verpönt, die Liebe galt ausschließlich Nydahl gegenüber und von ihm auf die Mitglieder. So gesehen durften die Buddhisten nicht mit den Mitmenschen flirten, bzw. taten es aus Selbstzensur nicht.

  • "Dürfen" Buddhisten das?

    • ewald
    • 13. Februar 2026 um 14:51

    Gegen das Flirten ist nichts einzuwenden, das passiert überall, wo Menschen zusammenkommen, auch im Buddhismus. Flirten ist Flirten, nicht Anbaggern zwecks nächtlichem Beischlaf, das sollte man nicht verwechseln. Das Flirten ist eine reine zwischenmenschliche Freude ohne Hintergedanken, wer dabei eine konkrete Absicht verfolgt macht etwas falsch.


    So kann man, was die Selbstliebe angeht, auch mit sich selber Flirten, das ist ein Spaß und ein positiver Lebensausdruck, man kann eigentlich mit allem Flirten, was man mag. Etwas schöne Augen machen ist doch ein purer Ausdruck von Lebensfreude. Wer das praktiziert braucht keine künstlichen Rauschmittel, um berauscht zu sein, das Flirten reicht völlig aus und es rieseln die Belohnungsstoffe im Gehirn.

  • "Dürfen" Buddhisten das?

    • ewald
    • 31. Januar 2026 um 19:00

    Bleibe noch etwas bei der Selbstliebe, weil sie so wichtig ist für das eigenständige Dasein ohne Anhaftung. Gerade als Buddhist der weder der materiellen noch der emotionalen Verführung verfallen möchte. Er möchte bei sich selbst sein können, tief in sich verwurzelt und nicht oberflächlich an irgendetwas gebunden, auch nicht an Illusionen. Die Selbstliebe, sich bei und mit sich selbst spüren ist keine Illusion und selbst wenn, sie schadet nicht und sie schadet vor allem kein Gegenüber. Denn das 'Ich' loslassen geht erst, wenn man wirklich bei sich angekommen ist und dafür ist die Selbstliebe unumgänglich. Wenn andere mich lieben ist das ersatzweise für das selber Lieben schön und praktisch, aber beim Loslassen des 'Ich' hilft es nicht. Auch der liebste Familienangehörige kann die Selbstliebe nicht ersetzen, sie bleibt Voraussetzung für jede andere Liebe, die auf dem Weg notwendig ist um ins Nirvana zu kommen.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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