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  1. Buddhaland Forum
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Posts by ewald

  • "Dürfen" Buddhisten das?

    • ewald
    • February 13, 2026 at 2:51 PM

    Gegen das Flirten ist nichts einzuwenden, das passiert überall, wo Menschen zusammenkommen, auch im Buddhismus. Flirten ist Flirten, nicht Anbaggern zwecks nächtlichem Beischlaf, das sollte man nicht verwechseln. Das Flirten ist eine reine zwischenmenschliche Freude ohne Hintergedanken, wer dabei eine konkrete Absicht verfolgt macht etwas falsch.


    So kann man, was die Selbstliebe angeht, auch mit sich selber Flirten, das ist ein Spaß und ein positiver Lebensausdruck, man kann eigentlich mit allem Flirten, was man mag. Etwas schöne Augen machen ist doch ein purer Ausdruck von Lebensfreude. Wer das praktiziert braucht keine künstlichen Rauschmittel, um berauscht zu sein, das Flirten reicht völlig aus und es rieseln die Belohnungsstoffe im Gehirn.

  • "Dürfen" Buddhisten das?

    • ewald
    • January 31, 2026 at 7:00 PM

    Bleibe noch etwas bei der Selbstliebe, weil sie so wichtig ist für das eigenständige Dasein ohne Anhaftung. Gerade als Buddhist der weder der materiellen noch der emotionalen Verführung verfallen möchte. Er möchte bei sich selbst sein können, tief in sich verwurzelt und nicht oberflächlich an irgendetwas gebunden, auch nicht an Illusionen. Die Selbstliebe, sich bei und mit sich selbst spüren ist keine Illusion und selbst wenn, sie schadet nicht und sie schadet vor allem kein Gegenüber. Denn das 'Ich' loslassen geht erst, wenn man wirklich bei sich angekommen ist und dafür ist die Selbstliebe unumgänglich. Wenn andere mich lieben ist das ersatzweise für das selber Lieben schön und praktisch, aber beim Loslassen des 'Ich' hilft es nicht. Auch der liebste Familienangehörige kann die Selbstliebe nicht ersetzen, sie bleibt Voraussetzung für jede andere Liebe, die auf dem Weg notwendig ist um ins Nirvana zu kommen.

  • "Dürfen" Buddhisten das?

    • ewald
    • January 24, 2026 at 2:16 PM

    Da zeigt sich doch, wie sehr die Selbstliebe verkannt wird und geglaubt, es wäre böser Egoismus und nur an sich und nicht an die Anderen denken wollen wir doch gar nicht. Dabei geht diesem, den Anderen helfen, der Egoismus voraus, sich selber stärken, sonst klappt es mit dem Helfen gar nicht. Selbstliebe heißt Eigenverantwortung und das ist die Voraussetzung um anderen schwächeren Menschen wirklich helfen zu können, nicht durch Mitleid und Bedauern, sondern durch Mitgefühl um die Energien des Anderen aufzuladen, damit er dann selber aktiv wird.


    Durch erfolgreiche Selbstliebe brauche ich die Mitmenschen nicht als Liebesobjekte, sondern als Menschen so wie sie sind und es werden die positiven und negativen Gefühle bedient. Jeder Mensch trägt gut und böse in sich, da ist man gut beraten, damit einen Umgang zu finden. Die Abhängigkeit zu sich selbst und den eigenen guten Gefühlen ist kein Problem, aber die Abhängigkeit von außen, von einem der einen liebt, kann zum Konflikt werden. Die Selbstliebe schütz davor wunderbar. Es ist weder nötig Macht auszuüben, noch opfer zu sein.

  • "Dürfen" Buddhisten das?

    • ewald
    • January 22, 2026 at 2:48 PM

    Sage ich ja, die Selbstliebe ist noch nicht in aller Munde und wird von vielen als egozentrisch verschmäht. Es sollen die Anderen mich lieben, nur darum geht es und dafür wird alles getan, bis hin zur Selbstverleugnung. Damit mich andere lieben, dafür bin ich bereit etwas von meinem Wohlbefinden zu opfern, es mir zu versagen, damit mich andere dafür lieben. Gleich per Eigenliebe für das eigene Wohlbefinden zu sorgen und die Anderen weniger brauchen, ist in der Gesellschaft nicht vorgesehen. In der Gemeinschaft steht die anderen brauchen über dem eigenen wohl. Somit dürfen sich auch Buddhisten nicht selber lieben, mit Ausnahme des Zen-Buddhisten.

  • "Dürfen" Buddhisten das?

    • ewald
    • January 17, 2026 at 3:48 PM

    Wenn man das Thema googelt, bekommt man den KI-Text, den ich für eine gute Zusammenfassung halte: 'Selbstliebe bedeutet, sich selbst mit allen Stärken und Schwächen anzunehmen, den eigenen Wert zu erkennen und gut für sich zu sorgen – es ist die positive innere Stimme, die nicht mäkelt, sondern wertschätzt, ähnlich wie man für einen guten Freund oder ein Kind da wäre. Sie ist nicht mit Egoismus zu verwechseln, sondern stärkt das Selbstvertrauen, das Selbstbewusstsein und die Zufriedenheit mit sich selbst, indem man Bedürfnisse wahrnimmt und sich selbst Mitgefühl entgegenbringt.' Jedoch ich gebe zu, häufig geht es um geliebt werden, darum dass man sich so verhält, dass andere einen lieben und nicht man sich selbst. Das ist weit verbreitet und deshalb wird die Selbstliebe weniger kund getan. Bin jedoch der Ansicht, dass gerade in der Lehre von Buddha diese Selbstliebe vorhanden ist, wenn man sie danach betrachtet. Besonders die Meditation ist für mich ein empfinden der Selbstliebe als Zen-Buddhist. Dann erübrigt sich die Frage, darf ein Buddhist Selbstliebe empfinden?

  • "Dürfen" Buddhisten das?

    • ewald
    • January 12, 2026 at 3:53 PM

    Gerade als Mensch, will man schmerzfrei leben oder mit so wenig Leid im Dasein wie möglich, gibt es einige Dinge zu beachten in unserer Gesellschaft, denn sie ist nicht von der Lehre Buddhas geprägt. Allem voran geht die Selbstliebe ohne den Vorwurf des Egoismus, dann hat der Mensch die Chance selbstständig und frei zu leben in der gegebenen Umwelt.

  • Mitgefühl als Selbstbetrug

    • ewald
    • January 10, 2026 at 2:11 PM

    Bei dem Thema 'Mitgefühl als Selbstbetrug' geht es doch gar nicht um Mitleid, sondern darum, wie man sich beim Fühlen für den Anderen selbst betrügen kann. Wie man durch Zuwendung zum Anderen das Selbstgefühl vergisst und man so zum Betroffenen wird. Wenn mir ein Mensch, der mit dem Leben nicht zurechtkommt, Mitgefühl senden würde, wäre mir das sehr unangenehm. Es ist also eine eigene innere Stabilität nötig, um wirkliches Mitgefühl empfinden zu können, um das Leid zu lindern. Das ist ohne Frage Teil der Selbstliebe, um sich selbst nicht im Namen des Anderen zu verleugnen. Selbstbetrug beim Mitgefühl ist, die Eigenverantwortung zu verdrängen.

  • Mitgefühl als Selbstbetrug

    • ewald
    • January 9, 2026 at 5:04 PM

    Zurück zum Mitgefühl. Halte Mitgefühl im zwischenmenschlichen Bereich für absolut förderlich und nicht nur das buddhistische Mitgefühl, sondern das psychologische Mitgefühl. Das bedeutet eben nicht mitleiden, sondern zu dem Betroffenen so weit den Abstand wahren, dass die Empathie noch möglich ist, aber keine Co-Abhängigkeit entsteht. Was nutzt es, wenn jemand leidet und der Helfer leidet auch, wird bedürftig und es braucht einen Dritten der eingreift. Deshalb ist Mitgefühl ein Gefühl für den Anderen, aber nicht dasselbe Leid. Dann führt Mitgefühl zur Empathie, zur Achtsamkeit und das führt zu Vorschlägen, um Linderung zu erreichen, zur Intervention und das kann das Gegenteil sein von dem, was der Leidende sich wünscht, z.B. Liebe als Streicheleinheit, als Bedauern, als Mitleid oder als trösten in der Schwäche. Natürlich ist Mitgefühl auch Trost, aber nicht ein die Schwäche betonender Trost, sondern ein Trost, der auf das Lindern des Leids ausgerichtet ist.

  • "Dürfen" Buddhisten das?

    • ewald
    • January 5, 2026 at 3:29 PM

    Meinungsfreiheit ist ja in der BRD auch immer wieder ganz großgeschrieben, vor allem im politischen Bereich. Das ist auch schön und gut, nur damit kann man wunderbar Schindluder treiben. Mir geht es auf dem Weg zur Erleuchtung eher um das fühlen. Wie fühlt es sich an? Das kann bei jedem etwas anderes sein, aber es beschreiben und mitteilen ist möglich. Buddha hat über seine Gefühle gesprochen und sich in der Sangah darüber ausgetauscht, das war ihm, um letztlich zur Erleuchtung zu kommen, ganz wichtig. Die Meinung, ja, die ist auch wichtig, aber sie sagt nichts darüber aus, wie es sich anfühlt. Wenn man etwas fühlt, dann sind auch negative Gefühle dabei wie Wut oder Eifersucht und die drücken sich durch affektives Verhalten aus, z.B. durch einen Text, der von Leidenschaft geprägt ist. Das kann jemand, der unter Migräne leidet, als störend empfinden. Jedoch es nutzt nichts, um Illusionen zu überwinden, muss man sie zunächst erkennen und sich bewusst machen. Wie fühlt es sich an? Erst dann ist Veränderung möglich. Der rechte Weg ist also kein Ding, was man haben kann, es ist ein Prozess, den man durchschreitet und da halte ich die Antwort auf die Frage: Wie fühlt es sich an? um die Lösung zu erkennen, für besonders wichtig.

  • "Dürfen" Buddhisten das?

    • ewald
    • January 3, 2026 at 5:48 PM

    Es gibt nach wie vor Menschen in der westlichen Welt, welche die Buddhismus betreiben, die nicht glauben, dass zuerst die Verantwortung für das eigene Dasein eine Rolle spielt, sondern an das Karma glauben und meinen, wenn man sich um andere kümmert und nicht um sich selbst, führt es zu guten Gefühlen. Das ist im ersten Moment auch so, aber langfristig werden solche Menschen bedürftig und brauchen die buddhistische Obhut.


    Natürlich ist mein Weg, der mir Wohlergehen und Gesundheit, also so wenig Leid im Dasein wie es geht, ermöglicht, der für mich beste und den verteidige ich auch, sobald jemand ankommt, der meint, in den Schriften steht etwas anderes, halte Dich gefälligst daran. Erst, wenn ich diese meine Energie verteidige, werde ich fähig, mit Empathie mich in die Gefühle anderer Menschen zu versetzen und Lösungsvorschläge anzubieten.


    Der Thread heißt: "Dürfen" Buddhisten das? Ja, sie dürfen, wenn sie es mit ihrer eigenen Moral vertreten können, die Entscheidung dazu liegt bei der Eigenverantwortung. Ob Buddhisten "das" dürfen, hängt stark davon ab, was mit "das" gemeint ist, da es keine einheitlichen Verbote gibt, aber ethische Richtlinien wie die Fünf Silas (Nicht-Töten, Nicht-Stehlen, Nicht-Lügen, kein sexuelles Fehlverhalten, keine Rauschmittel) die Grundlage bilden, was oft zu Vegetarismus, Verzicht auf Alkohol und Vermeidung bestimmter Berufe führt, wobei die Betonung auf der Absicht und dem Karma liegt. Das ist doch ein guter Anhaltspunkt. Von immer lieb sein und gehorchen ist dabei nicht die Rede. Wer in der Lehre Buddhas Widersprüche sieht, soll sie aufdecken, aber nicht schamvoll schweigen, mit der Angst eventuell anzuecken.


    Der Sinn einer virtuellen Kommunikation in einem Internetforum ist der Widerspruch, wären alle gleichgeschaltet, gäbe es kein Wort mehr, außer ja Tim, so sehe ich das auch Tim, Du hast so recht Tim, bin ganz bei Dir Tim, Du bist so lieb Tim, Tim ich mag Dich ganz doll usw. Es das als Kommunikation über ein paar Jahre gesehen und so lange machen wir das hier schon, nicht etwas einseitig?


    Ja, mein Weg ist für mich der Beste, das vertrete ich vehement und das kann jeder Andere von sich genauso behaupten. Wenn nicht, braucht es Unterstützung, Hilfe und das Vorbild damit es besser geht. Das Zitat aus dem Netz bringt es auf den Punkt: Buddhas Lehre zur Selbstbestimmung betont die innere Freiheit durch Geistesschulung, Achtsamkeit und Selbsterkenntnis, um Leid zu überwindenden und das eigene Glück zu finden, nicht durch externe Autoritäten, sondern durch das Durchschauen der eigenen Illusionen und durch Mitgefühl und ethisches Handeln auf dem Achtfachen Pfad, wobei jeder Einzelne für sein Karma selbst verantwortlich ist. Es geht darum, sich selbst zu führen, negative Muster zu durchbrechen und eine starke Entschlossenheit für Erleuchtung zu entwickeln.

  • "Dürfen" Buddhisten das?

    • ewald
    • January 1, 2026 at 6:29 PM

    Halte auch Duden-Definitionen nicht für des Pudels Kern, genauso wenig wie wenn sie in Sanskrit verfasst sind. Jedem Tierchen sein Pläsierchen, klingt spießbürgerlich affig und lehne ich ab.


    Was ich nicht ablehne, ist selbstständiges Entscheiden und Empfinden ohne eine Vorlage eines Regelwerkes. Das nennt sich dann Eigenverantwortung.

  • "Dürfen" Buddhisten das?

    • ewald
    • December 30, 2025 at 3:49 PM
    Quote from Anna Panna-Sati
    Quote
    Quote

    Habe keine Reue, ich sündige gerne.

    Ich auch.

    Jedem Tierchen sein Pläsierchen - solange es niemandem schadet... ;):)

    Der Spruch klingt ja selten dämlich unangebracht, wie im Kindergarten.


    Ich sündige lieber im Kleinen, als dass ich krank werde und dann im Großen das Problem habe.


    Es geht immer noch um das Leid im Dasein, dieses zu lindern.

  • Selbstbezogenheit - Die "Lust- und Qual-Spirale" des Um-sich-selbst-Drehens...

    • ewald
    • December 28, 2025 at 6:57 PM

    Genau, beziehe das nicht nur auf Buddha, sondern auch auf andere Therapeuten. Entweder ich führe einen Dialog und lerne oder ich lasse es besser ganz.

  • "Dürfen" Buddhisten das?

    • ewald
    • December 28, 2025 at 6:52 PM
    Quote from Anna Panna-Sati

    Was soll das heißen: "Verhaltensweisen, die nicht im Buddhismus definiert" sind?


    Kommt wohl darauf an, was unter "sündigen" verstanden wird ...

    Das hier in der virtuellen Welt haarspalterisch auseinanderklamüsern halte ich nicht für einen guten Weg.

    Ein guter Weg ist zu wissen, dass im Alltag in der westlichen Welt sowohl im Buddhismus nicht definierte Verhaltensweisen vorkommen als auch Sünden. Was das im Einzelnen ist, führe ich hier nicht an, das kann jeder mit seinem Verstand ausprobieren.

  • "Dürfen" Buddhisten das?

    • ewald
    • December 26, 2025 at 3:30 PM

    Richtig, Übungen sind das A und O im Leben. Mache den ganzen Tag nichts anderes als üben und dafür ist jetzt gerade zu den Feiertagen besonders viel Zeit. Übe den ganzen Tag mich auszuhalten, alle anderen der Sangah sind ausgeflogen und bei den Familien und so habe ich Gelegenheit zu meditieren, ohne gestört zu werden. Es ist einfach herrlich. Die reine Übung, mit sich und bei sich zu sein, kann zur Erfüllung führen. Da ist jeder Gedanke als künstliche Betäubung lächerlich, wozu auch, wenn der innere Friede erreicht ist.

  • "Dürfen" Buddhisten das?

    • ewald
    • December 23, 2025 at 5:33 PM

    Habe meine eigene Philosophie, die sich für mich in 60 Jahren Leben entwickelt hat, einen besseren Anhaltspunkt für das eigene Leben gibt es nicht. Ganz viel davon hat sich durch die Lehre Buddhas entwickelt, dem ersten Psychotherapeuten, der seine Arbeit öffentlich gemacht hat. Ich halte mich an die Lehre, jedoch der Bereich, der zu mir persönlich gehört, der ist dafür da, dass ich mir selber treu bleibe und das zieht Verhaltensweisen nach sich, die nicht im Buddhismus definiert sind. Habe keine Reue, ich sündige gerne.

  • Selbstbezogenheit - Die "Lust- und Qual-Spirale" des Um-sich-selbst-Drehens...

    • ewald
    • December 11, 2025 at 3:35 PM

    @Anna Panna-Sati, wie Es ist rührend wie Du den Text auseinander pflügst, darauf eingehen ist nicht notwendig. Mir kann man nicht das Gegenteil beweisen, ich bin von meiner Zen buddhistischen Haltung überzeugt, sie tut mir gut und gibt mir was ich brauche unabhängig von irgendeiner anonymen Mehrheit. Ich trage die Verantwortung. Gerade Buddha zeigt, wie es geht, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen, nur so ist Erleuchtung möglich.

  • Selbstbezogenheit - Die "Lust- und Qual-Spirale" des Um-sich-selbst-Drehens...

    • ewald
    • December 7, 2025 at 3:49 PM

    Da hast Du völlig recht Monika, auch für mich gibt nicht das Schriftwerk störrig die Regel vor, das Werk hat noch nie von mir gehört und so fühle ich mich, als Zen Buddhist dazu verpflichtet, selber Regeln zu erkennen, die für mein Leben gültig sind. Ich habe das Glück im Kloster, in der Sangah auf Menschen zu treffen, die mich darum bitten, sie aufzunehmen und die Regeln mit ihnen zu teilen. Das ist mit, wenn Du Buddha trifft, töte ihn, gemeint, gehe selbstständig den Weg, entscheide selber und brauche keine Krücken wie das Schriftwerk, an dem Du anhaftest.

  • Selbstbezogenheit - Die "Lust- und Qual-Spirale" des Um-sich-selbst-Drehens...

    • ewald
    • December 6, 2025 at 6:55 PM
    Quote from Monikamarie

    Ich verteidige nicht die "Kirche", aber ich respektiere den Glauben Andersdenkender.

    _()_Monika

    Das tue ich auch, der Glaube eines jeden Einzelnen ist heilig sozusagen. Aber ich akzeptiere nicht, wenn einer zu mir sagt, lass Deinen Glauben weg, nimm meinen an, nur so wirst Du selig werden.


    Was provozieren angeht, das ist im Zen Teil der Lehre. Wenn es heißt: 'Falls Du Buddha triffst, töte ihn.' ist das eine reine Provokation und das ist gut so.

  • Selbstbezogenheit - Die "Lust- und Qual-Spirale" des Um-sich-selbst-Drehens...

    • ewald
    • December 5, 2025 at 2:47 PM

    Du wirst lachen, mir fallen viel mehr Gründe ein. Wer provoziert muss nicht nur damit rechnen ein Feuer zu entfachen, sondern auch ignoriert zu werden. Je nachdem, wie die Stimmungslage ist. Bin davon überzeugt, dass das Thema Jesus und Christentum im Buddhaland eine Provokation ist, eine ganz kleine, aber immerhin. In der Woche Buddhist bei Buddahland und am Sonntag in die katholische Kirche zum Gottesdienst.


    Beginne schon seit Jahren keinen Thread mehr, so wichtig ist das nicht, habe den Rückzug zusammen mit dem Buddhismus erfahren.

  • Selbstbezogenheit - Die "Lust- und Qual-Spirale" des Um-sich-selbst-Drehens...

    • ewald
    • December 3, 2025 at 2:38 PM

    Das ist ja ein tolles Wischiwaschi, Jesus lebt und Buddha darf auch noch etwas nebenher humpeln. Für mich sind das Glaubenssätze, die sich einander ausschließen. Der Dalai Lama kann sich zu tibetischen Buddhisten äußern, aber ansonsten hat er keine Befugnis. Ich als Zen Buddhist habe da eine ganz klare Haltung zu Jesus als christliche Religion und der Lehre Buddhas. Es ist im menschlichen Gehirn eher das Gegenteil in der Anwendung. Ich werde als Zen Buddhist das Verherrlichen von Jesus nicht akzeptieren. Wozu Buddhist sein, wenn die christliche Religion dominiert.

  • Selbstbezogenheit - Die "Lust- und Qual-Spirale" des Um-sich-selbst-Drehens...

    • ewald
    • December 2, 2025 at 5:51 PM

    Nun ist Schweigen im Walde, denn das Christentum infrage stellen ist auch in dem im Westen beheimatetes Buddhaland ungeschickt. Buddhismus schön und gut, aber nur wenn die christlichen Werte im Vordergrund bleiben. Das ist nicht nur ein um sich selbst drehen, das ist ein öffentlich Wasser predigen und heimlich Wein trinken.

  • Selbstbezogenheit - Die "Lust- und Qual-Spirale" des Um-sich-selbst-Drehens...

    • ewald
    • November 30, 2025 at 3:42 PM

    Das mag sein, dass Buddhisten im Westen, die aus einer christlichen Tradition kommen, gerne an den Vorzügen einer monotheistischen Religion festhalten, aber erstens ist der Buddhismus keine Religion und zweitens nehme ich auf ursprünglich falsche Haltungen keine Rücksicht, Buddhas Lehre ist verbindlich im Buddhismus. Die Eigenverantwortung und das nicht anhaften stehen im Vordergrund, das ist das Wesentliche, egal welcher Glaube vorher eine Rolle spielte. Wer im buddhistischen Kloster leben will und meint, ich will aber am christlichen Gott festhalten, dann geht es eben nicht. Das ist überall so und wie ich finde aus verständlichen Gründen. Die Toleranz ist da, jeder kann sich einbringen, aber es kann im buddhistischen Rahmen nicht das Christliche dominieren, da ist ein neu lernen erforderlich.

  • Selbstbezogenheit - Die "Lust- und Qual-Spirale" des Um-sich-selbst-Drehens...

    • ewald
    • November 26, 2025 at 2:30 PM

    Der Wunsch, die Welt retten zu wollen, rührt daher, dass, wenn ich die Welt gerettet habe, mich selber auch gerettet habe. Anstatt nur mich selber zu retten, das funktioniert komischerweise meistens nicht, wird die ganze Welt gerettet, nach dem Motto, anderen helfen ist super, aber sich selber nicht.


    Dabei trifft auch hier der alte Satz zu, würde sich jeder selber retten, wären alle gerettet und somit auch die Welt. Man braucht als Helfer nur zum sich selber retten animieren und die Welt wäre gerettet. Ich finde, um sich selbst zu retten, ist der Buddhismus und Buddhas Lehre ideal geeignet.

  • Selbstbezogenheit - Die "Lust- und Qual-Spirale" des Um-sich-selbst-Drehens...

    • ewald
    • November 22, 2025 at 3:34 PM

    Oh Mann, wie ich diese Weltretterallüren hasse, weil sie so sehr an der Realität des Alltags vorbeigehen, diese Vorstellung kein Mensch, sondern ein Gott zu sein, der alle rettet. Natürlich kann man einem Gegenüber helfen, wenn man es richtig anpackt, aber mehr nicht. Es kann ja auch niemand den Tod aus der Welt schaffen und er kann viel Leid erzeugen, vor allem bei den Hinterbliebenen. Man kann mit Verlust umgehen, aber verhindern kann man ihn nicht. Deshalb nannte es Buddha, das Leid im Dasein.

Ausgabe №. 134: „Keine Angst vor der Angst"

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