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  1. Buddhaland Forum
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Beiträge von ewald

  • Porno

    • ewald
    • 7. September 2026 um 18:16

    Pornos sind die Vorlage für Selbstbefriedigung und Selbstbefriedigung gibt es seit Beginn der Menschheit in allen Kulturen. Auch bei Tieren wurde es beobachtet. Das hat also mit Buddhismus hin oder her nichts zu tun. Gerade ein Mönch praktiziert Selbstbefriedigung, das wird auch biologisch empfohlen, es ist gesund, besonders für die Prostata. Ich mag keine Pornos, dieses Rudelbumsen, sie sind mir nicht erotisch genug, Geschlechtsteile in Großaufnahme empfinde ich nicht als erotisch. Deshalb nutze ich andere Darstellungen als Vorlage. Kommt es jedoch zur Pornosucht, sind alle buddhistischen Werte über den Haufen geworfen und eine Belehrung von Grund auf wird notwendig. Denn jede Sucht ist das Gegenteil von Loslassen.

  • Porno

    • ewald
    • 3. September 2026 um 18:56

    Ja, häufiger Pornokonsum führt nicht nur zur geistigen Beeinträchtigung, sondern vor allem zur Sucht und jedwedes Suchtverhalten kann nicht im Interesse des Buddhisten sein, der sich im nicht anhaften übt. Aber meist für uns Männer gibt es als 'Vorlage' für die Selbstbefriedigung nicht nur Pornos, sondern auch anderes erotisches Material ohne Suchtfaktor. Am besten ist natürlich die Kreativität sich selbst einen 'Film' im Kopf zu schaffen der alles abdeckt.

  • Selbstbestimmt sterben

    • ewald
    • 21. August 2026 um 19:26

    Nach wie vor ist die Überschrift 'Selbstbestimmt sterben', das haben wir als hilfreich erkannt. Genauso ist selbstbestimmt Leben und dazu gehört es die Lehre Buddhas so für sich zu nutzen, dass ein erfülltes Leben möglich ist. Da gibt es keine Dogmen, nur wer für sich Dogmen braucht, kann sie aufstellen, aber nur für sich. Die Lehre Buddhas hilft bei der Lebensbewältigung, aber es ist kein Rezept, dem man folgen muss, sonst gelingt es nicht. Man kann die Lehre abwandeln und selber Buddha sein.

  • Selbstbestimmt sterben

    • ewald
    • 20. August 2026 um 18:20

    Zurechtbiegen ist ein zu negativ und provozierender Begriff, aber jeder kann vom Buddhismus das entnehmen, was für sein Leben gut ist, er wird nicht zu Regeln gegeißelt, die er Erfüllen muss nur, um den Oberen zu gefallen. Das ist ja das Schöne an der Philosophie Buddhismus, man kann ihn durch Denken und Spüren erfüllen und nicht durch Gehorchen und Erniedrigen. Aber natürlich, wer in den Buddhafiguren eine Gottheit sieht und sich diesem Unterwerfen möchte, ist das auch gut, wenn es ihm hilft. Manchmal kann eine Hörigkeit Leben retten. Es ist beim Buddhismus alles möglich, denn es hängt vom Zustand desjenigen ab der ihn betreibt. Derjenige der den Buddhismus für seine Lebensbewältigung nutzt ist der Buddha, um den geht es. Wer dabei Diagramme, Pläne und Tafelbilder für seine Struktur braucht, völlig o.k.

  • Selbstbestimmt sterben

    • ewald
    • 15. August 2026 um 18:43

    Der Buddhismus ist keine Religion und somit gibt es auch kein Dogma. Ob die Lehre Buddhas (Dharma) für einen richtig ist und die passenden Anhaltspunkte gibt, kann nur jeder für sich selbst entscheiden wie bei jeder anderen überlieferten Philosophie auch. Du musst dich an die Regeln halten sonst kommst du nicht in den Himmel, sondern in die Hölle gibt es nicht.

  • Selbstbestimmt sterben

    • ewald
    • 6. August 2026 um 18:51

    Dann nimm Buddha als Vorbild Monika, woran hapert es, ob sein Essen verdorben war, es vergiftet wurde oder er es selbst vergiftet hat, macht sich daran das Vorbild fest oder geht es darum, Buddha eine Schwäche nachzuweisen und dann ist er für immer und ewig unten durch. Wie gesagt, sein Lebenswandel ist mir Vorbild, seine Erfahrungen und da akzeptiere ich seine Schwächen, denn die sind menschlich. Nur wenn er ein Gott wäre, dann müsste er unangetastet über allem strahlen ohne Fehl und Makel.

  • Selbstbestimmt sterben

    • ewald
    • 3. August 2026 um 18:45

    Das klingt ja wie ein Streit, wie ein religiöser Konflikt, eine Auseinandersetzung im Glauben wie bei einer Reliquie, ist sie echt, ist es ein Original, von welchem Heiligen stammt sie? Da kann man sich heftig streiten, wenn man meint die Ur festen des Glaubens sind erschüttert. Buddha war ein Mensch, von inzwischen zig Milliarden die lebten, gut er war erleuchtet laut Überlieferung, aber ist es nicht völlig egal wie er starb, ob an Suizid, Unfall oder Altersschwäche? Es macht der Erfahrung die Siddhartha Gautama in seinem Leben sammelte keinen Abbruch. Mir ist die psychologische Weisheit des Dharma wichtig, nicht Details aus Buddhas Privatleben. Genauso ist mir Freuds Begründung der Psychoanalyse wichtig, nicht die Marke seiner Zigarre.

  • Selbstbestimmt sterben

    • ewald
    • 28. Juli 2026 um 15:56

    Es gibt in den Medien sehr viele Bespiele, die zum Thema passen, denn bei allem Tabu in der Gesellschaft ist Leben und Tod das Hauptthema der Philosophie und deshalb ist die Frage, ob das Verlinken hier im Forum von Medienvideos ein persönlicher Beitrag ist? Das Sterben bleibt ein offenes Thema, es gibt keine allgemeine Definition, so ist es und man kann keinen Toten fragen wie es war. Das Sterben ist eine einmalige Erfahrung und eine Überraschung für jeden. Selbst bei einem freiwillig gewählten Suizid weiß niemand wie der Sterbeprozess innerlich abläuft. Nur ein Umgang damit mit den Attributen ja, nein, vielleicht hilft auch nicht weiter. Es sollte schon einen gefestigten Glauben an Leben und Tod geben, um eine stabile Haltung einzunehmen. Durch Vergiftung sterben so wie Buddha mit 80 Jahren ist eine Möglichkeit, es gibt noch so viele andere.

  • Selbstbestimmt sterben

    • ewald
    • 18. Juli 2026 um 18:34

    So ist auch der Verlust beim Tod etwas Natürliches. Wenn jemand stirbt erleiden die Hinterbliebenen einen Verlust, der lässt sich betrauern. Die buddhistischen Praktiken, besonders beim Zen-Buddhismus sind ideal geeignet um die Trauer zu erleben. Was gibt es Besseres als eine Zazen-Meditation um der Trauer Ausdruck zu verleihen? Aber auch ein Schweigen, oder ein Fasten sind optimal geeignet. Alles, was dem Überschwang Einhalt gebietet, dient der Trauer in unserer Kultur. Es hat etwas mit Leid überwinden zu tun und das praktiziert der Buddhist.

  • Selbstbestimmt sterben

    • ewald
    • 10. Juli 2026 um 20:46

    Finde ganz bewusst Gift schlucken, um sterben zu können ist natürlich. Halte aber auch Begriffe wie Freitod oder Suizid für die Beschreibung eines natürlichen Todes. Es ist das selbstbestimmte Beenden des Lebens, ein natürlicher Vorgang. Mit einer schweren Krankheit in ein Hospiz gehen ist auch ein natürlicher Vorgang, am Ende steht der Tod. Ein begleiteter Tod macht ihn nicht nur natürlich, sondern auch angstfrei so gut es geht. Tod, wenn er nicht gewaltsam herbeigeführt wird von außen, ist etwas Natürliches.

  • Selbstbestimmt sterben

    • ewald
    • 6. Juli 2026 um 18:32

    Die orthodoxen Sichtweisen sind ja schön und gut, aber es geht um Leben und Tod, ein Prozess den alle Lebewesen der Erde erfahren, egal ob mit oder ohne Wiedergeburt. Ein ganz normaler Vorgang den alle und jeder mitbekommen. Da ist es doch nur naheliegend den selbstbestimmten Suizid, wenn die Zeit dafür reif ist, auch zu akzeptieren. Ich lebe ja nicht nach dem, was in den Texten steht, die irgendwann verfasst wurden, ich lebe und sterbe nach dem, was ich gestalten kann, das ist meine Verantwortung, die kann mir niemand nehmen. So halt ich den Selbstmord für eine Lösung, wenn der Ausgang aus dem Leben unausweichlich ist. Nichts und niemand kann mich in so einem Fall davon abhalten, auch das Karma nicht.

  • Selbstbestimmt sterben

    • ewald
    • 2. Juli 2026 um 19:09
    Anna Panna-Sati:
    ewald:

    Ich halte den selbstbestimmten Suizid für einen wahren Segen im Leben, ...

    Du meintest sicherlich die Möglichkeit, sich selbstbestimmt suizidieren zu können/ "dürfen"?


    Suizid, an sich, ist nur selten ein Segen, er ist die geplante Vorwegnahme eines "natürlichen" Todes, wenn jemand körperlich oder/und psychisch so stark leidet, dass für ihn ein Weiterleben nur noch unerträgliche Qualen bedeuten würde...

    Doch, ich meinte den Suizid als eine Lösung in der Lebensbewältigung. Nicht bei schwerem Leid oder anderen Verlusten, sondern der eigene Tod, weil ich Lust darauf habe. Ich als Buddhist entscheide eigenständig, ob ich lebe oder nicht, ich kann mich mit Essen vergiften, wenn ich das möchte, völlig egal welche Haltung die Mitmenschen dazu haben. Diese Macht über mein Leben oder meinen Tod lasse ich mir von niemanden einschränken. Ich bin Herr meiner selbst, im Leben und im Sterben. Ich glaube nicht daran, ein Mündel eines höheren Wesens zu sein, dem ich bedingungslos zu gehorchen habe. Trage die Selbstverantwortung in mir. Es geht darum, das Leid zu lindern und wenn das so nicht möglich ist, dann bleibt der Tod. Das ist nichts Schlimmes, im Gegenteil, es ist ein Ausweg der Erleichterung schafft. Am Leben festhalten um jeden Preis ist moralisch eine schlechte Haltung.

  • Selbstbestimmt sterben

    • ewald
    • 30. Juni 2026 um 18:28

    Egal wie schön das Leben sein mag, am Ende des Lebens kommt der Tod. Ob das Ende des Lebens durch Unfall, Krankheit, Suizid, Altersschwäche oder Gewalteinfluss entsteht, kann nur das Schicksal hervorrufen. Wichtig für das buddhistische Bewusstsein, ob selbstbestimmt oder nicht, das Leben endet mit dem Tod. Da kann weder der Glaube an Reanimation, noch an Reinkarnation etwas ändern. Der Sterbeprozess ist individuell verschieden, aber das Leben endet mit dem Tod, daran ist nichts zu rütteln. Habe vor vielen Jahren den Kurs zum Sterbebegleiter absolviert und im Hospiz begleitet. Jemand der an einer Krankheit leidet und nichts dagegen unternimmt, stirbt in gewisser Weise selbstbestimmt. So nicht mehr leben wollen kommt oft vor. Ja, das Leben ist schön, manchmal, oft ist es aber auch grausam.

  • Selbstbestimmt sterben

    • ewald
    • 27. Juni 2026 um 18:59

    Ich halte den selbstbestimmten Suizid für einen wahren Segen im Leben, nicht weil ich Lebensmüde bin, sondern weil mir der Gedanke an Suizid als Ausweg aus dem Leben schon öfter in verzwickten Situationen Trost gespendet hat und somit die Kraft es doch auszuhalten. Ohne diese Möglichkeit selbstbestimmt das Leben zu verlassen und dadurch Mut zu fassen, wäre ich schon längst unter die Reder gekommen und zermalmt. Es ist nicht der Selbstmord in der Praxis, um den es geht, sondern die Idee selbstbestimmt das Leben verlassen zu können. So alt und gebrechlich bin ich noch nicht, dass ich meinen Abgang planen muss und die Reißleine ziehen bevor das Siechtum beginnt. Wichtig ist das Bewusstsein, am Ende des Lebens zu sterben.

  • Diamantweg

    • ewald
    • 15. Juni 2026 um 19:18

    Genau, die Resilienz, die Widerstandsfähigkeit hängt eng mit der Sensibilität oder Desensibilisierung zusammen, man versteht darunter die Verminderung oder den Verlust der Empfindlichkeit gegenüber bestimmten Reizen. Auch der Umgang mit Triggern gehört dazu. Das Ziel ist ja nicht die Vulnerabilität, Verletzbarkeit oder Verwundbarkeit, sondern die Stärkung und Gesundung. Genau das ist der Inhalt von Buddhas Lehre, das Überwinden des Leids.


    Stimme absolut zu, dass ein öffentliches Forum in der virtuellen Welt nicht der optimale Ort ist, um die eigene Traumageschichte zu artikulieren, aber wenn es passiert, braucht es einen resilienten Umgang damit, damit es nicht triggert und man selbst keine Symptome entwickelt.


    Es ist online nicht möglich, den Wahrheitsgehalt der Traumageschichte zu überprüfen und so ist eine gesunde Skepsis durchaus angebracht.


    Aufgekommen ist das Thema mit dem Trauma, weil die buddhistische Gruppe des Diamantweges psychisch kranke Menschen ausgeschlossen hat, da ein Trauma Psychosen hervorrufen kann. In der Gruppe kann damit niemand adäquat umgehen, in der Tat, ein akut psychotischer Mensch braucht medizinische Hilfe, das ist eine Realitätsflucht, der man nicht so einfach begegnen kann. Nur kommt dieser akute Zustand auch unter psychisch kranken Menschen sehr selten vor. Der buddhistische Weg soll heilen, vor allem die Betroffenen. Da liegt es nahe, dass die buddhistischen Lehrer nicht nur im Dharma, sondern auch in moderner Psychologie geschult sind. Nicht von ungefähr gibt es die buddhistische Psychotherapie als Form der Gesamtheit.

  • Diamantweg

    • ewald
    • 13. Juni 2026 um 19:17

    Ja, es gibt Menschen, die halten sich selber für so sensibel, dass sie nichts, aber auch gar nichts was etwas gewalttätig anmutet, hat sich heranlassen können. Sie lassen sich von anderen Menschen abschirmen und alles kontrollieren was durchdringt, was auch nur ein wenig belastend sein könnte. Diese Menschen sind wirklich zu bedauern, denn sie überwinden ihr Leid nie und bleiben in der Opferrolle verhaftet. Es gibt kein Erlebnis im Leben, dass man überlebt hat, welches man im Nachhinein nicht mitteilen kann, um es zu überwinden. Selbst Natascha Kampusch, sie wurde achteinhalb Jahre lang von dem Täter in einem unterirdischen Verlies gefangen gehalten, sprach nach ihrer Flucht im Fernsehen darüber. Eine Variante um sich von diesem schweren Trauma zu lösen. Verdrängen ist kontraproduktiv und deshalb ist das Ziel, die eigene Geschichte der Traumatisierung als ein Erlebnis im Leben zu sehen. Das Leid überwinden wie es Buddhas Lehre (Dharma) vermittelt, ist dabei hilfreich. Es ist wichtig die Schockstarre vor der Geschichte eines Traumas zu verlieren, bewusst oder unbewusst, dann ist es nicht nötig Menschen die da eher gefährdet sind, von der Gemeinschaft auszuschließen wie beim Diamantweg praktiziert.

  • Diamantweg

    • ewald
    • 12. Juni 2026 um 18:41
    Samadhi1876:

    In meinem Fall entstand dieses Schocktrauma durch als Kind plötzlich unerwartet von einem Bekannten überfallen und vergewaltigt worden zu sein. Bei dem ich aus dem Körper ausgestiegen bin. Und danach nicht wirklich wusste „was mit mir los ist“. Und das blieb so lange getrennt in mir bis ich mich wieder beginnend unter Hypnose an sich daran erinnerte aber nicht an wann wer und wo.

    Das klingt wiederum so nebulös, wie eine schlecht erinnerte Traumsequenz aus einem Alptraum. Aber es ist natürlich nicht leicht über Traumatisierung in einem öffentlichen Forum zu schreiben. Jedoch, wenn das Trauma wirklich überwunden ist, dann ist das Erlebnis eine spannend erzählte Geschichte des Lebens und kaum noch mit Ängsten behaftet. Wie viele Menschen erleben in ihrer Kindheit etwas Grausames und verarbeiten es im Laufe des Lebens. Ja, die Lehre Buddhas (Dharma) kann dabei behilflich sein, denn es geht darum, das Leid zu lindern. Aus meiner Sicht ist besonders gut der Zen-Buddhismus geeignet und weniger der tibetische Buddhismus. Warum ich auf Ole Nydahls Diamantweg skeptisch bin und das Zen Kloster bevorzuge. Im Zen ist eine Klarheit und Schlichtheit, die tun gut bei seelischer Verwirrung.

  • Diamantweg

    • ewald
    • 9. Juni 2026 um 18:39

    Nun geht es hier so viel um Trauma, die Aufarbeitung und Lösung des Traumas ist eine wichtige Sache, wenn man betroffen ist um nicht weiter unter den Symptomen leiden zu müssen. Jedoch entweder habe ich es überlesen oder es taucht nicht auf, worin das Trauma besteht habe ich nicht mitbekommen. Dabei ist gerade das Benennen des Traumas, es sich bewusst machen, es aus dem Unbewussten herausholen und sich klar vor Augen führen, so wichtig um es zu verarbeiten. Es geht um Schocktrauma, aber was ist das? Ich weiß es nicht.

  • Diamantweg

    • ewald
    • 30. Mai 2026 um 16:09

    Ja, der Mensch macht Fehler, er ist nicht unfehlbar und so macht ein Lama, ein buddhistischer Lehrer oder ein Zen-Meister Fehler. Ihnen allen ist menschliches nicht fremd und dieses Menschliche kann Verirrungen bedeuten. Um so kurioser ist es, wenn in buddhistischen Gruppen Menschen mit psychischen Verirrungen ausgeschlossen werden, wo doch so eine Verirrung nur allzu menschlich ist. Vermutlich ist es eine große Angst vor der eigenen Betroffenheit und Angst Fehler zu machen die eventuell den Ruf schädigen. Wichtig ist letztendlich, auch Würdenträger können Fehler machen und müssen dafür die Konsequenzen akzeptieren.


    Wenn ich als Zen-Meister mit den Bewohnern in meinem selbsternannten buddhistischen Kloster Mist baue und kritisiert werde, dann muss ich dafür gerade stehen und den Fehler korrigieren. Würde ich mich auf das hohe Ross setzen und meinen ich darf das, würde ich ausgelacht werden und das zu Recht. Mit gutem Beispiel vorangehen, heißt ja im besonderen Demut üben können.

  • Diamantweg

    • ewald
    • 26. Mai 2026 um 19:12

    Da ich die Biografie von Buddha gelesen habe, habe es schon öfter erwähnt, geschrieben von Thích Nhất Hạnh wird daraus klar was mit Mittelweg gemeint ist. Buddha war ein Fürstensohn und ist im materiellen Reichtum aufgewachsen. Dann verließ er das Elternhaus, kam in die Hauslosigkeit, wurde arm und ist fast verhungert. Von diesen beiden Extremen erkannte Buddha den Mittelweg als den am besten lebbaren im Dasein. Nicht reich an Gütern und Waren, aber immer genug zu Essen, Kleidung und ein Dach über dem Kopf, das ist der buddhistische Mittelweg. Das mit den Ufern mag zwar stimmen, beschreibt jedoch nicht den Mittelweg wie es Buddha erlebt hat. Die Mitte zwischen Arm und Reich ist die beste Lebensform. Das beherzigen die buddhistischen Mönche im Kloster, haben genug zu essen, Kleidung, ein Dach über den Kopf, aber häufen keine materiellen Dinge an des Besitzens wegen. Sie leben den buddhistischen Mittelweg als die beste Daseinsform.

  • Diamantweg

    • ewald
    • 25. Mai 2026 um 18:25
    KarmaHausmeister:
    Matthie:

    Retreatleiter/Zen Meister sind nicht geschult psychotische Menschen zu begleiten.


    Das würde ich nicht generalisieren. In meinem Netzwerk nimmt die Sensibilität für das Thema zu. Viele dieser Lehrenden bilden sich hier fort, um adäquat agieren zu können.

    Sagen wir mal so, Ole Nydahl und die Praktizierenden im Diamantweg waren nicht gewillt oder in der Lage sich mit psychisch betroffenen Menschen auseinander zu setzen. Ein Zen Meister ist da von Hause aus eher befähigt denn Buddha gibt ja mit dem Dharma einige Fähigkeiten an die Hand. Buddha als erster offizieller Psychotherapeut der Welt hat dazu einiges angemerkt. Es hieß damals nicht psychisch krank, den Begriff gibt es erst seit Freud, aber die menschlichen Gefühle waren ganz ähnlich. So ist die richtig verstandene Lehre von Buddha sehr gut geeignet psychische Konflikte zu lindern, eben das Leid zu lindern und das Leid bei seelischen Störungen zu lindern liegt nun mal beim Menschen ganz vorn. Es geht nicht um schwere psychische Erkrankungen, die werden nach wie vor medizinisch in der Klinik behandelt wie jede andere schwere Krankheit auch, es geht um das Leid der seelischen Verstimmungen, darauf kann der Buddhismus Antworten geben wie kaum ein Anderer. Es geht in der Sangha eben nicht um eine spirituelle Sekte in der verlorene Schäfchen auf der Suche sind, sondern in einem Zen Retreat geht es um Stabilisierung und Halt im Dasein.

  • Diamantweg

    • ewald
    • 24. Mai 2026 um 15:21

    Es gibt so viele Menschen, die im Laufe ihres Lebens eine psychische Diagnose erhalten aufgrund ihres Erlebens und nur die wenigsten davon sind selbst- oder fremd gefährdend. Jeder Burnout-Patient gehört dazu und jeder der über die Krankenkasse eine Psychotherapie besucht, denn dafür ist ein Konsiliarbericht vom Arzt notwendig mit der entsprechenden Diagnose. Es besteht also kein Grund sie alle von der eigentlich heilsamen Meditation des Retreats pauschal auszuschließen. Halte das für eine enorme Stigmatisierung psychisch betroffener Menschen dieser Diamantweggruppen mit dem Leiter Ole Nydahl. Es stimmt jedoch, dass ein therapieerfahrener Mensch eher selbstverantwortlich agiert und nicht bereit ist sich vorgegebenen Ideologien anzupassen. Der Volksmund sagt dazu 'er ist schwierig'. Denn was bedeutet Verantwortung des Retreat-Leiters, der Teilnehmer gehorcht und hält den Mund. Das ist beim Diamantweg auffällig, beim Zen-Retreat weniger.

  • Diamantweg

    • ewald
    • 23. Mai 2026 um 19:24

    Natürlich, wenn die Sitzmeditation in der Ruhe und Besonnenheit vor allem die psychotischen Gedanken fördert und es nicht zur Gedankenleere kommt, dann ist die Meditation völlig kontraproduktiv. Das ist die Angst der Gruppe des Diamantweges, dass es dazu kommen kann und dann helfen keine Beschwichtigungen, die Psychose kann nur die Psychiatrie behandeln. Wer Erfahrungen mit psychotisch kranken Menschen gemacht hat, ist da sehr vorsichtig, denn lockere Sprüche helfen da nichts, es kann auch in Aggression ausarten. Nur um das zu verhindern dient der achtfache Pfad und die Lehre Buddhas, aber es ist richtig, die Gruppen des Diamantweges sehen den Umgang wesentlich lockerer und darin besteht die Gefahr. Die Strenge des Zen Buddhismus schützt eher vor seelischen Entgleisungen, wer sich darauf einlassen kann. Wer jedoch schon psychisch krank ist und zu den vulnerablen Menschen gehört hat mit strengen Regeln des Dharma auch Probleme und wird schnell überfordert.


    Ole Nydahl mit den Gruppen des Diamantweges hatten Angst vor diagnostizierten psychisch kranken Menschen, womöglich aus eigener Erfahrung.

  • Diamantweg

    • ewald
    • 22. Mai 2026 um 18:58

    Da ich bei meiner Arbeit als Heilpraktiker für Psychotherapie auch mit psychisch kranken Menschen zu tun habe, musste ich das auch beobachten. Die buddhistische Gruppe hier in der Stadt nach dem Diamantweg von Ole Nydahl wurden alle Betroffenen vom Leiter der Gruppe abgewiesen. Dabei bin ich mir sicher, dass innerhalb der Gruppe Menschen mit seelischen Konflikten teilnahmen und die buddhistische Gruppe zur Linderung nutzten. Bin mir auch sicher, dass bei buddhistischen Gemeinschaften in Deutschland gerade die Zuflucht gesucht wird von Menschen mit seelischen Problemen. Insofern ist mir schleierhaft warum die Gruppe des Diamantweges von Ole Nydahl so rigoros reagiert. In den Zen buddhistischen Gemeinschaften hier im Allgäu, an den ich teilnehme, ist mir so etwas noch nie aufgefallen. Als Zen Buddhist war mir Ole Nydahl nie ein Lehrer und der Diamantweg nie eine Alternative.

  • Wie geht ihr damit um? Was würde Buddha sagen, oder uns raten?

    • ewald
    • 2. Mai 2026 um 18:47
    Qualia:

    Dann sind alle Worte unzutreffend, man schweigt, ohne zu schweigen.

    Den Satz verstehe ich nicht, ich habe persönlich noch nie erlebt, dass alle Worte unzutreffend sind und darauf entsteht Schweigen ohne zu schweigen. Ein Buddha-Zitat ist das nicht, dabei ist die Frage, was würde Buddha sagen. Allerdings weiß ich die Stille, das äußere Schweigen, sehr zu schätzen. Auch Buddha wusste zu schweigen, wenn die Frage zu abgehoben war. Jedoch ziehe ich die Kommunikation vor, sobald Menschen zusammenkommen.

Ausgabe №. 137: „Sorgen entsorgen?"

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