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  1. Buddhaland Forum
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Beiträge von ewald

  • Selbstbestimmt sterben

    • ewald
    • 28. Juli 2026 um 15:56

    Es gibt in den Medien sehr viele Bespiele, die zum Thema passen, denn bei allem Tabu in der Gesellschaft ist Leben und Tod das Hauptthema der Philosophie und deshalb ist die Frage, ob das Verlinken hier im Forum von Medienvideos ein persönlicher Beitrag ist? Das Sterben bleibt ein offenes Thema, es gibt keine allgemeine Definition, so ist es und man kann keinen Toten fragen wie es war. Das Sterben ist eine einmalige Erfahrung und eine Überraschung für jeden. Selbst bei einem freiwillig gewählten Suizid weiß niemand wie der Sterbeprozess innerlich abläuft. Nur ein Umgang damit mit den Attributen ja, nein, vielleicht hilft auch nicht weiter. Es sollte schon einen gefestigten Glauben an Leben und Tod geben, um eine stabile Haltung einzunehmen. Durch Vergiftung sterben so wie Buddha mit 80 Jahren ist eine Möglichkeit, es gibt noch so viele andere.

  • Selbstbestimmt sterben

    • ewald
    • 18. Juli 2026 um 18:34

    So ist auch der Verlust beim Tod etwas Natürliches. Wenn jemand stirbt erleiden die Hinterbliebenen einen Verlust, der lässt sich betrauern. Die buddhistischen Praktiken, besonders beim Zen-Buddhismus sind ideal geeignet um die Trauer zu erleben. Was gibt es Besseres als eine Zazen-Meditation um der Trauer Ausdruck zu verleihen? Aber auch ein Schweigen, oder ein Fasten sind optimal geeignet. Alles, was dem Überschwang Einhalt gebietet, dient der Trauer in unserer Kultur. Es hat etwas mit Leid überwinden zu tun und das praktiziert der Buddhist.

  • Selbstbestimmt sterben

    • ewald
    • 10. Juli 2026 um 20:46

    Finde ganz bewusst Gift schlucken, um sterben zu können ist natürlich. Halte aber auch Begriffe wie Freitod oder Suizid für die Beschreibung eines natürlichen Todes. Es ist das selbstbestimmte Beenden des Lebens, ein natürlicher Vorgang. Mit einer schweren Krankheit in ein Hospiz gehen ist auch ein natürlicher Vorgang, am Ende steht der Tod. Ein begleiteter Tod macht ihn nicht nur natürlich, sondern auch angstfrei so gut es geht. Tod, wenn er nicht gewaltsam herbeigeführt wird von außen, ist etwas Natürliches.

  • Selbstbestimmt sterben

    • ewald
    • 6. Juli 2026 um 18:32

    Die orthodoxen Sichtweisen sind ja schön und gut, aber es geht um Leben und Tod, ein Prozess den alle Lebewesen der Erde erfahren, egal ob mit oder ohne Wiedergeburt. Ein ganz normaler Vorgang den alle und jeder mitbekommen. Da ist es doch nur naheliegend den selbstbestimmten Suizid, wenn die Zeit dafür reif ist, auch zu akzeptieren. Ich lebe ja nicht nach dem, was in den Texten steht, die irgendwann verfasst wurden, ich lebe und sterbe nach dem, was ich gestalten kann, das ist meine Verantwortung, die kann mir niemand nehmen. So halt ich den Selbstmord für eine Lösung, wenn der Ausgang aus dem Leben unausweichlich ist. Nichts und niemand kann mich in so einem Fall davon abhalten, auch das Karma nicht.

  • Selbstbestimmt sterben

    • ewald
    • 2. Juli 2026 um 19:09
    Anna Panna-Sati:
    ewald:

    Ich halte den selbstbestimmten Suizid für einen wahren Segen im Leben, ...

    Du meintest sicherlich die Möglichkeit, sich selbstbestimmt suizidieren zu können/ "dürfen"?


    Suizid, an sich, ist nur selten ein Segen, er ist die geplante Vorwegnahme eines "natürlichen" Todes, wenn jemand körperlich oder/und psychisch so stark leidet, dass für ihn ein Weiterleben nur noch unerträgliche Qualen bedeuten würde...

    Doch, ich meinte den Suizid als eine Lösung in der Lebensbewältigung. Nicht bei schwerem Leid oder anderen Verlusten, sondern der eigene Tod, weil ich Lust darauf habe. Ich als Buddhist entscheide eigenständig, ob ich lebe oder nicht, ich kann mich mit Essen vergiften, wenn ich das möchte, völlig egal welche Haltung die Mitmenschen dazu haben. Diese Macht über mein Leben oder meinen Tod lasse ich mir von niemanden einschränken. Ich bin Herr meiner selbst, im Leben und im Sterben. Ich glaube nicht daran, ein Mündel eines höheren Wesens zu sein, dem ich bedingungslos zu gehorchen habe. Trage die Selbstverantwortung in mir. Es geht darum, das Leid zu lindern und wenn das so nicht möglich ist, dann bleibt der Tod. Das ist nichts Schlimmes, im Gegenteil, es ist ein Ausweg der Erleichterung schafft. Am Leben festhalten um jeden Preis ist moralisch eine schlechte Haltung.

  • Selbstbestimmt sterben

    • ewald
    • 30. Juni 2026 um 18:28

    Egal wie schön das Leben sein mag, am Ende des Lebens kommt der Tod. Ob das Ende des Lebens durch Unfall, Krankheit, Suizid, Altersschwäche oder Gewalteinfluss entsteht, kann nur das Schicksal hervorrufen. Wichtig für das buddhistische Bewusstsein, ob selbstbestimmt oder nicht, das Leben endet mit dem Tod. Da kann weder der Glaube an Reanimation, noch an Reinkarnation etwas ändern. Der Sterbeprozess ist individuell verschieden, aber das Leben endet mit dem Tod, daran ist nichts zu rütteln. Habe vor vielen Jahren den Kurs zum Sterbebegleiter absolviert und im Hospiz begleitet. Jemand der an einer Krankheit leidet und nichts dagegen unternimmt, stirbt in gewisser Weise selbstbestimmt. So nicht mehr leben wollen kommt oft vor. Ja, das Leben ist schön, manchmal, oft ist es aber auch grausam.

  • Selbstbestimmt sterben

    • ewald
    • 27. Juni 2026 um 18:59

    Ich halte den selbstbestimmten Suizid für einen wahren Segen im Leben, nicht weil ich Lebensmüde bin, sondern weil mir der Gedanke an Suizid als Ausweg aus dem Leben schon öfter in verzwickten Situationen Trost gespendet hat und somit die Kraft es doch auszuhalten. Ohne diese Möglichkeit selbstbestimmt das Leben zu verlassen und dadurch Mut zu fassen, wäre ich schon längst unter die Reder gekommen und zermalmt. Es ist nicht der Selbstmord in der Praxis, um den es geht, sondern die Idee selbstbestimmt das Leben verlassen zu können. So alt und gebrechlich bin ich noch nicht, dass ich meinen Abgang planen muss und die Reißleine ziehen bevor das Siechtum beginnt. Wichtig ist das Bewusstsein, am Ende des Lebens zu sterben.

  • Diamantweg

    • ewald
    • 15. Juni 2026 um 19:18

    Genau, die Resilienz, die Widerstandsfähigkeit hängt eng mit der Sensibilität oder Desensibilisierung zusammen, man versteht darunter die Verminderung oder den Verlust der Empfindlichkeit gegenüber bestimmten Reizen. Auch der Umgang mit Triggern gehört dazu. Das Ziel ist ja nicht die Vulnerabilität, Verletzbarkeit oder Verwundbarkeit, sondern die Stärkung und Gesundung. Genau das ist der Inhalt von Buddhas Lehre, das Überwinden des Leids.


    Stimme absolut zu, dass ein öffentliches Forum in der virtuellen Welt nicht der optimale Ort ist, um die eigene Traumageschichte zu artikulieren, aber wenn es passiert, braucht es einen resilienten Umgang damit, damit es nicht triggert und man selbst keine Symptome entwickelt.


    Es ist online nicht möglich, den Wahrheitsgehalt der Traumageschichte zu überprüfen und so ist eine gesunde Skepsis durchaus angebracht.


    Aufgekommen ist das Thema mit dem Trauma, weil die buddhistische Gruppe des Diamantweges psychisch kranke Menschen ausgeschlossen hat, da ein Trauma Psychosen hervorrufen kann. In der Gruppe kann damit niemand adäquat umgehen, in der Tat, ein akut psychotischer Mensch braucht medizinische Hilfe, das ist eine Realitätsflucht, der man nicht so einfach begegnen kann. Nur kommt dieser akute Zustand auch unter psychisch kranken Menschen sehr selten vor. Der buddhistische Weg soll heilen, vor allem die Betroffenen. Da liegt es nahe, dass die buddhistischen Lehrer nicht nur im Dharma, sondern auch in moderner Psychologie geschult sind. Nicht von ungefähr gibt es die buddhistische Psychotherapie als Form der Gesamtheit.

  • Diamantweg

    • ewald
    • 13. Juni 2026 um 19:17

    Ja, es gibt Menschen, die halten sich selber für so sensibel, dass sie nichts, aber auch gar nichts was etwas gewalttätig anmutet, hat sich heranlassen können. Sie lassen sich von anderen Menschen abschirmen und alles kontrollieren was durchdringt, was auch nur ein wenig belastend sein könnte. Diese Menschen sind wirklich zu bedauern, denn sie überwinden ihr Leid nie und bleiben in der Opferrolle verhaftet. Es gibt kein Erlebnis im Leben, dass man überlebt hat, welches man im Nachhinein nicht mitteilen kann, um es zu überwinden. Selbst Natascha Kampusch, sie wurde achteinhalb Jahre lang von dem Täter in einem unterirdischen Verlies gefangen gehalten, sprach nach ihrer Flucht im Fernsehen darüber. Eine Variante um sich von diesem schweren Trauma zu lösen. Verdrängen ist kontraproduktiv und deshalb ist das Ziel, die eigene Geschichte der Traumatisierung als ein Erlebnis im Leben zu sehen. Das Leid überwinden wie es Buddhas Lehre (Dharma) vermittelt, ist dabei hilfreich. Es ist wichtig die Schockstarre vor der Geschichte eines Traumas zu verlieren, bewusst oder unbewusst, dann ist es nicht nötig Menschen die da eher gefährdet sind, von der Gemeinschaft auszuschließen wie beim Diamantweg praktiziert.

  • Diamantweg

    • ewald
    • 12. Juni 2026 um 18:41
    Samadhi1876:

    In meinem Fall entstand dieses Schocktrauma durch als Kind plötzlich unerwartet von einem Bekannten überfallen und vergewaltigt worden zu sein. Bei dem ich aus dem Körper ausgestiegen bin. Und danach nicht wirklich wusste „was mit mir los ist“. Und das blieb so lange getrennt in mir bis ich mich wieder beginnend unter Hypnose an sich daran erinnerte aber nicht an wann wer und wo.

    Das klingt wiederum so nebulös, wie eine schlecht erinnerte Traumsequenz aus einem Alptraum. Aber es ist natürlich nicht leicht über Traumatisierung in einem öffentlichen Forum zu schreiben. Jedoch, wenn das Trauma wirklich überwunden ist, dann ist das Erlebnis eine spannend erzählte Geschichte des Lebens und kaum noch mit Ängsten behaftet. Wie viele Menschen erleben in ihrer Kindheit etwas Grausames und verarbeiten es im Laufe des Lebens. Ja, die Lehre Buddhas (Dharma) kann dabei behilflich sein, denn es geht darum, das Leid zu lindern. Aus meiner Sicht ist besonders gut der Zen-Buddhismus geeignet und weniger der tibetische Buddhismus. Warum ich auf Ole Nydahls Diamantweg skeptisch bin und das Zen Kloster bevorzuge. Im Zen ist eine Klarheit und Schlichtheit, die tun gut bei seelischer Verwirrung.

  • Diamantweg

    • ewald
    • 9. Juni 2026 um 18:39

    Nun geht es hier so viel um Trauma, die Aufarbeitung und Lösung des Traumas ist eine wichtige Sache, wenn man betroffen ist um nicht weiter unter den Symptomen leiden zu müssen. Jedoch entweder habe ich es überlesen oder es taucht nicht auf, worin das Trauma besteht habe ich nicht mitbekommen. Dabei ist gerade das Benennen des Traumas, es sich bewusst machen, es aus dem Unbewussten herausholen und sich klar vor Augen führen, so wichtig um es zu verarbeiten. Es geht um Schocktrauma, aber was ist das? Ich weiß es nicht.

  • Diamantweg

    • ewald
    • 30. Mai 2026 um 16:09

    Ja, der Mensch macht Fehler, er ist nicht unfehlbar und so macht ein Lama, ein buddhistischer Lehrer oder ein Zen-Meister Fehler. Ihnen allen ist menschliches nicht fremd und dieses Menschliche kann Verirrungen bedeuten. Um so kurioser ist es, wenn in buddhistischen Gruppen Menschen mit psychischen Verirrungen ausgeschlossen werden, wo doch so eine Verirrung nur allzu menschlich ist. Vermutlich ist es eine große Angst vor der eigenen Betroffenheit und Angst Fehler zu machen die eventuell den Ruf schädigen. Wichtig ist letztendlich, auch Würdenträger können Fehler machen und müssen dafür die Konsequenzen akzeptieren.


    Wenn ich als Zen-Meister mit den Bewohnern in meinem selbsternannten buddhistischen Kloster Mist baue und kritisiert werde, dann muss ich dafür gerade stehen und den Fehler korrigieren. Würde ich mich auf das hohe Ross setzen und meinen ich darf das, würde ich ausgelacht werden und das zu Recht. Mit gutem Beispiel vorangehen, heißt ja im besonderen Demut üben können.

  • Diamantweg

    • ewald
    • 26. Mai 2026 um 19:12

    Da ich die Biografie von Buddha gelesen habe, habe es schon öfter erwähnt, geschrieben von Thích Nhất Hạnh wird daraus klar was mit Mittelweg gemeint ist. Buddha war ein Fürstensohn und ist im materiellen Reichtum aufgewachsen. Dann verließ er das Elternhaus, kam in die Hauslosigkeit, wurde arm und ist fast verhungert. Von diesen beiden Extremen erkannte Buddha den Mittelweg als den am besten lebbaren im Dasein. Nicht reich an Gütern und Waren, aber immer genug zu Essen, Kleidung und ein Dach über dem Kopf, das ist der buddhistische Mittelweg. Das mit den Ufern mag zwar stimmen, beschreibt jedoch nicht den Mittelweg wie es Buddha erlebt hat. Die Mitte zwischen Arm und Reich ist die beste Lebensform. Das beherzigen die buddhistischen Mönche im Kloster, haben genug zu essen, Kleidung, ein Dach über den Kopf, aber häufen keine materiellen Dinge an des Besitzens wegen. Sie leben den buddhistischen Mittelweg als die beste Daseinsform.

  • Diamantweg

    • ewald
    • 25. Mai 2026 um 18:25
    KarmaHausmeister:
    Matthie:

    Retreatleiter/Zen Meister sind nicht geschult psychotische Menschen zu begleiten.


    Das würde ich nicht generalisieren. In meinem Netzwerk nimmt die Sensibilität für das Thema zu. Viele dieser Lehrenden bilden sich hier fort, um adäquat agieren zu können.

    Sagen wir mal so, Ole Nydahl und die Praktizierenden im Diamantweg waren nicht gewillt oder in der Lage sich mit psychisch betroffenen Menschen auseinander zu setzen. Ein Zen Meister ist da von Hause aus eher befähigt denn Buddha gibt ja mit dem Dharma einige Fähigkeiten an die Hand. Buddha als erster offizieller Psychotherapeut der Welt hat dazu einiges angemerkt. Es hieß damals nicht psychisch krank, den Begriff gibt es erst seit Freud, aber die menschlichen Gefühle waren ganz ähnlich. So ist die richtig verstandene Lehre von Buddha sehr gut geeignet psychische Konflikte zu lindern, eben das Leid zu lindern und das Leid bei seelischen Störungen zu lindern liegt nun mal beim Menschen ganz vorn. Es geht nicht um schwere psychische Erkrankungen, die werden nach wie vor medizinisch in der Klinik behandelt wie jede andere schwere Krankheit auch, es geht um das Leid der seelischen Verstimmungen, darauf kann der Buddhismus Antworten geben wie kaum ein Anderer. Es geht in der Sangha eben nicht um eine spirituelle Sekte in der verlorene Schäfchen auf der Suche sind, sondern in einem Zen Retreat geht es um Stabilisierung und Halt im Dasein.

  • Diamantweg

    • ewald
    • 24. Mai 2026 um 15:21

    Es gibt so viele Menschen, die im Laufe ihres Lebens eine psychische Diagnose erhalten aufgrund ihres Erlebens und nur die wenigsten davon sind selbst- oder fremd gefährdend. Jeder Burnout-Patient gehört dazu und jeder der über die Krankenkasse eine Psychotherapie besucht, denn dafür ist ein Konsiliarbericht vom Arzt notwendig mit der entsprechenden Diagnose. Es besteht also kein Grund sie alle von der eigentlich heilsamen Meditation des Retreats pauschal auszuschließen. Halte das für eine enorme Stigmatisierung psychisch betroffener Menschen dieser Diamantweggruppen mit dem Leiter Ole Nydahl. Es stimmt jedoch, dass ein therapieerfahrener Mensch eher selbstverantwortlich agiert und nicht bereit ist sich vorgegebenen Ideologien anzupassen. Der Volksmund sagt dazu 'er ist schwierig'. Denn was bedeutet Verantwortung des Retreat-Leiters, der Teilnehmer gehorcht und hält den Mund. Das ist beim Diamantweg auffällig, beim Zen-Retreat weniger.

  • Diamantweg

    • ewald
    • 23. Mai 2026 um 19:24

    Natürlich, wenn die Sitzmeditation in der Ruhe und Besonnenheit vor allem die psychotischen Gedanken fördert und es nicht zur Gedankenleere kommt, dann ist die Meditation völlig kontraproduktiv. Das ist die Angst der Gruppe des Diamantweges, dass es dazu kommen kann und dann helfen keine Beschwichtigungen, die Psychose kann nur die Psychiatrie behandeln. Wer Erfahrungen mit psychotisch kranken Menschen gemacht hat, ist da sehr vorsichtig, denn lockere Sprüche helfen da nichts, es kann auch in Aggression ausarten. Nur um das zu verhindern dient der achtfache Pfad und die Lehre Buddhas, aber es ist richtig, die Gruppen des Diamantweges sehen den Umgang wesentlich lockerer und darin besteht die Gefahr. Die Strenge des Zen Buddhismus schützt eher vor seelischen Entgleisungen, wer sich darauf einlassen kann. Wer jedoch schon psychisch krank ist und zu den vulnerablen Menschen gehört hat mit strengen Regeln des Dharma auch Probleme und wird schnell überfordert.


    Ole Nydahl mit den Gruppen des Diamantweges hatten Angst vor diagnostizierten psychisch kranken Menschen, womöglich aus eigener Erfahrung.

  • Diamantweg

    • ewald
    • 22. Mai 2026 um 18:58

    Da ich bei meiner Arbeit als Heilpraktiker für Psychotherapie auch mit psychisch kranken Menschen zu tun habe, musste ich das auch beobachten. Die buddhistische Gruppe hier in der Stadt nach dem Diamantweg von Ole Nydahl wurden alle Betroffenen vom Leiter der Gruppe abgewiesen. Dabei bin ich mir sicher, dass innerhalb der Gruppe Menschen mit seelischen Konflikten teilnahmen und die buddhistische Gruppe zur Linderung nutzten. Bin mir auch sicher, dass bei buddhistischen Gemeinschaften in Deutschland gerade die Zuflucht gesucht wird von Menschen mit seelischen Problemen. Insofern ist mir schleierhaft warum die Gruppe des Diamantweges von Ole Nydahl so rigoros reagiert. In den Zen buddhistischen Gemeinschaften hier im Allgäu, an den ich teilnehme, ist mir so etwas noch nie aufgefallen. Als Zen Buddhist war mir Ole Nydahl nie ein Lehrer und der Diamantweg nie eine Alternative.

  • Wie geht ihr damit um? Was würde Buddha sagen, oder uns raten?

    • ewald
    • 2. Mai 2026 um 18:47
    Qualia:

    Dann sind alle Worte unzutreffend, man schweigt, ohne zu schweigen.

    Den Satz verstehe ich nicht, ich habe persönlich noch nie erlebt, dass alle Worte unzutreffend sind und darauf entsteht Schweigen ohne zu schweigen. Ein Buddha-Zitat ist das nicht, dabei ist die Frage, was würde Buddha sagen. Allerdings weiß ich die Stille, das äußere Schweigen, sehr zu schätzen. Auch Buddha wusste zu schweigen, wenn die Frage zu abgehoben war. Jedoch ziehe ich die Kommunikation vor, sobald Menschen zusammenkommen.

  • Wie geht ihr damit um? Was würde Buddha sagen, oder uns raten?

    • ewald
    • 24. April 2026 um 18:43

    Wenn ich mich aufopfere für Andere, dann ist das kein Mitgefühl, das ist Dummheit und Sucht, denn damit kann ich mich so sehr selbst belasten, dass ich am Ende der betroffene Kranke bin.


    Deshalb, wer Mitgefühl mit sich selber hat, weiß, mit den Anderen so umzugehen, dass es ihnen hilft, ohne sich dabei jedoch selbst zu belasten. Diese Gratwanderung ist eine Kunst, ohne Frage, aber als Buddhist sollte man diese Kunstfertigkeit haben, Buddha hat es vorgemacht, er hat sich nie selbst geschadet bei all seiner Strahlkraft.

  • Wie geht ihr damit um? Was würde Buddha sagen, oder uns raten?

    • ewald
    • 20. April 2026 um 15:30

    Jeder Mensch kann sich in einen anderen Menschen hineinversetzen, wenn er das möchte, denn alle Menschen sind psychisch aus demselben Holz geschnitzt. Natürlich, wer Übung darin hat tut sich leichter. So haben Menschen in der westlichen Welt weniger Übung, sie haben es nicht nötig, der Wohlstand ist auch so da, als Menschen in der östlichen Welt mit mehr Bezug zum seelischen Empfinden. Aber ein AfDler und ein Grüner sollten keine Probleme haben, sie sind beide Angehörige einer bundesdeutschen Partei und somit gelten die gleichen Gesetze. Der Konflikt ist politisch gewollt und somit geistig eher gespielt, sie wollen nicht, aber die Fähigkeiten sind grundlegend gleich.


    "ich fang bei mir selber an" ist auch Mitgefühl, und zwar Mitgefühl für sich selbst. Halte es grundlegend für wichtiger als das Mitgefühl zu anderen, denn wenn es kein Mitgefühl zu sich selbst gibt, gibt es gar keins. Buddha hatte ganz viel Mitgefühl zu sich selbst und somit auch zu den Mitmenschen.

  • Wie geht ihr damit um? Was würde Buddha sagen, oder uns raten?

    • ewald
    • 10. April 2026 um 18:49

    Natürlich, Metta ist Grundlage des Lebens überhaupt, sonst würden wir voller Wut den Keim vernichten bevor er das Licht der Welt erblickt hat. Jedoch die „liebende Güte“ ist nur eine Seite der dualen Welt, das Leiden (Dukka) ist die andere Seite. Buddha würde das menschliche Dasein nicht einseitig betrachten und er würde beobachten, dass heute das Leiden genauso oder anders vorhanden ist wie damals, trotz der Jahrtausende Mitgefühl. Also kann das Mitgefühl alleine nicht vom Leiden befreien. Es braucht das Erwachen (Bodhi) um Klarheit zu erlangen und Befreiung vom Leiden (Nirvana) zu ermöglichen, damals genauso wie heute.


    Aus heutiger Sicht mit umfassender Schulung in den psychologischen Wissenschaften bin ich überzeugt, Buddha war damals vor 2500 Jahren der erste Psychotherapeut der seine Ansichten veröffentlichte, die Lehre (Dharma) gibt das her, sie ist eher eine Therapie, als ein religiöser Aufruf.

  • Wie geht ihr damit um? Was würde Buddha sagen, oder uns raten?

    • ewald
    • 8. April 2026 um 18:53

    Wenn ich an die Frage denke, wie Buddha in unserer heutigen Zeit reagieren würde, ich weiß nicht, ob ich da unbedingt auf Mitgefühl komme. Es ist ein toller Wunsch und eine heroische Vorstellung, aber Buddha hat einiges mitgemacht im Leben von Reichtum und Pracht, aber auch Hauslosigkeit und Hungernot. Ich glaube nicht, dass das Einzige was ihm gegenüber der kapitalistischen Marktwirtschaft mit dem aggressiven Verhalten heute Mitgefühl ist. Das klingt ein wenig wie in der christlichen Kirche, wo Brecht meinte, sie predigen öffentlich Wasser und trinken heimlich Wein. Jedoch eine gewisse Gelassenheit trotz aller Umstände wäre ratsam und wenn Buddha Luther kennen würde, würde er ihm beipflichten, der gesagt haben soll: 'Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht, würde ich heute einen Apfelbaum pflanzen.'

  • Lehren/Philosophien = Narrative

    • ewald
    • 1. April 2026 um 15:35

    Halte nichts davon zwischenmenschliche Beziehung die oft kompliziert sind, so sehr zu vereinfachen, dass nur noch ein plumper Ausdruck entsteht, das ist primitiv. Wie wäre es, wenn das Erklären zu schwierig ist, die Sehnsucht zu wecken. Denn mit einer Sehnsucht nach etwas nehme ich die Strapaze des Lernens ganz freiwillig auf mich und kann so auch das Komplizierte begreifen. Das Leben von Buddha ist kompliziert, wie die meisten Biografien und auch der daraus entstandene Buddhismus ist nicht so ganz einfach. Mit plumper Oberflächlichkeit wird man ihm nicht gerecht und mit dem Versuch Kindergartenkinder zu belehren auch nicht. Die Erfahrungen Buddhas sind nicht so einfach zu verstehen, da braucht es Jahre der Übung. Narrative helfen die Geschichte zu begreifen, wenn sie Kunstwerke sind, aber nicht, wenn sie einem Unwissenden etwas einträufeln wollen.

  • Lehren/Philosophien = Narrative

    • ewald
    • 30. März 2026 um 18:35

    Das lässt sich doch so allgemein nicht sagen, es kommt doch auf das Individuum an. Buddha hat solche allgemeinen Gesetze nicht verfasst, sie wurden auch im Buddhismus erst später als Dogmen charakterisiert. Ob eine Lehre, eine Philosophie ein Narrativ ist im Sinne von bloß eine Erzählung, eine Sage aber keine Tatsache, kann doch nur der Einzelne für sich entscheiden. Ist die Biografie von Buddha ein Narrativ? Ja, im Sinne von Erzählung, aber nicht im Sinne von Verfälschung von Tatsachen. Ich habe die Biografie gelesen und weiß nun um das Leben von Buddha. Das beeinflusst mich enorm auf die Sicht vom Buddhismus und da können Schriftgelehrte im Nachhinein Regeln verfasst haben und eine Religion begründet haben, ich bleibe beim Ursprung was Buddha meinte mit seinem Verhalten. Ein Narrativ ist grundsätzlich nichts Schlechtes, es steht jedoch dem bewiesenen Fakt der Wissenschaft gegenüber. Die Philosophie des Buddhismus kommt meiner Ansicht nach der Wissenschaft der Psychologie am nächsten. Buddha war der erste Psychotherapeut der seine Ansichten veröffentlichte, so wie Freud der erste Psychoanalytiker war der über seine Arbeit Bücher schrieb. Die Wissenschaft vom Menschen lässt sich in beiden Arbeiten nicht leugnen, aber das Individuum Mensch ist individuell und da funktioniert Allgemeinplätze nicht. Narrative in diesem Sinn sind pure Unterhaltung.

  • Lehren/Philosophien = Narrative

    • ewald
    • 27. März 2026 um 15:34

    Hallo void,


    Deine Beispiele wirken auf mich eher verwirrend als Klarheit schaffend, haftet ein dementer Mensch nicht an? Die Anhaftung und die Illusionen in seinem Leben haben ihn dement werden lassen, eine psychische Störung als Ergebnis der Lebensentwicklung. Da ist also, was Zähmung des Elefanten angeht Hopfen und Malz verloren, den Elefanten sollte man zähmen bevor es zu spät ist, bevor die negativen Symptome des Verhaltens auftauchen. So ist nicht an etwas Klammern im Leben, wie der Suchtkranke an den Stoff z.B. absolut notwendig, will man im Alter nicht die Konsequenzen dafür ertragen. Nicht anhaften ist ein guter Hinweis im Leben, nur man sollte eben auch an das Nichtanhaften, nicht anhaften und hin und wieder großzügig sein.

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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