Er ist für mich jemand, der bewusst das bequeme Leben zurückgelassen hat. Obwohl er alles hatte, was ein Mensch nur begehren kann, fehlte es ihm an Essenz, an Wahrheit, an Echtheit.
Damit ist er auch der moderne Mensch, der im materiellen Überfluss aufwächst und doch nicht wirklich lebt, sondern immer nur geschützt bleibt in seinem Kokon aus Wänden, Bildschirmen und sozialer Zugehörigkeit.
Der Buddha ist somit ein Archetyp - er ist der Heilige - der alles aufgibt und hingibt, um Selbsterkenntnis zu erlangen.
Jeder Mensch kommt früher oder später an dem Punkt, an dem er vor der Wahl steht einen Schritt nach vorne zu gehen oder in der bekannten Sicherheit zu verharren. Buddha ist gegangen, gegangen, gegangen, ... aus dem behüteten Palast, in die Welt des Todes, der Krankheiten und des Hungerns... und als er kurz vor dem Tod stand und erkannt hat, dass seine Methode die falsche war, hat er im entscheidenden Moment die tradierte Asketenlehre verworfen.
Ich mag die Geschichte, nach der sein erster Satz nach der Erleuchtung war: "Das kann niemals beigebracht werden."
Am Ende sehe ich mich in seiner Geschichte oder eine Verison davon, die sich immer wieder in unzähligen Facetten und Varianten wiederholt.