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  1. Buddhaland Forum
  2. RobertNesta

Beiträge von RobertNesta

  • Der Buddha als Mensch?

    • RobertNesta
    • 23. Februar 2026 um 21:11

    Er ist für mich jemand, der bewusst das bequeme Leben zurückgelassen hat. Obwohl er alles hatte, was ein Mensch nur begehren kann, fehlte es ihm an Essenz, an Wahrheit, an Echtheit.


    Damit ist er auch der moderne Mensch, der im materiellen Überfluss aufwächst und doch nicht wirklich lebt, sondern immer nur geschützt bleibt in seinem Kokon aus Wänden, Bildschirmen und sozialer Zugehörigkeit.


    Der Buddha ist somit ein Archetyp - er ist der Heilige - der alles aufgibt und hingibt, um Selbsterkenntnis zu erlangen.


    Jeder Mensch kommt früher oder später an dem Punkt, an dem er vor der Wahl steht einen Schritt nach vorne zu gehen oder in der bekannten Sicherheit zu verharren. Buddha ist gegangen, gegangen, gegangen, ... aus dem behüteten Palast, in die Welt des Todes, der Krankheiten und des Hungerns... und als er kurz vor dem Tod stand und erkannt hat, dass seine Methode die falsche war, hat er im entscheidenden Moment die tradierte Asketenlehre verworfen.


    Ich mag die Geschichte, nach der sein erster Satz nach der Erleuchtung war: "Das kann niemals beigebracht werden."


    Am Ende sehe ich mich in seiner Geschichte oder eine Verison davon, die sich immer wieder in unzähligen Facetten und Varianten wiederholt.

  • "Dürfen" Buddhisten das?

    • RobertNesta
    • 22. Februar 2026 um 21:43

    Bei Trauermücken, Blumentöpfe mit ca. 1cm Quarzsand befüllen -> billig, effektiv, mühelos, tötet nur die Eier ab und verhindert, dass neue gelegt werden. Problem erledigt sich von selbst, weil die Tierchen nicht lange leben.


    Wenn ich Insekten, etc. in der Wohnung habe, fange ich sie mit einem Glas und setze sie raus. Hatte aber noch nie eine "Plage".


    zum Thema:

    - ich lüge oder verschweige die Wahrheit relativ regelmäßig (vor allem, wenn es um die Absage von Treffen geht - ich habe da noch keine guten Weg gefunden zwischen Wahrheit und Empathie zu balancieren und löse den Konflikt meistens zu Lasten der Warheit auf)

  • Ist Erleuchtung im Chan möglicherweise nur ein künstliches Konzept?

    • RobertNesta
    • 22. Februar 2026 um 21:17
    mooncake:

    Die Idee, Erleuchtung erlangen zu können, war für mich der Grund, mich überhaupt mit Zen und dem Buddhismus zu beschäftigen. Also eine wichtige und gute Motivation!


    Nach ein paar Jahren der Übung und der Beschäftigung mit dem Dharma stellte ich fest, dass Erleuchtung eine Vorstellung ist, die ich loslassen musste.

    Darf ich dich fragen, was anstelle dessen deine Motivation ist?


    Ich stelle mir oft die Frage, ob Erleuchtung etwas ist, dass man wollen kann. Manchmal dachte ich, mein ganzes Leben diene nur diesem Zweck, aber das waren glaube ich eher "Launen" oder irgendwie der Versuch, mich selbst wichtiger zu nehmen als ich bin (Update des Egos zu einem spirituellen Ego).


    Ich habe einen Lehrer gehört, der gesagt hat, dass es ein unauflösbarer Widerspruch bleibt: Man kann Erlösung nicht wollen - gleichzeitig muss man es so wollen wie ein Ertrinkender, der nach der Luft zum Atmen kämpft.

  • Sich gut fühlen

    • RobertNesta
    • 19. Februar 2026 um 19:58
    Qualia:

    Ohne Zazen oder ohne Zen hätte ich Buddha nie verstanden. Man muss BEIDES eben so lange machen, bis man weiß, dass man es nicht mehr benötigt. Doch!! Das wird man ganz alleine wissen.

    Bedeutet das - solange man sich nicht sicher ist und Zweifel hat - muss man weitermachen, evtl. auch gegen inneren Widerstand? Und damit verbunden: Ist Widerstand ein Signal des Körpers, das etwas falsch ist und man etwas anders machen soll oder ist es nur die Angst vor dem Ungewissen, die sich auflöst, sobald man weitermacht?


    Ich habe die Tendenz, bis zu einem gewissen Punkt zu gehen und dann zurückzuschrecken, um wieder "in der Welt" zu verschwinden. Nach einer Weile wird es mir dort dann zu dumm und ich gehe wieder zurück in Versenkung (nicht unbedingt wörtlich gemeint - der Fokus richtet sich nach innen). Es ist wie ein Kreis, bei dem ich immer wieder an denselben Punkten rauskomme und mir bewusst wird: "Das hattest du doch schon alles mal..."


    Wieder gilt, dass ich alle Beiträge lese und viel daraus mitnehme, auch wenn ich nicht auf jeden einzelnen antworte. Danke an euch alle!

  • Sich gut fühlen

    • RobertNesta
    • 18. Februar 2026 um 16:39
    Qualia:

    Weder Zen noch Zazen ergreifen oder festhalten, denn das ist Anhaftung, Überzeugung, Urteil, Bewertung, Parteilichkeit.

    Eines sollten Menschen vermeiden: nach den vergangenen Sinneslüsten oder ‑qualen zu greifen.

    Das ist genau das, was ich nicht verstehe. Kann man schlussendlich einen Grund dafür angeben, warum man Zazen (Meditation, spirituelle Praxis) machen sollte? Oder ist eben das nur eine Art Selbsterhöhung des Egos, das sich wähnt, etwas höherem nachzugehen, jedoch auch nichts anderes als sein eigenes Wohlergehen sucht?


    Nicht-Anhaftung - was bedeuted das schließlich? Dass es kein spirituelles Projekt gibt, keinen Fortschritt, keinen "Weg"? Wenn ich an nichts hafte, kann ich dann überhaupt sagen, dass etwas dem anderen vorzuziehen ist?


    Wenn ich diese Worte höre (und annehme, dass sie richtig sind), habe ich Angst vor den gelebten Konsequenzen, um ehrlich zu sein, da sich irgendwie alles in Nichts auflösen würde.


    Oder, um es anders zu sagen: mein ganzes bisheriges Leben basiert darauf, eines dem anderen vorzuziehen. Es ist die Richtschnur meines Handelns. Was wäre ich ohne das?

  • Sich gut fühlen

    • RobertNesta
    • 18. Februar 2026 um 06:10
    Monikamarie:

    RobertNesta ,

    Mir scheint, lieber RobertNesta, Du hast Dich noch nicht wirklich mit der Lehre beschäftigt.


    Was bedeutet für Dich spirituelle Praxis?


    _()_Monika

    Alles anzeigen

    Liebe Monika, das ist richtig. In der Sangha reden wir kaum über Theorie. Dort besteht spirituelle Praxis zu 90% aus meditieren (Zazen), zu 9% aus Samu (Arbeit) und zu 1% aus Theorie (wenn überhaupt :grinsen:)


    Spirituelle Praxis im Allgemeinen ist für mich das Leben - es konfrontiert einen mit Dingen, die auf inneren Widerstand stoßen. Sich diesen Widerstand genau anzusehen ist für mich Praxis auf der grundlegensten Ebene.


    In meiner Sangha wird Meditation allerdings als die Verwirklichung angesehen - nicht nur als Methode. Ich denke, dass das stimmt und das Ziel schließlich darin besteht, dass zwischen Meditation und Leben kein Unterschied mehr besteht. Inwiefern das mit dem übrigen Buddhismus d'accord ist, weiß ich nicht (bitte schmeißt mich nicht raus :))


    Vielleicht deswegen der starke Fokus auf Meditation als Tätigkeit.

    Zitat

    Ich schaue mir mein Empfinden intensiv an.

    Das ist merkwürdigerweise die Antwort, mit der ich am meisten anfangen kann. Und es ist das, was ich aus der Diskussion mitnehme. Weil es unabhängig von der Tätigkeit ist und vielleicht ist das meine Antwort. Es kommt nicht auf die Tätigkeit an sich drauf an - zumindest nicht in erster Linie. Es kommt darauf an, diese vollkommen wahrzunehmen. Nichts anderes zu tun als das. Insofern ist es nicht "egal", was man tut, aber die Tätigkeit an sich ist nicht das Wesentliche.

  • Sich gut fühlen

    • RobertNesta
    • 17. Februar 2026 um 14:31

    Vielen Dank für die ganzen Antworten! Und für das herzliche Willkommen :)


    Ein Thema, um das viele Antworten kreisen, ist das Leben in einem sozialen Kontext, bzw. dass man nicht glücklich wird, wenn man nur sinnliche Befriedigung für sich selbst sucht. Ich stimme dem grundsätzlich zu, frage mich jedoch, ob hier nicht einfach dasselbe Prinzip zum Tragen kommt: ich interagiere mit anderen und fühle mich dadurch selbst besser. Würde ich auch anderen helfen oder mit ihnen Zeit verbringen, wenn es mich jedes Mal mit einem schlechten Gefühl zurückließe? Nein, ich würde irgendwann aufhören mit ihnen zu interagieren (was wohl auch grundsätzlich gesund ist und niemand bestreiten würde).


    Monikamarie:

    Es geht nicht um das "Dichwohlfühlen", sondern um Einsicht in die Dinge, wie sie sind, um Freiheit von Unwissenheit und letztlich um das Beenden der "selbstverursachten" Leiden.


    Also es ist keineswegs EGAL.


    Die Beispiele, die Du aufzeigst, sind kurzfristige Ablenkungen von dem vorhandenen "Alltagsleiden", z.B. Langeweile, Sehnsucht nach Anerkennung etc.


    Also alles kurzfristiges Sichwohlfühlen.


    _()_Monika

    Alles anzeigen


    Danke für deine Antwort. Mein Frage wäre: Gibt es denn überhaupt ein langfristiges Sichwohlfühlen? Wenn ich zur Musik tanze bin ich glücklich, danach hält das Glück noch eine Weile an und nach einer Zeit befinde ich mich wieder im Normalzustand. Wenn ich meditiere, läuft es eigentlich ganz genau so ab.


    Ich habe durch Meditation wundervolle Sachen erlebt, aber auch durch zum Beispiel Fußballspielen. Oder Beziehungen. Oder Familie. Am Ende komme ich immer wieder am selben Punkt an (den ich nicht benennen kann). Im Moment tanze ich lieber, als mich auf ein Kissen zu setzen.


    Nur im Hinterkopf kommen manchmal Gedanken "Sollte ich nicht besser meditieren..?" Und ich frage mich - sind diese Gedanken berechtigt oder nicht? Was mit der ursprünglichen Frage zusammenhängt, ob meditieren (spirituelle Praxis allg.) in irgendeiner Art und Weise besser ist als einer anderen Beschäftigung nachzugehen, die im Prinzip dasselbe bewirkt (Wohlergehen bzw. Leiden vermindern).


    Habe ich etwas grundsätzlich falsch verstanden? (ich lese alle Antworten aufmerksam - auch wenn ich nicht auf alles antworte, bitte verzeiht)

  • Sich gut fühlen

    • RobertNesta
    • 17. Februar 2026 um 10:02

    Hallo zusammen,


    mich beschäftigt schon gefühlt seit einer Ewigkeit die Frage, ob es wirklich eine "höhere" Motivation im Menschen gibt, als sich gut zu fühlen. Die Mittel sind wohl vollkommen verschieden (manche gehen spazieren, manche springen aus Flugzeugen, manche meditieren, manche besuchen bestimmte Etablissements, etc.) aber das Ziel ist doch immer dasselbe: Sich gut fühlen. Ist das Suchen nach Erleuchtung irgendwas anderes? Was wäre, wenn man den Leuten, die von sich sagen, dass sie Erleuchtung haben wollen, anbieten würde, dass sie sich für den Rest ihres Lebens gut fühlen würden? Hätten sie überhaupt noch irgendein Interesse an Erleuchtung?


    Mit anderen Worten, geht es mir wirklich um die Sache selbst? Und die "moralisch korrekte" Antwort darauf wäre wohl "klar geht es mir um die Sache selbst", aber ich habe da meine Zweifel (vor allem bei mir selbst).


    Was ich mir dann aber eingestehen muss, ist, dass es um keinen Deut "besser" ist Erleuchtung zu suchen, als eben irgendeiner anderen Tätigkeit nachzugehen, wie zum Beispiel Angeln oder Drohnen fliegen.


    Manche Menschen sagen auch - wenn ich mit ihnen über Meditation spreche - "meine Meditation ist .... (tanzen, lesen, Musik, etc.)


    Die Zweifel, die mich plagen, bestehen vor allem darin, dass es am Ende völlig egal ist, was man tut, und das zieht mir ein bisschen den Boden unter den Füßen weg. Im Sinne von: es lässt mich vollkommen orientierungslos. Hat jemand Erfahrung mit solchen Fragen, bzw. hat sich jemand hier solchen Zweifeln ausgesetzt und irgendwie rausgefunden?


    Lieben Gruß

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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