Der Weg auch hier führt leider immer über einen selbst - ich habe mein Leben lang gedacht, ich könnte etwas bewegen bei Anderen, bei vielen Themen, irgendwann habe ich verstanden, das klappt nicht.
Ob das eine befriedigende Antwort für dich ist, kann ich nicht sagen, aber ich muss mich dem Thema auch immer wieder stellen und mit etwas Abstand sehe ich die Dinge oft anders, heißt der Faktor Zeit und des Reflektierens ändert oft die Sicht auf Wut und Zorn.
Da denke ich mir dann zum Beispiel, warum habe ich so aggressiv agiert.
Eine Regel versuche ich auch zu lernen, je höher der Druck wird, desto langsamer versuche ich zu reagieren und dadurch entsteht einfach mehr Kontrolle.
Wenn du impulsiven Ärger meinst dann gilt auch hier, nicht sofort reagieren. Mir fiel auf als ich mich stärker mit Kommunikation beschäftigt habe, wie unglaublich schnell manche Menschen sprechen und da ist es schwer sein eigenes Tempo zu halten, weil ich sehe schon einen Zusammenhang bei der Art der Kommunikation und wie dann das Resultat ist.
Möglicherweise ein seltsamer Ansatz, aber ich versuche es damit, wobei das kann nur ich aktiv beeinflussen.
Ich habe mir auch angewöhnt in der Arbeit nicht mehr mich auf Gespräche einzulassen sondern nur aufzunehmen um was es geht und dann sage ich, sie bekommen eine Rückmeldung und die ist meist schriftlich.
Wie gesagt, oft ist es auch wichtig sich abzugrenzen und sich zu fragen, ist es mein Thema, meine Zuständigkeit?
Wichtig ist zu verstehen, egal welche Wege du suchst, es ist immer ein Prozess, heißt auf Klick wird man kein anderer Mensch.