Hallo,
mich würde gerne Mal die erworbenen fähigkeiten eines Buddhas interessieren.
Was ist alles möglich wie z.b. third eye vision...und so weiter?
Hallo,
mich würde gerne Mal die erworbenen fähigkeiten eines Buddhas interessieren.
Was ist alles möglich wie z.b. third eye vision...und so weiter?
Illusionen!
Warum willst Du das wissen?
Der Buddha hat erkannt, dass es Leiden gibt, die Ursachen und den Weg daraus.
Zaubern wollte er nicht. Er war ein ganz normaler Mensch, der zur richtigen Zeit am richtigen Ort war.
Was er erkannte, haben auch bis in die heutigen Tage Menschen erkannt, sie sind nur nicht dafür bestimmt gewesen ...
Buddhas einziges Ziel war die Befreiung von Leid, nichts Mystisches.
Monika
mich würde gerne Mal die erworbenen fähigkeiten eines Buddhas interessieren.
Er kann eine halbe Stunde entspannt und hellwach im gegenwärtigen Moment leben, ohne zu denken. Dabei hat er die Fähigkeiten, die in diesem Moment not-wendig sind.
Einfach, aber nicht leicht.
... wie z.b. third eye vision...und so weiter
"Das wahre Wunder ist nicht, auf dem Wasser zu gehen, sondern auf der Erde zu gehen."
(Thich Nhat Hanh, soweit ich weiß aber ursprünglich von einem anderen Meister der Zen-Geschichte)
Hallo,
mich würde gerne Mal die erworbenen fähigkeiten eines Buddhas interessieren.
Was ist alles möglich wie z.b. third eye vision...und so weiter?
Der Begriff für irgendwelche übersinnlichen Fähigkeiten ist "siddhi". Sie sind aber zur Befreiung nicht nötig sondern werden eher als so eine Nebenwirkung gesehen und es wird sogar als schädlich gesehen nach so etwas zu streben. In dem Wikipedia - Artikel gibt es eine Liste.
Einerseits macht es Sinn, dass sich durch Meditation die Wahrnehmung verschärft, und man Sachen hören, sehen, fühlen kann für die andere zu stumpf sind.
Anderes wie durch Mauern gehen, sich verfielfachen) hat etwas von Märchen oder Jahrmarkt. Etwas was man jemand zuschreibt weil.man ihn stark verehrt und als Übermemsch
sieht. Eine gefährliche Kategorie, weil man Übermenschen erlaubt sich auch ethisch über andere hinwegzusetzen.
ZitatAlles anzeigenVaccha, wenn du so antwortest: 'Der Mönch Gotama hat das dreifache wahre Wissen', dann wirst du sagen, was von mir gesagt worden ist, und mich nicht falsch darstellen, mit dem, was der Wahrheit widerspricht.
Denn so weit wie ich es wünsche, erinnere ich mich an meine vielfältigen früheren Leben, das heißt, an eine Geburt, zwei Geburten, drei Geburten,...
Und so weit ich es wünsche sehe ich mit dem Himmlischen Auge, das geläutert und dem menschlichen überlegen ist, die Wesen sterben und wiedererscheinen, niedrige und hohe, schöne und häßliche, in Glück und Elend und ich verstehe, wie die Wesen ihren Handlungen gemäß weiterwandern: .....
Und durch eigene Verwirklichung mit höherer Geisteskraft, trete ich hier und jetzt in die Herzensbefreiung, die Befreiung durch Weisheit, die mit der Vernichtung der Triebe triebfrei ist, ein und verweile darin.
Was ist mit den Geschichten das Yogis im Tibet früher von Berg zu Berg geflogen sind. Glaubt ihr daran?? Ich schon. Schon klar das bestimmte fähigkeiten für Buddhisten die das leid überwinden wollen nur Nebenwirkungen sind wie void auch schrieb, aber das ist doch schon wunderlich was alles möglich ist und das nur durch den Buddhas weg meine ich.
An einem Yogi kann man vieles bewundern: Entschlossenheit, Disziplin, Geduld, Demut. Ob er fliegt, oder klettert oder eher unbeholfen ist,ist aber doch eher wahlweise.
Letztendlich ist für den Buddhismus die Befreiung von Leid wichtig und alles andere sind "weltliche" Dinge. Ob diese erstaunlich sind ist doch nur eine Frage, was man so gewohnt ist.
Ganz vieles was wir heute so haben, wäre früher als Mirakel gesehen worden: Radio, Fernsehen, Video-Konferenzen, Ultraschall-Geräte,Internet denkende Maschinen, Impfungen, Flugzeuge, Drohnen, Wikipedia -man wäre aus dem Staunen nicht hinausgekommen.
Bei Levitation oder Hellsehen geht es uns auch so. Aber von den Harry Potter Filmen merkt man ja, wie schnell sich das Staunen abnutzt. Beim ersten Film findet man es noch bemerkenswert dass jemand mit einem Zauberstäbe das Licht anmacht, kocht oder was verwandelt und ab dem dritten Film ist man es gewöhnt - es passiert beiläufig wie unser Lichtschalter - der einem mittelalterlichen Menschen Anlass für Monate des Staunens wäre.
Es wäre schön Elon Musik hätte Geduld und Weisheit statt ein fliegendes Auto.
Was ist mit den Geschichten das Yogis im Tibet früher von Berg zu Berg geflogen sind. Glaubt ihr daran?? Ich schon.
Ich nehme an, dass es möglich ist.
Schon klar das bestimmte fähigkeiten für Buddhisten die das leid überwinden wollen nur Nebenwirkungen sind wie void auch schrieb, aber das ist doch schon wunderlich was alles möglich ist und das nur durch den Buddhas weg meine ich.
Ähnliche Berichte gibt es auch in anderen Kulturen und in Indien auch im Zusammenhang mit Yoga außerhalb des Buddhismus, wo solche Fähigkeiten Siddhis genannt werden.
Im Palikanon werden sie z.B. in M.6. aufgezählt mit einem allgemeinen Hinweis wie sie zu erlangen sind. Irgendwo steht, dass dazu die vierte Stufe der Vertiefung (jhana) nötig ist, ich weiß aber jetzt die Stelle nicht.
ZitatSollte ein Bhikkhu wünschen: 'Möge ich die verschiedenen Arten übernatürlicher Kräfte beherrschen...' dann soll er die die Sittlichkeit erfüllen, sich der inneren Herzensruhe widmen, die Meditation nicht vernachlässigen, Einsicht pflegen und in leeren Hütten wohnen. (M.6.)
Letztlich ist die übernatürliche Fähigkeit, bzw höhere Geisteskraft, auf die es im Buddhismus ankommt, die Triebversiegung und damit die endgültige Befreiung. Das gilt als überweltlich, die anderen Fähigkeiten als weltlich, indem sie nicht zur Befreiung führen. Daher haben sie im Grunde keine besonders große Bedeutung.
Darauf kann ich heute sagen das viele Menschen in Buddhas Umgebung, Buddha eingeschlossen, sich Welten erschaffen konnten im luziden Traum-Schlaf und da sind alle diese Fähigkeiten möglich. Der Versuch, im Wachzustand durch eine Wand zu gehen oder zu fliegen, kann tödlich enden. Auch dann zu glauben, dass die Prophezeiungen, die man erhalten hat, Wirklichkeit werden können, kann erhebliches Leiden verursachen.
Was ist alles möglich wie z.b. third eye vision
Third eye vision ist eine Umschreibung für die Prajna-Weisheit, die aus Samadhi kommt, also einem klaren, einfachen Bewusstsein, das über das gewöhnliche Alltagsbewusstseins hinausgeht.
Man kann es auch Hishiryo-Bewusstsein nennen, Rigpa oder wie auch immer.
Das funktioniert tatsächlich, das ist mir als junger Mann vor allem bei den Freitag-Abend-Sesshins meiner damaligen Zen-Gruppe aufgefallen. Ich habe die ganze Woche irgendein Problem mit mir herumgetragen, eine offene Frage, auf die ich mit dem logischen Verstand vergeblich eine Lösung gesucht habe.
Dann ist sagen wir in der zweiten halben Meditations-Stunde mein Geist so weit zur Ruhe gekommen, dass Gedanken und Emotionen weitgehend bis ganz verschwunden sind und einem klaren, wachen Bewusstsein Platz gemacht haben, das ich nicht mehr als Ich bezeichnen würde.
In diesem Bewusstsein haben sich meine persönlichen Wochen-Probleme wie ein Spuk aufgelöst und wurden als das erkannt, was sie waren: Selbst geschaffene illusionäre Geschichten, faszinierend, tragisch, aber ohne reale Substanz. Das war ungeheuer erleichternd.
Und bei wirklich konkreten Fragen - etwa nach dem was in einer aktuellen Situation zu tun ist - kam manchmal aus der Stille eine Antwort, aber nur gültig für die Situation im aktuellen Moment.
Ein Buddha besitzt das sechsfach überlegene Wissen (chalabhiññā); er hat die siebenunddreißig Glieder der Erleuchtung (bodhipakkhika dhamma) entwickelt; in ihm entwickeln sich Mitgefühl (karunā) und Einsicht (paññā) bis zu ihrer vollen Ausprägung; alle großen und kleinen Merkmale eines großen Mannes (mahāpurisa) erscheinen an seinem Körper; er besitzt die zehn Kräfte (dasa bala) und das vierfache Vertrauen (catu vesārajja); und er hat in der Vergangenheit über lange Zeit die zehn Vollkommenheiten (pāramitā) praktiziert.
Wenn man von Arahants spricht, werden diese Eigenschaften NIE gemeinsam erwähnt, obwohl ein bestimmter Arahant eine, zwei oder mehrere der mit dem Buddha diskutierten Eigenschaften haben kann (S.II.217, 222). Im Nidāna Samyutta (S.II.120-6) leugnete eine Gruppe von Bhikkhus, die ihren Erreichen des Arahant-Status verkündeten, als sie von ihren Kollegen danach gefragt wurden, dass sie die fünf Arten von Überwissen entwickelt hätten—nämlich psychische Kräfte (iddhi-vidhā), göttliches Ohr (dibba-sota), Kenntnis der Gedanken anderer (paracitta-vijānana), die Fähigkeit, sich an vergangene Geburten zu erinnern (pubbenivāsānussati) und Wissen über die Wiedergeburten anderer Menschen (cutū-papatti)—und erklärten, dass sie den Arahant-Status durch die Entwicklung von Weisheit (paññā-vimutti) erreicht hätten.
Arahat
Die sechs Arten höherer Erkenntnisse (chalabhiññā) sind:
"Höhere Mächte" (iddhi-vidhā), wie das Gehen auf Wasser und durch Wände;
"Göttliches Ohr" (Dibba-sota), also Hellhörer,;
"Geistdurchdringendes Wissen" (ceto-pariya-ñāṇa), also Telepathie;
"Erinnere dich an seine früheren Behausungen" (pubbe-nivāsanussati), kausale Erinnerung, also das Erinnern an die eigenen früheren Leben;
"Göttliches Auge" (dibba-cakkhu), das heißt, die karmischen Ziele anderer zu kennen; und,
"Auslöschung der geistigen Rauschmittel" (āsavakkhaya), worauf die Arahantschaft folgt. [7]
Das Erreichen dieser sechs höheren Mächte wird in einer Reihe von Vorträgen erwähnt, darunter der "Früchte des kontemplativen Lebensdiskurses" (Samaññaphala Sutta, DN 2). [8] Das Erreichen der vier Jhāna gilt als Voraussetzung für das Erreichen der höheren Mächte. [5] Der sechste Typ ist das ultimative Ziel des Buddhismus, nämlich das Ende allen Leidens und die Zerstörung aller Unwissenheit. [9]
Obwohl solche Kräfte als Hinweis auf spirituellen Fortschritt angesehen werden, sollte laut Buddha das Ausüben oder die Ausstellung der Abhiññās vermieden werden, da sie vom ultimativen Ziel der Erleuchtung ablenken können. [4][9]
Ebenso sind die drei Erkenntnisse oder Weisheiten (tevijjā oder tivijjā):
"Erinnere dich an seine früheren Behausungen" (pubbe-nivāsanussati);
"Göttliches Auge" (dibba-cakkhu); und,
"Aussterben der geistigen Rauschmittel" (āsavakkhaya).
Die 37 'Zur Erleuchtung gehörenden Dinge', umfassen die gesamte Lehre des Buddhismus; es sind:
die 4 Grundlagen der Achtsamkeit (siehe satipatthāna)
die 4 rechten Anstrengungen (samma-ppadhāna, siehe padhāna),
die 4 Machtfährten (siehe iddhi-pāda),
die 5 geistigen Fähigkeiten (indriya; siehe bala),
die 5 geistigen Kräfte (siehe bala),
die 7 Erleuchtungsglieder (siehe bojjhanga),
der 8fache Pfad (siehe magga).
32 Merkmale eines Buddhas
32 Hauptmerkmale – Glossar des Buddhismus
‘Mit 10 Kräften Ausgestattete', ist eine Bezeichnung für den Buddha. Hierüber heißt es (M.12, M.17. u. A.X.21):
»Da, ihr Mönche,
erkennt der Vollendete das Mögliche als möglich, das Unmögliche als unmöglich . . .
erkennt von den vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Taten das Ergebnis . . .
erkennt den alle zum Heile führenden Pfad der Wirklichkeit gemäß . . .
erkennt die aus den vielen, verschiedenartigen Elementen bestehende Welt der Wirklichkeit gemäß . . .
erkennt der Wesen verschiedenartige Neigungen . . .
erkennt der anderen Wesen und Geschöpfe höheren oder niederen Fähigkeitszustand . . .
erkennt bei den Vertiefungen, den Befreiungen, der Sammlung und den Erreichungszuständen das Getrübtsein, die Lauterkeit und das Sicherheben daraus . . .
erinnert sich mancher früherer Daseinsform . . .
erkennt mit dem Himmlischen Auge . . . wie die Wesen abscheiden . . . und ihren Taten entsprechend wiedererscheinen . . .
hat durch Versiegung der Triebe die triebfreie Gemütserlösung und Wissenserlösung . . . sich zu eigen gemacht.«
Vesārajja ("Selbstvertrauen") [oder Vesārajjañāṇa] eines Buddha ist vierfach. Er ist zuversichtlich:
eine vollkommene Erleuchtung erreicht zu haben, von der nicht gesagt werden kann, dass sie etwas Wesentliches auslässt;
alle Zweifel (Āsava) vernichtet zu haben, sodass keiner übrig bleibt, der von ihm unzerstört werden kann;
dass das, was er als Hindernisse für die Befreiung bezeichnete, unbestreitbar solche sind;
dass seine Lehre ihren Zweck erfüllt, tatsächlich zur endgültigen Befreiung vom Leiden zu führen.
Vesarajja, Vesārajja: 4 definitions
Die 10 'Vollkommenheiten'.
Dies sind die zur Erreichung der Buddhaschaft erforderlichen 10 Vollkommenheiten, die 10 Minderen Vollkommenheiten und die 10 Höchsten Vollkommenheiten mit Hinsicht auf:
Freigebigkeit, Sittlichkeit, Entsagung, Wissen,
Willenskraft, Nachsicht, Wahrhaftigkeit, Entschluß, Güte, Gleichmut.
In Vis. IX. wird gesagt, daß man durch Entfaltung der 4 Göttlichen Verweilungszustände (Güte, Mitleid, Mitfreude, Gleichmut) die 10 Vollkommenheiten erreicht.
»Weil nämlich die Großen Wesen (mahāsatta, ein auch in den Mahāyāna-Schriften häufig vorkommendes Synonym von bodhisatta 'Erleuchtungswesen', d.i. zur Buddhaschaft bestimmte Wesen) auf der Wesen Wohl bedacht sind, der Wesen Leiden nicht dulden, für die besonderen Glückszustände der Wesen - da sie keiner besonderen Seite zuneigen - gleiche Gesinnung zeigen, darum geben sie allen Wesen zu ihrer Beglückung
'Gaben' (dāna), ohne zu prüfen, ob diese oder jene der Gaben würdig sind oder nicht. Indem sie es vermeiden, die Wesen zu verletzen, befolgen sie die
'Sittlichkeit' (sīla). Um die Sittlichkeit zur Vollendung zu bringen, üben sie
'Entsagung' (nekkhamma). Um hinsichtlich dessen, was für die Wesen heilsam und unheilsam ist, die Unverblendung zu erreichen, läutern sie ihr
'Wissen' (paññā). Dem Heile und Wohle der Wesen zuliebe strengen sie beständig ihre
'Willenskraft' (viriya) an. Haben sie aber durch höchste Willenskraft selbst die Heldenhaftigkeit erreicht, so sind sie dennoch voll
'Nachsicht' (khanti) gegen die vielartigen Verfehlungen der Wesen. Ein gegebenes Versprechen, etwas zu geben oder zu tun, brechen sie nicht
'Wahrhaftigkeit' (sacca). Mit unerschütterlichem
'Entschlusse' (adhitthana) wirken sie zum Heile und Wohle der Wesen. Mit unerschütterlicher
'Güte' (mettā) dienen sie ihnen in hingebender Weise. In ihrem
'Gleichmute' (upekkhā) erwarten sie keine Gegendienste.«
Was ist mit den Geschichten das Yogis im Tibet früher von Berg zu Berg geflogen sind. Glaubt ihr daran?? Ich schon. Schon klar das bestimmte fähigkeiten für Buddhisten die das leid überwinden wollen nur Nebenwirkungen sind wie void auch schrieb, aber das ist doch schon wunderlich was alles möglich ist und das nur durch den Buddhas weg meine ich.
Im Tibetischen Buddhismus oder besser Vajrayana werden verschiedene Methoden und Techniken gelehrt, die in den anderen buddhistischen Traditionen wie Theravada und Mahayana, nicht offensichtlich sondern nur im geheimen und in mündlicher Überlieferung gelehrt werden. Ähnliche Methoden finden sich aber auch in anderen spirituellen Traditionen Indiens (Hatha und Kundalini Yoga, Jainismus, Shaiva Tantra, Kaula Tantra, Advaita Vedanta, , Nada Brahman, Surat Shabd Yoga, Sant Mat Sikkhismus) oder Asiens (Taoismus, Zoroastra, Tibet Bön, Japan Shugendo) , teilweise auch im mystischen gnostischen Christentum und im islamischen Sufismus. In diesen Lehren wird davon ausgegangen, dass wir neben dem grobstofflichen Körper noch einen feinstofflichen Mentalkörper und einen Licht und Klangkörper haben und das unser ursprüngliches Wesen Licht und Klar ist. Ausserdem befinden sich in diesem Körpern verschiedene Formen von Energien (Prana, Ojas, Tejas) und Winden (Vaju).
Durch Anwendung von Visualisierungen, Körperübungen, Atemtechniken und Rezitationen kann man nun diese Energien und Winde beeinflussen, lenken und kontrollieren und so verschiedene Fähigkeiten und Kenntnisse entwickeln und teilweise die Aussenwelt und andere Lebewesen beeinflussen. Durch die Abgeschiedenheit des Himalayas konnten sich die Yogis und Mönche und Nonnen auf die Entwicklung dieser Lehren, Methoden und Fähigkeiten konzentrieren und haben bestimmte Verwirklichungen erreicht. Neben den im Buddhismus bekannten Siddhis gibt es in den anderen Traditionen noch weitere besondere Fähigkeiten, die man erlangen kann. Generell sind viele dieser Fähigkeiten aber auch nur symbolisch zu verstehen und nicht wortwörtlich. Die Texte und Methoden wurden früher in einer codierten Zwielichtsprache (Twilight Language) oder Geheimsprache namens sāṃdhyābhāṣā verfasst und viele der darin enthaltenen Inhalte können nur richtig verstanden werden, wenn man einen geeigneten Lehrer hat, der die Texte dekodieren kann.
Ashta Siddhi
Die Ashta Siddhi (8 Maha - Siddhis) werden im Ganesha Purana aufgezählt:
1. ANIMA – Den Körper auf die Größe eines Atoms verkleinern
2. MAHIMA – Den Körper beliebig vergrößern[1]
3. GARIMA – Unbegrentzt schwer werden.
4. LAGHIMA – Fast gewichtslos zu werden
5. PRAPTIKA – Unbegrenzten Zugang zu allen Orten zu haben.
6. PRAKAMYA –Realisierung dessen was man begehrt.
7. ISITVA – Besitzen absoluter Herrschaft
8. VASITVA – Die Macht alles zu unterwerfen
Ein Meister hat aber nicht beliebige Wünsche, da er ein göttliches Wesen ist.
5 Siddhis
Nach dem Bhagavata Purana, Conto 11[2][3] gibt es 5 Siddhis, die aber eher als Zeitverschwendung angesehen werden :
tri-kāla-jñatvam: Wissen über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
advandvam: Resistenz gegenüber Hitze, Kälte und anderen Gegensätzen
para citta ādi abhijñatā: Kenntnis über den Geist von anderen
agni arka ambu viṣa ādīnām pratiṣṭambhaḥ: Beinflussung von Feuer, Sonne, Wasser, Gift, etc.
aparājayah: Unbesiegbarkeit (etwas undefinierte Siddhi - nur Sadashiva ist unbesiegbar...)
Zehn sekundäre Siddhis
10 sekundäre Siddhis [4] ( Bhagavata Purana ) sind :
anūrmi-mattvam: Von Hunger, Durst und anderen körperlichen Störungen ungestört
dūra-śravaṇa: Weit entfernte Dinge hören
dūra-darśanam: Weit entfernte Dinge sehen
manaḥ-javah: Den Körper an beliebige Orte zu bewegen (Teleportation)
kāma-rūpam: Jede gewünschte Form annehmen
para-kāya praveśanam: In den Körper anderer einzudringen
sva-chanda mṛtyuh: Zu sterben wann man will
devānām saha krīḍā anudarśanam: Beobachten und teilnehmen am Zeitvertreib der Götter
yathā sańkalpa saḿsiddhiḥ: Vollkommene Ausführung der eigenen Bestimmung
ājñā apratihatā gatiḥ: Ungehinderte Befehle oder Aufträge[5]
Charaka Samhita
Die ayurvedische Charaka-Samhita spricht in Buch 4 (Śārīra sthāna, 1.140-1.141) ebenfallls von 8 Siddhis.
8 Siddhis nach Kapila
Die 8 Siddhis nach Kapilas Tattvasamasa sind in Vers 51 der Samkhyakarika[6] erklärt :
Uuha: Auf der Basis der samskaras vorheriger Geburten - das Erlangen von Wissen über die 24 Tattvas erworben durch Untersuchen der bestimmbaren und der unbestimmbaren bewußten und die nicht bewußten Bestandteile der Schöpfung
Shabad: Wissen durch den Umgang mit einer erleuchteten Person (Guru – upadesh),
Addhyyan: Wissen erlangt durch das Studium der Veden und anderer ergänzenden Standardtexte
Suhritprapti: Erkenntnisse erlangt von einer gutherzigen Person die in der Verbreitung von Wissen engagiert ist
Daan: Wissen erlangt unabhängig von den eigenen Bedürfnissen während der Teilnahme an der Erfordernissen derer die die höchste Wahrheit suchen
Aadhyaatmik dukkh-haan: Freiheit von Schmerz, Enttäuschung usw. bedingt durch den Magel an spirituellem, metaphysischem, mystischen Wissen und Erfahrung
Aadhidaivik dukkh-haan: Freiheit von Schmerz etc.
https://www.spiritwiki.org/index.php?title=Ashta_Siddhi
Erinnert mich an die Yogis die sich lebendig begraben lassen und wieder aufstehen:
Ja, in der Geschichte des Yoga und der modernen Wissenschaft gibt es dokumentierte Fälle, in denen Yogis mehrere Tage lang lebendig begraben verweilten und überlebten. Aus medizinischer Sicht grenzt dies an ein Wunder, doch physiologisch lässt es sich durch extreme mentale Kontrolle und einen Zustand erklären, der dem Winterschlaf von Tieren ähnelt.
In der yogischen Tradition wird dieses Phänomen als Sanjeevan Samadhi oder Jeeva Samadhi bezeichnet. Dabei versetzt sich der Yogi in eine so tiefe Meditation, dass der Stoffwechsel fast vollständig zum Erliegen kommt. [1, 2, 3]
Wissenschaftliche Untersuchungen und bekannte Fälle
Mehrere dieser Fälle wurden unter kontrollierten Bedingungen von Medizinern und Wissenschaftlern untersucht:
Wie funktioniert das medizinisch?
Ein normaler Mensch würde in einem vergrabenen Sarg innerhalb weniger Stunden an Sauerstoffmangel oder einer Kohlendioxidvergiftung sterben. Yogis erreichen das Überleben durch folgende Mechanismen: [1]
Wichtiger Hinweis: Ohne jahrzehntelange, extreme yogische Schulung ist ein solcher Versuch absolut tödlich. In der Vergangenheit endeten unvorbereitete Nachahmungsversuche oder Laien-Mutproben in Särgen regelmäßig mit dem Erstickungstod. [1]
Im Tibetischen Buddhismus, Vajrayana, werden eher andere Methoden und Lehren verwendet, wie die mittlerweile bekannten 6 Yogas von Naropa, 6 Yogas von Niguma und Sukhasiddhi, usw. die u.a. folgende Methoden beinhalten:
1. Tummo, das Yoga des Inneren Feuers (tibetisch གཏུམོ་, Wylie-Transliteration gTum mo, sanskrit चण्ड, IAST-Transliteration caṇḍa bzw. caṇḍalī, chinesisch 靈熱)
2. Gyulü, das Yoga des Illusionskörpers (tibetisch སྒྱུ་ལུས་, Wylie-Transliteration sGyu lus, sanskrit māyākāya bzw. mahādeha ('maha-adeha'), chinesisch 幻觀)
3. Milam, das Yoga der Bewusstseinsmitnahme (tibetisch རྨི་ལམ་, Wylie-Transliteration rMi lam, sanskrit svapnadarśana, chinesisch 夢觀)
4. Ösel, das Yoga des Klaren Lichtes (tibetisch འོད་གསལ་, Wylie-Transliteration ’od gSal, sanskrit ābhāsvara, chinesisch 光明 bzw. 淨光)
5. Bardo, das Yoga des Zwischenzustandes (tibetisch བར་དོ་, Wylie-Transliteration bar do, sanskrit अन्तर्भाव, IAST-Transliteration antarabhāva, chinesisch 中有)
6. Phowa, das Yoga der Bewusstseinsübertragung (tibetisch འཕོ་བ་, Wylie-Transliteration ’pho ba, sanskrit saṃkrānti, chinesisch 遷識)
7. Das Yoga der Bewusstseinsprojektion, eine aus Phowa, Ösel und Gyulü zusammengesetzte, geheime Technik, bei der der eigene Bewusstseinsstrom in einen fremden Körper hineinprojiziert wird.
8. Das sogenannte Siebente Yoga (tib. Trong-dschuk, welches als eine Variation von Phowa den Meditierenden in die Lage versetzt, das eigene Bewusstsein in einen sterbenden oder bereits toten Körper zu transferieren. Diese Praxis ist, soweit bekannt, in Tibet nicht erhalten geblieben.
9. Das Yoga des Siegels der Liebe (tibetisch ལས་ཀྱི་ཕྱག་རྒྱ་, Wylie-Transliteration las kyi phyag rgya, sanskrit karmamudrā) ist eine weiterführende Technik des Tantra-Yoga, bei der unter Einbeziehung eines ebenbürtigen (Sexual-)Partners die Tummo-Technik verfeinert und vertieft wird.
10. Nāropa selbst benennt in den Vajra-Versen der Geheimen Tradition die Praxis des Yogas der Selbstbefreiung von der Dualität.
Marpa Lotsawa, einer der wichtigsten Überlieferer dieser Methoden nennt in seinen Texten aber 15 verschiedene Yogamethoden:
https://www.dharmawheel.net/viewtopic.php?t=48400
Daneben gibt es noch weitere Methoden, wie die Tukdam Meditaion, bei der das Bewusstsein im Sterbeprozess noch längere Zeit im Herzbereich "gehalten" wird und der Sterbeprozess dadurch verlangsamt wird, die auch schon wissenschaftlich untersucht wurde,
Daneben gibt es noch etliche Methoden, die noch nicht so bekannt sind wie zB. die Praxis des Chülen, bcud len (Wyl) (sanskrit Rasayana), die auch teilweise im indischen Ayurveda Medizin bekannt ist, aber nicht in der Form wie in Tibet. Das Wort bedeutet das Extrahieren der Essenz 'rasa' aus essbaren, nicht essbaren, belebten und unbelebten Objekten und Substanzen. Die Funktion der Rasayana-Praktiken besteht darin, den physischen Körper mit ergänzten oder ausschließlich auf Substanzen basierenden Mitteln zu erhalten, den Körper und Geist zu stärken oder die spirituelle Entwicklung und/oder bestimmte Fähigkeiten zu beschleunigen.
Es gibt viele verschiedene Techniken, die in der Rasayana-Praxis verwendet werden. Allein die Visualisierung auf eine Meditationsgottheit, Venen und Ströme oder ein Element wie Luft, Wasser oder Feuer kann angewendet werden. Rohstoffe wie Steine, verschiedene Bodentypen oder Wasser können eingesetzt werden. Auch eine Kombination aus organischen und anorganischen physischen Elementen kann verwendet werden. Manchmal werden komplexe Formeln zu kleinen runden Pillen zusammengestellt und vorbereitet. Die frühesten Hinweise auf Rasayana-Praktiken finden sich in den Sanskrit-Tantra-Texten und Kommentaren.
Einige Rasayana Praktiken werden auch zur Erhaltung der normalen Gesundheit angwendet.
In den Lehren des Kalachakra Tantra, Guyagarbha Tantra, Chakrasamvara Tantra usw. und in den Dzogchen Lehren des Bön und Buddhismus gibt es noch weitere Methoden um energetische Prozesse im Körper und Geist zu entwickeln und dadurch bestimmte Fähigkeiten und Kenntnisse zu entwickeln. Dies erfordert aber meist lange Jahre der Vorbereitung und Zurückziehung in einem Einzelretreat von 3 oder mehr Jahren. Einige Yogis haben auch 20 oder mehr Jahre im Einzelretreat verbracht oder leben in abgeschiedenen Gegenden, wie die Nonnen von Gebchak.
In den Theravada Lehren gibt es aber auch spezielle Methoden um bestimmte Fähigkeiten zu erlangen, wie zB. die Kasina Meditaionen aus den Kommentaren Visuddhimagga und Vimuttimagga, wodurch die bekannte Lehrerin Dipa Ma gewisse Fähigkeiten erlangt hat oder Ajahn Maha Bua mit seiner Buddha-Meditaion und Rezitaion, die aus den Lehren des Boran Kammatthana stammt,
Niemand hat Dipa Ma je fliegen oder durch Wände gehen gesehen.
Im Rahmen der Besprechung von DN2 merkte Leigh Brasington einmal an, dass er parallelen sieht zwischen Siddi-Kräften und den Beschreibungen von Lucid dreaming, und dass auch übernatürliche Fähigkeiten in DN2 als Klartraum-Erlebnisse interpretiert werden könnten. Ich kann mir sehr gut vorstellen dass bestimmte Meditationspraxen zu Klartraum-Erlebnissen führen können.
Das intensiv Yoga-übende interessante körperliche Fähigkeiten haben, wundert mich nicht, genauso wie mich nicht wundert dass Akrobaten erstaunliche körperliche Leistungen vollbringen. Das ist nicht übernatürlich aber sicherlich außergewöhnlich, mit beharrlicher Übung zu erklären.
Die verbleibende Frage ist, ob es bewundernswert ist, oder erstrebenswert ist solche Fähigkeiten zu entwickeln. Oder auch: ist es eine gute Motivation um z.B. mit einer Meditationspraxis zu beginnen.
Am Ende lenkt es einfach ab, von Märchenhaften Zauberkräften zu träumen, wenn die wahren Wunder im Alltag an jeder Ecke warten.
Niemand hat Dipa Ma je fliegen oder durch Wände gehen gesehen.
Im Rahmen der Besprechung von DN2 merkte Leigh Brasington einmal an, dass er parallelen sieht zwischen Siddi-Kräften und den Beschreibungen von Lucid dreaming, und dass auch übernatürliche Fähigkeiten in DN2 als Klartraum-Erlebnisse interpretiert werden könnten. Ich kann mir sehr gut vorstellen dass bestimmte Meditationspraxen zu Klartraum-Erlebnissen führen können.
Das intensiv Yoga-übende interessante körperliche Fähigkeiten haben, wundert mich nicht, genauso wie mich nicht wundert dass Akrobaten erstaunliche körperliche Leistungen vollbringen. Das ist nicht übernatürlich aber sicherlich außergewöhnlich, mit beharrlicher Übung zu erklären.
Die verbleibende Frage ist, ob es bewundernswert ist, oder erstrebenswert ist solche Fähigkeiten zu entwickeln. Oder auch: ist es eine gute Motivation um z.B. mit einer Meditationspraxis zu beginnen.
Am Ende lenkt es einfach ab, von Märchenhaften Zauberkräften zu träumen, wenn die wahren Wunder im Alltag an jeder Ecke warten.
Qualia deinen kommentar hatte ich übersehen. insofern unabhängige gedanken
Qualia deinen kommentar hatte ich übersehen. insofern unabhängige gedanken
Zuerst unabhängige Gedanken, dann versuchen, zu beweisen, dass die Gedanken an besondere Fähigkeiten in die Tat umzusetzen sind, nach Jahren der Anwendung erkennen, das sind alles Fata Morgana, aufgeben der Gedanken und zu unabhängigen Gedanken ohne Verlangen nach Taten zurück.
Der gesamte Prozess fand fast ohne die Ergebnisse auf andere anzuwenden statt. Die Anwendung allerdings bewies mir die Fata Morgana. Die Persönlichkeit, die ein Magier geworden ist, ging in den Fundus, kann ich spielen, ohne es zu sein.
alle großen und kleinen Merkmale eines großen Mannes (mahāpurisa) erscheinen an seinem Körper;
Das glaubt jemand von uns wirklich?
(...)
on his soles are marks of wheels with spokes, felloes and hubs;
(...)
his legs like an antelope's;
standing, he can touch his knees without bending;
(...)
each hair is straight, blue black and at the top curls to the right;
(...)
has forty teeth;
(...)
his tongue is long;
(...)
his eyes intensely black;
Das könnte ja ziemliche Probleme mit dem biometrischen Pass geben, nach dem Erwachen.
Nicht, dass ich mich nicht freuen würde, wenn ich nach dem Erwachen wieder alle Zähne und noch mehr hätte, und wieder schwarze Haare hätte, und meine Knie wieder funktionieren würden. Allerdings müssten meine Arme um mindestens 15 cm wachsen, weil mein Gorillafaktor kleiner als 1 ist.
Für Leute mit blonden Haaren könnte das mit der Haarfarbe ein ziemlicher Schock sein.
Vielleicht sollte die Menschen, die hier posten, mal unterschieden, was sie aus religiösen Texten zitieren, und was davon sie wenigstens theoretisch für möglich halten.
Liebe Grüße,
Aravind.
Wenn ich schon rummeckere, dann wenigstens:
Was halte ich essentiell für einen Erwachten/eine Erwachte?
Das ergibt sich für mich mehr oder weniger für mich aus den Vier Edlen Wahrheiten:
Anhaftung ist überwunden. Es wird kein neues Karma mehr erzeugt. Dhukka entsteht nur noch aus bestehendem Karma. Das bestehende Karma wird Stück für Stück aufgelöst (Visuddhimagga).
Liebe Grüße,
Aravind.
Niemand hat Dipa Ma je fliegen oder durch Wände gehen gesehen.
Im Rahmen der Besprechung von DN2 merkte Leigh Brasington einmal an, dass er parallelen sieht zwischen Siddi-Kräften und den Beschreibungen von Lucid dreaming, und dass auch übernatürliche Fähigkeiten in DN2 als Klartraum-Erlebnisse interpretiert werden könnten. Ich kann mir sehr gut vorstellen dass bestimmte Meditationspraxen zu Klartraum-Erlebnissen führen können.
Das intensiv Yoga-übende interessante körperliche Fähigkeiten haben, wundert mich nicht, genauso wie mich nicht wundert dass Akrobaten erstaunliche körperliche Leistungen vollbringen. Das ist nicht übernatürlich aber sicherlich außergewöhnlich, mit beharrlicher Übung zu erklären.
Die verbleibende Frage ist, ob es bewundernswert ist, oder erstrebenswert ist solche Fähigkeiten zu entwickeln. Oder auch: ist es eine gute Motivation um z.B. mit einer Meditationspraxis zu beginnen.
Am Ende lenkt es einfach ab, von Märchenhaften Zauberkräften zu träumen, wenn die wahren Wunder im Alltag an jeder Ecke warten.
Ich habe in meinen Ausführungen nie behauptet, dass Dipa Ma diese Fähigkeiten hätte oder von sich dies behauptet hat, die Fähigkeiten zu besitzen. Nach den Beschreibungen von Menschen die persönlich Kontakt zu ihr hatten, hatte sie aber eine ungewöhnliche "Ausstrahlung" von Liebe, Zuneigung, Geduld, usw. und anderen Pāramitā Vollkommenheiten, die zB. andere Vollzeit-Mönche in so kurzer Zeit nicht erreichen konnten, was für mich auch ein Zeichen ist, dass die Anleitungen aus den Texten wie Visuddhimagga und Vimuttimagga eine Wirkung haben und dass Dipa Ma einige Fessel in dieser Existenz ablegen konnte und eine Stufe des Stromeintritts erreicht hat.
Ich habe auch darauf hingewiesen, dass die Siddhis nicht immer wortwörtlich zu verstehen sind, sondern auch symbolisch und auf einer anderen Ebene der Wirklichkeit. Siddhis wie Fliegen und durch Wände gehen usw. passieren selten oder gar nicht auf der Ebene des grobstofflichen Körpers, sondern wenn dann meist auf der Ebene des Manomaya Kaya, des Geistgeschaffenen Körpers, oder noch auf subtileren Ebenen oder auf Traumebene. Generell sind aber alle Siddhis und andere Fähigkeiten nicht übernatürlich, sondern nur aussergewöhnlich, da nicht jeder Mensch oder Lebewesen sie von Geburt an besitzt, aber viele sie durch Übung und Anwendung der entsprechenden Methoden erreichen können. Sie sind aber Teil unserer Natur und unseres Potential und deshalb natürlich. Etwas übernatürliches oder unnatürliches existiert nicht, und dies gilt es auch zu erkennen auf dem Weg zum Erwachen.
Wie du generell diese Methoden und Fähigkeiten bewertest und betrachtest liegt auch ganz bei dir und kein Buddha, Yogi oder Lehrer(in) wird von dir so etwas verlangen und ein authentischer Yogi und Lehrer(in) ist es auch nicht wichtig ob du ihn bewunderst oder nicht und dies ist auch nicht das Ziel dieser Praxis und Lehren, sondern das erreichen dieser Methoden und Fähigkeiten ist ein Zeichen und Bestätigung für die Richtigkeit und Authentizität der entsprechenden Lehren und ein Zeichen, dass man sich immer mehr der absoluten Realität und Wirklichkeit annähert und auf dem richtigen Weg zum Nirvana, dem verlöschen von Gier, Neid, Missgunst, Anhaftung, Abneigung, Eifersucht, Ignoranz usw. ist und sich mit dem Absoluten wieder vereinen kann, bzw. erkennt dass man niemals davon getrennt war und immer ein Teil davon gewesen ist genauso wie auch die anderen Millionen von Wesen um dich herum. Wenn du allerdings diese Fähigkeiten und Fertigkeiten ablehnst und negativ bewertest, so lehnst du auch einen Teil deines eigenen Potentials und ursprünglichen Geistes, Wesens und Natur ab, und wirst es niemals erreichen, denn dazu gehört alles ohne Anhaftung, Ablehnung und Ignoranz anzunehmen.
Ich glaube durchaus das es Fähigkeiten gibt die wir uns nicht vorstellen können. Das menschliche Gehirn ist ja schon zu Dingen fähig die wirklich außergewöhnlich und teilweise nicht mehr nachvollziehbar sind.
Ich habe über die Nachweise des Yogis der 8 Tage vergraben unter der Erde überlebt hat nachgedacht.
Ich kann mir das ehrlich gesagt nicht vorstellen, da ja bei einem ungeübten Menschen schon nach 3-5 Minuten die Bewusstlosigkeit eintritt.
Aber egal. Sagen wir es ist möglich.
Welchen Sinn hat dieses Prozedere ?
Der Welt beweisen was alles möglich ist ?
Die Sinnfrage beschäftigt mich schon sehr lange.
Bin immer wieder überrascht wie Menschen in einem reichen Land wie Deutschland am Ende Ihres Lebens oft keine andere Antwort auf ein erfolgreiches Leben finden und Erfolg definieren mit , wie wieviel Geld man in seinem Leben verdient hat.
Das ist die materielle Seite.
Diese übernatürlichen Fähigkeiten zur Schau stellen ähnlich wie im Zirkus ist für mich leider ähnlich Sinn befreit.
Ein Yogi oder Buddha der aussergewöhnliche Fähigkeiten erlangt hat, sollte besser Wege gefunden haben Gutes zu tun, wie diese sinnlosen Taten.
Zeigen oder gar Beweisen von Fähigkeiten ist nur Selbstbestätigung und Selbstbestätigung ist ein guter Weg zum Stolz und Stolz ist der beste Weg sich vollkommen zu binden.