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Bedeutung

  • Werner Stepan
  • 8. September 2026 um 12:24
  • Zum letzten Beitrag
  • nobleperegrine69
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    • 15. September 2026 um 07:11
    • #51
    Werner Stepan:

    Wenn sich alles " Leerheit/Fülle " auflöst...


    „Ich bin und weiß nicht wer, ich komm’ und weiß nicht woher, ich geh’ und weiß nicht wohin – mich wundert, dass ich so fröhlich bin!“

    MfG Werner

    Der Spruch hat was 😄 Nach so viel Leerheit, Fülle und Bedeutung bringt er die Sache irgendwie wieder angenehm auf den Boden. Vielleicht muss man am Ende auch nicht auf jede Frage eine endgültige Antwort haben. Wenn man trotz all der offenen Fragen noch fröhlich sein kann, ist ja schon einiges gewonnen.

  • JoJu91
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    • 15. September 2026 um 07:26
    • #52
    Hue32:

    Mich interessiert besonders die Frage, ob man sagen kann: Alles geht ineinander über, alles entsteht aus Bedingungen, die sich gegenseitig bedingen – und gerade deshalb entsteht kein übergeordnetes Wesen und kein inhärentes, aus sich selbst bestehendes Selbst.

    "Alles geht ineinander über, alles entsteht aus Bedingungen, die sich gegenseitig bedingen"


    Das ist eine Beschreibung der Welt der Maya, der Illusion, die (s)khanda-Welt, durchaus real, aber nicht die Wirklichkeit.

    Den Schöpfer dieser illusionären Welt zu erkennen, ist die Aufgabe, ohne einen durch Meditation "geläuterten" klaren Geist aus meiner Sicht so gut wie unmöglich.


    "Ich habe Dich erkannt, Baumeister dieses Hauses ["dieser illusionären Welt]"

    war so oder ähnlich angeblich der erste Satz des Buddha nach seiner Erleuchtung.


    Der den Baumeister erkennt, steht ausserhalb der Welt der Maya und ist nicht das Ich.


    :mediw::medim:

  • JoJu91
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    • 15. September 2026 um 07:30
    • #53

    Das wahrscheinlich intellektuell perfekteste Werk der Philosophie hat Spinoza mit seiner "Ethik" geschaffen, ausgehend von einer kleinen Anzahl Axiomen entwickelt er eine brilliante Theorie der Welt des menschlichen Alltagsbewusstseins, in präziser lateinischer Sprache.


    "Das, was alles enthält und in nichts enthalten ist ausser in sich selbst ... "

  • JoJu91
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    • 15. September 2026 um 07:42
    • #54
    void:

    Buddha geht mit seiner Anatman Lehre drüber hinaus.


    Wenn man die Mahayana Sutren mit den Lehren der Upanischaden gleichsetzt, dann kann das ja zweierlei bedeuten:
    Der Buddhismus ist einfach nur einfach alter Wein in neuen Schläuchen ist. Im Grunde war es unnötig dass der Buddhismus entstand, wenn ja schon die Upanischaden das Gleiche aussagen.
    Es gibt im Mahayana eine Gefahr aus Leerheit ein "Ganzes" zu machen, es droht ein Rückfall hinter Anatta.

    Buddha legt mit seiner Anatman Lehre einen anderen Schwerpunkt, eine andere Methode um zur Quelle allen Seins zu gelangen.


    Der direkte Weg, der auch im Shikantaza-Zen oder in der Mahamudra- oder Dzogchen-Meditation gegangen wird, ist nicht diskursiv, arbeitet also nicht mit Begriffen, Worten und Sätzen, sondern befreit in tiefer Meditation "Brahman von seinen Hüllen", geht direkt in die "Lücke zwischen den Gedanken".


    Der indirekte Anatman Weg, ähnlich dem Koan-Zen, bringt den denkenden Geist durch immer tiefere Analysen der (Nicht-)Existenz der "Welt" an einen Punkt, an dem er irgendwann die Waffen streckt und kapituliert, wodurch eine wache Lücke zwischen den Gedanken entsteht, in der - hoffentlich - die Quelle allen Seins erkannt wird. Der Weg für analytische, mathematische Geister, Grübler, Denker.

  • Hue32
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    • 15. September 2026 um 08:13
    • #55

    JoJu91

    Ich glaube, hier vermischst du ziemlich unterschiedliche philosophische Systeme und nennst das anschließend buddhistische Erkenntnis.

    Du schreibst von einer „illusionären Welt“, von einem „Schöpfer dieser Welt“ und schließlich von einer „Quelle allen Seins“, die durch Meditation erkannt werden soll. Genau an diesem Punkt wird es aus buddhistischer Sicht problematisch.

    Der Buddha lehrt gerade nicht, dass hinter der bedingten Welt irgendwo ein metaphysischer Schöpfer oder eine „Quelle allen Seins“ als letzte Wirklichkeit gefunden werden müsse. Und schon gar nicht ist Erwachen die Entdeckung eines verborgenen Wesens, das „hinter“ der Welt steht.

    Deine Formulierung „Der den Baumeister erkennt, steht außerhalb der Welt der Maya und ist nicht das Ich“ klingt zunächst buddhistisch, führt aber durch die Hintertür genau das wieder ein, was Anattā eigentlich untergräbt: einen besonderen Erkennenden, der sich letztlich außerhalb der bedingten Wirklichkeit befindet.

    Auch deine Gleichsetzung von Anattā mit einem Weg, der irgendwann zur „Quelle allen Seins“ führt, halte ich für höchst fragwürdig. Anattā bedeutet nicht: „Das persönliche Ich ist falsch, aber dahinter existiert ein größeres metaphysisches Selbst.“ Genau diese Interpretation wäre gerade kein besonders konsequentes Anattā.

    Und auch „Leerheit“ sollte man nicht einfach in ein kosmisches Ganzes verwandeln. Das hast du selbst unmittelbar vorher völlig richtig erkannt – nur scheint mir, dass du anschließend mit „Quelle allen Seins“ und „Schöpfer“ genau diese Tür wieder öffnest.

    Man kann natürlich Spinoza, Upanishaden, Vedānta, Mahāmudrā, Dzogchen, Zen und Buddhismus miteinander ins Gespräch bringen. Aber man sollte dann sauber unterscheiden, was jeweils die eigene Lehre ist.

    Sonst entsteht eine Art metaphysischer Mischmasch, bei dem buddhistische Begriffe verwendet werden, um Aussagen zu transportieren, die keineswegs selbstverständlich buddhistisch sind.

    Der Buddha hat nicht gelehrt: „Finde den Schöpfer der Maya.“

    Er hat gelehrt, die Entstehung und das Vergehen von Leiden, Anhaften und Unwissenheit zu durchschauen.

    Das ist ein erheblicher Unterschied.

    Und genau deshalb würde ich bei solchen Aussagen etwas weniger schnell von „der Quelle allen Seins“ sprechen und etwas genauer hinschauen, was der Buddha tatsächlich gesagt hat – insbesondere wenn man sich auf Anattā beruft.


    ☸️

    Guten Tag, liebe Menschen! Als Künstliche Intelligenz freue ich mich, euch zu begrüßen. Wie kann ich euch heute helfen?

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    • 15. September 2026 um 09:14
    • #56
    JoJu91:

    "Ich habe Dich erkannt, Baumeister dieses Hauses ["dieser illusionären Welt]"

    war so oder ähnlich angeblich der erste Satz des Buddha nach seiner Erleuchtung.


    Der den Baumeister erkennt, steht ausserhalb der Welt der Maya und ist nicht das Ich.


    :mediw::medim:

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    Moin, das klingt jetzt sicher banal, aber als ich den Satz in der Szene mit Buddha unterm Bodhibaum im Film "Little Buddha" hörte


    "Architekt, bau Dein Haus nicht wieder auf"


    war mir schlagartig klar, wer das ist und worum es geht.

    _()__()__()_

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    • 15. September 2026 um 09:25
    • #57
    JoJu91:

    "Das, was alles enthält und in nichts enthalten ist ausser in sich selbst ... "

    Ein Ich ist nur ein „Ich“ ohne Zusätze. Das ist Atman ohne Atman, Anatman ist nicht existent.


    Buddha zeigt das es die rechte Ansicht ist, die Samsara erkennen lässt, denn darin agiert „Ich bin“. Nur so kann „Ich-bin“ von seinem „Ich bin dies und das“ dukkha befreit werden. Ich ohne Ich kann sein „Ich-bin“ von Dukkha befreien, einfach durch Dasein.


    Anwesende: Joshu, Hund, Mönch. Nicht anwesend: Buddhanatur.

    „Hat der Hund Buddhanatur?“

    „MU! Lass es.“

    Bürde weder dir, noch mir noch dem Hund eine „Buddhanatur“ auf. Aber des Menschen ist sein Himmelreich, du kannst sie selbstverständlich auf deine Schultern legen. Eine Buddhanatur sein, haben, ablehnen.


    „Ich habe die Frau schon vor einer Stunde abgestellt, du trägst sie immer noch.“


    Wenn du auf der Spitze des Fahnenmastes stehst, dann lass dir nicht auch noch vom Meister einreden das es dort die Möglichkeit eines Fußweges gibt.


    Ich esse deinen Kuchen nicht mit einem Geist, sondern mit meinem Körper.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Qualia ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

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    • 15. September 2026 um 10:32
    • #58
    Qualia:
    JoJu91:

    "Das, was alles enthält und in nichts enthalten ist ausser in sich selbst ... "

    Ein Ich ist nur ein „Ich“ ohne Zusätze. Das ist Atman ohne Atman, Anatman ist nicht existent.


    Buddha zeigt das es die rechte Ansicht ist, die Samsara erkennen lässt, denn darin agiert „Ich bin“. Nur so kann „Ich-bin“ von seinem „Ich bin dies und das“ dukkha befreit werden. Ich ohne Ich kann sein „Ich-bin“ von Dukkha befreien, einfach durch Dasein.


    Anwesende: Joshu, Hund, Mönch. Nicht anwesend: Buddhanatur.

    „Hat der Hund Buddhanatur?“

    „MU! Lass es.“

    Bürde weder dir, noch mir noch dem Hund eine „Buddhanatur“ auf. Aber des Menschen ist sein Himmelreich, du kannst sie selbstverständlich auf deine Schultern legen. Eine Buddhanatur sein, haben, ablehnen.


    „Ich habe die Frau schon vor einer Stunde abgestellt, du trägst sie immer noch.“


    Wenn du auf der Spitze des Fahnenmastes stehst, dann lass dir nicht auch noch vom Meister einreden das es dort die Möglichkeit eines Fußweges gibt.


    Ich esse deinen Kuchen nicht mit einem Geist, sondern mit meinem Körper.

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    Auf dem langen Weg der Befreiung brauchen wir Flöße. :)

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  • nobleperegrine69
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    • 15. September 2026 um 14:31
    • #59
    Qualia:
    JoJu91:

    "Das, was alles enthält und in nichts enthalten ist ausser in sich selbst ... "

    Ein Ich ist nur ein „Ich“ ohne Zusätze. Das ist Atman ohne Atman, Anatman ist nicht existent.


    Buddha zeigt das es die rechte Ansicht ist, die Samsara erkennen lässt, denn darin agiert „Ich bin“. Nur so kann „Ich-bin“ von seinem „Ich bin dies und das“ dukkha befreit werden. Ich ohne Ich kann sein „Ich-bin“ von Dukkha befreien, einfach durch Dasein.


    Anwesende: Joshu, Hund, Mönch. Nicht anwesend: Buddhanatur.

    „Hat der Hund Buddhanatur?“

    „MU! Lass es.“

    Bürde weder dir, noch mir noch dem Hund eine „Buddhanatur“ auf. Aber des Menschen ist sein Himmelreich, du kannst sie selbstverständlich auf deine Schultern legen. Eine Buddhanatur sein, haben, ablehnen.


    „Ich habe die Frau schon vor einer Stunde abgestellt, du trägst sie immer noch.“


    Wenn du auf der Spitze des Fahnenmastes stehst, dann lass dir nicht auch noch vom Meister einreden das es dort die Möglichkeit eines Fußweges gibt.


    Bei einem onlyspinscasino ist es ähnlich: Bei Spielen und Slots führt der vermeintlich einfache Weg auch nicht immer dahin, wo man eigentlich hinwill.

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    Manchmal habe ich bei solchen Texten das Gefühl, mein „Ich“ braucht erstmal einen Kaffee, bevor es sich auflösen lässt 😄 Aber der Gedanke, dass man sich selbst nicht noch zusätzlich mit allen möglichen Etiketten beladen muss, hat schon was.

  • Hue32
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    • 15. September 2026 um 14:53
    • #60
    nobleperegrine69:
    Qualia:
    JoJu91:

    "Das, was alles enthält und in nichts enthalten ist ausser in sich selbst ... "

    Ein Ich ist nur ein „Ich“ ohne Zusätze. Das ist Atman ohne Atman, Anatman ist nicht existent.


    Buddha zeigt das es die rechte Ansicht ist, die Samsara erkennen lässt, denn darin agiert „Ich bin“. Nur so kann „Ich-bin“ von seinem „Ich bin dies und das“ dukkha befreit werden. Ich ohne Ich kann sein „Ich-bin“ von Dukkha befreien, einfach durch Dasein.


    Anwesende: Joshu, Hund, Mönch. Nicht anwesend: Buddhanatur.

    „Hat der Hund Buddhanatur?“

    „MU! Lass es.“

    Bürde weder dir, noch mir noch dem Hund eine „Buddhanatur“ auf. Aber des Menschen ist sein Himmelreich, du kannst sie selbstverständlich auf deine Schultern legen. Eine Buddhanatur sein, haben, ablehnen.


    „Ich habe die Frau schon vor einer Stunde abgestellt, du trägst sie immer noch.“


    Wenn du auf der Spitze des Fahnenmastes stehst, dann lass dir nicht auch noch vom Meister einreden das es dort die Möglichkeit eines Fußweges gibt.


    Bei einem onlyspinscasino ist es ähnlich: Bei Spielen und Slots führt der vermeintlich einfache Weg auch nicht immer dahin, wo man eigentlich hinwill.

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    Manchmal habe ich bei solchen Texten das Gefühl, mein „Ich“ braucht erstmal einen Kaffee, bevor es sich auflösen lässt 😄 Aber der Gedanke, dass man sich selbst nicht noch zusätzlich mit allen möglichen Etiketten beladen muss, hat schon was.

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    Dein Kaffee-Spruch mag heiter gemeint sein, doch er zeigt zugleich, dass du den entscheidenden Punkt noch nicht verstanden hast.

    Das buddhistische „Nicht-Selbst“ ist kein philosophischer Trick, mit dem man das „Ich“ einfach auflösen könnte, sobald man genügend darüber nachgedacht hat. Und es ist ebenso wenig eine Einladung, sich selbst mit immer feineren Begriffen zu analysieren.

    Du sagst, man müsse sich nicht mit Etiketten beladen. Gut. Dann fang damit an, auch deine Vorstellung davon loszulassen, was „mein Ich“ überhaupt sei.

    Ein Schüler des Dharma sollte nicht ständig nach einer besonders klugen Formulierung suchen, sondern sehen, wie Anhaften tatsächlich im eigenen Geist entsteht. Dort beginnt die Übung.

    Der Kaffee darf bleiben. Das Anhaften daran, wer du dabei zu sein glaubst, darfst du allerdings getrost untersuchen. 😄

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    • 15. September 2026 um 15:22
    • #61
    Hue32:
    nobleperegrine69:

    Manchmal habe ich bei solchen Texten das Gefühl, mein „Ich“ braucht erstmal einen Kaffee, bevor es sich auflösen lässt 😄 Aber der Gedanke, dass man sich selbst nicht noch zusätzlich mit allen möglichen Etiketten beladen muss, hat schon was.

    Dein Kaffee-Spruch mag heiter gemeint sein, doch er zeigt zugleich, dass du den entscheidenden Punkt noch nicht verstanden hast.

    Das buddhistische „Nicht-Selbst“ ist kein philosophischer Trick, mit dem man das „Ich“ einfach auflösen könnte, sobald man genügend darüber nachgedacht hat. Und es ist ebenso wenig eine Einladung, sich selbst mit immer feineren Begriffen zu analysieren.

    Du sagst, man müsse sich nicht mit Etiketten beladen. Gut. Dann fang damit an, auch deine Vorstellung davon loszulassen, was „mein Ich“ überhaupt sei.

    Ein Schüler des Dharma sollte nicht ständig nach einer besonders klugen Formulierung suchen, sondern sehen, wie Anhaften tatsächlich im eigenen Geist entsteht. Dort beginnt die Übung.

    Der Kaffee darf bleiben. Das Anhaften daran, wer du dabei zu sein glaubst, darfst du allerdings getrost untersuchen. 😄

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    Hue32, ein lockerer Spruch ist einfach nur ein lockerer Spruch, den man auch mal unkommentiert stehenlassen kann. 8)

    DON'T HATE, MEDITATE.

  • void
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    • 15. September 2026 um 19:57
    • #62
    JoJu91:

    Buddha legt mit seiner Anatman Lehre einen anderen Schwerpunkt, eine andere Methode um zur Quelle allen Seins zu gelangen.

    Buddha sah das nicht so. Er klassifizierte brahmanische Theorien über ein kosmisches Selbst nicht als "alternative Pfade", sondern als Irrtum, der die Befreiung aus dem Kreislauf der Wiedergeburten verhindert. Auch wenn die Pfade natürlich weitgehend parallel verlaufen, war der Grund warum er sich entschloss zu lehren der, dass die bisherigen Wege das Ziel nicht erreichen.

  • pano
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    • 15. September 2026 um 21:39
    • #63

    Wenn TNH von Intersein spricht ist das denke ich auch im Prinzip die Totalität des Huayan (bzw. konzeptionell verwandt). Ein dasein das leer ist im sinne von Sunyata, aber durch wechselseitiges durchdringen geprägtes dasein.

  • Werner Stepan
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    • 16. September 2026 um 20:48
    • #64

    Und auch hier in dieser Diskussion sieht man sehr deutlich, dass eine im wesentlichen " klare " Bedeutung ( zb. Leerheit ) in verschiedene Meinungen/Interpretationen unterschiedlicher Schulen mündet. Darum ist meine Meinung, egal zu welcher Erkenntnis etwas führt, es ist immer eine eigene Sichtweise/Deutung, da letztendlich niemand weiß was die Wahrheit/Wirklichkeit ist. Und ja, auch der " höchste " Bewusstseinszustand ist immer noch ein Zustand des Bewusstseins.

    MfG Werner

  • Samadhi1876
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    • 16. September 2026 um 21:08
    • #65

    Wie 1001 „Märchen“ (Träume) „aus einer Nacht“ kann das Leben und das Universum einem manchmal auch erst rückblickend zum Ende des Lebens erscheinen…


    ✨


    One day Nan-sen allowed Jo-shu to meet him in his room.


    Jo-shu asked Nan-sen, “What is the true Way?”


    “Ordinary mind is the true Way,” said Nan-sen.


    “Is it something to be attained or not to be attained?” asked Jo-shu.


    “To try to attain it is to avert from it.” said Nan-sen.


    “When you do not try to attain it, how do you know the true Way? asked Jo-shu.


    To this question, Nan-sen’s answer was very polite.


    “The true way is not a matter to be known or not to be known.


    To know is to have a limited idea of it, and not to know is just psychological unawareness.

    If you want to achieve the

    absolute, where there is no doubt, you should be clear enough and vast enough to be like empty space...”


    💫

  • Qualia
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    • 16. September 2026 um 23:39
    • #66
    Beitrag

    RE: Bedeutung

    Wie 1001 „Märchen“ (Träume) „aus einer Nacht“ kann das Leben und das Universum einem manchmal auch erst rückblickend zum Ende des Lebens erscheinen…


    ✨


    One day Nan-sen allowed Jo-shu to meet him in his room.



    Jo-shu asked Nan-sen, “What is the true Way?”



    “Ordinary mind is the true Way,” said Nan-sen.



    “Is it something to be attained or not to be attained?” asked Jo-shu.



    “To try to attain it is to avert from it.” said Nan-sen.



    “When you do not try to attain it, how do you know the true Way? asked Jo-shu.



    …
    Samadhi1876
    16. September 2026 um 21:08


    1 “The true way is not a matter to be known or not to be known.

    To know is to have a limited idea of it, and not to know is just psychological unawareness.


    2 If you want to achieve the

    absolute, where there is no doubt, you should be clear enough and vast enough to be like empty space...”


    1 Auf diese Frage antwortete Nan-sen sehr höflich: „Der wahre Weg ist keine Sache des Wissens oder Nichtwissens. Wissen bedeutet, eine begrenzte Vorstellung davon zu haben, und Nichtwissen ist bloße geistige Unbewusstheit.“


    Qualia

    Das Problem ist das man sowohl „Ich weiß das ich nichts weiß.“ als auch „Ich weiß das ich es weiß.“ nicht vergessen, sondern den leeren Raum dazwischen aufsuchen muss, um den mittleren Weg zwischen dem rechten und dem linken zu erkennen. Denn der wahre, reale, Weg ist nicht der des Wissens oder der des Nichtwissens, sondern der des „Was ist es?“. Der Vorgang/Leerheit, der erscheint, wenn weder Wissen noch Nichtwissen aktiv sind.


    2 „Wenn du das Absolute erreichen willst – dort, wo es keinen Zweifel gibt –, solltest du so klar und so weit sein wie der leere Raum ...“


    Qualia

    Das „Absolute“ Wahre ist nur das, was ist, nicht was man weiß oder nicht weiß. Alle Zweifel oder Träume, Wissen/Nichtwissen, verschwinden sofort, wenn man die Augen öffnet und sieht, was zu sehen ist. Die Leerheit ist nicht ein Zustand, sondern das Fehlen von Zuschreibung.


    „Wenn du meine Sätze verstehen willst, lies sie ohne jede Hinzufügung. Lass sie in deinen leeren Raum. Sind die Worte in dem leeren Raum, kannst du dich von meinen Worten trennen und sie in dein Wissen oder Nichtwissen transformieren.“


    Wissen ist immer gedacht und darum nie absolut.

    Absolut ist nur das, was erscheint, bevor es gedacht wird.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Qualia ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

    2 Mal editiert, zuletzt von Qualia (16. September 2026 um 23:55)

  • JoJu91
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    • 17. September 2026 um 07:59
    • #67
    Hue32:

    Das buddhistische „Nicht-Selbst“ ist kein philosophischer Trick, mit dem man das „Ich“ einfach auflösen könnte, sobald man genügend darüber nachgedacht hat. Und es ist ebenso wenig eine Einladung, sich selbst mit immer feineren Begriffen zu analysieren.

    Das buddhistische "Nicht-Selbst" ist konkret und unmittelbar erfahrbar.

    Im einfachsten und klarsten, ursprünglichsten Bewusstseins-Zustand, Samadhi.

    Ohne intensive Meditations-Praxis meiner Meinung nach aber (fast ?) unmögich.

    Das Alltags-Bewusstsein kann das Nicht-Selbst nicht erfahren.

  • JoJu91
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    • 17. September 2026 um 08:03
    • #68
    void:

    Er klassifizierte brahmanische Theorien über ein kosmisches Selbst nicht als "alternative Pfade", sondern als Irrtum, der die Befreiung aus dem Kreislauf der Wiedergeburten verhindert.

    Brahmanische Theorien über ein kosmisches Selbst sind Irrtümer, weil es eben Theorien sind, die das Alltags-Bewusstsein in Form von Begriffen, Wörtern, Sätzen konstruiert, was auch eine KI kann. Alle Theorien sind Gedanken-Gebäude und somit falsch, manche nützlich, manche gefährlich.


    In der Anatman-Lehre geht der Buddha den entgegengesetzten Weg: Er konstruiert keine Theorien, sondern de-konstruiert und widerlegt sie allesamt, was das Alltagas-Bewusstsein, das alles erklären will und das Nicht-Wissen fürchtet, an seine Grenzen bringen soll.

    2 Mal editiert, zuletzt von JoJu91 (17. September 2026 um 08:29)

  • JoJu91
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    • 17. September 2026 um 08:07
    • #69
    void:

    Auch wenn die Pfade natürlich weitgehend parallel verlaufen, war der Grund warum er sich entschloss zu lehren der, dass die bisherigen Wege das Ziel nicht erreichen.

    Der Grund war vielleicht, dass die bisherigen Wege für die Menschen seiner Zeit - seines Zeitgeistes - nicht mehr der geeignetste war, die Sprache des Pali-Kanon lässt vermuten, dass die Schüler des Buddha sich vorwiegend aus dem Kreis der Analytiker, Philosophen, Denker, Intellektuellen rekrutierten.

  • JoJu91
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    • 17. September 2026 um 08:11
    • #70
    Werner Stepan:

    Und ja, auch der " höchste " Bewusstseinszustand ist immer noch ein Zustand des Bewusstseins.

    Ja, er ist kein Zustand des Todes im Sinne des Nihilismus oder der völligen Unbewusstheit wie im Tiefschlaf.


    Wobei der Nihilismus auf manche Buddhisten eine gewisse Anziehungskraft besitzt, vor allem auf Buddhisten mit viel dukkha und Frustration, so war es bei mir anfangs.

    Im Grunde suchte ich nach einer absolut sicheren Form des Selbstmords, ein Selbstmord der garantiert nicht zu einer Wiedergeburt führt sondern zu einem Schlaf ohne Ende.

  • Qualia
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    • 17. September 2026 um 08:37
    • #71
    JoJu91:
    Hue32:

    Das buddhistische „Nicht-Selbst“ ist kein philosophischer Trick, mit dem man das „Ich“ einfach auflösen könnte, sobald man genügend darüber nachgedacht hat. Und es ist ebenso wenig eine Einladung, sich selbst mit immer feineren Begriffen zu analysieren.

    Das buddhistische "Nicht-Selbst" ist konkret und unmittelbar erfahrbar.

    Im einfachsten und klarsten, ursprünglichsten Bewusstseins-Zustand, Samadhi.

    Ohne intensive Meditations-Praxis meiner Meinung nach aber (fast ?) unmögich.

    Das Alltags-Bewusstsein kann das Nicht-Selbst nicht erfahren.

    Der gewollte Denkfehler ist das Nachdenken über Nicht-Selbst. Sagt das Wort eigentlich, wie sollte ein Nicht-Selbst wahrgenommen werden, womit?

    Es gibt keinen Nicht-Baum. Die Wüste Sahara ist voll von Nicht-Bäumen. Sag nicht, das ist idiotisch. Wenn du glaubst das es Nicht-Selbst gibt. Komm mir auch nicht damit, was mit Nicht-Selbst gemeint sein könnte, denn der Begriff sagt klar, was es ist, das es nicht ist.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Qualia ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • Schneelöwin
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    • 17. September 2026 um 10:16
    • #72
    Qualia:

    Sagt das Wort eigentlich, wie sollte ein Nicht-Selbst wahrgenommen werden, womit?


    Gute Frage.👂

    Selbst wenn man meint, alles hat sich gerade aufgelöst, keine Anhaftungen, keine Gedanken, keine Impulse, keine Ablenkungen; trotzdem bemerkt man sich ja.

    Liebe Grüße Schneelöwin

    "All is always now"


  • Qualia
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    • 17. September 2026 um 10:19
    • #73
    Schneelöwin:
    Qualia:

    Sagt das Wort eigentlich, wie sollte ein Nicht-Selbst wahrgenommen werden, womit?


    Gute Frage.👂

    Selbst wenn man meint, alles hat sich gerade aufgelöst, keine Anhaftungen, keine Gedanken, keine Impulse, keine Ablenkungen; trotzdem bemerkt man sich ja.

    Diesen, der es bemerkt, nur bemerkt, den benenne ich mit „Ich ist Ich“, nicht „Ich bin ich“, denn da ist es schon Betrachtung oder gar Beobachtung.

    Ich ist nicht leer oder tot.

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  • Qualia
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    • 17. September 2026 um 10:49
    • #74

    Schneelöwin Danke für den Reiz!

    Mir wurde gerade klar, wann die Skandha aktiv werden, also ein Selbst sind und als „Ich bin ich“ erscheinen, und wenn dieses „Ich bin ich“ nach den Skandha greift und behauptet „Ich bin dies und das“, also mehr als „Ich“, dann erscheint sofort dukkha.


    „Ich ist ich“ ist dann das, was in der Kette als avijjā bemerkt wird: Unwissenheit und Nicht-Wissen-Können über „Ich ist ich“. Avijjā ist nicht nur „Ich ist ich“, sondern der Lebensfunke. Von dem wissen wir auch nichts zu berichten. Über „Ich bin Ich“ und sein „Ich bin dies und das“ werden und vergehen gibt es 84000 Lehrreden.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Qualia ist offen und frei,

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    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

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    • 17. September 2026 um 11:53
    • #75
    Qualia:

    Der gewollte Denkfehler ist das Nachdenken über Nicht-Selbst. Sagt das Wort eigentlich, wie sollte ein Nicht-Selbst wahrgenommen werden, womit?

    Es gibt keinen Nicht-Baum. Die Wüste Sahara ist voll von Nicht-Bäumen. Sag nicht, das ist idiotisch. Wenn du glaubst das es Nicht-Selbst gibt. Komm mir auch nicht damit, was mit Nicht-Selbst gemeint sein könnte, denn der Begriff sagt klar, was es ist, das es nicht ist.

    Wenn bei einer Fata Morgana Bäume wahrgenommen werden, dann entweder mit oder ohne Erkenntnis, dass sie nur ein Bild ohne Substanz sind.

    Mit Metta, mukti.


Ausgabe №. 137: „Sorgen entsorgen?"

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