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  2. Hotte

Beiträge von Hotte

  • Erfahrungsberichte bei der "Samadhi Sangha" (Dharmacharya Rodrigo Gonzalez Zimmerling)

    • Hotte
    • 5. September 2026 um 15:56
    KarmaHausmeister:

    Ich versuche es nochmal anders, mit einer Analogie:


    Zwei Personen betrachten die Erde, um herauszufinden, welche Form sie habe. Der erste verlässt sich auf den ersten Augenschein. Das, was er sieht, prägt sein Verständnis von der Gestalt der Erde. Diese Person kommt unweigerlich zu dem Schluss, die Erde müsse eine Scheibe sein. Dieses Vorgehen nennst Du "(anblicks)getreu und eine strenge Auslegung".


    Die zweite Person nimmt Daten zu Hilfe, die seinen Augenschein ergänzen. Diese Person kommt zu dem Schluss, die Erde müsse eine Kugelform haben. Diese Vorgehen nennst Du einen "liberalen Ansatz".


    Du weißt, worauf ich hinaus will, nicht wahr?

    Alles anzeigen


    Ich verstehe, worauf du hinaus willst und sicher sprechen da auch schwergewichtige Argumente für diesen wissenschaftlichen Ansatz. Trotzdem ist die säkulare Sicht nur eine von vielen. Nach meiner Auffassung haben alle von denen ihre Berechtigung, auch orthodoxe Schulen. Und Herr Zimmerling tut halt das, wovon er überzeugt ist.


    Im Folgenden möchte ich gerne ausführen, warum ich deine Kritik an seiner Person ("Scharlatan") für überzogen halte:

    KarmaHausmeister:

    Sein Lebenslauf ist unklar und seine Titel nicht bestätigt.

    Da nicht alle Autorisierungen schriftlich festgehalten werden, kann ich ihm eine fehlende Bestätigung auch nicht zum Vorwurf machen.


    KarmaHausmeister:

    Was ich weiß, ist, dass er aus den Reihen der NKT gekommen ist, einer toxischen buddhistischen Sekte, von der er sich bis heute nicht distanziert hat.

    Ja, und heute ist er es nicht mehr. - Bei mir muss er sich für sein Leben vor 20 Jahren nicht entschuldigen.

    KarmaHausmeister:


    Er interpritiert buddhistische Lehren falsch und ließt die Pali-Texte wörtlich. Insgeamt lehrt Zimmerling den Buddhismus wie ein fundamentalistischer Christ das Christentum.

    Er liest buddhistische Texte anders als du und ich. Ob richtig oder falsch, weiß ich nicht.


    KarmaHausmeister:

    Sein Umgang mit Kritik ist fragwürdig: Kritiker werden bedrängt, es wird versucht, kritische Berichte zu löschen – was vor meiner Zeit hier im Buddhaland auch passiert ist.

    Sehe ich auch so, falls es sich dabei um sachliche Kritik gehandelt hat.


    KarmaHausmeister:

    Die Kommentarfuktion unter seinen You Tube-Videos ist abgeschaltet.

    Wie bei vielen anderen auch.


    KarmaHausmeister:

    In der Sangha selbst ist Kritik an Zimmerling nicht erwünscht.

    Welche Kritik? Kritik an seiner Ausrichtung wäre da ja auch ziemlich albern.


    KarmaHausmeister:

    Er gebärdet sich wie ein unantastbarer Guru, der immer Recht hat.

    Dein Fazit oder Hörensagen?

  • Erfahrungsberichte bei der "Samadhi Sangha" (Dharmacharya Rodrigo Gonzalez Zimmerling)

    • Hotte
    • 4. September 2026 um 17:31
    KarmaHausmeister:

    Du hast meine Ausführungen nicht verstanden.


    Es kann gar nicht anders sein. :)

  • Erfahrungsberichte bei der "Samadhi Sangha" (Dharmacharya Rodrigo Gonzalez Zimmerling)

    • Hotte
    • 4. September 2026 um 15:42
    KarmaHausmeister:

    Da muss ich widersprechen. Das wörtliche Verständnis ist nicht texttreu, sondern besonders textfern. Da wird Wortlaut mit Bedeutung verwechselt. Das fängt schon mit der Übertragung in eine andere Sprache an. Und es ignoriert historische Situation, Kultur und Symbolik. Wer antike Texte so liest , aks seien sie erst gestern für heute geschrieben worden, wird sich die Bedeutung nie erschließen können. Das ist keine strenge Auslegung, sondern hermeneutische Naivität, die in die Irre führt. Das sieht man auch an seinen Videos. Er lehrt oft einfach Unsinn, weil er es nicht versteht.

    Genau diese unterschiedlichen Sichtweisen zeigen ja, warum die eigene Grundeinstellung so wichtig ist: Wer einen historisch-kritischen Ansatz bevorzugt, wird mit Zimmerlings Zugang nicht glücklich. Wer aber genau diese kompromisslose Worttreue sucht, sieht darin einen Wert.

    Für einen Einsteiger ist es einfach gut zu wissen, welcher Ansatz ihn dort erwartet, um das für sich selbst zu entscheiden. Ich möchte ihm diese Entscheidung weder vorenthalten noch abnehmen.

  • Erfahrungsberichte bei der "Samadhi Sangha" (Dharmacharya Rodrigo Gonzalez Zimmerling)

    • Hotte
    • 4. September 2026 um 13:21

    Hallo dampfwelle, ob du bei Zimmerling gut aufgehoben bist, hängt vor allem von deiner eigenen Grundeinstellung ab. Falls du eine sehr texttreue und strenge Auslegung des frühen Buddhismus suchst, dann könntest du dort genau richtig sein. Falls du einen modernen und liberalen Ansatz suchst, wirst du bei ihm eher anecken. Ich kenne ihn über ein paar youtube-Videos und war von seinem Wissen beeindruckt.

  • Porno

    • Hotte
    • 1. September 2026 um 15:26
    Anna-Lyse Dhamma:
    Hue32:

    Kann ein Buddhist bewusst und achtsam mit Pornografie umgehen? Oder widerspricht regelmäßiger Konsum dem Versuch, Begierde und Anhaftung zu vermindern?

    Du kennst die Antwort doch im Grunde, ihr/wir alle hier...;)8)


    Ich war gerade noch so schön am Relativieren. Und dann kommst du daher. :lol: Danke.

  • Majjhima Nikāya 48, Kosambiya Sutta

    • Hotte
    • 30. August 2026 um 09:52

    Liebe Anna,
    mir hilft da auch der Gedanke an das bedingte Entstehen. Wenn mein Handeln immer nur eine Bedingung unter vielen ist, kann ich zwar meinen Teil beitragen, aber niemals den Ausgang bestimmen. Vieles liegt da einfach außerhalb meiner Reichweite.

  • Buddhanatur etc.

    • Hotte
    • 28. August 2026 um 09:25
    biophil:
    Hotte:

    In der Gesamtschau deiner Beiträge komme ich langsam zu dem Verdacht: Biophilie = Wein, Weib und Gesang. :? :D

    So war ich nie und so werde ich nie sein. Ist eher der Gegenentwurf zu dem vorherrschenden buddhistischen Weltbild.


    Ich habe das in meinem Blog (und neuerdings auch als Buch) durchgehend analysiert und geordnet.


    Ich verstehe dann nicht ganz, wo du da die Trennlinie ziehst. Aus buddhistischer Sicht würde man doch eher fragen: Muss ein Bedürfnis eigentlich „befriedigt“ werden, oder muss auf die entsprechende körperliche Situation lediglich angemessen reagiert werden?

  • Buddhanatur etc.

    • Hotte
    • 28. August 2026 um 08:38
    biophil:

    Es hilft übrigens, wenn man sich statt aufs Vergehen aufs Entstehen fokussiert. Das wäre dann dem Leben zugewandt.


    In der Gesamtschau deiner Beiträge komme ich langsam zu dem Verdacht: Biophilie = Wein, Weib und Gesang. :?:D

  • Die Zehn Ochsenbilder [Unheilig Version]

    • Hotte
    • 24. August 2026 um 06:59

    Jetzt verstehe ich deine Idee vom Ochsen besser: kein besserer Kern, sondern Konditionierungen und Automatismen, die man zähmen muss?

  • Die Zehn Ochsenbilder [Unheilig Version]

    • Hotte
    • 23. August 2026 um 16:47

    Mir scheint, dass du die gebräuchlichen Begriffe „Buddha-Natur“ und „Leere“ letztlich ersetzt durch die Vorstellung eines „Unterbewusstseins“ bzw. eines tieferen und besseren Ichs, in dem das leidende Ich gewissermaßen zur Ruhe kommen kann.


    Hier sehe ich einen grundlegenden Unterschied zum Buddhismus, wie ich ihn verstehe: Das Problem ist dort nicht primär, dass das Ich den Kontakt zu seinem besseren Kern verloren hat, sondern gerade das Anhaften an der Vorstellung eines eigenständigen Ichs.


    Ich würde insofern auch nicht zwischen "unheiliger" und "heiliger" Version unterscheiden, sondern eher zwischen einer psychologischen und buddhistischen Sicht.

  • Raffiniertes Ego

    • Hotte
    • 21. August 2026 um 12:21
    ambi:

    Hat Angst deiner Meinung nach wirklich mit Hass zu tun? Hass wem oder was gegenüber?

    Ja, Angst ist die Ursache von Hass. Hass steht allgemein für Abneigung und Widerstand. Diese Abneigung kennen wir in unterschiedlichen Stärken: In leichter Ausprägung geht es um harmlose Vorlieben ("ich mag keinen Knoblauch"), in starker Ausprägung ist es dann eine Abwehrreaktion gegen eine Bedrohung, die entweder von außen (das Haus brennt) oder von innen (innere Leere) kommt.


    ambi:

    Angst ist neben dem Hochmut ein ständiger Begleiter - habe auch schon darüber gelesen, dass Angst eine Reaktion des Egos ist, aber ich glaube wahrzunehmen, dass es noch eine andere Angst gibt - und damit meine ich nicht, die Angst, die uns vor gefährlichen Tieren beschützen sollte mit einer Kampf- oder Fluchtreaktion, sondern eine Angst, zum Beispiel vor der inneren Leere, die Leere die vielleicht im Kindesalter nicht gesättigt worden ist - oder ist es alles das gleiche?

    Ich sehe das so wie du auch: Die Angst vor der innere Leere ist deswegen besonders belastend, weil sie eine tiefe Existenzangst ist, die im Hintergrund irgendwie immer (selbst noch in den Träumen) mitmischt. Für mich ist es da sehr verständlich, wenn das Ego unter diesem Dauerdruck den Hochmut aus seinem Strategien-Koffer auspackt, um sich selbst zu schützen.

  • Raffiniertes Ego

    • Hotte
    • 21. August 2026 um 04:12
    ambi:

    Einerseits möchte man wachsen und sieht so viel mehr als man sein Leben lang gesehen hat, andererseits, wenn man sich zB über das Thema Narzissmus informieren möchte weil man verstehen möchte, kommen unzählige Videos und Beiträge wie schlecht man doch ist und wie sehr man auf Abstand gehen sollte... und da ist der Punkt wo ich merke, dass ich noch nicht so gefestigt bin und ich Angst vor mir bekomme und wütend auf mich bin...


    Mir hat die Erkenntnis geholfen, dass mein Problem auf der psychologischen Ebene allein nicht zu lösen ist:


    Das Ich sucht Schutz und Sicherheit. Um dieses Ziel zu erreichen, nutzt es verschiedene Strategien, die sich letztlich alle den Kategorien von Gier (Haben-Wollen) und Hass (Abneigung/Angst) zuordnen lassen. Sich über andere zu stellen (Erhöhung) oder sich anzupassen (Unterordnung) sind solche Strategien.


    Irgendwann im Leben erkennen wir, dass diese Bemühungen nicht wirklich was taugen und allenfalls kurzfristig Erleichterung bringen. Das ist unser Glück, weil wir erst dann aus diesem Hamsterrad aussteigen wollen und nach Alternativen suchen.


    Ich habe diese Alternative im Buddhismus gefunden, weil ich sehe, dass Buddha recht hat: Wir leiden, weil wir glauben, wir müssten mit Hilfe dieser Strategien unser Überleben sichern. Damit sind wir so beschäftigt, dass wir vor lauter Sorge um uns gar nicht merken, dass dieses „Ich“ nur eine Illusion ist.


    Unsere Handlungsweisen auf der Ich-Ebene sind insoweit dann auch egoistisch und erzeugen die Angst, „narzisstisch“ zu sein, aber im Grunde sind sie weder gut noch böse. Sie sind einfach nur ungeeignet, das Problem wirklich zu lösen.

  • Raffiniertes Ego

    • Hotte
    • 19. August 2026 um 07:45
    void:

    Das Konzept eines "Ego" kam auf, weil einige frühe Pioniere des Buddhismus wie z.B D.T. Suzuki es als eine gute Idee empfanden, den Buddhismus in die Sprache der Tiefenpsychologie zu kleiden.


    Das hat damals sicher geholfen, den Buddhismus bei einem gebildeten Publikum anschlußfähig zu machen, aber insgesamt halte ich es für nicht so hilfreich. Weil es in eine Richtung führt, wo man nicht so sehr schaut wie genau bestimmte Selbstkonzepte entstehen, an denen angehaftet wird, sondern man quasi mit ihnen ringt.


    Aber das Ankämpfen gegen ein Selbst hat ja viel mit den Anhaften an ein Selbst zu tun. Man verrennt sich in Kämpfen mit sich selbst. Wenn man dem Wunsch "ich will das" einen Wunsch "ich will den Wunsch nicht haben" dann setzt man ja dem einen Wunsch einen zweiten drauf.

    Da ist dann weniger der Begriff selbst das Problem, sondern eher die Gefahr, dass Menschen das Ego als inneren Feind identifizieren und das beliebte Spiel "gutes Ich gegen böses Ich" spielen.


    Ich benutze das Wort eher als Synonym für das "duale Gedöns", das durchschaut werden muss.

  • Der Umgang mit Ärger

    • Hotte
    • 18. August 2026 um 15:46

    Da haben wir heute ja richtig was geschafft dafür, dass wir alle doch nur nach innerem Frieden suchen. :)


    Vielleicht liegt es ja tatsächlich daran, dass ich säkularen Buddhismus nicht wirklich verstehe.

  • Der Umgang mit Ärger

    • Hotte
    • 18. August 2026 um 10:48
    biophil:
    Hotte:

    Wir haben einfach unterschiedliche Auffassungen von Pantoffeltierchen. Für mich sind sie der Inbegriff von "Festhalten", lebenslänglich gefangen ohne Aussicht auf Begnadigung. Das Gegenteil von dem, was Buddhisten suchen.

    Das ist vollkommen in Ordnung.


    Wir reden hier von 2 Seiten einer Medaille. Alles, was entsteht, vergeht.


    Man kann sich am Entstehen erfreuen (ich) oder gleich abwenden, weil es vergeht (du wahrscheinlich). Letztlich hat das Auswirkungen auf seine eigene Lebensqualität.

    Alles anzeigen

    Da schreibst du mir eine Haltung zu, die ich gar nicht habe. Das buddhistische Ideal ist weder das Anhaften am Entstehen (deine Seite) noch das Abwenden vom Vergehen (die Seite, die du mir zuschreibst). Beides sind nur zwei Seiten derselben dualistischen Medaille des Ergreifens und Ablehnens.

  • Der Umgang mit Ärger

    • Hotte
    • 18. August 2026 um 10:45
    Qualia:

    Pantoffeltierchen sind in nichts „gefangen“, im Gegensatz zu Menschen keine Sklaven ihrer Impulse, können nicht loslassen, weil sie nichts festhalten. Sie leben ohne jedes Erleben von Leben, dafür ist ein ZNS nötig.

    Reiz-Reaktion ist kein Kreislauf, es ist eine Strecke mit unbekanntem Ende, sie endet mit dem Zerfallen.


    Pantoffeltierchen sind Lebewesen. Alle Lebewesen mit ZNS, egal wie groß, sind fühlende Lebewesen. Was mich wirklich tief berührt hat, ist, dass das gesamte Leben auf dieser Erde auf Cyanobakterien zurückgeht, die sich evolutionär gewandelt haben und einen Zellhaufen wie mich entstehen lassen.

    Darauf wollte ich eigentlich hinaus: Wir sind mehr als nur ein Zellhaufen auf der untersten Stufe der Evolution und haben glücklicherweise das Potenzial zur Befreiung. Die armen Pantoffeltierchen nicht. Mit den Pantoffeltierchen kam dieses Potenzial aber erst in die Welt.


    PS: Ich habe auch schon mit Pantoffeltierchen Mitgefühl. :)


    Qualia:

    Die Welt so zu sehen, wie sie ist, geht in Ordnung, doch sie loslassen? Wie soll das gehen? Ihr nicht mehr mit meinen Meinungen, Prinzipien und Gesetzen zu begegnen, befreit mich ohne viel Aktion von dem Bedürfnis das die Welt so zu sein hat, wie ich sie sehen will.

    Genau das ist Loslassen. :)

  • Der Umgang mit Ärger

    • Hotte
    • 18. August 2026 um 09:00
    biophil:
    Hotte:

    Pantoffeltierchen sind wie Menschen ein Produkt von Naturgesetzen, gefangen im ewigen Kreislauf von Reiz und Reaktion. Sie sind im Gegensatz zu uns Menschen aber Sklaven ihrer Impulse und können nicht loslassen.

    Da hast du meinen Post scheinbar nicht richtig gelesen. Pantoffeltierchen können nicht festhalten, weil da nichts ist, das festhalten könnte. Also genau das, was Buddhisten anstreben.

    Wir haben einfach unterschiedliche Auffassungen von Pantoffeltierchen. Für mich sind sie der Inbegriff von "Festhalten", lebenslänglich gefangen ohne Aussicht auf Begnadigung. Das Gegenteil von dem, was Buddhisten suchen.

  • Der Umgang mit Ärger

    • Hotte
    • 18. August 2026 um 06:09
    biophil:

    Und, ganz ehrlich, ich bin immer wieder fassungslos, wenn sich ein Buddhist zum Pantoffeltierchen machen möchte, statt sich mal damit auseinander zu setzen, was ihm die Natur mitgegeben hat und wofür das gut ist.

    Einem Buddhisten geht es nach meinem Verständnis nicht darum, unangenehme Gefühle loszuwerden, indem er sich evolutionär zurückentwickelt. Es geht ihm darum, die Welt – so wie sie ist – zu durchschauen, anzunehmen und schließlich loszulassen.


    Pantoffeltierchen sind wie Menschen ein Produkt von Naturgesetzen, gefangen im ewigen Kreislauf von Reiz und Reaktion. Sie sind im Gegensatz zu uns Menschen aber Sklaven ihrer Impulse und können nicht loslassen.

  • Der Umgang mit Ärger

    • Hotte
    • 17. August 2026 um 17:56
    Anna Panna-Sati:

    Ginge es beim Ärger immer nur um einen selbst ("Ego"), wäre es weitaus leichter, angemessen damit umzugehen, als Praktizierende(r) auf dem Weg Buddhas sowieso .... ;) 8)


    Vielleicht ja doch? Ich sehe aus der Ferne viel Mitgefühl mit den Kaninchen, berechtigte Kritik an den Youtubern und ein verletztes Ego, das noch sauer ist. ;)

  • Der Umgang mit Ärger

    • Hotte
    • 17. August 2026 um 13:55
    Wetering:

    Ich finde den Satz interessant:

    "die Wut beginnt mit einer unangemessenen Betrachtung, die Ereignisse in verzerrter Weise interpretiert"


    Diese Phase fällt mir nicht wirklich auf, aber wenn ich ärgerlich bin, kann ich mir sicher sein bzw. davon ausgehen, dass ich "die Ereignisse/Person/... in verzerrter Weise interpretiere".

    Rein subjektiv fühlt es sich eher so an, als hätte ich dann gerade besonders recht...

    Ich glaube, niemand kann Verblendung direkt fühlen. Aber man kann das Ego mit seinem Groll fühlen. Deswegen meine Erste-Hilfe-Formel: "Ärger ist immer Ego."
    Sie entlarvt das Gefühl des Rechthabens sofort.

  • Erfahrungsaustausch Erwachte?

    • Hotte
    • 13. August 2026 um 10:37
    Thorsten Hallscheidt:
    Monikamarie:

    Wie meinst Du das?

    Das ist meiner Ansicht nach das Wichtigste, wenn vom Erwachen die Rede ist. Manche sprechen auch von Gipfelerfahrungen. Was fange ich damit an? Wird es wieder trübe? Fange ich an, mich aufzuplustern? Gerate ich in Verzweiflung? Wie schließe ich mein widersprüchliches, verworrenes Leben an die Quelle an?

    Thorsten Hallscheidt:
    Christopher:

    Solche Fragen sind das, was ich oben mit "Dilemma" gemeint habe. Mach einfach weiter, und sie verpuffen wie von selbst

    Nee, finde ich nicht, sie werden immer wichtiger, entscheidender, gerade heute. Für mich werden sie viel zentraler als die Frage nach dem Erleben selbst. Ich frage mich: Und, du alter Knochen, was machst Du daraus, aus diesem Ruf? Folgst du oder versinkst du wieder in Engherzigkeit, Ängsten und Zweifeln? Es ist ja sehr kostbar, aber es kann auch vergehen (und das tut es auch) und zum Zerrbild seiner selbst werden, verrottet und unkenntlich gemacht durch Erinnern und erinnern des Erinnerns. Zerredet und zerlogen.


    Auch alte Zausel mit Satori-Erfahrung sind nur Menschen. Ich finde, das ist eine wertvolle Einsicht vor allem für Leute mit zu hohen Ansprüchen an sich selbst. Für mich sind die Zauberworte auch hier "Loslassen" und "Gleichmut". Für andere vielleicht etwas naiv, für mich sehr hilfreich.
    Bei dem Begriff "Quelle" bin ich hängen geblieben. Die Erkenntnis bleibt ja, auch wenn du das Gefühl hast, dass die Quelle versiegt. Sie ist ja höchstens mal weniger präsent durch den Staub, den wir immer wieder aufwirbeln.

  • Körper,Geist und Seele

    • Hotte
    • 12. August 2026 um 16:05
    Qualia:

    Es gibt keine absolute Ebene, alles ist Samars in Leerheit. Absolutheit (Dogma) wird eingesetzt, um zu bestimmen das es nichts weiter mehr zu sagen ist. PUNKT.


    Schön, dass wir uns im Kern so einig sind. :)

  • Körper,Geist und Seele

    • Hotte
    • 12. August 2026 um 13:41
    Qualia:

    Da ist kein Spiegel, und wenn ich doch „Spiegel“ benutzen möchte, dann bin ich der Spiegel in der Leere, die nicht leer ist, weil der Spiegel da ist, der nicht sehen kann, was er spiegelt, weil die Leere nichts zeigt.


    Die relative Ebene und ein Forum brauchen nun mal Bilder. Auf der absoluten Ebene ist sowieso schon alles gesagt.

  • Körper,Geist und Seele

    • Hotte
    • 12. August 2026 um 11:58
    JoJu91:

    Das höchste Bewusstsein ist leer, aber nicht tot.

    Es ist schöpferisch und weil es leer ist, kann es alles erschaffen.

    Es kann erfahren werden, aber nicht von mir, denn ich bin nur einer seiner unendlich vielen möglichen Inhalte.


    Ich denke, dass das höchste Bewusstsein im buddhistischen Sinne nicht schöpferisch ist, sondern einfach "nur" leer und unberührt. Da ist keine Urkraft, die eine Absicht hat und etwas erschaffen möchte, nur ein Spiegel, der das bedingte Entstehen mit unzähligen Ichs widerspiegelt.

  • Erfahrungsaustausch Erwachte?

    • Hotte
    • 10. August 2026 um 12:27
    Andreas:

    Guten Morgen,


    gibt es im Forum Erwachte, die Interesse an einem lockeren Erfahrungsaustausch haben?


    Grüße, Andreas


    Bitte melden, falls du noch einen Azubi brauchst. :)

Ausgabe №. 137: „Sorgen entsorgen?"

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