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Erfahrungsaustausch Erwachte?

  • Andreas
  • 10. August 2026 um 10:20
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    • 12. August 2026 um 10:05
    • #26

    Erwachen ist für mich nichts anderes als aufgewacht zu sein von der Illusion eines geträumten Lebens, das Leiden zu durchschauen, sich nicht mehr in die Probleme, Meinungen und Themen dieser Welt verwickeln zu lassen.


    Und wenn doch, zu wissen, wie man sich sofort wieder daraus befreit.


    Dies ist ein Prozess und ohne Buddha möglich. Aber durch Buddha wird diese Erfahrung in die linke Hirnhälfte gebracht, es werden Begriffe dafür gefunden.


    Ich fühle mich befreit, vorallem durch das Durchschauen meiner Konditionierungen und Ende meines inneren Sklaventreibers.


    _()_Monika ❤️

    Einmal editiert, zuletzt von Monikamarie (12. August 2026 um 10:16)

  • Aravind
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    • 12. August 2026 um 11:36
    • #27
    Andreas:

    nach meiner gelebten Erfahrung kann man das Leid wirklich erkennen, in dieser Welt, in diesem Leben. Und man kann es wirklich verringern, selbst, in dieser Welt, in diesem Leben. Und für mich geht das auf dem Weg, den der Buddha beschrieben hat. Das kann ich bezeugen. Nicht mehr, nicht weniger.

    Um das zu bezeugen, muss man aber nicht erwacht sein

    (es schadet aber wahrscheinlich auch nicht. ;) ).


    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • Monikamarie
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    • 12. August 2026 um 11:55
    • #28

    Ja, lieber Aravind , aber das ERWACHEN wird offenbar überschätzt bzw. als fast unerreichbar eingestuft, weil viele von uns in unserer Unwissenheit den Buddha für einen Übermenschen halten. Daher merken wir uU gar nicht, ob wir erwacht sind.


    Erwacht sind wir mE sobald wir erkennen, dass wir folgen können, die Lehre begreifen ... denn sie ist ganz einfach.


    Vertrauen, Frieden, Mitgefühl

    _()_Monika ❤️

  • Thorsten Hallscheidt
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    • 12. August 2026 um 14:16
    • #29

    Wie aus der Quelle heraus leben?

    Das ist denn doch nur der Abendwind, der heute mit ordentlich verständlichen Worten flüstert.

  • Monikamarie
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    • 12. August 2026 um 14:48
    • #30

    Wie meinst Du das?

  • Thorsten Hallscheidt
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    • 12. August 2026 um 17:28
    • #31
    Monikamarie:

    Wie meinst Du das?

    Das ist meiner Ansicht nach das Wichtigste, wenn vom Erwachen die Rede ist. Manche sprechen auch von Gipfelerfahrungen. Was fange ich damit an? Wird es wieder trübe? Fange ich an, mich aufzuplustern? Gerate ich in Verzweiflung? Wie schließe ich mein widersprüchliches, verworrenes Leben an die Quelle an?

    Das ist denn doch nur der Abendwind, der heute mit ordentlich verständlichen Worten flüstert.

  • Christopher
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    • 12. August 2026 um 17:57
    • #32

    Solche Fragen sind das, was ich oben mit "Dilemma" gemeint habe. Mach einfach weiter, und sie verpuffen wie von selbst :)

  • Thorsten Hallscheidt
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    • 12. August 2026 um 18:06
    • #33
    Christopher:

    Solche Fragen sind das, was ich oben mit "Dilemma" gemeint habe. Mach einfach weiter, und sie verpuffen wie von selbst

    Nee, finde ich nicht, sie werden immer wichtiger, entscheidender, gerade heute. Für mich werden sie viel zentraler als die Frage nach dem Erleben selbst. Ich frage mich: Und, du alter Knochen, was machst Du daraus, aus diesem Ruf? Folgst du oder versinkst du wieder in Engherzigkeit, Ängsten und Zweifeln? Es ist ja sehr kostbar, aber es kann auch vergehen (und das tut es auch) und zum Zerrbild seiner selbst werden, verrottet und unkenntlich gemacht durch Erinnern und erinnern des Erinnerns. Zerredet und zerlogen.

    Das ist denn doch nur der Abendwind, der heute mit ordentlich verständlichen Worten flüstert.

  • Anna Panna-Sati
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    • 12. August 2026 um 18:19
    • #34
    Andreas:

    gibt es im Forum Erwachte, die Interesse an einem lockeren Erfahrungsaustausch haben?

    Anscheinend JA, :) und ich danke dir für diese (etwas ungewöhnliche) Anfrage, der zufolge man diesem Austausch beiwohnen kann. _()_:D

    Thorsten Hallscheidt:

    Wie aus der Quelle heraus leben?

    _()_Genau darum geht es schlussendlich wirklich.


    Erkenntnis, aufgrund einer Erwachenserfahrung, ist ja zunächst der Anfang, erst im Weiterleben mit der neuen Sichtweise, zeigt es sich, ob - und in welchem Maße - wirklich "Befreiung vom Leiden" "erreicht wurde.


    Also nicht die Besonderheit und Eindrücklichkeit einer Erleuchtungserfahrung zählt, sondern ob und inwieweit Gier, Aversion und Ich-Wahn vermindert, bzw. erloschen sind.


    Wenn ich, als Unerleuchtete, von einem Menschen höre oder lese, er sei "erwacht", hinterfrage ich das erst mal, u.a., weil der Buddha davon sprach, dass es nur sehr wenige Menschen gäbe, die Nibbana verwirklichen können.

    1. Wirkt/(re)agiert besagter Mensch nun freier, wahrhaftiger, gleichmütiger und mitfühlender, als vor dem "Ereignis"?
    2. Wie geht dieser Mensch jetzt mit Krisen wie Krankheiten, Verlust von Angehörigen, zunehmenden Altersbeschwerden und persönlichen Kränkungen um?
    3. Sind noch Anhaftungen - auch an Gewohnheiten - erkennbar?

      ......


    "Ganz einfach" empfinde ich es nicht....


    Ohne inneren Frieden, innere Stille und Achtsamkeit kann die Quelle leicht überhört oder gar verschüttet werden.

    Die Reise/der Weg endet m.E. erst mit dem Fallenlassen der letzten (von 10) Fessel.


    Liebe Grüße _()_:heart:

    "...Dieser edle achtfache Pfad aber ist der zur Aufhebung des Leidens führende Weg..." (AN.VI.63)

    "In dieser Stunde hörte Siddhartha auf, mit dem Schicksal zu kämpfen, hörte auf zu leiden. Auf seinem Gesicht blühte die Heiterkeit des Wissens, dem kein Wille mehr entgegensteht, das die Vollendung kennt, das einverstanden ist, mit dem Fluss des Geschehens, mit dem Strom des Lebens, voll Mitleid, voll Mitlust, dem Strömen hingegeben, der Einheit zugehörig." (H.Hesse)

  • Monikamarie
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    • 12. August 2026 um 19:14
    • #35

    Ich habe davon im Laufe der Jahre schon oft erzählt.

    1989 hatte ich eine starke "Gipfelerfahrung", die im Laufe von 6 Monaten immer weiter zurückwich. Ich hatte in diesem Zeitraum viel darüber gelesen und war darauf vorbereitet, aber spürte natürlich den Verlust. Mir war klar, dass ich noch nicht reif war.


    Eines Nachts träumte ich, dass ich mit einem kleinen Flugzeug von Bad Reichenhall auf den Watzmann geflogen wurde. Dann flogen wir wieder zurück. In Bad Reichenhall sagte der Pilot zu mir "so, jetzt musst Du den ganzen Weg zu Fuss zurücklegen.


    Seither gehe ich.


    Ich erlebe es so, dass das Erwachen nicht wie mit einem Urknall alles verändert, sondern "nur" die Perspektive. Ich hatte einen Einblick, wie es sein könnte. Nämlich frei von Angst und voller Vertrauen jeden Schritt zu gehen - egal, was kommt. Diese Erinnerung erhält mein Vertrauen aufrecht.


    Wir sind nicht die Handelnden, wir haben keinen freien Willen. Lediglich in einem kleinen Rahmen können wir wählen.


    Aber wir können das Leben akzeptieren wie es ist. Und wir können wählen, ob wir der Lehre folgen wollen.


    Dabei spielt es keine Rolle, wieviele Fehler wir noch haben oder machen. Das Lernen hört nie auf. Und das Leiden kann dennoch beendet werden.


    Früher hatte ich die Illusion, ich würde von allen Sorgen einfach so befreit, alles "Böse" wäre einfach weg.

    Nein, nichts verschwindet. Das habe ich akzeptiert.


    Der Buddha hatte bis zum Ende Rückenschmerzen, er hatte Streit in der Sangha, er irrte sich in Entscheidungen, er starb. Er lernte bis zum Schluß dazu.


    Es gibt nichts Höheres ..._()_

  • neodyme
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    • 12. August 2026 um 19:57
    • #36

    Wenn du dem Buddha auf dem Weg begegnest, dann töte ihn. Mehr ist dazu nicht zu sagen.

  • Online
    Andreas
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    • 12. August 2026 um 20:18
    • #37
    Anna Panna-Sati:

    Anscheinend JA, :) und ich danke dir für diese (etwas ungewöhnliche) Anfrage, der zufolge man diesem Austausch beiwohnen kann. _()_ :D

    Liebe Anna, liebe alle,


    der Dank gebührt euch, die ihr hier völlig unaufgeregt und offen auf meine kleine Anfrage eingeht.

    Verschiedene Schulen, völlig unterschiedliche Voraussetzungen - und weitgehend die gleiche Erfahrung mit der „Erfahrung“: da ist erstmal nichts besonderes, kein Heiligenschein, keine Fanfare, nichts dergleichen.

    Ich sage dazu: gleiche Arbeit, schärferes Werkzeug. Und wache Ruhe ist die Werkbank. Plus: weiterüben. Es ist kein Ankommen, kein Leben im Dauerlotus.

    Eher die Frage: und jetzt? Ein bisschen Sorge, dass es verblasst, oder sogar die Erfahrung, dass das passiert. Oder die leise Befürchtung, dass das Ich! sich am Ende doch noch dieses „Erwachen“ schnappt und damit durchgehen könnte…


    Andererseits auch das Empfinden: es ist ein bisschen wie Fahrrad fahren: schwer zu erlernen, unmöglich in Worten zu erklären, aber, einmal erlebt, nicht wieder verlernbar. Trotzdem gelegentlich auf die Schnauze fallen inklusive 😁


    Ich habe noch nicht mal alle eure Beiträge in Ruhe gelesen, ich werde in den kommenden Tagen sicher noch auf den einen oder anderen Beitrag antworten, da ist so viel Schönes und Interessantes drin.

    Aber von ganzem Herzen jetzt schon: danke, dass Ihr diesen kleinen - und ja, etwas ungewöhnlichen 😄 - Faden so wunderbar aufnehmt! _()_

  • Online
    Andreas
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    • 13. August 2026 um 08:05
    • KI
    • #38
    Samadhi1876:

    Meditation


    Ist eine gute Möglichkeit wieder bei sich selbst anzukommen, seinem Atem und Körper

    Das ist inzwischen auch wissenschaftlich gut belegt (KI-erstellte Zusammenfassung, gekürzt):

    Zitat

    Das Default Mode Network (DMN) – auch Ruhezustandsnetzwerk genannt – ist ein Netzwerk von Hirnregionen, das besonders aktiv ist, wenn wir nicht auf eine äußere Aufgabe fokussiert sind. Es umfasst vor allem:

    • den medialen präfrontalen Kortex (Selbstbezug, Planung)
    • den posterioren cingulären Kortex (Selbstreflexion, Gedankenwandern)
    • den Hippocampus (Erinnerung, Vorstellung)

    Der Begriff wurde maßgeblich durch Marcus Raichle(Washington University) geprägt, der 2001 in seinem wegweisenden Artikel "A default mode of brain function" (PNAS, 2001) beschrieb, dass das Gehirn im Ruhezustand keineswegs inaktiv ist, sondern ein charakteristisches Aktivitätsmuster zeigt.


    DMN und das „wandernde Ich"

    Das DMN wird oft mit folgenden mentalen Prozessen in Verbindung gebracht:

    • Selbstbezogenes Denken (self-referential thinking)
    • Gedankenwandern (mind-wandering)
    • Grübeln (rumination)
    • Zukunftsplanung und Vergangenheitsverarbeitung
    • Das narrative Selbst – die Geschichte, die wir uns über uns selbst erzählen

    Matthew Killingsworth und Daniel Gilbert (Harvard University) zeigten in ihrer vielzitierten Studie "A Wandering Mind Is an Unhappy Mind" (Science, 2010), dass Menschen fast 47% ihrer wachen Zeit in Gedanken abschweifen – und sich dabei weniger glücklich fühlen als wenn sie im gegenwärtigen Moment präsent sind.

    Zitat

    „Ein wandernder Geist ist ein unglücklicher Geist" – das klingt fast wie eine buddhistische Lehrrede, nicht wahr?


    Meditation und DMN – Was sagt die Forschung?

    🔬 Reduktion der DMN-Aktivität

    Judson Brewer (Brown University) und sein Team haben in mehreren Studien gezeigt, dass erfahrene Meditationspraktizierende eine deutlich reduzierte Aktivität im DMN aufweisen – sowohl während der Meditation als auch im Ruhezustand.

    Zitat

    Brewer, J.A. et al.: "Meditation experience is associated with differences in default mode network activity and connectivity" (PNAS, 2011)

    Besonders interessant: Selbst Anfänger zeigten nach kurzen Meditationsprogrammen messbare Veränderungen in der DMN-Aktivität.


    🔬 Verschiedene Meditationsstile – verschiedene Effekte

    Antoine Lutz, Richard Davidsonund Kollegen (University of Wisconsin-Madison) unterscheiden zwischen:

    MeditationsstilEffekt auf DMN
    Focused Attention(z.B. Atemmeditation)Reduziert DMN-Aktivität durch Fokussierung
    Open Monitoring (z.B. Vipassana)Verändert die Qualität der DMN-Aktivität – weniger selbstbezogen
    Loving-Kindness(Metta)Aktiviert andere Netzwerke, reduziert selbstbezogene Verarbeitung
    Zitat

    Lutz, A., Slagter, H.A., Dunne, J.D., Davidson, R.J.: "Attention regulation and monitoring in meditation" (Trends in Cognitive Sciences, 2008)


    🔬 Das „Selbst" auflösen – Neurophenomenologie

    Zoran Josipovic (New York University) untersuchte speziell Nicht-duale Bewusstseinszustände (nondual awareness) – Zustände, die in der Meditationspraxis als besonders tiefgehend gelten.

    Er fand, dass diese Zustände mit einer veränderten, aber nicht einfach reduzierten DMN-Aktivität verbunden sind – das DMN wird gewissermaßen „umgeschrieben", nicht einfach abgeschaltet.

    Zitat

    Josipovic, Z.: "Neural correlates of nondual awareness in meditation"(Annals of the New York Academy of Sciences, 2014)


    DMN und Erwachen – Die buddhistische Perspektive

    Hier wird es besonders spannend: Was die Neurowissenschaft als „narrative self" (narratives Selbst) beschreibt, entspricht dem, was der Buddha als „anattā"(Nicht-Selbst) lehrte.

    Der Zusammenhang:

    Das DMN konstruiert kontinuierlich eine Geschichte des Selbst – ein „Ich", das plant, erinnert, bewertet und leidet. Im Pali-Kanon wird dieser Prozess als papañca bezeichnet – die mentale Proliferation(gedankliche Ausweitung, Konzeptualisierung), die Leiden erzeugt.

    Zitat

    „Mönche, was auch immer ein Mensch sich vorstellt, darüber denkt er nach; was er bedenkt, das ist die Quelle, aus der papañca-Wahrnehmungen ihn überwältigen."
    — Madhupindika Sutta(MN 18)


    Was geschieht beim „Erwachen"?

    Willoughby Britton (Brown University) und Richard Davidsonhaben untersucht, was in tiefen meditativen Zuständen und bei langfristigen Praktizierenden neuronal geschieht:

    • Weniger automatisches Selbstbezugsdenken
    • Größere Flexibilität zwischen DMN und Aufmerksamkeitsnetzwerken
    • Verringerte emotionale Reaktivität (emotional reactivity)

    Norman Farb et al. (University of Toronto) zeigten in einer wichtigen Studie, dass Achtsamkeitstraining zwei verschiedene Arten der Selbstwahrnehmung fördert:

    1. Narratives Selbst (DMN-dominiert) – „Ich bin jemand, der..."
    2. Momentanes Selbst(experiential self) – direkte Körper- und Sinneswahrnehmung
    Zitat

    Farb, N.A.S. et al.: "Attending to the present: mindfulness meditation reveals distinct neural modes of self-reference"(Social Cognitive and Affective Neuroscience, 2007)


    Judson Brewers Modell: Sucht, Selbst und DMN

    Judson Brewer hat ein besonders zugängliches Modell entwickelt, das DMN, Sucht und Selbst verbindet:

    Das DMN treibt Craving(Verlangen, Gier) an – den ständigen Drang nach Bestätigung, Ablenkung, Kontrolle. Meditation – besonders Achtsamkeit auf Körperempfindungen und Gedanken – unterbricht diesen Kreislauf.

    Zitat

    Brewer, J.: "The Craving Mind" (Yale University Press, 2017)

    Dies entspricht direkt der zweiten Edlen Wahrheit (samudāya): Leiden entsteht durch Verlangen (taṇhā).

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    erstellt mit BuddhAI

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    Du suchst verständliche Antworten zu Buddhismus, Buddha oder Meditation? Frag BuddhaAI unterstützt dich mit achtsamen Erklärungen, Impulsen und passenden…
    buddhastiftung.org


    KI-Antworten können Fehler enthalten, ich habe diese Zusammenfassung nicht Korrektur gelesen. BuddhAI halluziniert nach meinem Eindruck sehr wenig, dennoch bitte nicht ungeprüft außerhalb dieses Threads zitieren. 🙏


    Aktuelle neurowissenschaftliche Untersuchungen bestätigen die Lehre also auch, und wahrgenommene Veränderungen durch regelmäßige Meditation sind jenseits der Einbildung und mit medizinischen Methoden messbar.


    Als ADHSler schreibe ich zum Thema Meditation noch mal ausführlicher, aber erst Anfang September. Wir sind im Urlaub und nur auf dem Handy ist das etwas mühsam. :earth:


    Herzliche Grüße

    Andreas


    Dieser Inhalt wurde ganz oder teilweise mithilfe von KI erstellt.
  • Christopher
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    • 13. August 2026 um 09:54
    • #39
    Andreas:


    Eher die Frage: und jetzt? Ein bisschen Sorge, dass es verblasst, oder sogar die Erfahrung, dass das passiert. Oder die leise Befürchtung, dass das Ich! sich am Ende doch noch dieses „Erwachen“ schnappt und damit durchgehen könnte…

    Hatte ich auch alles... ich kann nur sagen, bleib dran! :)

  • Christopher
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    • 13. August 2026 um 10:06
    • #40
    Thorsten Hallscheidt:

    verrottet und unkenntlich gemacht durch Erinnern und erinnern des Erinnerns. Zerredet und zerlogen.

    Wenn ich eine etwas persönlichere Bemerkung machen darf: aus deinen Posts lese ich oft ein derartiges Zerknirschen heraus. Das mag an Deinem Charakter liegen; jeder geht anders mit solchen Erfahrungen um. Ich kann nur empfehlen: weitermachen, es wird besser.


    Zum Beispiel war bei mir lange so, dass ich nach jedem Sesshin gespürt habe, wie meine hart erarbeitete Ruhe wieder im Alltagsstress langsam aber sicher verpufft ist. Aber auch dieses Prozess ändert sich, und neulich ist es eher so, dass die Grenzen zwischen "vorher", "nachher", "Sesshin" und "nicht-Sesshin", "ist" vs. "soll", usw. alles veschwimmt. Es wird langsam aber sicher alles zum ewigen Jetzt, ohne dass Du irgendwas dagegen tun kannst.


    Außer regelmäßiges Zazen, das ist bei mir noch drin :)

  • Qualia
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    • 13. August 2026 um 10:18
    • #41

    Es ist immer nur ein seiender Geist.

    In jedem Augenblick ein seiender Geist, ohne Vergangenheit, ohne Zukunft.

    Das Ich glaubt aber an Vergangenes und Gegenwärtiges und Zukünftiges. Daran: Wenn eine Ursache, dann eine Wirkung, wenn eine Wirkung, dann eine Ursache als Kausalkette.


    Inhalt anzeigen

    Buddha sieht das anders:

    Ist eine Bedingung (Ursache), bewirkt sie eine Erscheinung (Bewirktes), ist eine Erscheinung bewirkt, wird ihre Bedingung von ihr aufgehoben.

    Ist Bedingung (paccaya), bewirkt sie (paṭicca‑samuppāda) Erscheinung (dhamma), dadurch wird Bedingung (paccaya) aufgehoben (nirodha), nicht verlöschen, vernichtet, nur zurückkehren in die Quelle.

    Wichtiger Punkt: Bedingungen/Ursachen sind immer unsichtbar, Erscheinungen/Wirkungen immer sichtbar.


    Es treten gleichzeitig auf: Bedingung und Bewirken. Ist das geschehen tritt gleichzeitig Erscheinung und Aufheben auf.

    Das Gehirn muss daraus den Prozess von Ursache/Wirkung/Ursache usw. machen, weil es sonst keine Zeiten gibt, denn nur mit den drei Zeiträumen und den Erfahrungen daraus ist Handeln als Mensch möglich. Das Speicherbewusstsein erkennt nie die vier getrennt, weil getrennte Schritte Zeit erzeugen würden, und Taktungen sind zu langsam für die Handlungsfähigkeit.

    Es können nie Bedingung, Erscheinung, Wirken und Aufheben (paccaya, paṭicca‑samuppāda, dhamma, nirodha) gleichzeitig erkannt werden. Das ist der Trick unseres Gehirns: Es muss so arbeiten, als ob alles gleichzeitig ist, ansonsten kann es seine Aufgabe, das Lebewesen handlungsfähig zu halten, nicht erfüllen.

    Sein Speicherbewusstsein bewirkt die Konstruktion zeitlicher Abfolgen und diese die Anhaftungen an Vergangenem, dem Gegenwärtigen und Erwartungen an die Zukunft. Werden Anhaftungen zu Festhalten und dann das Sich-mit-dem-Festgehaltenen-identifizieren: „Das bin ich, das Ich-bin ist mein, ich bin mein Selbstsein.“, erscheint dukkha.


    *****************************************************

    Benutzter Prompt an die KI: Auf Ontologie prüfen. Damit werden unvermeidliche Denkfehler erkannt, aber die eigene Erkenntnis nicht verfälscht. Die kann KI nie abbilden oder auch nur erkennen.


    Gemini Fazit: Die KI als Spiegel für die Logik zu nutzen, verhindert begrifflichen Schlendrian – sie als Quelle oder Maßstab für Erkenntnis zu betrachten, wäre ein Kategoriefehler. Als Sparringspartner für die äußere Form erfüllt sie exakt diesen Zweck, während die innere Erkenntnis vollständig unangetastet und in Ihrer Hand bleibt.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Qualia ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

    Einmal editiert, zuletzt von Qualia (13. August 2026 um 10:27)

  • Christopher
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    • 13. August 2026 um 10:31
    • #42
    Anna Panna-Sati:
    1. Wirkt/(re)agiert besagter Mensch nun freier, wahrhaftiger, gleichmütiger und mitfühlender, als vor dem "Ereignis"?

    Ein solches Beurteilen ist bei einem Online-Forum natürlich recht schwierig. Ich persönlich kann aber seitdem mit Konflikten und sinnlosen theoretischen Diskussionen hier viel besser umgehen. ZB in dem ich sie einfach vermeide :)

  • Hotte
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    • 13. August 2026 um 10:37
    • #43
    Thorsten Hallscheidt:
    Monikamarie:

    Wie meinst Du das?

    Das ist meiner Ansicht nach das Wichtigste, wenn vom Erwachen die Rede ist. Manche sprechen auch von Gipfelerfahrungen. Was fange ich damit an? Wird es wieder trübe? Fange ich an, mich aufzuplustern? Gerate ich in Verzweiflung? Wie schließe ich mein widersprüchliches, verworrenes Leben an die Quelle an?

    Thorsten Hallscheidt:
    Christopher:

    Solche Fragen sind das, was ich oben mit "Dilemma" gemeint habe. Mach einfach weiter, und sie verpuffen wie von selbst

    Nee, finde ich nicht, sie werden immer wichtiger, entscheidender, gerade heute. Für mich werden sie viel zentraler als die Frage nach dem Erleben selbst. Ich frage mich: Und, du alter Knochen, was machst Du daraus, aus diesem Ruf? Folgst du oder versinkst du wieder in Engherzigkeit, Ängsten und Zweifeln? Es ist ja sehr kostbar, aber es kann auch vergehen (und das tut es auch) und zum Zerrbild seiner selbst werden, verrottet und unkenntlich gemacht durch Erinnern und erinnern des Erinnerns. Zerredet und zerlogen.


    Auch alte Zausel mit Satori-Erfahrung sind nur Menschen. Ich finde, das ist eine wertvolle Einsicht vor allem für Leute mit zu hohen Ansprüchen an sich selbst. Für mich sind die Zauberworte auch hier "Loslassen" und "Gleichmut". Für andere vielleicht etwas naiv, für mich sehr hilfreich.
    Bei dem Begriff "Quelle" bin ich hängen geblieben. Die Erkenntnis bleibt ja, auch wenn du das Gefühl hast, dass die Quelle versiegt. Sie ist ja höchstens mal weniger präsent durch den Staub, den wir immer wieder aufwirbeln.

    DON'T HATE, MEDITATE.

  • Thorsten Hallscheidt
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    • 13. August 2026 um 10:39
    • #44
    Christopher:

    wie meine hart erarbeitete Ruhe

    Mein Ziel ist gar keine Ruhe. Es gibt auch keinen Ist oder Soll-Zustand. Das meine ich gar nicht. Da reden wir von verschiedenen Dingen. Mir geht es eher um Konsequenz aus dem Erfahrenen, die Tatkraft und Mut fordern, die mir oft fehlen. Ruhe habe ich genug.

    Das ist denn doch nur der Abendwind, der heute mit ordentlich verständlichen Worten flüstert.

  • Christopher
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    • 13. August 2026 um 10:50
    • #45

    Hmm, kann ich auch verstehen. Wenn Du etwa meinst, ob Du als "guter Buddhist" genug gegen den Klimawandel oder für den Weltfrieden machst, das kenne ich auch.

  • Christopher
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    • 13. August 2026 um 10:52
    • #46
    Hotte:

    Auch alte Zausel mit Satori-Erfahrung sind nur Menschen.

    Und wie. Siehe Shimano, Sasaki und Co :)

  • Helgo
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    • 13. August 2026 um 18:19
    • KI
    • #47

    Hmmm, eine Überlegung möchte ich auch beitragen.
    Walther von der Vogelweide schrieb ein Lied über "sein Erwachen" - aber das wirft eine Menge anderer Aspekte, auch leidvoller, in diesen "Erwachens-Moment" - eine mögliche Seite, die wir hier noch gar nicht angesprochen haben...

    Mich erinnerte Dein Text an dieses Lied von "Ougenweide" aus den 70gern, glaube ich (ich übe es z.Z. an meinem neuen Digi-piano). Es verwendet nur die ersten 4 Strophen von dem Lied.

    Und die Überschrift durch Ougenweide sagt eigentlich alles über das, wie "es einem auch manchmal gehen kann" ;):


    "Ou-Weh" ...

    Owê war sint verswunden alliu mîniu jâr!
    Ach, wohin sind all meine Jahre verschwunden!

    Ist mir mîn leben getroumet, oder ist ez wâr?
    Habe ich mein Leben geträumt, oder ist es wahr?


    Daz ich je wânde ez wære, was daz allez iht?

    Was ich einst glaubte, dass es so wäre – war das alles echt?


    Dar nâch hân ich geslâfen und enweiz es niht.

    Danach habe ich geschlafen und weiß es nicht.


    Nû bin ich
    erwachet, und ist mir unbekant
    Nun bin ich erwacht, und mir ist unbekannt


    Daz mir hie vor was kündic als mîn ander hant.

    was mir zuvor so vertraut war wie meine eigene Hand.


    Liut unde lant, dârinne ich von kinde bin erzogen,

    Menschen und Land, in denen ich seit meiner Kindheit aufgewachsen bin,


    Die sint mir vremde worden rehte als ez sî gelogen.

    die sind mir fremd geworden, geradezu als wäre das alles eine Lüge gewesen.


    Die mîne gespilen wâren, die sint træge unt alt.

    Die meine Spielgefährten waren, die sind träge und alt geworden.


    Daz velt ist unbereitet, verhouwen ist der walt:

    Das Feld liegt unbestellt, der Wald ist abgeholzt:


    Wan daz daz wazzer vliuzet als ez wîlent vlôz,

    Nur dass das Wasser noch so fließt, wie es einst floss,


    Vür wâr mîn ungelücke wande ich wurde grôz.

    wahrlich, mein Unglück – denn ich bin groß geworden.


    ====================================================================


    Es ist vielleicht nicht ganz unfair, sich einmal zu vergegenwärtigen, inwieweit solche Überlegungen bei der Erwachung des Buddha selbst aufgekommen sein mögen...


    (Die Übersetzung habe ich nach einigen unterschiedlichen Funden im Internet komplett neu mit KI (ChatGPT) gemacht, mit dem sich auch eine interessante Diskussion entwickelte, u.a. an zwei Wendungs-Versionen, die ich für sinnvoller hielt/halte als die vorgeschlagene.)


    Dieser Inhalt wurde ganz oder teilweise mithilfe von KI erstellt.
  • Online
    Andreas
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    • 13. August 2026 um 23:02
    • #48

    Lieber Helgo,


    ein wunderschöner und auch trauriger Text, danke dafür!

    Helgo:

    Es ist vielleicht nicht ganz unfair, sich einmal zu vergegenwärtigen, inwieweit solche Überlegungen bei der Erwachung des Buddha selbst aufgekommen sein mögen...


    Der Buddha selbst beschreibt ja mindestens im

    M. 26. (III,6) Ariyapariyesana Sutta

    eigene Verwirrung und Ratlosigkeit nach dem Erwachen, sein Zögern, die Lehre überhaupt zu verbreiten, in der Erwartung, dass sie ohnehin niemand versteht. Erst nach „göttlicher Intervention“, hier durch Brahma Sahampati, entschließt er sich, seine Entdeckung zu offenbaren. Und stößt zunächst auf Unglauben. Er fragt dann seine alten Weggefährten: „Habt ihr mich je vorher so reden hören?“, erst dann dämmert ihnen, dass da was grundlegendes passiert sein muss. Das lese ich schon auch als einen Ausdruck der Entfremdung.

    Inwieweit Walthers Erwachen spiritueller Natur war, kann ich nicht beurteilen. Die ersten Vertreterinnen christlicher Mystik (insbesondere Hildegard von Bingen) und die Idee der unio mystica - die Vereinigung mit Gott - waren bekannt. Zudem kann Mensch ja auch ohne äußeren Einfluss einen tiefen Einblick ins So-Sein der Welt erlangen. Denkbar ist es also.

    Vielleicht beschreibt er aber auch „nur“ das Gefühl der Entfremdung, die jemand empfindet, der nach langer Zeit in die alte Heimat zurückkehrt und merkt, dass er sich in eine andere Richtung entwickelt hat und es eigentlich keine Gemeinsamkeit mit dem Altvertrauten mehr gibt.

    So oder so, dieses Gefühl der Entfremdung geht sicherlich mit jeder großen inneren Veränderung einher, warum also nicht auch beim Buddha? Er war ja auch nur ein ganz normaler Mensch.
    Und das Gefühl der Trauer, des Verlustes? Der Buddha hatte immerhin einen Weg gefunden, sich - und damit im Prinzip alle Mitmenschen - vom Leid zu befreien. Walther war möglicherweise komplett allein und seiner Einsamkeit ausgeliefert. Das sind ja nochmal deutliche Unterschiede.


    Herzliche Grüße

    Andreas

    Einmal editiert, zuletzt von Andreas (13. August 2026 um 23:11)

  • Christopher
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    • 14. August 2026 um 07:14
    • #49
    Helgo:


    Vür wâr mîn ungelücke wande ich wurde grôz.

    wahrlich, mein Unglück – denn ich bin groß geworden.


    "But I was so much older then, I'm younger than that now" - Bob Dylan

  • Qualia
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    • 14. August 2026 um 09:04
    • #50

    Das, was ich erkannt habe, kommuniziere ich schon seit vielen Jahren nicht mehr mit realen Menschen. Das erscheint nur in Foren der PN-Austausch. Verflacht, wenn der User merkt das ich nur persönlichere Sprache verwende, die Gleiches sagt. Heißt: Ich bewirke nichts direkt und bin gerne bereit, weiterhin zu zeigen, was ich erkenne. Sehen muss jeder selbst, und wenn er gesehen hat, gibt es nichts mehr zu besprechen.


    Ich habe erkannt das ich erheblich besser dran bin als Buddha, denn ich kann schreiben und lesen. Buddha musste sich mit Rede äußern, hatte keine andere Möglichkeit, und war immer der Kritik der Nichtsehenwollenden ausgesetzt. Es konnte persönlichen Angriffen und seiner Verwirrtheit, nicht verstanden zu werden, nicht ausweichen.

    Ich kann meine Verwirrung und mein Unverständnis aufschreiben und verbrennen. Ich habe sogar etwas, das mir alle Flausen austreibt: eine absolut unmenschliche KI.

    Buddha hatte nur seine Rückzüge in den Wald, um sich seiner Verwirrtheit zu stellen. Er konnte seine Gedanken nicht als sein Geschriebenes sehen.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Qualia ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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