Danke, so entfernt ist das leider alles garnicht, trotz meines Alters, es ist halt ein(mein) Versuch damit umzugehen.
Es ist ein schwieriges Thema in dem es kein "oder" gibt, kein richtig, kein falsch. Manchmal sind Dinge einfach was sie sind. Sich nicht vor den eigenen Emotionen verschliessen und gleichzeitig das Gegenüber nicht darüber übersehen ist mitunter unendlich schwer. Das ist ok.
Ich glaub im Buddhismus redet man da von Dukkha, von Leid und dessen Vermeidung, aber die Vermeidung besteht aus meiner Sicht nicht darin vor dem Leid wegzurennen oder sich davor zu verschliessen, das holt einen nur später wieder ein. Sondern Mensch sollte es als immamenten Bestandteil des Lebens zu akzeptieren.
Wir stellen ja gerne die Frage nach Kausalität, Dinge sollen einen Grund haben. Aber ich weiss garnicht, ob es den überhaupt braucht oder gibt. Manchmal ja, manchmal nein und manchmal jain.
Ich denke, man sollte Menschen auch sagen, das man etwas nicht gut findet, aber im gleichen Moment sollte man auch vermitteln, "ich will nicht das du das tust, aber ich will auch nicht das du leidest". Es ist ehrlich und respektiert dennoch die Grenzen und erkennt an, dass das Gegenüber eben seine eine Wahrnehmung und Gefühle dazu hat.
Beiträge von neodyme
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Ich heisse sie nicht gut, weil ich glaube man sollte nie aufgeben. Aber ich verstehe auch, das ist eben nur meine Meinung geprägt durch meine Erfahrung.
Der Große Weg ist nicht schwierig für den, der nicht wählt und verwirft. -
Hi,
ich finde es verwirrend, es kommt mir vor als ob hier gutheißen mit akzeptieren gleich gesetzt wird. Das erscheint mir ein wenig undifferenziert.
Ich kann den Wille und Entscheidung akzeptieren und respektieren, aber ich heiße Sie nicht gut, im Gegenteil ich halte sie für traurig.
Aber loslassen bedeutet auch einem Menschen nicht krampfhaft in seinem Unglück gefangen zu halten. Die Frage ist doch, sehe ich dann noch den Menschen vor mir und habe Mitgefühl oder sehe ich nicht vorallem meine Wünsche und stelle sie über sein Leid? -
Ein Weiser hob eine Blume hoch,
da schwiegen hundert Zungen.
„Was will er sagen?“, fragte man,
und tausend Deutungen sprangen.Der eine sprach vom Sein an sich,
der zweite von dem Werden,
der dritte sah im welken Blatt
den Sinn von Tod und Erden.Da lächelte ein einziger Mann.
„Er hat es wohl verstanden!“
Und sofort schrieb man sein Lächeln
auf Tafeln und Girlanden.Da kam ein Spötter, klug und scharf,
und lachte über alle:
„Ihr Narren! Seht die Blume an,
nicht eures Denken Falle!“Doch während er dies höhnisch sprach,
bemerkte er mitnichten,
dass er — um zu lachen über jene —
selbst begann zu dichten.So stand die Blume, wie sie stand,
ganz ohne Lehr' und Gaben.
Und alle klugen Männer rings herum
hatten sie doch längst begraben.Nur einer sah sie irgendwann.
Doch auch dieser blickt' nicht lange.
Er schrieb darüber ein Gedicht.Und ward nunmehr nur selbst Gespött.