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  1. Buddhaland Forum
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Körper,Geist und Seele

  • Matthie
  • 4. August 2026 um 10:33
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  • Matthie
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    • 5. August 2026 um 08:27
    • #26
    pano:

    Es sollte nicht überraschen weil ein begriff wie Seele so überdefiniert ist dass man kaum weiß wie wer gemeint ist. Seele

    Das stimmt und hatte ich übersehen.


    Ich finde es sehr interessant wie verschieden Begriffe benutzt, gedeutet und definiert werden.

    Um den andere zu verstehen ist es doch wichtig zu verstehen was jeder damit meint.

    Schließlich geht es ja hier um Kommunikation.


    Die Skandhas erscheinen mir da eine gute Sichtweise im Buddhismus zu sein und die werde ich mir mal genauer durchlesen.

    Danke für den Hinweis void 🙏


    Ich glaube ich suche immer pendants zu meiner Welt, weil ich wissen möchte ob der Buddhismus wirklich etwas für mich ist, oder nicht.

    Vielleicht ist diese Frage aber auch nicht wichtig.


    Interessant finde ich wie negativ viele den Begriff Seele sehen.

    Iris fühlte sich sogar befreit mit der Aussage Ihr seid seelenlos.

    Iris:

    Und es war tiefe Erleichterung in mir von dieser Bürde unbewusst aus dem Christentum aufgelastet, befreit zu sein. Danke dass dieser Wahn von uns genommen wird.

    Das würde ich gerne genauer Verstehen.

    Das die Kirche mit Angst und Schrecken regiert hat und dabei viel Flurschaden erzeugt hat, ist mir bewusst.

    Seelenlos klingt ja erstmal gruselig wie ein Roboter.

    Für mich ist die Seele eher mein wahres Selbst, wie es Samadhi 1876. beschreibt und bei mir positiv abgespeichert. Also keine Last eher ein Geschenk.

  • Qualia
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    • 5. August 2026 um 08:31
    • #27
    Matthie:

    Ich bin hier manchmal überrascht wie verschieden die Meinungen über das zusammenspielen von Körper und Geist sind.

    Noch mehr überrascht es mich, dass ein Teil der Buddhisten die Idee einer Seele ablehnt.

    Ich sah das das immer als Teil einer Trinität an.


    Geistige Probleme können zu körperlichen führen und Umgekehrt.

    Richtig trennen kann man da meiner Meinung nach nicht.

    In der Therapie macht es aber natürlich Sinn Körper und Geist zur Behandlung zu trennen.

    Physiotherapie für den Körper und Psychiotherapie für den Geist/Seele.(Psyche).

    Beider Therapieforrmen sagen aber das man die andere Seite auch anschauen muss bei der Behandlung.

    Mentaler,zwischenmenschlicher Schmerz lässt sich gut über die Seele ausdrücken.

    Die Seele vergisst diesen Schmerz nie. Der Geist vergisst viel 😂.


    Alles nur Wörter.

    Mich interessiert wie Ihr und der Buddhismus diese Trinität ( insofern sie eine ist )

    Von Körper, Geist und Seele seht.


    Vielleicht habe ich auch nur den einen oder andern
    Post missverstanden.🤷‍♂️

    Alles anzeigen

    Körper, Seele, Geist


    Ich bin nur ich. Ich war schon lange sicher, ICH hat seine tausende Schauspieler.


    Körper sind alle materiellen und biologischen Voraussetzungen, die mein Leben ermöglichen.

    Geist ist Verstand, Logik, Berechnungen, die Vorstellung, Meinungen, Regeln. Geist erstellt meine Lebensprinzipien.

    Seele habe ich, bin diese aber nicht, und die hängt irgendwie im leeren Raum, den es nicht gibt?!?


    Ich gebe ihr einen Platz.

    Seele ist Karma = Handeln. Der Erlebnisraum überhaupt.


    Kurz vor dem Handeln hat man eine Absicht, dann handelt (karma) man, dann erfährt man das Ergebnis.

    Daraus erscheint die Seele, die empfindet:

    Ich fühle mich gut oder ich fühle Scham oder nichts. Die Seele greift in den Geist ein, damit der solche Absichten bildet, die keine Scham erzeugen. Leider oft vergebens, denn der Geist ist sich sicher, dass er das Größte ist.


    Die Drei sind immer Eins, immer Gegenwart (vergehende Vergangenheit, geschehende Zukunft), und ICH kann sie betrachten, ohne dass ich eingreifen muss, die machen schon das es gut geht.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

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    • 5. August 2026 um 09:35
    • #28
    Matthie:

    Interessant finde ich wie negativ viele den Begriff Seele sehen.

    Iris fühlte sich sogar befreit mit der Aussage Ihr seid seelenlos.

    Es ist schwer.


    • Im Buddhismus ist das "Anhaften an einem Selbst" - die Idee man habe einen inneren Kern auf den man sich gründen kann - das Ich und mein - die Grundlage für alle Probleme.Und Seele wird als Übersetzung für diesen Wesenskern an dem wir haften gesehen.
    • Im Christentum bedeutet aber der Begriff "Seele" eher etwas das von Gott kommt und von daher die Beziehung zu diesem erhellt. Es ist das Gegenteil davon sich auf sich selbst zu gründen.
    • Und ursprünglich ist das Wort "Seele" mit "See" verwandt. Es gab die Idee das man nach dem Tod über Seen in eine Anderswelt gelangt. Platsch.

    Die Idee, um den Buddhismus zu verstehen, ihn in verwandte Begriffe zu übersetzten ist ein ne Schnapsidee die eher zu Mißverständnissen führt.


    Jeder sagt Seele und der eine denkt an das was den Dingen Bedeutetung gibt, der andere an einen Atman und wieder ein anderer, dass es ein gutes Wetter wäre um an den See zu gehen.

  • Aravind
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    • 5. August 2026 um 09:48
    • #29
    Matthie:

    Ich glaube ich suche immer pendants zu meiner Welt, weil ich wissen möchte ob der Buddhismus wirklich etwas für mich ist, oder nicht.

    Vielleicht ist diese Frage aber auch nicht wichtig.

    Das ist verständlich, kann aber sehr in die Irre führen. Viele buddhistische Richtungen haben nicht die Absicht, die Welt als Ganzes zu kategorisieren oder zu erklären. Sondern sie beschränken sich darauf, was für die Befreiung wirklich notwendig ist.


    Wenn Du eine Praxis findest, in der keine Seele vorkommt, ist das in keiner Weise ein Qualitätsmerkmal, weder positiv noch negativ. Am Ende geht es nicht darum, deine Welt zu speigeln, sondern darum, dir Handwerkszeug zu geben. Damit kannst Du dann selbst überprüfen, ob Deine Vorstellung von Seele aus Sicht der Befreiung etwas taugt. "Etwas taugt" im Sinne von: Vermehrt diese Idee Anhaftungen, oder vermindert sie Anhaftungen (in buddhistischen Begriffen: ist sie heilsam, oder unheilsam).


    In so weit ist deine Frage sehr wichtig, aber aus anderer Perspektive: Bist du bereit, deine Ansichten über die Welt rücksichtslos zu prüfen?


    (Auch darauf gibt es keine feststehende Ja/Nein-Antwort, jede und jeder, der praktiziert, hat enthusiastische Phasen, wo man bereit ist, alles auf den Prüfstand zu stellen, und Phasen, in denen einem die Praxis gestohlen bleiben kann. Die Kunst ist es, trotzdem weiter zu machen.)


    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • mukti
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    • 5. August 2026 um 09:51
    • #30

    Körper und Geist sind Objekte der Erfahrung, unter Seele wird oft dasjenige verstanden, welches Körper und Geist erfährt. Ein wahres, ewiges Selbst, das irgendwie in Illusion geraten ist und sich nun für den vergänglichen Körper/Geist hält. Nach dem Christentum und dem hinduistischen Dvaita-Vedanta ist sie aus einem ewigen Paradies gefallen, nach dem Advaita-Vedanta aus dem allumfassenden Brahman.


    Das Problem dabei ist, dass sich dasjenige, das Körper und Geist wahrnimmt, nicht selber wahrnimmt. Ein bekanntes Beispiel ist das Auge, das äußere Objekte sehen kann, aber nicht sich selber. Man kann glauben, dass die Fähigkeit sich selber wahrzunehmen verlorengeht, wenn sich die Seele mit dem Körper/Geist identifiziert, nach der tatsächlichen Erfahrung gibt es aber immer zwei: Das was wahrnimmt und das was wahrgenommen wird.


    Der Buddha lehrt, dass das Wahrgenommene, also alles Körperliche und Geistige, kein Ich oder Selbst ist und das ist nachvollziehbar: Was ich nur wahrnehme, bin ich ja nicht. Dasjenige das wahrnimmt ist das viññāna, gewöhnlich übersetzt mit Bewusstsein. Das Bewusstsein hängt ab von dem, worüber es bewusst ist, bzw. was es erfährt oder wahrnimmt, also von den Sinnes- und Geistesobjekten. Demnach besteht es nicht aus sich selbst heraus und ist keine ewige Seele.


    Ich weiß nicht ob es so ein wahres Selbst gibt oder nicht, aber wenn ich irgendwann die Täuschung, Körper und Geist zu sein, vollkommen durchschaut habe, werde ich es wissen.

    Mit Metta, mukti.


  • Qualia
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    • 5. August 2026 um 09:59
    • #31
    Qualia:
    Matthie:

    Ich bin hier manchmal überrascht wie verschieden die Meinungen über das zusammenspielen von Körper und Geist sind.

    Noch mehr überrascht es mich, dass ein Teil der Buddhisten die Idee einer Seele ablehnt.

    Ich sah das das immer als Teil einer Trinität an.


    Geistige Probleme können zu körperlichen führen und Umgekehrt.

    Richtig trennen kann man da meiner Meinung nach nicht.

    In der Therapie macht es aber natürlich Sinn Körper und Geist zur Behandlung zu trennen.

    Physiotherapie für den Körper und Psychiotherapie für den Geist/Seele.(Psyche).

    Beider Therapieforrmen sagen aber das man die andere Seite auch anschauen muss bei der Behandlung.

    Mentaler,zwischenmenschlicher Schmerz lässt sich gut über die Seele ausdrücken.

    Die Seele vergisst diesen Schmerz nie. Der Geist vergisst viel 😂.


    Alles nur Wörter.

    Mich interessiert wie Ihr und der Buddhismus diese Trinität ( insofern sie eine ist )

    Von Körper, Geist und Seele seht.


    Vielleicht habe ich auch nur den einen oder andern
    Post missverstanden.🤷‍♂️

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    Körper, Seele, Geist


    Ich bin nur ich. Ich war schon lange sicher, ICH hat seine tausende Schauspieler.


    Körper sind alle materiellen und biologischen Voraussetzungen, die mein Leben ermöglichen.

    Geist ist Verstand, Logik, Berechnungen, die Vorstellung, Meinungen, Regeln. Geist erstellt meine Lebensprinzipien.

    Seele habe ich, bin diese aber nicht, und die hängt irgendwie im leeren Raum, den es nicht gibt?!?


    Ich gebe ihr einen Platz.

    Seele ist Karma = Handeln. Der Erlebnisraum überhaupt.


    Kurz vor dem Handeln hat man eine Absicht, dann handelt (karma) man, dann erfährt man das Ergebnis.

    Daraus erscheint die Seele, die empfindet:

    Ich fühle mich gut oder ich fühle Scham oder nichts. Die Seele greift in den Geist ein, damit der solche Absichten bildet, die keine Scham erzeugen. Leider oft vergebens, denn der Geist ist sich sicher, dass er das Größte ist.


    Die Drei sind immer Eins, immer Gegenwart (vergehende Vergangenheit, geschehende Zukunft), und ICH kann sie betrachten, ohne dass ich eingreifen muss, die machen schon das es gut geht.

    Alles anzeigen

    Körper, Seele, Geist sind unsere DNA, Homo sapiens sapiens.

    Alle Kinder lernen mit ihren Altersgenossen und durch sie, wie man miteinander umgeht, um sich nicht schlecht zu fühlen. Dafür brauchen sie keinen Geist, der entwickelt sich erst in ihrem Erlebnisraum oder durch Konditionierung mit Erwachsenen-Regeln.


    Es müssen also alle drei immer vorhanden und entwickelbar sein, um als Erwachsener ein „Ich bin Ich“ zu bilden, das sein Leben betrachten kann, ohne einzugreifen, denn Vergangenes kann nicht geändert und Zukünftiges kann nicht gewusst werden, weiß das Ich bin Ich.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

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    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • Samadhi1876
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    • 5. August 2026 um 10:13
    • #32
    mukti:

    Der Buddha lehrt, dass das Wahrgenommene, also alles Körperliche und Geistige, kein Ich oder Selbst ist und das ist nachvollziehbar: Was ich nur wahrnehme, bin ich ja nicht. Dasjenige das wahrnimmt ist das viññāna, gewöhnlich übersetzt mit Bewusstsein. Das Bewusstsein hängt ab von dem, worüber es bewusst ist, bzw. was es erfährt oder wahrnimmt, also von den Sinnes- und Geistesobjekten. Demnach besteht es nicht aus sich selbst heraus und ist keine ewige Seele.

    „Der vollständige Körper ist der Mund, der in der Luft hängt

    Egal aus welcher Richtung der Wind bläst


    - Norden, Süden, Osten, oder Westen -


    Die Glocke im Wind macht immer den Klang des Prajna:

    Kling, Kling, Kling“


    (Aus Makahannya Haramitsu - Shobogenzo)



    Spirituelles wahres Selbst und Psychologisches wahres Selbst unterscheiden sich schon.


    Viele sind auch mit ihrem psychologischen Selbst zufrieden. Und machen sich vielleicht erst in Lebenskrisen mehr Gedanken darum, wer man eigentlich wirklich ist, oder ob man das ist was man ist, oder warum anderen Menschen oder die Menschen generell so oder so sind. Oder warum man wenn man alles hat immer noch unzufrieden ist. Oder wo man eines Tages sein wird nachdem der eigene Körper zerfallen ist.


    Und dann findet man vielleicht auch mehr Interesse an spirituellen Wahrheiten, die anfangs wie „unbekanntes Land“ klingen.

  • Anna Panna-Sati
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    • 5. August 2026 um 14:26
    • #33

    Lieber Matthie , vielen Dank für das interessante, inspirierende Thema. _()_:heart:


    Dass nahezu alle bekannten Kulturen und Religionen die Existenz einer Seele annehmen (und diese teilweise nicht nur in Menschen, sondern auch in Tieren, Pflanzen und sogar in lebloser Materie wie Steinen verorten)

    und selbst in der areligiösen Psychologie von Seele gesprochen wird, zeigt,

    a) dass es in Menschen ein tiefes Bedürfnis nach einer Erklärung für dieses gefühlte "innere Wesen" gibt - und

    b) gleichzeitig den Wunsch nach etwas "Geistigem", das unzerstörbar/unsterblich, also dauerhaft vorhanden und einerseits individuell und andererseits mit allem anderen, was existiert, verbunden ist.


    Gleichsam als eine Konsequenz des Bewusstwerdens der eigenen Sterblichkeit, der Gewissheit des Todes und zusätzlich der Erfahrung von Träumen, meditativen Trancezuständen oder auch Bewusstlosigkeit bei sich und Anderen, musste der menschliche Geist seine Sichtweise erweitern und in "überweltliche" Bereiche vordringen, um schlussendlich Frieden zu finden und das Leben besser meistern zu können.


    Auch der Buddha stritt nur eine Seele, im Sinne eines festen, unveränderlichen, unabhängigen und unsterblichen Wesenkerns ab, nicht aber bedingte und wechselseitig abhängige geistige Prozesse, die im Menschen den Eindruck einer "Seele" erzeugen, bzw. vielfach als Zeichen für die Präsenz einer solchen gedeutet werden.


    (Für den Buddha war die Vorstellung eines sich ewig wiederholenden Daseinskreislaufs (Samsara) mit leidhafter Geburt, leidhafter Krankheit, leidhaftem Alter und schließlich leidhaftem Sterben/Tod, der blanke Horror - daraus suchte (und fand) er einen Ausweg:

    Weise Erkenntnis und Loslösung -

    keine unsterbliche Seele - kein "Ich" -> kein "Weiterwandern".)


    Den sogenannten "reinen, klaren (also unbefleckten) Geist", als "Urzustand"/grundlegenden Seinszustand, von dem Buddhas Lehre spricht, könnte man vielleicht mit der Vorstellung einer "reinen Seele" (welche auch "befleckt" werden kann) vergleichen, ebenso weisen Begriffe wie "innerstes Wesen", Bewusstsein, das "innere Licht",... letztlich auch im Buddhismus in eine Richtung, die annimmt, dass, nach dem physischen Tod - beim Unerleuchteten - noch etwas "Feinstoffliches" überdauert und sich bedingt, abhängig, sowie prozesshaft fortsetzt....

    U.U. in neuen Daseinsbereichen - mit dem Karma im "Gepäck" ;)...


    Erst beim Arahant hört - mit dessen physischem Tod und dem Eintreten ins Parinibbana ("Verlöschen ohne Rest") - die unruhige Wanderung, das Suchen und Greifen dieses "Bewusstseinskontinuums" völlig auf -> vollständiges Erlöschen, völlige Stille, völliger Frieden.


    (Wobei hierbei klar zu beachten ist, dass die Lehren des Buddha über Wiederwerden/Wiedergeburt umstritten sind, da sie nur geglaubt, nicht aber überprüft werden können....)


    Noch ein Tipp - m.E. hörenswert/lesenswert:

    Die Seele in den Religionen - Flüchtiger Hauch der Lebenskraft
    Die Seele ist in vielen Religionen dasjenige, was den Menschen wesentlich ausmacht. Aber was macht sie selbst aus? Ist sie unveränderlich? Vielleicht sogar…
    www.deutschlandfunkkultur.de


    Liebe Grüße, Anna :):heart:_()_

    "...Dieser edle achtfache Pfad aber ist der zur Aufhebung des Leidens führende Weg..." (AN.VI.63)

    "In dieser Stunde hörte Siddhartha auf, mit dem Schicksal zu kämpfen, hörte auf zu leiden. Auf seinem Gesicht blühte die Heiterkeit des Wissens, dem kein Wille mehr entgegensteht, das die Vollendung kennt, das einverstanden ist, mit dem Fluss des Geschehens, mit dem Strom des Lebens, voll Mitleid, voll Mitlust, dem Strömen hingegeben, der Einheit zugehörig." (H.Hesse)

  • Samadhi1876
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    • 5. August 2026 um 16:58
    • KI
    • #34

    Seligkeit oder sich selig fühlen


    Seligkeit bezeichnet einen Zustand von tiefem, vollkommenem Glück, innerem Frieden und wunschloser Freude. Das Wort wird sowohl im alltäglichen Sinn für ein starkes Hochgefühl als auch in der Religion verwendet. [1, 2]

    Religiöse Bedeutung

    • Im Christentum: Die ewige Gemeinschaft mit Gott nach dem Tod im Himmelreich. Es ist die vollkommene Erlösung und das Heil, das laut der Bibel (wie in den Seligpreisungen der Bergpredigt) aber auch im irdischen Leben als Verheißung spürbar sein kann.
    • In anderen Traditionen: Oft ein Zustand reiner Seelenruhe und tiefer Wonne, in dem man sich eins mit dem Ursprung des Lebens fühlt. [1, 2, 3, 4, 5]

    Alltägliche Bedeutung

    • Ein Zustand von übergroßem, fast rauschhaftem Glück und tiefer Zufriedenheit.
    • Ein Gefühl von vollkommener Geborgenheit oder Erleichterung nach überstandenen Schwierigkeiten. [1, 2, 3]

    Dieser Inhalt wurde ganz oder teilweise mithilfe von KI erstellt.
  • Samadhi1876
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    • 5. August 2026 um 17:41
    • #35

    Gefühlsenenergie und Seligkeit (Gefühlsbaum nach H.P. Röhr aus dem Buch Narzissmus)


    Lust

    Freude: Seligkeit, Entzücken, Jubel, Lust


    Unlust

    Wut: Ärger, Verbitterung, Hass

    Schmerz: Wehmut, Trauer, Leid, Kummer

    Angst: Furcht, Entsetzen, Panik


    Hier geht es mehr um die gewöhnliche menschliche Psyche an sich

    Liebe und Mitgefühl zu sich selbst, Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen, Selbstsicherheit, gesunde entwickelte Autonomie

    Und aber auch um soziales Miteinander mit anderen Lebewesen, anderen vertrauen zu können, sich selbst abgrenzen zu können, etc.


    Spirituell geht es weiter, hängt Seligkeit auch sich mit dem Universum verbunden fühlen zusammen, sich dadurch nicht mehr getrennt davon zu fühlen, die Illusion des Ich und das Ego erkennen können, nicht mehr so sehr allein nur Spielball seiner Gedanken und Emotionen zu sein.


    Das sich alles nur beständig ändert erkennen können während es eigentlich immer nur den neuen Augenblick gibt und der vorherige schon wieder verschwunden, nur noch Erinnerung ist, und der nächste Augenblick noch nicht Da ist


    Leid das durch Unwissenheit darüber, und Angst vor Loslassen und stattdessen Hingabe zum Hier und Jetzt egal wie es erscheint (Praxis), Anhaften, Begehren und Abneigung entsteht, erkennen

  • Matthie
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    • 6. August 2026 um 10:25
    • #36

    Zwei Fragen haben sich durch den Thread für mich aufgetan.


    Die Erste:

    Ich bin kein beständiges Ich.


    Ich habe viele Veränderungen mitgemacht in meinem Leben. Musste mich oft Neu finden und definieren. Viele Rollen die ich gespielt habe konnte ich ablegen. Andere kommen manchmal wieder und neue entstehen.

    Alles ist im Wandel. Soweit so gut.


    Doch mein Wesen hat sich in allen Jahren nie wirklich verändert.

    Manche nennen es auch Inneres Kind, aber ich weiß nicht ob es das im Ganzen trifft.

    Da bin ich immer noch fröhlich, frech, neugierig, naiv und unbedacht und begeisterungsfähig.
    Klar das Leben bringt ja Kämpfe,Schicksalsschläge,Scham,Demütigungen,Rückschläge mit sich.

    Die lassen zumindest das innerer Kind zeitweise verstummen und man ist eher verängstigt wie offen.

    Ich kann sagen das mein „Wesen“ ( wieder ein Wort was wahrscheinlich jeder anders sieht 🙈) sich nicht verändert hat.

    Mein ich mit all den Rollen etc. ist unbeständig.

    Mein Wesen aber nicht.

    Wenn man schonmal zumindest eine Ahnung ( oder sogar schon eine Einsicht) in die Buddhanatur hatte erfüllt das einen ja so, das man es durchaus als einen festen Kern betrachtet.

    Tatsächlich verwirrt mich es immer zu lesen.

    Das bin nicht ich. Das gehört nicht zu mir etc.

    Was bin ich denn dann ?

    Die zweite Frage zielt auf die Reinkarnation.


    Vorweg: Ich glaube nicht an Wiedergeburt, interessiere mich aber auch für diesen buddhistischen Glauben.

    Respekt gegenüber anderen Glaubensrichtungen ist mir persönlich sehr wichtig.

    Schön wäre es wenn hier keine säkularen Erklärungsversuche kommen.Die kann ich ja nachvollziehen , aber die andere Richtung verstehe ich nicht.

    Wenn es im Buddhismus keine Seele oder auch ewige Seele gibt, was wird dann wiedergeboren?

    Der Körper zerfällt soviel ist klar.

    Ein Teil vom Geist ?

    Oder gibt es da andere Begriffe ?

    Inneres Licht ? Bewusstsein ?

    Wenn zum Beispiel der Karmapa wiedergeboren wird. Findet direkt mit dem Tod des einen Körpers eine Geburt in einem neuen Körper statt?

    Oder gibt es eine Art Ruhezeit zwischen den Inkarnationen und was bleibt da bestehen ?


    Freu mich auf Eure Antworten 🙏

  • Samadhi1876
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    • 6. August 2026 um 10:44
    • #37
    Matthie:

    Doch mein Wesen hat sich in allen Jahren nie wirklich verändert.

    Es gibt ja auch so etwas wie Charakter. Manche sind introvertierter, manche extrovertierter, manche sensibler mancher weniger, manche mitfühlender, manche weniger, manche kreativ, manche nicht.


    Jeder hat auch andere Talente, zt auch geerbt:


    Man kann da auch bei den Eltern und Großeltern schauen, und wie die waren. Letztens las ich von jemand Vater hat gerne fotografiert und Mutter gerne gemalt. Und das Kind hat später gerne beides selbst gemacht. Eltern sind auch immer Vorbilder, auch für Beziehungen.


    Und wie du beschrieben hast, man entwickelt Rollen fürs Leben die man spielt. Und da spielen Kindheit und Eltern und auch Wohlstand und ob man im Krieg aufwächst oder nicht auch eine Rolle.


    Gefühlt ist man glaube ich manchmal auch immer noch Kind. Mal mehr mal weniger. Und auch je mehr mal weniger bei diesem Kind noch was altes offen ist, oder man lieber Kind bleiben und nicht richtig erwachsen werden wollte oder konnte.


    Glaube da kommt vieles zusammen. Und jeder Mensch hat ein anderes Wesen. Das ist glaube ich ganz natürlich von der Entwicklung her, hinzu das genetisch geerbte was einen mehr oder weniger beeinflusst.


    Alles in Allem würde man manches gerne detaillierter wissen. Oder wissenschaftlich belegt haben. Aber warum eigentlich?


    Weil man Zweifel daran hat „wer oder was“ man ist?

    Ob man „richtig ist so wie man ist“?


    Was das „Sterben“ betrifft, so entsteht und vergeht alles beständig im Universum. Ob ein Teil des Körpers, sei es Seele oder atman danach ohne Körper drumherum weiterhin mit dem Universum verbunden bleibt oder nicht, ist schwer bis gar nicht mit Instrumenten messbar.


    Aber die Intuition der Menschen war schon immer das sie schon immer mit dem Universum verbunden waren und es nach Zerfall des Körpers auch sein werden:


    Denn alles entsteht (anscheinend) auch aus diesem einen Universum…

  • Qualia
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    • 6. August 2026 um 11:09
    • #38

    Die drei Pfeiler des Menschseins.

    Ausgangsfrage: Was ist Seele?


    Seele ist ein Prozess, ein Vorgang ohne Ort, ohne Zeit, ohne Ich. Seele kann nicht gemessen werden und hat keine Eigenschaften, denn nur Messbares hat Eigenschaften, Ort, Zeit. (Qualia)


    Natürlich kann man der Seele Eigenschaften zusprechen, doch sie sind nur Zuschreibungen, um über „Seele“ zu kommunizieren: den andauernden psychischen Prozess des inneren Erlebens: Wahrnehmung, in Resonanz mit Gefühlen sein, Interpretation und Selbstmodellierung, eben alles, was der individuelle Mensch als seine Seele empfindet.


    Der Beweis einer Seele kann nicht erbracht werden. Für jeden, der Seele empfindet, ist kein Beweis nötig. Ich habe eine Seele und doch bin ich diese Seele nicht.


    Körper, Seele, Geist sind unsere DNA, Homo sapiens sapiens. Diese Art lernt mit ihren Altersgenossen und durch sie, wie man miteinander umgeht, um sich nicht schlecht zu fühlen. Dafür brauchen sie keinen Geist, der entwickelt sich erst in ihrem Erlebnisraum oder durch Konditionierung mit Erwachsenen-Regeln, -Normen, -Moral.


    Es müssen also alle drei immer vorhanden und entwickelbar sein, um als Erwachsener ein „Ich bin dies und das“ zu bilden. Dieses erkennt seinen „Schmerz“ und kann sein Leben betrachten als „Ich bin Ich". Im Wissen, nur in der Gegenwart eingreifen zu können. Denn Vergangenes kann nicht geändert und Zukünftiges kann nicht gewusst werden, weiß das Ich bin Ich.


    „Ich bin Ich" ist immer da, aber nicht festzuhalten. Dauerhaft, solange der Körper lebt, nicht als dauerhaft erkennbar, weil es immer wieder vom „Ich bin dies und das“ verdeckt wird, mein Personsein ist sich nicht andauernd des „Ich bin Ich" bewusst, das würde mir das Menschliche nehmen.

    Buddha zeigt das, sein "Ich bin Ich" mit diesem Satz: Das ist nicht mein, das bin nicht ich, das ist nicht mein Selbst.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • neodyme
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    • #39

    Ich würde es sogar auf "ich bin" herunterkürzen - Sunyata und Anatta.

  • Igor07
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    • 6. August 2026 um 16:20
    • #40
    Matthie:

    Wenn es im Buddhismus keine Seele oder auch ewige Seele gibt, was wird dann wiedergeboren?

    Dazu gibt es eine interessante Analogie in einem Buch von E. Conze. Wenn ich im Billard mit einem Stock die Kugel anstoße, entsteht eine Verkettungsreaktion, bei der viele Kugeln diese Energie abbekommen und dann selbst die anderen Kugeln anstoßen, und so ad infinitum. Jede Kugel stellt also sowohl die Ursache als auch die Wirkung dar, oder kann man hier von einem allesumfassenden Netz der reziproken Beziehungen sprechen, etwa wie im Modell des holografischen Universums oder im Indra-Netz. Und das ist bestimmt kompatibel mit der modernen Wissenschaft. Der historische Buddha hatte wirklich die eigenen vorherigen Existenzen erinnert, aber es war kein fester, unabhängiger Kern oder eine Entität darin vorhanden, ansonsten würde es der Grundidee der bedingten Entstehung widersprechen.

    Noch einmal etwas anders:

    Eine Billardkugel erhält ihre Richtung und Kraft durch die Kugel, die sie stößt, und überträgt wiederum Richtung und Kraft auf die nächste Kugel. Die Kugeln sind nicht dieselben, ihre Bewegung ist jedoch kausal miteinander verbunden. Ebenso ist Wiedergeburt keine Seelenwanderung, sondern die Fortsetzung einer bedingten Kette von Geistesmomenten.

    Oder anders:

    Ein anschauliches Beispiel wäre eine Billardpartie. Der Billardstock – vergleichbar mit einem karmischen Impuls – stößt eine Kugel an. Die Kugel erhält dadurch Energie und verändert ihre Geschwindigkeit sowie ihre Bewegungsrichtung. Die Energie wird weitergegeben, aber keine unveränderliche Substanz oder Seele. So verbindet die Kausalität eine Existenz mit der vorhergehenden und der nachfolgenden. Im Grunde geschieht ein solcher Prozess bereits in jedem einzelnen Augenblick dieses Lebens.

    Der Geist (Manas) baut dabei stets auf dem unmittelbar vorhergehenden Moment auf. Dadurch entsteht der Eindruck einer fortlaufenden Identität und eines zusammenhängenden Gedächtnisses. So erscheint eine Persönlichkeit als etwas Dauerhaftes, obwohl sie nach buddhistischem Verständnis keine unveränderliche, eigenständige Existenz besitzt.


    Siehe meinen Faden:


    Thema

    Das richtige Verständnis der Wiedergeburt im frühen Buddhismus.

    Ich wollte hier einen sehr wertvollen Artikel von Bhikkhu Anālayo präsentieren, der das Thema sehr prägnant und klar schildert.
    Wer hier etwas posten wollte, dann bitte ich, den ganzen Text zu lesen. Ich hänge ihn sowohl im Original als auch in der deutschen Übersetzung an.
    Was ich rein persönlich dazu sagen wollte: Der Autor setzt sich sehr gut und sachlich mit der Position des "säkularen" (rein materialistischen) Buddhismus auseinander und deckt Schwachstellen dieser Argumentation auf.
    Zum…
    Igor07
    19. Januar 2026 um 13:10

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

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    • 6. August 2026 um 16:48
    • #41
    Matthie:

    Noch mehr überrascht es mich, dass ein Teil der Buddhisten die Idee einer Seele ablehnt.

    Ich sah das das immer als Teil einer Trinität an.


    Meine Erfahrung mit der Trinität:


    Ich und vor allem mein Ego fanden Buddhismus anfangs ganz toll: "Juhu, Wiedergeburt und Unsterblichkeit meiner Seele." Also sozusagen eine Win-Win-Situation für mich und die Menschheit. 😂


    Entsprechend habe ich mich dann auch mit Händen und Füßen gewehrt, als ich irgendwann gemerkt habe, dass ich mich von dieser Vorstellung verabschieden (loslassen) muss, wenn ich den buddhistischen Weg weitergehen möchte. Und mit jedem weiteren Schritt hat sich dann auch meine Sicht auf die Welt ein Stück weit geändert. Mittlerweile denke ich eher in diesen Kategorien:


    - die absolute Ebene (Nirvana/Stille/Buddha-Natur/Non-Dualität)


    Eigentlich könnte ich an dieser Stelle auch schon einen Punkt machen, wenn ich diesen stillen Ozean nicht immer wieder aufwühlen würde, nicht ständig etwas ergreifen und nicht ständig etwas festhalten wollte und so zwangläufig auf


    - der relativen Ebene (Samsara/Dualität/Angst/Gier/Hass)


    lande.

    DON'T HATE, MEDITATE.

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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