Hi zusammen,
mein erster Beitrag hier und entschuldigt, wenn ich mich vielleicht noch etwas unbeholfen anstelle bei den Formulierungen. Und es hat (erst einmal?) vielleicht nichts mit Buddhismus zu tun. Ich suche einfach Leute, die eine ähnliche Wahrnehmung kennen und mit denen ich mich dazu austauschen kann:
Mir gelingt es seit einigen Monaten, einen Zustand der "Wachtrance" zu erreichen, und das innerhalb weniger Sekunden. Dabei fokussiere ich irgend etwas vor mir und halte meist kurz den Atem an. Wobei anhalten ist vielleicht das falsche Wort. Ich höre einfach auf zu atmen und denke nicht mehr an einatmen, das trifft es besser. Dann tauche ich tief ab und alles um mich herum öffnet sich quasi. Mein Sichtfeld geht sofort über in eine Gesamtsicht aller Details um mich herum. Ich nehme dann auch alle Geräusche gleichzeitign wahr und spüre meinen gesamten Körper mit Herzschlag und pulsierendem Blut. Bisher hat der nächste Atemzug diesen Zustand unterbrochen. Aber ich schaffe es mittlerweile, die Atmung einzubeziehen und es gelingt mir auch schon, dass der Zustand bei Atemzügen nur kurz reduziert ist und dann wieder voll da ist.
Während dieses Zustandes (die KI meint, das wäre eine "Versenkung") habe ich keine Gedanken mehr an die Vergangenheit, an die Zukunft oder an bestimmt Dinge. Ich genieße extrem den aktuellen Augenblick.
Den Zustand kann ich fast jederzeit provozieren, außer ich bin müde oder habe gerade Stress. Und ich muss nicht unbedingt liegen oder sitzen oder überhaupt still halten. Es geht auch bei leichten Bewegungen wie zum Beispiel auf einem Waldweg spazieren.
Während der Trance habe ich sehr starke Glücksgefühle, die mich an einen sanften Orgasmus erinnern. Und ich bin trotzdem absolut handlungsfähig und nehme meine Umwelt so wahr, als ob ich nur ein Zuschauer wäre. Plötzliche Geräusche stören den Zustand nicht, die nehme ich einfach nur wahr und fertig. Es funktioniert allerdings nicht mit geschlossenen Augen, dann verliere ich den Fokus und die Augen wandern im Zickzack durch die Dunkelheit. Wenn ich aus dem Zustand wieder in die Wirklichkeit zurückkomme, bin ich absolut happy und muss immer wieder lachen vor Freude über das Erlebte.
Hoffe, ich konnte das mit meinen Worten verständlich beschreiben. Noch ein paar persönliche Worte:
Ich hatte vor ca. 2 Jahren nach langer starker Alkoholabhängigkeit einen kompletten Zusammenbruch. Wieder Alkohol besorgen konnte ich nicht mehr, denn mein Körper hat nicht mehr gehorcht. Dann begann der kalte Entzug und es war die Hölle auf Erden. Wegen Alkohol hat sich meine Ex vorher von mir getrennt und ich war schon seit geraumer Zeit völlig allein. Auch in dieser Hölle. Da hat sich ein Schalter im Kopf umgelegt und ich habe begriffen, dass ich bald sterben werde, wenn ich weitersaufe. Mein Leben hat sich seit diesem Tag im Dezember 2024 radikal geändert. Ich trinke definitiv zeitlebens keinen Alkohol mehr, das Zeug ist pures Gift. Meine Ernährung hat sich komplett umgestellt. Ich mache Kraftsport und laufe viel mit meinem Beagle. Insgesamt bin ich endlich aus dem Nebel entkommen und meine Gedanken sind glasklar. Das Leben ist jetzt einfach nur schön jeden Tag! Übrigens habe ich seit meiner Jugend (ich bin 56) nahezu durchgängig Alkohol getrunken und aus Hoffnungslosigkeit zum Ende extrem. Das hat sich nun auch komplett geändert. Ich habe keine Sorgen, keine Ängste und kein Lampenfieber mehr. Es gibt immer eine Lösung und nichts von diesen Kleinigkeiten kann mich umbringen. Ich bin auch aus dem gesellschaftlichen Hamsterrad des Alltags ausgestiegen. Karriere, Anerkennung oder viel Geld sind mir nicht mehr wichtig. Das wichtigste in meinem Leben bin ICH.
Ohje, jetzt habt Ihr etwas zu lesen ...
Vielleicht findet sich jemand wieder bei diesem sehr schönen Zustand, den ich oben versucht habe in Worte zu fassen.
Viele Grüße
Björn
Spontane Wachtrance über visuellen Fokus
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KarmaHausmeister
23. Juli 2026 um 17:53 Hat das Thema freigeschaltet. -
Das wichtigste in meinem Leben bin ICH.
Ich will leben. Mir vollkommen egal, was andere von mir verlangen. Ich will leben. Denn das Wichtigste in diesem Universum bin ich.
Der Rest ist soziales Possenspiel, das mir nur noch Energie kostet, wenn ich das will. Egoistisch? Du weißt jetzt das es DAS Leben ist.
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Dein Zustand der Versenkung sei dir gegönnt.
Allerdings ist es wichtig zu betonen, dass solche Zustände im Buddhismus nicht um ihrer selbst Willen - weil sie angenehm sind - gesucht werden. Etwas Angenehmes kann ja selber wieder zur Sucht werden und es gab auch schon Leute bei denen das einfach wieder verschwunden ist und die dann verzweifelt haben ihn wiederzugewinnen. Freu dich daran, aber sehr es nicht unbedingt als etwas Permanentes oder eine Errungenschaft.
Im Buddhismus geht es ja um die Überwindung des Leidens und die Bedeutung von "Versenkung" liegt darin, dass man da gut Wahrnehmen kann, wie Impulse der Anhaftung und der Ablehnung entstehen und man sie von daher auflösen kann. Es ist eine Chance freier zu werden.
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Lieber Drehrumbum,
diesen Zustand habe ich Ende 1989 erlebt. Die Einsichten haben mich sehr inspiriert, aber noch lange nicht zu einem "besseren" Menschen gemacht.
Alles war so leicht und "ja, klar, so ist es".
Ich hatte dann einen Traum: ich flog von Bad Reichenhall auf den Watzmann und durfte mir die "Welt" von oben angucken. Dann gings wieder zurück. Der Pilot sagte "so, jetzt musst Du den ganzen Weg zu Fuß zurücklegen".
Das mache ich bis heute. Ich musste die Illusion loslassen.
Aber die Erinnerung bleibt lebendig und wirkt weiter.
Du bekamst ein Geschenk und damit einen Einblick. Aber es ist nicht das Ende, sondern ein Anfang.
Alles Gute für Dich
Monika
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"Etwas Angenehmes kann ja selber wieder zur Sucht werden und es gab auch schon Leute bei denen das einfach wieder verschwunden ist und die dann verzweifelt haben ihn wiederzugewinnen."
Nein, da kann ich Dich beruhigen. Ich erwzinge keineswegs diesen Zustand um glücklich zu sein. Er ist einfach für mich möglich und ich bin davon absolut fasziniert. Und das verrückte daran ist, ich scheine weit und breit der einzige zu sein, dem das gelingt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich diese Fähigkeit des "Abtauchens" oder treffender: des Besuches in einer anderen Wahrnehmungswelt wieder verlieren könnte. Außer ich werde durch Demenz oder durch andere Dinge in meinen geistigen Fähigkeiten beschränkt.
Daher auch hier mein Beitrag mit der Hoffnung eines Erfahrungsaustauches mit jemandem, der auch diese Gabe hat. Und zu meiner Einstellung zum Leben und zu mir selbst, die sich seit dem Besuch in der "Hölle" um 180 Grad gedreht hat, könnte ich ein ganzes Buch schreiben.Nachtrag:
Gerade habe ich den Zustand noch einmal erzeugt um irgendwie eine verständlichere Beschreibung zu geben: der Haupteindruck ist, wie als wenn man einen langen Orgasmus hat aber ohne dieses extreme Hochgefühl, sondern eher sanft und man sieht alles um einen herum und hört alles usw. aber die Gedanken an alles und an die Vergangenheit und an jegliche Dinge sind völlig weg. Da ist nichts mehr, nur noch diese neue Welt. Mannometer, wie soll ich das nur beschreiben ...
LGBjörn
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[...] Das hat sich nun auch komplett geändert. Ich habe keine Sorgen, keine Ängste und kein Lampenfieber mehr. Es gibt immer eine Lösung und nichts von diesen Kleinigkeiten kann mich umbringen. Ich bin auch aus dem gesellschaftlichen Hamsterrad des Alltags ausgestiegen. Karriere, Anerkennung oder viel Geld sind mir nicht mehr wichtig. Das wichtigste in meinem Leben bin ICH. [...]
Ich glaube, dass das das eigentliche Geschenk ist und die Trance so etwas wie der Spiegel deiner neuen Freiheit.
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So wie Du diesen Zustand beschreibst: Wachtrance bis langer Orgasmus etc. klingt es für mich nach einer Extase.
Allerdings passt das Wachsame da nicht so, da eine Extase eher nach Innen geht.
Ich habe lange extatischen Zuständen nachgejagt.
Wenn man die Luft anhält ist es tatsächlich manchmal so als ob die Zeit stillsteht und man nimmt ganz intensiv seinen Herzschlag, Geräusche etc. war.
Auch die Gedanken scheinen wie Eingefroren.
Am leichtesten finde ich es in einen Zustand der Extase zu kommen über Musik .
Tanzen, selbst Musik machen, Musik hören oder beim Sex.
Manchmal ist es wie so ein Schauer der durch den Körper zieht.
Vergleichbar wie wenn man in der Sauna einen Aufguss mitmacht und dann macht der Saunamitarbeiter einen kräftigen Schlag mit dem Handtuch zu Dir und die heiße Luft durchdringt gefühlt Deinen ganzen Körper.
Warum jagt man solchen Zuständen nach ?Für mich würde ich es positiv als Motivation zum üben betrachten.
Negativ als eine Art Flucht aus der manchmal doch so grausamen Wirklichkeit.
ich denke solchen Zustände sind so individuell wie wir Menschen.
Faszinierend sind Sie alle mal.
Mich würde konkret interessieren was Du Dir davon versprichst diesen Zustand immer wieder zu erzeugen ?
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Nachtrag:
Gerade habe ich den Zustand noch einmal erzeugt um irgendwie eine verständlichere Beschreibung zu geben: der Haupteindruck ist, wie als wenn man einen langen Orgasmus hat aber ohne dieses extreme Hochgefühl, sondern eher sanft und man sieht alles um einen herum und hört alles usw. aber die Gedanken an alles und an die Vergangenheit und an jegliche Dinge sind völlig weg. Da ist nichts mehr, nur noch diese neue Welt. Mannometer, wie soll ich das nur beschreiben ...Sekida beschreibt etwas Ähnliches im Buch „Zen Training“ als „1 Minuten Zen oder so“: den Blick auf etwas fokussieren und den Atem dabei anhalten, dabei fällt es halt automatisch schwer an etwas zu denken…
Der Geist beginnt sich auch „auszudehnen“…
Später geht er detaillierter darauf ein, was Atemvolumen betrifft, und rät beim Za Zen automatisch in den Unterbauch einzuatmen und die Luft dort 5s zu halten während der Blick fokussiert ist, danach lässt man den Atem langsam los in Schüben. Er nennt das glaube ich Bambus Atmung, also den Bambus entlang hoch, und zwischendurch an den Zweigen kurz anhalten.
Das Ganze um eine „schnelle“ Kensho Erfahrung zu machen. Ist Rinzai kein Soto Shikantaza.
Irgendwo habe ich mal gelesen das die das beim Rinzai anfangs so machen und später auch Shikantaza. -
Bei mir ist das schon „normal“. Alle Sinne offen, einige betrachten frei von Gedanken, kann auf alles reagieren, ohne mich irgendwie gestört zu fühlen. Es ist keine Trance und keine Ekstase und auch kein „Zustand“, es ist einfach nur Leben ohne weiter etwas. Was gibt es da zu beschreiben? Nichts, denn ich verstehe es ja selbst nicht.