Eine Diagnose, die Ursache der Symptome zu finden, ist nicht immer einfach. Da man selbst und andere auch nicht so einfach ins eigene Gehirn und Erinnerungen bis hin ins Unterbewusstsein schauen kann.
Weil manche Symptome auch ähnlich sind, wie zB bei PTBS und anderen Diagnosen. Man versucht dann eine Differentialdiagnose um näher an die Ursache heran zu kommen.
Meist beginnt die Diagnose mit Befragung. Was einen belastet. Und auch bezogen auf die aktuellen Umstände. Um einen Zusammenhang zu finden.
Oft liegt die Ursache aber auch schon viele Jahre zurück. Und Symptome treten erst dann verstärkt auf. Oder werden heute wieder getriggert, weil heute wieder eine ähnliche Situation wie damals war.
Und man selbst kann sich dann aber uU auch nicht mehr sofort erinnern womit die Symptome zu tun haben könnten. Noch weiß es der behandelnde Arzt.
Oft sind dann halt Medikamente erste Wahl, je nachdem wie groß die psychische Belastung erscheint, wie schwer die eigene Selbstregulierung fällt. Es gibt zb ja auch homöopathische Tropfen, oder ätherische Öle, die beruhigen können.
Oder Massagen wie Lomi Lomi. Oder Meditation. Die zumindest wieder etwas mehr inneres Gleichgewicht für Momente herstellen können.
Aber die eigentliche Ursache auch nicht lösen: zb bei einem erlebten Trauma. Dafür brauchst es meist konkrete Erinnerungen womit man arbeiten kann.
Oft fehlen einfach auch Menschen, die bereit sind, einen dabei länger zu begleiten, und auch mal zu umarmen. Denn das ist im Verhältnis Arzt - Patient so nicht vorgesehen. Die Zeit ist immer begrenzt. Gerne würde man auch noch länger reden, aber man muss jetzt gehen. Bis zum nächsten Termin.
In einer echten Sangha mit Gleichgesinnten ist das sicherlich auch anders.
Auch anders als wenn man mit den Symptomen in einer kapitalistischen Welt täglich neu funktionieren muss:
Denn Nicht nur Erlebnisse im privaten Bereich können psychisch krank machen, sondern auch Erlebnisse im gesellschaftlichen Bereich.
Die Psyche fühlt sich nicht mehr wohl. Sie fühlt sich gestresst. Sie fühlt sich geängstigt. Sie fühlt sich allein. Sie fühlt sich unverstanden. Sie fühlt sich überfordert. Sie fühlt sich ungeliebt, …
Und der Körper reagiert oft daraufhin mit…
Und das innere System gerät aus dem inneren Gleichgewicht…
Der Atem an sich ist immer ein wichtiger Regulatur, zwischen Kopf und Bauch, zwischen Innen und Außen….
Und wieder bewusster länger Atem üben kann auch helfen das innere System wieder besser zu regulieren…
Während man darüber hinaus uU aber auch etwas offenes vergessenes Altes seelisches vielleicht auch noch auf anderem Wege heilen muss.
Das kommt auch immer darauf an wie groß die Belastung im Alltag ist, wie stark man sich im Leben eingeschränkt und nicht frei fühlt…
Natürlich kann man auch mit Erfahrung der Leerheit, und mit sein Ego „sterben lassen“, das Ego und die damit verbundenen Begehren, Trauma, Ängste, etc. für Momente Fallen lassen.
Aber man lässt es eben nur immer wieder fallen. Und heilt damit nicht das noch ungelöste im Ego selbst ganz unabhängig von der Leerheit oder Spiritualität.
Genauso wie durch Spiritualität allein eine Wunde am Körper nicht immer heilt, sondern uU gesondert behandelt und gepflegt werden muss. Damit sie heilen kann.