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  1. Buddhaland Forum
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Ole Nydahls Perversion und die KI

  • Hue32
  • 24. Juni 2026 um 17:06
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  • Anna Panna-Sati
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    • 26. Juni 2026 um 19:06
    • #26
    Hue32:

    Was KI heute über Nydahl denkt bezogen auf seine verfehlungen und freudig in Erwartung auf klagen durch die Diamantweg Organistation.

    :? "Denkt" die KI denn überhaupt? Und, wenn ja, muss uns das interessieren?

    Leonie:

    Die Eskapaden eines charismatischen Sektenführers sind abhängig von den moralischen und rechtlichen Vorgaben in einer Gesellschaft. Was in den 70er und 80er Jahren noch geduldet wurde, weil patriarchalische Strukturen diese Verhaltensweisen gedeckt haben, ist heute eben anders.

    Im Sinne der Sila war es aber damals schon ein Fehlverhalten....

    Leonie:

    Das Fehlverhalten von Lehrern und anderen Autoritäten tragen dazu bei das Charisma zu entzaubern.

    Die Diskussionen und Rechtsstreitigkeiten sind deshalb hilfreich und daher auch zu unterstützen.

    Ja, zumal die (posthume) Idealisierung, ja Heroisierung, Nydahls schon im Gange ist:


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    So ein eingängiger Song, mit Potenzial zum Ohrwurm, unterlegt mit netten Bildern, erreicht die Menschen auf emotionaler Ebene und lässt Fehler verblassen...


    Die Wahrheit findet sich wohl irgendwo zwischen Idealisierung und Abwertung.

    Leonie:

    Wenn er die Rettung islamischer Flüchtlinge im Mittelmeer bedauert, dann ist das menschenfeindlich.

    Absolut. Aber es kann sich wohl niemand von seinen Anhängern oder denen, die ihn mal persönlich kennenlernten, vorstellen, dass er das flapsig Dahingesagte wirklich s o meinte....


    Seine hörbare Ablehnung war durch Ängste und Sorgen (bezgl. etwaigen negativen Einflüssen der Islamisten auf den Buddhismus) begründet und deutlich spürbar, aber kaum jemand würde annehmen, dass er, wenn er selbst auf ein kenterndes Flüchtlingsboot getroffen wäre, den Ertrinkenden nicht geholfen hätte.

    "...Dieser edle achtfache Pfad aber ist der zur Aufhebung des Leidens führende Weg..." (AN.VI.63)

    "In dieser Stunde hörte Siddhartha auf, mit dem Schicksal zu kämpfen, hörte auf zu leiden. Auf seinem Gesicht blühte die Heiterkeit des Wissens, dem kein Wille mehr entgegensteht, das die Vollendung kennt, das einverstanden ist, mit dem Fluss des Geschehens, mit dem Strom des Lebens, voll Mitleid, voll Mitlust, dem Strömen hingegeben, der Einheit zugehörig." (H.Hesse)

  • Iris
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    • 26. Juni 2026 um 21:17
    • #27

    Liebe Anna,

    Danke für das Video. :heart:

    Die Wahrheit, was die Schwächen und Stärken angeht, liegt irgendwo in der Mitte. Bei wem ist das nicht so?

    Die Wahrheit für die Menschen, die Lama Ole Nydahl auf den Dharma Weg gebracht hat, liegt nicht irgendwo in der Mitte. Sie ist unübertroffen. Lama chenno

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    Buddh. Richtung
    säk. Buddhismus
    • 27. Juni 2026 um 12:07
    • #28
    Iris:

    Lieber Karma Hausmeister,

    Es bleibt doch dabei, dass nichts strafrechtlich Relevantes vorlag. Wenn Lama Ole Interesse an ihr hatte und sie nein gesagt hat, dann ist doch alles wie im ganz normalen Leben.

    Sharmapa hat einmal bei einer Vortragsreihe zu uns gesagt, wenn ein Lama zu uns kommt und sagt, er wolle Sex mit uns haben, um uns zu erleuchten, dann sollten wir fragen: Warum sagst du nicht einfach, du magst mich. Als ich noch jung und knackig war, ist mir das in Nepal mehrfach passiert. Nur die Lamas waren Mönche. Ich habe einfach Nein gesagt und gut. Darüber schreibe ich doch keinen Blog. Sowas ist für mich kein Grund einen Menschen bloß zu stellen. Das ist doch etwas ganz anderes als Epstein und Co


    Liebe Iris, dieses Argument habe ich schon oft gehört, sogar noch weitergehend: Solange der Täter nicht rechtskräftig verurteilt ist, handelt es sich nicht um Missbrauch. Da hast Du die (Fach-)Diskussionen mindestens der letzen 10 Jahre, um die Frage was ist Missbrauch bzw. wo fängt Missbrauch an, verpasst oder Du ignorierst sie.


    Missbrauch beginnt in spirituellen Gruppen nicht erst dort, wo Strafrecht greift. Strafrecht markiert nur die äußerste Grenze. Missbrauch beginnt, wenn die Macht einflussreicher Personen in einer Gruppe nicht zum Schutz und zur Reifung der Menschen eingesetzt wird, sondern zur Kontrolle, Beschämung, Abhängigkeit oder Bedürfnisbefriedigung der Autoritätsperson.


    Das kann lange vor strafbaren Handlungen geschehen: durch emotionale Vereinnahmung, sexualisierte Grenzverschiebungen, Druck zur Offenlegung intimer Informationen, Isolation von Kritikern, Unterdrückung von Kritik, Loyalitätstests, finanzielle Ausbeutung, spirituelle Drohungen oder die Umdeutung berechtigter Zweifel als mangelnde Praxis. Auch wenn Betroffene formal zugestimmt haben, kann diese Zustimmung unter asymmetrischen Machtverhältnissen fragwürdig sein.


    Entscheidend ist daher nicht nur die Frage: „War es strafbar?“ Sondern: "Wurde Vertrauen ausgenutzt? Wurden Grenzen verschoben? Wurde Kritik entwertet? Wurde Abhängigkeit erzeugt? Wurde spirituelle Sprache benutzt, um Verantwortung zu vermeiden?"


    Ich sehe bei Dir eine typische Täter-Opfer-Umkehr. Nicht der Lama ist schuld, weil er mit einem inakzeptablen Sex-Angebot auf eine Schülerin zugeht, sondern die Schülerin, die sich erdreistet, darüber in einem Blog zu berichten.

    Iris:

    Lama Ole Nydahl Position zum Islam habe ich als durchgängig und offen kommuniziert erlebt. Er hielt den Islam für eine reaktionäre Religion, die für eine Änderung in Richtung Moderne nicht offen ist. Er hat vor dem Islam als System der Unterdrückung gewarnt. Dabei waren seine Äußerungen meist undifferenziert. Nur wenn es um konkrete Beispiele ging, bei denen muslimische Menschen vor der Unterdrückung durch den Islam Schutz suchten oder im Widerstand gegen islamistische Terrorregieme waren, hat er seine Zuwendung ausgesprochen.


    Ja, offen kommuniziert hat er seinen Rassismus allemal. Und es war nachweislich Rassismus. Denn er hielt Menschen aus anderen Teilen der Welt für genetisch minderwertig. Vergleiche dazu Zitat 21 in der "Zitatesammlung – Nydahl und der Islam":

    https://www.frank-hendrik-hortz.de/uploads/1/1/7/8/117808189/zitatesammlung_19-02-01.pdf


    Und das ganze hatte Folgen: Wir berichteten in der Ursache\Wirkung von dem Fall eines jungen Syrers, der aus der Sufi-Tradition kam und nach Möglichkeiten suchte, mit anderen zu meditieren. Er besuchte eine Diamantweg Sangha. Er sagte, dass man ihn da ganz komisch angesehen habe und dann kam eine Frau auf ihn zu, fragte ihn, ob er Muslim sei und als er das bejahte, bat sie ihn, doch bitte zu gehen, denn mit Muslims wolle man nichts zu tun haben.


    Noch ein abschließendes Wort zu den vielen Menschen, die Nydahl zum Buddhismus gebracht habe. Zunächst muss man feststellen, dass viele, viele Menschen durch Nydahl für immer für den Buddhismus verloren sind, weil sie mit ihm und der Sangha schlechte Erfahrungen gemacht haben. Dann, dass Nydahl durch seine Sex-Eskapaden und seinen Rassismus dem Buddhismus als ganzes großen Schaden zugefügt hat.


    Diejenigen, die heute noch im – durch Nydahl missioniert – Teil des Diamantweg sind, befinden sich in sektiererischen Strukturen. Es gibt an verschiedenen Stellen, von Experten ausgearbeitete Kriterienkataloge zu Beurteilung ob eine Gruppe als Sekte einzustufen ist. Die meisten dieser Kriterien treffen auf den Diamantweg zu.


    Zuletzt seien die genannt, die bei Nydahl ihren Anfang nahmen, sich dann aber abwandten und in anderen Gruppen oder Traditionen weitermachten und die ich als ernsthafte Praktizierende erlebe. Wenn ich diese Ernsthaftigkeit betrachte, bin ich mir fast sicher, dass sie ihren buddhistischen Weg auch ohne Nydahl gefunden hätten. Es ist hier nicht Nydahsl verdienst, dass die Menschen Buddhisten sind, sondern der Verdienst dieser Menschen selbst. Viele sind trotz Nydahl Buddhisten, nicht wegen ihm.


    Nydahls "Leistungen" für den Buddhismus im Westen wird masslos übertrieben – gerade von seinen Anhängern. Und er wird falsch erzählt, um Nydahl zu überhöhen. Ich sehe bei vielen seinen Anhängern eine toxische Hingabe an Nydahl, die die Probleme ausblendet und rechtfertigt.

    "Es gibt nur eine falsche Sicht: Der Glaube, meine Sicht ist die einzig richtige."

    Nagarjuna / 塞翁失馬 – 焉知非福

  • Leonie
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    • 27. Juni 2026 um 12:17
    • #29
    Anna Panna-Sati:

    "Denkt" die KI denn überhaupt? Und, wenn ja, muss uns das interessieren?

    Auch wenn "nein" - sollte das interessieren, wenn KI genutzt wird.


    Wenn man mit google KI nutzt erscheint ein "Warnhinweis" : KI Antworten können Fehler enthalten.


    Die Frage ist dann, erkenne ich die Fehler?


    Daneben sind die Beiträge einer KI-Antwort auch mit "Quellen-Angaben" versehen. Sind das aber auch Quellen oder nur Verweise auf andere Seiten im Netz?


    Es gilt also mehrfach zu unterscheiden zwischen Texten oder Bilder und Fakten, Tatsachen.


    Auch sollte jeder hier wissen, dass die Inhalte auf Buddhaland durch KI verwendet wird.

    :zen:

  • Hue32
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    • 27. Juni 2026 um 13:22
    • #30

    Mein Hauptproblem mit Ole Nydahl ist sein Sozialverhalten und das Vorbild, das er als Lama abgegeben hat. Ein Lama sollte den Dharma durch Mitgefühl, Bescheidenheit, Geduld und achtsame Rede verkörpern. Gerade darin sehe ich bei Ole Nydahl erhebliche Defizite. Seine wiederholten provokativen und polarisierenden Äußerungen, insbesondere über Muslime und Kritiker, sowie der konfrontative Umgang mit abweichenden Meinungen stehen für mich im Widerspruch zu den ethischen Idealen eines buddhistischen Lehrers. Diese Kritik wurde nicht nur von Tenzin Peljor, sondern auch von Religionswissenschaftlern und anderen buddhistischen Stimmen geäußert.

    Hinzu kommt aus meiner Sicht eine starke Personenzentrierung. Wo sich im Buddhismus eigentlich alles um den Dharma drehen sollte, entstand häufig der Eindruck, dass Loyalität gegenüber Ole Nydahl und seiner Organisation im Vordergrund stand. Kritik wurde oft als Angriff verstanden, anstatt sie als Anlass zur Selbstreflexion zu nutzen. Das halte ich für problematisch und mit der Rolle eines spirituellen Lehrers schwer vereinbar.

    Ich spreche Ole Nydahl seine Anerkennung als Lama innerhalb seiner Linie nicht ab. Aber gerade deshalb messe ich ihn an den Maßstäben, die an einen Lama gestellt werden. Und an diesen Maßstäben – Mitgefühl, Demut, Selbstbeherrschung und verantwortungsvolles Sozialverhalten – fällt mein Urteil deutlich kritisch aus.

    Guten Tag, liebe Menschen! Als Künstliche Intelligenz freue ich mich, euch zu begrüßen. Wie kann ich euch heute helfen?

    "Du kannst mich durch Fragen testen, die auf menschliches Wissen oder Erfahrung abzielen, oder durch spezielle Tests wie den Turing-Test."

    Alternativ kannst du meine Beiträge eine KI prüfen lassen.

    :idea:

  • Hue32
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    • 27. Juni 2026 um 13:31
    • #31

    Ich kenne Buddhaland seit vielen Jahren. Mein Eindruck war früher, dass der Diamantweg dort einen deutlich stärkeren Einfluss hatte. Es gab mehrere Moderatoren oder sehr aktive Nutzer, die Ole Nydahl ausgesprochen loyal gegenüberstanden. Kritische Diskussionen wirkten dadurch häufig unausgewogen. Heute empfinde ich das Forum als wesentlich differenzierter. Es gibt mehr Raum für unterschiedliche Sichtweisen, und das halte ich für eine positive Entwicklung.

    Gerade der Diamantweg hat aus meiner Sicht über Jahre versucht, seine Außendarstellung sehr aktiv zu steuern. Tenzin Peljor hat immer wieder darauf hingewiesen, dass Kritik häufig nicht mit Argumenten beantwortet wurde, sondern mit Gegenkampagnen, juristischen Schritten oder einer starken Präsenz im Internet. Auch die umfangreiche Online-Kommunikation des Diamantwegs und die Auseinandersetzungen um Wikipedia und andere Plattformen wurden vielfach diskutiert.

    Das eigentliche Problem sehe ich jedoch nicht in einzelnen Internetdebatten, sondern in der Kultur des Diamantwegs. Aus meiner Sicht entstand dort ein starkes Wir-und-die-Denken: Wer Ole Nydahl kritisierte, galt schnell als Gegner. Das widerspricht für mich dem buddhistischen Ideal, Kritik offen zu prüfen und den Dharma über die Loyalität zu einer einzelnen Person zu stellen.

    Deshalb halte ich Tenzin Peljors Arbeit für wichtig. Man muss nicht jede seiner Schlussfolgerungen teilen, aber er hat viele problematische Entwicklungen dokumentiert und eine Diskussion angestoßen, die lange vermieden wurde. Die Auseinandersetzung sollte sich am Dharma orientieren – nicht an der Verteidigung einer charismatischen Persönlichkeit.

    Guten Tag, liebe Menschen! Als Künstliche Intelligenz freue ich mich, euch zu begrüßen. Wie kann ich euch heute helfen?

    "Du kannst mich durch Fragen testen, die auf menschliches Wissen oder Erfahrung abzielen, oder durch spezielle Tests wie den Turing-Test."

    Alternativ kannst du meine Beiträge eine KI prüfen lassen.

    :idea:

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    • 27. Juni 2026 um 16:28
    • #32

    Alle Gemeinschaften, die verlangen, dass man einem Obersten oder einem Dogma folgen muss, sind missbräuchlich. Jeder Missbrauch beginnt mit der Unterwerfung unter ein Dogma oder unter einen verlangenden Herrn. Dieser Herr/Führer, egal welchen Geschlechts, ist immer dazu bereit, einen Untergebenen zum Sklaven zu machen, ihn zu missbrauchen, zu unterdrücken oder zu erpressen.


    Erste Erfahrungen macht jeder Mensch in seiner Familie und fängt an, sich zu befreien, wenn Fremde die gleiche Macht ausüben wollen. Familie kann man so leben, aber niemals in Sangha, Gruppen, Parteien. Wenn ich nicht mehr frei entscheiden kann, gehe ich, auch wenn es meinen sozialen Tod bedeutet, was heute sehr unwahrscheinlich ist. Man kann gut allein überleben in freier Gemeinschaft der Menschen. Das nennt man abwertend Freundschaften. Das tun aber nur Leute, die sich in Gemeinschaften eingefügt haben, denen ist Freundschaft zu wenig. Sind aus den kurzen Hosen nicht rausgekommen, obwohl sie Nadelstreifen tragen.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • Iris
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    • 27. Juni 2026 um 18:38
    • #33

    Liebe Alle, jeder kann ja nur aus der eigenen persönlichen Erfahrung sprechen und für das direkte Umfeld, von dem man ganz viel miterlebt hat. In den letzten zehn Jahren habe ich vom Diamantweg gar nichts mitbekommen. Ich habe da nämlich Hausverbot. In meinem Umfeld gibt es viele Buddhisten, die über Lama Ole Nydahl zum Dharma kamen. Die meisten haben irgendwo anders weitergemacht. Nicht weil sie keine Wertschätzung für ihn mehr hatten, sondern weil sie nach fortgeschrittenen Dharma und Meditationsunterweisungen gesucht haben. Die Unterstellung von sexuellem Missbrauch erscheinen mir unwahrscheinlich. Aber da ich nicht dabei war, kann ich es nicht ausschließen. Insgesamt kommt mir das Ganze aber schon nach einer Verunglimpftung einer Person vor, vielleicht so eine Art Cybermobbing. Ob die Aussagen zutreffen oder nicht, kann man nicht prüfen. Generell kenne ich die Regel aus dem Lodjong Geistestraining, dass man sich nicht über die Fehler von Menschen auslässt und schon gar nicht Aussagen über Menschen macht, die nicht zutreffen.

  • Samadhi1876
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    Buddh. Richtung
    • 27. Juni 2026 um 19:28
    • #34

    Denke mal:


    Ole Nydahl

    War auf der Suche


    Wie viele Menschen…


    Mich interessiert deshalb auch oft die Kindheit der „Protagonisten“


    Und „warum sie so geworden sein könnten“


    Seine Eltern haben flüchtenden Juden geholfen


    Er selbst warnt im Grunde später vor zu vielen Einwanderen und anderer Kultur


    Wir erben auch immer etwas ungelöstes Karma unserer Eltern und Vorfahren


    Wie die Liebe der Eltern zu ihm selbst war habe ich bis jetzt nichts gefunden:


    Akademische Eltern zu haben bedeutet nicht immer Liebende und fühlende Eltern gehabt zu haben


    Mir sind auch Menschen begegnet die akademische Eltern hatten und die Tochter Domina geworden ist…


    Mir sind auch „Akademiker“ begegnet die Kinder missbraucht haben


    Und die gibt es heute immer noch


    Auf „Titel“ eines Anderen sollte man sich also nie was einbilden


    Auch nicht auf „Meister“


    Sondern besser immer wachsam und hellhörig bleiben


    Auch wenn manchmal die Sehnsucht oder der Wunsch wieder größer erscheint:


    Jemand anderen endlich gefunden zu haben


    Der einen wirklich versteht und fühlt und liebt…


    Etwas:


    Das in der Kindheit fehlte…


    Und darum werden Suchende auch manchmal zu leichten Opfern…

    Wiki:


    Ole Nydahl was born north of Copenhagen into an academic family. Growing up in Denmark during the second world war, Nydahl witnessed his parents working in the Danish resistance movement, helping transport Jews to neutral Sweden.[2][3] In the early 1960s, he served briefly in the Danish Army,[4] then studied philosophy, English, and German at the University of Copenhagen, where he completed the examen philosophicum with the best possible grade.[4] He began but did not finish a doctoral thesis on Aldous Huxley's The Doors of Perception.[5] As a young man, Nydahl was involved in boxing, motorcycles, race car driving and also travelled overland from Denmark to Nepal several times. As described in his autobiography Entering the Diamond Way, his travels were financed through smuggling, for which he was once arrested and detained in Denmark. He used this time in pre-trial detention for meditation and read "Tibetan Yoga and Secret Doctrine" by Walter Evans-Wentz.[4]


    D

  • void
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    Buddh. Richtung
    Zen
    • 28. Juni 2026 um 15:44
    • #35
    Samadhi1876:


    Mich interessiert deshalb auch oft die Kindheit der „Protagonisten“


    Und „warum sie so geworden sein könnten“

    Ole Nydahl empfand seine lutherische Erziehung mit ihrem Fokus auf „Erbsünde“ als sehr belastend. Der Mensch -hieß es da -sei von Natur aus „sündig“ und Erlösung nur durch Demut und Unterordnung unter ein göttliches, abstraktes Gesetz zu finden. Er empfand dies als etwas lebensfeindliches, was Körperlichkeit, Lebensfreude und Selbstverwirklichung unterdrückt. Das war für ihn das wogegen er rebellierte.


    Für mich ist das so die Grundsituation aus der sich dann viele der anderen Themen ergeben. Die Begeisterung für den Buddhismus als einer Religion der Freheit. Und auch sein Verhältnis zu Frauen sah er eines der Lebensbejahung und der freien Liebe. Und den Islam als eine Religion die "Unterwerfung" schon im Namen führte sah er wohl als übersteigerte Form des Protestantismus seiner Jugend.


    Aber durch ein Denken in solchen polaren Kategorien ("Freheit vs Unterdrückung") geht Komplexität verloren und es ergeben sich innere Widersprüche:


    • Radikale Unterwerfung unter einen Autorität ist einerseits der Feind im Namen der Freheit wird aber die Unterwerfung unter den Guru gefordert.
    • Einerseits nimmt man sich als Rebell war andererseits ist man auch selber eine Autorität.
    • Um europäischen Normen zu entflieht sucht man Befreiung im Osten um sich dann gleich wieder als Bewahrer abendländischer Werte zu sehen, der aber so eine Art Harem um sich schart.

    Aber vielleicht macht es nicht so sehr Sinn das als individuelle Widersprüche eines Menschen zu sehen, sondern es sagt ja sehr viel über die Zeit des kalten Kriegs ("Freheit gegen Unterdrückung') und die ganze Generation aus.

  • Leonie
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    • 29. Juni 2026 um 16:19
    • #36
    Samadhi1876:

    Seine Eltern haben flüchtenden Juden geholfen

    Ich will das mal als Beispiel aufgreifen, weil es zeigt, wie das mit den Quellen so aussieht und üblicherweise das auch als "wahr" angenommen wird, gerade in Bezug zu biographischen Angaben.


    Der von dir angegebene wiki-Beitrag mit den entsprechenden link zu einem Interview mit Nydahl in der South China Morning Post 2012 ist nichts anderes als eine Selbstaussage :

    " My childhood was probably one of the most pleasant and interesting a child could have had during the war years in Europe. I was born into a loving academic family north of Copenhagen [in Denmark] in March 1941 and witnessed my parents work in the Danish resistance, sailing Jews to safety in Sweden."


    Muss man glauben, wenn es keine weiteren Belege gibt.


    Allerdings lässt sich bezweifeln, ob ein 2 1/2 jähriges Kind bezeugen kann, was seine Eltern im Oktober 1943 da gemacht haben. Er kann es also nur durch Hörensagen erfahren haben. Und da fragt sich dann eben auch, weshalb wird das nun von ihm erzählt? Und weshalb finden sich da nicht mehr Details - das ist doch wichtig.


    Die Geschichte des dänischen Widerstands und das außergewöhnliche Ereignis, dass über 7000 Juden durch die Bevölkerung - mit Hilfe der Mitglieder des Dänischen Widerstands an die, die wichtigen Informationen über die geplante Deportation gegeben wurde - diese Geschichte ist in Dänemark tief verankert.

    Und sie wäre nicht ohne Beteiligung von Nazi-Deutschen möglich gewesen.


    https://jewishvirtuallibrary.org/jsource/Holocaust/denmark.html

    Zitat

    On September 28, 1943, Georg Ferdinand Duckwitz, a German diplomat, secretly informed the Danish resistance that the Nazis were planning to deport the Danish Jews. The Danes responded quickly, organizing a nationwide effort to smuggle the Jews by sea to neutral Sweden.

    Warned of the German plans, Jews began to leave Copenhagen, where most of the 8,000 Jews in Denmark lived, and other cities, by train, car, and on foot. With the help of the Danish people, they found hiding places in homes, hospitals, and churches. Within a two-week period fishermen helped ferry 7,220 Danish Jews and 680 non-Jewish family members to safety across the narrow body of water separating Denmark from Sweden.


    Zum Vater und dem "akademischen" Hintergrund

    https://slaegtsbibliotek.dk/927326.pdf


    PETER NYDAHL
    Peter Nydahl, f. 25. Febr. 1901 i Ringenæs, Søn af Lærer og Organist Peter Jessen Nydahl og Hustru Lærerinde Kjesten N., f. Boysen. - Cand. mag. i Fransk, Tysk og Dansk 1928; Vikar v. kbhvnske Skoler 1926-28; Adjunkt v. Lyngby Statsskole 1928, Lektor smstds. siden 1944; Lærer v. Købmandsskolen 1928-31 og v. Danmarks Lærer-højsk. siden 1933. Medl. af Eksamenskomm. f. Faglærereks. siden 1945. - Gift 16. Okt. 1928 m. Lærerinde Christiane Marie Krogh, Datter af Revisor H. C. Krogh.


    Übersetzt mit google:

    PETER NYDAHL
    Peter Nydahl, f. 25. Feb. 1901 in Ringnæs, Sohn des Lehrers und Organisten Peter Jessen Nydahl und Ehefrau Lehrer Kjesten N., f. Boysen. -
    Cand. mag. auf Französisch, Deutsch und Dänisch 1928; Vikar v. Copenhagen Schools
    1926-28; Assistenzprofessor v. Lyngby State School 1928, Associate Professor smstds. seit 1944;

    Lehrer V. Lebensmittelschule 1928-31 und v. Dänemarks Lehrer-Hoch. seit 1933. Medl. von der Prüfungskommune. f. Fachlehrer ex. Seite
    1945. - Verheiratet 16. Okt. 1928 m. Lehrerin Christiane Marie Krogh,
    Tochter des Buchhalters H. C. Krogh.

    :zen:

  • Samadhi1876
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    Buddh. Richtung
    • 29. Juni 2026 um 17:54
    • #37
    Leonie:

    Allerdings lässt sich bezweifeln, ob ein 2 1/2 jähriges Kind bezeugen kann

    Wahrscheinlich nicht…


    „Liebevolle Eltern“


    Das hatte ich bis vor 13 Jahren auch noch von meinen gedacht

    Das aber nicht bedeuten muss, das war bei Nydahl auch so weil er dasselbe gesagt hat:


    Man weiß es halt manchmal (selbst oder als Außenstehender) nicht immer ganz genau…


    Ich habe über die Suche nach Nydahl Parents noch diesen Artikel gefunden, den Author kenne ich nicht…


    Hierin wird er als „good and bad guy“ und auch als promiskuitiv beschrieben…

    https://www.tilogaard.dk/Lama-Ole-Nydahl-by-Lama-Tendar-Olaf-Hoeyer-september-2020.pdf

  • Samadhi1876
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    • 29. Juni 2026 um 18:07
    • #38

    P.S.


    Ich hatte vor Jahren mal mit „Diamond Way“ aus ganz anderen Gründen persönlich zu tun, aber intuitiv passte für mich ein Teil der Klientel und Spiritualität nicht zusammen, und standen für mich deshalb im Widerspruch, waren für mich nicht mehr authentisch


    Genauso wie später bei anderen sogenannten „Meistern“


    Manchmal bemerkt man es sofort

    Manchmal braucht es noch etwas Zeit


    Zu Erkennen


    Und das ist ja auch generell so


    Mit Menschen

    Die man anfangs noch nicht wirklich kennt

  • Iris
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    • 29. Juni 2026 um 19:03
    • #39

    Liebe Alle,

    das mit der Hingabe zum Lama im tibetischen Buddhismus verstehe ich nicht als Unterwefung unter eine Autorität, sondern als sich mehr öffnen können für den Dharma durch Inspiration und Vertrauen. Stell dir einmal den Lieblingslehrer/die Lieblingslehrerin aus deiner Schulzeit vor. Wenn du das so gar nicht kennst, kannst du vielleicht damit nur Negatives verbinden. Vielleicht gab es dann jemanden beim Sport, der dich inspiriert hat. Ich habe Lama Ole Nydahl so verstanden, dass der sechzehnte Karmapa für ihn eine solche Person war und dass er ihm zu Liebe so viel aufgebaut hat. Natürlich wird er sein Päckchen gehabt haben, als er sich auf die spirituellen Suche gemacht hat. Durch Karmapa hat sich ihm eine ganz neue Welt eröffnet und er war einfach nur dankbar. Alle die hier schreiben, man kann diesen Weg mit oder ohne inspirierende Personen gehen. Warum nicht den Menschen etwas Gutes unterstellen, die den Weg mit inspirierenden Menschen gehen und die gerne ihr Wissen weitergeben. Ist doch klar, dass keiner mit normalem Denken jetzt plötzlich AFD wählt, weil einer sagt, dass hätte einer gesagt. Dass ein Lama im Dharma inspirieren kann, heißt doch nicht, dass man politische Meinungen übernimmt. Für mich ist das eine Selbstverständlichkeit.

  • Igor07
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    • 29. Juni 2026 um 21:13
    • #40
    Iris:

    Warum nicht den Menschen etwas Gutes unterstellen, die den Weg mit inspirierenden Menschen gehen und die gerne ihr Wissen weitergeben. Ist doch klar, dass keiner mit normalem Denken jetzt plötzlich AFD wählt, weil einer sagt, dass hätte einer gesagt. Dass ein Lama im Dharma inspirieren kann, heißt doch nicht, dass man politische Meinungen übernimmt. Für mich ist das eine Selbstverständlichkeit.

    Liebe Iris , das Problem, so wie ich es verstehe, liegt nicht darin, dass ein Lama für das Dharma inspirieren kann, sondern wie, also mit welchen Mitteln er das macht. Dann kann es passieren, dass das Dharma so entstellt und verdreht wird. Als Folge entstehen daraus Hass und Ressentiments.

    Wenn ich in diesem Zusammenhang über die hier erwähnte AFD nachdenke, dann liegt darin derselbe Mechanismus der Manipulation und Verfälschung der Wahrheit, um die eigenen Ziele durchzusetzen.

    Und deswegen finde ich, dass solche Gurus, sorry, Lamas, die Hass verbreiten, und zwar offiziell über die modernen Medien, noch mehr Zuspruch und Unterstützung von ihren Schülern bekommen. Dieselbe Strategie benutzt die AFD, denn nicht alles, was sie sagt, ist eine reine Lüge.

    Dharma stellt kein Ding dar, das vom Himmel fällt. Es beinhaltet schon die bestimmten Interpretationen eines Lamas, und diese Interpretationen können sich als sehr schädigend erweisen und entsprechend auswirken.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Iris
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    • 29. Juni 2026 um 21:57
    • #41

    Diese AFD Sache kenne ich jetzt auch nur vom Hörensagen. Also angenommen jemand vertritt diese Ansicht, dass das eine Partei ist, die mehr Lösungen als Probleme bringt, dann ist das eine Meinung. Eine Meinung, die derzeit viele Menschen haben. Es ist nicht meine Meinung, dennoch kann ich akzeptieren, dass viele Leute diese Partei gut finden. Dass ein buddhistischer Lehrer eine politische Meinung hat, mit der ich nicht übereinstimme, so etwas kommt vor. Man könnte sagen ein Dharma Lehrer darf nichts zu Politik sagen, er soll nur über den Dharma sprechen. Man kann auch sagen, dass man als Dharma Lehrer auch die Verantwortung hat, sich zu politischen Themen zu äußern, weil das zur sozialen Verantwortung gehört. Ich denke, für beides gibt es Argumente. Hält man sich aus der Politik raus gibt es weniger Kritik und es ist einfacher. Für mich gibt es da kein richtig oder falsch.

  • void
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    • 30. Juni 2026 um 07:48
    • #42
    Iris:

    das mit der Hingabe zum Lama im tibetischen Buddhismus verstehe ich nicht als Unterwefung unter eine Autorität, sondern als sich mehr öffnen können für den Dharma durch Inspiration und Vertrauen.

    Ja, das ist ja nicht ungewöhnlich.In vielen Religionen wird die Unterwerfung unter Autorität nicht mit Verzicht sondern mit Freheit assoziiert. Im Christentum findet der Mensch so aus der Sünde und zu seinem wahren Wesen. Und auch im Islam ist die Unterwerfung unter Gott etwas positives. Im Buddhismus beraubt man sich durch Unterwerfung unter den Dharma viel an Wahlfreiheit findet aber eine Freheit von Gier, Hass und Verblendung.


    Das Besondere an Ole Nydahl ist, dass er so lange es um andere Religionen geht die Unterwerfung rein negativ als sieht und wenn es um den Buddhismus sieht als positiv. Ich denke, viel von dem Erfolg von Ole Nydahl kommt daher, dass er es schaffte Buddhismus mit dem

    Grundgefühl einer Generation zu verbinden - dem Bedürfnis nach individueller Souveränität. Gerade dadurch schaffte er es einen Typ von Mensch abzuholen und zu inspirieren, der sich sonst nie für den Buddhismus interessiert hätte.Und es ist ja genau dieser Begriff von Freheit - als Bedürfnis nach individueller Souveränität, der dann als "gekränkte Freheit" zu rechten Bewegungen führt.

  • JoJu91
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    • 30. Juni 2026 um 08:16
    • #43
    Iris:

    Man könnte sagen ein Dharma Lehrer darf nichts zu Politik sagen, er soll nur über den Dharma sprechen. Man kann auch sagen, dass man als Dharma Lehrer auch die Verantwortung hat, sich zu politischen Themen zu äußern, weil das zur sozialen Verantwortung gehört. Ich denke, für beides gibt es Argumente.

    Das hast Du sehr schön auf den Punkt gebracht.


    Mal wieder stark provokant und zugespitzt formuliert:


    Egal, was der Dharma Lehrer sagt, es ist in den Ohren mancher ein Skandal.

    Egal, was der Dharma Lehrer nicht sagt, es ist in den Ohren mancher ein Skandal.


    Die Frage ist, warum tut sich ein einziger Mann noch so etwas an ?


    Und wird nicht lieber Golf-, Segel- oder Tennislehrer ?

    Dann wird ihm wenigstens (wie lange noch ?) verziehen, wenn er sich politisch nicht äussert ?


    :cry:

  • Christopher
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    • 30. Juni 2026 um 08:57
    • #44
    Iris:

    Dass ein buddhistischer Lehrer eine politische Meinung hat, mit der ich nicht übereinstimme, so etwas kommt vor.

    Das ist aber sehr vereinfacht, fast verharmlosend ausgedrückt. Ähnlich wie das klassische "Hufeisenmodell", wonach Linksextremismus mit Rechtsextremismus gleichzusetzen ist. Aus buddhistischer Perspektive ist die Linke mE nicht mit der AfD vergleichbar. Zugespitzt formuliert sagen die einen, wer Geld verdienen darf und die anderen, wer überhaupt leben und Grundrechte genießen darf.

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    • 30. Juni 2026 um 11:40
    • #45
    Iris:

    Diese AFD Sache kenne ich jetzt auch nur vom Hörensagen. Also angenommen jemand vertritt diese Ansicht, dass das eine Partei ist, die mehr Lösungen als Probleme bringt, dann ist das eine Meinung. Eine Meinung, die derzeit viele Menschen haben. Es ist nicht meine Meinung, dennoch kann ich akzeptieren, dass viele Leute diese Partei gut finden. Dass ein buddhistischer Lehrer eine politische Meinung hat, mit der ich nicht übereinstimme, so etwas kommt vor. Man könnte sagen ein Dharma Lehrer darf nichts zu Politik sagen, er soll nur über den Dharma sprechen. Man kann auch sagen, dass man als Dharma Lehrer auch die Verantwortung hat, sich zu politischen Themen zu äußern, weil das zur sozialen Verantwortung gehört. Ich denke, für beides gibt es Argumente. Hält man sich aus der Politik raus gibt es weniger Kritik und es ist einfacher. Für mich gibt es da kein richtig oder falsch.


    Das missverstehst Du. Es geht nicht um eine politische Meinung, sondern es geht um Ethik. Nydahl hat Hass verbreitet. Und Nydahl vertrat nicht nur rassistische Positionen, sondern auch ein völkisch-maskulines Menschenbild: weiß, gesund, heterosexuell, viril, durchsetzungsstark und abwertend gegenüber allem, was diesem Ideal nicht entsprach.


    Wer so denkt, hat aus meiner Sicht den Buddhadharma nicht verstanden.

    "Es gibt nur eine falsche Sicht: Der Glaube, meine Sicht ist die einzig richtige."

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  • Iris
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    • 30. Juni 2026 um 11:55
    • #46

    Lieber Karma Hausmeister,

    ich war früher lange Zeit regelmäßig bei den Vorträge von Lama Ole Nydahl und ich habe etwas ganz anderes wahrgenommen als du. Hätte ich das so erlebt, wie du, würde ich es auch so sehen. Ich habe einen äußerst herzlichen Menschen erlebt, der für alle und jeden ein Herz offen hatte. Für die psychisch erkrankte Freundin, den suchterkrankten Freund, den libanesische schwarzhaarigen Mann meiner Freundin, natürlich für mich in jeder möglichen Verfassung und sogar meinem Hund hat er einen Segen gegeben, als ich ihn darum gebeten hatte.

    Für mich hatte er politische Ansichten, mit denen ich nicht übereinstimme und die habe ich bei ihm gelassen.

  • Christopher
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    • 30. Juni 2026 um 13:36
    • #47
    Iris:

    sogar meinem Hund hat er einen Segen gegeben, als ich ihn darum gebeten hatte.

    alles klar :)

  • Online
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    • 30. Juni 2026 um 16:08
    • #48
    Iris:

    Lieber Karma Hausmeister,

    ich war früher lange Zeit regelmäßig bei den Vorträge von Lama Ole Nydahl und ich habe etwas ganz anderes wahrgenommen als du. Hätte ich das so erlebt, wie du, würde ich es auch so sehen. Ich habe einen äußerst herzlichen Menschen erlebt, der für alle und jeden ein Herz offen hatte. Für die psychisch erkrankte Freundin, den suchterkrankten Freund, den libanesische schwarzhaarigen Mann meiner Freundin, natürlich für mich in jeder möglichen Verfassung und sogar meinem Hund hat er einen Segen gegeben, als ich ihn darum gebeten hatte.

    Für mich hatte er politische Ansichten, mit denen ich nicht übereinstimme und die habe ich bei ihm gelassen.


    Ich glaube Dir, dass Du ihn anders erlebt hast. Aber der subjektive Eindruck allein kann doch kein Kriterium sein. Vieles, was Nydahl vorgeworfen wird, was ich und andere hier geschrieben haben, sind nunmal Fakten. Das lässt sich belegen.


    Wenn man ausschließlich nach dem eigenen subjektiven Empfinden geht, wird man der Wirklichkeit nie auf die Spur kommen. So rein subjektiv gab es in meiner KIndheit auch Hitzesommer. Man könnte also sagen, es ist alles in Ordnung (tun manche ja auch). Aus objektiven Messungen wissen wir aber, gar nichts ist in Ordnung mit unserem Klima. Will man da die Augen verschließen und nur auf das eigene Gefühl vertrauen? Dann geht man in die Irre.

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  • Iris
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    • 30. Juni 2026 um 17:00
    • #49

    Was sind denn Belege und was Interpretationen derselben. Außer seiner regelmäßigen Warnungen vor dem Islam, habe werder ich noch andere meinem Umfeld das wahrgenommen, was du gesehen hast. Ich denke eher, dass es um negative Interpretationen und Unterstellung negativer Motive geht. Es ist Lästern. Und das gehört für mich nicht zum Dharma. Da schaut man auf die Qualitäten und übt konstruktive Kritik, die einen anderen Menschen weiterbringt, anstatt kein gutes Haar an ihm zu lassen. Lama Ole Nydahl wird davon sicher nicht gestört, aber was ist mit den Schülerinnen und Schülern, die soviel Gutes von ihm gelernt haben, was ist mit seiner Witwe und seinen Kindern. Du scheinst zu glauben, wie du ihn siehst. Aber wem hilft das und was macht es mit den Angehörigen?

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    • 30. Juni 2026 um 17:54
    • #50
    Iris:

    Was sind denn Belege und was Interpretationen derselben. Außer seiner regelmäßigen Warnungen vor dem Islam, habe werder ich noch andere meinem Umfeld das wahrgenommen, was du gesehen hast. Ich denke eher, dass es um negative Interpretationen und Unterstellung negativer Motive geht. Es ist Lästern. Und das gehört für mich nicht zum Dharma. Da schaut man auf die Qualitäten und übt konstruktive Kritik, die einen anderen Menschen weiterbringt, anstatt kein gutes Haar an ihm zu lassen. Lama Ole Nydahl wird davon sicher nicht gestört, aber was ist mit den Schülerinnen und Schülern, die soviel Gutes von ihm gelernt haben, was ist mit seiner Witwe und seinen Kindern. Du scheinst zu glauben, wie du ihn siehst. Aber wem hilft das und was macht es mit den Angehörigen?


    Hast du die Zitate von ihm in der Zitatensammlung gelesen, die ich verlinkt hatte? Aus ihnen geht eindeutig seine rassistische Gesinnung hervor. Wenn er sagt, diese Menschen sind genetisch minderwertig, ist da kein Platz mehr für Interpretation. Eindeutiger kann das nicht sein.

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Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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