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  1. Buddhaland Forum
  2. Iris

Beiträge von Iris

  • Diamantweg

    • Iris
    • 26. Mai 2026 um 21:34

    Verrückter Narr,

    Lars spricht aus der Perspektive des Schamanen. Ich kenne seinen weitern Kontext nicht und den wilden Zeiten vermute ich gewisse psychedelische Erfahrung zu entnehmen. Das ist ein ursprünglicher Ansatz, der Natur mit Spiritualität verbindet. Beu buddhistischen Lehrern hast du jedoch den Dharma als Grundlage. Man kann sich immer noch auf die Unterweisungen des Buddha beziehen, sowohl um sich selbst zu prüfen, als auch den Lehrer. Ich habe da eine Erklärung vom ersten Jamgon Kongtrul im Sinn, ich finde nur zurzeit die Textstelle nicht. Vielleicht kann mir jemand von euch helfen. Er sagt sinngemäß, auch ein fähiger Lehrer im Dharm kan Fehler haben. Denn einen fehlerfreien Lehrer findet man wohl kaum. Dann nimmst du den Dharma, jedoch nicht seine menschlichen Fehler von ihm.

  • Diamantweg

    • Iris
    • 26. Mai 2026 um 21:22

    Hallo Anna, vielleicht hast du recht und Lama Oles Äußerungen haben gewisse Meinungsbilder verstärkt.

  • Diamantweg

    • Iris
    • 24. Mai 2026 um 21:16

    Liebe Anna,

    ich habe das immer so verstanden, dass man kein Mensch wird, der sich Problemen nicht stellt und keine Stellung bezieht, um bloß nichts falsch zu machen. Aber man kann unter Weichei natürlich auch alle verstehen, die Probleme haben und das auch zugeben. Wie auch immer, es waren Leute, die viel Ae

  • Diamantweg

    • Iris
    • 24. Mai 2026 um 12:06

    Hallo Pano,


    Für mich gibt es nunmehr nicht den psychisch Kranken. Ich habe doch von meinem Klienten erzählt, der über Jahrzehnten erst nach le Bost ins Kloster und dann jährlich zu Lama Ole nach Kassel fuhr. Ich wusste, dass er psychischen krank war. Er hat ja in der Einrichtung gelebt, in der ich gearbeitet habe. Die Einrichtung hat seine Ausflügen zu den Meditationsretreats mit Interesse beobachtet und für förderlich erachtet. Er hat sich natürlich nicht als psychisch krank geoutet. Und ich hätte ihn gar nicht verraten dürfen, weil ich darüber Verschwiegenheit zu wahren habe.

  • Diamantweg

    • Iris
    • 24. Mai 2026 um 06:14

    Wie ich bereits oben geschrieben habe, arbeite ich seit über dreißig Jahren nebenberuflich in der Psychiatrie. Ich bin dort Nachtbereitschaft und allein in unserem Haus für 26 Menschen mit schweren Psychosen zuständig. Keiner kann gezwungen werden Medikamente zu nehmen und so haben wir Menschen mit akuten Psychosen. Bei unsozialem Verhalten gibt Abmahnungen und im Extremfall werden die Leute rausgeworfen. Natürlich nur, wenn Sie nicht bereit sind, in die Klinik zu gehen und sich wieder auf Medikamente einstellen zu lassen. Einer unserer Klienten war jahrelang in Frankreich bei Retreats und zwar ohne Medikamente. Über Gendun Rinpoches Reaktion habe ich oben berichtet. Er war dann auch im Diamantwegszentrum, mit Medikamenten, von der Gruppe wurde er nicht ausgegrenzt. Das war noch in Zeiten als Ole gesund war. Es hat ihm über all die Jahre sehr geholfen. Heute steht man in der Psychiatrie auf dem Standpunkt, dass Menschen für sich selbst verantwortlich sind. Ein Veranstalter kann die Verantwortung für einen Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen nicht übernehmen. Und im Extremfall von Selbstgefährdung oder Fremdgefährdung sagt man selbstverständlich, dass die Person nicht teilnehmen kann. Im Wohnheim würde ich in diesem Fall die Polizei rufen. Aber das kommt äußerst selten vor.

  • Diamantweg

    • Iris
    • 23. Mai 2026 um 17:50

    Hallo Samadhi 1876,

    Was bedeutet es denn für dich, dass du deinen Traumata begegnet bist?

  • Diamantweg

    • Iris
    • 23. Mai 2026 um 14:38

    Klar gesagt wird das schon. Ich weiß noch Lama Oles Wortlaut: erst Therapie und dann den Dharma. Es wurde auch beim Programm von Chogyal Rinpoche darauf hingewiesen, dass intensive Meditationspraxis für Menschen mit psychischen Erkrankungen nicht geeignet ist. In meinem Umfeld kenne ich jedoch niemanden, dessen Probleme schlimmer wurden. Entweder blieben sie und die Menschen hatten dennoch Sinn in ihrem Leben gefunden. Oder bei einer langjährigen Freundin mit einer schweren ererbten Depression habe ich das Wunder miterlebt. Sie ist seit 2 Jahren ohne Medikamente depressionsfrei. Sie hat vor fast 40 Jahren Lama Ole kennengelernt und auch durch ihn den Start erhalten. Sie ist dann zu Karmapa gewechselt und praktiziert dazu seit ein paar Jahren die Erklärungen von Eckhart Tolle. Letzteren kennt sie nicht persönlich. Es hat zwei Seiten, will ich sagen.

  • Diamantweg

    • Iris
    • 23. Mai 2026 um 09:40

    Hallo Hue32,

    gut gesagt. Vielleicht sind es oft Menschen, die Leid und Krisen erfahren, die sich auf die spirituellen, sinnstiftende Suche machen. Der von mir sehr geschätzte Eckhart Tolle sagt sogar, dass Leid der größte Antrieb zur Erkenntnissuche ist. Deshalb ist es recht normal, wenn solche Menschen auch bei buddhistischen Gruppen Zuflucht suchen. Ich habe jetzt in Deutschland nicht so viele Gruppen zum Vergleich kennengelernt. Vor vielen Jahren war ich in einem Diamantwegszentrum, seit einigen Jahren nehme ich einmal jährlich an einem Zen Session über mehrere Tage teil und ich bin Mitglied bei Chogyal Rinpoches 7 Jahresprogramm. Das findet überwiegend online statt. Der Unterschied ist ganz einfach. Das Diamantwegszentrum ist niederschwelliger. Beim Zen wird radikal geschwiegen, während des Sitzens bewegt sich keiner und in der Zeit nach oder vor den Zen Retreats wird sehr auf Achtsamkeit der Rede geachtet. Auch bei der Chogyal Rinpoche Gruppe haben alle gelernt, still zu sitzen, keine unnötigen Gespräche, vegetarische Ernährung und klare Ethik ist Grundlage für einen ruhigen Geist. In den Diamantwegszentren ist das etwas lockerer.

  • Diamantweg

    • Iris
    • 22. Mai 2026 um 20:39

    Hallo Ewald, es gab die Befürchtung, dass bei den Einweihungen etwas unkontrolliert hochkommt bei unserer Freundin.

  • Diamantweg

    • Iris
    • 22. Mai 2026 um 11:38

    Hallo Matthie,

    Für mich sind Mitgefühl und Handeln direkt miteinander verbunden. Vor Jahren habe ich mal ein Tier vor dem Schlachten gerettet. Seitdem bin ich Vegetarierin. Der Bauer hatte den Ziegenbock angebunden und einen Stock, ein Messer, eine Schüssel für das Blut zurecht gelegt. Ich habe plötzlich am ganzen Körper gezittert und die Verhandlung um den Preis für das Tier begonnen. Dabei war das Denken ausgestellt. Als ich den Ziegenbock dann gekauft hatte und einen Strick mit ihm am Ende in der Hand hatte, war mir erst bewusst, dass ich jetzt für ihn verantwortlich war. Ich habe dann einen Platz für ihn gefunden und alles ist gut gelaufen. Seitdem lebe ich vegetarisch. Es war die reale Erfahrung von Mitgefühl, die mein Handeln beeinflusst hat. Das ist für mich Mitgefühl, es entsteht in unmittelbarer Erfahrungen und führt zu Änderungen in Gedanken, Worten und Taten. Auch wenn das Mitgefühl bei Buddhas und Bhodisattvas natürlich viel weitere geht. Jetzt geht es darum in eigenen Leben das Mitgefühl und die Handlungskapazität in angemessenen Schritten zu erweitern.

  • Diamantweg

    • Iris
    • 22. Mai 2026 um 11:08

    Hallo Qualia, leider verstehe ich deine Antwort nicht. Könntest du versuchen, in anderen Worten zu sagen, was du sagen möchtest?

  • Diamantweg

    • Iris
    • 21. Mai 2026 um 18:23

    Hallo Qualia,

    Vielleicht macht es Sinn die eigenen Grenzen anzuerkennen, wenn es um Mitgefühl geht. Dann kann man sie immer noch erweitern. Es gibt viel, was man tun kann, ohne sich zu erschöpfen. Meine Erfahrung ist, dass es Freude macht andere zu begleiten und sie wachsen zu sehen. Wenn ich mich gestresst fühle, gibt es für mich Yoga, Sport und Meditation. Dankbar bin ich für die tollen Dharma Freundinnen und Freunde. Mit Ihnen kann ich mich austauschen über Themen, die für viele keine Bedeutung haben. Mitgefühl ist etwas unendlich Bereicherndes.

  • Diamantweg

    • Iris
    • 19. Mai 2026 um 05:33

    Lieber Hue32

    Das ist ein befremdliches Gefühl, wenn man Hausverbot bekommt. Eine Erfahrung von ausgeschlossen werden. Auch wenn ich nur einmal im Jahr einen Kurs im Europazentrum besucht hatte. Bei dir ist es sicherlich gravierender, da du Teil einer Gruppe warst.

    Ich weiß nicht, wie gut du Lama Ole kanntest? Als ich ihn zum ersten Mal traf, das war auf dem Dachboden vom ersten Wuppertaler Zentrum. Da waren maximal 40 Leute. In den ersten Jahren hatte ich einige Gespräche unter vier Augen. Er wird immer in meinem Herzen sein für das, was er mir gab. Durch ihn bin ich auf meinen Dharma Weg gekommen. Als ich ihn vor dreißig Jahren fragte, was er davon hielte, wenn ich meine Dharma Praxis nach Nepal verlegen würde und lange Retreats machen würde, hat er mir unendlich Mut gemacht. Und ich war seitdem über 5 Jahre in Nepal in Retreats. Ich werde ihm immer dankbar sein.

    Als ich mein Hausverbot vor ca. 8 Jahren bekam, war Ole schon an Alzheimer erkrankt. Die Menschen, die für ihn gesprochen haben und ihn in seinen Zentren vertreten haben, haben das auf ihre eigene Weise gemacht.

    Zu dem Thema der psychisch kranken Menschen, die Du in den Zentren getroffen hast. Ich arbeite seit anfangs meiner Berufszeit nebenberuflich in einem Wohnheim für Menschen mit psychischen Erkrankungen. Einer unserer Klienten war ein langjähriger Dharmapraktizierender. Er war einige Jahre älter als ich und hat noch in Frankreich bei Gendun Rinpoche gelernt. Dort hatte sich jemand über ihn beschwert, weil er durch seine psychische Störung auffiel. Gendun Rinpoche hat erwiderte, dass wir tiefen Respekt vor ihm haben sollten. Wer in einem solchen Zustand den Dharma praktiziert, reinigt Kalpas in der Hölle.

    Gruß Iris

  • Diamantweg

    • Iris
    • 13. Mai 2026 um 08:58

    Den eigenen Geist frei von wertenden Vorstellungen halten, ist eine gravierende Herausforderung. Wir werden so tiefgreifend von wertendem Verhalten geprägt, dass es nicht leicht ist dieses zu erkennen und sich davon zu lösen. Auch der Buddhismus wächst zum Beispiel langsam aus der Abwertung der weiblichen Menschen gegenüber denen mit männlichen Körpern herraus. Buddha hat durch seine Ordinationsregeln, die Frauen den Männern nachgestellt. Auf der anderen Seite hat er Frauen einen Weg zum Dharma geebnet. Ich begreife das aus dem Zeitgeist, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass es einen anderen Weg gegeben hätte. Zu den Kastenlosen, die Mönche wurden, hat er zum Beispiel gesagt, dass sie, sobald sie ordiniert sind, den anderen gleich gestellt sind. Das war auch ein Systemsprengen der Kastengesellschaft. Ich erzähle mal, was eine buddhistische Lehrerin Kandro Rinpoche uns bei einer ihrer Einweihungen berichtet hat. Sie hat einmal einen Khenpo um die Erklärung eines Textes gebeten. Dieser hat gesagt, dass er das nicht macht, weil sie eine Frau ist.

  • Diamantweg

    • Iris
    • 13. Mai 2026 um 07:59

    Es ist kein einfaches Thema. Solange ich Lama Ole kenne, war ich und mein Umfeld mit vielen Menschen bei ihm: Homosexuelle, arabischen Menschen, Menschen mit Suchtproblemen, Menschen mit psychischen Problemen, aber auch mit ordinierten Mönchen, die aus Nepal bei mir zu Besuch waren. Ausnahmslos immer hat Lama Ole jeden offen und liebevoll angenommen. Einige Male hat er sich explizit für die Menschen Zeit genommen und sie gebeten nach dem Vortrag zu ihm zu kommen. Das heißt nicht, dass ich irgendwelche rechtspopulistischen Aussagen rechtfertige. Ich sehe da schon eine Diskrepanz. Gleichzeitig ist ja jedem frei gestellt, welche Schlüsse man daraus zieht. Die Leute, die uns rausgeworfen haben, haben das getan, weil sie es für richtig hielten. Das geht auf ihre eigenen Werte zurück. Es wurde ja oben gesagt, dass auch andere Zentren psychisch kranke Menschen nicht teilnehmen lassen. Das ist eine Entscheidung, wo jeder eine eigene Grenze hat. Ich würde laute, randalierende Leute ,zum Beispiel, rauswerfen, mit dem Verweis, wenn du dich das nächste Mal ruhig verhalten kannst, versuchen wir es nochmal. In Nepal saß ich in einer Einweihung neben einer akut psychotischen Person. Das war extrem und ich habe erlebt, wie sie durch den Rinpoche und die Leute mitgetragen wurde. Das würde die meisten überfordern, wenn man hier einen Dharmakurs gibt. Gleichzeitig gilt für mich jeder hat die Buddhanatur, das sind wir wirklich und darin sind wir bedingungslos gleich.

  • Diamantweg

    • Iris
    • 12. Mai 2026 um 20:35

    Mir ist schon wichtig zu sagen, dass das nichts mit Lama Ole zu tun hat. Er war zu dem Zeitpunkt schon krank und andere haben das alles entschieden. Ich kenne Lama Ole seit über 30 Jahren und er selbst war immer für mich und meine Freunde da. Auch wenn diese schon mal etwas speziell waren. Da kam in all den Jahren nur Offenheit von ihm.

  • Diamantweg

    • Iris
    • 11. Mai 2026 um 07:38

    Liebe Dharma Freunde,

    Wir waren eigentlich zu viert. Da die Frau, mit den Problemen, sich das Zelt mit meinem langjährigen Freund geteilt hatte, wurde zunächst er aufgefordert, das Gelände sofort zu verlassen. Ich bin dann zu der Frau gegangen, die ihn Rauswurf und habe ihr gesagt, dass ich die Frau mit den psychischen Problemen mit meinem Auto mitgebracht hätte und er sie gar nicht auf das Gelände gebracht hat. Daraufhin sagte sie mir, ich könne auch packen und für mich gelten auch das Hausverbot für alle Diamantwegszentren. Der Freund, mit dem ich im Zelt war, blieb auf dem Gelände und ich bin in Immenstadt untergekommen.

    Danach war ich auf keiner Diamantwegsveranstaltung mehr. Sie haben unsere Namen und alles, außerdem haben sie ja Hausrecht. Wenn ich Karmapa sehen möchte, fahre ich zu den Bodhipath Veranstaltungen. Ich habe gelesen, dass sich hier Ex Diamantweg Menschen treffen? Wer hat denn noch Hausverbot? Da sind wir doch sicher nicht die einzigen?

    Zu der anderen Antwort, ja, wir wissen, dass Menschen mit psychischen Erkrankungen, Probleme bei der Dharma Praxis bekommen können oder dass Probleme sich verstärkten können. Deshalb sollte darauf natürlich hingewiesen werden. Dass solche Leute auf keinen Fall teilnehmen dürfen, ist eine andere Sache. Wo zieht man da eine Grenze? Wenn die Person in Begleitung ist und niemanden stört?

  • Diamantweg

    • Iris
    • 10. Mai 2026 um 18:12

    Hallo liebe Praktizierende,

    Lama Ole ist für mich einer der wichtigsten Dharma Lehrer, die mir in diesem Leben begegnet sind. Ich habe ihn vor 40 Jahren kennengelernt und vor ca 35 Jahren bei ihm Zuflucht genommen. Für seine Einführung in den Dharma werde ich ihm immer dankbar sein. Vor etwa 30 Jahren bin ich dann mehr den Spuren des Drugpa Kagyu gefolgt und habe mit Unterbrechungen einige Jahre in Nepal verbracht. Dort gab es einfach andere Möglichkeiten als in Deutschland. Bis vor 8 Jahren bin ich einmal im Jahr nach Immenstadt gefahren und habe dort an Kursen teilgenommen. Bis ich dann 'rausgeworfen ' wurde. Ich hatte zusammen mit einem Freund eine Freundin mit, die psychische Probleme hatte. Die hatte aber auch Zuflucht und fühlte sich Ole sehr verbunden. Sie selbst hat sich nicht auffällig verhalten. Es wurde aber bekannt, dass sie psychisch krank war. Deshalb wurden mein Freund und ich des Platzes verwiesen und haben ein Hausverbot für alle Diamantwegszentren bekommen. Lama Ole war nicht darin involviert. Für mich war das etwas aufwühlend, aber ich habe es akzeptiert. Für meinen Freund, der seine ganze Praxis seit Jahren in Verbindung mit Ole gemacht hatte, war es sehr traurig. Habt ihr ähnliche Erfahrungen?

    Gruß Iris

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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