Hallo zusammen,
mich beschäftigt schon gefühlt seit einer Ewigkeit die Frage, ob es wirklich eine "höhere" Motivation im Menschen gibt, als sich gut zu fühlen. Die Mittel sind wohl vollkommen verschieden (manche gehen spazieren, manche springen aus Flugzeugen, manche meditieren, manche besuchen bestimmte Etablissements, etc.) aber das Ziel ist doch immer dasselbe: Sich gut fühlen. Ist das Suchen nach Erleuchtung irgendwas anderes? Was wäre, wenn man den Leuten, die von sich sagen, dass sie Erleuchtung haben wollen, anbieten würde, dass sie sich für den Rest ihres Lebens gut fühlen würden? Hätten sie überhaupt noch irgendein Interesse an Erleuchtung?
Mit anderen Worten, geht es mir wirklich um die Sache selbst? Und die "moralisch korrekte" Antwort darauf wäre wohl "klar geht es mir um die Sache selbst", aber ich habe da meine Zweifel (vor allem bei mir selbst).
Was ich mir dann aber eingestehen muss, ist, dass es um keinen Deut "besser" ist Erleuchtung zu suchen, als eben irgendeiner anderen Tätigkeit nachzugehen, wie zum Beispiel Angeln oder Drohnen fliegen.
Manche Menschen sagen auch - wenn ich mit ihnen über Meditation spreche - "meine Meditation ist .... (tanzen, lesen, Musik, etc.)
Die Zweifel, die mich plagen, bestehen vor allem darin, dass es am Ende völlig egal ist, was man tut, und das zieht mir ein bisschen den Boden unter den Füßen weg. Im Sinne von: es lässt mich vollkommen orientierungslos. Hat jemand Erfahrung mit solchen Fragen, bzw. hat sich jemand hier solchen Zweifeln ausgesetzt und irgendwie rausgefunden?
Lieben Gruß