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Buddhistische Werte vs. AfD

  • KarmaHausmeister
  • 30. November 2025 um 11:33
  • Zum letzten Beitrag
  • KarmaHausmeister
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    Buddh. Richtung
    säk. Buddhismus
    • 30. November 2025 um 11:33
    • #1

    Gerade hat die AFD eine neue Jugendorganisation gegründet. Deshalb ein paar Gedanken zu dieser Partei des Hasses aus buddhistischer Sicht:


    Je mehr ich mich mit buddhistischer Ethik befasse, desto absurder erscheint mir das Weltbild der AfD. Mitgefühl, Gewaltlosigkeit, Gleichwertigkeit aller Wesen – all das, was im Buddhismus grundlegend ist – wird von der AfD regelmäßig mit Füßen getreten.


    Mitgefühl? Die AfD setzt auf Härte, Abschottung und Kälte. Wer in Not ist, wird zur Bedrohung erklärt.


    Gleichwertigkeit aller Wesen? Die AfD lebt von Abwertung und Spaltung. Menschen nach Herkunft oder Kultur einzuteilen ist das Gegenteil dessen, was der Buddhismus lehrt.


    Rechte Rede? Die AFD verbreitet Polemik, Aggression und Lügen.


    Nicht-Anhaften? Die Fixierung auf nationale Identität, „Wir gegen die“ und das Festklammern an Angst und Feindbildern widerspricht allem, was buddhistische Geistesschulung ausmacht.


    Angst als Teil von dukkha überwinden? Die AfD lebt davon, Angst zu produzieren. Sie funktioniert nur, wenn Menschen sich bedroht fühlen.


    Wer ernsthaft versucht, den buddhistischen Pfad zu gehen, tut das Gegenteil von dem, wie die AFD handelt und was sie fordert. Die AfD arbeitet mit Wut, Angst und Abgrenzung. Ein Buddhist kann deshalb nie ein AFD-Sympathisant sein!

    "Es gibt nur eine falsche Sicht: Der Glaube, meine Sicht ist die einzig richtige."

    Nagarjuna / 塞翁失馬 – 焉知非福

  • void
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    • 30. November 2025 um 12:17
    • #2
    KarmaHausmeister:

    Je mehr ich mich mit buddhistischer Ethik befasse, desto absurder erscheint mir das Weltbild der AfD.

    Rechtsextremismus erscheint oft deswegen absurd, weil es da viele Verzerrungen der Wahrheit gibt, viele Lügen, viele Vorurteile und Stereotypen, viele irrationale Gefühle.


    Aber ich denke die Grundidee ist ja ein kollektiver Egoismus - also dass es den Eigenen gut gehen soll auch wenn das auf Kosten der anderen geht. Und nur um diesen Egoismus nicht als solchen erscheinen zu lassen, wertet man den anderen bis zur Entmenschlichung ab, setzt Lügen und Propaganda ein, schürt Emotionen und hetzt gegen ihn. Um unser Gewissen - unser heimliches Wissen über die Austauschbarkeit - zu überrumpeln.


    Die Grundidee "Es ist mehr vom Kuchen für dich da, wenn wir die Bedürftigen, die Behinderten, die Fremden, die Natur leer ausgehen lassen" würde ich "fies, gemein, böse" nennen. Aber so richtig absurd ist sie nicht. Historisch gibt es ja viele Beispiele (z.B Kolonialreiche) dass eine Strategie der Ausbeutung und Ausgrenzung funktionieren kann.


    Rechtsradikalismus ist eher "böse" als "dumm" - aber so Worte wie "böse" möchte man nicht mehr verwenden und konzentriert sich deswegen eher auf das Irrationale.

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    • 30. November 2025 um 12:18
    • #3

    In meiner gesamten Zeit der Konfrontation mit Parteien und Parlamentarismus in der BRD und Deutschland habe ich all das erfahren, und es hat mich immer verstört, wie Menschen miteinander umgehen und Ängste erzeugen. Nicht nur in der Politik.


    Mein Beginn war Ende der 60er Jahre. Meine Mutter hatte immer die Bundestagsdebatten und politische Sendungen einschließlich aller greifbaren Kabarettsendungen laufen. Wir hatten immer politischen, gesellschaftlichen und historischen Gesprächsstoff.


    Ich bin also nicht deiner Meinung und eher erschrocken über die Wiedergeburten von Politikern, die vor Jahrzehnten schon verstorben sind.

    Wenn es dafür eine Quelle gibt, bin ich es.

    Ansonsten gibt es unaufzählbar viele Quellen.

  • mukti
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    • 30. November 2025 um 12:24
    • #4

    In Österreich ist die FPÖ so eine nationalistische Partei wie die AFD. Wenn sie zu Wort kommen, im Parlament, bei Interviews usw., beginnen sie sofort auf andere hinzuhacken, alle runterzumachen und sich selber als die einzige Rettung darzustellen. Leider wird das gegenwärtig von dem Land, das den größten Einfluss auf Europa hat, vorgemacht, man nennt es inzwischen "Trumpismus". Durch Erniedrigung und Verfolgung anderer sich selber erhöhen, durchsetzen mit allen Mitteln. Was für ein ekelhafter Egotrip.


    Eine Entwicklung, welche die unheilsamen Instinkte im Menschen anspricht und fördert und viele lassen sich mitreißen. Gerade in unseren Ländern sollten wir aus der Geschichte gelernt haben, wo so eine Hetze hinführen kann.

    Mit Metta, mukti.


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    • 30. November 2025 um 12:27
    • #5

    Das fängt im Kleinen an: Nicht mehr den Menschen sehen, sondern nur noch ihn einsperren in die Meinung, die ich über ihn habe. Meine Meinung ist selbstverständlich die richtige, das sagen auch meine Freunde!

    Wenn es dafür eine Quelle gibt, bin ich es.

    Ansonsten gibt es unaufzählbar viele Quellen.

  • mukti
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    • 30. November 2025 um 13:08
    • #6

    Grundlage ist die Verblendung, die Verdrehtheit der Wahrnehmung (vipallāsa), Falsches für richtig halten. Was dann in so gefährlichen Ansichten gipfelt wie "Mitgefühl ist Schwäche". Je mehr sich so verkehrte Ideologien durchsetzen, desto mehr entsteht kollektives Leid.

    Mit Metta, mukti.


  • Aravind
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    • 30. November 2025 um 20:26
    • #7
    void:

    Aber ich denke die Grundidee ist ja ein kollektiver Egoismus - also dass es den Eigenen gut gehen soll auch wenn das auf Kosten der anderen geht.

    Nur kurz, muss gleich los.


    Das dachte ich auch immer. Mittlerweile scheint mir global in sogenannten Rechten Bewegungen der Hass und seine Pflege viel wichtiger zu sein als dieser Egoismus. Menschen, die ich nicht leiden kann, soll es schlecht gehen. Sie sollen deportiert werden, ihre Arbeit verlieren, mundtot gemacht werden.


    Selbst, wenn es mir dadurch schlechter geht, egal.


    Liebe Grüße, Aravind.

  • void
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    • 30. November 2025 um 20:53
    • #8
    Aravind:

    Das dachte ich auch immer. Mittlerweile scheint mir global in sogenannten Rechten Bewegungen der Hass und seine Pflege viel wichtiger zu sein als dieser Egoismus. Menschen, die ich nicht leiden kann, soll es schlecht gehen. Sie sollen deportiert werden, ihre Arbeit verlieren, mundtot gemacht werden.


    Selbst, wenn es mir dadurch schlechter geht, egal.

    Ja, da hast du wohl recht. Konkreter Egoismus ist ja meistens nicht maßlos, während Gefühle in die man sich reinsteigert, immer stärker werden können. Mir fällt da der Begriff "Ressentiment" ein. Wenn ich danach google, kommt folgendes:

    Zitat

    Ressentiment ist eine tief sitzende, oft unbewusste Abneigung oder heimlicher Groll, der aus einem Gefühl der Ohnmacht, Unterlegenheit, Neid oder einer erlittenen Kränkung entsteht. Statt die Ursache direkt anzugehen, wandelt sich Ressentiment in eine Haltung um, bei der das Objekt des Grolls abgewertet wird.

    Gefühle haben ja manchmal die Eigenart - dass sie ihre eigenen Ursprünge verdeckten - ein Gefühl der Unterlegenheit kann sich ja aus vielen Quellen speisen - es kann viel zusammenwirken an privaten, beruflichen, sozialen, psychischen Bedingungen - um einem ein Gefühl von Scheitern und Ohnmacht zu geben. Und dann kann es ja fast eine Befreiung sein, wenn man statt eines diffusen Dukkha, konkrete Abneigung spüren kann, wenn man einen Schuldenbock findet. Dann kann man ja endlich was tun, statt wie eine Maus vor der Schlange erstarrt da zu sitzen.

Ausgabe №. 134: „Keine Angst vor der Angst"

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