Alles anzeigenHey Leute,
ich fühle mich in letzter Zeit wieder zum Zenbuddhismus hingezogen und lese da gerade ein paar Sachen. In einem Buch heißt es, dass im Grunde Alles Eins ist. Und dass diese Ununterschiedenheit bedeutet, dass ich der Baum bin, den ich wahrnehme. Dass ich der Sternenhimmel bin, den ich wahrnehme. Und dann wird das damit begrüdet, dass alles miteinander verbunden ist.
Das geht einfach nicht in meinen Kopf rein. Nur weil etwas miteinander verbunden ist, heißt es doch nicht, dass es ein und das selbe ist. Es ist doch logisch betrachtet sogar so, dass eine Verbindung Einzeldinge voraussetzt.
Ich bin verwirrt... und interessiert an eure Sicht darauf.
Liebe Grüße!
Wichtige Frage
Dass alles miteinander verbunden sei, ist auch nur ein gedankliches Konzept - man kann sich das so vorstellen und daran glauben oder auch nicht.
Viel wichtiger ist, zu erkennen, dass wenn du einen Baum wahrnimmst, das Wahrgenommene Teil deiner Wirklichkeit, also nicht getrennt von dir ist. In diesem Sinne kann es für dich gar nichts geben, das du wahrnimmst oder dir vorstellst, dass nicht dadurch zugleich Teil deiner Wirklichkeit und damit nicht getrennt von dir ist.
Was immer dir begegnet, was du wahrnimmst oder dir auch nur vorstellst, ist damit zwangläufig Teil deiner Wirklichkeit und in diesem Sinne ist es auch du, denn du bist ja nicht getrennt von deinen Wahrnehmungen. Das muss man jetzt aber nicht "ich" nennen oder "Baum". Es ist, was es ist und solche Begriffe können im Leben hilfreich sein, sind aber letztlich nur Vorstellungen, die der Sache niemals wirklich gerecht werden können.
Solche Vorstellungen kann man auch gerne wieder loslassen, um sich stattdessen auf das unmittelbar genau jetzt Gegebene einzulassen, in dem es nichts geben kann, das nicht in diesem Moment Teil dieser Wirklichkeit ist - sei es als Wahrnehmung oder als Vorstellung (die im Buddhismus ja auch als Wahrnehmung verstanden wird).