Bekannte Inschriften und Sprüche im Vorraum vom Orakel von Delphi:
„Erkenne dich selbst“ (Gnōthi seautón): Mahnung an den Menschen, die eigenen Grenzen und die Sterblichkeit zu akzeptieren.
„Nichts im Übermaß“ (Mèden ágan): Warnung vor Maßlosigkeit und Selbstüberhebung.
„Die Bürgschaft ist nah, schon droht das Unheil“ (Engýa pára d'até): Warnung vor unüberlegten Versprechungen oder Bürgschaften.
Die Lehre des Buddha:
Erkenne dich selbst: dass du nur du bist und dass alles andere deine Persönlichkeit ist, nicht dein Ich-Sein.
Erkenne deine Verblendungen, die dich zu Gier und Hass antreiben. So nimmst du das, was du benötigst, und verhinderst Verlangen nach vergangenen oder zukünftigen Freuden oder vergangenen Verzichtsvorschriften.
Verbürge dich nicht für deine Wahrheiten, deine Meinungen, deinen Glauben, sie werden zu deiner sicheren Falle, weil du fühlen wirst, sie verteidigen und rechtfertigen zu müssen.
Aufmerksame Achtsamkeit bewirkt immer die Entscheidung für Ja oder Nein. Man muss handeln und die Erbschaft seiner Taten antreten, ohne jede Möglichkeit, dem auszuweichen. Verblendung schafft genau diesen Raum: Samsara ist halt so. Vergessen ist das, du Samsara erschaffst.