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Selbstbestimmt sterben

  • KarmaHausmeister
  • 17. Juni 2026 um 10:12
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  • KarmaHausmeister
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    • 17. Juni 2026 um 10:12
    • #1

    Ich bin nun seit einiger Zeit Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS). Viele Buddhisten lehnen selbstbestimmten Suizd ab. Er erzeuge schlechtes Karma, heißt es zum Beispiel. Aus meiner Sicht ist er aber ein Menschenrecht. Was denkt Ihr dazu?


    https://www.facebook.com/share/r/1CXMxBvNQa/?

    "Es gibt nur eine falsche Sicht: Der Glaube, meine Sicht ist die einzig richtige."

    Nagarjuna / 塞翁失馬 – 焉知非福

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    • 17. Juni 2026 um 10:36
    • #2

    Danke Hendrik,

    auch ich möchte "human" sterben, darüber habe ich meinen Hausarzt informiert.


    Ich werde auch Sterbehilfe in Anspruch nehmen, wenn sich mein Ende abzeichnet, damit ich nicht das erleben muss, was meinem Mann widerfuhr.

    _()_Monika

  • Matthie
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    • 17. Juni 2026 um 12:08
    • #3

    Danke fürs teilen,

    das Verfahren der DGHS kannte ich bis jetzt noch nicht .

    Kein leichtes Thema.


    Der Vater meiner letzten Lebensgefährtin hat schon länger massive Herzprobleme und jede Menge Bypasses und Stands.

    Er möchte Sterbehilfe in Anspruch nehmen.

    Er ist auch davon ausgegangen, das seine Geliebte Frau Ihn auf diesem Weg ( wie in dem Video beschrieben ) begleitet.

    Irgendwann fasste sein Frau den Mut und gestand ihm, das Sie eigentlich noch gerne weiterleben möchte wenn er tot ist.

    Damit hatte er garnicht gerechnet.

    Es ist wohl nicht Jedermanns Stärke seine eigene Position zu verlassen und sich in den Anderen reinzudenken.


    Ich bin definitiv für Sterbehilfe mit einem wohl überlegten Verfahren.

    Auch das Schweizer Modell mit der assistierten Sterbehilfe würde ich begrüßen.

    Scheint hier (BRD) aber zuviele Widerstände zu geben.

    Gut das es eine Organisation wie die DGHS gibt. 👍

  • Qualia
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    • 17. Juni 2026 um 14:04
    • #4

    Mein Großvater hat sich mit 72 selbst getötet, weil er mit Krebs nicht weiterleben wollte, bei dem Wahnsinn, den Ärzte betreiben wollten.

    Ein Onkel hat sich mit 82 selbst getötet, weil er erstens keinen Bock mehr hatte und langsam so krank wurde das er anderen zur Last fiel.

    Meine Mutter hat 6 Jahre gebraucht, bis sie endlich mit 39 ihr Ziel erreicht hatte.

    Mein Bruder hat auch die Selbsttötung gewählt. Er und der Arzt waren Komplizen, als sie beschlossen, eine weitere Chemotherapie einzuleiten. Beide wussten, dass die tödlich sein würde.

    Sterbehilfe werde ich niemals annehmen, außer so wie mein Bruder. Ich gebe mich doch nicht in die Verrücktheiten eines Regelwerkes hin und leide noch etliche Zeit, obwohl ich jetzt entscheiden und machen kann.


    Meine Familienangehörigen haben mich gelehrt, dass man immer sich selbst töten kann. Selbstmord begehen Menschen, die Leiden verursachen, sich rächen oder Mitleid haben wollen, das den anderen zerstört.

    (eigene Erfahrung oder glaubt jemand das ich nur „normale“ Gestorbene habe?)


    Mir nimmt weder ein Mensch noch Gesetze noch ein Gott mein Recht, über mein Leben zu bestimmen. Versucht haben es schon einige, weiß nicht, was sie jetzt machen.

    Ich wäre auch niemals auf die Idee gekommen, dieses natürliche Recht einzuklagen. Das wäre genauso unsinnig, wie wenn ich mein natürliches Recht, schwul zu sein, einklagen würde.


    Naja, die, die ihr Recht auf Sterben eingeklagt haben, hat es am Leben gehalten, das doch so lebensunwert ist.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • Igor07
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    • 17. Juni 2026 um 14:13
    • #5
    KarmaHausmeister:

    Aus meiner Sicht ist er aber ein Menschenrecht.

    Bestimmt!


    Zitat

    Unter welchen Umständen darf man einem Menschen helfen, sich das Leben zu nehmen? Muss der Staat selbstbestimmtes Sterben ermöglichen? Diesem Streitthema widmet sich GOTT, die Verfilmung des gleichnamigen Theaterstücks und Buchs von Ferdinand von Schirach. Ausgangspunkt ist die Aufhebung des Verbots der „geschäftsmäßigen" Sterbehilfe durch das Bundesverfassungsgericht vom Februar 2020. Es geht um den Fall eines 78-jährigen, kerngesunden Mannes, der sein Leben durch ein Medikament und mit Hilfe seiner Ärztin beenden will.

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    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • fotost
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    • 17. Juni 2026 um 15:26
    • #6
    KarmaHausmeister:

    Viele Buddhisten lehnen selbstbestimmten Suizd ab. Er erzeuge schlechtes Karma, heißt es zum Beispiel.


    Was bedeutet hier 'selbst' bestimmt? Was ist selbst? Was bedeutet 'Ich' für einen überzeugten Buddhisten? (siehe anatta oder bedingtes Entstehen)


    Karma ist dann einer der am meisten falsch verstandenen Begriffe der Lehre.


    Da schwingen ganz häufig dumpfe Rachegedanken mit oder ein finales Recht-haben-Wollen!


    Im simpelsten Fall, auf der untersten Ebene bedeutet Karma ganz einfach - Handlungen, Taten haben Folgen, haben Konsequenzen. Da müssen Feuerwehrleute Leichen entsorgen, wo es nicht nötig ist, da müssen Angehörige und Freunde damit umgehen, daß sie nicht helfen konnten. Da müssen Erwachsene verstörten Kindern erklären, was geschehen ist.

    Handlungen, Taten haben Folgen, auch über die Handelnden hinaus.


    In dem, was ich aus dem Pali Kanon kenne, wird Suizid eigentlich immer parallel zu Mord beschrieben und es gibt in dem riesigen Textwerk nur 1-2 Stellen, wo Buddha ein elementares Verständnis für eine solche Tat ausdrückt.

  • Igor07
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    • 17. Juni 2026 um 15:59
    • #7
    fotost:

    Karma ist dann einer der am meisten falsch verstandenen Begriffe der Lehre.


    Da schwingen ganz häufig dumpfe Rachegedanken mit oder ein finales Recht-haben-Wollen!

    Angenommen, der Mensch leidet unter Alzheimer, es gibt keine Hoffnung, nur der Weg in den gähnenden Abgrund, oder Krebs mit den Metastasen im Endstadium, also sollte diese Person nach der Bestätigung im Pali-Kanon suchen?
    Wenn keine innere Anhaftung gibt, aber das wohlwollende Gefühl gegenüber der Familie und den Angehörigen, wo liegt das Problem?
    Sind heilige Texte wie Gebrauchsanweisung für absolut alles im Leben? Denke ich nicht.

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    Sokrates

  • Igor07
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    • 17. Juni 2026 um 17:46
    • #8

    Sorry, aus der Sicht des Buddhismus. Alle Khandha-s sind bedingt und vergänglich, deswegen kann man über anatta sprechen. Aber der Körper wird immer älter, dann wird er krank und am Ende landet er unter der Erde. Es reicht schon MN 13, ein wenig zu lesen. Also der erste Pfeil ist einfach der Lauf der Natur. Ich kann das nichts ändern. Der zweite Pfeil bedeutet, dass ich mich mit all dem, was vergänglich ist, nicht identifiziere. Das ist das Ziel der Praxis, wie ich es bis heute verstanden habe. Denn der" Otto Normaler" klammert sich an den eigenen Körper, aber es bedeutet doch wie den" Anleihen", er kann im jeden Moment zugrunde gehen. Und nicht alles ist Karma, das kann man auch genug nachlesen. War nur die Ergänzung, mehr nicht.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Qualia
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    • 17. Juni 2026 um 17:47
    • #9

    Alzheimer- oder Demenzkranke Menschen können sich nicht töten wollen, sie sterben vor sich hin, von Menschen betreut, die in ihrer Betreuung keine Gnade kennen, mit einem Menschen, der nicht einmal mehr ein Selbst hat. Davor habe ich keine Angst, da bin ich schon nicht mehr da, nur noch ein Reiz-Reaktions-Körper. Das ist doch das, was Buddhisten glauben, erreichen zu müssen.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

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    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • Ochse
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    • 17. Juni 2026 um 18:30
    • #10

    Qualia

    Als Altenpfleger würde ich dir raten, dein Menschenbild zu überdenken ('Reiz-Reaktions-Körper'). Aber vielleicht erklärt sowas in diesem Forum mein zunehmendes Fremdeln mit dem Buddhismus.

  • Anna Panna-Sati
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    • 17. Juni 2026 um 19:22
    • #11
    KarmaHausmeister:

    Viele Buddhisten lehnen selbstbestimmten Suizd ab. Er erzeuge schlechtes Karma, heißt es zum Beispiel.

    Die Ablehnung resultiert nicht zuletzt daraus, dass der Buddha - aufgrund seines "Glaubens" an Wiedergeburt (für ihn war es ja "Wissen"...) - Selbsttötung bei Unerleuchteten ablehnte, da Suizid bei diesen meistens mit Ablehnung/ Widerwillen, also dem Geistesgift "Hass", verbunden ist und demzufolge schlechtes Karma erzeugen würde.

    (Welches schlimmstenfalls eine Wiedergeburt in einem niedrigeren Daseinsbereich bewirkt....)


    Vor allem traditionelle Buddhisten, die (noch) an Wiedergeburt glauben, werden daher zögern, die letzte Lebensphase in dieser Weise "künstlich" abzukürzen, zumal die letalen Medikamente oft zuerst das Bewusstsein ausschalten, was wohl vor allem im tibetischen Buddhismus nicht gewünscht wird.

    KarmaHausmeister:

    Aus meiner Sicht ist er aber ein Menschenrecht.

    Diese Sicht teile ich und halte es für unmenschlich/mitleidlos, Menschen, die bei unheilbaren Erkrankungen mit infausten Prognosen und (für sie) unerträglichen Schmerzen/Qualen, den Weg des Suizids (z.B. "assistierten Suizid") gehen wollen, diesen zu verwehren.

    fotost:

    In dem, was ich aus dem Pali Kanon kenne, wird Suizid eigentlich immer parallel zu Mord beschrieben und es gibt in dem riesigen Textwerk nur 1-2 Stellen, wo Buddha ein elementares Verständnis für eine solche Tat ausdrückt.

    Darf man sich aus (Selbst-) Mitgefühl selbst töten?

    Laut Pali-Kanon: Nein, außer man wäre bereits erwacht, weil nur dann keine Ablehnung mehr im Geist vorhanden ist (Karma erzeugen Erleuchtete ja auch nicht mehr).


    Nach meinem Dafürhalten ist das ein ziemlich wunder Punkt in Buddhas Lehre, der vom Buddha, in unserer Zeit, bei heutigem Wissensstand, vielleicht auch anders gesehen würde...

    Igor07:

    Angenommen, der Mensch leidet unter Alzheimer, es gibt keine Hoffnung, nur der Weg in den gähnenden Abgrund, oder Krebs mit den Metastasen im Endstadium, also sollte diese Person nach der Bestätigung im Pali-Kanon suchen?
    Wenn keine innere Anhaftung gibt, aber das wohlwollende Gefühl gegenüber der Familie und den Angehörigen, wo liegt das Problem?

    Wer als Buddhist - todkrank - unter unerträglichen Schmerzen, Ängsten und Qualen leidet, wird wohl kaum im Palikanon nachblättern und dort nach Rechtfertigungen für "selbstbestimmtes Sterben" suchen, sondern erst mal mit Hilfe der Palliativmedizin Linderung erstreben und versuchen, seinen Geist so ruhig und klar, wie möglich zu halten.


    "Ohne innere Anhaftung" hieße, mit sich im Reinen und der "Welt" im Frieden zu sein und nicht mehr an den 5 Khandha zu hängen, in diesem Fall hätte man sicherlich auch Buddhas "Segen" für einen "selbstbestimmten" Abgang" in Würde.

    Qualia:

    Alzheimer- oder Demenzkranke Menschen können sich nicht töten wollen, sie sterben vor sich hin, von Menschen betreut, die in ihrer Betreuung keine Gnade kennen, mit einem Menschen, der nicht einmal mehr ein Selbst hat.

    Dieser Satz, lieber Qualia , bestürzt mich ziemlich - was meinst du mit der Formulierung "die in ihrer Betreuung keine Gnade kennen"?


    Demenz-Patienten wollen sich häufig am Anfang ihrer Erkrankung (wenn sie ihren Zustand noch erkennen können) suizidieren, bringen es aber tatsächlich nur in seltenen Fällen fertig.


    Wenn die Demenz so weit fortgeschritten ist, dass sie kein Ego/Selbst mehr haben, leiden sie ja angeblich "nur" noch körperlich, aber liebevolle Zuwendung spüren sie oft bis zum Schluss und reagieren oft auch positiv darauf.


    Meiner Großmutter (die an vaskulärer Demenz litt) misslang es jedenfalls, sich, kurz nach Diagnosestellung, mit Tabletten das Leben zu nehmen, als sie, 87-jährig, ins Pflegeheim übersiedeln musste und sie starb dort erst mit 95 J. in völliger "geistiger Umnachtung".


    Nun scheint ihr Sohn, mein mittlerweile 91-jähriger Vater, erste Demenz-Symptome aufzuweisen - noch gibt es keine sichere Diagnose, da er sich weigert, zum Arzt zu gehen.

    Jeden Abend, wenn meine Mutter ihn ins Bett bringt, äußert er, nicht mehr leben zu wollen, wirkt auch ansonsten depressiv, emotional abgestumpft, aber zeitweise gereizt-aggressiv. Und er verstummt zunehmend...

    Aber: Morgens steht er selbstständig auf, betreibt Körperpflege und nimmt sein Frühstück ein, isst - dem Anschein nach - mit Appetit. Danach folgt wieder der Rückzug ins Bett, bis zum Mittagessen, welches er ebenfalls zu genießen scheint...


    Früher sagte er immer, wenn er "irgendwann" spüren würde, dass er dement wird, brächte er sich um...(angeblich besitzt er auch eine Zyankali-Kapsel, hat aber - zum Glück! - vergessen, wo, er sie deponiert hat).


    Meine Mutter, meine Brüder und ich sind derzeit relativ ratlos, wie wir ihm, der sich allen (gängigen) Hilfsangeboten verweigert, helfen können und was jetzt zu tun ist - also läuft zunächst alles mal so weiter...:shrug::(


    Liebe Grüße _()_:heart:

    "...Dieser edle achtfache Pfad aber ist der zur Aufhebung des Leidens führende Weg..." (AN.VI.63)

    "In dieser Stunde hörte Siddhartha auf, mit dem Schicksal zu kämpfen, hörte auf zu leiden. Auf seinem Gesicht blühte die Heiterkeit des Wissens, dem kein Wille mehr entgegensteht, das die Vollendung kennt, das einverstanden ist, mit dem Fluss des Geschehens, mit dem Strom des Lebens, voll Mitleid, voll Mitlust, dem Strömen hingegeben, der Einheit zugehörig." (H.Hesse)

  • mukti
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    • 18. Juni 2026 um 10:36
    • #12
    Anna Panna-Sati:

    Darf man sich aus (Selbst-) Mitgefühl selbst töten?

    Laut Pali-Kanon: Nein, außer man wäre bereits erwacht, weil nur dann keine Ablehnung mehr im Geist vorhanden ist (Karma erzeugen Erleuchtete ja auch nicht mehr).

    Hier wird das gesagt, anlässlich des Suizids von Channa:

    Zitat

    Wer da, Sāriputto, den einen Körper ablegt und einen anderen Körper annimmt, der, sag' ich, ist tadelhaft. Das gilt von Channo dem Mönche nicht. Untadelhaft hat Channo der Mönch zur Waffe gegriffen. M.144

    Bei Suizid von Nicht-Erwachten könnte das erzeugte Karma vom Motiv abhängen. Etwa ob sich jemand umbringt um den Folgen seiner bösen Taten zu entgehen (Z.B. Hitler), oder um unheilbares, unerträgliches Leid zu beenden, was dann nur sehr geringes Karma erzeugt.

    Mit Metta, mukti.


  • Qualia
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    • 18. Juni 2026 um 10:46
    • #13
    Zitat

    Untadelhaft hat Channo der Mönch zur Waffe gegriffen. M.144

    Das nenne ich Selbsttötung.

    Zitat

    Wer da, Sāriputto, den einen Körper ablegt und einen anderen Körper annimmt, der, sag' ich, ist tadelhaft.

    Das nenne ich Selbstmord


    Suizid ist der fachliche Oberbegriff.


    Damit habe ich ausgiebig Selbsterfahrung. In dieser Zeit der Wiederholung habe ich die Erkenntnis analysiert das ich über meinen Tod selbst entscheide oder eben Dinge der direkten Umwelt/Zufall.


    Niemals meine Verzweiflung, Verlassenheit, Rachegelüste.

    Selbsterkenntnis vor der Apotheke: Ich will leben.

    Lachanfall und Befreiung von Dukkha des Suizids: „Die werden klagen an meinem Grab.“ Hallo, da hast du nichts davon, dann bist du tot.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

    Einmal editiert, zuletzt von Qualia (18. Juni 2026 um 10:52)

  • Igor07
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    • 18. Juni 2026 um 11:06
    • #14
    mukti:

    Etwa ob sich jemand umbringt um den Folgen seiner bösen Taten zu entgehen (Z.B. Hitler),

    Hm, wenn die Wiedergeburt wirklich existiert, konnte er nicht entgehen, sollte logisch sein.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Zuflucht
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    • 19. Juni 2026 um 00:02
    • #15

    Humanes Sterben heißt zu akzeptieren das wir alle - sollten wir nicht vorzeitig einem Unfall oder einem extremen organischen Tot (Herzinfarkt, Schlaganfall etc.) erfahren - einen Alterungsprozess durchlaufen werden der das Ableben zur Folge hat.

    Unser Bewusstsein trübt sich ein, Durst und Hunger schwindet und die vitalen natürlichen Organfunktionen enden.

    Die meisten Menschen sterben im klinischen Bereich (Krankenhaus und Altersheim). Humanes Sterben lassen (können) aber bedeutet das anzuerkennen und nicht medizinisch (Intensivtherapeutisch) alles Mögliche zu tun um diesen Prozess aufzuhalten. Die Realität ist das genau hier mit PEG (Magensonde), Infusionen, OPs etc. interveniert wird.

    Selbstbestimmtes Sterben. Klingt gut. In den meisten Fällen entfällt im Alter diese Selbstermächtigung. Die Kraft fehlt Entscheidungen zu treffen.


    Der Arzt empfiehlt zB. den Tumor zu entfernen. Vorher erfolgt eine entsprechende Diagnostische Intervention, oder auch zB. eine Dialyse usw.


    Meist stimmen die Angehörigen zu.

    (und dann gehts ins eingemachte)


    Ab welchen Zeitpunkt ist es noch möglich die Kraft und die Selbstgewissheit aufzubringen das eigene Ableben aktiv anzugehen? Sagen zu können: "jetzt ist gut, ich möchte nicht mehr".

    Letztens, auf einer Palliativ Fortbildung, wurde gesagt das die Trauer mit der Diagnose anfängt.


    Wäre das der Moment? Auch wenn ich noch keine entsprechenden leidvollen Symptome habe.


    Und wenn, wie sollte das vonstatten gehen?


    Die unterstützende Hilfe bedeutet aber eine medizinisch-juristische Abklärung die selten Monate, meist Jahre bedeutet.


    Summa summarum, glaube ich das in Zeiten wo wir glauben klar denken zu können, Buddha Zitate rezitieren und verinnerlichen, uns eine Meinung bilden, Positionen annehmen und meinen unseren Ablebensprozess selbstbestimmt gestalten zu können wir der Realität (der institutionellen) nicht gerecht werden.

    Meine momentane Antwort ist das Jeder sich mit seinen Angehörigen, Mann, Frau , Kinder, Freundinnen und Freunde, darüber unterhalten sollte und ihnen die Sicherheit vermitteln sollte genau diese Entscheidungen treffen zu können "wenn es soweit ist..."

  • Monikamarie
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    • 19. Juni 2026 um 19:14
    • #16

    Liebe Zuflucht, Danke für Deinen differenzierten Beitrag.


    Mein Wunsch, human zu sterben ist die Erfahrung des Verhaltens der Mediziner meinem Mann gegenüber.


    Ich wusste nicht, dass er sterben würde, es gab keinen Anlass, er wollte nur diesen bestimmten Morgen einfach "mal liegen bleiben - kein Arzt, kein Rettungswagen" sagte er


    Aber dann rief ich doch unsere Hausärztin.

    Sie erkannte, dass er im Sterben lag und versuchte, ihn wiederzubeleben - im weichen Bett. Natürlich ohne Erfolg.

    Sie rief den Notarzt.


    Ich rannte zur Straße, um den Rettungswagen schnell zu unserem Haus zu bringen. Die Sanitäter nahmen von mir überhaupt keine Notiz, fuhren im Schritttempo, guckten von Türschild zu Türschild, stiegen dann endlich - aus meiner Sicht - gemächlich aus. Ich rief "schnell bitte", Antwort "Jaja, immer mit der Ruhe".


    Eine 3/4??? Stunde haben sie an ihm rumgedoktert.


    Meine Ärztin sagte "er wird jetzt nicht mehr derselbe sein".


    Dann haben sie ihn ins künstliche Koma versetzt, darin blieb er eine knappe Woche im KH, bis dort endlich alles abgestellt wurde, denn seit seinem Tod zuhause konnte er nicht mehr selbständig atmen und war nicht wieder erwacht.


    Es wurde nicht auf mich gehört, trotz Patientenverfügung.


    Wenn das tibetische Totenbuch stimmt, wurde sein Übergang hochgradig gestört. Ich war verzweifelt.


    _()__()__()_

  • Igor07
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    • 19. Juni 2026 um 21:29
    • #17

    Liebe Monika, jedes Mal, wenn du es erzählst, traumatisierst du dich wieder. Das ist nicht zu machen.

    Diese westliche Medizin, die echte Geschäfte mit dem Tod macht, dazu fehlen mir die Worte.

    Zum Thema:

    In der Theravada-Tradition, wie ich es verstanden habe, sollte man so leben, als ob dieser Augenblick und dieser Atemzug der letzte wäre. So Anālayo im praktischen Ratgeber zu Satipatthana. Denn absolut alles ist vergänglich, also trägt das, was entsteht, schon den Keim des Zerfalls in sich.

    Die Vergegenwärtigung des Todes, wie auch der eigenen Leiche (keine eigene … das war schwarzer Humor, ha ha), in vielen Stadien der Verwesung dient eigentlich nur dem Zweck, diese tief verwurzelte Identifikation mit dem Körper, wie auch mit allen anderen Skandha-s, zu reduzieren. Und das würde die echte Freiheit bedeuten, nichts anderes: loszulassen von dem, was bedingt oder abhängig entstanden ist. Alles ist also mit dem Tod verbunden.

    Was bleibt dann?

    Darüber ist besser zu schweigen, denn der Buddha hatte auch diese Todlosigkeit gesucht. Aber wie Anālayo sehr treffend dazu bemerkt, war sein Körper weiterhin dem Tod und dem Sterben unterworfen, aber er hatte keine Angst mehr vor dem Tod. Das klingt für mich ohne viel Mystik und sehr praktisch und im normalen Leben anwendbar.

    Als mein Vater im Sterben lag, habe ich fast rund um die Uhr ein Buch von Anālayo gelesen, praktisch rund um die Uhr, für die Altenpfleger, über Sterben und Tod. Ich denke, es hat mir geholfen, das Ganze durchzustehen.

    Ich bin der Nächste in der Reihe. Das ist das Leben, wie es ist.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Monikamarie
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    • 19. Juni 2026 um 22:07
    • #18

    Keine Sorge, lieber Igor , ich bin nicht traumatisiert, kann das sofort wieder loslassen.


    Aber ich danke auch Dir für die guten Worte.

    _()_Monika ❤️

  • JoJu91
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    • 20. Juni 2026 um 08:09
    • #19
    KarmaHausmeister:

    Viele Buddhisten lehnen selbstbestimmten Suizd ab. Er erzeuge schlechtes Karma, heißt es zum Beispiel. Aus meiner Sicht ist er aber ein Menschenrecht. Was denkt Ihr dazu?

    Wer über selbstbestimmten Suizid nachdenkt, befindet sich m.E. in einer ähnlichen Situation wie jemand, der vor zweihundert Jahren daran gedacht hat, ins "gelobte Land" nach Amerika auszuwandern, weil er die Situation in der Heimat unerträglich gefunden hat.

    Der letzte Ausweg mittels einer Reise ohne Rückfahrticket.


    Eine hochspekulative Sache.

    Manche haben es nie bereut.


    Anderen ging es wie dem seinerzeit bekannten amerikanischen Schriftsteller oder Journalisten, dessen Name ich vergessen habe. Er hatte in den 1940er-Jahren die Nase voll von Krieg und Chaos, und wanderte aus Frustration aus auf die damals fast unbekannte Insel Guadalcanal.

    Wenige Monate später tobte auf Guadalcanal eine der mörderischsten Schlachten des zweiten Weltkriegs zwischen Japanern und Amerikanern.

  • ewald
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    • 27. Juni 2026 um 18:59
    • #20

    Ich halte den selbstbestimmten Suizid für einen wahren Segen im Leben, nicht weil ich Lebensmüde bin, sondern weil mir der Gedanke an Suizid als Ausweg aus dem Leben schon öfter in verzwickten Situationen Trost gespendet hat und somit die Kraft es doch auszuhalten. Ohne diese Möglichkeit selbstbestimmt das Leben zu verlassen und dadurch Mut zu fassen, wäre ich schon längst unter die Reder gekommen und zermalmt. Es ist nicht der Selbstmord in der Praxis, um den es geht, sondern die Idee selbstbestimmt das Leben verlassen zu können. So alt und gebrechlich bin ich noch nicht, dass ich meinen Abgang planen muss und die Reißleine ziehen bevor das Siechtum beginnt. Wichtig ist das Bewusstsein, am Ende des Lebens zu sterben.

  • Zuflucht
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    • 28. Juni 2026 um 19:26
    • #21

    Notfall Sanitäter*Innen müssen reanimieren. Da hilft auch keine Tätowierung wie "keine Reanimation" auf der Brust. Meine Tochter die hier ihre Berufung gefunden hat musste letztens einen Mann der Tot vom Sofa gefallen ist reanimieren. Seine Frau die erschrocken die Hilfe angefordert hatte sagte dann während der Reanimation dass ihr Mann das nicht gewollt hätte. Schwierige Situation. Hätte sie besser nicht die Feuerwehr rufen sollen?

    Einnicken, neben seiner Frau sitzend, und ableben ist doch eine angemessene - um nicht zu sagen "schöne und friedvolle" Art abzuleben.


    Ein guter Freund von mir erlitt vor sechs Monaten einen Herzinfarkt. Als er mit der Trage aus dem vierten Stock heruntergebracht wurde, um in einem Krankenhaus zur Weiterbehandlung gefahren zu werden, hörte sein Herz auf zu schlagen. Die Reanimation im Treppenhaus war erfolgreich. Vor kurzen sagte er mir, witzelnd und lebensfroh, das er dankbar war das seine Frau nicht gesagt hatte das er in seiner Patientenverfügung "keine Reanimation" niedergeschrieben hatte.


    Was ist wann und in welcher Situation Richtig oder Falsch oder angemessen?


    Ein Mann springt vom Dach 25 Meter in die Tiefe. Die eingeleitete Reanimation war - wie sollte es anders sein - erfolglos. Unser aller Menschenverstand sagt uns doch: " gut so - was für ein Glück!"


    Die von mir geschilderten Fälle sind keine krassen Einzelsituationen sondern die gängige Praxis. Mir geht es darum, aufzuzeigen dass das Sterben, wie wir es uns denken und wünschen, nicht wirklich selbstbestimmt ist, sondern durch gut gemeinte Fremdeinwirkung fast immer unterbrochen wird.


    Ich habe mein gesamtes berufliches Dasein im Klinischen Bereich gearbeitet, - ein würdevolles und friedliches Sterben ist äußerst selten. Die meisten Patienten, auch Buddhisten und christlich orientierte Menschen, haben höllisch Angst zu sterben. Und die Möglichkeiten der modernen Medizin erscheinen äußerst Hoffnungsvoll. So operierten wir über 80, 90 jährige...

    Auch wenn die OPs, nicht selten von Assistenzärzte zum Erfahrungsaufbau, erfolgreich durchgeführt wurden sind wurden die darauffolgenden altersbedingten Komplikationen vorab nicht oder selten bedacht.


    Ein selbstbestimmtes (humanes) Sterben erfordert viel Klarheit und Vorbereitung. Denn die Entscheidungsfähigkeit läßt im Alter und mit zunehmenden Leid deutlich nach.


    Ich bin selbst überrascht wie irritierend, ggf. dramatisch sich meine heutige Schreibe an hört/anhören mag. Nur möchte ich mit der Mähr aufräumen das es selbstverständlich ist den Tot Vorab eigenverantwortlich gestalten zu können.


    Na ja, ein Suizid scheint sich doch Eigenverantwortlich, selbstbestimmt und in aller Klarheit machen zu lassen. Leider wohl auch nicht immer. Mein bester Freund hat sich vor fünf Jahren rücklings aus dem Fenster seines Bürozimmers gestürzt. Die Ursachensuche hat ergeben das er aufgrund urologischen Problemen 6-8 mal Abendlich Wasser lassen mußte. Der über Monate andauernde Schlafdefizit hat ihn zermürbt.


    Selbstbestimmt? Ich weiß nicht...


    Ich möchte heute, ein wenig verlegen, enden mit:

    Das Leben ist schön!

  • Qualia
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    • 28. Juni 2026 um 21:54
    • #22

    Reanimieren ist immer gut. Was ich nicht will, ist Reanimation, wenn klar ist das ich, das einzige selbstbestimmende Wesen in dem Raum, nicht mehr erscheinen kann. Aber auch das ist eine Illusion. Wer will das wissen, wenn ich das auch nicht mehr weiß? Ich bestimme das keiner für meinen Tod verantwortlich ist. Als nur blödes Gelaber, ich habe mein Leben eben nicht in der Hand und auch nicht das mögliche Leid anderer. Alles nur Eitelkeit und Ignoranz. Ich lebe und mehr ist nicht. Mehr war nicht und wird nicht sein???

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • Schneelöwin
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    • 29. Juni 2026 um 15:36
    • #23
    KarmaHausmeister:

    Ich bin nun seit einiger Zeit Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS).

    Mal abgesehen, ob diese letzte Entscheidung zur buddhistischen Lehre passt, gefällt mir persönlich das ganze Procedere nicht; welches mit einem enormen juristischen Aufwand und ärztlicher Prüfung verbunden ist und man sich rechtzeitig, mindestens 6 Monate vorher darum kümmern muss, wenn man denn überhaupt noch dazu in der Lage ist, von den zusätzlichen Kosten neben des Mitgliedschaftsbeitrages mal abgesehen:


    Zitat

    Die Vermittlung der Freitodbegleitung ist eine Serviceleistung und im Mitgliedsbeitrag enthalten. Dafür entstehen den Antragstellenden keine Kosten. Für die Vorbereitung und Durchführung des assistierten Suizids durch die Freitodhelfenden fällt eine Pauschale in Höhe von 4.000 € an. Bei Doppel-Sterbebegleitungen beträgt die Pauschale 6.000 €. Diese wird auf das Treuhandkonto einer Kanzlei überwiesen, die die Rechnungslegung kontrolliert und die Honorare auszahlt. Bei Antragstellenden, die diese Pauschale nicht aufbringen können, übernimmt ein Solidarfonds diese teilweise, bei Nachweis der Bedürftigkeit.

    Für mich liest sich Schritt vier so, dass ein Arzt und ein Jurist auch noch beim Vollzug anwesend sind:


    Zitat
    • Schritt 1: Prüfung des Antrags. Nach sechs Monaten Mitgliedschaft kann im Regelfall ein Antrag auf Freitodbegleitung gestellt werden. In der ersten Stufe des Schutzkonzepts prüft die Geschäftsstelle den Antrag auf Vollständigkeit und Freiverantwortlichkeit.
    • Schritt 2: Juristisches Erstgespräch. Fällt die Prüfung positiv aus, wird das Mitglied an ein Tandem aus Jurist:in und Ärzt:in vermittelt. In der zweiten Stufe des Schutzkonzepts prüft die juristische Begleitung die Angaben und die Freiverantwortlichkeit im persönlichen Gespräch.
    • Schritt 3: Ärztliches Zweitgespräch. Danach findet ein persönliches Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt statt. In der dritten Stufe des Schutzkonzepts wird die Freiverantwortlichkeit aus medizinischer Sicht geprüft und über mögliche Alternativen aufgeklärt.
    • Schritt 4: Der Tag der Freitodbegleitung. Wenn es keine Zweifel an der Freiverantwortlichkeit gibt, wird der Termin für die Freitodbegleitung mit Ärzt:in und Jurist:in vereinbart. In dieser vierten Stufe des Schutzkonzepts werden die notwendigen Dokumente unterzeichnet, der Wunsch ein letztes Mal bestätigt und der Tod eigenständig herbeigeführt.


    Wer Kosten und diese Vorgehensweise für sich gut und passend findet. . .

    Für mich hat das mit selbstbestimmten Sterben irgendwie nicht viel zu tun.


    In Sachen Patientenverfügung wird die DGHS stark sein, dafür reicht dann auch der normale monatliche Mitgliedsbeitrag; davon abgesehen, das dieses Procedere der "Selbstbestimmung" vermutlich überall gleich ablaufen wird.

    Liebe Grüße Schneelöwin

    "All is always now"


  • ewald
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    • 30. Juni 2026 um 18:28
    • #24

    Egal wie schön das Leben sein mag, am Ende des Lebens kommt der Tod. Ob das Ende des Lebens durch Unfall, Krankheit, Suizid, Altersschwäche oder Gewalteinfluss entsteht, kann nur das Schicksal hervorrufen. Wichtig für das buddhistische Bewusstsein, ob selbstbestimmt oder nicht, das Leben endet mit dem Tod. Da kann weder der Glaube an Reanimation, noch an Reinkarnation etwas ändern. Der Sterbeprozess ist individuell verschieden, aber das Leben endet mit dem Tod, daran ist nichts zu rütteln. Habe vor vielen Jahren den Kurs zum Sterbebegleiter absolviert und im Hospiz begleitet. Jemand der an einer Krankheit leidet und nichts dagegen unternimmt, stirbt in gewisser Weise selbstbestimmt. So nicht mehr leben wollen kommt oft vor. Ja, das Leben ist schön, manchmal, oft ist es aber auch grausam.

  • Monikamarie
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    • #25

    Filmtipp:

    3sat 06.07., 22.25h Elisabeth Kübler-Ross. Sterbeforscherin


    :like: Monika ❤️

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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