Als Altenpfleger würde ich dir raten, dein Menschenbild zu überdenken ('Reiz-Reaktions-Körper'). Aber vielleicht erklärt sowas in diesem Forum mein zunehmendes Fremdeln mit dem Buddhismus.
Beiträge von Ochse
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Dass Buddhismus hauptsächlich als Lebenshilfe zur Bewältigung von Lebenskrisen gesehen wird, ist für mich überraschend.
Und mich überrascht Deine Überraschung.
Nein, ganz im Ernst, mich würde wirklich interessieren., warum Dich das überrascht, weil es mit meiner Erfahrung ziemlich übereinstimmt. Und hier gibt es, glaube ich, auch hunderte Posts, die das implizit oder explizit nahelegen.
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Es gibt auch das Sanbo Zen das Soto und Rinzai versucht „zu verbinden“:
Ich weiß. Und es ist in der Zwischenzeit auch nicht mehr ganz ungewöhnlich, dass Mönche der jeweiligen Schule eine Zeit in einem Kloster der anderen Schule verbringen.
Meine Anmerkung war ironisch gemeint. Und lass uns beide hoffen, dass jetzt von den Vertretern der Wahrheit keine Diskussion kommt, dass Sanbo gar kein richtiges Zen ist, weil sie katholische Priester und Schwestern autorisiert haben...
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Eine Gruppe verwechselt ihren Erfolg mit Wahrheit (...)
Dem liegt vielleicht zugrunde, dass wir auch als Einzelpersonen dazu tendieren, unsere Meinungen mit Wahrheit zu verwechseln.
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Soto bleibt bei seiner Fehleinschätzung und Rinzai bei seiner.
Komisch, dass die das in all den Jahrhunderten nicht selbst gemerkt haben.
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Ich frage mich, wie es bei den aufgeführten Mitgliedsorganisationen (die, soweit das recherchierbar ist, alle eher klein sind) zu einer Zahl von mehr als 5.600 assoziierten Mitgliedern kommt, und das bei einer Organisation, die gerade mal drei Monate alt ist. Nicht mehr und nicht weniger. Vollkommen unnötig, da jetzt üble Motive zu unterstellen. Vielleicht übersehe ich ja was, aber dann kannst Du ja sagen, was.
Ich habe nichts zu dem Artikel in U/W gesagt (außer anzudeuten, dass ich den Vorwurf, bei der DBU seien Mitgliederzahlen geschönt worden, für glaubhaft halte), sondern mich nur erstaunt gezeigt über Mitgliederzahlen, die das Netzwerk Buddhismus für sich reklamiert und da auf die entsprechende Internetseite verlinkt.
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Na, dann ist es ja gut, dass es mit dem 'Netzwerk Buddhismus' eine neue Sammlungsbewegung für Buddhisten in Deutschland gibt. Honni soit qui mal y pense...
Ich glaube gerne, dass die DBU Mitgliederzahlen schönt, aber wie genau die mehr als 5.600 assoziierten Einzelmitglieder des Netzwerks zustande kommen, wenn man sich die Liste der Mitglieder anschaut, frage ich mich auch schon.
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Ich habe hier noch was Interessantes zu Tendenzen im Jodo Shinshu entdeckt, leider auch auf Englisch, aber ich habe keine Zeit, das jetzt zu übersetzen.
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Nein, kann man leider nicht auf Deutsch wechseln - vergleiche mal die Länge der Einträge...
Und in Diskussionen über den angeblich 'saekularen' Buddhismus möchte ich mich hier nicht mehr aufreiben. Nicht böse sein, das hat nichts mit Dir zu tun.
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Tatsächlich ist sB mit dem Glaubensbuddhismus schwer zu vereinbaren, etwa dem Amithaba-Buddhismus (...)
Ich weiß ja nicht, was genau mit 'Amithaba-Buddhismus' gemeint ist (es heißt übrigens Amitabha und nicht Amithaba), aber es ist schon reichlich dünnes Eis, so einen Satz zu schreiben, ohne offenbar jemals z.B. den Namen Kiyozawa Manshi gehört zu haben.
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Danke, Tai! Alles, was ich habe sagen wollen, aber nicht so knapp hätte formulieren können.
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Ich bin kein Freund von Nydahl, aber wie nennt man das nochmal, wenn man den Leuten suggeriert, dass sie ihren eigenen Erfahrungen nicht trauen können?
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Erstmal nur danke für die Entgegnung. Für mehr habe ich gerade keine Zeit, kann aber schonmal sagen, dass ich Metaphysik nicht für was halte, wo die Empirie versagt.
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Der Begriff „Ökosattva“ wurde von der US-amerikanischen Zen-Lehrerin und Umweltaktivistin Joanna Macy geprägt.
Etwas spät - ich lese den thread gerade erst komplett - und eigentlich nicht übermäßig wichtig:
Joanna Macy war keine Zen-Lehrerin und buddhistisch eher von Theravada und tibetischen Buddhismus beeinflusst.
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Jede Information sollte so lange bearbeitet werden, bis sie keinen metaphysischen oder mythologischen Rest mehr enthält. Man befreit sich von Metaphysik und Mythologie, ohne sie zu verwerfen. Denn man kann Menschen begegnen, für die solche Vorstellungen im Moment noch hilfreich sind und von denen sie sich noch nicht lösen können.
Man kann (z.B. unter Berufung auf Kant oder Heidegger) durchaus Metaphysik-Kritik üben (wenn man's denn kann!), aber es erstaunt mich immer wieder, wie 'Metaphysik!' quasi zum Schimpfwort geworden ist, und man ihr bestenfalls noch (wie oben) die Rolle des 'geschickten Mittels' für Simpel (wie Kants Kammerdiener) zugesteht.
Ich fürchte, man beraubt sich dadurch auch (mal wieder - wie Geschichte sich doch wiederholt!) der Mittel, 'Fortschritt' in der Rolle als Religionsersatz (oder auch als Philosophieersatz - Buddhismus reinigen wir ja gerade von allem metaphysisch- religiösen Brimborium) zu erkennen oder gar zu kritisieren. Maude Royden konnte die Anglikanische Kirche noch als 'die Tory-Partei beim Gebet' erkennen. Heute zu befürchten, dass der zur Ware gewordene Buddhismus in den Wohlstandsgesellschaften irgendwann nur noch 'die Grünen bei der Meditation' ist (und das ist keine Kritik an einer dringend notwendigen radikalen Ökologie-Bewegung, nur an Ökologie als Mittel der politischen Karriere) dürfte einem bestenfalls den Vorwurf der Rückwärtsgewandheit eintragen.
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Darin liegt keine Gefahr, sondern eine Notwendigkeit. Ein Buddhismus, der das Überweltliche verneint, ist "light".
Natürlich, wie sollte es auch anders sein.
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Man sieht es ja gut in diesem Forum, schreibe was über Wiedergeburt oder Devas und du landest in der kleinen Ecke traditionalistischer Sonderlinge. Meditation ja, aber höhere Geisteskräfte? Metaphysische Spekulation.
Natürlich besteht im säkularen, 'westlichen' Buddhismus immer die Gefahr eines 'Dharma light', aber auch 'traditionalistische Sonderlinge' können sich irren.
Im Mappo gehen wir alle auf dünnem Eis...😁
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Deutschsprachige Literatur über Shin-Buddhismus ist ja immer noch sehr rar.
Deshalb schön, dass für diesen Sommer die Übersetzung von
Kenneth Tanaka: Ocean - An Introduction to Jodo Shinshu Buddhism in America
angekündigt ist.
Deutscher Titel:
Ocean. Einssein: Eine Einführung in den Jodo-Shinshu-Buddhismus
Herder Verlag
Das Buch ist eine wirklich gute Einführung und man sollte sich von dem '...in America' im Originaltitel nicht Abschrecken lassen.
Namo Amida Bu
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Natürlich 'Tugendregeln' und nicht 'Jugendregeln'...
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Weil es die Tendenz des Ego, etwas 'erreichen' zu wollen und den damit oft verbundenen Stolz eher verstärkt als sie zu verringern, aber auch das Gefühl befördern kann, ständig machen und tun zu müssen, ständig an der eigenen Selbst-Optimierung arbeiten zu müssen. Es ist ja kein Zufall, dass so mancher Konzern, aber auch kleinere Firmen ihre Angestellten zur Meditation schicken, es aber auch in 'buddhistischen' Kreisen gerne vergessen wird, dass Meditation ohne Einhaltung der Jugendregeln eine nicht ungefährliche Sache ist.
Traditionell sind die japanischen Schulen des Reinen Landes als Reformbewegung der Bauern, Ausgestoßenen, Marginalisierten entstanden, Menschen, die keine Zeit hatten, stundenlang zu meditieren und auf die auch sonst vom buddhistischen 'Establishment' der Zeit eher herabgeblickt wurde.
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Hallo Matthie,
Meditation spielt für den Laien-Buddhisten in den traditionell buddhistischen Ländern kaum eine Rolle, auch in den Schulen, in denen hier jeder glaubt, meditieren zu müssen. Die in Japan am weitesten verbreiteten Schulen des Buddhismus, die Reines-Land-Schulen, halten Meditation eher für ein Hindernis (und nein, das Rezitieren von Namo Amida Butsu wird nicht als eine Form der Meditation betrachtet...). Fünfzehn Jahre Forums-Beiträge über 'richtige' und 'falsche', 'genügend' lange und häufige, überhaupt 'erfolgreiche' Meditation scheinen mir diese Haltung nicht ganz unglaubwürdig zu machen.
Der Vergleich mit dem Beten bei Christen hinkt etwas. Besser wäre ein Vergleich mit christlicher Meditation oder Kontemplation: Auch das wird ja nur von einer sehr kleinen Minderheit von Christen praktiziert und niemand würde behaupten, es sei zentraler Bestandteil des Christentums.
Lieben Gruß vom Ochsen
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Ah, hab's selbst gefunden. Wenn Du Dir vielleicht mal den Zusammenhang anschaust, siehst Du, dass es da definitiv nicht um den Genuss von Cannabis geht.
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Kannst Du bitte mal die genauen Verse aus Mahavagga IV angeben?
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Ich glaube, es gab gute Gründe, langsam dazu überzugehen, das nicht länger 'den' Christen zu überlassen, sondern Leute von außerhalb zu holen und auch regelmäßig Ergebnisse (oder eben auch Nicht-Ergebnisse) zu veröffentlichen (und zwar nicht nur kirchenintern).
Ich habe in den letzten anderthalb Stunden jetzt mal alte Beiträge hier gelesen und dabei nicht den Eindruck gewonnen, dass hier der tibetische Buddhismus in seiner Gesamtheit gezielt verunglimpft wird, wobei ich schon einige Anti-Tibeter (die aber anscheinend mit allem jenseits des Theravada oder eines angeblichen 'authentischen' Buddhismus Schwierigkeiten haben) gelesen habe. Aber das ist nur ein grober Überblick gewesen. Man muss dann aber fairerweise sagen, dass es hier auch Leute gibt, die jeden Skandal noch schönreden und 'spiritualisieren'.
Aber ich bin hier jetzt raus, das ist nicht meine Baustelle.
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Das soll jetzt keine Provokation oder Whataboutism sein, aber würde man inzwischen den katholischen Christen zutrauen, 'ihre eigenen Probleme zu lösen'?