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Tod und Vergänglichkeit

  • Helmut
  • 15. Januar 2026 um 15:33
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  • Railex
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    • 2. März 2026 um 19:51
    • #26
    AndreasM:

    Man hat ja eigentlich alle Zeit der Welt. Geht halt immer wieder von vorne los, nicht unbedingt als menschliches Wesen.


    Das ändert sich erst mit Stromeintritt (max 7 weitere Leben). Aber dafür muss man Nirodha erreichen (Tod während man lebt, vereinfacht).


    Also wäre mein Ansatz hier die Jhanas zu üben.

    Spekulative Sicht und kann säkulare Buddhisten eher nicht beruhigen, aber aus dieser Sicht heraus ,dann wahrscheinlich Jhanas fokussiert üben.


    Es gibt soviele Möglichkeiten mit dem Dharma zu arbeiten und weil hier Thema Tod/Vergänglichkeit ist, würde ich auch wieder eines von Buddhas Hauptkriterien ,nämlich anicca/Vergänglichkeit anführen,als leidhaften Normalzustand, um sich mit dem Tod jeden Tag acht-und heilsam auseinandersetzen.

  • SilentSea14282
    Gast
    • 2. März 2026 um 20:11
    • #27

    Was haltet ihr denn von diesem Menschen? Der kann Nirodha scheinbar mühelos erreichen und nach einer vorgegebenen Zeit zurückkehren. Wurde alles auch äztlich untersucht.


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  • Railex
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    • 2. März 2026 um 20:14
    • #28
    Igor07:

    Railex

    Du korrigierst mich sehr fleißig, was mir eingefallen ist.

    Aber Dhamma hat nichts ABSOLUT!, also NULL- mit einem längeren Leben zu suchen und heilt keine Krankheiten, außer spirituellen. So meinte Ajahn Buddhadasa, und das bedeutet, dass es keine innere Identifikation mit den Skandhas gibt, und es gibt auch nichts, was mir als „mein“ gehört. Punkt. Alles andere ist bitte nur reine Zeitverschwendung.

    Igor07, ich korrigiere dich nicht "fleißig ", sondern habe einfach zu diesem Punkt eine andere Auffassung als du, die ich hier aufzeigen kann und darf.

    Lass doch bitte das persönliche weg!

    Du kannst weiterhin ständig mit "NULL " ,"ABSOLUT " ," Punkt" und "reine Zeitverschwendung " argumentieren, dennoch heilt der Dharma nicht nur spirituelle Krankheiten, sondern unterstützt außerdem eine gesunde körperliche Lebensweise.


    Es ist nunmal Tatsache, dass in der chinesischen Volksreligion, wo Taoismus und Buddhismus vermischt wurden, es ein erklärtes Ziel war, ein längeres körperliches Leben zu erreichen und warum sollten sie deshalb alle zum "Seelenklempner"?

  • void
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    • 2. März 2026 um 21:10
    • #29
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    Nochmal zur Erinnerung: Die Frage wurde hier im Bereich für tibetischen Buddhismus und damit im Kontext des tibertischen Buddhismus gestellt.

  • Samadhi1876
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    • 2. März 2026 um 22:22
    • #30
    void:

    Moderation


    Nochmal zur Erinnerung: Die Frage wurde hier im Bereich für tibetischen Buddhismus und damit im Kontext des tibertischen Buddhismus gestellt.

    Im Eingang des Thread steht nichts explizit vom tibetischen Buddhismus


    Und noch einmal:


    Letztendlich geht es um die höchste und letztendliche Wahrheit


    Egal was die „Tibeter“ oder die „Bild Zeitung“ dazu meinen und ist auch nicht nur meine eigene Meinung sondern etwas das jeder für sich selbst ganz egal ob „Tibeter“ oder „Bild Zeitung“ für sich selbst nach prüfen kann…


    „Sich daran zu erinnern das man sterben wird

    Ist der beste Weg zu erkennen

    Das man nichts zu verlieren hat“


    Ob das so stimmt darf jeder letztendlich für sich selbst erkennen und „beurteilen“


    In diesem seinem ganz eigenem Leben…

  • Igor07
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    • 3. März 2026 um 11:32
    • #31

    Lieber void, das ist mir komisch, Entschuldigung, als ob der Tod daraus unterscheidet, bin ich Theravada- oder tibetischer Buddhist, bin ich Kommunist oder Atheist, wir sind doch alle gleich.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • void
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    • 3. März 2026 um 11:42
    • #32

    Dies ist kein inhaltlicher Beitrag, sondern soll bewusst machen, dass dies eine Diskussion in halb des tibetischen Bereich des Forums ist.

  • verrückter-narr
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    • 21. Oktober 2026 um 20:06
    • #33
    SilentSea14282:

    Was haltet ihr denn von diesem Menschen? Der kann Nirodha scheinbar mühelos erreichen und nach einer vorgegebenen Zeit zurückkehren. Wurde alles auch äztlich untersucht.


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    im vorletzten Jahr 2024 hat er seine angeblichen geistigen Errungenschaften widerrufen. In diesem Interview verweigert Delson alle seine früheren Ansprüche auf spirituelles Erreichen.

    Delson beschreibt die jüngsten Veränderungen in seinen inneren Erfahrungen, die ihn dazu brachten, die Natur seines Erwachens zu hinterfragen, einschließlich des Aufkommens von Emotionen und Wünschen, von denen er dachte, dass sie längst ausgelöscht seien. Delson kritisiert die Folgen der buddhistischen Lehre von den 10 Fesseln, erklärt seine Neubestimmung von Erwachen und die Stufen des Vier-Pfade-Modells vom Strömungseinsteiger zum Arhat und stellt kulturelle Vorstellungen von Erleuchtung infrage.

    Delson teilt seine aktuellen Gedanken über die Rolle von Emotionen im Erwachen, betont die Wichtigkeit, sich seinen Traumata zu stellen, und spricht über seine Pläne, seine eigene Lehre zu erweitern, um Traditionen wie Kriya Yoga einzubeziehen.

    Delson offenbart außerdem den Druck, der durch die Erwartungen anderer auf ihn ausgeübt wurde, und teilt seine Beobachtungen über die Gefahr der Anhänglichkeit von Schülern, die Heuchelei spiritueller Führer und seine gemischten Gefühle gegenüber der monastischen Sangha.

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    nirodha samāpatti, 'Erlöschungszustand', auch genannt saññā-vedayita-nirodha 'Erlöschung von Wahrnehmung und Gefühl', ist die auf das Gebiet der Weder-Wahrnehmung-Noch-Nichtwahrnehmung (siehe jhāna, 8) folgende zeitweilige völlige Ausschaltung und Aufhebung aller Bewußtseins- und Geistestätigkeit. Zur Erreichung dieses Zustandes gelten die vollkommene Meisterschaft über alle 8 Vertiefungen sowie die erreichte Anāgāmischaft (siehe ariya-puggala) als unumgängliche Vorbedingung.

    nirodha_sam


    Ich halte es auch für sehr unwahrscheinlich, dass er oder andere Personen diesen Geisteszustand erreicht haben, denn wen man dies hat, so geht man nicht damit in die Öffentlichkeit und rühmt sich daran, sondern geht er in die Hauslosigkeit und Einsamkeit, weil man wirklich erkannt hat, dass alle andere äusseren Phänomene nur leidhaft und unbefriedigend sind und man hat ein sehr starkes verlangen nach wirklichem Nibbana.


    nirodha samāpatti wird auch im Maha-prajnaparamita-sastra (“the treatise on the great virtue of wisdom”) by Nagarjuna (c. 2nd century A.D.) und anderen Mahayana Sutra beschrieben, dort finden sich dann aber noch Beschreibungen von subtileren Bewusstseinszuständen vor dem Nirvana.

    Nirodha-samapatti, Nirodha-samāpatti: 7 definitions


    Auch im Vajrayana und tibetischen Buddhismus ist dies bekannt.

  • JoJu91
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    • 22. Oktober 2026 um 07:53
    • #34
    verrückter-narr:

    ist die auf das Gebiet der Weder-Wahrnehmung-Noch-Nichtwahrnehmung (siehe jhāna, 8) folgende zeitweilige völlige Ausschaltung und Aufhebung aller Bewußtseins- und Geistestätigkeit. Zur Erreichung dieses Zustandes gelten die vollkommene Meisterschaft über alle 8 Vertiefungen sowie die erreichte Anāgāmischaft (siehe ariya-puggala) als unumgängliche Vorbedingung.

    Die als Jhanas bezeichneten höheren Bewusstseinszustände der Meditation oder der Versenkung gelten für viele Buddhisten als so unerreichbar wie damals 1980 eine Alleinbegehung des Mount Everest ohne Sauerstoff, also erreichbar nur für den Buddha selbst oder für Buddhisten mit den Fähigkeiten eines Reinhold Messner im Bergsteigen oder eines Diego Maradonna im Fussball oder eines Mike Tyson im Boxen.


    Manche glauben, die Jhanas seien so eine Art Drogenrausch ohne Drogen, LSD-Trip ohne LSD, Mescalin-Reise ohne Mescalin.


    Bei nüchterner Betrachtungsweise wird das Bewusstsein von Jhana zu Jhana immer einfacher und ursprünglicher, das achte Jhana "Weder-Wahrnehmung-Noch-Nichtwahrnehmung" ist an Einfachheit und Klarheit "kaum mehr zu überbieten".


    Die Jhanas (das gilt mit anderen Worten auch für Samadhi oder das Hishiryo-Bewusstsein) erhalten ihre scheinbare Schwierigkeit durch den extremen Kontrast zum Wahnsinn des Alltagsbewusstseins, ein Wahnsinn, der deshalb so schwer zu erkennen ist, weil alle ihn "machen", weil alle betroffen sind, einschliesslich der Intellektuellen und Wissenschaftler.

    Erkennbar wird der Wahnsinn meist erst bei den immer wieder auftretenden persönlichen und kollektiven Katastrophen.

    Für den Menschen ist der Wahnsinn natürlich und das Einfache, Klare unnatürlich.


    Der Weg durch die Jhanas ist gewissermassen ein negativer Prozess, ein Weg weg vom Wahnsinn hin zur Einfachheit und Klarheit.

  • pano
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    • 22. Oktober 2026 um 08:29
    • #35

    Delson Armstrong war ja das Wunderkind aus dem Stall von Marvel Logan (aka Bhante Vimalaramsi) - TWIM (Tranquil Wisdom Insight Mediation). Ich hab das interview nicht gesehen aber ich kann nach allem was ich im Vorfeld von Delson Armstrong mitbekommen hatte schon glauben dass er sich unter Druck gesetzt gefühlt hat.


    Zu TWIM gibts auch jenes Interview dass ich hier mal eingestelllt hatte: TWIM cult playbook . In dem kommt auch Delson Armstrong nicht unbedingt gut weg.


    Wir alle strampeln im samsarischen Strudel. Bei DA frage ich mich ob ehrliche Reue und Einsicht oder performatives "wenn ich mich in der Opferrolle darstelle komme ich aus der Sache raus ohne den Osho-Stempel zu bekommen".


    Wie üblich kann man das nicht-dualistisch betrachten, er kann ein Leidender sein der falsch behandelt wurde, gleichzeitig jemand sein der anderen geschadet hat (ob absichtlich oder unabsichtlich) und der Rücktritt von bisherigen Behauptungen bzgl. spiritueller "Meilensteine" kann faktisch korrekt sein auch wenn ich hier etwas skeptisch bin ob seiner Intention / Motivation zu diesem Schritt.


    panos einfache Grundregel bei der Auswahl von Dharma-Lehrern bzw. Influencern: Wenn sie über ihre eigene Erleuchtung sprechen versuchen sie ein seelisches Loch durch Bewunderung dritter zu stopfen und sind fern von jeder Form des Erwachens.

  • verrückter-narr
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    • 22. Oktober 2026 um 10:47
    • #36
    pano:

    Delson Armstrong war ja das Wunderkind aus dem Stall von Marvel Logan (aka Bhante Vimalaramsi) - TWIM (Tranquil Wisdom Insight Mediation). Ich hab das interview nicht gesehen aber ich kann nach allem was ich im Vorfeld von Delson Armstrong mitbekommen hatte schon glauben dass er sich unter Druck gesetzt gefühlt hat.


    Zu TWIM gibts auch jenes Interview dass ich hier mal eingestelllt hatte: TWIM cult playbook . In dem kommt auch Delson Armstrong nicht unbedingt gut weg.


    Wir alle strampeln im samsarischen Strudel. Bei DA frage ich mich ob ehrliche Reue und Einsicht oder performatives "wenn ich mich in der Opferrolle darstelle komme ich aus der Sache raus ohne den Osho-Stempel zu bekommen".


    Wie üblich kann man das nicht-dualistisch betrachten, er kann ein Leidender sein der falsch behandelt wurde, gleichzeitig jemand sein der anderen geschadet hat (ob absichtlich oder unabsichtlich) und der Rücktritt von bisherigen Behauptungen bzgl. spiritueller "Meilensteine" kann faktisch korrekt sein auch wenn ich hier etwas skeptisch bin ob seiner Intention / Motivation zu diesem Schritt.


    panos einfache Grundregel bei der Auswahl von Dharma-Lehrern bzw. Influencern: Wenn sie über ihre eigene Erleuchtung sprechen versuchen sie ein seelisches Loch durch Bewunderung dritter zu stopfen und sind fern von jeder Form des Erwachens.

    Alles anzeigen

    Auf diesem Kanal finden sich noch weitere kritische Videos gegen die TWIM Methode, Bhante Vimalaramsi, der im Juni 2023 schon verstorben ist, und gegen Delson Armstrong.

    Being Untangled
    www.youtube.com

    Nach meiner Einschätzung hatte Bhante Vimalaramsi wohl einige dogmatische Meinungen und war von seiner Methode zu sehr überzeugt und hat sich dadurch damals einige Gegner geschaffen. Delson Armstrong hat seine Behauptungen schon seit einigen Jahren revidiert und scheint sich auch weiterentwickelt zu haben, wenn man aktuelle Interviews von ihm sieht.

    Ep290: Answering Critics & Kriya Yoga - Delson Armstrong

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    Ep381: I Nearly Died - Delson Armstrong

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    Deshalb sollte man sich an den buddhistischen Einsichten orientieren und nicht an Riten, Regeln und Ansichten festhalten und ständig Liebe und Mitgefühl für alle Lebewesen immer weiter entwickeln, da wir mit allen Lebewesen verbunden und von ihnen abhängig sind.

  • Qualia
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    • 22. Oktober 2026 um 11:19
    • #37

    Ich sehe euch abstrampeln im Strudel von Samsara.

    Das Problem der Relativität ist:

    Ihr deutet mein Nicht-Mitstrampeln als Angst vor dem Strudel.

    Für euch stehe ich noch vor dem Sprung.

    Für mich habe ich das Wasser und seinen Strudel längst untersucht. Ich bin ans Ufer geschwommen und habe das Wasser verlassen.

    Mehr kann ich für euch nicht tun, als hier zu stehen. Erkennen müsst ihr selbst.

    Erkennen was?

    Dass das Abstrampeln im kreisenden Strudel nicht zum anderen Ufer führt.

    Dass auch die Hingabe an den Strudel nicht zum anderen Ufer führt.

    Ob ihr gegen ihn ankämpft oder euch ihm überlasst, beides bleibt Bewegung im Kreis.

    Das andere Ufer wird nicht erreicht, solange ihr den Strudel für den Weg haltet.

    Erscheinungen sind annica unbeständig, dukkha unbefriedigend, anatta ohne Selbstsein, immer allein, doch nie einsam, denn alles ist eigenständig erscheinend, aber nichts ist eigenständig bestehend.

  • verrückter-narr
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    • 22. Oktober 2026 um 11:26
    • #38
    JoJu91:

    Die als Jhanas bezeichneten höheren Bewusstseinszustände der Meditation oder der Versenkung gelten für viele Buddhisten als so unerreichbar wie damals 1980 eine Alleinbegehung des Mount Everest ohne Sauerstoff, also erreichbar nur für den Buddha selbst oder für Buddhisten mit den Fähigkeiten eines Reinhold Messner im Bergsteigen oder eines Diego Maradonna im Fussball oder eines Mike Tyson im Boxen.


    Manche glauben, die Jhanas seien so eine Art Drogenrausch ohne Drogen, LSD-Trip ohne LSD, Mescalin-Reise ohne Mescalin.


    Bei nüchterner Betrachtungsweise wird das Bewusstsein von Jhana zu Jhana immer einfacher und ursprünglicher, das achte Jhana "Weder-Wahrnehmung-Noch-Nichtwahrnehmung" ist an Einfachheit und Klarheit "kaum mehr zu überbieten".


    Die Jhanas (das gilt mit anderen Worten auch für Samadhi oder das Hishiryo-Bewusstsein) erhalten ihre scheinbare Schwierigkeit durch den extremen Kontrast zum Wahnsinn des Alltagsbewusstseins, ein Wahnsinn, der deshalb so schwer zu erkennen ist, weil alle ihn "machen", weil alle betroffen sind, einschliesslich der Intellektuellen und Wissenschaftler.

    Erkennbar wird der Wahnsinn meist erst bei den immer wieder auftretenden persönlichen und kollektiven Katastrophen.

    Für den Menschen ist der Wahnsinn natürlich und das Einfache, Klare unnatürlich.


    Der Weg durch die Jhanas ist gewissermassen ein negativer Prozess, ein Weg weg vom Wahnsinn hin zur Einfachheit und Klarheit.

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    Danke für deine Anmerkungen und Hinweise. Ja viele Praktizierenden haben diese und noch weitere ähnliche Ansichten und Meinungen und halten das Erreichen der Jhanas oder anderer meditativer Vertiefungen und Verwirklichung von geistigen Fähigkeiten für unerreichbar oder unmöglich. Darin zeigt sich aber auch dass sie ein falsches Verständnis und falsche und einschränkende Ansichten von den Lehren Buddhas haben. Einige lehnen zB. die Kommentare Visuddhimagga, Vimuttimagga und Patisambhidamagga ab, weil diese erst nach dem Tode des Buddha entstanden sind und weil darin Methoden und Anleitungen vorhanden sind, die auch in anderen indischen meditativen Schulen verwendet und als Hinduismus abgewertet werden. Oder sie lehnen die Kasina Meditationen, supernormale Fähigkeiten wie Siddhis und andere metaphysikalische Beschreibungen ab, was aber auch alles in den Suttas und anderen Kommentaren zu finden ist. Viele lehnen auch die heute unter der Bezeichnung Boran Kammatthana bekannten Meditationsmethoden oder Körperübungen und Atemtechniken ab, die früher wesentlicher Bestandteil auch des Theravada Buddhismus waren und wesentlich zum erreichen von Jhana Erfahrungen und Siddhi Verwirklichungen waren. Die angeblichen Reformen des Theravada Buddhismus durch den Thai-König Rama IV und anderen Herrschenden haben leider keine positive Einwirkung auf den Buddha Dharma gebracht. Nur wenige Menschen kennen zB. die Methoden des thailändischen Yoga, Thai Massage, Thai Sib Sen Energy Lines und dessen Heilmethoden, die bis zu Jivaka Kumar Bhacchal, ein Zeitgenosse Buddhas und der persönliche Arzt des indischen Königs Bimbisara vor über 2.500 Jahren, zurückverfolgbar sind.
    Thai Massage Explained | What Is Thai Yoga Massage?

    Einmal editiert, zuletzt von verrückter-narr (22. Oktober 2026 um 11:33)

  • JoJu91
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    • 29. Oktober 2026 um 08:00
    • #39
    pano:

    Wenn sie über ihre eigene Erleuchtung sprechen versuchen sie

    Stell Dir andererseits einen Segel-Lehrer vor, der niemals davon spricht, dass er von Sardinien nach Korsika gesegelt ist, weil dann seine Schüler glauben könnten, er möchte durch seine Erzählung ein seelisches Loch füllen.


    Vielleicht hilft es ja auch, den Begriff Erleuchtung nüchtern zu sehen und ihn zu entmystifizieren.


    Der Dharma-Lehrer oder Influencer hat vielleicht fünfzehn Jahre ernsthaft praktiziert und war dabei dreimal für eine halbe Stunde (also 60 / (15 * 365 * 24 * 60) Minuten) im achten Jhana, im "höchsten Samadhi", also in einem Zustand höchster Gegenwärtigkeit, Wachheit und Klarheit.


    Vielleicht war die Klarheit auch einmal verbunden mit dem erkannten Erleben eines "unsterblichen Bewusstseins", seiner "wahren Natur" oder "der Natur des Geistes" oder wie immer man diese Erkenntnis bezeichnen möchte, die Theravadins manchmal Stromeintritt oder Zen-Leute Satori nennen, vielleicht ist ihm das auch in einem plötzlichen Moment der Klarheit im gewöhnlichen Alltag passiert.


    Für ihn persönlich ist Satori oder Stromeintritt ein überwältigendes und verwandelndes Erleben, er hat unmittelbar erlebt, wovon er zuvor vielleicht eine blasse Ahnung hatte, die Zweifel über die Essenz der Buddha-Lehre sind verschwunden.


    Soweit, so gut.


    Man könnte ihn jetzt einen Baby-Buddha nennen, nach fünfzehn weiteren intensiven Jahren der Praxis vielleicht einen Teenie-Buddha, mit oder ohne Flegeljahre.


    Vielleicht legt er mehrmals eine kleine Pause von fünf oder zehn Minuten im "dritten Jhana" ein, um seinen Geist zu klären, die restlichen wachen (?) Stunden verbringt er im gewöhnlichen Alltagsbewusstsein (und damit im ganz normalen Wahnsinn), das hoffentlich ein klein wenig von der Läuterung im dritten Jhana "profitiert".


    :cry:

  • pano
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    • 29. Oktober 2026 um 08:21
    • #40
    pano:

    panos einfache Grundregel bei der Auswahl von Dharma-Lehrern bzw. Influencern: Wenn sie über ihre eigene Erleuchtung sprechen versuchen sie ein seelisches Loch durch Bewunderung dritter zu stopfen und sind fern von jeder Form des Erwachens.

    JoJu91:

    Stell Dir andererseits einen Segel-Lehrer vor, der niemals davon spricht, dass er von Sardinien nach Korsika gesegelt ist, weil dann seine Schüler glauben könnten, er möchte durch seine Erzählung ein seelisches Loch füllen.


    Vielleicht hilft es ja auch, den Begriff Erleuchtung nüchtern zu sehen und ihn zu entmystifizieren.

    Der entmystifizierung wäre ja schon geholfen wenn man den unfassbar schwammigen Begriff "Erleuchtung" nicht mehr benutzen würde..


    Dann könnte man auf Begriffe wie Stromeintritt und Erwachen zurückgreifen. Ich finds auch durchaus spannend, dass man selten von entsprechenden Leuten hört "hab den Stromeintritt erreicht aber nicht bodhi". Ich denke das liegt daran, dass es das Ego-Ankratzt nicht vollständig "erleuchtet" und "erwacht" zu sein.


    Am Ende sind das eben auch alles Etiketten, unzuverlässig und unbeständig.

  • Online
    Helmut
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    • #41
    pano:

    Der entmystifizierung wäre ja schon geholfen wenn man den unfassbar schwammigen Begriff "Erleuchtung" nicht mehr benutzen würde..


    Dann könnte man auf Begriffe wie Stromeintritt und Erwachen zurückgreifen. Ich finds auch durchaus spannend, dass man selten von entsprechenden Leuten hört "hab den Stromeintritt erreicht aber nicht bodhi". Ich denke das liegt daran, dass es das Ego-Ankratzt nicht vollständig "erleuchtet" und "erwacht" zu sein.


    Am Ende sind das eben auch alles Etiketten, unzuverlässig und unbeständig.

    Bevor man Begriffe entmystifizieren kann, muss man erst einmal die Bedeutung dieser Begriffe kennen. Sonst weiß man ja nicht von welchen Fehldeutungen (Mystifizierungen) man sie bereinigen sollte. Den Begriff aufgeben ist keine Entmystifizierung und hilft nicht weiter.


    Die Bedeutung der Begriffe liegt ja nicht in ihnen selbst und sie entsteht auch nicht aus dem eigenen subjektiven Verständnis. Die Bedeutung eines Begriffes ergibt sich daraus wie er in einem bestimmten Kontext definiert wird. Also muss man sich schon mal die Definition genau anschauen anstatt eigenen Vermutungen zu folgen.


    Der Begriff Erleuchtung ist keineswegs unfassbar schwammig, denn er ist definiert. Er bedeutet im Kontext des Dharma die Befreiung aus Samsara von der es zwei Formen gibt. Mit gleicher Bedeutung werden auch die Begriffe Befreiung und Erwachen verwendet. Wenn einem der Begriff Erleuchtung - aus welchen Gründen auch immer - nicht gefällt, kann man ja stattdessen die Begriffe Erwachen oder Befreiung verwenden. Man wird dann immer noch von den Dharmapraktizierenden verstanden, die den Begriff Erleuchtung anwenden.


    Stromeintritt und Erwachen sind nicht dasselbe. Der Stromeintritt ist die erste Stufe der Heiligkeit nach dem Sravakayana und das Erwachen ist das Resultat, das man dann durch die Praxis auf den Stufen der Heiligkeit erlangt, die Arhatschaft.


    Begriffe sind nicht einfach Etiketten. Sie haben eine inhaltliche Bedeutung, die im Zusammenhang mit ihrer Benennungsgrundlage steht und mit der Definition klar benannt ist. Begriffe sind aber auch beständige Phänomene, die sich nicht von Moment zu Moment verändern.


    Unser oft flapsiger Umgang mit Begriffen im Alltagsleben kann natürlich zu der Auffassung führen, dass sie nur auswechselbare bedeutungslose Etiketten seien und deshalb unzuverlässig sind. Aber das ist eben nur unser oberflächliches Alltagsdenken.

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • pano
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    • 29. Oktober 2026 um 19:24
    • #42
    Helmut:

    Der Begriff Erleuchtung ist keineswegs unfassbar schwammig, denn er ist definiert. Er bedeutet im Kontext des Dharma die Befreiung aus Samsara von der es zwei Formen gibt. Mit gleicher Bedeutung werden auch die Begriffe Befreiung und Erwachen verwendet. Wenn einem der Begriff Erleuchtung - aus welchen Gründen auch immer - nicht gefällt, kann man ja stattdessen die Begriffe Erwachen oder Befreiung verwenden. Man wird dann immer noch von den Dharmapraktizierenden verstanden, die den Begriff Erleuchtung anwenden.

    Aber Erleuchtung ist doch ein westlicher Begriff vgl Aufklärung (engl. Enlightenment, franz. les lumières). Man kann den mit Bodhi assoziieren, aber im Prinzip ist das eben nur ein interkulturelles Mapping. Deswegen empfinde ich "Erleuchtung" als definitiv schwammiger als "Bodhi".

  • pano
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    • 29. Oktober 2026 um 19:26
    • #43
    Helmut:

    Stromeintritt und Erwachen sind nicht dasselbe. Der Stromeintritt ist die erste Stufe der Heiligkeit nach dem Sravakayana und das Erwachen ist das Resultat, das man dann durch die Praxis auf den Stufen der Heiligkeit erlangt, die Arhatschaft.

    deswegen habe ich die begriffe aufgebracht, sie sind nützlicher für eine diskussion.

  • Matthie
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    • 29. Oktober 2026 um 19:49
    • #44

    Ein Zen Meister sagte mal auf einem Retreat :

    „Es gibt keine Erleuchtung“


    Darüber kann man natürlich streiten. Aber ein Begriff der etwas beschreibt was es nicht gibt ?!?

    Viel schwammiger geht doch garnicht.

  • Sandaju
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    • 30. Oktober 2026 um 01:05
    • #45

    Ist nicht alles eine projektion des dharmakaya im tibetischen ? Und ist nicht das realisieren der tatsache das die herkunft aller erscheinungen nichts anderes ist als ich selbst der dharmakaya, das was die tibeter sangye (frei von schleier) nennen , die bezeichnung für ein wesen das wo es hinblicken mag stets nur das freie spiel seines eigenen geistes sieht das ist es doch was das wort erleuchtet bedeutet , wenn ich mich selbst erkenne als die ursache aller erscheinungen ? Dann braucht es keine komplizierten konzepte mehr ich bin einfach and the story keeps going und die sogenannte vergänglichkeit betrifft nur meine projektionen und nicht mich

    Einmal editiert, zuletzt von Sandaju (30. Oktober 2026 um 01:41)

  • mukti
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    • 30. Oktober 2026 um 12:04
    • #46
    Sandaju:

    Ist nicht alles eine projektion des dharmakaya im tibetischen ? Und ist nicht das realisieren der tatsache das die herkunft aller erscheinungen nichts anderes ist als ich selbst der dharmakaya, das was die tibeter sangye (frei von schleier) nennen , die bezeichnung für ein wesen das wo es hinblicken mag stets nur das freie spiel seines eigenen geistes sieht das ist es doch was das wort erleuchtet bedeutet , wenn ich mich selbst erkenne als die ursache aller erscheinungen ? Dann braucht es keine komplizierten konzepte mehr ich bin einfach and the story keeps going und die sogenannte vergänglichkeit betrifft nur meine projektionen und nicht mich

    Interessant, aber erkenne ich mich dann nicht eher als Zuschauer und den Geist, der ich nicht bin und der mir nicht gehört, als Ursache aller Erscheinungen?

    Mit Metta, mukti.


  • Sandaju
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    • 30. Oktober 2026 um 12:28
    • #47

    Beides genauso wenig wie ein Traum außerhalb des träumenden existiert und man nicht sagen kann das man nicht der Charakter im Traum ist während man träumt, kann man nach dem Aufwachen nicht sagen das man nicht der ist der nur geträumt hat und das das ganze nur ein Traum war. Es geht darum entweder oder durch sowohl als auch zu ersetzen und beide Perspektiven in Bezug zueinander zu setzen - Form ist Leere und Leere ist Form

Ausgabe №. 137: „Sorgen entsorgen?"

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