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  1. Buddhaland Forum
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Rechte Rede

  • mukti
  • 12. Februar 2026 um 00:09
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    mukti
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    • 12. Februar 2026 um 00:09
    • #1

    Hallo liebe Teilnehmer,


    Was ist rechte Rede im Forum?


    Allgemein lässt sich wohl sagen, rechte Rede ist ohne Gier, Hass und Verblendung. Davon ist aber kaum jemand vollkommen befreit und oft merkt man es selber gar nicht, wenn diese Geistestrübungen bei der eigenen Rede im Spiel sind. Da bedarf es besonderer Achtsamkeit, sowie der Bereitschaft zur Einsicht, wenn man darauf aufmerksam gemacht wird. Das sollte wiederum keine schroffe Zurechtweisung sein, eher ein freundlicher Hinweis. Es sei denn, jemand stört andauernd und zeigt keine Einsicht.

    Empathie ist wohl angebracht, was mich nicht verletzt, mag für Andere verletzend sein. Ehrlichkeit ebenfalls, so dass man z.B. nicht etwas, das man nicht sicher weiß, als Wahrheit darstellt. Sich nicht überheblich über Andere stellen, nicht darum bemühen recht zu haben, sondern bemühen die Wahrheit herauszufinden, andere Ansichten respektieren, usw.

    Es ist wohl anders als bloße Rhetorik, die nicht unbedingt ethisch motiviert sein muss und oft den Zweck der Manipulation oder Überredung hat.


    Wie verhält man sich im Forum, wo man sich hauptsächlich durch das geschriebene Wort verständigt, im Sinne der buddhistischen rechten Rede, was meint ihr?

    Mit Metta, mukti.


  • flaneur
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    • 12. Februar 2026 um 08:19
    • #2
    mukti:

    Allgemein lässt sich wohl sagen, rechte Rede ist ohne Gier, Hass und Verblendung. Davon ist aber kaum jemand vollkommen befreit und oft merkt man es selber gar nicht, wenn diese Geistestrübungen bei der eigenen Rede im Spiel sind. Da bedarf es besonderer Achtsamkeit, sowie der Bereitschaft zur Einsicht, wenn man darauf aufmerksam gemacht wird. Das sollte wiederum keine schroffe Zurechtweisung sein, eher ein freundlicher Hinweis.

    Ich finde, damit hast Du Deine Frage schon ziemlich gut beantwortet…

  • KarmaHausmeister
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    • 12. Februar 2026 um 10:29
    • #3

    Danke für diesen Thread!


    Ich möchte aus Moderatorensicht noch etwas hinzufügen:


    Oft entstehen epische Diskussionen - die zuweilen auch nerven und/oder entgleisen - weil die Diskutanten vor allem ein Ziel haben: Ihre Position durchsetzen. Die Diskussionen sind nicht ergebnisoffen. Es geht nicht darum, zu neuen Erkenntnissen zu gelangen, sondern einzig darum, die eigenen Ansichten zu schützen, die im Leben der Diskutanten oftmals eine große Rolle spielen, ja sinngebend werden können. Gerade wegen letzterem fällt es uns oft schwer, uns auf die Sicht des anderen einzulassen. So werden Diskutanten zu Duellierenden. Ich wünsche mir, dass dies anders wäre.


    Wir Moderatoren moderieren wirklich sehr zurückhaltend. Müssen wir dann doch einmal einen Beitrag verschieben oder gar löschen, stösst das oft auf Unverständnis und es ist sogleich der Zensurvorwurf im Raum. Der eigene Beitrag wird also so gewichtig empfunden, dass das Ego gleich aufheult. Ich wünsche mir hier mehr buddhistische Gelassenheit.

    "Es gibt nur eine falsche Sicht: Der Glaube, meine Sicht ist die einzig richtige."

    Nagarjuna / 塞翁失馬 – 焉知非福

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    • 12. Februar 2026 um 12:15
    • #4

    Der mittlere Weg ist zwischen rechter und unrechter Rede.

    Rechte Rede ist immer die Ansicht des Redenden, und diese Ansicht ist immer seine Ansicht, seine Rede.

    Unrechte Rede ist mit Absicht und gewollt verletzend, hintertreibend, Zwietracht säend, daran erkennt man unrechte Rede, an dem Weiterverfolgen mit Worten des verletzen wollen der unrechten Rede.


    Wo ist das Problem?

    Rechte Rede kann doch jeder erkennen!

    Kann eben nicht jeder!

    Rechte Rede kann als verletzend verstanden werden oder sie ist eben hilfreich.

    Unrechte Rede kann hilfreich sein und als verletzend oder hilfreich empfunden werden. Gerade weil sie mit dem Finger absichtlich in eine Wunde sticht, die da ist, weil der Wundenträger sich verdrängt hat und jetzt den Schmerz der nicht geheilten, eiternden Wunde spürt.

    Unrecht wird diese Rede erst, wenn der Redner die Wunde weiter und weiter aufreißt.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

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    • 12. Februar 2026 um 13:11
    • #5
    flaneur:
    mukti:

    Allgemein lässt sich wohl sagen, rechte Rede ist ohne Gier, Hass und Verblendung. Davon ist aber kaum jemand vollkommen befreit und oft merkt man es selber gar nicht, wenn diese Geistestrübungen bei der eigenen Rede im Spiel sind. Da bedarf es besonderer Achtsamkeit, sowie der Bereitschaft zur Einsicht, wenn man darauf aufmerksam gemacht wird. Das sollte wiederum keine schroffe Zurechtweisung sein, eher ein freundlicher Hinweis.

    Ich finde, damit hast Du Deine Frage schon ziemlich gut beantwortet…

    Das ist halt sehr allgemein gehalten, es ist ja nicht immer gleich ersichtlich, wo sich das Begehren versteckt. Etwa, wie KarmaHausmeistersagt, hinter der Absicht, die eigene Position durchzusetzen. Da bedarf es wohl der Introspektion: Ist meine Ansicht eine unbezweifelbare Erkenntnis, oder nur eine Vermutung, die für mich hilfreich ist? Wenn es nur eine Vermutung ist, wären Duelle zu vermeiden, indem man sie als solche kennzeichnet - "So sehe ich das", "Das ist meine persönliche Arbeitshypothese" und dergleichen. Da geht es also um Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit, was ja ein wesentliches Merkmal rechter Rede ist.

    Wenn man sich eingesteht, dass man die höchste Wahrheit nicht verwirklicht hat, kann eine Diskussion dazu beitragen, ihr näherzukommen. Oft findet sich dabei etwas, das man selber nicht berücksichtigt hat oder nicht berücksichtigen wollte, um die eigene Position nicht zu gefährden. Wobei man sich wieder selber fragen kann, ob man grundsätzlich dazu bereit ist, etwas fallen zu lassen, das sich als unzulänglich erweist.


    Es gibt so viele Aspekte beim Diskutieren, etwa Rücksichtnahme: Der Verzicht auf etwas, das von jemandem als störend empfunden wird. Besondere Rücksicht für die Moderatoren, deren unentgeltliche Arbeit Wertschätzung und Dankbarkeit verdient und für den Forumseigner, der alles ohne Gegenleistung zur Verfügung stellt. Er darf sich zurecht buddhistische Gelassenheit anstatt der Zensurvorwürfe wünschen und erwarten, dass dem nachgekommen wird. Was wieder den Aspekt "Vertrauen" aufwirft usw. usw.

    Mit Metta, mukti.


  • Aravind
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    • 12. Februar 2026 um 13:39
    • #6
    mukti:

    Da bedarf es wohl der Introspektion: Ist meine Ansicht eine unbezweifelbare Erkenntnis

    Das ist ja nu einfach. Die Antwort ist im Kontext dieses Forums immer nein.


    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • Igor07
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    • 12. Februar 2026 um 13:39
    • #7
    mukti:

    Wenn man sich eingesteht, dass man die höchste Wahrheit nicht verwirklicht hat, kann eine Diskussion dazu beitragen, ihr näherzukommen.

    Na ja, aber was ist dann diese sogenannte höchste Wahrheit? Das ist eigentlich eine Frage der Definition.

    Zen sagt es anders als Theravada, und der säkulare Buddhismus ist wieder anders. Nicht zu vergessen, wie viele verschiedene Strömungen es schon in der modernen Theravada-Tradition gibt.

    Ich denke, was das Forum betrifft, geht es um die gegenseitige Akzeptanz und die Toleranz. Es gibt keine endgültige Wahrheit in der letzten Instanz, also die andere Person oder den User nicht verbal in die Enge zu treiben, das finde ich wirklich sinnvoll. Und auch durchsetzbar._()_

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

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    • 12. Februar 2026 um 14:28
    • #8
    Aravind:
    mukti:

    Da bedarf es wohl der Introspektion: Ist meine Ansicht eine unbezweifelbare Erkenntnis

    Das ist ja nu einfach. Die Antwort ist im Kontext dieses Forums immer nein.


    Liebe Grüße,

    Aravind.

    Was hat das Diskutieren dann für einen Sinn, wenn wir den Zweifel nie los werden?

    Mit Metta, mukti.


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    • 12. Februar 2026 um 14:50
    • #9
    Igor07:

    Es gibt keine endgültige Wahrheit in der letzten Instanz, also die andere Person oder den User nicht verbal in die Enge zu treiben, das finde ich wirklich sinnvoll. Und auch durchsetzbar._()_

    Ob es eine endgültige Wahrheit gibt oder nicht, jemanden in die Enge zu treiben wird keine rechte Rede sein. Es kann aber sein, dass jemand wegen einer Bemerkung, die er nicht versteht, genauer nachfragt. Wenn sich dann der Gesprächspartner in die Enge getrieben fühlt, lässt man es besser sein. Mir ist das schon manchmal passiert, dann habe ich eben darauf verzichtet, die Sache zu klären. Umgekehrt habe ich mich auch schon manchmal in die Enge getrieben gefühlt. Man vertraut dem Anderen nicht und denkt er will ein Duell gewinnen.

    Jedenfalls hat man jederzeit die Möglichkeit, aus einem Gespräch auszusteigen, ohne gegen die rechte Rede zu verstoßen.

    Mit Metta, mukti.


  • Anna Panna-Sati
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    • 12. Februar 2026 um 21:45
    • #10

    Hallo, lieber mukti , :)


    vielen Dank für das Aufgreifen dieses wichtigen "Dauerbrenner-Themas". _()_


    Du hast ja bereits mehrere wichtige Punkte genannt, die veranschaulichen, worauf zu achten ist, damit die rechte Rede möglichst (weitgehend) eingehalten werden kann:

    mukti:

    ...oft merkt man es selber gar nicht, wenn diese Geistestrübungen bei der eigenen Rede im Spiel sind.

    Ja, besonders "im Eifer des Gefechts", wenn die Gedanken sehr um den Gegenstand der Diskussion kreisen und Argumente/Gegenargumente in rascher Folge ausgetauscht werden.

    Manchmal ist in den Diskussionen starke emotionale Beteiligung, gelegentlich geradezu Leiden-schaft spürbar, welche den Geist leicht mal "durchgehen" lässt....

    mukti:

    Da bedarf es besonderer Achtsamkeit, sowie der Bereitschaft zur Einsicht, wenn man darauf aufmerksam gemacht wird.

    Ja, Achtsamkeit geht leicht verloren, wenn sie (noch) nicht so stark verinnerlicht wurde und Einsicht fällt u.U. in einer hitzigen Debatte schwer, besonders, wenn der "Gegner" diese "einfordert"...

    mukti:

    Empathie ist wohl angebracht, was mich nicht verletzt, mag für Andere verletzend sein.

    Ein m.E. ganz wichtiger Punkt - es gibt ja durchaus seelisch robustere, resilientere Menschen und sensiblere Typen, man sollte möglichst sowohl sich/eigenes Befinden, als auch den Anderen/dessen Befinden, im Blick behalten:

    Zitat
    • Auf sich selber achtend, ihr Mönche, achtet man auf die anderen.
    • Auf die anderen achtend, achtet man auf sich selber.

    Und wie, ihr Mönche, achtet man, auf sich selber achtend, auf den anderen?

    • Durch Pflege, durch Entfaltung, durch häufiges Tun.

    So, ihr Mönche, achtet man, auf sich selber achtend, auf den anderen.


    Und wie, ihr Mönche, achtet man, auf den anderen achtend, auf sich selber?

    • Durch Geduld (khanti),
    • durch Gewaltlosigkeit (avihiṃsā),
    • durch Liebe (mettacitta),
    • durch [An-]Teilnahme (anudaya).

    (Samyutta Nikaya 47.19)

    mukti:

    Ehrlichkeit ebenfalls, so dass man z.B. nicht etwas, das man nicht sicher weiß, als Wahrheit darstellt.

    Ehrlichkeit - eigentlich selbstverständlich, aber zeitweilig eben doch schwierig, weil manchmal schlicht die Bewusstheit nicht vorhanden ist und die eigene Überzeugung in diesem Moment tatsächlich nicht nur für wahr, sondern auch für "gewichtig" gehalten wird.


    ------


    Es gibt da noch eine - wie ich finde - bedenkenswerte Lehrrede, die von "unangebrachten Gesprächen" handelt:

    Zitat

    A.V.157 Unangebrachte Gespräche - 7. Dukkathā Sutta

    Verkehrt ist es, ihr Mönche, zu fünf Menschen zu sprechen mit Anspielung auf ihre Person.

    Zu welchen fünf Menschen?


    Verkehrt ist es,

    einem Vertrauenslosen von Vertrauen zu sprechen, einem Sittenlosen von Sittlichkeit, einem Unwissenden von großem Wissen, einem Geizigen von Freigebigkeit und einem Toren von Weisheit.


    Und warum?

    Spricht man, ihr Mönche, zu einem Vertrauenslosen über Vertrauen, so wird er ärgerlich und erregt, wird verstimmt und eigensinnig, und legt Zorn, Haß und Mißtrauen an den Tag.


    Und warum?

    Weil er eben kein Vertrauen in sich bemerkt und darum kein Gefallen und keine Freude daran hat.

    Darum ist es verkehrt, einem Vertrauenslosen von Vertrauen zu sprechen.


    Spricht man über Sittlichkeit zu einem Sittenlosen - über großes Wissen zu einem Unwissenden - über Freigebigkeit zu einem Geizigen - über Weisheit zu einem Toren, so werden diese ärgerlich und erregt, verstimmt und eigensinnig, und legen Zorn, Haß und Mißtrauen an den Tag.

    Und warum?

    Weil sie merken, daß sie diese Eigenschaften nicht besitzen, und darum haben sie keinen Gefallen und keine Freude an ihnen.

    Darum ist es verkehrt, davon zu ihnen zu sprechen.

    ..........

    https://www.palikanon.com/angutt/a05_151-160.html#a_v157

    Alles anzeigen

    Man kann die Aufzählung beliebig ergänzen....;)


    Vermutlich jeder hat schon mal die Erfahrung gemacht, dass unter den obigen Voraussetzungen ("mit Anspielung auf ihre Person") schwerlich ein gutes Gespräch (mit "rechter Rede") zustande kommt....


    Liebe Grüße, Anna :)_()_:heart:

    "...Dieser edle achtfache Pfad aber ist der zur Aufhebung des Leidens führende Weg..." (AN.VI.63)

    "In dieser Stunde hörte Siddhartha auf, mit dem Schicksal zu kämpfen, hörte auf zu leiden. Auf seinem Gesicht blühte die Heiterkeit des Wissens, dem kein Wille mehr entgegensteht, das die Vollendung kennt, das einverstanden ist, mit dem Fluss des Geschehens, mit dem Strom des Lebens, voll Mitleid, voll Mitlust, dem Strömen hingegeben, der Einheit zugehörig." (H.Hesse)

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    mukti
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    • 13. Februar 2026 um 13:10
    • #11
    Anna Panna-Sati:

    Es gibt da noch eine - wie ich finde - bedenkenswerte Lehrrede, die von "unangebrachten Gesprächen" handelt:

    Zitat

    A.V.157 Unangebrachte Gespräche - 7. Dukkathā Sutta

    Verkehrt ist es, ihr Mönche, zu fünf Menschen zu sprechen mit Anspielung auf ihre Person.

    Zu welchen fünf Menschen?


    Verkehrt ist es,

    einem Vertrauenslosen von Vertrauen zu sprechen, einem Sittenlosen von Sittlichkeit, einem Unwissenden von großem Wissen, einem Geizigen von Freigebigkeit und einem Toren von Weisheit.


    Und warum?

    Spricht man, ihr Mönche, zu einem Vertrauenslosen über Vertrauen, so wird er ärgerlich und erregt, wird verstimmt und eigensinnig, und legt Zorn, Haß und Mißtrauen an den Tag.


    Und warum?

    Weil er eben kein Vertrauen in sich bemerkt und darum kein Gefallen und keine Freude daran hat.

    Darum ist es verkehrt, einem Vertrauenslosen von Vertrauen zu sprechen.


    Spricht man über Sittlichkeit zu einem Sittenlosen - über großes Wissen zu einem Unwissenden - über Freigebigkeit zu einem Geizigen - über Weisheit zu einem Toren, so werden diese ärgerlich und erregt, verstimmt und eigensinnig, und legen Zorn, Haß und Mißtrauen an den Tag.

    Und warum?

    Weil sie merken, daß sie diese Eigenschaften nicht besitzen, und darum haben sie keinen Gefallen und keine Freude an ihnen.

    Darum ist es verkehrt, davon zu ihnen zu sprechen.

    ..........

    https://www.palikanon.com/angutt/a05_151-160.html#a_v157

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    Danke für den Hinweis auf diese Lehrrede.


    Was bedeutet "Mit Anspielung auf ihre Person" bezüglich einer Forumsdiskussion"? Wenn man z.B. schreibt "Dies ist das rechte Vertrauen", ohne jemanden direkt anzusprechen, dann spricht man in einem Forum alle Teilnehmer an. Da mag jemand, der eine andere Vorstellung über rechtes Vertrauen hat, "keinen Gefallen daran finden und keine Freude daran haben" und antworten: "Nein, jenes ist das rechte Vertrauen". So kann sich ein Streitgespräch entwickeln, in dem "Ärger, Erregung, Verstimmung, Eigensinn, Zorn, Hass und Misstrauen" auftauchen.


    Wenn man bedenkt, dass es auch andere Vorstellungen über rechtes Vertrauen gibt als die Eigene, kann man seine Aussage gleich zu Beginn oder während der Diskussion relativieren: "Für mich gilt dies als rechtes Vertrauen". Dann spielt man weder direkt noch indirekt auf andere Personen an. Ob man selber weiß oder nicht, was Vertrauen, Sittlichkeit, großes Wissen, Freigebigkeit und Weisheit tatsächlich sind, oder ob man das überhaupt wissen kann, spielt bei der Formulierung keine Rolle, es geht wohl nur darum, jegliche Anspielung auf andere Personen zu vermeiden.


    Lässt sich daraus ein allgemeinverbindlicher Satz ableiten? Vielleicht "Betone stets, dass deine Aussagen subjektiv sind, auch wenn du der Meinung bist, sie wären objektiv", oder so ähnlich.

    Mit Metta, mukti.


  • Igor07
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    • 13. Februar 2026 um 15:44
    • #12
    mukti:

    Ob man selber weiß oder nicht, was Vertrauen, Sittlichkeit, großes Wissen, Freigebigkeit und Weisheit tatsächlich sind, oder ob man das überhaupt wissen kann, spielt bei der Formulierung keine Rolle, es geht wohl nur darum, jegliche Anspielung auf andere Personen zu vermeiden.

    Das ist aber echt ein guter Einsatz.:like:

    Wenn mir jemand sagt, studiere besser, du verstehst es nicht korrekt, und dazu wird Englisch als Zutat hinzugefügt, aber das ist echt irreführend, denn der Sinn ist gerade umgekehrt als die eigentliche Argumentation, und so geht es weiter.

    Dann kann der andere so verunsichert werden, wie es bei dem Begriff „Gaslighting“ sehr gut geschildert wird.

    Die Moderation kann nicht rein zeitlich die ganze Dynamik minuziös verfolgen, wer ist dann schuldig?

    Im virtuellen Raum ist für solche Spielchen echt viel Platz und praktisch unbegrenzte Möglichkeiten.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • void
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    Buddh. Richtung
    Zen
    • 13. Februar 2026 um 20:28
    • #13

    Bei vielen Sachen ist es ein großer Unterschied, ob ich es auf mich selber anwende oder auf andere.


    Ob ich selber weniger plappere, weniger barsch bin und disziplinierter bin. Oder ob ich dererlei bei anderen einfordern und sie abzanzle wenn sie nicht freundlich genug sind, sie auflaufen lassen wenn sie wieder plappern oder sie Schelte wenn sie sich nicht disziplinieren.

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    mukti
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    • 14. Februar 2026 um 11:59
    • #14
    Igor07:

    Wenn mir jemand sagt, studiere besser, du verstehst es nicht korrekt, und dazu wird Englisch als Zutat hinzugefügt, aber das ist echt irreführend, denn der Sinn ist gerade umgekehrt als die eigentliche Argumentation, und so geht es weiter.

    Dann kann der andere so verunsichert werden, wie es bei dem Begriff „Gaslighting“ sehr gut geschildert wird.

    Hab' mal im Wikipedia unter Gaslighting nachgesehen: "Der Begriff stammt aus einem Theaterstück, in dem der Protagonist seine Ehefrau verunsichert, indem er behauptet, Dinge nicht zu sehen, die sie wahrnimmt, unter anderem die wechselnde Helligkeit einer Gaslaterne, die er selber manipuliert."


    In deinem Beispiel sagt jemand, dass du ein falsches Verständnis hast, indem er das angeblich richtige Verständnis vorträgt. Das englische Zitat soll belegen, dass man es nur so sehen kann und nicht anders.

    Igor07:

    Die Moderation kann nicht rein zeitlich die ganze Dynamik minuziös verfolgen, wer ist dann schuldig?

    Im virtuellen Raum ist für solche Spielchen echt viel Platz und praktisch unbegrenzte Möglichkeiten.

    Die Absicht beim Gaslighting ist, dass dem Gesprächspartner seine Aussage falsch vorkommen soll, obwohl sie richtig ist. In einem bestimmten Zusammenhang ist sie richtig, aber es wird ein anderer Zusammenhang hergestellt in den sie nicht mehr passt. Das ist ein rhetorischer Kunstgriff um sich selber als besser darzustellen indem man den Anderen herabsetzt.


    Was kann man dagegen tun? Ein langes Gespräch mit einem geschickten Rhetoriker, der immer oben auf bleiben will, wird die Sache nicht klären. Wenn es sich zweifellos um Gaslighting handelt, könnte man auf einen Text hinweisen, in dem dieses Phänomen beschrieben wird und das Gespräch abbrechen. Was Besseres fällt mir jetzt auch nicht ein.

    Mit Metta, mukti.


  • Igor07
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    • 14. Februar 2026 um 13:25
    • #15
    mukti:

    Die Absicht beim Gaslighting ist, dass dem Gesprächspartner seine Aussage falsch vorkommen soll, obwohl sie richtig ist. In einem bestimmten Zusammenhang ist sie richtig, aber es wird ein anderer Zusammenhang hergestellt in den sie nicht mehr passt. Das ist ein rhetorischer Kunstgriff um sich selber als besser darzustellen indem man den Anderen herabsetzt.

    Nein, das ist nicht so einfach, also kein Richtig und Falsch. So zum Beispiel: Ein Ehemann sagt zu seiner eigenen Frau, dass er Sex wollte, aber die Frau sagt dann, dass sie müde ist, dann denkt der Mann, sie lügt.

    Lügt sie oder nicht? Er kann es nicht überprüfen. Aber es wird schlimm, wenn die Frau sich daran schuldig fühlt. Denn sie hatte die Wahrheit gesagt.

    Ein anderes Beispiel: Der Chef sagt einem Mann, dass er ohne ihn auskommen könnte, obwohl er weiß, dass dieser Angestellte der echte Profi ist und praktisch nicht ersetzbar.

    Das ganze Phänomen kann man wie in der Politik, in der Wirtschaft, also überall betrachten.

    Das Heimtückische daran ist, dass das Opfer nicht sofort den ganzen Trick durchschauen kann, also der konkrete Mensch weiß nicht mehr, was falsch und was richtig ist, was weiß und was schwarz ist. Das ist ein sehr raffiniertes Spiel der Manipulation, die auf lange Sicht krank macht, und zwar rein klinisch gesehen.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Online
    mukti
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    • 14. Februar 2026 um 14:19
    • #16
    Igor07:

    Das Heimtückische daran ist, dass das Opfer nicht sofort den ganzen Trick durchschauen kann, also der konkrete Mensch weiß nicht mehr, was falsch und was richtig ist, was weiß und was schwarz ist. Das ist ein sehr raffiniertes Spiel der Manipulation, die auf lange Sicht krank macht, und zwar rein klinisch gesehen.

    Das ist ein Problem, wenn sich das Opfer dem Täter nicht entziehen kann, was ja in einem Forum nicht der Fall ist. Da ist niemand gezwungen, an einer Diskussion teilzunehmen, die ihn zu sehr verwirrt.

    Mit Metta, mukti.


  • Igor07
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    • 14. Februar 2026 um 14:57
    • #17
    mukti:
    Igor07:

    Das Heimtückische daran ist, dass das Opfer nicht sofort den ganzen Trick durchschauen kann, also der konkrete Mensch weiß nicht mehr, was falsch und was richtig ist, was weiß und was schwarz ist. Das ist ein sehr raffiniertes Spiel der Manipulation, die auf lange Sicht krank macht, und zwar rein klinisch gesehen.

    Das ist ein Problem, wenn sich das Opfer dem Täter nicht entziehen kann, was ja in einem Forum nicht der Fall ist. Da ist niemand gezwungen, an einer Diskussion teilzunehmen, die ihn zu sehr verwirrt.

    Ich war aktiv in sehr vielen Foren. Wenn jemand dich beleidigt oder bewusst und absichtlich provoziert, dann wäre es die Feigheit, mich nicht zu verteidigen. Oder das ganze Zitat kann aus dem Kontext gerissen werden, was dann einen absolut anderen Sinn ergibt.

    Und man sollte sich vorstellen, wie viele Menschen heutzutage in der virtuellen Welt kommunizieren. Die rechten Parteien sind immer präsent. Sie präsentieren es dann als ob Fakten, die nur teilweise wahr sind, aber sie machen gewaltige Schlüsse daraus, also einfach weg-zu-weichen kommt nicht in Frage.

    Das war nur meine eigene Meinung. Mehr kann ich nicht hinzufügen. Alles Gute!_()_

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

    Einmal editiert, zuletzt von Igor07 (14. Februar 2026 um 15:24) aus folgendem Grund: Korrigiert.

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    • 14. Februar 2026 um 18:31
    • #18
    Igor07:
    mukti:
    Igor07:

    Das Heimtückische daran ist, dass das Opfer nicht sofort den ganzen Trick durchschauen kann, also der konkrete Mensch weiß nicht mehr, was falsch und was richtig ist, was weiß und was schwarz ist. Das ist ein sehr raffiniertes Spiel der Manipulation, die auf lange Sicht krank macht, und zwar rein klinisch gesehen.

    Das ist ein Problem, wenn sich das Opfer dem Täter nicht entziehen kann, was ja in einem Forum nicht der Fall ist. Da ist niemand gezwungen, an einer Diskussion teilzunehmen, die ihn zu sehr verwirrt.

    Ich war aktiv in sehr vielen Foren. Wenn jemand dich beleidigt oder bewusst und absichtlich provoziert, dann wäre es die Feigheit, mich nicht zu verteidigen.

    Wenn man in den Kampf zieht und am Ende nicht mehr weiß, was falsch und was richtig ist, was weiß und was schwarz ist, hat man zwar den Kampf verloren, kann sich aber zugute halten, kein Feigling zu sein.


    Eine andere Möglichkeit ist, sich nicht auf einen Redekampf einzulassen, weil der Herausforderer unfähig ist, die Regeln rechter Rede einzuhalten. Das würde ich nicht als Feigheit bezeichnen, sondern als Klugheit.


    "An der Art, wie er das Gespräch führt erkennt man, ihr Mönche, ob ein Mensch zum Gespräch geeignet ist oder nicht."

    Vom Reden und Diskutieren

    Mit Metta, mukti.


    Einmal editiert, zuletzt von mukti (14. Februar 2026 um 18:37)

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    • 14. Februar 2026 um 20:16
    • #19
    mukti:

    Das würde ich nicht als Feigheit bezeichnen, sondern als Klugheit.

    Ach, bitte, wie kann man sonst mit Verschwörungstheoretikern oder mit Leuten, die für rechte Parteien stimmen, diskutieren?


    Sie leben in einer anderen Realität, also wäre es sinnvoll, nach den Prinzipien des Pali-Kanons mit ihnen zu sprechen? Wirklich? :?


    Egal welche Demokratie sollte sich auch verteidigen, aber nicht wegschauen, was ich aber beobachte, wenn ich ab und zu Nachrichten lese. Mit der ganzen Kraft, scheint mir.

    Zum Thema: Der historische Buddha war politisch kaum engagiert; er arrangierte sich mit den Herrschern seiner Zeit, da der Orden auf Unterhalt angewiesen war, also auf Verpflegung und medizinische Versorgung.

    Nähere, sehr interessante Details kann man bei Stephen Batchelor nachlesen.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Anna Panna-Sati
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    • 14. Februar 2026 um 20:47
    • #20

    Hallo, lieber Igor07 :),

    Igor07:

    Wenn jemand dich beleidigt oder bewusst und absichtlich provoziert, dann wäre es die Feigheit, mich nicht zu verteidigen.

    Das ist eine Wertung, die ich - gerade im buddhistischen Kontext - nicht teile, denn hier geht es nicht um "Feigheit" oder "Heldentum", sondern darum, letztlich so frei und unabhängig (auch von Zuschreibungen Anderer) zu sein, dass nicht reagiert werden "muss", sondern Gleichmut ermöglicht, entweder sachlich zu korrigieren oder zu schweigen, also Provokationen schlicht zu ignorieren.


    Klar ist das schwer (und "Kämpfen" hat ja so etwas "Männlich-Ritterliches" ;)), aber man kann es üben...und für viele zeugt es von wahrer (innerer) Größe, wenn jemand gelassen mit Beleidigungen und Schmähungen umgehen kann.

    Igor07:

    wie kann man sonst mit Verschwörungstheoretikern oder mit Leuten, die für rechte Parteien stimmen, diskutieren?

    Nüchtern, sachlich - oder lieber gar nicht....


    Liebe Grüße, Anna _()_:heart::)

    "...Dieser edle achtfache Pfad aber ist der zur Aufhebung des Leidens führende Weg..." (AN.VI.63)

    "In dieser Stunde hörte Siddhartha auf, mit dem Schicksal zu kämpfen, hörte auf zu leiden. Auf seinem Gesicht blühte die Heiterkeit des Wissens, dem kein Wille mehr entgegensteht, das die Vollendung kennt, das einverstanden ist, mit dem Fluss des Geschehens, mit dem Strom des Lebens, voll Mitleid, voll Mitlust, dem Strömen hingegeben, der Einheit zugehörig." (H.Hesse)

  • Igor07
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    • 14. Februar 2026 um 21:10
    • #21
    Anna Panna-Sati:

    sondern darum, letztlich so frei und unabhängig (auch von Zuschreibungen Anderer) zu sein, dass nicht reagiert werden "muss", sondern Gleichmut ermöglicht, entweder sachlich zu korrigieren oder zu schweigen, also Provokationen schlicht zu ignorieren.

    Das kann ich aber sehr gut sogar kontern:


    Zitat

    Wenn Gerechtigkeit bedeutet, andere daran zu hindern, noch mehr Schaden anzurichten, macht das sehr viel Sinn. Aus buddhistischer Sicht leiden diejenigen, die großen Schaden angerichtet haben, und haben wenig Kontrolle über ihren Geist und ihre Gefühle. Daher könnten sie auch anderen schaden. Wir müssen sie daran hindern, dies zu tun, sowohl um ihrer selbst willen als auch um der potenziellen Opfer willen.


    Wir müssen proaktiv handeln und künftigen Schaden verhindern. Wir müssen die Menschen finden, die den Terrorismus unterstützen, und ihre Aktivitäten stoppen. Aber wir tun es motiviert durch Mitgefühl – nicht durch Hass, Wut, oder Rache.

    Thema

    Thema Gewalt im Buddhismus

    Hallo, mich beschäftigt das Thema wie gehe ich als Buddhist mit Gewalt um. Ich sehe diese schlimmen Bilder aus Israel wo Familien bedroht, gequält und ermordet werden.

    Was wäre wenn ich in diese Situation komme würde?

    Was wäre meine richtige Haltung? Die richtige Reaktion?

    Wie könnte ich meine Familie schützen?

    Ich weiß dies ist ein spezielles Thema doch leider sehr aktuell auf der Welt.

    Mich bedrückt dies schon sehr und ich muss da für mich eine Haltung entwickeln da ich denke dies kann uns allen…
    Klang
    8. Oktober 2023 um 20:55


    Anna Panna-Sati .


    „Gar nicht“, wie du es ausdrückst, würde zum Beispiel bedeuten, dass ich mit Gelassenheit beobachte, wenn jemand meine Frau vergewaltigen will, und genau das würde dann dem Ahimsa-Prinzip entsprechen. Oder?

    Das war ein Gespräch von Paul Debes mit den Schülern. Da sagte er, niemand sollte Hitler bekämpfen, also auch kein Attentat sei notwendig. Na ja, die ganze Klasse war perplex und sprachlos. Dann wollte der Lehrer die Wogen glätten. Er sagte etwa, das sei aber der Buddhismus, also sollten die Schüler brav sein. Sollten wir alle so brav sein? Weiß ich nicht...

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

    Einmal editiert, zuletzt von Igor07 (14. Februar 2026 um 21:25)

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    • 14. Februar 2026 um 21:46
    • #22
    Igor07:
    mukti:

    Das würde ich nicht als Feigheit bezeichnen, sondern als Klugheit.

    Ach, bitte, wie kann man sonst mit Verschwörungstheoretikern oder mit Leuten, die für rechte Parteien stimmen, diskutieren?


    Sie leben in einer anderen Realität, also wäre es sinnvoll, nach den Prinzipien des Pali-Kanons mit ihnen zu sprechen? Wirklich? :?

    Also die Frage in diesem Thread ist "Was ist rechte Rede im Forum?" void hat mehr Engagement angeregt, deshalb habe ich diesen Thread eröffnet, damit wir nach einer Lösung für Probleme suchen können, die immer wieder im Forum auftauchen.


    Wenn man im Forum mit etwas konfrontiert wird, mit dem man nicht einverstanden ist, dann ist die Frage, wie man damit umgehen soll. Wenn man überhaupt darüber diskutieren will, aus welchem Grund auch immer, wie soll man sich dann verhalten, damit man erstens kein Opfer einer Manipulation wird und zweitens die Diskussion nicht in einem emotionalen Streit ausartet? Was schlagst du vor?

    Mit Metta, mukti.


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    • 15. Februar 2026 um 18:26
    • #23

    Von Fred von Allmen zur Rechten Rede, passt auch für Foren:


    Drei grundlegende Kriterien:
    • Ist das, was wir sagen, ehrlich und wahr oder nicht?
    • Ist es hilfreich oder verletzend?
    • Ist das Gesagte sinnvoll oder nicht?

  • Igor07
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    • 15. Februar 2026 um 18:35
    • #24
    Wetering:

    Drei grundlegende Kriterien:
    • Ist das, was wir sagen, ehrlich und wahr oder nicht?
    • Ist es hilfreich oder verletzend?
    • Ist das Gesagte sinnvoll oder nicht?

    Wenn du einen Beitrag hier im Forum liest, den ich aus prinzipiellen Gründen nicht verlinken würde, dann fallen alle drei Kriterien durch.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

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    • 15. Februar 2026 um 18:47
    • #25

    Man sollte vielleicht auch öfter bedenken, ob es überhaupt notwendig ist, sich zu äußern bzw. der richtige Zeitpunkt.

    Hab ich mal in einem Buddhismus Grundkurs gelernt :)

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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