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  1. Buddhaland Forum
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  3. Allgemeines zum Buddhismus

Wie geht ihr damit um? Was würde Buddha sagen, oder uns raten?

  • Dharma-News
  • April 7, 2025 at 6:47 AM
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  • void
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    • April 8, 2026 at 5:01 PM
    • #26
    Quote from Aravind

    Du könntest vielleicht noch mitfühlender schreiben, wenn es um Mitgefühl geht. :)8)


    Der Punkt von Monikamarie war es doch "echtes Mitgefühl" von Sentimentalität abzugrenzen:

    Quote from Wikipedia

    Sentimentalität (von französisch le sentiment = „Gefühl“, „Stimmung“) ist eine Gemütsverfassung, die durch Rührung gekennzeichnet ist. Sie nimmt ihren äußeren Anlass zum Vorwand, um sich dann in sich selbst hineinzusteigern; also ein Schwelgen in meist wohligen, sehnsüchtigen, romantischen und leidenschaftlichen Gefühlen, aber auch Melancholie. Sentimentalität ist somit eine Form der emotionalen Selbststimulation ohne Handlungsantrieb.

    In gewisser Weise ist Sentimentlität ja eine Lösung für unsere emotionalen Probleme der Hilflosigkeit gegenüber einer kalten und chaotischen Welt. In den Nachrichten tauchen hungernde, ausgebombte Kinder auf , ich schicke ihnen "warme, emotionale Energie" und habe damit dann nicht nur mein Gewissen beruhigt sondern kann mich auch noch an meiner Güte freuen.


    Das kann es doch nicht sein?

  • Monika
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    • April 8, 2026 at 5:12 PM
    • #27

    Danke Void.

    Mich erinnerte das falsche Mitgefühl nur an eine Zeit in den 79ern, als die Mutter einer Freundin am Abendbrotstisch sagte während der Fernseher lief und Biafra hungernde Kinder zeigte "oh, die Armen", danach "gib mir doch noch bitte den Schinken rüber ..."


    :eek::cry:

  • ewald
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    • April 8, 2026 at 6:53 PM
    • #28

    Wenn ich an die Frage denke, wie Buddha in unserer heutigen Zeit reagieren würde, ich weiß nicht, ob ich da unbedingt auf Mitgefühl komme. Es ist ein toller Wunsch und eine heroische Vorstellung, aber Buddha hat einiges mitgemacht im Leben von Reichtum und Pracht, aber auch Hauslosigkeit und Hungernot. Ich glaube nicht, dass das Einzige was ihm gegenüber der kapitalistischen Marktwirtschaft mit dem aggressiven Verhalten heute Mitgefühl ist. Das klingt ein wenig wie in der christlichen Kirche, wo Brecht meinte, sie predigen öffentlich Wasser und trinken heimlich Wein. Jedoch eine gewisse Gelassenheit trotz aller Umstände wäre ratsam und wenn Buddha Luther kennen würde, würde er ihm beipflichten, der gesagt haben soll: 'Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht, würde ich heute einen Apfelbaum pflanzen.'

  • Michael Haardt
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    • April 8, 2026 at 9:35 PM
    • #29

    In der heutigen Zeit könnte Buddha viel über Psychologie lesen und vielleicht manches klarer und deutlicher ausdrücken. Ich glaube, das war's. Mehr wäre nicht anders.

  • Aravind
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    September 15, 2017
    • April 10, 2026 at 12:33 PM
    • #30
    Quote from ewald

    Jedoch eine gewisse Gelassenheit trotz aller Umstände wäre ratsam

    IMHO: Ohne Metta gibt es keine "Gelassenheit" im Sinne von Gleichmut.


    Erst wenn wir uns und den anderen unbedingtes Mitgefühl entgegenbringen, kann man Ärger und Groll wirklich loslassen. Sonst haftet man immer daran an, man selbst und der andere wären nicht so, wie sie sind. (Das das einfach ist, hat keiner gesagt)


    Und, um Missverständnisse auszuschließen: Metta heißt in keiner Weise, hinzunehmen oder zuzulassen, dass andere Menschen Scheiße produzieren.


    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • ewald
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    July 21, 2023
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    • April 10, 2026 at 6:49 PM
    • #31

    Natürlich, Metta ist Grundlage des Lebens überhaupt, sonst würden wir voller Wut den Keim vernichten bevor er das Licht der Welt erblickt hat. Jedoch die „liebende Güte“ ist nur eine Seite der dualen Welt, das Leiden (Dukka) ist die andere Seite. Buddha würde das menschliche Dasein nicht einseitig betrachten und er würde beobachten, dass heute das Leiden genauso oder anders vorhanden ist wie damals, trotz der Jahrtausende Mitgefühl. Also kann das Mitgefühl alleine nicht vom Leiden befreien. Es braucht das Erwachen (Bodhi) um Klarheit zu erlangen und Befreiung vom Leiden (Nirvana) zu ermöglichen, damals genauso wie heute.


    Aus heutiger Sicht mit umfassender Schulung in den psychologischen Wissenschaften bin ich überzeugt, Buddha war damals vor 2500 Jahren der erste Psychotherapeut der seine Ansichten veröffentlichte, die Lehre (Dharma) gibt das her, sie ist eher eine Therapie, als ein religiöser Aufruf.

  • JoJu91
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    • April 13, 2026 at 8:26 AM
    • #32

    pano:


    "Du meinst das mitgefühl? (Du meinst natürlich was anderes ...)."


    Richtig, ich meine was anderes, nämlich "ich fang bei mir selber an".

    Das klingt vielleicht egoistisch.


    Mitgefühl ohne Weisheit macht meist alles nur noch schlimmer, daher der Spruch "bitte helfen Sie mir nicht, es ist schon schlimm genug ..."


    Mitgefühl im Sinne von "ich versetzte mich in die Lage des anderen hinein" ist schwierig.

    Welcher AfDler kann sich in einen Grünen hineinversetzen und umgekehrt ?

    Ich meine WIRKLICH hineinversetzen ?

  • ewald
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    • April 20, 2026 at 3:30 PM
    • #33

    Jeder Mensch kann sich in einen anderen Menschen hineinversetzen, wenn er das möchte, denn alle Menschen sind psychisch aus demselben Holz geschnitzt. Natürlich, wer Übung darin hat tut sich leichter. So haben Menschen in der westlichen Welt weniger Übung, sie haben es nicht nötig, der Wohlstand ist auch so da, als Menschen in der östlichen Welt mit mehr Bezug zum seelischen Empfinden. Aber ein AfDler und ein Grüner sollten keine Probleme haben, sie sind beide Angehörige einer bundesdeutschen Partei und somit gelten die gleichen Gesetze. Der Konflikt ist politisch gewollt und somit geistig eher gespielt, sie wollen nicht, aber die Fähigkeiten sind grundlegend gleich.


    "ich fang bei mir selber an" ist auch Mitgefühl, und zwar Mitgefühl für sich selbst. Halte es grundlegend für wichtiger als das Mitgefühl zu anderen, denn wenn es kein Mitgefühl zu sich selbst gibt, gibt es gar keins. Buddha hatte ganz viel Mitgefühl zu sich selbst und somit auch zu den Mitmenschen.

  • Samadhi1876
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    • April 20, 2026 at 6:10 PM
    • #34
    Quote from ewald

    Halte es grundlegend für wichtiger als das Mitgefühl zu anderen, denn wenn es kein Mitgefühl zu sich selbst gibt, gibt es gar keins

    Nee, stimmt so nicht ganz, denn manche opfern sich auch für andere förmlich auf, auf Grund von Zuviel Mitgefühl für andere und zu wenig bis gar keins für sich selbst.

  • Qualia
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    • April 20, 2026 at 9:25 PM
    • #35
    Quote from Samadhi1876
    Quote from ewald

    Halte es grundlegend für wichtiger als das Mitgefühl zu anderen, denn wenn es kein Mitgefühl zu sich selbst gibt, gibt es gar keins

    Nee, stimmt so nicht ganz, denn manche opfern sich auch für andere förmlich auf, auf Grund von Zuviel Mitgefühl für andere und zu wenig bis gar keins für sich selbst.

    Niemals Mit-Gefühl mit Mit-Leiden verwechseln.

    Mitleid ist immer selbst gewähltes Leiden, um andere leiden zu lindern, und schon wissen das die Hilfe nicht reichen wird. Coabhängigkeit.

    Erscheinungen sind annica unbeständig, dukkha unbefriedigend, anatta ohne Selbstsein, immer allein, doch nie einsam, denn alles ist eigenständig erscheinend, aber nichts ist eigenständig bestehend.

  • Samadhi1876
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    • April 20, 2026 at 10:52 PM
    • #36
    Quote from Qualia

    Niemals Mit-Gefühl mit Mit-Leiden verwechseln.

    Mitleid ist immer selbst gewähltes Leiden, um andere leiden zu lindern, und schon wissen das die Hilfe nicht reichen wird. Coabhängigkeit.

    Yo, das ist allerdings auch nur ein Teil der ganzen Wahrheit oder Möglichkeiten…


    Denn es gibt auch noch begrenztes Mitgefühl zu anderen was helfen kann und man selbst hat sich dabei selbst völlig vergessen (kein „Mitgefühl“ zu sich selbst da kein Ego mehr was Mitgefühl verlangt) und leidet auch nicht darunter oder mit dem Anderen…


    Wie ein Bodhisattva ohne Ego…

  • Tim1
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    • April 21, 2026 at 9:37 AM
    • #37

    Ehrliche Antwort, ich habe keine Ahnung, was Buddha sagen würde, vielleicht mit Gelassenheit reagieren? Im Sinne so wie es viele Menschen machen? Weil das habe sogar ich mittlerweile verstanden, dass mein eigener Handlungsspielraum gerade in größeren Fragen mehr als bescheiden ist.


    Meine Reaktion ist mittlerweile, die auch viele andere haben, nämlich, ich bin ausgestiegen aus der Dauerbeschallung durch die Medien, was kommen wird, das werde ich mitbekommen und mittragen, selbst wenn ich auf der Straße stehe oder was auch immer mir passiert, ich kann es definitiv nicht beeinflussen.


    Gut, finde ich die Entwicklungen nicht, aber das interessiert genau Niemand, also ein sehr pragmatischer Zugang mittlerweile.

  • Qualia
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    • April 21, 2026 at 12:08 PM
    • #38
    Quote from Samadhi1876

    Wie ein Bodhisattva ohne Ego…

    Das ist ein Buddha, denn ein Buddha sagt nicht mehr: Ich will das alle Wesen befreit sind. Mögen alle Wesen glücklich sein. (siehe Diamantsutra)

    Dann ist Mitgefühl, Mitgefühl ohne jede Anhaftung.

    Erscheinungen sind annica unbeständig, dukkha unbefriedigend, anatta ohne Selbstsein, immer allein, doch nie einsam, denn alles ist eigenständig erscheinend, aber nichts ist eigenständig bestehend.

  • ewald
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    • April 24, 2026 at 6:43 PM
    • #39

    Wenn ich mich aufopfere für Andere, dann ist das kein Mitgefühl, das ist Dummheit und Sucht, denn damit kann ich mich so sehr selbst belasten, dass ich am Ende der betroffene Kranke bin.


    Deshalb, wer Mitgefühl mit sich selber hat, weiß, mit den Anderen so umzugehen, dass es ihnen hilft, ohne sich dabei jedoch selbst zu belasten. Diese Gratwanderung ist eine Kunst, ohne Frage, aber als Buddhist sollte man diese Kunstfertigkeit haben, Buddha hat es vorgemacht, er hat sich nie selbst geschadet bei all seiner Strahlkraft.

  • mukti
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    • April 25, 2026 at 9:58 AM
    • #40

    Die drei Brahmavihara Güte, Mitgefühl und Mitfreude wären unvollständig ohne das vierte, der Gleichmut, welcher mit Losgelöstheit zusammenhängt. Mitgefühl kann nur vollkommen sein, wenn keine Anhaftung im Spiel ist, weil sich sonst der Mitleidende im selben Dilemma befindet.

    Wenn ein Nichtschwimmer einen Nichtschwimmer retten will, gehen beide unter.

    Mit Metta, mukti.


  • Qualia
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    • April 25, 2026 at 10:17 AM
    • #41
    Quote from mukti

    Die vier Brahmavihara Güte, Mitgefühl und Mitfreude wären unvollständig ohne das vierte, der Gleichmut

    Sie sind immer dann unvollständig, wenn man sich eines herauspickt, auswählt, liebt oder ignoriert.

    Brahmavihāra sind immer vollständig. Unangenehmes entsteht erst, wenn man glaubt, eines aus dieser intellektuellen Anhäufung sei wichtiger. Gleiches gilt für Skandha.

    Streitereien um Mitgefühl und Mitleid z. B. zerstören die Wirkung von Brahmavihāra vollständig. Andererseits muss es diesen Streit geben, damit man sie eines Tages vollständig in sich erlebt, ohne jeden Zweifel. Dann sind alle Worte unzutreffend, man schweigt, ohne zu schweigen.

    Erscheinungen sind annica unbeständig, dukkha unbefriedigend, anatta ohne Selbstsein, immer allein, doch nie einsam, denn alles ist eigenständig erscheinend, aber nichts ist eigenständig bestehend.

  • ewald
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    July 21, 2023
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    • May 2, 2026 at 6:47 PM
    • #42
    Quote from Qualia

    Dann sind alle Worte unzutreffend, man schweigt, ohne zu schweigen.

    Den Satz verstehe ich nicht, ich habe persönlich noch nie erlebt, dass alle Worte unzutreffend sind und darauf entsteht Schweigen ohne zu schweigen. Ein Buddha-Zitat ist das nicht, dabei ist die Frage, was würde Buddha sagen. Allerdings weiß ich die Stille, das äußere Schweigen, sehr zu schätzen. Auch Buddha wusste zu schweigen, wenn die Frage zu abgehoben war. Jedoch ziehe ich die Kommunikation vor, sobald Menschen zusammenkommen.

Ausgabe №. 137: „Sorgen entsorgen?"

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