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Bedeutung

  • Werner Stepan
  • 8. September 2026 um 12:24
  • Zum letzten Beitrag
  • Werner Stepan
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    • 21. September 2026 um 01:24
    • #76

    JoJu91

    JoJu91:

    Ohne intensive Meditations-Praxis meiner Meinung nach aber (fast ?) unmögich.

    Das Alltags-Bewusstsein kann das Nicht-Selbst nicht erfahren.

    Ich möchte noch einen Schritt weiter " gehen/ denken" ... kein irgendwie gearteter Bewusstseinszustand (Nirvana/Samadhi o.Ä.) kann mit Sicherheit beweisen was die Wahrheit ist, weil es dann unwillkürlich ins Nichts führt... kein Sein kein Nicht-Sein.

    Zb: Auszüge aus: study buddhism.

    Die 14 Fragen, zu denen Buddha geschwiegen hat.

    Daher war es geschickter, sich auf überhaupt keine Antwort festzulegen.

    MfG Werner

  • JoJu91
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    • 23. September 2026 um 07:34
    • #77
    Werner Stepan:

    ... kein irgendwie gearteter Bewusstseinszustand (Nirvana/Samadhi o.Ä.) kann mit Sicherheit beweisen was die Wahrheit ist,

    aber es gibt eine einzige "Sache", ein einziges Phänomen, das nicht bezweifelt werden kann.


    :medim::mediw:

  • Qualia
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    • 23. September 2026 um 09:48
    • #78

    Ich bin.
    Ich mag mich so winzig wie einen mathematischen Punkt denken, aber ich bin.

    Das Ich, das sich mit den Antworten zu den 14 Fragen beschäftigt, ist nicht Ich bin, es ist Ich/Ego, das als Person versucht, sein Ich bin zu fassen.


    Ich bin, kann nicht antworten und kann nicht schweigen. Sein Schweigen wird von Antwortverlangenden als Verbergen oder Unwissenheit gedeutet.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Qualia ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • Samadhi1876
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    • 23. September 2026 um 11:37
    • #79

    Das Schöne oder so Einfache daran ist:


    Man muss nirgendwo danach suchen, darüber lesen, verstehen, hin gehen, fragen


    „Es“ ist IMMER Da:


    Ganz egal wo und wann


    Jeden Augenblick


    Nur der unterscheidende Geist trennt


    Und das nicht Loslassen wollen

  • Samadhi1876
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    • 23. September 2026 um 12:03
    • #80
    Werner Stepan:

    Hallo

    Für mich persönlich haben das Prajnaparamitra Mantra des Herzsutra und das Purnam Mantra der Upanishaden die selbe Aussage, eines bezeichnet die Leere als vollkommen und das andere die Fülle.

    Wie ist euer Meinung darüber ?

    Mit freundlichen Grüßen

    Werner

    Hier findest Du weitere Erläuterungen dazu, auch wie letztendlich in verschiedenen Traditionen/Schulen ein und dieselbe Sache gehandelt wurde, bzw. sich weiter entwickelt hat…


    Über die Navigations Buttons kannst Du Dich zum nächsten vorherigen Thema weiter bewegen, hin zu Indras Netz oder zu Koans, etc.


    Auch die Integration von Daoismus wird besprochen.


    Oder auch einfachste Formen der (Selbst) Verwirklichung wie sich Buddha als Vorbild zu nehmen.


    Vielleicht hilft das unterschiedliche Schulen und Aussagen besser zu verstehen…

    Shikantaza & Zazen: Die Praxis des reinen Sitzens im Zen
    Was ist Shikantaza? Erfahren Sie, wie beim objektlosen Sitzen im Zen Meditationsobjekt, Weg und Ziel radikal verschmelzen.
    schatztruhe-palikanon.net
  • Werner Stepan
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    • 24. September 2026 um 23:42
    • #81

    JoJu91 aber es gibt eine einzige "Sache", ein einziges Phänomen, das nicht bezweifelt werden kann.


    Und was ist das...Das im Bewusstsein zwar als wahr angenommen wird, aber sich im Unbewustsein nicht erfahren lässt ???

  • Samadhi1876
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    • 25. September 2026 um 06:10
    • #82
    Werner Stepan:

    Und was ist das...Das im Bewusstsein zwar als wahr angenommen wird, aber sich im Unbewustsein nicht erfahren lässt ???

    Wenn du träumst

    Ist dir nicht klar dass du träumst


    Es tut weh wenn dir einer in die Backe kneift


    Doch dieser Schmerz ist auch nur ein Traum


    Ein Traum leistet dem nächsten Gesellschaft


    Deshalb erkennst du den Traum nicht als den Traum


    Wenn man dich im Traum zum Essen einlädt


    Ist es doch nur ein Traum


    Der keine Kalorien hat


    Unsere illusionären Gedanken sind wie Schatten,


    Die sich im Bewusstsein spiegeln


    Du lebst dein Leben wie ein Schlafwandler


    Du hast Angst vor dem Tod?


    Keine Angst


    Das Sterben ist bislang noch jedem gelungen


    Es fängt damit an, dass wir "Ich" sagen, und alles was danach kommt ist Einbildung


    Jeder stellt sich sein Ego, als etwas Unveränderliches vor


    Einer sagte: "Ich bin unsterblich"

    Lang schon ist er tot


    - Sawaki Rôshi -


    Aus "Zen for Nothing - Leben im Antaiji Kloster" - Dokumentarfilm

  • JoJu91
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    • 25. September 2026 um 07:17
    • #83
    Werner Stepan:

    Das im Bewusstsein zwar als wahr angenommen wird,

    Was als wahr angenommen wird, kann bezweifelt werden.


    Aber es gibt eine einzige "Sache", ein einziges Phänomen, das jetzt in diesem Moment nicht bezweifelt werden kann.

  • Schneelöwin
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    • 25. September 2026 um 09:16
    • #84
    JoJu91:
    Werner Stepan:

    ... kein irgendwie gearteter Bewusstseinszustand (Nirvana/Samadhi o.Ä.) kann mit Sicherheit beweisen was die Wahrheit ist,

    aber es gibt eine einzige "Sache", ein einziges Phänomen, das nicht bezweifelt werden kann.


    :medim::mediw:

    JoJu91:

    Aber es gibt eine einzige "Sache", ein einziges Phänomen, das jetzt in diesem Moment nicht bezweifelt werden kann.

    Ich bin gespannt.

    Liebe Grüße Schneelöwin

    "All is always now"


  • Werner Stepan
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    • 25. September 2026 um 14:00
    • #85

    Aber wo ist diese "Sache" vor der Geburt und nach dem Tod JoJu91 ? Ist dieser Zustand/Sache nicht auch bedingt entstanden durch Meditation und/oder anhaften an einen Glauben oder Lehre ?

  • Werner Stepan
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    • 25. September 2026 um 16:09
    • #86

    Wenn Samsara (der Kreislauf des Leidens) und Nirvana (die Befreiung) beide gleichermaßen leer von einer festen Substanz sind, gibt es keinen fundamentalen ontologischen Unterschied zwischen ihnen. Wenn es aber nichts Absolutes jenseits der bedingten Phänomene gibt, wer ist dann derjenige, der die Erleuchtung erlangt, und wo soll diese Erleuchtung in der Zukunft gefunden werden?

    Aus " die Praxis des reinen Sitzens im Zen " Samadhi1876

    Stimmt denke ich mit meiner Ansicht überein...wo ist Erleuchtung, wenn man sie nicht erfahren kann...MfG Werner.

  • Helmut
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    • 25. September 2026 um 16:49
    • #87

    Was die Bestehensweise von Samsara und Nirvana angehr, so gibt es zwischen ihnen diesbezüglich keinen Unterschied. Sie sind beide leer von inhärenter Existenz, weil sie in Abhängigkeit existieren. Es gibt bei beiden nichts Absolutes, weil sie abhängig existieren.


    Aber nur in ihrer Bestehensweise unterscheiden se sich nicht. Wenn wir ihre charakteristischen Merkmale betrachten, gibt es grundlegende Unterschiede und sie erweisen sich als Widersprüche. Samsara und Nirvana sind keine äußeren Orte, sondern Qualitäten des eigenen Geistes.


    Steht der eigene Geist unter der Macht der Geistesgifte Unwissenheit, Gier und Hass, dann erleben wir Samsara. Haben wir unseren Geist von diesen Geistesgiften mittels des achtfachen Pfades befreit, erleben wir Nirvana, die Befreiung als Arhat.


    Werner Stepan:

    Wenn es aber nichts Absolutes jenseits der bedingten Phänomene gibt, wer ist dann derjenige, der die Erleuchtung erlangt, und wo soll diese Erleuchtung in der Zukunft gefunden werden?

    Das ist ein weit verbreiteter Einwand hier im Westen und er hat seine Wurzeln sowohl in der Philosophie als auch in der christlichen Lehre. Dieses Absolute hinter den Phänomenen gibt es aber nicht. Gäbe es dieses Absolute hinter den Phänomenen, dann könnten wir unseren Geist nicht umwandeln und Befreiung erlangen, weil absolut immer auch unabhängig, beständig und unwandelbar bedeutet.


    Befreiung aus Samsara erleben wir selber, wenn wir mittels des achtfachen Pfades die wahren Beendigungen in unserem Geist verwirklicht haben. Wir selber erleben dies, weil wir als Person nicht absolut, aus sich selbst heraus existieren. Wir werden die Erleuchtung nicht irgendwann in der Zukunft irgendwo außerhalb von uns selber finden wie wir einen äußeren Schatz finden können, denn sie befindet sich nicht außerhalb von uns.

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • Samadhi1876
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    • 25. September 2026 um 17:03
    • #88
    Werner Stepan:

    wer ist dann derjenige, der die Erleuchtung erlangt, und wo soll diese Erleuchtung in der Zukunft gefunden werden?

    Der Geist verändert sich nur, er wird so groß das er alles umfasst, umfassen kann, weil er keine Unterscheidungen mehr trifft, oder nicht mehr in dem Maße wie zuvor.


    Natürlich lebt man weiterhin. Aber mit einem gelasseneren Geist. Daraus entspringen denn auch von selbst mehr Demut und Dankbarkeit und Mitgefühl, da der Geist jetzt gelassener geworden ist, nicht mehr so viel begehrt, oder verlangt, nicht mehr so impulsiv reagiert , und auch weniger Angst hat dass könnte falsch sein.


    Natürlich muss man hier und da weiter aufpassen. Auf die rote Ampel. Oder sich die Finger nicht zu verbrennen. Usw.


    Man kann also sagen es ändert sich hauptsächlich der Geisteszustand durch die Mediation. Bzw aber auch die Kraft sich länger auf den Augenblick (Hier und Jetzt) konzentrieren zu können, duch Entwicklung von Joriki im Za Zen.


    Das ist der Alltag.


    Es gibt auch tiefere spontane Momente des Erwachens. Wo einem plötzlichen Schwarz vor Augen werden kann. Wo keine Wahrnehmung von Raum und Zeit erscheinen. Wo man dann wieder zur gewohnteren Wahrnehmung übergeht und bemerkt: oh, es sind 30 Minuten vergangen und es kam mir vor wie eine Sekunde. Wo war „ich“ nur?

    Das Denken entsteht ja hauptsächlich nur im Kopf. Aber der Bauch ist autonom. Und in der Meditation verlagert sich der Schwerpunkt auch einfach mehr in den Bauch, Körpermitte.


    Zu fragen „wer“ da erwacht ist oder „erleuchtet“ wurde, kann man also so nicht sagen, da nur die Verblendung abgefallen ist und das was schon immer da war deshalb nur noch da war.

    Da ist eigentlich nichts hinzu gekommen sondern nur weg gefallen.

    Etwas wurde losgelassen.


    Der Körper lebt automatisch weiter. Solange er genug Nahrung und Schutz erfährt. Bis er eines Tages zerfällt.


    Ab da streiten sich die „Gelehrten“ ob es eine Seele oder Atman gibt die ewig „weiter lebt“, bzw. ob es etwas ist das fester Bestandteil des Universums ist.


    Eigentlich müsste man deshalb auch erst mit dem Universum anfangen es zu ergründen. Und auch „wo ist es zu Ende“ oder „wie groß ist es“.


    Die bisherigen Erklärungsversuche wie zb es sei eine Kugel, sind nur Krücken.

    Letztendlich kann man sich Unendlichkeit auch nicht vorstellen außer alle Gedanken daran zu verwerfen:


    In dem Moment ist man selbst Teil der Unendlichkeit. Und Ewigkeit.


    Letztendlich ist es eine rein persönliche Erfahrung die man weder studieren noch von jemand anderem erfahren kann.

  • Qualia
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    • 25. September 2026 um 18:31
    • #89
    Werner Stepan:

    Wenn Samsara (der Kreislauf des Leidens) und Nirvana (die Befreiung) beide gleichermaßen leer von einer festen Substanz sind, gibt es keinen fundamentalen ontologischen Unterschied zwischen ihnen. Wenn es aber nichts Absolutes jenseits der bedingten Phänomene gibt, wer ist dann derjenige, der die Erleuchtung erlangt, und wo soll diese Erleuchtung in der Zukunft gefunden werden?

    Aus " die Praxis des reinen Sitzens im Zen " Samadhi1876

    Stimmt denke ich mit meiner Ansicht überein...wo ist Erleuchtung, wenn man sie nicht erfahren kann...MfG Werner.

    Beide, Samsara und Nibbana, sind leer von Eigenwesen (eigenständigem unveränderlichem Sein). anicca, dukkha, anatta


    Ein ontologischer Fehler besteht darin, aus Leerheit eine Identität abzuleiten. Leerheit ist etwas oder gar jemand.

    Ein weiterer Fehler besteht darin, einen „Jemand“ anzunehmen, der Erleuchtung besitzt oder besitzen könnte.

    Ebenso ist es ein Fehler, Nibbana als zukünftigen Gegenstand, Zustand oder Ort zu behandeln.


    In erster Instanz bezeichnet Samsara die gesamte Umwelt einschließlich des lebendigen Körpers. Darin ist kein Atta auffindbar.


    In zweiter Instanz bezeichnet Samsara die gesamte innere Lebens- und Erlebenswelt. Auch dort ist kein Atta. Wäre ein Atta vorhanden, müsste es unabhängig wirken, entscheiden und sich selbst verändern können. Samsara des Inneren wäre schon mit der Geburt vollkommen und könnte sich eigenständig entwickeln.


    Innerhalb dieser inneren Welt entsteht die Zuschreibung „Ich bin dies und das“. Sie erscheint als Atta, ohne jemals eines zu sein.

    Dieses ist das, das sich als „Ich bin … (mein Name)“ mit der inneren Welt identifiziert. Durch diese erste Identifikation entsteht die Vorstellung eines „Jemand“, der als Bezugspunkt für Kommunikation und Orientierung dient. Dieser vorgestellte Jemand ist selbst Teil des Samsara und das ist ohne Atta.


    Ein Denkfehler wäre es, äußeres Samsara und innere Erlebniswelt miteinander gleichzusetzen. Die äußeren realen Dinge sind nicht identisch mit den Vorstellungen von ihnen und sie sind nicht Samsara, das ist die reale Welt.


    Mit den Dingen der Welt kann nur gehandelt werden. Mit Vorstellungen, Namen und Zuschreibungen kann kommuniziert werden. Nur mit dem Samsara eines anderen Menschen, der in sich auch diese Identifikation hat: „Ich bin … (mein Name)“.


    Nibbana wird nicht dadurch verwirklicht, dass ein Jemand etwas erlangt. Nibbana zeigt sich dort, wo Zuschreibungen als substanzlos erkannt werden und die Dinge ohne Atta-Zuweisung als bedingt entstanden gesehen werden.

    Es bleibt Handeln ohne die Annahme eines Handelnden, Erleben ohne die Annahme eines Erlebenden und Welt ohne die Annahme eines Eigenwesens.


    In den Lehrreden des Buddha wird die Sprache von „ich“, „du“, „Mensch“, „Wesen“ benutzt, obwohl gleichzeitig erklärt wird, dass bei genauer Untersuchung kein eigenständiges Selbst gefunden werden kann.


    Ontologische, „absolute“ Ebene:
    Kein Atta auffindbar.
    Kein Jemand besitzt etwas.
    Kein Jemand wird erleuchtet.


    Kommunikative „konventionelle“ Ebene:
    Menschen benutzen Namen.
    Menschen sprechen von „ich“ und „du“.
    Jemand besitzt etwas.

    Jemand ist jemand.

    Jemand wird erleuchtet.


    Die Ebene der Realität:

    Die realen Dinge tragen Namen und Eigenschaften, aber sie sind nicht die Namen oder Eigenschaften, denn sie werden ihnen von „Jemandem“ gegeben und ein anderer Jemand übernimmt sie, um über Objekte ohne Eigennatur etwas auszusagen. Jede dieser Aussagen ist immer unvollständig und unbefriedigend.


    Gesellschaftliche Interaktion benötigt diese Konvention. Der „Jemand“ ist nicht ein verborgenes Wesen, sondern eine soziale Rolle, die gespielt werden muss, um im Austausch des Samsara der Personen erkannt und angesprochen werden zu können.

    Die Rolle existiert funktional, aber nicht als eigenständiges, unveränderliches Wesen. Sie ist Konvention, nicht Substanz.
    Mein Name ist „Qualia“: ist ontologisch falsch, aber konventionell Notwendig.

    Ich bin Qualia ist verfangen sein in dukkha.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Qualia ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

    4 Mal editiert, zuletzt von Qualia (25. September 2026 um 18:41)

  • Beitrag von Qualia (25. September 2026 um 19:09)

    Dieser Beitrag wurde von void aus folgendem Grund gelöscht: Auf wunsch (26. September 2026 um 09:32).
  • Beitrag von Igor07 (25. September 2026 um 20:26)

    Dieser Beitrag wurde von void aus folgendem Grund gelöscht: Auf wunsch (26. September 2026 um 09:32).
  • Samadhi1876
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    • 25. September 2026 um 20:54
    • #92

    „Winter“ und „Dezember“


    Einst waren sie Wasser, stiegen unsichtbar auf aus dem weit entfernten, endlosen Ozean. Gefroren in der Luft zu

    Schnee und fielen ganz langsam als weiße Flocken zu uns herab. Dann formten Kinderhände sie für kurze Zeit zu "Schneemännern", und gaben ihnen die Namen „Winter“ und „Dezember“.
    Erfreuten einen Tag und eine Nacht lang

    ihre Herzen und Seelen.

    Wie lange sie „Schneemänner“ sein durften, das wusste niemand. Auch dachten „Winter“ und „Dezember“ keinen Augenblick darüber nach, das sie jetzt Schneemänner waren und es bald nicht mehr sein würden.

    Noch hatten sie „Angst“ davor. Sie waren in diesem Moment ganz einfach „nur Schneemänner“.


    Nun werden sie langsam wieder zu Wasser, kehren zu ihrer ursprünglichen Form zurück. Versickern zunächst im

    Boden um schon bald wieder als viele kleine Tröpfchen in den warmen Himmel aufzusteigen um sich mit anderen Tropfen wieder zu einer Wolke zu vereinen.

    Der Wind wird diese Wolke an einen anderen Ort weiter tragen, und

    irgend wann einmal, regnen "Winter und Dezember" auch wieder dort hinab, wo sie einst her kamen, in dem einst

    weit entferntem, endlosem, ewigem Ozean.


    Den Kindern werden „Winter“ und „Dezember“ noch eine Weile in Erinnerung bleiben, in der Form, in der sie diese kennengelernt haben.

    In Wahrheit sind sie nie „von uns fort“, so wie auch alle Lebewesen, oder etwas Anderes, nie „von uns fort“, immer in unserem Herzen und unserer Seele sein werden, immer schon da waren.


    Manche Menschen werden sagen, diese Schneemänner seien doch nicht zu vergleichen, mit uns Menschen, die wir

    Gedanken und Emotionen haben.


    Wenn wir in der Meditation unsere Gedanken und Emotionen loslassen, erkennen wir, das wir allein nur diese

    Gedanken und Emotionen nicht sind.

    Wir aber auch nicht „tot“ sind.

    Sondern das wir für Momente lang einfach nur „Schneemänner“, unser wahres Selbst sind, im Hier und Jetzt sind, egal wo und unter welchen Umständen.


    Das wahre Selbst genauso wenig „vergeht“…


    Wie diese Schneemänner…

  • mukti
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    • 25. September 2026 um 22:21
    • #93

    Das Ich eines Erwachten ist immer noch vorhanden, aber er hängt nicht mehr daran. Es ist nur eine bedingt entstandene Erscheinung, die mit dem Tod vergeht und ob es da ist oder nicht, spielt keine Rolle mehr. So erfährt man es ja auch - wenn die Anhaftungen weniger werden, schwindet auch die Bedeutung des Ich, man nimmt sich selber nicht mehr so wichtig und allmählich wird alles leichter.

    Mit Metta, mukti.


  • Igor07
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    • 25. September 2026 um 22:49
    • #94
    mukti:

    Das Ich eines Erwachten ist immer noch vorhanden, aber er hängt nicht mehr daran. E

    Ich denke, es gibt, wie das" Netz" der bedingten Entstehung, kein „Ich“. Auch die Neurowissenschaft bestätigt, dass es keinen Herrscher oder Lenker gibt, deswegen sagt man so: „Kein Ich, kein Problem.“

    Es gibt ein Buch, ich würde es nicht weiter verlinken, denn hier arbeiten viele mit KI, und ich weiß nicht am Ende, mit wem ich spreche, ha ha ha …

    Zurück zum Thema. Wenn der Buddha im Pali-Kanon das Wort „Ich“ oder „Mich“ benutzt, dann bedeutet das reine Konvention, oder wie das soziale oder gesellschaftliche Übereinkommen. Mehr nicht.

    Deswegen leiden wir alle, denn wir klammern uns an meinen Körper, mein Handy oder meine Frau, aber das alles ist vergänglich, bedingt entstanden und ohne inneren Kern, wie eine Fata Morgana … Sterben, wie auch der Tod des Erwachten, ist real. Auch der Schmerz ist real, aber nicht das Leiden, das ist echt optional. Deswegen ist der ganze Begriff Dukkha echt irreführend. Was dazu egal welche KI sagt, weiß ich nicht, aber das ist für meine Wenigkeit echt offensichtlich.

    Die einzige Bedeutung besteht eigentlich in der tiefsten Erkenntnis, dass es absolut nicht mir gehört. Wir alle sind wie auf der Reise, der Tod ist immer da. Klingt ein wenig deprimierend, deswegen meine ich immer, der Buddhismus ist nicht für jedermann- Sache. Aber das ist die einzige harte Tatsache, wie Ajahn Chah es ausdrückte: Wenn wir Vergänglichkeit zutiefst verstehen, erfahren wir Frieden.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • mukti
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    • 26. September 2026 um 10:18
    • #95
    Igor07:
    mukti:

    Das Ich eines Erwachten ist immer noch vorhanden, aber er hängt nicht mehr daran. E

    Ich denke, es gibt, wie das" Netz" der bedingten Entstehung, kein „Ich“.

    Nur ein paar unbedeutende Gedanken von mir, dem Nicht-Erwachten:


    Ist nicht das Ich auch bedingt entstanden? Die Bedingungen sind körperliche und geistige Phänomene, Unwissenheit und Daseinsdurst.

    Igor07:

    Auch die Neurowissenschaft bestätigt, dass es keinen Herrscher oder Lenker gibt, deswegen sagt man so: „Kein Ich, kein Problem.“

    Naja, ohne Herrschen und Lenken würde diese Zusammensetzung zu einem Lebewesen bald auseinanderfallen.

    Igor07:

    Wenn der Buddha im Pali-Kanon das Wort „Ich“ oder „Mich“ benutzt, dann bedeutet das reine Konvention, oder wie das soziale oder gesellschaftliche Übereinkommen. Mehr nicht.

    Das Ich gibt es nur, weil die Menschen darin übereingekommen sind? das kommt mir etwas merkwürdig vor. Auch das Ich des Buddha scheint mir durch die genannten Ursachen und Bedingungen entstanden zu sein.

    Igor07:

    Deswegen leiden wir alle, denn wir klammern uns an meinen Körper, mein Handy oder meine Frau, aber das alles ist vergänglich, bedingt entstanden und ohne inneren Kern, wie eine Fata Morgana …

    Das unterscheidet wohl einen Erwachten von einem Nicht-Erwachten, dass er sich nicht an den Körper oder sonst irgendetwas in der Welt klammert. Er ist vollkommen bewusst über die Vergänglichkeit und die bedingte Entstehung, so wie eine Fata Morgana zwar existiert, aber ohne Substanz ist.

    Igor07:

    Sterben, wie auch der Tod des Erwachten, ist real. Auch der Schmerz ist real, aber nicht das Leiden, das ist echt optional.

    Bedingt durch Unwissenheit ist auch Siddharta Gautama entstanden:

    Zitat

    Durch das Nichtverstehen, Nichtdurchdringen von vier Wahrheiten, ihr Jünger, haben sowohl ich als auch ihr diese lange Zeit das Dasein durcheilt, das Dasein durchwandert. (D.16)

    Weil er vollkommenes Wissen erlangt hat, ist der Durst nach Dasein in ihm erloschen und damit erneutes Werden, wenn die Daseinsbedingungen mit dem Tod wegfallen. Schmerzgefühl ergreift er nicht mit Abneigung, identifiziert sich nicht damit: 'Ein Gefühl ist entstanden, das bin ich nicht, das gehört mir nicht' - deshalb leidet er nicht darunter.

    Igor07:

    Die einzige Bedeutung besteht eigentlich in der tiefsten Erkenntnis, dass es absolut nicht mir gehört. Wir alle sind wie auf der Reise, der Tod ist immer da. Klingt ein wenig deprimierend, deswegen meine ich immer, der Buddhismus ist nicht für jedermann- Sache. Aber das ist die einzige harte Tatsache, wie Ajahn Chah es ausdrückte: Wenn wir Vergänglichkeit zutiefst verstehen, erfahren wir Frieden.

    Sehe ich auch so und es ist dann wohl immer noch ein Ich, das Frieden erfährt.

    Mit Metta, mukti.


  • Igor07
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    • 26. September 2026 um 11:41
    • #96
    mukti:

    Sehe ich auch so und es ist dann wohl immer noch ein Ich, das Frieden erfährt.

    Man sollte sich dann fragen, wer oder was erfährt Frieden, und was ist mit Anatta? Am Ende spielen diese ganzen Konzepte keine Rolle mehr, bleibt nur Los-lassen. Oder weiter Leiden, das wir selbst gestalten._()_

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • mukti
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    • 26. September 2026 um 11:49
    • #97
    Igor07:
    mukti:

    Sehe ich auch so und es ist dann wohl immer noch ein Ich, das Frieden erfährt.

    Man sollte sich dann fragen, wer oder was erfährt Frieden, und was ist mit Anatta? Am Ende spielen diese ganzen Konzepte keine Rolle mehr, bleibt nur Los-lassen. Oder weiter Leiden, das wir selbst gestalten._()_

    Ja es sind Konzepte und durch Nachdenken wird sich die Wahrheit wohl nicht wirklich offenbaren, eher verwickelt man sich in Widersprüche. Loslassen ist angesagt, dann wird man ja sehen.

    Mit Metta, mukti.


  • Samadhi1876
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    • 26. September 2026 um 21:05
    • #98

    Die Menschen fühlen sich auch deshalb völlig getrennt vom Universum


    Als Individuum


    Weil sie die Verbundenheit dazu


    Und zu ihrer ursprünglichen Natur


    Und anderen Natur


    Verloren haben


    ✨


    Alles was die Menschen erschaffen haben


    Ist künstlich


    Das heißt nicht von der Natur selbst erschaffen


    Auch der Mensch selbst wurde von der Natur erschaffen


    Aber das hat er längst vergessen


    Und meint deshalb


    Über der Natur stehen zu können

    Oder davon getrennt zu sein

  • Werner Stepan
    Themenautor
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    Fange erst an mich zu Interessieren.
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    • 26. September 2026 um 23:28
    • #99
    Qualia:
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    Ein ontologischer Fehler besteht darin, aus Leerheit eine Identität abzuleiten. Leerheit ist etwas oder gar jemand.

    Ein weiterer Fehler besteht darin, einen „Jemand“ anzunehmen, der Erleuchtung besitzt oder besitzen könnte.

    Ebenso ist es ein Fehler, Nibbana als zukünftigen Gegenstand, Zustand oder Ort zu behandeln.

    In den Lehrreden des Buddha wird die Sprache von „ich“, „du“, „Mensch“, „Wesen“ benutzt, obwohl gleichzeitig erklärt wird, dass bei genauer Untersuchung kein eigenständiges Selbst gefunden werden kann.

    Ja, es kann ja auch kein eigenständiges " Selbst/Nicht-Selbst " gefunden werden, weil dann Dualität vorhanden ist, was ja Nagarjuna und das Herz Sutra negieren... Übrigens auch die Ashtavakra Gita...


    1.Gesang...So hat dich die große dunkle Schlange des Egoismus gebissen und mit der Illusion "Ich bin der Handelnde!" vergiftet. Trinke nun vertrauensvoll das Gegengift "Ich bin es nicht, der handelt!" und sei selig...


    20.Gesang...Wo ist Sein oder Nichtsein? Wo ist Einheit oder Vielfalt? Doch wozu noch mehr der Worte? Da ist nichts, was sie mir noch hinzufügen könnten...


    Ins Deutsche übertragen auf Basis der englischen Texte

    "The Ashtavakra Gita" (1907) von Rai Bahadur Lala Baij Nath.

Ausgabe №. 137: „Sorgen entsorgen?"

30-cover-uw-137-png

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