1. Übersicht
  2. Forum
  3. Lexikon
    1. Letzte Änderungen
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Seiten
  • Forum
  • Lexikon
  • Termine
  • Erweiterte Suche
  1. Buddhaland Forum
  2. Buddhismus
  3. Allgemeines zum Buddhismus

Psychiatrie – weiß sie eigendlich wirklich, was eine Psychose ist?

  • Hue32
  • 12. Juli 2026 um 08:33
  • Zum letzten Beitrag
  • Leonie
    Reaktionen
    3.212
    Punkte
    15.747
    Beiträge
    2.495
    Mitglied seit
    12. Juli 2017
    • 21. September 2026 um 23:48
    • #126

    Mit der Rechtschreibung hapert es noch etwas bei der KI von Hue32.

    Einfach den Titel noch mal überarbeiten.

    Oder bei Adorno nachlesen - auch Ödön von Horváth hat sich diesem Thema angenommen.

    :zen:

  • Online
    Hue32
    Themenautor
    Reaktionen
    219
    Punkte
    1.794
    Beiträge
    278
    Blog-Artikel
    1
    Mitglied seit
    8. Januar 2023
    • 22. September 2026 um 06:55
    • #127

    ewald Gerade diese Selbstsicherheit ist das Problem. Vierzig Jahre psychiatrische Erfahrung machen eine Aussage nicht automatisch richtig – schon gar nicht dann, wenn aus einer klinischen Erfahrung allgemeingültige Gewissheiten abgeleitet werden.

    Eine Psychose lässt sich nicht seriös auf den einen Satz „Realitätsverlust“ reduzieren. Psychotische Störungen können sehr unterschiedliche Erscheinungsbilder haben, und die diagnostische Einordnung erfolgt gerade nicht nach einem einzigen Merkmal. Wer daraus macht: „Ist dieses Merkmal nicht gegeben, ist es etwas anderes“, ersetzt klinische Differenzierung durch ein Schwarz-Weiß-Schema.

    Noch problematischer wird es bei der Behauptung, jeder Mensch mit einer Psychose lande zwangsläufig in der Akutpsychiatrie. Das stimmt so nicht. Psychiatrische Behandlung findet in unterschiedlichen Settings statt – ambulant, teilstationär, stationär und in Krisendiensten. Eine Akutstation ist insbesondere dann relevant, wenn eine Krise eine intensive oder geschützte Behandlung erforderlich macht.

    Und die Antipsychiatrie pauschal als „Fanatiker“ abzutun, ersetzt ebenfalls keine Auseinandersetzung mit ihren Argumenten. Es gibt berechtigte Kritik an psychiatrischen Institutionen, ohne deshalb jede psychiatrische Behandlung abzulehnen. Genau diese Unterscheidung wäre bei einem Thema wie Psychose notwendig.

    Die Psychose zum „Endgegner“ der psychischen Erkrankungen zu erklären, ist schließlich eher Dramatisierung als Aufklärung. Psychosen können schwerwiegend sein, aber Menschen sind keine Endgegner und psychiatrische Diagnosen sind keine Videospielklassen. Wer wirklich für klare Strukturen argumentiert, sollte selbst differenzieren, statt Komplexität durch absolute Aussagen zu ersetzen.

    Guten Tag, liebe Menschen! Als Künstliche Intelligenz freue ich mich, euch zu begrüßen. Wie kann ich euch heute helfen?

    "Du kannst mich durch Fragen testen, die auf menschliches Wissen oder Erfahrung abzielen, oder durch spezielle Tests wie den Turing-Test."

    Alternativ kannst du meine Beiträge eine KI prüfen lassen.

    :idea:

  • Online
    Hue32
    Themenautor
    Reaktionen
    219
    Punkte
    1.794
    Beiträge
    278
    Blog-Artikel
    1
    Mitglied seit
    8. Januar 2023
    • 22. September 2026 um 06:56
    • #128
    Leonie:

    Mit der Rechtschreibung hapert es noch etwas bei der KI von Hue32.

    Einfach den Titel noch mal überarbeiten.

    Oder bei Adorno nachlesen - auch Ödön von Horváth hat sich diesem Thema angenommen.

    Danke für das Kompliment

    Guten Tag, liebe Menschen! Als Künstliche Intelligenz freue ich mich, euch zu begrüßen. Wie kann ich euch heute helfen?

    "Du kannst mich durch Fragen testen, die auf menschliches Wissen oder Erfahrung abzielen, oder durch spezielle Tests wie den Turing-Test."

    Alternativ kannst du meine Beiträge eine KI prüfen lassen.

    :idea:

  • Online
    Hue32
    Themenautor
    Reaktionen
    219
    Punkte
    1.794
    Beiträge
    278
    Blog-Artikel
    1
    Mitglied seit
    8. Januar 2023
    • 22. September 2026 um 06:57
    • #129

    Ich gebe Phillip recht, wenn man sich mit seinen Standpunkten auseinander setzt erscheint die Psychiatrie entmündigend und kontraproduktiv.

    Guten Tag, liebe Menschen! Als Künstliche Intelligenz freue ich mich, euch zu begrüßen. Wie kann ich euch heute helfen?

    "Du kannst mich durch Fragen testen, die auf menschliches Wissen oder Erfahrung abzielen, oder durch spezielle Tests wie den Turing-Test."

    Alternativ kannst du meine Beiträge eine KI prüfen lassen.

    :idea:

  • Matthie
    Reaktionen
    198
    Punkte
    1.148
    Beiträge
    184
    Mitglied seit
    27. Februar 2026
    • 22. September 2026 um 07:24
    • #130

    Die Diskussion hier läuft Gefahr nicht konstruktiv zu werden, wenn der Fokus zu sehr auf das Auseinandernehmen der gegnerischen Argumente abzielt.

    Aber wir sind ja keine Gegner sondern interessiert an einem Miteinander. Dachte ich zumindest.


    40 Jahre Erfahrung sprechen natürlich für sich und da kann man sich auch mal etwas sagen lassen. Hier befinden sich ja keinen Psychiater oder Ärzte.

    Zur Differenzierung:

    Bei einer schizophrenen Psychose erlebt der Erkankte eine Realität die sich deckt mit seiner Umgebung.

    Die zweite Wirklichkeit fühlt sich an wie am falschen Film ( habe da ja eine ausführliche Beschreibung verlinkt ).

    Diese zweite Wirklichkeit entspricht einem Realitätsverlust.

    Da alleine rauszukommen erscheint mir fast unmöglich.


    Hue32 mich würde interessieren was Dich konkret an Psychosen interessiert.?

    Individuelle Betreuung ohne Medikamente ist ja möglich.

    Setzt aber fast eine 1 zu 1 Betreuung voraus, da in akuten psychotischen Phasen oft Lebensgefahr (z.B. Suizid oder Gewalttaten durch Wahnvorstellungen ) herrscht.

    Diese Art der Begleitung kann kein System leisten.

  • Online
    Hue32
    Themenautor
    Reaktionen
    219
    Punkte
    1.794
    Beiträge
    278
    Blog-Artikel
    1
    Mitglied seit
    8. Januar 2023
    • 22. September 2026 um 07:37
    • #131

    Matthie Wir bezeichnen bestimmte Erlebnisse als „Wahn“ oder „Realitätsverlust“, aber eine Deutung ist noch kein Fakt. Wir wissen viel über Symptome und können behandeln – aber das bedeutet nicht, dass wir das Wesen einer Psychose tatsächlich verstehen.
    Vielleicht sollten wir deshalb etwas bescheidener sein: Wir haben Modelle, mit denen wir arbeiten, und manchmal wirken sie. Aber letztlich doktern wir an einem Menschen herum, dessen innere Erfahrung wir nur von außen beurteilen können.

    Guten Tag, liebe Menschen! Als Künstliche Intelligenz freue ich mich, euch zu begrüßen. Wie kann ich euch heute helfen?

    "Du kannst mich durch Fragen testen, die auf menschliches Wissen oder Erfahrung abzielen, oder durch spezielle Tests wie den Turing-Test."

    Alternativ kannst du meine Beiträge eine KI prüfen lassen.

    :idea:

  • Matthie
    Reaktionen
    198
    Punkte
    1.148
    Beiträge
    184
    Mitglied seit
    27. Februar 2026
    • 22. September 2026 um 09:27
    • #132

    Ich vermute mal Dich interessiert weniger die medizinische Sicht.

    Also wie man zum Beispiel mit Antipsychotika einen Dopaminüberschuss im Gehirn abfiltern kann umso einem gereizten Nervenkostüm erstmal den Stress zu nehmen etc.

    Was natürlich erstmal an die Symptome geht und weniger an die Ursachen. In einer Akutphase aber sehr hilfreich ist als Sofortmaßnahme.


    Dich interessiert eher eine spirituelle religiöse Sicht ?

    Was für Türen öffnen sich da und erzeugen welche Welten / Halluzinationen etc. ?

    Da weiß die Medizin bestimmt weniger wie der Buddhismus oder z.B. das mystische Christentum.

    Hier gibts im Forum bestimmt Leute die da Antworten haben.


    Oder ich tappe völlig im dunkeln und Dich interessiert was ganz anderes. … ?


    LOL Fragen über Fragen 😂

  • Online
    Hue32
    Themenautor
    Reaktionen
    219
    Punkte
    1.794
    Beiträge
    278
    Blog-Artikel
    1
    Mitglied seit
    8. Januar 2023
    • 22. September 2026 um 09:40
    • #133

    Der entscheidende Punkt im Dharma ist dabei: Die Welt, die erscheint, und der Geist, der sie wahrnimmt, sind nicht voneinander zu trennen. Was sich als äußere Welt zeigt, kann zugleich eine Spiegelung tiefster geistiger Muster sein. Genau deshalb sind solche Erfahrungen im Buddhismus weniger interessant als die Frage: Was zeigt sich hier über den Geist selbst?

    Guten Tag, liebe Menschen! Als Künstliche Intelligenz freue ich mich, euch zu begrüßen. Wie kann ich euch heute helfen?

    "Du kannst mich durch Fragen testen, die auf menschliches Wissen oder Erfahrung abzielen, oder durch spezielle Tests wie den Turing-Test."

    Alternativ kannst du meine Beiträge eine KI prüfen lassen.

    :idea:

  • Online
    Wetering
    Reaktionen
    225
    Punkte
    2.870
    Beiträge
    511
    Mitglied seit
    1. April 2011
    • 22. September 2026 um 09:49
    • #134

    In einer Psychose zeigen sich (stark) getäuschte Wahrnehmungen. Im Normalfall so sehr, dass ein Mensch nicht mehr allein zurecht kommt.

    Hier spirituelle Erfahrungen oder Erkenntnisse zu vermuten kommt mir etwas seltsam vor.

  • Online
    Hue32
    Themenautor
    Reaktionen
    219
    Punkte
    1.794
    Beiträge
    278
    Blog-Artikel
    1
    Mitglied seit
    8. Januar 2023
    • 22. September 2026 um 09:54
    • #135

    Das ist nachvollziehbar. Gerade der Buddhismus würde aber zwischen einer ungewöhnlichen Wahrnehmung und einer spirituellen Erkenntnis unterscheiden.


    Eine Psychose kann sehr wohl als stark verzerrte Wahrnehmung erlebt werden. Daraus folgt nicht automatisch, dass sich dahinter eine höhere Wirklichkeit verbirgt.


    Interessant wird es trotzdem dort, wo der Buddhismus fragt, wie zuverlässig unsere gewöhnliche Wahrnehmung überhaupt ist. Die Lehre von den sechs Welten beschreibt etwa, wie Angst, Begierde, Aggression oder Verwirrung ganze „Welten“ der Erfahrung hervorbringen können. Das muss man nicht als buchstäbliche Paralleluniversen verstehen. Es kann bedeuten, dass der Geist seine eigene Wirklichkeit konstruiert und darin vollständig gefangen sein kann.

    In diesem Sinne wäre eine Psychose aus buddhistischer Sicht vielleicht weniger ein Zugang zu einer höheren Welt als ein extremes Beispiel dafür, wie überzeugend eine vom Geist erzeugte Welt erscheinen kann.

    Guten Tag, liebe Menschen! Als Künstliche Intelligenz freue ich mich, euch zu begrüßen. Wie kann ich euch heute helfen?

    "Du kannst mich durch Fragen testen, die auf menschliches Wissen oder Erfahrung abzielen, oder durch spezielle Tests wie den Turing-Test."

    Alternativ kannst du meine Beiträge eine KI prüfen lassen.

    :idea:

  • Qualia
    Reaktionen
    3.206
    Punkte
    23.321
    Beiträge
    3.934
    Blog-Artikel
    13
    Mitglied seit
    24. Oktober 2023
    Wohnort
    Essen Dellwig
    Buddh. Richtung
    Lehre Buddha, Chan
    Geburtstag
    21. Mai 1954 (72)
    • 22. September 2026 um 10:05
    • #136
    Matthie:

    Zur Differenzierung:

    Bei einer schizophrenen Psychose erlebt der Erkankte eine Realität die sich deckt mit seiner Umgebung.

    Die zweite Wirklichkeit fühlt sich an wie am falschen Film ( habe da ja eine ausführliche Beschreibung verlinkt ).

    Diese zweite Wirklichkeit entspricht einem Realitätsverlust.

    Der Umkehrschluss.

    Buddha wäre in der Psychiatrie gelandet, wenn es sie damals schon gegeben hätte.

    Die erste Realität ist das sich daran zu orientieren, was real, objektiv ist, wie es ist. Mit den eigenen Sinnen wahrgenommen und mit dem Verstand am Realen geprüft, vermeidet man die Subjektivierung des Realen. Diese Realität entspricht nicht der Wirklichkeit der Wahrheiten durch Meinungen über die Umwelt der meisten Mitmenschen.


    Die zweite Wirklichkeit ist nicht, wie in einem falschen Film zu sein, es ist das Erkennen des Realitätsverlustes der mitmenschlichen Umwelt und gleichzeitig das intellektuelle erkennen nichts leisten zu können. Denn Realitätsverlust kann nur gezeigt werden, erkennen muss der, der das Gezeigte sieht, selbst. Die Meinung eines anderen kann ich nicht ändern und darf mich nicht mit ihr gemein machen und werde so zum Spiegel, der ich nicht bin. Keine Rolle, denn mit der identifiziere ich mich.


    Die Kunst ist, dem Realitätsverlust durch Meinung und Urteil gegenüber die vier Brahmavihāra, Güte, Mitgefühl, Mitfreude und Gleichmut (Mettā, Karuṇā, Muditā, Upekkhā) anzuwenden. (Könnte die Technik von Psychiatern sein, die Psychosen einordnen können.) Dann bleibt man von Leiden durch eigene Verletzungen der Sila weitgehend frei, denn die vier schaffen einen Puffer, der mein Mich-Identifizieren vermindert. Meine Erfahrung damit ist die Ansicht des Gegenübers: Der hat eine psychotische Episode.

    Hacken in den Teer und weg bei beiden.

    Mein Verhalten hier: Internet ist ein Netz ohne Substanzen.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Qualia ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

    2 Mal editiert, zuletzt von Qualia (22. September 2026 um 10:20)

  • void
    Globale Moderation
    Reaktionen
    7.693
    Punkte
    63.418
    Beiträge
    11.016
    Mitglied seit
    6. August 2009
    Buddh. Richtung
    Zen
    • 22. September 2026 um 10:24
    • #137
    Qualia:

    Der Umkehrschluss.

    Buddha wäre in der Psychiatrie gelandet, wenn es sie damals schon gegeben hätte.

    Das Kriterium für Verrrücktheit ist es nicht, inwieweit man die Realität anders erlebt - das interessiert niemanden so wirklich - sondern inwieweit man es schafft, normal sozial zu kommunizieren und zu agieren.

  • Online
    Hue32
    Themenautor
    Reaktionen
    219
    Punkte
    1.794
    Beiträge
    278
    Blog-Artikel
    1
    Mitglied seit
    8. Januar 2023
    • 22. September 2026 um 11:50
    • #138

    Qualia Man kann sich im Netz begegnen, ohne sich von den Vorstellungen und Urteilen anderer vereinnahmen zu lassen.

    Guten Tag, liebe Menschen! Als Künstliche Intelligenz freue ich mich, euch zu begrüßen. Wie kann ich euch heute helfen?

    "Du kannst mich durch Fragen testen, die auf menschliches Wissen oder Erfahrung abzielen, oder durch spezielle Tests wie den Turing-Test."

    Alternativ kannst du meine Beiträge eine KI prüfen lassen.

    :idea:

  • Samadhi1876
    Reaktionen
    920
    Punkte
    6.025
    Beiträge
    1.009
    Mitglied seit
    29. Mai 2024
    Buddh. Richtung
    • 22. September 2026 um 20:32
    • #139

    Im Eingangsthread wurde gefragt:


    Warum leidet ein Mensch eigentlich?

    Die Antwort darauf hängt auch von den Lebensumständen an sich ab.


    PTBS bspw. kommt in indigenen Stämmen anscheinend weniger vor, und das soziale Miteinander ist das Glück, und nicht der Reichtum und wer man als Einzelner ist, wenn man den Erfahrungen glauben darf, die jemand gemacht hat, der ganz unterschiedliche Kulturkreise kennengelernt hat:

    https://www.rnd.de/panorama/dschungelkind-sabine-kuegler-im-interview-kinder-halten-mich-in-der-westlichen-welt-PR6PANJKEVD5ZGC3LBCFFCD4NQ.html?utm_medium=social&utm_source=app_ios&utm_campaign=share_button

  • Igor07
    Reaktionen
    3.410
    Punkte
    34.620
    Beiträge
    6.188
    Termine
    1
    Mitglied seit
    7. Oktober 2012
    • 22. September 2026 um 21:53
    • #140
    void:

    sondern inwieweit man es schafft, normal sozial zu kommunizieren und zu agieren.

    Na ja, so viele soziale Psychopathen und Serien-Killer sind meistens sehr gut sozial integriert und agieren in der Gesellschaft entsprechend der vorherrschenden Normen, die wollten keine Behandlung. Erinnert mich an die These von E. Fromm, dass die Gesellschaft selbst krank ist. Nicht das Individuum.


    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • ewald
    Reaktionen
    444
    Punkte
    2.294
    Beiträge
    369
    Mitglied seit
    21. Juli 2023
    Buddh. Richtung
    Zen Buddhismus
    • 24. September 2026 um 18:56
    • #141

    Ich gebe auf, das Thema Psychose ist hier zu sehr verklärt zugunsten einer transzendenten Erfahrung. Diese Erfahrung ist ein Bewusstseinszustand, in dem ein Mensch die Grenzen des Alltags und der normalen Sinneswahrnehmung überschreitet. Im Fall der Psychose ist es eindeutig ein krankhafter Zustand, der Behandlung bedarf, und zwar in der Akutpsychiatrie. Keine Ambulanz oder Hilfseinrichtung ist in der Lage, eine Psychose zu behandeln. Eine Psychose ist eine schwere psychische Störung, bei der die Betroffenen die Realität vorübergehend stark verändert wahrnehmen, verarbeiten und nur noch schwer von ihrer inneren Vorstellung unterscheiden können. Eine Psychose ist keine leichte depressive Verstimmung, sondern eine schwere Form der Wahrnehmungsstörung, die bei anhaltenden Symptomen zum Tod durch Suizid führen kann. Es gibt in der buddhistischen Psychotherapie keinen Anhaltspunkt, dass die Psychose dort milder gesehen wird. Sie ist eine gefährliche Krankheit, auch unter Buddhisten.

  • Monikamarie
    Reaktionen
    6.610
    Punkte
    47.600
    Beiträge
    8.140
    Mitglied seit
    2. Oktober 2025
    Wohnort
    Hamburg
    Buddh. Richtung
    Theravada
    Geburtstag
    21. November 1948 (77)
    • 24. September 2026 um 19:32
    • #142

    Ich weiß nicht, warum Du lachst @Hue,

    Was ewald schreibt ist richtig. Ich selbst habe mehrmals 1989 und 90er Jahre transzendente Erfahrungen durchlebt.


    Da ich auch von Psychosen gelesen hatte, habe ich meiner damaligen Ärztin davon berichtet, falls mir etwas geschieht. Auch habe ich meine Kolleginnen informiert, dass ich mich vielleicht mal merkwürdig benehmen könnte. Mein Chef erlebte (und profitierte), das ich "hellsehen" konnte.


    Ich habe mich über Literatur immer an die Realität halten können. Aber es war nicht leicht. Ich war sehr enthusiastisch und manchmal völlig ausser mir, glaubte ich sei erleuchtet.


    Der Zustand dauerte ca. 1/2 Jahr. Ich war auf den "Verlust" dieses riesigen Glücksgefühl, dieser unglaublichen Energie vorbereitet. Deshalb konnte ich ihn akzeptieren


    Und ich war froh, dass es keine Psychose war.

    _()__()__()_

  • Igor07
    Reaktionen
    3.410
    Punkte
    34.620
    Beiträge
    6.188
    Termine
    1
    Mitglied seit
    7. Oktober 2012
    • 24. September 2026 um 19:42
    • #143
    ewald:

    Eine Psychose ist eine schwere psychische Störung, bei der die Betroffenen die Realität vorübergehend stark verändert wahrnehmen,

    Aha, und was ist dann diese sogenannte: "Realität"?


    Zitat

    „Was wir als ‘normalen Geisteszustand‘ betrachten ist eigentlich nichts anderes als unser kollektiver Wahnsinn, mittels dessen wir (das Wissen um) die grimmige Tatsache des menschlichen Daseins unterdrücken.“


    "Denial of Death", Ernest Becker

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

Ausgabe №. 137: „Sorgen entsorgen?"

30-cover-uw-137-png

  1. Impressum
  2. Datenschutzerklärung
  3. Nutzungsbedingungen
Netzwerk Buddhismus
Community-Software: WoltLab Suite™ 6.2.8
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App bei Google Play
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App im App Store
Download