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Kamma

  • Anna Panna-Sati
  • 23. Oktober 2025 um 13:19
  • Zum letzten Beitrag
  • Anna Panna-Sati
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    27. August 2022
    • 23. Oktober 2025 um 13:19
    • #1
    Verschoben

    Verschoben aus dem Thread Welche Rolle spielt Glaube(n) im Buddhismus?


    Vielen Dank, liebe Leonie , für deine Antwort. _()_:)


    Dein Beispiel bzgl. der von mir kurz skizzierten Ansichten über Karma/Kamma....

    Leonie:

    Z.B deine Darstellung der Ansichten über Karma sind im Palikanon nicht so zu finden. Aber es sind Elemente aus dem indischen Denken, die es im übrigen auch im Judentum gab und gibt.

    ....kann ich jedoch nicht nachvollziehen, weil es im Palikanon dazu folgende Aussagen des Buddha gibt (Majjhima Nikaya 135):

    Zitat

    3. "Meister Gotama, was ist die Ursache und Bedingung dafür, daß man unter den menschlichen Wesen schlechtergestellte und bessergestellte sieht? Denn man sieht kurzlebige und langlebige Menschen, kränkliche und gesunde, häßliche und schöne, Menschen ohne Einfluß und einflußreiche, arme und reiche, von niedriger und hoher Geburt, dumme und weise.


    Was ist die Ursache und Bedingung dafür, Meister Gotama, daß man unter den menschlichen Wesen schlechtergestellte und bessergestellte sieht?"


    5. "Student, da tötet irgendein Mann oder eine Frau lebende Wesen und ist mordlustig, mit Blut an den Händen, zum Kämpfen und zur Gewalt geneigt, gnadenlos gegenüber lebenden Wesen.


    Weil er solch eine Handlung begeht und auf sich nimmt, erscheint er bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode in Umständen, die von Entbehrungen geprägt sind, wieder, an einem unglücklichen Bestimmungsort, in Verderbnis, ja sogar in der Hölle.


    Wenn er aber bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode nicht in Umständen, die von Entbehrungen geprägt sind, wiedererscheint [1], an einem unglücklichen Bestimmungsort, in Verderbnis, in der Hölle, sondern stattdessen in das menschliche Dasein zurückkehrt, dann ist er kurzlebig, wo immer er auch wiedergeboren wird. Dies ist der Weg, Student, der zu einem kurzen Leben führt, nämlich wenn man lebende Wesen tötet und mordlustig ist, mit Blut an den Händen, zum Kämpfen und zur Gewalt geneigt, gnadenlos gegenüber lebenden Wesen."

    .......

    https://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m135z.html

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    Dieser Ausschnitt aus einem längeren Sutta

    - die Ausführungen setzen sich ja noch fort - bedarf m.E., wie die meisten Sutten, einer sinnvollen Auslegung und Interpretation, denn was dort gesagt wird, mag man in der Jetzt-Zeit kaum ( und schon gar nicht wortwörtlich) glauben....

    oder manche(r) möglicherweise doch? :?:shrug:


    Leonie:

    Aber "kamma" meint einfach nur Tat und Handlung und begrenzt das damit auf menschliches, absichtsvolles Tun.

    Ja, das ist keine Frage des Glaubens, es lässt sich gut überprüfen und bestätigen, also erfahren.


    Liebe Grüße, Anna :)_()_:heart:

    "...Dieser edle achtfache Pfad aber ist der zur Aufhebung des Leidens führende Weg..." (AN.VI.63)

    "In dieser Stunde hörte Siddhartha auf, mit dem Schicksal zu kämpfen, hörte auf zu leiden. Auf seinem Gesicht blühte die Heiterkeit des Wissens, dem kein Wille mehr entgegensteht, das die Vollendung kennt, das einverstanden ist, mit dem Fluss des Geschehens, mit dem Strom des Lebens, voll Mitleid, voll Mitlust, dem Strömen hingegeben, der Einheit zugehörig." (H.Hesse)

  • Leonie
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    • 23. Oktober 2025 um 15:27
    • #2
    Anna Panna-Sati:

    Dieser Ausschnitt aus einem längeren Sutta

    - die Ausführungen setzen sich ja noch fort - bedarf m.E., wie die meisten Sutten, einer sinnvollen Auslegung und Interpretation,

    Es bedarf zunächst einmal der vollständigen Lesung, auch um den subtilen Inhalt zu erfassen.

    Ich mache dann meistens eine Übersicht, um die Struktur eines Sutta zu erfassen - weil da ja eine Art Komposition enthalten ist.


    Pkt 3 und 4 sind die Frage des Brahmanen-Sohnes und die Antwort Buddhas.

    Dann folgen die näheren Erläuterungen und zwar paarweise:

    5 und 6 - Töten und Enthalten von Töten - als Folge werden langes und kurzes Leben genannt.

    7 und 8 - Verletzen mit der Hand bzw. Nicht-Verletzen hat als Folge kränkliches Leben oder gute Gesundheit

    9 und 10 Zorniger und reizbarer Charakter bzw. sanft und freundlich

    führt als Folge zu Häßlichkeit oder Schönheit

    11 und 12 neidischer oder großzügiger Charakter

    hat als Folge keinen oder großen Einfluss

    13 und 14 - Armut und Reichtum

    15 und 16 - starrsinnig oder respektvoll

    und unter Pkt 17 und 18 gibt es noch den Dummen und den Weisen, der, der nicht danach fragt, was ist heilsam bzw. derjenige, der danach fragt.


    In Pkt 19 fasst Buddha alles nochmal zusammen

    und seine Antwort ist einfach klasse und lässt sich nicht widerlegen.

    Zitat

    19. "Somit, Student, macht der Weg, der zur Kurzlebigkeit führt, die Leute kurzlebig, der Weg, der zur Langlebigkeit führt, macht die Leute langlebig; der Weg, der zur Kränklichkeit führt, macht die Leute kränklich, der Weg, der zu guter Gesundheit führt, macht die Leute gesund; der Weg, der zur Häßlichkeit führt, macht die Leute häßlich, der Weg, der zur Schönheit führt, macht die Leute schön; der Weg, der dazu führt, ohne Einfluß zu sein, macht die Leute einflußlos, der Weg, der dazu führt, einflußreich zu sein, macht die Leute einflußreich; der Weg, der zur Armut führt, macht die Leute arm, der Weg, der zum Reichtum führt, macht die Leute reich; der Weg, der zu niedriger Geburt führt, macht, daß die Leute niedrig geboren werden, der Weg, der zu hoher Geburt führt, macht, daß die Leute hochstehend geboren werden; der Weg, der zur Dummheit führt, macht die Leute dumm, der Weg, der zur Weisheit führt, macht die Leute weise."

    ;)

    :zen:

  • Qualia
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    21. Mai 1954 (71)
    • 23. Oktober 2025 um 17:30
    • #3
    Zitat

    "... der Weg, der zu niedriger Geburt führt, macht, daß die Leute niedrig geboren werden, der Weg, der zu hoher Geburt führt, macht, daß die Leute hochstehend geboren werden; der Weg, der zur Dummheit führt, macht die Leute dumm, der Weg, der zur Weisheit führt, macht die Leute weise."

    #Der Weg, der zu niedriger Geburt führt, ist der, dass die Leute glauben, in niedriger Kaste geboren zu sein.

    Der Weg, der zu hoher Geburt führt, ist der, dass die Leute glauben, in hochgestellten Kasten geboren zu sein.

    Der Weg, der zur Dummheit führt, ist der des Ungebildetbleibens, das macht die Leute dumm, der Weg, der zur Weisheit und Wissen führt, macht die Leute weise.#


    So könnte Buddha das gesagt haben, aber das ist gefährlich in einer Welt der Kasten und gefährdet die Herrscher (auch die, die die Sutra aufgeschrieben haben): Sie müssten sich die Hände schmutzig machen, wenn es keine niedrigere Kaste gibt. Würde die niedrige Kaste Lesen und Schreiben lernen, dann hätte sie als erste die Möglichkeit, sich zu befreien, ohne ihre Kaste zu verlassen, denn sie besitzen nichts und werden nie etwas besitzen. Das ist die Lehre des Buddha: Befreiung, ohne dass man die Gemeinschaft mit Menschen verlassen will oder muss.


    Kamma erkennen heißt Handeln/Arbeit, erkennen und sehen, dass Ursachen und Wirkungen von der Gemeinschaft bestimmt werden, und ich muss so handeln, das ich nicht in Gefahr komme.

    Wenn es dafür eine Quelle gibt, bin ich es.

    Ansonsten gibt es unaufzählbar viele Quellen.

  • Helmut
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    • 23. Oktober 2025 um 17:37
    • #4

    Ein wesentlicher Aspekt bei der Kamma-Lehre ist ja: wie kommt es dazu, dass eine zum Abschluss gebrachte Handlung zeitlich später eine ihr entsprechende Wirkung bewirken kann. Das kann ja nur möglich sein, wenn es ein Bindeglied zwischen der abgeschlossenen Handlung und der zeitlich später einsetzenden Wirkung gibt. Aber was ist dieses Bindeglied, die diesen Zusammenhang ermöglicht?


    5. "Student, da tötet irgendein Mann oder eine Frau lebende Wesen und ist mordlustig, mit Blut an den Händen, zum Kämpfen und zur Gewalt geneigt, gnadenlos gegenüber lebenden Wesen.


    Weil er solch eine Handlung begeht und auf sich nimmt, erscheint er bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode in Umständen, die von Entbehrungen geprägt sind, wieder, an einem unglücklichen Bestimmungsort, in Verderbnis, ja sogar in der Hölle.


    Der Punkt ist ja, warum gibt es diesen definitiven Zusammenhang, und warum kann die Wirkung der Handlung auch noch nach dem Tode entstehen, wenn sie in dem jetzigen Leben vor dem Tod noch nicht entstanden ist?

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

    Einmal editiert, zuletzt von Helmut (23. Oktober 2025 um 18:24)

  • void
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    • 24. Oktober 2025 um 17:18
    • #5
    Leonie:

    In Pkt 19 fasst Buddha alles nochmal zusammen

    und seine Antwort ist einfach klasse und lässt sich nicht widerlegen.

    Zitat

    19. "Somit, Student, macht der Weg, der zur Kurzlebigkeit führt, die Leute kurzlebig, der Weg, der zur Langlebigkeit führt, macht die Leute langlebig; der Weg, der zur Kränklichkeit führt, macht die Leute kränklich, der Weg, der zu guter Gesundheit führt, macht die Leute gesund; der Weg, der zur Häßlichkeit führt, macht die Leute häßlich, der Weg, der zur Schönheit führt, macht die Leute schön; der Weg, der dazu führt, ohne Einfluß zu sein, macht die Leute einflußlos, der Weg, der dazu führt, einflußreich zu sein, macht die Leute einflußreich; der Weg, der zur Armut führt, macht die Leute arm, der Weg, der zum Reichtum führt, macht die Leute reich; der Weg, der zu niedriger Geburt führt, macht, daß die Leute niedrig geboren werden, der Weg, der zu hoher Geburt führt, macht, daß die Leute hochstehend geboren werden; der Weg, der zur Dummheit führt, macht die Leute dumm, der Weg, der zur Weisheit führt, macht die Leute weise."

    ;)

    Ich finde das ist so eine Aneinanderreihung von Tautologien ( Beim Flachdach ist das Dach flach) und die nicht Widelegbarkeit kommt ja daher.


    Da es sich um Buddha handelt Versuche ich da mal einen profunden Sinn dahinter zu vermuten - eine tiefe Symmetrie. Ich hab mal ein Zitat gehört, dass wir wie ein Mensch sind dessen Rechte Hand auf die linke Haut weil er nicht weiß das beides verbunden ist? Ist so etwas gemeint?

  • mukti
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    • 24. Oktober 2025 um 18:35
    • #6
    void:

    Ich finde das ist so eine Aneinanderreihung von Tautologien ( Beim Flachdach ist das Dach flach) und die nicht Widelegbarkeit kommt ja daher.


    Da es sich um Buddha handelt Versuche ich da mal einen profunden Sinn dahinter zu vermuten - eine tiefe Symmetrie. Ich hab mal ein Zitat gehört, dass wir wie ein Mensch sind dessen Rechte Hand auf die linke Haut weil er nicht weiß das beides verbunden ist? Ist so etwas gemeint?

    Es sind keine Tautologien, sondern Darstellungen von Ursache und Wirkung.

    In M.135 beantwortet der Buddha die Frage, warum manche Menschen kurzlebig sind, manche langlebig, kränklich oder gesund, hässlich oder schön, ohne Einfluss oder einflussreich, arm oder reich, in niedriggestellten oder höhergestellten Familien geboren, dumm oder weise. Was ist die Ursache und Bedingung dafür, dass es schlechtergestellte und bessergestellte gibt?


    Die Antwort des Buddha ist, am Beispiel kurzlebiger Menschen:

    Zitat

    Da tötet irgendein Mann oder eine Frau lebende Wesen und ist mordlustig, mit Blut an den Händen, zum Kämpfen und zur Gewalt geneigt, gnadenlos gegenüber lebenden Wesen. Weil er solch eine Handlung begeht und auf sich nimmt, erscheint er bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode in Umständen, die von Entbehrungen geprägt sind, wieder, an einem unglücklichen Bestimmungsort, in Verderbnis, ja sogar in der Hölle. Wenn er aber bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode nicht in Umständen, die von Entbehrungen geprägt sind, wiedererscheint, an einem unglücklichen Bestimmungsort, in Verderbnis, in der Hölle, sondern stattdessen in das menschliche Dasein zurückkehrt, dann ist er kurzlebig, wo immer er auch wiedergeboren wird. Dies ist der Weg, Student, der zu einem kurzen Leben führt, nämlich wenn man lebende Wesen tötet und mordlustig ist, mit Blut an den Händen, zum Kämpfen und zur Gewalt geneigt, gnadenlos gegenüber lebenden Wesen.

    Ebenso nennt er die Handlungen, die bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode zu einer Geburt in den entsprechenden Umständen führen, eben langlebig, kränklich, gesund, hässlich, schön, usw. Am Ende fasst er zusammen: Der Weg der zu Kurzlebigkeit führt, macht die Leute kurzlebig, usw.

    Mit Metta, mukti.


  • void
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    • 24. Oktober 2025 um 19:55
    • #7

    Danke, da stand ich auf dem Schlauch.

  • Samadhi1876
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    • 24. Oktober 2025 um 21:12
    • #8
    mukti:

    Die Antwort des Buddha ist, am Beispiel kurzlebiger Menschen:

    „Dies ist der Weg Student“…


    Student…

    Und den „Weg zu Leben“ lernen…


    Klingt seltsam…


    Als müsste man erst studieren „wahrhaftig“, oder „gesund“, oder wie man es auch nennen mag, „zu leben“…


    Was ist nur schief gelaufen mit dem Tier „Mensch“…

    Und seiner Natur…

  • Samadhi1876
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    • 24. Oktober 2025 um 22:46
    • #9

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    S.a. 13:16 „Kontakt zu den Verstorbenen“

  • mukti
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    • 24. Oktober 2025 um 23:27
    • #10
    Samadhi1876:
    mukti:

    Die Antwort des Buddha ist, am Beispiel kurzlebiger Menschen:

    „Dies ist der Weg Student“…


    Student…

    Und den „Weg zu Leben“ lernen…


    Klingt seltsam…


    Als müsste man erst studieren „wahrhaftig“, oder „gesund“, oder wie man es auch nennen mag, „zu leben“…


    Was ist nur schief gelaufen mit dem Tier „Mensch“…

    Und seiner Natur…

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    In einem Tier tauchen solche Fragen gar nicht auf. Ist das ein Vorteil? Wäre es besser wie ein Tier zu leben?

    Mit Metta, mukti.


  • mukti
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    • 25. Oktober 2025 um 00:07
    • #11
    Samadhi1876:

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    S.a. 13:16 „Kontakt zu den Verstorbenen“

    Habe mir eben den Film angesehen und denke jetzt verstehe ich besser, was du meinst. Dieser Naturmensch hatte Kontakt zu seinen verstorbenen Familienmitgliedern und freute sich, dass sie den richtigen Weg gefunden hatten. Und das ganz ohne Buddhalehre.

    Allerdings glaube ich nicht, dass sie den Weg aus dem Samsara gefunden haben. Bei den Naturvölkern und auch den meisten Hochkulturen schien es immer nur um ein gutes nächstes Leben zu gehen.

    Mit Metta, mukti.


  • Samadhi1876
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    • 25. Oktober 2025 um 06:10
    • #12
    mukti:

    Wäre es besser wie ein Tier zu leben?

    Das was in den Lehren alles geschrieben steht, klingt mir manchmal sehr viel, zu viel, und sehr theoretisch. Wie eine lange „Bedienungsanleitung“ fürs Leben. Das wirkt auf mich eben unnatürlich. Auch wenn Inhalte davon zutreffen mögen. Als wüsste man selbst nicht mehr „wie man zu leben hätte“.


    Und dann fragt man sich halt auch warum eigentlich. Was ist denn mit dem Menschentier so anders. Anders geworden, als andere Lebensformen, das er so etwas überhaupt braucht.


    Manche Tiere denken ja auch, sind auch intelligent, aber auf Grund ihrer Fingerfertigkeit, Körpers, halt auch beschränkt, zB Werkzeuge anzufertigen. Oder Schriften zu verfassen.


    Das Video erzählt von dem vermutlich letzten Ureinwohner Nordamerikas, der ganz allein viele Jahre in der Natur überleben konnte. Er wunderte sich über die Menschenmassen, die er in der „westlichen Welt“ auf einmal antraf: er selbst lebte in einer Gruppe (bis der Genozid eintrat oder Einschleppen von Krankheiten) von bis zu 40 Mitgliedern, die autark funktionierte. Je größer eine Gruppe wird, umso schwieriger ist es auch, das sie autark und sozial funktioniert.


    In dieser modernen, lauten, schnellen Welt, (dazu zähle ich auch schon die Welt Shakyamunis der in einem Palast anfangs lebte), sind die Sinne und Gedanken oft abgelenkt. Stille und Natur, Natürlichkeit fehlen deshalb oft. Darum ging er (Shakky) ja auch 30 Tage allein irgendwo unter einem Baum nur still sitzen. Um endlich mal Wiederanzukommen…


    Dabei erwachte er, in dem Sinne, das er das Universum in Allem erkannte. Das Absolute als auch das Relative in Allem.


    Dieser letzte Ureinwohner „Ishi“ im Video hat zwar nicht meditiert, aber er war auf andere Art und Weise sensibel genug, gewisse ähnliche Dinge genauso sehen und spüren zu können, weil noch ganz nackt in der Natur geboren und aufgewachsen.


    Auch als er sich von der Gruppe später absetzte, um allein in Stille zu sein, um sich wieder mit dem Großen Ganzen (Spiritualität) zu verbinden, um zu spüren, was mit seinen Ahnen nun ist: Das mit ihnen alles in Ordnung ist.


    Das ist Praxis. Das ist ganz eigene Erfahrung.
    Und kein nur etwas lesen und verstehen oder hören oder glauben. Und das einem auch niemand abnehmen kann.


    Es ist sicherlich hilfreich gewisse Dinge schriftlich festzuhalten, damit sie nicht vergessen oder verloren gehen.

    Aber jemand der mit der Natur groß geworden ist, darin täglich lebt, auch die übrigen Tiere, braucht so etwas eigentlich nicht.

    Weil er mit der Natur ständig im Kontakt ist. Anders als in der heutigen modernen Welt. S.a. Berichte über noch vorhandene wenige Urvölker dieser Erde, die ebenso in kleinen Gruppen leben.


    Damit diese Gruppen funktionieren, ist eine gewisse Harmonie notwendig. Schädliche Handlungen (Karma?) sind zu vermeiden. Achtsamkeit ist notwendig. Bzw. Kinder die in dieser Gruppe geboren werden, werden automatisch damit groß, vertraut.


    Das nenne ich persönlich Natürlichkeit.


    Und darum kam mir auch in den Sinn „was ist nur aus dem Tier Mensch geworden“. Denn er ist ja auch ein Tier. Nur halt eins das sehr viel, manchmal Zuviel denkt.

    Ist es nicht verrückt, das solche Tiere Blechkisten mit Rädern und Atombomben bauen?


    Ist das auch noch Natur oder „kann das weg“?


    Kann es sein, das das Tier Mensch einfach nur mal wieder „mehr runter kommen muss“?


    Die Natur ist immer noch genauso da.

    Jeden Augenblick.

    Seit die Erde entstanden ist.

    Seit das Universum (die Mutter aller Dinge) existiert.


    Aber der moderne Mensch von heute ist einfach viel weniger täglich damit noch verbunden, im Sinne von Achtsamkeit, Bewusstsein.


    Er wundert sich auch nicht mehr täglich über das natürliche Licht der Sonne. Oder die Sterne in der Nacht.

    Er stellt sich dann auch so Fragen wie, „was ist“ wenn mein Körper stirbt.


    Ishi selbst hatte keinen Namen. Wie im Video erklärt wird. Als man ihn fragte „wie er heißt“ sagte er nichts. Er selbst brauchte keinen Namen. Andere brauchten nur einen Namen, damit sie ihn benennen konnten. Genauso für alles andere.


    Genauso wie das Namenlose keinen Namen und keine Schriften braucht. Weil das Namenlose auch immer da ist, wo Du auch immer bist. Wo alles immer ist. Auch dort „wo Du bist“, wenn dein Körper zerfallen ist. Oder wenn Du das gerade liest.


    Wir tun aber oft so, als wäre das alles nicht so.


    Weil wir oft „ganz woanders“ in Gedanken, Achtsamkeit, Bewusstsein sind.


    Es sind deine zu vielen Gedanken die dich oft davon trennen.

    Es sind zu vielen Worte und Schriften die dich oft davon trennen.

    Es sind zu viele Andere oder Anderes die dich oft davon trennen.


    Dich Von der ganzen Wahrheit trennen.


    Solange sie nur Gedanken, Worte, Schriften bleiben.


    Und sie nicht ganz eigene lebendige tägliche Begegnung, Erfahrung werden.


    Wie bei den „anderen Tieren“.

  • pano
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    • 25. Oktober 2025 um 07:26
    • #13

    Die Naturromantik ist ja ein modernes Phänomen. Wie nehmen Dukkha als zivilisationsphänomen war. Es ist aber ein daseinsmerkmal und somit älter als die Zivilisation.


    Auch der Buddha lernte: es hilft nicht alleine als Eremit in den Wald zu gehen. Man muss den achtfachen Pfad beschreiten, Einsicht gewinnen in die daseinsmerkmale.

  • mukti
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    • 25. Oktober 2025 um 12:41
    • #14
    Samadhi1876:

    Das was in den Lehren alles geschrieben steht, klingt mir manchmal sehr viel, zu viel, und sehr theoretisch. Wie eine lange „Bedienungsanleitung“ fürs Leben. Das wirkt auf mich eben unnatürlich. Auch wenn Inhalte davon zutreffen mögen. Als wüsste man selbst nicht mehr „wie man zu leben hätte“.


    Und dann fragt man sich halt auch warum eigentlich. Was ist denn mit dem Menschentier so anders. Anders geworden, als andere Lebensformen, das er so etwas überhaupt braucht.


    Der menschliche Geist ist halt sehr vielfältig und kompliziert, nicht so einfach wie bei den Tieren. Trotzdem hat er dieselben Grundbedürfnisse wie Ernährung, Schutz, Verteidigung und Fortpflanzung. Die Tiere können ihr Leben nur innerhalb dieser natürlichen Bedürfnisse gestalten, der Mensch hat die Möglichkeit sie zu erweitern, kann statt einer einfachen Unterkunft ein komfortables Haus errichten, sich schneller fortbewegen usw. Seine Fähigkeit, Zusammenhänge zu verstehen und daraus etwas zu machen, ist auch von der Natur gegeben. Wenn er sie nur zur Sinnesbefriedigung nutzt, kennt seine Gier keine Grenzen und wenn ihn jemand dabei stört, entwickeln sich Hass und Waffen, die alles vernichten. Er macht sich zum Herrscher über seine Umwelt, gestaltet alles für seine egoistischen Zwecke und vergisst, dass er auch nur ein Teil der Natur ist. Deshalb braucht er Belehrung und Anleitung, wie er richtig leben soll, ohne Gier, Hass und Verwirrung zu verfallen.

    Samadhi1876:

    In dieser modernen, lauten, schnellen Welt, (dazu zähle ich auch schon die Welt Shakyamunis der in einem Palast anfangs lebte), sind die Sinne und Gedanken oft abgelenkt. Stille und Natur, Natürlichkeit fehlen deshalb oft. Darum ging er (Shakky) ja auch 30 Tage allein irgendwo unter einem Baum nur still sitzen. Um endlich mal Wiederanzukommen…


    Dabei erwachte er, in dem Sinne, das er das Universum in Allem erkannte. Das Absolute als auch das Relative in Allem.


    Zuerst suchte er Lehrer auf, die mit ihren Schülern ein einfaches Leben im Wald führten. Sie begnügten sich mit der Erfüllung der körperlichen Grundbedürfnisse, um ohne unnötige Ablenkung Erkenntnis und Leidbefreiung zu erlangen. Nachdem ihm klar wurde, dass sie das "Todlose" nicht erreicht hatten, suchte und fand er es alleine unter einem Baum.

    Samadhi1876:

    Dieser letzte Ureinwohner „Ishi“ im Video hat zwar nicht meditiert, aber er war auf andere Art und Weise sensibel genug, gewisse ähnliche Dinge genauso sehen und spüren zu können, weil noch ganz nackt in der Natur geboren und aufgewachsen.


    Auch als er sich von der Gruppe später absetzte, um allein in Stille zu sein, um sich wieder mit dem Großen Ganzen (Spiritualität) zu verbinden, um zu spüren, was mit seinen Ahnen nun ist: Das mit ihnen alles in Ordnung ist.


    Das ist Praxis. Das ist ganz eigene Erfahrung.
    Und kein nur etwas lesen und verstehen oder hören oder glauben. Und das einem auch niemand abnehmen kann.

    Die Naturvölker haben auch ihre Lehrer, Menschen mit der Fähigkeit mehr wahrzunehmen als andere. Etwa Schamanen mit jahrelanger Ausbildung und bedeutendem Einfluss auf die Kultur der Gruppe, wie Ahnenkult und Verehrung naturnaher Devas. Auf Grundlage der Weltanschauung, des Kultes und der Naturverbundenheit ergeben sich wohl auch bei gewöhnlichen Stammesmitgliedern bestimmte Wahrnehmungen.


    Bezüglich des "Namenlosen":

    Samadhi1876:

    Es sind deine zu vielen Gedanken die dich oft davon trennen.

    Es sind zu vielen Worte und Schriften die dich oft davon trennen.

    Es sind zu viele Andere oder Anderes die dich oft davon trennen.


    Dich Von der ganzen Wahrheit trennen.


    Solange sie nur Gedanken, Worte, Schriften bleiben.


    Und sie nicht ganz eigene lebendige tägliche Begegnung, Erfahrung werden.


    Wie bei den „anderen Tieren“.

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    Da stimme ich zu und sehe in der Buddhalehre einen Weg der Erfahrung. Nicht durch Denken oder Lesen ist der Buddha erwacht, sondern durch Geistesruhe und direktes Erschauen der Wirklichkeit. Alle Worte sind meines Erachtens nur Hinweise, um das zu erreichen. Die Praxis führt über die Worte und Begriffe hinaus.


    Tiere scheinen allerdings nichts anderes zu praktizieren als die Erfüllung ihrer leiblichen Bedürfnisse.

    Mit Metta, mukti.


  • Anna Panna-Sati
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    • 25. Oktober 2025 um 14:26
    • #15
    Helmut:

    Ein wesentlicher Aspekt bei der Kamma-Lehre ist ja: wie kommt es dazu, dass eine zum Abschluss gebrachte Handlung zeitlich später eine ihr entsprechende Wirkung bewirken kann. Das kann ja nur möglich sein, wenn es ein Bindeglied zwischen der abgeschlossenen Handlung und der zeitlich später einsetzenden Wirkung gibt. Aber was ist dieses Bindeglied, die diesen Zusammenhang ermöglicht?

    Gute Frage, lieber Helmut ....._()_

    Es kann ja kein "Ding" sein, nur "Bedingtheit in einem Prozess" und einen "Speicher" für all die heilsamen oder unheilsamen Handlungen - als "Substanz" - wird es dementsprechend auch nicht geben, nur ein Netz von Bedingungen.


    Wie bei einem Echo-Effekt: Der Schall trifft auf eine Felswand und wird zurückgeworfen - da wurde auch nichts gespeichert.


    Allerdings ist es wohl nicht immer so einfach....:?


    Dass Wirkungen von passenden Bedingungen abhängen, zeigt, dass auch "altes Karma" nicht zur Reife kommen wird, wenn die Voraussetzungen dafür nicht vorhanden sind:

    Der "Same" benötigt zur Reifung z.B. den Boden/Nährstoffe, Sonnenlicht/Wetter - ohne diese Gegebenheiten keimt er nicht, bleibt aber "latent"....


    Zitat

    A.III.101 Die Karmawirkung - 9. Loṇakapalla Sutta

    ...Sollte, ihr Mönche, die Behauptung zutreffen, daß der Mensch für jedwede Tat (kamma), die er verübt, die ihr jedesmal genau entsprechende Wirkung erfährt

    (*3),

    so ist in diesem Falle, ihr Mönche, eine heiliger Wandel ausgeschlossen und keinerlei Möglichkeit besteht für völlige Leidensvernichtung.


    Sollte aber, ihr Mönche, die Behauptung zutreffen, daß, wenn der Mensch eine Tat verübt, er je nach der unterschiedlichen Art der zu erfahrenden Auswirkung die der Tat entsprechende Wirkung erfährt (*4),


    so mag es in diesem Falle einen heiligen Wandel geben und es besteht die Möglichkeit für völlige Leidensvernichtung.


    Da hat einer, ihr Mönche, nur ein kleines Vergehen verübt, und dieses bringt ihn zur Hölle. Ein anderer aber hat eben dasselbe kleine Vergehen verübt, doch es reift noch bei Lebzeiten (ditthadhamma-vedanīyam), und nicht einmal die kleinste Wirkung tut sich kund [in einem künftigen Dasein], geschweige denn eine große...


    ....Was meint ihr wohl, ihr Mönche: gesetzt, es würde ein Mann einen Klumpen Salz in eine kleine Tasse voll Wasser werfen; würde da wohl das wenige Wasser in der Tasse durch jenen Salzklumpen salzig und ungenießbar werden? -


    »Gewiß, o Herr.« - »Und warum?« - »Es befindet sich ja, o Herr, nur sehr wenig Wasser in der Tasse. Das würde durch jenen Klumpen Salz salzig werden und ungenießbar.« -


    »Wenn aber ein Mann einen Klumpen Salz in den Gangesstrom wirft, was meint ihr da, o Mönche, würde dann das Wasser des Gangesstromes durch jenen Salzklumpen salzig und ungenießbar werden?« -


    »Das wohl nicht, o Herr.« - »Und warum nicht?« - »Es befindet sich ja, o Herr, eine gewaltige Menge Wasser im Gangesstrom; das würde durch jenen Klumpen Salz nicht salzig und ungenießbar werden.« -


    »Ebenso, ihr Mönche, ist es mit einem, der nur ein kleines Vergehen verübt hat, und es bringt ihn zur Hölle. Und ein anderer hat eben dasselbe kleine Vergehen verübt, doch es reift noch bei Lebzeiten, und nicht einmal eine kleine Wirkung tut sich [später] kund, geschweige denn eine große.


    https://www.palikanon.com/angutt/a03_093-103.html#a_iii101

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    An anderer Stelle verweist der Buddha darauf, dass man sich besser um karmische Auswirkungen keine Gedanken machen solle (weil diese "unerfassbar" seien) und das Nachdenken darüber in den Wahnsinn führen könne:

    Zitat

    A.IV.77 Die vier unerfaßbaren Dinge (acinteyya) - 7. Acinteyya Sutta

    Vier unerfaßbare Dinge gibt es, ihr Mönche, über die man nicht nachdenken sollte, über welche nachdenkend man dem Wahnsinn oder der Verstörung anheimfallen möchte. Welches sind diese vier Dinge?

    .....

    die Wirkung der Taten (kamma-vipāka)

    ....

    https://www.palikanon.com/angutt/a04_071-080.html#a_iv77


    Liebe Grüße, Anna :)_()_:heart:

    "...Dieser edle achtfache Pfad aber ist der zur Aufhebung des Leidens führende Weg..." (AN.VI.63)

    "In dieser Stunde hörte Siddhartha auf, mit dem Schicksal zu kämpfen, hörte auf zu leiden. Auf seinem Gesicht blühte die Heiterkeit des Wissens, dem kein Wille mehr entgegensteht, das die Vollendung kennt, das einverstanden ist, mit dem Fluss des Geschehens, mit dem Strom des Lebens, voll Mitleid, voll Mitlust, dem Strömen hingegeben, der Einheit zugehörig." (H.Hesse)

  • Helmut
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    • 26. Oktober 2025 um 15:57
    • #16
    Helmut:

    Ein wesentlicher Aspekt bei der Kamma-Lehre ist ja: wie kommt es dazu, dass eine zum Abschluss gebrachte Handlung zeitlich später eine ihr entsprechende Wirkung bewirken kann. Das kann ja nur möglich sein, wenn es ein Bindeglied zwischen der abgeschlossenen Handlung und der zeitlich später einsetzenden Wirkung gibt. Aber was ist dieses Bindeglied, die diesen Zusammenhang ermöglicht?

    Eine Antwort auf meine Fragestellung habe ich inzwischen in Candrakirtis Madhyamakavatara gefunden; und zwar im 6.Kapitel im Rahmen seiner Auseinandersetzung mit den Cittamatrins.


    Er benutzt dabei das Prinzip der Kausalität: Durch Ursachen entstandene Phänomene sind nicht nur Wirkungen, sondern als verursachte Wirkungen auch selbst wieder Ursachen für weitere, zukünftige Wirkungen.


    Dies wendet er auf Handlung und Wirkung an. Das bedeutet: die durch Ursachen entstandene Handlung geht auch wieder aufgrund von Ursachen zu Ende und ist vergangen. Dieses Vergangensein der Handlung ist also selbst auch verursacht und deshalb kann das Vergangensein der Handlung Wirkungen hervorrufen und stellt deshalb die Verbindung zwischen vergangener Handlung und der zukünftigen karmischen Wirkung der vergangenen Handlung her, da sich das Vergangensein der Handlung als unbeständiges Phänomen von Moment zu Moment fortsetzt.

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • Qualia
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    • 26. Oktober 2025 um 16:20
    • #17

    Mein Problem ist die Handlung (Karma): Sie kann keine Ursache oder Wirkung sein. Es gibt eine Ursache-Wirkung vor und nach der Handlung. Es ist gleich, ob eine Ursache oder eine Wirkung eine Handlung anstößt oder ob die Handlung eine Ursache oder Wirkung bewirkt.


    Vor dem nächsten Schritt und nach dem Schritt, aber der Schritt ist weder vorher noch nachher, immer jetzt.


    Mit welchem Geist willst du den Kuchen essen? Weder mit dem Vergangenheitsgeist noch mit dem Werdendengeist, mit dem Jetztgeistlosem esse ich.


    Der vergangene Schritt bewirkt vielleicht den nächsten und das Gehen bewirkt den gegangenen Schritt. Gehen selbst bewirkt nichts, denn Ursache und Wirkung sind erst aus dem Vergangenen (bin gegangen) oder zukünftig Möglichen (werde gehen) zu schließen, nicht aus dem Jetzt. Denn jetzt ist nur Gehen ohne Ursache und Wirkung, doch im Nachdenken und Überprüfen erzeugt es sicher Ursache und Wirkung, die im Handeln nicht da waren.


    Beim Gehen über den Schritt nachdenken führt sicher zum Stolpern oder Ungleichgewicht. Während des Handelns über das Handeln nachdenken, erzeugt Leiden, also eine Ursache oder eine Wirkung oder UrsachenWirkung.

    Wenn es dafür eine Quelle gibt, bin ich es.

    Ansonsten gibt es unaufzählbar viele Quellen.

    Einmal editiert, zuletzt von Qualia (26. Oktober 2025 um 16:26)

  • Qualia
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    • 26. Oktober 2025 um 16:29
    • #18
    Helmut:

    Er benutzt dabei das Prinzip der Kausalität: Durch Ursachen entstandene Phänomene sind nicht nur Wirkungen, sondern als verursachte Wirkungen auch selbst wieder Ursachen für weitere, zukünftige Wirkungen.

    Damit macht er deutlich, dass erst das Nachdenken Ursache und Wirkung erzeugt. Das Bewerten dieser bewirkt entweder Wohl und Stille oder Unwohl erzeugt Entscheidungen.

    Wenn es dafür eine Quelle gibt, bin ich es.

    Ansonsten gibt es unaufzählbar viele Quellen.

  • JoJu91
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    • 27. Oktober 2025 um 08:16
    • #19

    "Wie kommt es dazu, dass eine zum Abschluss gebrachte Handlung zeitlich später eine ihr entsprechende Wirkung bewirken kann. ... Was ist dieses Bindeglied, die diesen Zusammenhang ermöglicht?"


    Nach meiner Erfahrung:
    Das Bindeglied ist die Kraft des Geistes.


    Bewusst und weise angewandt wirkt sie schöpferisch.


    Unbewusst und impulsiv angewandt wirkt sie meist zerstörerisch.
    Wo das Bewusstsein verloren geht, abgezogen wird, verrichtet die Entropie ihr auflösendes Werk.


    Ausdauerndes "Training" in den Disziplinen der Buddha-Lehre bewirkt, in Kombination mit dem unbedingten Glauben an den "Erfolg", eine Verwandlung des Wesens, des Charakters. Weil sich das "Innen" ändert, ändert sich irgendwann auch das "Aussen", meine Umwelt ist mein Spiegel. Die Kunst ist es, die Veränderung im Aussen "abzuwarten".


    Die kreative, schöpferische Handlung gibt der unsichtbaren Welt eine wahrnehmbare Form.

  • Helmut
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    • 27. Oktober 2025 um 14:18
    • #20
    JoJu91:

    "Wie kommt es dazu, dass eine zum Abschluss gebrachte Handlung zeitlich später eine ihr entsprechende Wirkung bewirken kann. ... Was ist dieses Bindeglied, die diesen Zusammenhang ermöglicht?"


    Nach meiner Erfahrung:
    Das Bindeglied ist die Kraft des Geistes.

    Der Geistes spielt natürlich eine Rolle in diesem Prozess. Karma oder Tat ist der Geistesfaktor Wille, der die äußeren Taten prägt. Auch die karmischen Prägungen, die die Taten im Bewusstsein hinterlassen, sind mentaler Natur, und genauso auch das Vergangensein des Willens nasch Abschluss der Tat und die Erfahrung der karmischen Wirkung der abgeschlossenen Tat.


    Ich denke, die Kraft des Geistes reicht nicht aus, um den Zusammenhang zwischen dem Vergangensein der Tat und dem Erfahren der zukünftigen Wirkung der Tat zu bestimmen. Ich denke, die Kraft des Geistes spielt hierbei keine große Rolle, denn den Zusammenhang von Tat und Wirkung gibt es unabhängig von der Stärke des Geistes.


    Vielmehr geht es ja darum, den mentalen Faktor zu bestimmen, der die Verbindung zwischen dem mentalen Faktor des Vergangenseins des Willens (Tat), dem mentalen Faktor der karmischen Prägung und dem mentalen Faktor des Erlebens der karmischen Wirkung der Tat herstellt.


    Das scheint mir wirklich der Faktor des Vergangenseins zu sein:


    Abschluss der Handlung -> Vergangensein der Handlung, verbunden mit der karmischen Prägung der Handlung -> Erfahren / Erleben der karmischen Wirkung, die die Tat im Bewusstsein hinterlassen hat.

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • Anna Panna-Sati
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    • 27. Oktober 2025 um 15:12
    • #21
    Helmut:

    Dieses Vergangensein der Handlung ist also selbst auch verursacht und deshalb kann das Vergangensein der Handlung Wirkungen hervorrufen und stellt deshalb die Verbindung zwischen vergangener Handlung und der zukünftigen karmischen Wirkung der vergangenen Handlung her, da sich das Vergangensein der Handlung als unbeständiges Phänomen von Moment zu Moment fortsetzt.

    Verstehe ich nicht:

    -Wie kann ein "Vergangen-sein" eine Verbindung "herstellen" und in der Zukunft etwas bewirken ?

    -Inwiefern setzt sich das Vergangen-sein - als unbeständiges Phänomen - von Moment zu Moment fort ?


    (Bisher ging ich davon aus, dass die Handlung/Tat (welcher natürlich auch eine Ursache zugrundeliegt) die - letztliche - Ursache für eine nachfolgende Wirkung ist...)


    Könntest du - zum besseren Verständnis (Verdeutlichung) - mal ein praktisches Beispiel geben?

    Qualia:

    Mein Problem ist die Handlung (Karma): Sie kann keine Ursache oder Wirkung sein. Es gibt eine Ursache-Wirkung vor und nach der Handlung. Es ist gleich, ob eine Ursache oder eine Wirkung eine Handlung anstößt oder ob die Handlung eine Ursache oder Wirkung bewirkt.

    Meintest du das -in etwa- so ?:


    Eine willentliche Absicht ( => Karma) kann die primäre Ursache einer nachfolgenden Wirkung sein, wobei die Handlung, welche der Absicht folgt, dann durchaus "unbewusst"/gedankenlos/automatisch vollzogen werden mag.


    Eine Handlung ohne Willen, ohne "Ich", erzeugt ja kein Karma....


    Hieße das nun, dass allein bei voller Präsenz " im Jetzt" (handelnd), kein Karma gemacht wird?

    Wohl eher nicht, solange da noch "jemand" (mit willentlicher Absicht) agiert....:?

    Qualia:

    Beim Gehen über den Schritt nachdenken führt sicher zum Stolpern oder Ungleichgewicht. Während des Handelns über das Handeln nachdenken, erzeugt Leiden,

    _()_:like:Gutes Beispiel - das sich leicht nachprüfen lässt...:)


    (Geh mal mit Stöckelschuhen über Kopfsteinpflaster - wenn man, aus Angst zu stürzen, jeden Schritt "plant"/überdenkt, verspannt man sich total und stolpert u.U. erst recht...;))


    Man sollte wohl besser vor dem Handeln nachdenken, wenn es die Umstände zulassen.


    Liebe Grüße, Anna :)_()_:heart:

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    • 27. Oktober 2025 um 15:54
    • #22
    Anna Panna-Sati:

    Hieße das nun, dass allein bei voller Präsenz " im Jetzt" (handelnd), kein Karma gemacht wird?

    Es wird kein Schicksal gemacht, das Handeln (Karma) macht Schicksal, wenn man mit der Wirkung seiner Tat nicht zufrieden ist oder darunter leidet. Dieses Leiden ist aber kein Karma, sondern die folgende Tat, die das Leiden ändert, ist wieder Karma. Karma ist also nur die Zeit der Handlung selbst, weder Vergangenheit noch Zukunft.


    Für mich die einzige Art, Buddhas Verwendung des Begriffs Karma zu verstehen. Nur wenn Karma kein Dukkha ist, kann ich mich mit Karma von Dukkha befreien.

    Eine heilsame Handlung erzeugt kein Dukkha, eine unheilsame Karma erzeugt immer Dukkha. Somit kann Karma weder heilsam noch nicht heilsam sein. Karma bewirkt und verursacht, ist aber weder Ursache noch Wirkung.


    Handeln, Arbeit (Karma) ist in meinem Beitrag kein Synonym für Schicksal.

    Wenn es dafür eine Quelle gibt, bin ich es.

    Ansonsten gibt es unaufzählbar viele Quellen.

    Einmal editiert, zuletzt von Qualia (27. Oktober 2025 um 16:00)

  • Helmut
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    • 28. Oktober 2025 um 14:32
    • #23
    Anna Panna-Sati:
    Helmut:

    Dieses Vergangensein der Handlung ist also selbst auch verursacht und deshalb kann das Vergangensein der Handlung Wirkungen hervorrufen und stellt deshalb die Verbindung zwischen vergangener Handlung und der zukünftigen karmischen Wirkung der vergangenen Handlung her, da sich das Vergangensein der Handlung als unbeständiges Phänomen von Moment zu Moment fortsetzt.

    Verstehe ich nicht:

    -Wie kann ein "Vergangen-sein" eine Verbindung "herstellen" und in der Zukunft etwas bewirken ?

    -Inwiefern setzt sich das Vergangen-sein - als unbeständiges Phänomen - von Moment zu Moment fort ?


    (Bisher ging ich davon aus, dass die Handlung/Tat (welcher natürlich auch eine Ursache zugrundeliegt) die - letztliche - Ursache für eine nachfolgende Wirkung ist...)


    Könntest du - zum besseren Verständnis (Verdeutlichung) - mal ein praktisches Beispiel geben?

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    Man führt eine Handlung des Stehlens durch und schließt sie auch ab. Die Handlung des Stehlens ist damit beendet, aber im nächsten Moment tritt ja nicht die Wirkung dieser Handlung, nämlich die Erfahrung von Leid, ein. Es dauert eine Zeitspanne bis wir die Erfahrung von Leid, die die Wirkung der Handlung ist, erleben. In der Zeitspanne in der die Handlung nicht mehr besteht und die Wirkung der Handlung noch nicht eingetreten ist, geht ja die karmische Prägung, die die Handlung des Stehlens hinterlassen hat, nicht verloren. Würde sie in dieser Zeitspanne verloren gehen, könnte die Wirkung der Handlung nicht erfahren werden. Weil wir aber die Wirkungen unserer Handlungen definitiv erleben, muss es einen Faktor geben, der die Verbindung zwischen der zu Ende gegangen Handlung und dem zukünftigen Erleben der Wirkung der Handlung herstellt.


    Dieser Faktor, der die Verbindung zwischen abgeschlossener Handlung und Erleben der Wirkung herstellt, ist natürlich nicht die eigentliche Ursache der Wirkung. Das ist die Tat selber. Der Faktor, der Handlung und Wirkung miteinander verbindet, ist aber ein notwendiger begleitender Umstand für das Erleben der Wirkung der Handlung.


    Dieser Faktor das Vergangensein der Handlung ist ein abhängiges unbeständiges Phänomen. Er ist die Wirkung einer Ursache, nämlich dem zu Ende gehen der Handlung. Wie jedes unbeständige, durch Ursachen entstandene Phänomene setzt es sich von Moment zu Moment weiter fort. Das bedeutet, dass Vergangenheit ein unbeständiges Phänomen ist, also durch Ursachen entstanden ist und deshalb Wirkungen hervorrufen kann.

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • Qualia
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    • 28. Oktober 2025 um 15:37
    • #24

    Bei allen meinen Handlungen des Stahlens, mir nehmen, was nicht gegeben wurde, wusste ich sofort das es falsch ist. Ich hatte ein schlechtes Gewissen. Ob es nachher noch Strafe gab, war unwichtig. Ich hielt Abstand vom Stehlen, weil ich kein schlechtes Gewissen mehr haben wollte. Mein Gedanke: Hat ja keiner bemerkt, wurde sofort in mir beantwortet: Ich habe es gesehen.

    Einen, der Stehlen geübt hat, nennt man Dieb, der benötigt aber auch mehr Zeit, um seine Handlung vorzubereiten und er rechtfertigt seine Tat als notwendig.

    Wenn es dafür eine Quelle gibt, bin ich es.

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  • Samadhi1876
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    • 28. Oktober 2025 um 21:45
    • #25

    Da Alles im Universum auch über Ursache und Wirkung miteinander verbunden ist


    Kann man, wenn der Geist offen und weit genug und nicht mit etwas anderem abgelenkt ist


    Sowohl in die Zukunft als auch in die Vergangenheit „sehen“:


    Eine innere Frage, was Zukunft und Vergangenheit betrifft, mag einem plötzlich erscheinen


    Und die Antwort erscheint dann auch entweder sofort und intuitiv


    Oder auch Nichts


    Ganz im Gegensatz zu dem


    Was man meint nur durch Nachdenken erfahren zu können


    Vielleicht so etwas wie


    Ein „siebter Sinn“ oder „Intuition“

Ausgabe №. 134: „Keine Angst vor der Angst"

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