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  1. Buddhaland Forum
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Unbeständigkeit und Freundschaft

  • Kaiman
  • 12. Oktober 2026 um 12:51
  • Zum letzten Beitrag
  • Kaiman
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    • 12. Oktober 2026 um 12:51
    • #1

    Hallo,


    Durch die Unbeständigkeit und den Wechsel der Bedingungen und Gedanken. Ist es eigentlich doch auch gar nicht so wirklich möglich zu sagen dies ist ein Freund dies ist eine Feind. Alles kann sich schlagartig ändern und Freunde können sich ändern feinde können sich ändern.

    Ich denke in letzter Zeit viel darüber nach. Würdet ihr sagen in dieser Sichtweise liegt ein funken Weisheit. Oder bleibt wahre Freundschaft von der Unbeständigkeit unberührt. Was meint Ihr dazu.


    Viele Grüße Kaiman

  • mukti
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    • 12. Oktober 2026 um 13:10
    • #2

    Wahre Freundschaft gibt es meines Erachtens nur zwischen Menschen, die sich auf dem Weg zur Einsicht und Befreiung von dukkha befinden. Da kann man sich gegenseitig in jeder Situation helfen, sogar wenn einer im Sterben liegt.

    Mit Metta, mukti.


  • void
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    • 12. Oktober 2026 um 13:11
    • #3

    Sowohl als auch.


    Wenn jemand ein enger Freund ist, dann ist man durch eine gemeinsame Geschichte verbunden, kennt sich und kann sich vertrauen. Das ist etwas was nicht so schnell verschwindet und sich auch nicht so schnell aufbaut.


    Was aber leicht passieren kann, ist das man merkt dass man wenig gemeinsame Themen und Interessen hat und sich z.B politisch auseinanderentwickelt hat.

  • Monika
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    • 12. Oktober 2026 um 13:50
    • #4
    mukti:

    Wahre Freundschaft gibt es meines Erachtens nur zwischen Menschen, die sich auf dem Weg zur Einsicht und Befreiung von dukkha befinden. Da kann man sich gegenseitig in jeder Situation helfen, sogar wenn einer im Sterben liegt.

    Lieber mukti , meine Freundinnen sind nicht mit der Lehre vertraut, aber seit mehr als 50, eine sogar seit 68 Jahren an meiner Seite.


    Wir haben gemeinsam in den 60er/70er Jahren bereits unsere ethische Sichtweise entwickelt, sind kritikfähig (geworden) und helfen uns, wann immer nötig.


    Dazu braucht es keinen Buddhismus, es gibt überall Menschen mit Herz und "geistiger" Bildung.


    Vielleicht habe ich Glück, weil ich in Hamburg geboren bin und lebe, aber bereits mit ca. 14 suchte ich nach dem Sinn des Lebens und fand immer entsprechende Freunde.

    Ausserdem hatte ich großartige Eltern mit Herz und Verstand.


    Und ja, es gab auch schwierige Zeiten, vorallem wenn ich missionieren wollte.

    Dann braucht es mal ne Pause.


    Aber wir haben immer wieder zueinander gefunden, weil da eine große Basis ist und die Bereitschaft, "an sich zu arbeiten", auch ohne die Lehre.

    _()_Monika

  • Helmut
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    • 12. Oktober 2026 um 17:39
    • #5
    Kaiman:

    Hallo,


    Durch die Unbeständigkeit und den Wechsel der Bedingungen und Gedanken. Ist es eigentlich doch auch gar nicht so wirklich möglich zu sagen dies ist ein Freund dies ist eine Feind. Alles kann sich schlagartig ändern und Freunde können sich ändern feinde können sich ändern.

    Ich denke in letzter Zeit viel darüber nach. Würdet ihr sagen in dieser Sichtweise liegt ein funken Weisheit. Oder bleibt wahre Freundschaft von der Unbeständigkeit unberührt. Was meint Ihr dazu.


    Viele Grüße Kaiman

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    Da alle Phänomene unbeständig sind, sind auch Freundschaften unbeständig. Dies bedeutet zunächst ja nur, dass sie sich verändern, dem Wandel unterliegen. Monika hat das ja in Beitrag #4 beschrieben. Weil Freundschaften dem Wandel unterliegen, können sie natürlich auch zu Ende gehen, sich auflösen.


    Der Funken Weisheit besteht meines Erachtens in der Erkenntnis, dass niemand aus sich heraus ein Freund oder aus sich heraus ein Feind ist. Wir bezeichnen aufgrund vieler Bedingungen eine bestimmte Person als meinen Freund. Aber mein Nachbar kann diese Person ganz fürchterlich finden. Genauso ist es mit dem Feind. Wir betrachten aufgrund vielfältiger Bedingungen eine bestimmte Person als Feind, als jemanden, der uns Übles antun will, aber andere erfassen ihn als Freund.


    Der Funken Weisheit besteht darin zu erkennen, niemand ist von seiner Seite her, aus sich heraus ein Freund oder ein Feind. Aufgrund verschiedener Bedingungen bezeichnen wir eine Person als Feind und eine andere als Freund. Würde eine Person aus sich heraus ein Feind sein, dann müssten alle Menschen ohne Ausnahme diese Person als Feind auffassen. Das gilt genauso für den Freund.

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • Schneelöwin
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    • 12. Oktober 2026 um 20:31
    • #6
    Kaiman:

    Ich denke in letzter Zeit viel darüber nach. Würdet ihr sagen in dieser Sichtweise liegt ein funken Weisheit. Oder bleibt wahre Freundschaft von der Unbeständigkeit unberührt. Was meint Ihr dazu.

    Ich würde mir darüber garnicht so viele Gedanken machen.

    Liebe Grüße Schneelöwin

    "All is always now"


  • Kaiman
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    • 12. Oktober 2026 um 22:02
    • #7
    Schneelöwin:

    Ich würde mir darüber garnicht so viele Gedanken machen.

    Wahrscheinlich hast du recht .Ich dachte nur, dass es eventuell auch ein weg ist Unbeständigkeit zu erfahren und zu erleben.

  • Qualia
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    21. Mai 1954 (72)
    • 12. Oktober 2026 um 22:23
    • #8
    Kaiman:
    Schneelöwin:

    Ich würde mir darüber garnicht so viele Gedanken machen.

    Wahrscheinlich hast du recht .Ich dachte nur, dass es eventuell auch ein weg ist Unbeständigkeit zu erfahren und zu erleben.

    Ist wohl die Unerbittlichkeit der Unbeständigkeit erfahren. Freundschaft bleibt relativ beständig, wenn sie darauf beruht, dass sich Menschen verbinden, die die Eigenschaft „Freund“ haben und sonst nichts, das bindet.

    Erscheinungen sind annica unbeständig, dukkha unbefriedigend, anatta ohne Selbstsein, immer allein, doch nie einsam, denn alles ist eigenständig erscheinend, aber nichts ist eigenständig bestehend.

Ausgabe №. 137: „Sorgen entsorgen?"

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