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  • Werner Stepan
  • 8. September 2026 um 12:24
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    • 29. September 2026 um 17:47
    • #126
    mukti:
    Qualia:

    Was willst du auf die lange Bank schieben? Wie lange denn noch? Mich hat doch gerade das Theravada geholfen, die eine Lehre zu finden. Wie lange willst du noch das Seil verlängern? Du bist seit Jahren durch den Strom auf dem anderen Ufer. Lass das Seil los, damit sich deine Lehren frei bewegen können, und du wirst Zufriedenheit spüren.


    Ich kann dir sagen, das Zufriedenheit spüren ist anfangs wie die unerträgliche Leichtigkeit des Sein. Heißt, man findet immer wieder etwas, das Unruhe und Suchen macht.


    Nein, ich lasse nicht davon ab, denn du bedeutest mir sehr viel.

    Glaubst du, dass jemandem, dessen Verständnis und Praxis sich über 50 Jahre entwickelt hat, nur noch deine Interpretation gefehlt hat? Danke, alles gut bei mir.

    Alles anzeigen

    An Achtsamkeit und Gleichmut herrscht aber Mangel. Mir egal, meine Zuneigung ist unüberwindbar, schon länger als nur 50 Jahre. 50 Jahre Praxis? Buddha würde den Kopf schütteln, denn er sagt, dass es nur einen Augenblick an Zeit benötigt. Aber er erschütterte nie den Glauben des Menschen an seine Durchhaltekraft.

    Erscheinungen sind annica unbeständig, dukkha unbefriedigend, anatta ohne Selbstsein, immer allein, doch nie einsam, denn alles ist eigenständig erscheinend, aber nichts ist eigenständig bestehend.

  • mukti
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    • 29. September 2026 um 18:22
    • #127
    Qualia:

    An Achtsamkeit und Gleichmut herrscht aber Mangel.

    Ich habe keine Ahnung, woran es bei dir oder anderen mangeln mag, von denen ich nur Worte lese. Es braucht langen persönlichen Umgang, bevor man jemand richtig einschätzen kann, sagt auch der Buddha. Selbst dann kann man oft nicht sicher sein. Etwa ein unfreundlich wirkender Mensch mag plötzlich heroische Taten mit ungewöhnlicher Selbstlosigkeit begehen oder ein freundlich wirkender Mensch schlimme Verbrechen. "Das hätte ich nie von ihm gedacht", sagen dann seine Bekannten. Was soll ich da an ein paar Worten beurteilen, vielleicht seid ihr Heilige oder sonst was, ich belehre nicht und reflektiere nur manchmal über manche Texte.

    Mit Metta, mukti.


  • void
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    • 29. September 2026 um 18:56
    • #128
    Qualia:
    mukti:
    Qualia:

    Ich lebe in meiner Atta-Welt und Anatta-Welt, darum bleibe ich frei vom Meinen das ich ein atta oder anatta bin.

    Für mich ist eher noch Theorie, was der Buddha sagt: Ich bin, bin nicht, bin und bin nicht, weder bin ich noch bin ich nicht - das trifft alles in Wirklichkeit nicht zu.

    Du erkennst nicht, dass Buddha das: „Ich bin, bin nicht, bin und bin nicht, weder bin ich noch bin ich nicht“ als Definition der Atta- und Anatta-Pole einer Dualität zeigt.

    Ich bin: ist der Atta-Pol.

    Ich bin nicht, ich bin und ich bin nicht, weder bin ich noch bin ich nicht: ist der Anatta-Pol. Dazwischen ist das Erleben jeder Selbst- oder Ichstruktur.

    Wenn Buddha sagt „Ich bin, bin nicht, bin und bin nicht, weder bin ich noch bin ich nicht“ dann sagt er damit, dass die vier Sichten,

    • Ich bin,
    • bin nicht,
    • bin und bin nicht,
    • weder bin ich noch bin ich nicht

    Die Wirklichkeit nicht adäquat beschreiben. Wenn es eine fünfte Sicht gäbe "Dualität von Antta und Nicht-Atta" dann hätte Buddha das selbstverständlich aufgezählt. Hat er aber nicht.

  • Werner Stepan
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    • 30. September 2026 um 00:09
    • #129
    void:
    Qualia:

    Ich lebe in meinem Selbst und Nicht-Selbst, darum bleibe ich frei vom Meinen das ich ein Selbst oder ein Nicht-Selbst bin.

    Die Dualität von Atta-Welt und Anatta-Welt ist als gegeben zu erkennen.

    Wenn es eine fünfte Sicht gäbe "Dualität von Antta und Nicht-Atta" dann hätte Buddha das selbstverständlich aufgezählt. Hat er aber nicht.

    Wo kann es Befreiung geben, in einer Dualität, einer Singularität, oder in Leerheit, oder in keinem von allem, weil wir in unserem Sein durch bedingtes Entstehen ( ? ) eingeschränkt sind. Welche Bedeutung haben Worte und Taten (Fülle/Leerheit) wenn eines das andere nicht zulässt, obwohl es das selbe ist...? MfG Werner.

  • Samadhi1876
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    • 30. September 2026 um 02:36
    • #130

    Der grosse Weg ist ganz einfach, wenn Du nur frei bist von Neigung und Abneigung.

    #1 Shinjinmei


    Wo weder Liebe noch Hass, wird alles klar und unverhüllt.

    #2 Shinjinmei

    Gibt es auch nur die kleinste Unterscheidung, dann werden Himmel und Erde unendlich weit voneinander getrennt.
    #3 Shinjinmei


    Willst Du den Weg hier und jetzt verwirklichen, darf keine Vorstellung von richtig und falsch in deinem Geist existieren.
    #4 Shinjinmei


    Der Kampf zwischen Neigung und Abneigung führt zur Krankheit des Geistes.

    #5 Shinjinmei


    …


    Worte! Der Weg ist jenseits von Sprache, denn auf ihm gibt es kein Gestern, kein Morgen, kein Heute.

    #73 Shinjinmei


    Also:

    (Gedanken) Looooslassen (Nicht denken) (Denken im Alltag wenn nötig nur auf Grund von Nicht denken) üben….


    Am besten durch Meditation

    Sonst dreht sich das Gedankenkarussel nur endlos weiter und es entstehen doch nur wieder ständig neue Vorstellungen, Konzepte, oder Zweifel, Gegrübel und Gehabe, Dualismus


    Aber auch nur noch in der Leerheit verweilen wollen ist anhaften


    Der Buddha hat ja unter dem Bodhi Baum auch nicht nur ständig weiter gegrübelt


    Der Schwierigste Kampf war der Kampf mit dem Geiste, ihn zur Ruhe kommen zu lassen…

    2 Mal editiert, zuletzt von Samadhi1876 (30. September 2026 um 02:50)

  • JoJu91
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    • 30. September 2026 um 07:33
    • #131
    Werner Stepan:

    Aber wo ist diese "Sache" vor der Geburt und nach dem Tod JoJu91 ? Ist dieser Zustand/Sache nicht auch bedingt entstanden durch Meditation und/oder anhaften an einen Glauben oder Lehre ?

    Diese "Sache" wird unmittelbar erfahren in der wachen Lücke zwischen zwei Gedanken.


    Ein Glauben, eine Lehre ist ein Gedankengebäude,
    das Begriffe definiert, in Worte fasst, daraus Sätze bildet,
    und aus den Sätzen eine Geschichte oder eine Theorie oder ein Dogma oder ...
    Das kann auch eine KI.


    Meditation im Sinne einer mit Begriffen arbeitenden Technik kann natürlich zu einem Glauben oder einer Lehre führen.


    Meditation im Sinne eines Verweilens in der wachen Lücke zwischen zwei Gedanken, kann das nicht.

  • JoJu91
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    • 30. September 2026 um 07:36
    • #132
    Werner Stepan:

    Wenn es aber nichts Absolutes jenseits der bedingten Phänomene gibt,

    Wenn es aber "etwas" jenseits der bedingten Phänomene gibt, das konkret erfahren und nicht bezweifelt werden kann ?

  • Qualia
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    • 30. September 2026 um 07:56
    • #133
    Beitrag

    RE: Bedeutung

    Der grosse Weg ist ganz einfach, wenn Du nur frei bist von Neigung und Abneigung.

    #1 Shinjinmei


    Wo weder Liebe noch Hass, wird alles klar und unverhüllt.


    #2 Shinjinmei

    Gibt es auch nur die kleinste Unterscheidung, dann werden Himmel und Erde unendlich weit voneinander getrennt.
    #3 Shinjinmei



    Willst Du den Weg hier und jetzt verwirklichen, darf keine Vorstellung von richtig und falsch in deinem Geist existieren.
    #4 Shinjinmei



    Der Kampf zwischen Neigung und Abneigung führt zur Krankheit des Geistes.


    #5…
    Samadhi1876
    30. September 2026 um 02:36


    Meine Antwort ist eine andere Zusammenfassung des Shinjinmei.

    Qualia:

    Was willst du auf die lange Bank schieben? Wie lange denn noch? Wie lange willst du noch das Seil verlängern? Du bist durch den Strom und gehst auf dem anderen Ufer. Lass das Seil los, damit sich deine Lehren frei bewegen können, und du wirst Zufriedenheit spüren.


    Ich kann dir sagen, das sich diese Zufriedenheit nicht als dauerhafte Ruhe anfühlt. Sie ist wie die unerträgliche Leichtigkeit des Seins. Heißt, man findet immer wieder etwas, das Unruhe und Suchen macht. Aber wenn man das Seil seines Floßes losgelassen hat bleibt man von Finden und Suchen unberührt.

    Erscheinungen sind annica unbeständig, dukkha unbefriedigend, anatta ohne Selbstsein, immer allein, doch nie einsam, denn alles ist eigenständig erscheinend, aber nichts ist eigenständig bestehend.

    3 Mal editiert, zuletzt von Qualia (30. September 2026 um 08:45)

  • Qualia
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    • 30. September 2026 um 09:27
    • #134
    void:
    Qualia:
    mukti:

    Für mich ist eher noch Theorie, was der Buddha sagt: Ich bin, bin nicht, bin und bin nicht, weder bin ich noch bin ich nicht - das trifft alles in Wirklichkeit nicht zu.

    Du erkennst nicht, dass Buddha das: „Ich bin, bin nicht, bin und bin nicht, weder bin ich noch bin ich nicht“ als Definition der Atta- und Anatta-Pole einer Dualität zeigt.

    Ich bin: ist der Atta-Pol.

    Ich bin nicht, ich bin und ich bin nicht, weder bin ich noch bin ich nicht: ist der Anatta-Pol. Dazwischen ist das Erleben jeder Selbst- oder Ichstruktur.

    Wenn Buddha sagt „Ich bin, bin nicht, bin und bin nicht, weder bin ich noch bin ich nicht“ dann sagt er damit, dass die vier Sichten,

    • Ich bin,
    • bin nicht,
    • bin und bin nicht,
    • weder bin ich noch bin ich nicht

    Die Wirklichkeit nicht adäquat beschreiben. Wenn es eine fünfte Sicht gäbe "Dualität von Antta und Nicht-Atta" dann hätte Buddha das selbstverständlich aufgezählt. Hat er aber nicht.

    Alles anzeigen

    Die eine Lehre ist nicht im Palikanon zu finden, obwohl sie darin steht. Um sie zu erkennen, muss man alles hinzugefügte Metaphysische entfernen. Die beiden Pole der Dualität zu finden, ist ein radikales Zerlegen der buddhistischen Lehren, um die zu erkennen, die der Buddha gezeigt hat.

    Erscheinungen sind annica unbeständig, dukkha unbefriedigend, anatta ohne Selbstsein, immer allein, doch nie einsam, denn alles ist eigenständig erscheinend, aber nichts ist eigenständig bestehend.

  • mukti
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    • 30. September 2026 um 09:37
    • #135
    JoJu91:

    Wenn es aber "etwas" jenseits der bedingten Phänomene gibt, das konkret erfahren und nicht bezweifelt werden kann ?

    Ob es das gibt, wird sich erweisen, wenn die Identifikation mit bedingten Phänomenen vollkommen zu Ende ist.

    Mit Metta, mukti.


  • void
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    • 30. September 2026 um 09:56
    • #136

    Von Sabine Hossenfelder gibt es das Buch "das hässliche Universum.Warum unsere Suche nach Schönheit die Physik in die Sackgasse führt ". Darin beschreibt sie, wie gerade Elementarphysiker davon in die Irre getrieben werden, dass sie besonders schöne und eleganten Formulierungen grundlegender Zusammenhänge den Vorzug vor hässlichen, ästhetisch unbefriedigenden gibt.


    Gerade "symmetrische Erklärungen" sind ja sehr schön. So haben viele Kulturen ja eine Symmetrie zwischen Mond und Sonne, und diese Symmetrie wird dann mit anderen Symmetrien Mann-Frau, Hell-Dunkel, aktiv-passiv in Beziehung gesetzt. So dass eine schöne Erklärung daraus wird.


    Viel schöner als die Wahrheit, in der Sonne und Mond keineswegs symmetrisch sind sondern das eine ein riesiger Stern und das andere ein kleiner Felsklumpen.

    Qualia:

    Die eine Lehre ist nicht im Palikanon zu finden, obwohl sie darin steht. Um sie zu erkennen, muss man alles hinzugefügte Metaphysische entfernen. Die beiden Pole der Dualität zu finden, ist ein radikales Zerlegen der buddhistischen Lehren, um die zu erkennen, die der Buddha gezeigt hat.

    Das eine ist ein radikales Zerlegen. Das andere ist, das du das so zerlegte wieder in einer Form zusammensetzt, die dir selber als besonders schön und prägnant erscheint:

    Qualia:

    Ich bin: ist der Atta-Pol.

    Ich bin nicht, ich bin und ich bin nicht, weder bin ich noch bin ich nicht: ist der Anatta-Pol. Dazwischen ist das Erleben jeder Selbst- oder Ichstruktur.

    In der buddhistischen Leere gibt es keine Atta-Anatta Symmetrie, sondern Anatta ist ein Daseinsmerkmal und Atta eine Illusion. Du erliegst da den Reizen der Schönheit der Symmetrie. Eine Attta-Anatta Symmetrie ist zutiefst, schon und elegant aber eben wie die Sonne Mond Symmetrie nicht richtig.

  • mukti
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    • 30. September 2026 um 09:56
    • #137
    • Ich bin,
    • bin nicht,
    • bin und bin nicht,
    • weder bin ich noch bin ich nicht,

      Das trifft alles nicht zu

    Das bedeutet meines Erachtens, dass es ein Hindernis ist, sich auf eine dieser vier Möglichkeiten zu fixieren. Weil das eben nur Vorstellungen oder gedankliche Konzepte sind über etwas, das mit dem Verstand, der ja auch ein bedingtes Phänomen ist, nicht erfasst werden kann. Es ist das Aufgeben von jeglichem Halt, vollkommenes Loslassen, Auflösung, Verlöschen, eben Nibbana.

    Und was ist dann? Das ist eine Frage, die aus dem Begehren stammt.

    Mit Metta, mukti.


    Einmal editiert, zuletzt von mukti (30. September 2026 um 10:30)

  • Qualia
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    • 30. September 2026 um 10:37
    • #138

    void

    Qualia:

    Ich bin: ist der Atta-Pol.

    Ich bin nicht, ich bin und ich bin nicht, weder bin ich noch bin ich nicht: ist der Anatta-Pol.


    Dazwischen ist das Erleben jeder Selbst- oder Ichstruktur.


    Damit wird dann klar, warum es vom Ich-bin-Pol bis zu Ich-bin-nicht-Pol, an den Polen selbst keinen Unterschied gibt, da alles Erscheinende Anatta ist.


    Der mittlere Weg ergibt sich aus dem Anwenden des achtfachen Weges und dieser ist zwischen Atta-Pol und Anatta-Pol, aber eben nicht die Pole selbst. Das sich identifizieren, als „Das bin ich“ oder „Das bin ich nicht“ immer dukkha, auch wenn man es nicht merkt.

    Alles anzeigen

    Der Atta-Ich-bin-Pol ist unvermeidlich, sogar in der tiefsten Meditation. Der Anatta-Pol ist reines Gedankenspiel.


    Auch das sich identifizieren mit:

    Ich bin.

    Ich bin nicht.

    Ich bin und ich bin nicht.

    Weder bin ich noch bin ich nicht,

    ist immer dukkha.


    Was bleibt? Das gerade jetzt Erleben jeder Selbst- oder Ichstruktur, ohne sich damit zu identifizieren, besser sie als: „So bin ich gerade?“, betrachten und beobachten.

    Erscheinungen sind annica unbeständig, dukkha unbefriedigend, anatta ohne Selbstsein, immer allein, doch nie einsam, denn alles ist eigenständig erscheinend, aber nichts ist eigenständig bestehend.

    Einmal editiert, zuletzt von Qualia (30. September 2026 um 10:42)

  • mukti
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    • 30. September 2026 um 10:58
    • #139
    Qualia:

    Auch das sich identifizieren mit:

    Ich bin.

    Ich bin nicht.

    Ich bin und ich bin nicht.

    Weder bin ich noch bin ich nicht,

    ist immer dukkha.


    Was bleibt? Das gerade jetzt Erleben jeder Selbst- oder Ichstruktur, ohne sich damit zu identifizieren, besser sie als: „So bin ich gerade?“, betrachten und beobachten.

    Alles anzeigen

    Ohne Identifikation, kommt da nicht dabei heraus: "So ist das Ich gerade"?

    Dieses Ich ist ein geistiges Gebilde und der Beobachter ist auch kein Ich.

    Mit Metta, mukti.


  • Qualia
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    • 30. September 2026 um 12:05
    • #140
    mukti:
    Qualia:

    Auch das sich identifizieren mit:

    Ich bin.

    Ich bin nicht.

    Ich bin und ich bin nicht.

    Weder bin ich noch bin ich nicht,

    ist immer dukkha.


    Was bleibt? Das gerade jetzt Erleben jeder Selbst- oder Ichstruktur, ohne sich damit zu identifizieren, besser sie als: „So bin ich gerade?“, betrachten und beobachten.

    Alles anzeigen

    Ohne Identifikation, kommt da nicht dabei heraus: "So ist das Ich gerade"?

    Dieses Ich ist ein geistiges Gebilde und der Beobachter ist auch kein Ich.

    Alles anzeigen

    Ohne Identifikation geht das auch nicht.

    Aber die Identifikation als „Ich bin dies und das“, „Das ist mein. Das bin ich. Das ist mein Selbst“ ist die Hölle.


    Es ist ein Unterschied, ob ich ergreife, als ich bin, oder ob ich das Ergriffene als „Ich bin dies und das“ die Skandha festhalte.

    Es ist ganz einfach, aber nur vom Verstand nicht zu verstehen, es braucht das erleben.

    Ich bin in SN 56.11 bei dukkha, bevor es überhaupt um die Interpretation von dukkha geht.
    „Bei den Sinnendingen sich dem Anhaften am Sinnenwohl hingeben, dem niederen, gemeinen, gewöhnlichen, unedlen, heillosen; und sich der Selbstqual hingeben, der schmerzlichen, unedlen, heillosen.“

    Erscheinungen sind annica unbeständig, dukkha unbefriedigend, anatta ohne Selbstsein, immer allein, doch nie einsam, denn alles ist eigenständig erscheinend, aber nichts ist eigenständig bestehend.

    Einmal editiert, zuletzt von Qualia (30. September 2026 um 12:45)

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    • 30. September 2026 um 15:56
    • #141
    Qualia:

    void


    Der Atta-Ich-bin-Pol ist unvermeidlich, sogar in der tiefsten Meditation. Der Anatta-Pol ist reines Gedankenspiel.

    Ich sehe es genau anders herum.


    Das Reale sind komplexe geistige Prozesse und damit diese komplexen geistigen Prozesse sich koordinieren gibt es als Koordinationshilfe "nützliche Fiktionen". Weil diese Funktionen so nützlich bei der Koordination sind, werden sie im Sinne einer Abwärtskausalität "wirksam" und diese Wirksamkeit und diese Rolle als Referenz verleiht den Fikionen den Anschein das reale und Egentliche zu sein. Und dass man das Gesamtsystem am Besten anhand der Fiktionen versteht.


    Der Weg des Buddhismus besteht darin, die Ich-Illusion zu hinterfragen, in dem die Fiktionen beiseite gewischt werden und geschaut wird, was da tatsächlich handelt. Eben die körperlich- geistigen Prozesse.


    Anatta ist gern vor einer Fiktion. Es ist ein Daseinsmerkmal.

  • Helmut
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    • 30. September 2026 um 16:51
    • #142
    Qualia:

    Der Atta-Ich-bin-Pol ist unvermeidlich, sogar in der tiefsten Meditation. Der Anatta-Pol ist reines Gedankenspiel.

    Das sind sogar zwei verkehrte Sichtweisen.


    Den Atta-Ich-Pol gibt es nicht, weil man für Atta keine gültige Benennungsgrundlage in der Realität aufzeigen kann. Es gibt zwar die Vorstellung von Atta, sie ist sogar weit verbreitet, aber sie ist verkehrtes Bewusstsein.


    Anatta ist kein reines Gedankenspiel. Anatta so aufzufassen ist ebenfalls verkehrtes Bewusstsein, weil Anatta ein Daseinsmerkmal ist, das man an den Phänomenen korrekt aufzeigen kann.

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • mukti
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    • 30. September 2026 um 17:03
    • #143
    Qualia:

    Ohne Identifikation geht das auch nicht.

    Aber die Identifikation als „Ich bin dies und das“, „Das ist mein. Das bin ich. Das ist mein Selbst“ ist die Hölle.


    Es ist ein Unterschied, ob ich ergreife, als ich bin, oder ob ich das Ergriffene als „Ich bin dies und das“ die Skandha festhalte.

    Wenn ich mir genau anschaue wer oder was ich bin, sehe ich immer nur Körperliches und Geistiges. Aufgrund der Identifikation damit bin ich überhaupt, jenseits davon kann ich mich nicht entdecken.


    Nun gibt es diese Praxis wo man die körperlichen und geistigen Vorgänge einfach nur beobachtet, ohne sie zu "Ich" oder "mein" zu machen. Man nimmt also den Körper wahr, Gefühle, Gedanken, Willensregungen und wenn klarer wird, dass man das alles nicht ist, erfährt man eine Erleichterung, ein Gefühl von Freiheit. Da sagt der Buddha, dass man dieses Glücksgefühl (piti) nicht meiden soll, sogar darin eintauchen und sich quasi damit vollsaugen wie ein Schwamm. Danach gibt man auch dieses Glück stufenweise auf, bis hin zu vollkommenem Gleichmut.

    Für mich ist diese erste Stufe der Loslösung ein Nahziel und das ist auch noch irgendwie verstehbar - "ich bin in einem losgelösten Zustand".

    Mit Metta, mukti.


  • void
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    • 30. September 2026 um 17:23
    • #144
    Helmut:
    Qualia:

    Der Atta-Ich-bin-Pol ist unvermeidlich, sogar in der tiefsten Meditation. Der Anatta-Pol ist reines Gedankenspiel.

    Das sind sogar zwei verkehrte Sichtweisen.


    Den Atta-Ich-Pol gibt es nicht, weil man für Atta keine gültige Benennungsgrundlage in der Realität aufzeigen kann. Es gibt zwar die Vorstellung von Atta, sie ist sogar weit verbreitet, aber sie ist verkehrtes Bewusstsein.

    Man kann Qualia so verstehen: Wenn man rein von der eigenen verblendeten Wahrnehmung ausgeht, dann taucht da Atta ( als Illusion) auf die uns den Weg weißt um diese Illusion zu überwinden. Während Anatta in der verblendeten Wahrnehmung nicht unmittelbar als Phänomen wahrgenommen wird. Außer in der kurzen Erfahrung von Desillusionierung ( Die Schlange war eigentlich ein Stock)


    Aber dennoch ist Atta Illusion und Anatta Daseinsmerkmal.

  • Samadhi1876
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    Buddh. Richtung
    • 30. September 2026 um 18:55
    • #145

  • Schneelöwin
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    • 30. September 2026 um 20:55
    • #146
    JoJu91:

    Wenn es aber "etwas" jenseits der bedingten Phänomene gibt, das konkret erfahren und nicht bezweifelt werden kann ?

    Vor lauter Wiederholungen hängt schon langsam mein Kopf schief, lieber Joju

    und ich frage mich die ganze Zeit: Meinst Du dieses "Wenn" wirklich als offene Frage oder steckt in Deinem "Wenn" vielleicht schon eine kleine Ahnung, dass es dieses "etwas" tatsächlich gibt?👂️

    Liebe Grüße Schneelöwin

    "All is always now"


  • Werner Stepan
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    • 30. September 2026 um 22:25
    • #147
    JoJu91:

    Wenn es aber "etwas" jenseits der bedingten Phänomene gibt, das konkret erfahren und nicht bezweifelt werden kann ?

    Schneelöwin:

    Vor lauter Wiederholungen hängt schon langsam mein Kopf schief, lieber Joju

    und ich frage mich die ganze Zeit: Meinst Du dieses "Wenn" wirklich als offene Frage oder steckt in Deinem "Wenn" vielleicht schon eine kleine Ahnung, dass es dieses "etwas" tatsächlich gibt?

    JoJu91 Ist dieses... "wenn etwas"... Erfahung oder Vermutung ?

    Würde mich auch interessieren, da ich in meinen Meditationsversuchen (ca. 40 Jahre) auch etwas wie "Leerheit/Fülle/Nicht-Selbst/Nichts" erfahren durfte, aber ich versuchte es immer rational zu erfassen, da es immer nur kurze Augenblicke waren, die ich immer als eine Art Sekundenschlaf begründete. MfG Werner

  • Samadhi1876
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    • 1. Oktober 2026 um 08:34
    • #148
    Werner Stepan:

    Würde mich auch interessieren, da ich in meinen Meditationsversuchen (ca. 40 Jahre) auch etwas wie "Leerheit/Fülle/Nicht-Selbst/Nichts" erfahren durfte, aber ich versuchte es immer rational zu erfassen, da es immer nur kurze Augenblicke waren, die ich immer als eine Art Sekundenschlaf begründete.

    Es hat auch viel mit der Umgebung in der ich meditiere zu tun, und wie ich meditiere und Dauer:

    Der Buddha ist 30 Tage allein in den Wald. Keine Menschen mehr die ihn ablenkten. Oder die mit ihm quatschen wollten. Oder was anderes von ihm wollten. Er war mit seinem Geist und umgeben von der Natur (nicht Menschen geschaffenes) ganz allein.


    Abgesehen davon, das das hier in Europa kaum noch möglich ist, versuche mal mehrere Tage ganz allein zu sein. Auch ohne Meditation merkst du schon wie schwierig das sein kann. Und der Affengeist anfängt zu tanzen…

    Mir hat das Buch Zen Training von Sekida damals geholfen. Nachdem ich meine Atemtechnik wie im Buch beschrieben auch angepasst habe. Neben anderen Erläuterungen was zb „Lachen“ eigentlich bedeutet (inneren geistigen Druck irgendwie auflösen).


    Man formt auch nicht ohne Grund mit den Händen ein kosmisches Mudra und positioniert es am Unterbauch. Und atmet praktisch in den Bauch und auch durch das Mudra „ein und aus“. Der Geist legt sich mit der Zeit dann in das Mudra. Dh. er verschwindet aus dem Kopf und „wandert“ in den Bauch (Hara). Durch das längere Halten des Atems im Bauch und langsam ausatmen, findet eine Zentrierung, Verlagerung der Achtsamkeit, in die Körpermitte statt. Und man kommt so aus dem Denken heraus.

    Auch in dem man auf eine weiße Wand schaut, den Blick aber unscharf stellt, also nicht auf einen Gegenstand fokussiert.


    Auch die Körperhaltung insgesamt dient dem besseren Energiefluss (Ki) im ganzen Körper.


    So habe ich es zumindest erlebt.


    Und ansonsten wäre ja die Körperhaltung und Atmen unwichtig. Ist sie aber eben nicht.


    Natürlich kann man auch Shikantaza (Soto Zen) sitzen. Also nur sitzen. Ohne spezielle Atemtechnik. Aber in Büchern über Rinzai Zen habe ich oft eben diese speziellere Atemtechnik wieder gefunden.

    Und auch die Arbeit mit Koans: einem Rätsel das man anfangs noch versucht logisch zu lösen. Bis der innere Druck so groß wird das der „Kopf dabei platzt“ und die Antwort auf einmal „seltsam unerwartet von irgendwo anders her“ glasklar erscheint.


    Mein Koan war damals, bzw. der Grund warum ich damals intensiver mich mit Meditation und Zen beschäftigt habe:


    Mein Vater war nun auch gestorben und ich hatte plötzlich gar keine Eltern mehr. Und ich wollte wissen wo er nun ist. Was das ganze Universum eigentlich ist. Und der Sinn des Lebens.

    Gefühlt endlich die ganze Wahrheit und nicht nur die halbe Wahrheit die ich schon kannte. Das Übliche, das Alltägliche.


    Davon hatte ich gefühlt die Nase voll.

    Und ich wusste auch: „Da werde ich nie eine Antwort finden“.


    Und das mag auch mit ein Grund sein ob und wie schnell man ein Erlebnis von Erwachen hat:


    Wie groß der eigene innere Druck nach ungelösten inneren Fragen ist.

    Und das man schon weiss, man kann die Antwort nur Hier und Jetzt finden mit sich selbst ganz allein.


    Und nicht woanders.

  • Qualia
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    • 1. Oktober 2026 um 09:07
    • #149

    Mit den Polen meine ich keine zwei Realitäten namens Atta und Anatta. Die Pole entstehen erst mit der Frage:

    „Wer nimmt wahr?“ Daraus ergeben sich die vier Möglichkeiten:

    Ich bin.

    Ich bin nicht.

    Ich bin und bin nicht.

    Ich bin weder noch.


    Der Atta-Pol ist die Behauptung eines Selbst: „Ich bin.“

    Der Anatta-Pol umfasst die Verneinungen dieser Behauptung. Beide Pole setzen jedoch voraus, dass es ein „Ich“ der Wahrnehmung gibt.


    Die Anatta-Lehre beantwortet diese Frage nicht mit einer Gegenansicht, sondern untersucht, ob ein solches „Ich“ tatsächlich auffindbar ist. Deshalb sind sowohl der Atta-Pol als auch der Anatta-Pol nur Metaphern. Die Phänomene selbst bleiben anattā. Der Unterschied liegt nicht in den Phänomenen, sondern nur in den Ansichten eines nicht beweisbaren „Ich“ über sie.


    Der mittlere Weg liegt daher nicht in einem der Pole, sondern im Loslassen der Identifikation mit beiden. Statt „Wer nimmt wahr?“ wird gesehen: Wahrnehmen geschieht.

    Solange jedoch an einem „Ich“ festgehalten oder das zur Kommunikation notwendige konventionelle „Ich“ als Atta genommen wird, entsteht erneut Identifikation und damit dukkha.

    Das Wort „Ich“ kann sowohl als meine Atta-Vorstellung als auch als konventionelle Bezeichnung an andere für mich verwendet werden. Die genaue Untersuchung der fünf Skandhas durch den Buddha zeigt jedoch, dass ein dauerhaftes Atta weder im Fluss der Zeit noch im gegenwärtigen Augenblick auffindbar ist. Alle als „Ich“ bezeichneten Phänomene sind und bleiben anattā.

    Buddha hat nie gesagt das Atta nicht erscheint, nur dass es dukkha ist, sich mit Atta als „Ich“ zu identifizieren.


    Wie beim Stock und der Schlange: Die Schlange erscheint, wird aber nicht gefunden. Genauso erscheint ein Atta, wird bei der Untersuchung der fünf Skandhas nicht gefunden. Der Irrtum verschwindet, anattā bleibt.


    „Wer nimmt wahr?“ wird „lächerlich“ und das erzeugt: Wo ist hier „wer“? Bei Erkennen von anatta, Zufriedenheit.

    Erscheinungen sind annica unbeständig, dukkha unbefriedigend, anatta ohne Selbstsein, immer allein, doch nie einsam, denn alles ist eigenständig erscheinend, aber nichts ist eigenständig bestehend.

    3 Mal editiert, zuletzt von Qualia (1. Oktober 2026 um 09:38)

  • mukti
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    • 1. Oktober 2026 um 10:56
    • #150
    Qualia:

    Der Atta-Pol ist die Behauptung eines Selbst: „Ich bin.“

    Der Anatta-Pol umfasst die Verneinungen dieser Behauptung. Beide Pole setzen jedoch voraus, dass es ein „Ich“ der Wahrnehmung gibt.


    Die Anatta-Lehre beantwortet diese Frage nicht mit einer Gegenansicht, sondern untersucht, ob ein solches „Ich“ tatsächlich auffindbar ist. Deshalb sind sowohl der Atta-Pol als auch der Anatta-Pol nur Metaphern. Die Phänomene selbst bleiben anattā. Der Unterschied liegt nicht in den Phänomenen, sondern nur in den Ansichten eines nicht beweisbaren „Ich“ über sie.


    Der mittlere Weg liegt daher nicht in einem der Pole, sondern im Loslassen der Identifikation mit beiden. Statt „Wer nimmt wahr?“ wird gesehen: Wahrnehmen geschieht.

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    Wahrnehmen geschieht! Von wem wird das gesehen? Schwupp - da ist es wieder, das leidige Ich. Es scheint das Allersubtilste zu sein, das Erste das im Bewusstsein erscheint und allen Wahrnehmungen vorangeht. Du willst die Wurzel der Existenz ausreißen? Es dreht dir eine lange Nase. Ich komme ihm schon auf die Schliche! Ha, schon wieder eingefangen.

    Ich kann aber nur einen langen Weg gehen, nicht plötzlich alles restlos fallenlassen. Alles ist Übung und der Erhabene ist der Lehrer.

    Mit Metta, mukti.


Ausgabe №. 137: „Sorgen entsorgen?"

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