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  1. Buddhaland Forum
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Working Class Dharma

  • lotusbomber
  • 30. August 2026 um 14:08
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  • lotusbomber
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    • 30. August 2026 um 14:08
    • #1

    Hi,

    mein sehr schmaler Blick auf die real existierende Buddhismus-Szene in Deutschland zeigt mir: 40+, weiß, gefühlt eher weiblich – und sowas wie "Bildungsbürgertum".

    Durch einen Interview mit Mushim Ikeda bin ich über das Thema "Working Class Dharma" gestoßen:
    In diesem Dialog diskutieren Vince Fakhoury Horn ("Buddhist Geek") und die Zen-Lehrerin Patricia Mushim Ikeda die Verflechtung von sozialer Klasse, ethnischer Identität und buddhistischer Praxis im heutigen Amerika. Wenn man das als Chiffre für "Buddhismus im Westen" nimmt, sind wir alle "Samadhi Junkies". (Das aber nur am Rande, weil ich den Begriff "cool" - und zumindest für mich treffend finde.)


    Die eigentliche Frage: Kennt jemand Projekte – Gegenwart, Vergangenheit - bei denen in "Brennpunkten" meditiert wird. Vor ein paar Jahren war in der National Geographic mal ein Artikel über wen, der Vipassana in Thai-Knästen anbietet. Sowas meine ich nicht. Eher sowas wie Streetwork mit Dharma.. Habt hr von solchen Projekten gehört, vielleicht auch, mit welchem Ergebnis?

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    Andreas
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    • 30. August 2026 um 14:32
    • #2

    Lieber Lotusbomber,

    lotusbomber:

    Eher sowas wie Streetwork mit Dharma.. Habt

    du kannst „engaged Buddhism“ oder auch die Zen Peacemaker googeln als Startpunkt. Bernie Glassman und Nachfolger*innen.


    Leider gibt es auch dort natürlich Richtungsstreit und unterschiedlich gut vermarktete Aktionen.


    Aber klick‘ dich von dort mal durch.

    Herzliche Grüße

    Andreas

  • Qualia
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    • 30. August 2026 um 16:43
    • #3

    Du könntest deine Fragen und Zweifel auch hier schreiben.

    Erstens hast du sie dann vor deinen Augen und nicht mehr im Kopf.

    Zweitens bekommst du hier die vielfältigsten Antworten, wie in jeder anderen Gruppe, bist aber nicht direkt, körperlich ihren Dynamiken unterworfen.


    Drittens kann man hier unheimlich viel Geld sparen. Hier ist Dhamma unentgeltlich zu bekommen, aber es kann genauso unangenehm sein, nur niemals peinlich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Qualia ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • lotusbomber
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    • 30. August 2026 um 17:40
    • #4

    Hi Qualia, danke für die offene Tür das weiß ich sehr zu schätzen und hab das hier auch schon so erlebt. Ich habe mich glaube ich missverständlich ausgedrückt: Ich bin immer mal wieder in einem Zentrum und habe auch keinerlei Berührungsängste. Meine Frage ist, wie man Leute mit Dharma Ideen erreicht (ohne zu missionieren), die sich weder in Zentren noch nach / ins buddhaland.de "verirren". :) Ich fand den Hinweis mit Bernie Glassman spannend – kannte ich noch nicht. Mich interessiert, ob es in Deutschland ähnliche Initiativen, Bewegungen gibt. Krass gesagt: "Frankfurt Bahnhofsviertel Bodhisattvas" (etwas plumpe Zuspitzung)

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    • 30. August 2026 um 17:56
    • #5
    lotusbomber:

    Krass gesagt: "Frankfurt Bahnhofsviertel Bodhisattvas"

    ja, gibt es.

  • mukti
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    • 30. August 2026 um 18:52
    • #6
    lotusbomber:

    Kennt jemand Projekte – Gegenwart, Vergangenheit - bei denen in "Brennpunkten" meditiert wird. Vor ein paar Jahren war in der National Geographic mal ein Artikel über wen, der Vipassana in Thai-Knästen anbietet. Sowas meine ich nicht. Eher sowas wie Streetwork mit Dharma.. Habt hr von solchen Projekten gehört, vielleicht auch, mit welchem Ergebnis?

    Vipassana in Gefängnissen:


    "Vipassana-Meditationskurse wurden erstmals 1975 in Gefängnissen in Indien unterrichtet. Von da an haben sie sich in der ganzen Welt verbreitet. Kurse in Gefängnissen wurden in vielen Teilen der Welt abgehalten – in Amerika, Europa, Asien und Neuseeland. In Nordamerika wurden über dreißig zehntägige Kurse für mehr als 250 Teilnehmer in fünf Justizvollzugsanstalten durchgeführt. In Europa wurden Kurse in Irland (2015), Spanien (2003), dem Vereinigten Königreich (1998) und Israel (2007) abgehalten.

    Im Jahr 1994 wurde der größte Vipassana-Kurs der Neuzeit im Tihar-Gefängnis (Indien) mit über 1.000 Teilnehmern durchgeführt. In Indien gibt es mehrere ständige Zentren in Gefängnissen. Mit sechzig bis achtzig Kursen in über fünfzehn Gefängnissen pro Jahr empfiehlt die indische Regierung die Vipassana-Meditation als Standard für die soziale Rehabilitation. Außerdem nehmen Gefängnisbeamte und Führungskräfte an Vipassana-Kursen teil, um ihre Professionalität zu fördern und Stress abzubauen.
    Weitere Kurse wurden in Taiwan, der Mongolei, Thailand und Mexiko durchgeführt. In Nordamerika wurde ein Trust gegründet, der sich ausschließlich der Einführung der Vipassana-Meditation in Gefängnissen widmet. Bis heute haben Tausende von Insassen in aller Welt erfolgreich an zehntägigen Gefängniskursen teilgenommen."

    Quelle

    Mit Metta, mukti.


  • mukti
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    • 30. August 2026 um 19:09
    • #7
    lotusbomber:

    Vor ein paar Jahren war in der National Geographic mal ein Artikel über wen, der Vipassana in Thai-Knästen anbietet. Sowas meine ich nicht.

    Oje, das habe ich übersehen. Naja jetzt steht es nun mal da, schadet ja nicht.

    Mit Metta, mukti.


  • Sodann
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    • 30. August 2026 um 20:07
    • #8

    Meintest du so etwas?

    Buddhistische Drogenhilfe - Mit Achtsamkeit zur Abstinenz
    In einer Welt voller Konsum-Anreize steigt das Risiko für Suchterkrankungen. Hilfe für Betroffene bieten auch Religionsgemeinschaften. Die buddhistische…
    www.deutschlandfunkkultur.de

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    • 30. August 2026 um 20:47
    • #9

    Zum "Meditieren an Brennpunkten" fällt mir Muhō Nölke ein, der nach seiner Ausbildung in Antaiji als Obdachloser im Schlosspark von Ōsaka zu leben, wo er für ein halbes Jahr ein Zengruppe leitete, bis er nach dem Tod seines Lehrers zu dessen Nachfolger berufen wurde.


    Unter den frühen Anhängern Buddhas war die Oberschicht ( Brahmanen und Kashtriya) wohl überrepräsentiert aber einer der Hauptschüler Buddhas war Upāli, der als Barbier der Shudra-Kaste angehörte - der Arbeiterkaste also - und als er Buddha rasierte erlangte er dabei Arhatschaft.

    Wikipedia:

    Bevor er dem Orden beitrat, arbeitete er als Barbier der Shakya. Er fragte den Buddha, ob jemand mit einer „niederen Stellung von Geburt an“ (Kaste) dem Orden beitreten könne. Der Buddha ordinierte ihn noch vor den Prinzen und bat die Prinzen, dem nun Heiligen Upali Ehrerbietung zu erweisen. Upali war ein Als-Hörer-Erwachter (Pali: savakabuddha) oder Arhat geworden, er erlangte Buddhaschaft (Befreiung von allen zehn Fesseln: Persönlichkeitsglaube, Zweifel an der Lehre, Hängen an Regeln und Riten, sinnliches Begehren, Ärger, Begehren nach formhaftem Dasein, Begehren nach formlosem Dasein, Stolz, Zerstreutheit) durch das Hören einer Lehrrede des Buddha, als er ihn rasierte.

    Ein echter "Workingclass-Arhat".

Ausgabe №. 137: „Sorgen entsorgen?"

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