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Beiträge von Sodann

  • Mitgefühl im Alltag

    • Sodann
    • 5. November 2026 um 19:12

    Der Bodhisattva des Mitgefühls Avalokitheshvara gelobte, alle fühlenden Wesen vom Leid zu befreien. Als er bemerkte, dass trotz seiner Bemühungen unzählige neue leidende Wesen nachgewachsen sind, zersprang er in 1000 Teile.

    Wir hätten wohl ein Burnout bekommen.

    Der Buddha Amitabha setzte ihn darauf wieder zusammen und gab im 11 Köpfe, das Leiden aller fühlenden Wesen zu sehen, und 1000 Arme, um alle vom Leid zu befreien.

    Im Alltag bedeutet Mitgefühl wohl beides, eine Haltung und Handlungen.

    Da ich kein Bodhisattva bin und doch manchmal denke ich hätte 11 Köpfe, die das Leiden aller fühlenden Wesen sehen, aber nur zwei Arme um sie vom Leid zu befreien, arbeite ich zuerst an mir selbst und meinen Geistesgiften. Das macht es leichter.

  • Freund braucht Hilfe, Enkel (20) stirbt, Tipps?

    • Sodann
    • 6. Oktober 2026 um 19:19
    lotusbomber:

    Aber die braucht er jetzt. Noch nicht mal für sich, sondern um seinem Enkel zu unterstützen. Ich habe ihn jetzt das Dhammapada in der Übersetzung von Eknath Easwaran gegeben. "Werde ruhig wie ein tiefer See" von Yongey Mingyur Rinpoche und "Das Tibetische Totenbuch" mit einem Vorwort von S.H Dalai Lama. Letzteres nur, weil er für sich – glaube ich – etwas von "Autorität" haben will, das sagt: Geht weiter! In erster Linie nur, dass er mit etwas beschäftigt ist.

    Wir sind dann so verblieben, dass er mit vor allem mit jemand spricht, der / die sich damit auskennt – also einem Pastor, was hier ja auch vorgeschlagen wurde, oder mit jemandem in einem Hospitz.

    Das ist eine untröstliche Situation.


    Ein Rezept, wie man einen jungen Menschen beim Sterben helfen kann, kenne ich auch nicht.

    Bei ihm bleiben, versuchen seine Angst vor dem Tod zu nehmen, Geschichten von früher zu erzählen, versuchen, ihn zum Lachen zu bringen und kurzzeitig abzulenken. Seine Hand zu halten, ihm zu sagen, dass man ihn liebt. Das würde ich tun. Hospize sind da sehr hilfreich.


    Zum Umgang mit der Trauer um den Tod eines Kindes, finde ich im Buddhismus die tröstlichste Geschichte der Kisa Gotami in der Senfkornparabel.

    Tod, Trauer & Sterbebegleitung – Der buddhistische Weg
    Eine tiefgründige, praxisorientierte Perspektive aus der Tradition des frühen Buddhismus zur Überwindung von Leid durch Weisheit und Mitgefühl
    schatztruhe-palikanon.net


    Alles Gute für Deinen Freund und seinen Enkel. _()_

  • Einfach mal 'Danke' sagen

    • Sodann
    • 4. September 2026 um 18:19

    Danke auch von mir für die anregenden Themen und deine Expertise dazu. _()_

  • Porno

    • Sodann
    • 1. September 2026 um 19:24
    Hue32:

    Kann ein Buddhist bewusst und achtsam mit Pornografie umgehen? Oder widerspricht regelmäßiger Konsum dem Versuch, Begierde und Anhaftung zu vermindern?

    Erotisch- Pornografische Darstellungen waren auch immer ein beliebtes Motiv in der Kunstgeschichte. Griechische antike Vasen, "Susanna im Bade", oder "Der Raub der Sabierinnen".

    Heute ist Pornografie eine Industrie geworden und man konsumiert es wie Fast Food, mit den selben süchtigmachenden Folgen. Mir wird oft übel wenn ich Pornofilme ansehe, wo es nur um Körperteile und meist nicht um die dazugehörigen Darsteller geht.

    Ich bastele mir immer meinen eigenen "Film" bei der Selbstbefriedigung. Das beschäftigt meinen Geist, den ich dabei beobachten kann.

  • Working Class Dharma

    • Sodann
    • 30. August 2026 um 20:07

    Meintest du so etwas?

    Buddhistische Drogenhilfe - Mit Achtsamkeit zur Abstinenz
    In einer Welt voller Konsum-Anreize steigt das Risiko für Suchterkrankungen. Hilfe für Betroffene bieten auch Religionsgemeinschaften. Die buddhistische…
    www.deutschlandfunkkultur.de
  • Bodybuilding und Gesundheit

    • Sodann
    • 28. August 2026 um 18:13
    JoJu91:

    Wenn das mit dem Reinen Land stimmt und mein Karma dafür ausreicht, an Letzterem zweifle ich mehr als an Ersterem.

    Da hilft nur Hingabe und tägliche Rezitation. Auch jemand, der nicht die Zeit hat, regelmässig zu praktizieren, kann durch das Nembutsu in Reine Land kommen. Sagt man.


    pano:

    Auch wenn der Buddha nicht zum Krafttraining aufgerufen hat ich glaube der Pali Kanon enthält genug Hinweise auf ein beachtliches Laufpensum durchaus als Teil der Praxis.

    Der war gut. :) Aber ich stelle mir vor, für den Buddha war das eher keine sportliche Übung, sondern das tägliche Leben mit Pilgern und Bettelgängen?


    Qualia:

    Dafür ist das Erhalten des Lebens eben nicht da. Wer daran denkt, so lange wie möglich zu leben, lebt am Leben vorbei. Der glaubt tatsächlich das es etwas wie Dhamma praktizieren gibt, und kann nicht erkennen, was Buddha mit Dhamma praktizieren meinte.

    Ich verstehe das glaube ich nicht. Denkst du jetzt man solle einfach so leben weil man den Dhamma nicht praktizieren kann? Glaubst du dass ein langes Leben erstrebenswert ist?

  • Bodybuilding und Gesundheit

    • Sodann
    • 27. August 2026 um 18:39

    Ich mache auch seit 25 Jahren Krafttraining und Yoga. Damals aus einer Krankheit heraus und auch aus Eitelkeit, um einen schöneren Körper zu bekommen.

    Ich finde es spricht gar nichts dagegen, das zu tun, weil das Training enorm gut für die Stimmung und das Wohlbefinden ist.

    Heute frage ich mich manchmal, wie lange ich noch leben will und ob ich dann gesund sterben will. Ich denke manchmal, dass das Training meinen Selbstbezug noch vergrössert.

    Ist es denn ein buddhistisches Prinzip, dass man möglichst lange leben sollte und alles dafür tun?

    Je länger man lebt, desto länger kann man den Dharma praktizieren. Doch länger leben ist für mich kein Wert an sich.

  • Itivuttaka 46 – Die Schulung (Sikkhā)

    • Sodann
    • 19. August 2026 um 19:52

    Herzlichen Dank@ Upasaka Dhammavicayo !

  • Itivuttaka 46 – Die Schulung (Sikkhā)

    • Sodann
    • 19. August 2026 um 19:02
    Upasaka Dhammavicayo:

    Der Buddha zählt hier vier Dinge auf, die das Üben tragen.

    Das erste ist die Schulung. Damit ist das tägliche Lernen und Einüben gemeint. Die Sittlichkeit, die Sammlung des Geistes, die Einsicht. Das hört nicht auf. Wer das als etwas Wertvolles begreift, für den wird Üben zur Selbstverständlichkeit.


    Das zweite ist die höhere Weisheit. Das ist kein angelesenes Wissen. Es ist das genaue Hinsehen, wie die Dinge wirklich ablaufen. Alles, was entsteht, hört auch wieder auf. Das durchschaut man mit der Zeit immer klarer.


    Das dritte ist die Erlösung als Herzstück. Sie ist nicht erst etwas für später. Wer übt, spürt schon hier und jetzt, was es heißt, etwas loszulassen, nicht mehr so festzuklammern.


    Das vierte ist die Besinnung, also die Achtsamkeit. Sie ist die Aufpasserin. Sie sorgt dafür, dass die anderen drei nicht auseinanderfallen.

    Alles anzeigen

    Was ist mit dem täglichen Einüben gemeint? Wie wird das ganz praktisch gehandhabt? Durch Lesung der Sutras und Rezitationen, oder Meditation, durch Gebete und Niederwerfungen?

    Das tägliche Üben kenne ich persönlich aus dem Zen, ich würde noch sehr gerne wissen, wie das im Theravada praktiziert wird. Danke für eure Hinweise. _()_

  • Majjhima Nikāya 21, Kakacūpama Sutta

    • Sodann
    • 17. August 2026 um 19:54

    Diese Vorstellung, am lebendigen Leib zersägt zu werden, scheint mit eher aus der buddhistischen Kalasutra Hölle zu stammen. Dort konnte man sich nicht helfen und musste so lange Schmerzen erleiden und lebendig zersägt werden, bis man sich nach Jahrtausenden geläutert hatte. Oder als Foltermethode im Mittelalter oder Kriegen. Der Mensch, und andere fühlende Wesen fallen dann tatsächlich und gnädigerweise in Ohnmacht.

    Wir würden hier einfach die Rettung rufen und uns eine Betäubungsspritze setzen lassen. Alle andere Vorstellungen sind für mich Spekulationen, denen ich gar nicht nachgehen will

  • Mani

    • Sodann
    • 15. August 2026 um 17:12

    Ich habe es nicht richtig verstanden. Meinst du das OM MANI PEME HUNG Mantra aus dem tibetischen Buddhismus? Eine Anrufung von Chenrezig, bzw. Avalokiteshvara, dem Boddhisattva des Mitgefühls?


    Ich glaube eine wörtliche Übersetzung ist heute kaum noch möglich. Und wie ich es verstanden habe, wirkt ein Mantra eher durch die Lautfolge, weniger über die wörtliche Bedeutung.


    Im Wikipedia gibt es ein paar Erklärungen dazu.

    Om mani padme hum – Wikipedia

    MANI PADME wird mit Lotusjuwel assoziiert.


    Bestimmt können andere hier besser weiterhelfen.

  • Schmerzen (Probleme) um anderer Willen auf sich nehmen als Weg, das Leiden zu überwinden.

    • Sodann
    • 13. August 2026 um 18:45

    Wieso man glaubt, dass die Christen sich seit 2000 Jahren im Leid suhlen, wird mir nicht ganz schlüssig. Sie haben eben eine andere Methode als die Buddhisten.

    Wenn ich hier daran denke, wieviel Wohltätigkeit und Leidlinderung die Christen in diversen Organisationen wie Caritas, Diakonie und vielen andere übernehmen, ganz konkret und praktisch, dann bin ich schon oft dankbar dafür, auch wenn sie dafür Steuermittel erhalten. Sie übernehmen mit ihrer Hilfe auch Aufgaben des Staates.

    Im Buddhismus wird das Leid eher an der Wurzel gepackt, dem Glauben an das beständige Selbst. Bei den Christen hat ein Stellvertreter die Befreiung vom Leid übernommen. Wer an ihn glaubt, und nach christlichen Prinzipien tätige Nächstenliebe übt, wird irgendwie auch befreit, zur Not im Jenseits.

  • Alt werden

    • Sodann
    • 3. August 2026 um 17:47

    Vielen Dank an euch alle.!

    Wie ich sehe, wurde das Thema vor ein paar Jahren bereits ausführlich diskutiert.

    Ich habe hier aber einen guten Austausch gefunden und viele tolle Hinweise und Textstellen.

    Das Thema kann vielleicht auch offen bleiben, falls noch andere User hier eintrudeln.

  • Alt werden

    • Sodann
    • 2. August 2026 um 18:41
    pano:

    Ist die Einsicht des Buddhismus nicht eher so, dass unser Umgang mit dem Altwerden die Quelle des Leids ist, nicht per se das altern. Wenn wir nicht Einsicht in anatta haben (die Wahrheit dass alles Vergänglich ist), dann hängen wir der Idee nach, dass da etwas verlustig gegangen ist, und aus diesem Bedauern entsteht unnötiges Leid.

    Das scheint mir der Knackpunkt beim Alt werden zu sein.

    pano:

    Ich will damit sagen: der Buddhismus eröffnet die Möglichkeit positiv aufs Altwerden zu blicken, weil man sich von konventionellen Vorstellungen befreien kann.

    Man sollte vielleicht Kurse in buddhistischer Geisteschulung in VHS Kursen oder Altenheimen anbieten, um es den Menschen einfacher zu machen.

    Samadhi1876:

    Manche sind glücklich und zufrieden mit ihrem vergangenem Leben

    Andere weniger


    Je nachdem was man im Leben erfahren durfte

    Ich habe es oft erlebt, dass die Alten, die Krieg und Verlust in ihren Leben erfahren haben, viel entspannter im Alter waren. Auch ohne Buddhismus haben sie Ruhe und Glück verbreitet und ihren Enkeln ein gutes Vorbild für das Altern gegeben weil sie das alles überlebt hatten und dankbar dafür waren.


    Monikamarie:

    Deshalb plädiere ich (hier) für einen wachen Geist und grundsätzlich für Dankbarkeit.

    Wenn ich mich beim Klagen erwische, erinnere ich mich daran, wieviel Glück ich hatte und immer noch habe.

    Das ist glaube ich der richtige Weg. Aber man muss sich wohl immer wieder selbst zurechtrücken wenn der Geist zu lamentieren beginnt.

    Qualia:

    Das Leben ist einfach Leben und es tut mir nie etwas anderes an als Leben. Aber meine Meinung „Warum tut mir das, das Leben an!“ ist mächtiger als die Wirklichkeit des Lebens.

    Der letzte Satz fällt für mich unter Verblendung. Als Buddhisten müssen wir dahinter schauen.

    void:

    Das mit den vier Ausfahrten ist eher als eine spätere idealtypische Erzählung, die zunächst von einem früheren Buddha ( Vipassī ) handelte (Mahāpadāna Sutta ) dann aber auf Shakyamuni Buddha übertragen wurde. In frühen suttas erwuchs die Entscheidung aus logischer Reflektion (Ariyapariyesan Sutta).

    Danke vielmals, das hilft mir.

  • Alt werden

    • Sodann
    • 2. August 2026 um 15:28

    Danke sehr pano für deine Recherche!

    Ich schau es mir mal an

  • Alt werden

    • Sodann
    • 2. August 2026 um 07:27

    Danke für eure Antworten.


    Ich dachte daran, dass der Buddha der Legende nach bei seiner ersten Ausfahrt einen Greis sah und darüber entsetzt war. (Mich hatte eigentlich schon immer gewundert, warum er vorher noch nie einen Greis gesehen haben sollte.) Danach einen Kranken, einen Toten und einen Mönch.


    Folglich erklärte er in der 1. Edlen Wahrheit Geburt, Alter, Krankheit und Tod als leidvoll.


    Kennt jemand einen Text, in dem das Alter auch als wertvoll betrachtet wird?

  • Alt werden

    • Sodann
    • 1. August 2026 um 17:57

    Ist ja, wie ich es gelesen habe, im Buddhismus immer mit Leid verbunden.


    Es gibt Zipperlein und Krankheiten, die Kinder sind aus dem Haus und melden sich nicht mehr, man geht in Rente und es fehlt die Bestätigung, die man im Job erfahren konnte, man denkt dass man nicht mehr gebraucht wird, die alten Freunde ziehen weg oder sterben und man sitzt vergrätzt in seinem Lehnstuhl und wartet auf den Tod?


    Wie ich es oft im Bekanntenkreis sehe, kann alt werden auch eine Erleichterung sein. Man hat viel Freizeit, ist nicht mehr so stark auf die Bestätigung von aussen angewiesen, viele Verpflichtungen fallen weg und man kann sich endlich seinen Hobbys widmen.


    Ich finde wenn ich mich so umsehe, verschiedene Formen des Altwerdens. Manche hängen an ihrer Jugend nach, sehen nur was sie nicht mehr können und werden unzufrieden. Andere erleben ihre nachlassende körperlich Kraft und die Verkleinerung ihres Aktionsradius positiv, gehen spazieren, statt Joggen und entdecken jeden Käfer auf dem Weg. Haben Zeit fremden Kindern zuzuwinken und endlich alle ihre Bücher zu lesen, die schon lange darauf warten. Da denke ich oft, dass das Alter ein Segen ist und freue mich darauf.


    Habt ihr auch solche Beobachtungen gemacht, oder eigene Erfahrungen mit Altwerden, die ihr hier teilen mögt?


    Gibt es buddhistische Texte über den Wert des hohen Alters? Oder wird das immer als leidvoll betrachtet?


    Würde mich mal interessieren. Danke!

  • Buchempfehlungen gesucht

    • Sodann
    • 22. Juli 2026 um 05:52

    Wunderbar! Vielen Dank

  • Buchempfehlungen gesucht

    • Sodann
    • 21. Juli 2026 um 19:26

    Vielen herzlichen Dank für diese Empfehlung!

    Ich werde mal sehn, wo das noch als Buch erhältlich ist.

  • Buchempfehlungen gesucht

    • Sodann
    • 21. Juli 2026 um 18:34

    Ich bin hier jetzt neu im neuen Buddhaland und brauche noch etwas Orientierung durch die Menge an Themen.

    Bin auf der Suche nach religionswissenschaftlicher Literatur über den Buddhismus. Mein Interesse wurde vor vielen Jahren durch die Bücher von Helmuth von Glasenapp geweckt, die ich im Antiquariat gekauft hatte. Ich lese das gerne, auch weil es historisch ist.

    Wenn mir jemand von Euch noch ein Buch empfehlen könnte, in dem man vielleicht einen neueren historischen Überblick über die verschiedenen Richtungen des Buddhismus finden könnte, wär ich froh drum

    Danke.

Ausgabe №. 137: „Sorgen entsorgen?"

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