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  1. Buddhaland Forum
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Beiträge von lotusbomber

  • Wieviel Dogma mutet ihr euch zu?

    • lotusbomber
    • 11. Juli 2026 um 08:57

    Polemisch sage ich in Anlehnung an eines meiner Lieblingszitate: „Spiritualität ohne Dogma ist eine Instagram-Kachel.“ Die sehr ernst gemeinte Frage dahinter ist: Wann habt ihr angefangen, euch selbst zu vertrauen? Wir reden über Karma, Nirvana, Leerheit(en), Sambhogakaya, etc.… Und leiten aus unserem Glauben, Erfahren, Überzeugtsein von diesen Begiffen/Konzepten unsere Zugehörigkeit zu unterschiedlichen Pfaden / Schulen ab.

    Ich habe hier irgendwo einen Thread gelesen, in dem festgestellt wurde, dass der Buddha nicht lesen konnte. (Nicht, dass mich diese Frage besonders interessiert.) Der Punkt ist: Als „Mahayan(ist)“ ;) müsste ich ja davon überzeugt sein, dass Ananda und Co. es mit einem allwissenden Ausstrahlungskörper zutun gehabt haben. Bin ich wirklich davon überzeugt? Weiß nicht.

    Irgendwo hab ich gelesen, dass ein Zornanfall den Verdienst von zig Leben wegbruzelt – und wie ist mit dem Karma, wenn man sich ein leckeres Steak auf den Teller legt, wissend, dass dieses Tier nur als Mittel und nie als Zweck an sich gesehen wurde, möglicherweise in Massentierhaltung gequält wurde …?

    Wie viel „Schulterzucken“ erlaubt ihr euch? Die Frage ist etwas schwammig: Aber wie kann man sich selbst vertrauen, wenn man ja selbst nicht erleuchtet ist?

    Für mich lautet die Antwort „Kalama Sutta“, alles zu prüfen.

    Okay. Aber eines der Fünf Hindernisse ist der Zweifel.

    Ich kenne Leute, die erlauben sich, Fleisch zu essen. Immerhin, „der Buddha tat es ja auch“. Wieder andere haben es nicht so mit der „Wieder“geburt. Und sind Pretas und Höllenwesen nicht sowieso nur psychologische Figuren?

    Das Konzept der drei Arten des Vertrauens finde ich hilfreich. Aber andererseits kann es einem ja – zumindest im Vajrayana – selbst dann noch die Suppe versalzen, wenn man im Detail eine falsche Vorstellung von der Leerheit hat.

    Inzwischen komme ich zu dem Schluss, dass es 84.000 Buddhismen, bzw. so viele, wie es fühlende Wesen gibt, die die „Vier Siegel“ akzeptieren.

    Ich weiß gar nicht, welche Frage ich stellen oder vermeintliche Erkenntnis ich hier teilen möchte. Mich interessiert einfach nur, wie ihr euch in punkto „Dogmen“ positioniert, wie genau ihr euren Weg folgt. Ich bin heute nicht mehr der „Buddhist“, der ich vor 20 Jahren war und schon gar nicht der, der über Jan Willem van de Wetering und Samurai-Begeisterung zu Zen gekommen ist. Und doch gibt es Überzeugungen, die mich von Anfang an begleitet haben: dass es keinen Schöpfergott gibt, dass das Selbst ein Konstrukt ist (beides glaubt auch mein Kind und das ist kein Buddhist).

    Also ist die Frage vielleicht in Anlehnung an Herbert Grönemeyer: Wann ist ein Buddhist ein Buddhist?

    Es soll ja heiß werden, dieses Wochenende. Daher wünsche ich allen ein kühles Plätzchen.

  • Ist "Theravada" das bessere Hinayana?

    • lotusbomber
    • 8. Juli 2026 um 14:37
    IsegrimRukipe:

    euphemistischen Tretmühle

    Für diesen Begriff ein ganz besonders ausdrückliches Dankeschön.

  • Ist "Theravada" das bessere Hinayana?

    • lotusbomber
    • 6. Juli 2026 um 13:00
    void:

    Du bist wie jemand der zwanghaft versucht ein Problem mit drei Kategorien auf zwei zu reduzieren. So wie jemand der eine Fledermaus entweder als Vogel oder als Maus sehen will, weil es ihm sonst zu kompliziert wird.


    Danke void für diese überraschende Perspektive, so flatterhaft habe ich mich noch nie gesehen.

    Im Moment versuche ich einfach nur ein Wording zu finden, das Einsteiger*innen nicht komplett überfordert. Ich kann in einem eher praktisch orientierten Buch, das sich auch an "Anfänger*innen" richtet, schwierig diese Differenzierungen aufmachen, muss sie aber mindestens andeuten. In der Vergangenheit wurde dies mit ""Hinayana" und "Mahayana" getan. Der "Theravada" ist nicht deckungsgleich mit "Hinayana". Aber anscheinend gibt es in diesem Punkt unterschiedliche Auffassungen, die, je nach Perspektive, falsch und falscher sind. Dazu Mahasi

    Mahasi:

    Tilakaratne meint für mich fehlerhaft, dass der Theravada aufgrund seines Heilziels auch als Hinayana qualifiziert werden könnte.

    In dieser Diskussion zeigt sich für mich, das "Hinayana" eindeutig negativ konnotiert ist. Es ist also ein Begriff, der nicht verwendet werden sollte.


    Wie geht man in einem eher praktisch orientierten Buch nun damit um? Was praktizieren die Dharma-Geschwister in zB. Thailand? Ich bin mir sicher, dass man in jedem zweiten Artikel (wenn nicht noch mehr) "Hinayana" liest. (Auf Wikipedia steht "Theravada" und im "Theravda-Artikel wird der Theravada dem Hinayana (aus Sicht des Mahayana zugeordnet).
    Es ist also populär (aber falsch.)
    Das muss ich als Autor aufnehmen und dafür sensibilisieren, das es Menschen gibt, die diesen Begriff als problematisch, weil abwertend empfinden – zumal er außerhalb dieses Forums inflationär auch als scheinbar analytisches Werkzeug gebraucht wird.

    void:

    Die fühlen sich zu Recht herabgesetzt wenn man im Bezug auf sie und den "Theravada" von "Hinayana" spricht.

    Genau.


    Nur wird der "Hinayana" Begriff ja gebraucht. Ich hör den ständig in Dharmazentren. Teilweise inklusive der falschen Gleichsetzung Hinayana = Theravada. Auch wenn das überhaupt nicht stimmt - bis zu dem von Mahasi herausgestellten Punkt, das Anhänger des Chan als "Hinayana" bezeichnet wurden – was dem Begriff jede Trennschärfe nimmt. Mir ist bewusst, dass es "kompliziert" ist – void – und die einfache Dichotomie falsch.

    Aber zig Dharmaanfänger*innen treffen auf ihn: in Zentren, in Büchern und in Artikeln. Es ist ein bisschen die Frage: Wie genau will mans wissen? Und was kann man "Anfänger*innen" in einem eher praktisch orientierten Buch (zum Edlen Achtfachen Pfad) zumuten? Ich möchte hier nicht zum "Kulturkämpfer" werden und zukünftig vom "H-Wort" sprechen – aber es ist nun mal ein Thema. Und die Lösung, der ich in real existierenden Dharmazentren (Vajrayana) begegne, ist "Theravada auf der einen und Sutryana auf der anderen Seite." Das ist falsch. Aber vielleicht nicht ganz so falsch wie "Hinayana / Mahayana". Denn am Ende geht es um diese Frage:

    GermanViking:

    Also mal ganz naiv und praktisch gefragt: Was sagt man denn nun?

    Und diese Lösung finde ich gut:

    GermanViking:

    Wäre es nicht am einfachsten die jeweilige Selbstbezeichnung zu verwenden?

    Finde ich auch. Aber ich möchte den Begriff – der in der Welt ist und der genutzt wird – problematisieren.


    Uff. Ich glaube, ich werde das mit einer Fußnote machen. Ich werde den Begriff Hinayana durch "Theravada" ersetzen, so wie ich das im Manuskript aktuell gemacht habe. (Und gehe jetzt in Deckun) Und werde dann eine Fußnote setzen, dass auch das unglücklich ist, weil sich der Theravada sich von anderen Schulen, die mit Hinayana gleichgesetzt werden (Sautrantika, Vaibashika) unterscheidet.

    Wenn Neulinge dann in ihrem Zentrum über den Begriff "Hinayana" stolpern, wissen sie zumindest, dass er problematisch ist und sie wissen dann auch, dass es alles nicht so einfach ist .


    Danke nochmal für die sehr interessanten Verweise, durch die ich viel lernen kann.

  • Ist "Theravada" das bessere Hinayana?

    • lotusbomber
    • 6. Juli 2026 um 07:11

    mukti Das hilft – und spiegelt ja auch das wider, was ich nie bestreiten würde: Das es sehr viele, unterschiedliche Schulen/Linien gibt – und Theravada ist eine davon. Dieses Wissen habe ich nicht klar genug herausgestellt, was Mahasi richtigerweise festgestellt hat. Mir ging es eingangs nicht um die Frage, ob "Theravada" ein Synonym für "Hinayana" ist, sondern ob sich Leute, die – und jetzt präzisiere ich die Frage – einer Schule angehören, die aus Sicht das Mahayana zum Hinayana gehört, herabgesetzt fühlen, wenn man von "Hinayana" spricht? Ich habe in buddhistischen Kontexten (Vajrayana) oft Leute erlebt, die von "Theravada" sprachen in Abgrenzung zu Sutrayana aber die Dichotomie "Mahayana-Hinayana" meinten – auch wenn es nicht wirklich korrekt ist, sondern eher dem Zeitgeist Rechnung tragen soll, möglichst nicht zu diskriminieren. Aber anscheinend wird, zumindest in dieser Runde, da gar kein Problem gesehen. Was ich persönlich großartig finde. Vielen Dank nochmal

  • Ist "Theravada" das bessere Hinayana?

    • lotusbomber
    • 5. Juli 2026 um 15:55
    Mahasi:

    Mal sehen wofür der Theravada bei dir überall herhalten muss :shrug:

    Am liebsten so, dass Anfänger*innen nicht völlig verwirrt werden, es trotzdem nicht ganz falsch ist und dabei möglichst die Begriffe verwendet werden, die in der Literatur auftauchen. Danke dir auf jeden Fall.

  • Ist "Theravada" das bessere Hinayana?

    • lotusbomber
    • 5. Juli 2026 um 11:33

    Wei mans macht, ists also nie ganz richtig. Ich bleibe jetzt bei "Sutra-" und "Theravada". "Hinayana" und "Mahayana" trägt durch "kleines" und "großes" Fahrzeug zu viele wertende Konnotationen. Und bei "Schule der Älteren" biegt ja um die Ecke, dass es historisch vor den "Sutras" liegt – was ja historisch richtig ist. Ansonsten stimme ich mukti voll zu. Ich muss in meinem Buch nur irgendwie klar machen, dass es hier unterschiedliche Linien / Traditionen gibt. Sehr hilfreich für mich was noch mal der "Sautrantika" Aspekt von void . Das würde den Rahmen nur komplett sprengen und noch weiter verunsichern. Das betrifft auch das, was pano gesagt hat. Andererseits ist das natürlich auch gut, weil damit dieses Forum sicher noch mehr Zulauf bekommt. Vielen Danke und einen schönen Sonntag.

  • Ist "Theravada" das bessere Hinayana?

    • lotusbomber
    • 4. Juli 2026 um 12:59

    Der Betreff war jetzt natürlich ein bisschen "clickbaitig": Ich schreibe gerade ein Buch über den Edlen Achtfachen Pfad. Ich verwende dort statt "Hinayana" "Theravada" und statt "Mahayana" "Sutrayana". Persönlich halte ich diese "Etikette" für angemessen, da ich die Begriffe Mahayana und Hinayana immer als mindestens implizit wertend wahrgenommen habe. Wie haltet ihr das? Ist das überhaupt ein Thema?

  • Wie praktiziert man Anapanasati…

    • lotusbomber
    • 3. Juli 2026 um 13:01

    Mein Tinnitus fiept manchmal in der ansonsten leeren Stille. Dann denke ich an das Manjusri-Mantra:

    OM A RA PA TSA NA DHI iiiiiiiiiiiiiiiii iiiiiiiii iiiii
    Gute Besserung

  • Selbstbestimmt sterben

    • lotusbomber
    • 3. Juli 2026 um 12:56

    Ein Lehrer sagt mir mal, dass Leute, die Vajrayana praktizieren und bswpw. Chenrezig Ermächtigungen bekommen haben, bei einem Suizid auch die jeweilige Emanation töten. Weiß dazu jemand näheres? Als ich das damals gehört habe, hab' ich nicht weiter nachgehakt.
    Zum Thema "Sterbehilfe": Meine Stiefmutter, Holländerin, hat die in Anspruch genommen und sie konnte so im Kreis ihrer Familie selbstbestimmt sterben. Eigentlich bin ich ein Fan von sowas. Bis ich hörte, das es Länder gibt, in denen Sterbehilfe legal aber das Versicherungssystem privat sehr teuer ist. Dort wird sie oft von Leuten in Anspruch genommen, die sich teure, aber heilende/schmerzlindernde Behandlungen nicht leisten können.

  • Es gibt nichts Angenehmes oder Unangenehmes, das Du nicht selber bewirkt hast.

    • lotusbomber
    • 26. Juni 2026 um 11:12

    Oh, danke Qualia , die Klarstelung von Sankhara hat mir geholfen, das habe ich komischerweise so noch nicht "kapiert". Allgemein ist diese ganze Karma-Debatte ein Minenfeld. Manch Nazi hat hiermit sein Morden legitimiert ("Karma abarbeiten" – also eine Lesart von "Es gibt nichts Angenehmes oder Unangenehmes das du nicht selbst bewirkt hast".)

    Ich bin nicht besonders "schriftsicher", aber ich glaube, der Buddha hat selbst eher ungern darüber gesprochen und es bei einem "Die Absicht ist das Karma" – wie Igor07 ausgeführt hat – belassen , die dann noch weitere Faktoren braucht, um zu einer vollen karmischen Frucht zu reifen. Wirkich hilfreich finde ich die Geschichte mit den zwei Pfeilen: Ein Mann wird von einem Pfeil getroffen, was schmerzt. Der zweite Pfeil ist die Beschäftigung mit dem Pfeil und das Drama drumrum.

  • Wer das Leid gewohnt ist, ist mit Glück auch überfordert?

    • lotusbomber
    • 25. Juni 2026 um 09:33

    Was Dukkha ist nicht nur Schmerz, sondern auch das Unbehagen gegenüber Veränderung – selbst wenn sie positiv ist. Das Floß-Gleichnis passt hier sehr gut: Es geht nicht darum, Glück oder Leid festzuhalten, sondern den Fluss des Lebens mit Gleichmut zu begleiten. Die Vier Edlen Wahrheiten benennen das und zeigen, wie man sich schrittweise aus dem Kreislauf von Anhaftung und Enttäuschung lösen kann.

  • Meditation der Grundpfeiler der buddhistischen Praxis ?

    • lotusbomber
    • 24. Juni 2026 um 10:36
    Matthie:

    Hallo Lotusbomber: Danke für Deinen Beitrag.

    Ich habe irgendwo gelesen ( mein vergessliches Gehirn 😂) dass die letzten 3 Stufen des achtfachen Pfades zur Meditationsgruppe gehören.
    Also:

    6. Rechte Anstrengung

    7. Rechte Achtsamkeit

    8. Rechte Sammlung

    für mich macht das Sinn.


    Kaum Fortschritt beim Meditieren klingt ein bisschen nach Erwartungshaltung.

    Ich kann nur berichten, dass ich lange Zeit ( auch mit Pausen ) eher im indischen Stil meditiert habe mit Händen auf den Oberschenkeln.

    Manchmal im Chin Mudra, manchmal einfach die Hände abgelegt.

    Als ich dann zum Zen kam, änderte ich das Mudra zum „Böttchen“ auf dem Schoß.

    Was alleine diese Änderung bewirkte, hin zur Zentrierung zu einem selbst, hat mich damals fast umgehauen.


    Tja und da im Zen hauptsächlich meditiert wird, dachte ich das ist wohl „der Grundpfeiler des Buddhismus“.

    Bin jetzt schon ein bisschen klüger.😉


    Das mit der Meditationsgruppe der letzen drei Glieder des Achtfachen Pfades gefällt mir eigentlich sehr gut.

    Siehst Du das anders ?

    Alles anzeigen

    Ich bin mir nicht sicher, ob ich deine Frage richtig verstanden habe. Aber ich glaube, wir sehen es beide ähnlich. Im Tibetischen wird ein "Buddhist" als Nangpa bezeichnet, das ist jemand, der nach "Innen schaut" - insofern ist Meditation im Sinne von Sammlung der "Hauptpfeiler" – ich würde sie nur mehr vom Kissen herunterholen wollen. Ich denke allerdings auch, das es wichtig ist , bei der Meditation Fortschritte zu registrieren. Warum sollte man sie sonst machen? Die Frage ist dann aber eben, ob man sich in einen effizientiere, geworklifed-balanziertere Ich-AG hineinatmet, oder Einsichten über die Wirklichkeit aka "Vier Edle Wahrheiten" gewinnt. Und dafür brauchts halt eben auch Rechte Ansicht, Rechte Absicht, Rechte Rede, usw. Hoffe, das hilft und war nicht am Thema vorbei. PS.: Mit offenen Händen auf den Schenkeln bin ich nie klargekommen. Ist aber sicher auch nur ein Festhalten an Ritualen. :))

  • Meditation der Grundpfeiler der buddhistischen Praxis ?

    • lotusbomber
    • 24. Juni 2026 um 10:29
    Monikamarie:

    Warum ist die Schrift so blass?

    Ich war vorhin etwas mürbe. Aber im ernst: Keine Ahnung. :)

  • Meditation der Grundpfeiler der buddhistischen Praxis ?

    • lotusbomber
    • 24. Juni 2026 um 09:21

    Die Diskussion hier zeigt, wie leicht Meditation zum „Allzweckmittel" des Buddhismus stilisiert wird – dabei ist Rechte Sammlung nur einer von acht Teilen des Pfades. Was mich daran fasziniert: Der Buddha hat Meditation nie als Selbstzweck gelehrt, sondern als Teil eines integrierten Lebenswegs, der Weisheit, Ethik und Geistesschulung umfasst. Erst im Zusammenspiel aller acht Elemente entfaltet der Pfad seine Wirkung – das ist auch der Grund, warum manche Praktizierende trotz intensiver Meditationspraxis kaum Fortschritt erleben, wenn andere Teile des Pfades vernachlässigt werden.

  • Die Gelassenheit und die Ignoranz des Buddhismus

    • lotusbomber
    • 23. Juni 2026 um 09:50

    Die Spannung zwischen Gelassenheit und Engagement zieht sich durch viele dieser Diskussionen und ich glaube, sie löst sich auf, wenn man Gelassenheit nicht als Passivität versteht, sondern als innere Stabilität, von der aus klares Handeln möglich wird. Der Achtfache Pfad beschreibt das gut: Rechte Anstrengung, Rechtes Handeln und Rechte Rede sind aktive Elemente und definitiv kein Rückzug.

  • Krampfend in der Versenkung

    • lotusbomber
    • 28. Februar 2026 um 13:14

    Vielen Dank für die vielen Impulse. Die Atmung ist sicher ein Punkt. Evt. auch die "Schieflage". Grundsätzlich sollte das "Sitzen an sich" nicht das Problem sein, denn das tue ich seit Jahren und mir ist es explizit bei "Versenkungfortschritten" aufgefallen. Schönes Wochenende.

  • Krampfend in der Versenkung

    • lotusbomber
    • 26. Februar 2026 um 15:11

    Moin, ihr kennt das sicher alle: Waden- bzw. Fußkrämpfe bei der Meditation. Ich habe das Gefühl, manchmal mit Magnesium gegensteuern zu können und kein Bier am Abend vorher ist auch hilfreich. Allerdings beobachte ich eine vlt. anekdotische Kausalität: Wenn ich (für mich) neue Versenkungstiefen erreiche, werde ich erstmal mit intensive Krämpfen willkommen geheißen. Geht das dem/der ein oder anderem auch so?

  • Das richtige Verständnis der Wiedergeburt im frühen Buddhismus.

    • lotusbomber
    • 4. Februar 2026 um 14:49

    Bin voll bei mukti , ist irritierend. Ich denke aber, dass es zumindest auf einer rein intellektuellen Ebene mindestens Spaß machen, vielleicht sogar hilfreich sein kann, Textexegese zu betreiben, um das korrekte Verständnis der Wiedergeburt auf Basis von Pali-Schriften zu entwickeln, die mindestens 300 (?) Jahre nach Buddhas Tod (Parinirvana) verfasst wurden. Noch viel hilfreicher ist es wahrscheinlich, sich mit der kostbaren menschlichen Geburt zu beschäftigen, wenn man bei der Wiedergeburt nicht weiterkommt.

  • KI und Dharma

    • lotusbomber
    • 5. Juni 2025 um 14:24
    Aravind:

    Hallo lotusbomber ,

    nachdem ich jetzt selbst auch zweimal vom Thema abgeschweift bin: Wie steht es denn mit Deiner Frage?

    Liebe Grüße,

    Aravind.

    Hi, ich hatte technische Probleme gehabt, daher erst jetzt – das Interesse an Antworten an meiner eigenen Frage hat also nicht nachgelassen. :)

    Ich sehe mich als fortgeschritteneren KI-User (insofern weil ich eine Idee davon hab, wie das technisch funktioniert). Daher sind mir viele der gemachten Einwände, die in Richtung "Verantwortung", "Mühe-Vermeidung" und auch "Hallucinations" oder von mir aus auch "Bullshitting" gehen, bewusst. Das ist aber sicher nicht immer gegeben und daher ist es wichtig, das zu problematisieren.

    Dies im Hinterkopf habend, erlebe ich KI im Zusammenhang mit *irgendwas* lernen – zB. Dharma – als hilfreich. (Eingedenk der Schwächen.)
    Bei der Debatte hilft es mir, da keinen Debatten-Partner findend, zumindest die formale Struktur zu üben. Nicht perfekt, aber besser als nichts.

    Auch lasse ich mir zu längeren Texten immer mal wieder "Quizzes" erstellen.

    Ich frage mich, wie sich diese in weiten Teilen überhypte, umweltschädliche aber vermutlich bleibende Technologie, sinnvoll zum Lernen nutzen lässt. (Eingedenk der Schwächen.)

    Jedenfalls vielen Dank für die vielen, spannenden Antworten! :D

  • KI und Dharma

    • lotusbomber
    • 26. Mai 2025 um 13:06

    Moin, liebe Mit-Dharmisten,

    mich beschäftigt seit längerem das Thema "Debatte". Hier hatte ich mir irgendwann das Buch von Daniel Perdue "The Course in Buddhist Reasoning and Debate" (Amazonlink) besorgt. Naturgemäß braucht man zwei für den Tango und für die Debatte. Leider fand ich niemanden und auch, obwohl in einer großen Stadt lebend, kein Zentrum, das sowas anbietet. Es gab wohl Versuche mit entsprechenden Programmen, die wurden aber nicht "angenommen". So bin ich dann jetzt bei KI gelandet. Konkret: Ich nutze den Audio-Modus von chatGPT, hab einen entsprechenden "Prompt" formuliert und gehe jetzt mit einer Kombination aus natürlicher Dummheit und künstlicher Intelligenz die Übungen in Perdues Buch durch. Das funktioniert für mich (noch) gang gut und ich glaube, trotz des Unsinns, den diese Technologie mitunter verzapft ("Hallucinations"), das kann vlt. auch für andere Mitpraktizierende hilfreich sein.

    Nun frage ich mich:

    1.) Nuzt ihr KI für euer Dharmastudium? Wenn ja, wie?

    2.) Gibt es Einwände aus Dharma-Perspektive (ACHTUNG: KI soll und kann schon gar keine/n Leherer*in ersetzen)

    Danke und gute Praxis

  • Niederwerfungen

    • lotusbomber
    • 30. April 2025 um 14:34

    Je länger ich Niederwerfungen "stiefmütterlich" behandelt habe, desto besser sind sie inzwischen. Ich bin alle Jahre wieder über Niederwerfungen gestolpert und fand sie einfach nur anstrengend. Andererseits hörte ich immer wieder, wie elementar sie in Kombination mit der Zuflucht sind. Die habe ich aber auch nicht so richtig verstanden, "gefühlt", wie man heute sagen würde. Inzwischen bin ich im Camp, der sich niederwerfend Zufluchtnehmenden: Sich das Leiden Samsaras vorzustellen, dabei niederzuwerfen, den Zufluchtsbaum vor Augen, gemeinsam mit allen anderen fühlenden Wesen – erzeugt schon eine ziemlich Motivation und "verkörpert" sie vor allem. War aber ein Prozess, der sich über Jaaaaaaahre hinzog.

  • Vorteile der Meditation

    • lotusbomber
    • 23. März 2025 um 13:29

    Die meisten Leute hier, sind sicher aus spirituellen Gründen zur Meditation gekommen. "Rechte Meditation" ist immerhin Teil des achtfachen Pfades und damit tägliches Brot eines praktizierenden Buddhisten.Die tägliche Praxis ist am Anfang aber oft auch ein täglichers Ärgernis. Spoiler Alert: Es wird besser und irgendwann ist die Meditationspraxis so selbstverständlich (und notwendig) wie Zähne zu putzen. (Hoffe zumindest, das es auch die nächsten 10 Jahre so bleibt.) Jedenfalls lohnt es sich, früh(er) aufzustehen, um zu meditieren. Nicht nur wegen der Erleuchtung. Ich habe einen Artikel über die Vorteile der Meditation gefunden, der den Stand der Forschung im Zusammenhang mit Meditation ganz gut zusammenfasst. Vielleicht motiviert einen das ja zusätzlich, neben dem Fernziel der Erleuchtung – also an diesen Tagen, wo man sich lieber noch mal umdrehen möchte, anstatt sich aufs Kissen zu setzen.

  • Was macht ein Erleuchteter in der Freizeit ?

    • lotusbomber
    • 22. März 2025 um 12:02

    Interessante Frage. Ich glaube, die lässt sich nicht beantworten, weil ein Erleuchteter weder Freizeit, noch Arbeitszeit noch überhaupt irgendeine Zeit hat. Zumal es ja auch gar nicht erleuchtet ist. Wenn ich das richtig verstanden habe.

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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