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Grundstudium Buddhismus

  • Lassi
  • 20. März 2026 um 20:26
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  • Lassi
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    • 20. März 2026 um 20:26
    • #1

    Ich überlege, das Grundstudium Buddhismus bei Freier Buddhismus e.V. zu machen.
    Der Kurs findet an 11 Samstagen von 10–18 Uhr statt (Februar 2027 bis November 2028). Zusätzlich gibt es Studienabende, um Inhalte zu diskutieren und zu vertiefen. Das Ganze ist als Präsenzkurs in Essen geplant, eine Teilnahme ist aber auch online über Zoom möglich.
    Die Kosten liegen insgsamt bei 650 €. Man soll dabei verschiedene Traditionen kennenlernen (Theravada, Mahayana, Zen, tibetischer Buddhismus) So mal die Kurzform.
    Meine Frage : Hat jemand Erfahrungen mit dem Online-Teil so eines Grundstudiums?
    Lohnt sich die Ausgabe von 650 €, wenn man nur online dabei ist?

    Liebe Grüße,

    Lassi


    Verkörpern, was heilsam ist – jenseits von Tradition und Dogma. Methoden nutzen, ohne an ihnen zu kleben.

  • KarmaHausmeister
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    • 21. März 2026 um 16:06
    • #2

    Ich kenne Thomas, der den Kurs anbietet, und ich hatte mal Einblick in das Skript. Aus dieser Sicht würde ich den Kurs empfehlen.

    "Es gibt nur eine falsche Sicht: Der Glaube, meine Sicht ist die einzig richtige."

    Nagarjuna / 塞翁失馬 – 焉知非福

  • pano
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    • 21. März 2026 um 18:28
    • #3
    Lassi:

    Ich überlege, das Grundstudium Buddhismus bei Freier Buddhismus e.V. zu machen.
    Der Kurs findet an 11 Samstagen von 10–18 Uhr statt (Februar 2027 bis November 2028). Zusätzlich gibt es Studienabende, um Inhalte zu diskutieren und zu vertiefen. Das Ganze ist als Präsenzkurs in Essen geplant, eine Teilnahme ist aber auch online über Zoom möglich.
    Die Kosten liegen insgsamt bei 650 €. Man soll dabei verschiedene Traditionen kennenlernen (Theravada, Mahayana, Zen, tibetischer Buddhismus) So mal die Kurzform.
    Meine Frage : Hat jemand Erfahrungen mit dem Online-Teil so eines Grundstudiums?
    Lohnt sich die Ausgabe von 650 €, wenn man nur online dabei ist?

    Was erhoffst du dir vom Kurs? Ich kann den Kurs nicht beurteilen, ich würde an deiner Stelle aber vielleicht den Vergleich ziehen zu den zahlreichen YouTube Videos und Vorlesungen die es gibt. Das ist sozusagen die gratis Baseline.


    Ein Kurs kann dir bieten: mehr Kontakt zu einem Dozenten oder einer Dozentin, klarer Stundenplan, Austausch mit Mitstudenten. Zoom Teilnahme vermutlich etwas indirekter was Nachteil sein kann oder Vorteil.

    Was den Preis angeht ist es denke ich ein angemessener Preis wenn man das mal so gegen Honorare legt wie so von kirchlichen Einrichtungen gezahlt wird und davon ausgeht dass da nicht große Menschenmassen teilnehmen werden (mich würde noch interessieren wie groß die Gruppe ist das steht leider nicht auf der Website).

    was ich noch anmerken würde: ich hab beruflich in Seminaren als Teilnehmer öfter mit Business Coaches zu tun, das sind oft exakte Leute, neugierig mit zahlreichen Kurs Erfahrungen. Aber man merkt halt auch dass teilweise ein Studium in dem Bereich fehlt den sie coachen. Thomas Hamann ist VWLer mit so einem Coaching Profil und - das will ich nicht bezweifeln - eine besonderen Interesse für den Buddhismus. Ich für mich persönlich würde glaube ich wenn ich schon 650 EUR investiere dann in einen Kurs eines Religionswissenschaftlers investieren. Und nsbesondere dann wenn es kein Praxis Kurs ist sondern ein Religionswissenschaftlicher Abriss. Das sollte aber nicht heißen dass das Kursangebot schlecht sein muss, ich denke es wäre nicht das, was ich suchen würde.

  • SoftBand14163
    Gast
    • 21. März 2026 um 20:27
    • #4

    Vergleiche den Kurs von Thomas Hamann mal mit dem buddhistischen Fernkurs von Haus Tao, von dem ich bisher nur Gutes gehört habe. Er wäre auch meine erste Wahl.

    Buddhismus-Online-Studium
    Was sind die Merkmale unseres Online-Studiums? ■ Es bietet die Gelegenheit, die Geschichte und Lehre des Buddha Schulen übergreifend in einer offenen Weise…
    sites.google.com


    KarmaHausmeister, hast du deine theoretische Buddhismus-Ausbildung nicht auch dort gemacht? Wie war es?

  • KarmaHausmeister
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    Buddh. Richtung
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    • 21. März 2026 um 21:04
    • #5
    Kianga:

    Vergleiche den Kurs von Thomas Hamann mal mit dem buddhistischen Fernkurs von Haus Tao, von dem ich bisher nur Gutes gehört habe. Er wäre auch meine erste Wahl.

    https://sites.google.com/site/buddhismusstudium/


    KarmaHausmeister, hast du deine theoretische Buddhismus-Ausbildung nicht auch dort gemacht? Wie war es?


    Heute würde ich Thomas Kurs empfehlen.

    "Es gibt nur eine falsche Sicht: Der Glaube, meine Sicht ist die einzig richtige."

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  • Lassi
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    • 22. März 2026 um 01:47
    • #6

    Vielen Dank für eure Antworten. Ich werde in Ruhe darüber nachdenken, ihr habt mir auf jeden Fall sehr weitergeholfen.


    Aktuell mache ich bereits eine Weiterbildung und plane danach voraussichtlich direkt die nächste. Der Schwerpunkt liegt im Bereich Coaching und psychologische Beratung, auch zur persönlichen Auffrischung. Das Ganze wird mich noch etwa zwei Jahre begleiten.
    Zusätzlich würde ich gerne noch diesen Grundkurs im Buddhismus in Betracht ziehen, da ich denke, dass er mich bereichern könnte. Ich habe ja noch Zeit und möchte zunächst schauen, was ich mir auch ohne Kurs aneignen kann.


    pano, ich erhoffe mir von dem Kurs einen guten Einblick in den Buddhismus zu bekommen. Außerdem suche ich nach Techniken, die für Autisten gut geeignet sind, um Overloads besser und schneller in den Griff zu bekommen und sie durch Achtsamkeit früher zu erkennen. Dabei denke ich vor allem auch an Kinder, die tiefer im Spektrum sind, und daran, wie man mit einfachen, sanften Methoden von außen einwirken kann, sowohl für sie selbst als auch unterstützend für die Eltern.

    Liebe Grüße,

    Lassi


    Verkörpern, was heilsam ist – jenseits von Tradition und Dogma. Methoden nutzen, ohne an ihnen zu kleben.

  • Igor07
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    • 23. März 2026 um 14:10
    • #7

    Da frage ich mich, kann man überhaupt Buddhismus studieren, egal in welcher Richtung? Denn der Buddhismus stellt eine bestimmte Art und Weise dar, die Welt wahrzunehmen, etwa unter dem Blickwinkel der drei Daseinsmerkmale, durch das abhängige Entstehen usw.

    So kann man ein Diplom bekommen, wie ein Arzt oder Jurist – würde das bedeuten, dass es sich um echte Profis handelt?

    Vor 2500 Jahren gab es keine Universitäten, kein Online-Zoom, keine Lektionen. Es heißt, der Buddha hatte Lehrer – musste er also Prüfungen bestehen? Darüber kann man eigentlich nur lachen.

    War nur meine private Meinung als Nicht-Buddhist.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Helmut
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    • 23. März 2026 um 15:30
    • #8
    Igor07:

    Da frage ich mich, kann man überhaupt Buddhismus studieren, egal in welcher Richtung?


    Natürlich kann man den Dharma, die Lehre des Buddhas systematisch-strukturiert studieren. Es ist sogar notwendig, dies zu tun, da die Lehrreden Buddhas sehr vielschichtig sind. Da reicht allein das Lesen der überlieferten Lehrreden nicht aus. Ohne die Systematisierung der Lehre in Indien durch Meister wie zum Beispiel Vasubandhu, Asanga, Dharmakirti, Candrakirti, Santideva u.a. ständen wir ziemlich hilflos vor dem Berg der überlieferten Lehrreden so wie der Ochse vorm Berg.


    Ich selber habe an dem Systematischen Studium des Buddhismus am Tibetischen Zentrum Hamburg, das es bereits seit 38 Jahren gibt, teilgenommen. Da geht es nicht darum, ein Diplom zu erwerben nachdem man Prüfungen abgelegt hat wie an der Universität, sondern es geht darum, sich systematisch, strukturiert unter der Anleitung von LehrerInnen in der Gemeinschaft mit anderen mit der Lehre Buddhas zu beschäftigen, um selber ein möglichst umfangreiches Verständnis des Dharma zu entwickeln.

    Igor07:

    Denn der Buddhismus stellt eine bestimmte Art und Weise dar, die Welt wahrzunehmen, etwa unter dem Blickwinkel der drei Daseinsmerkmale, durch das abhängige Entstehen usw.

    Bereits das abhängige Entstehen ist ein komplexes Thema, das grundlegend für den Dharma ist. Deshalb muss man einiges darüber lernen, da es verschieden subtile Ebenen des abhängigen Entstehens gibt. Genauso ist mit den drei Daseinsmerkmalen. Um zum Beispiel anicca oder Vergänglichkeit zu verstehen, muss man lernen worin die grobe und worin die subtile Unbeständigkeit besteht. Selbst der Buddha hat nicht jedem die subtile Unbeständigkeit, die Momenthaftigkeit der Phänomene, gelehrt. Genauso ist es mit anatta oder Nicht-Selbst. Auch da hat der Buddha unterschiedliche Arten des Nicht-Selbst gelehrt.


    Man muss also einiges lernen, um den Dharma gut verstehen zu können. Nicht umsonst wurde bereits in Indien davon gesprochen: zunächst muss man etwas über den Dharma lernen, hierüber muss man dann vertiefend kontemplieren und schließlich muss man dann hierüber meditieren; und zwar nicht nur einmal.


    Das Studium des Dharma ist auch erforderlich für die eigene Praxis, die ja in der Umwandlung des Geistes besteht, in der Verwirklichung der wahren Beendigungen (dritte edle Wahrheit).

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • KarmaHausmeister
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    • 23. März 2026 um 18:18
    • #9

    Ich würde Helmut zustimmen: Man kann nicht nur den Dharma studieren, man muss es tun. Das ist Teil des Pfads: prajna, die Weisheit. Im Unterschied zum westlichen Weisheitsbegriff meint prajna das Wissen um dukkha und wie man dukkha überwindet.


    Nur von den Kursen des Tib. Zentrums Hamburg würde ich persönlich abraten. Ich habe viele Absolventen erlebt, die sehr sektiererisch waren, was auch an dem ein oder anderen Lehrer dort liegt. Zumal offiziell zwar alles Schulen gelehrt werden aber vermittelt wird, dass Vajrayana dann doch der „richtige“ Pfad sei.

    "Es gibt nur eine falsche Sicht: Der Glaube, meine Sicht ist die einzig richtige."

    Nagarjuna / 塞翁失馬 – 焉知非福

  • Helmut
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    • 23. März 2026 um 18:30
    • #10
    KarmaHausmeister:

    Nur von den Kursen des Tib. Zentrums Hamburg würde ich persönlich abraten. Ich habe viele Absolventen erlebt, die sehr sektiererisch waren, was auch an dem ein oder anderen Lehrer dort liegt. Zumal offiziell zwar alles Schulen gelehrt werden aber vermittelt wird, dass Vajrayana dann doch der „richtige“ Pfad sei.

    Es gibt mehrere tibetische Zentren in Hamburg. Welches Zentrum und welche LehrerInnen meist du denn?

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • Igor07
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    • 23. März 2026 um 19:31
    • #11
    KarmaHausmeister:

    Das ist Teil des Pfads: prajna, die Weisheit. Im Unterschied zum westlichen Weisheitsbegriff meint prajna das Wissen um dukkha und wie man dukkha überwindet.

    Dem kann ich auch zustimmen, denn diese Weisheit kann man durch kein Wissen erlangen, aber es geht um das unmittelbare Sehen der Phänomene, wie sie wirklich sind, aber nicht so, wie sie uns erscheinen.

    Plus dazu.

    Es gibt drei Studien, also gewöhnlicherweise.

    Der erste Schritt: Jemand studiert die Lehre, also wie alles, egal ob Medizin oder Chemie.

    Der zweite Schritt: Man erwägt weise oder kontempliert über das alles.

    Im letzten Schritt realisiert, also verwirklicht man die Lehre.

    Da hilft kein Studium mehr.

    Im Westen ist der Akzent meistens auf den ersten Punkt gestellt, also wir studieren etwas, dann denken wir, wir verstehen etwas total und absolut.

    Im Osten geht es eher um intuitives Wissen, das entsteht vor dem ganzen Wust von Begriffen und Modellen.

    Nebenbei vermerkt: Das Leben nach dem Tod, Wiedergeburt oder Karma in einem anderen Leben als etwas Reales, was für uns hier kaum vorstellbar ist, war seit so vielen Jahrzehnten dort normal und selbstverständlich.

    Abschließend wollte ich merken: Wenn es mein Wille wäre, dann hätte ich mich als pano für die Religionswissenschaft entschieden, denn heutzutage kann jeder alles Mögliche aus zuverlässigen Quellen über egal welche Richtung erfahren und rund um die Uhr allein studieren.

    Und nicht jeder hat genug Geld, sorry, so ist das Leben, wie es ist.

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    Sokrates

  • Samadhi1876
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    • 23. März 2026 um 20:57
    • #12

    Sich nicht mehr „getrennt fühlen“

    Vom Universum


    Kann man auch nicht erfahren durch Wissen oder durch Denken


    Sondern nur durch völliges loslassen von allem Wissen und Denken und Angst und Begehren darüber


    Und erst dadurch Direkt erfahren…


    💫

  • KarmaHausmeister
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    Buddh. Richtung
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    • 23. März 2026 um 21:27
    • #13
    Helmut:
    KarmaHausmeister:

    Nur von den Kursen des Tib. Zentrums Hamburg würde ich persönlich abraten. Ich habe viele Absolventen erlebt, die sehr sektiererisch waren, was auch an dem ein oder anderen Lehrer dort liegt. Zumal offiziell zwar alles Schulen gelehrt werden aber vermittelt wird, dass Vajrayana dann doch der „richtige“ Pfad sei.

    Es gibt mehrere tibetische Zentren in Hamburg. Welches Zentrum und welche LehrerInnen meist du denn?


    Ich hoffe, es ist nun nicht „dein“ Zentrum. Ich will dir nicht zu nahe treten.

    Tibetisches Zentrum e.V.: Startseite


    Vor allem von Oliver Petersen hört man, dass er sehr gern gegen modernere bud. Strömungen polemisiert. Und ich bin Dutzenden Absolventen begegnet, die man schon am Duktus erkennt, die alles, was nicht Vajrayana ist, delegitimieren.

    "Es gibt nur eine falsche Sicht: Der Glaube, meine Sicht ist die einzig richtige."

    Nagarjuna / 塞翁失馬 – 焉知非福

  • Railex
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    • 24. März 2026 um 10:01
    • #14

    Grundstudium Buddhismus – Freier Buddhismus https://share.google/EPXDDRpl1M8PF9uNb


    Buddhismus-Online-Studium
    Was sind die Merkmale unseres Online-Studiums? ■ Es bietet die Gelegenheit, die Geschichte und Lehre des Buddha Schulen übergreifend in einer offenen Weise…
    sites.google.com


    Tibetisches Zentrum e.V.: Startseite


    Ich beende diesen Monat meinen Religionsbasiskurs an der Fernakademie Laudius und wollte ab April da auch mit dem "Meditationslehrer" beginnen, aber nur für mich und meine Partnerin.

    Begleitend dazu wollte ich einen buddhistischen Studiengang ab Mai belegen und tendiere zum Haus Tao, weil das alles gut online machbar ist.:rad:

  • Benderson2
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    • 24. März 2026 um 18:29
    • #15

    Wie ich Lassi bereits in einer PN geschrieben habe, ist meiner persönlichen Erfahrung nach all das Meditieren über Rätsel, das auswendig lernen Buddhas Lehre, das Diskutieren über das ich und Sinneseindrücke, das Aufsagen von Mantras und Namen von alten lehrermeistern nur Beiwerk. Im Rahmen eines umfassenden Studiums durchaus interessant aber Zur eigenen Befreiung geht es um etwas anderes :


    Relevant ist nicht das alles erlernen oder rezitieren, sondern das verzeihen und loslassen. Jeder ubrige Hass oder Vorwurf den du in dir trägst verbindet dich unsichtbar mit negativer Energie mit der Person oder der enttäuschung die bzw. mit dem Ereignis das du lange schon hinter dir gelassen hast. bildlich gesprochen.


    Erwachen, sich befreien bzw zur Erleuchtung finden ( auch wenn ich den letzten Begriff nicht so mag weil er so hochtrabend und angeberisch klingt) ist Wenn Dir klar dass dein komplettes Leid von dir abfällt und wie der Weg dahin funktioniert Um ihn wiederzugehen wenn du neues Leid ansammelst.


    Ich zitiere mal aus meinem Buch, um einen möglichen Weg dahin aufzuzeigen , zumindest den den ich gegangen bin, vielleicht hilft es euch auch im Sinne des buddhistischen Ziels möglichst viele von ihrem Leid zu befreien :


    Kapitel 2.3 – Om Mani Padme Hum Mantra


    Systemzeit: 15. August 2019


    Nach der Vision gehe ich, Michael, zurück in den Achtsamkeitsraum der Tages-Klinik. Nun nehme ich meine auf dem Rücken liegende Meditationshaltung wieder ein und der Achtsamkeitslehrer führt uns in eine weitere Trance.


    Wie brennende Papierschiffe fahren meine Gedanken im geistigen Auge an mir vorbei und stürzen durch einen Wasserfall außer Sichtweite. Danach lenkt der Achtsamkeitstherapeut unsere Gedanken in bestimmte Richtungen. Im Hintergrund läuft leise auf CD das buddhistische ‚Om Mani Padme Hum Mantra‘, das universelle ‚Mantra der Liebe und des Mitgefühls‘. Erst erzählt uns der Therapeut eine kurze Geschichte, dann führen wir das mit dem Mantra zusammenhängende Ritual gemeinsam durch:


    „So habe ich es gehört: Einmal hielt sich der Buddha bei Sāvatthī in Jetas Wäldchen auf. Da nahm der Buddha ein wenig Erde mit seinem Fingernagel auf und wandte sich an die Menschen: ‚Was meint ihr? Was ist mehr: das bisschen Erde unter meinem Fingernagel oder diese große Erde? ‘


    ‚Die große Erde ist viel mehr. Das bisschen Erde unter deinem Fingernagel ist winzig. Verglichen mit der großen Erde reicht es nicht annähernd an ein Hunderttausendstel,‘ antwortet einer seiner Zuhörer. Der Buddha nickt zustimmend und fährt fort: ‚Ebenso ist für einen edlen Schüler, für einen Menschen, der die Lehre erfasst hat: Das Leiden, das vorbei und erledigt ist, sehr viel mehr. Das noch übrige Leiden ist winzig. Verglichen mit der Masse des Leidens, das in der Vergangenheit vorbei und erledigt ist, ist das übrige Leiden nur ein Hunderttausendstel. So überaus segensreich ist es, die Lehre zu erfassen und das Auge des Dhamma zu erlangen. ‘“


    Der Achtsamkeitslehrer fährt leise und deutlich mit seiner hypnotischen Stimme fort: „Geht in euch. Fühlt die Liebe und das Mitgefühl in euch selbst. Habt Mitgefühl für euch selbst, eure Fehler, eure Schwächen, eure Unzulänglichkeiten. Nutzt eure Energie, um euch all das zu vergeben. Denkt an all jene, die euch Schmerz zugefügt haben, lasst die negativen Gedanken an sie, die euch belasten los und verzeiht ihnen ihre Fehler, ihre Schwächen, ihre Unzulänglichkeiten. Und wenn danach noch etwas Energie in euch übrig ist, senden wir den Rest unserer Liebe und unseres Mitgefühls hinaus an alle fühlenden Lebewesen auf der Welt.“


    Ich merke, wie das alles wahr wird. Ich verzeihe allen (inklusive mir) und ich wünsche allen Gutes. Den Schlechten, aus ihren Fehlern zu lernen. Mir selbst, meine Eltern so anzunehmen, wie sie eben sind. Zusätzlich wird mir klar, dass es keinen Sinn macht, über unlösbares nachzudenken (z.B. warum hat xy das vor z Jahren getan, denn ich werde ihn/sie nie dazu fragen können und wenn, dann sagt er/sie eh nicht die Wahrheit oder weiß selber nicht, warum er/sie sich so verhält bzw. verhalten hat). Ich war befreit, im buddhistischen Sinne. Hatte den Strom des Erwachens betreten.


    Auf diese Weise durch ein Mantra zu erwachen klingt einfach, aber um zu dem Punkt zu kommen, um es umzusetzen und loszulassen bzw. die Verursacher meines Leids (und darunter zähle ich auch mich selbst) zu lieben bzw. ‚trotz allem lieb zu haben‘ oder zumindest ‚Mitgefühl‘, ging bei mir über Wochen in der Tagesklinik. Ich war aber auch ein eher schwerer Fall inklusive Traumata und bipolarer Störung.


    Erst einmal galt es, überhaupt die Ursachen meines persönlichen Leids herauszufinden, also z.B. Verletzungen, Kränkungen und Beleidigungen, Hadern mit einer Gottheit die vielleicht nicht existiert oder anders ist als wir sie uns ausmalen; Personen, Worte, Gedankenmuster / Anhaftungen / Engramme / Vorstellungen (wie etwas oder man selber oder jemand zu dem man eigentlich aufschaut oder mag zu sein hat) und so weiter... Das mag je nach Person im vertraulichen Gespräch mit echten, ehrlichen, freundlich-direkten Freunden gehen oder nun mal im Rahmen einer Therapie mit Kunsttherapie, Gesprächstherapie und Therapieformen aus dem Buddhistischen, wie Achtsamkeitstraining und Meditation.


    Begleitend zur Ursachenerkundung wurden bei uns durch Achtsamkeitstraining schöne Erinnerungen wachgerufen (Düfte helfen sehr); ein Bewusstsein für sich, andere und seine Umgebung geschaffen (wacher werden); und darüber hinaus schöne gesellschaftliche Erlebnisse genossen (Spielenachmittage, Grillen, zusammen eine schöne Zeit verbringen,...), um wieder eine positive Grundstimmung zu bekommen.


    So konnte ich genug positive Energie ansammeln und die Energie, die ich entbehren konnte, nutzen (im Sinne des Om Mani Padme Hum Mantra), um den Menschen / mir selbst / einem tatenlosen Gott (falls man ihm die Schuld für sein Leid in die Schuhe schiebt) / ... zu verzeihen und ihnen dann, wie gesagt, meine Liebe bzw. Mitgefühl zu schenken.


    Einmal Tabula Rasa, reinen Tisch machen und ohne Vorbedingungen neu anfangen. Den Bund mit der Menschheit / Gottheit(en) neu schließen. Denn entweder waren sie nicht stark genug, wussten es nicht besser, hielten sich lieber raus, sind unter dem Gruppendruck eingeknickt, sind einfach mitleidswürdige Ar***löcher oder eigentlich liebende Eltern, die auch nur unvollkommene Menschen sind und es einfach nicht besser wussten. Es geht also einen deutlichen Schritt über das reine ‚Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern‘ aus dem Vater Unser hinaus und ‚besiegelt‘ das Ganze durch Liebe und/oder Mitgefühl.


    Mein Befreiungs- / Erwachenserlebnis verändert meine Persönlichkeit und löst eine manische Episode aus, denn ich bin bipolar und bekomme derzeit noch die falschen Medikamente. Befreit von meinen negativen Gefühlen, die mich unten gehalten haben, schwelge ich in einem Hochgefühl, doch ich bin auch grüblerisch....

    4 Mal editiert, zuletzt von Benderson2 (24. März 2026 um 18:48)

  • Samadhi1876
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    Buddh. Richtung
    • 24. März 2026 um 19:27
    • #16

    Fehlende Spiritualität, im Namen von „Erwachen“ und „Erleuchtung“

    Ist das Eine…


    Möglicherweise noch ungelöstes Trauma, fehlende Liebe und Mitgefühl in der Kindheit das Andere….


    An die ersten drei Lebensjahre können wir uns selbst nur ganz wenig erinnern, eine sehr wichtige Zeit in der Entwicklung eines Kindes…


    Wie war die Liebe und Fürsorge in dieser Zeit wirklich?

    An möglicherweise andere spätere traumatische Erfahrungen genauso wenig, weil bewusst als Kind selbst verdrängt…


    Später geht man zum Arzt auf Grund von irgendwelchen unerklärlichen stressigen Symptomen oder weil man sich anders fühlt als andere…


    Man weiß auch nichts in dem Moment anderes zu erzählen als das was man selbst noch über sich weiß…


    Und bekommt dann irgendeine Diagnose vom Arzt verpasst…


    Bei dem Einen ist da so, bei dem Anderen so…


    Der Eine hatte mehr Liebe und Mitgefühl und Wohlstand in der Kindheit als der Andere…


    Für den Einen fühlt sich Freiheit einfacher an als für den Anderen…


    Für den Einen fühlt sich Befreiung schwieriger an als für den Anderen…


    Aber…


    Ganz gleich ob einfach oder schwierig…


    Es gibt immer einen „Weg“ der inneren Befreiung…


    Warum haben Menschen anscheinend oft viel mehr psychische Probleme als Tiere oder Pflanzen?

    Wo doch auch der Mensch nur ein Tier ist…

  • Benderson2
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    • 24. März 2026 um 19:42
    • #17

    Mit *Düfte helfen sehr" meinte ich z.B eine Erfahrung als ich bei den Achtsamkeitsübungen an frischer Pfefferminze gerochen habe, dass ich mich an eine meiner ersten Erinnerungen meiner Kindheit in bewegtem Bild erinnert habe als meine Mutter mit mir durch den Garten ging und wir gemeinsam Kräuter zerrieben und daran geschnuppert haben an einem sonnigen Tag mitsamt der positiven Gefühle die ich dabei hatte.


    das hat wiederum weitere Schöne Kindheitserinnerungen an meine Eltern wachgerufen auch wenn vieles davon verdrängt war bzw überschattet durch meinen cholerischen Vater und gab mir die Kraft sie als fehlnare Menschen zu sehen die mir viel Liebe geschenkt haben es aber leider oft gut gemeint aber schlecht gemacht haben. So konnte ich ihnen verzeihen und habe verstanden dass vieles was mich verletzt hat einfach kindliche Erwartungen an die Eltern waren Die man als Vorbilder Als allwissende perfekte immer für einen da seiende Menschen sehen möchte was aber kein Vater und keine Mutter bieten kann .

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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